DE1564963C3 - Verfahren zum Herstellen eines stabilisierten Halbleiterbauelements - Google Patents
Verfahren zum Herstellen eines stabilisierten HalbleiterbauelementsInfo
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Description
Siliciumdioxidschicht so bemessen wird, daß eine das
Substrat beeinflussende Diffusion des Dotierungsstoffs durch die reine Siliciumdioxidschicht verhindert
wird, und daß die beiden Schichten zur Bindung von durch Verunreinigungen hervorgerufenen Störstellen
erhitzt werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die gleichmäßig dotierte Siliciumdioxidschicht
mit Phosphor dotiert und wird bei einer Temperatur von etwa 400 bis 600° C abgeschieden.
Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung wird die mit Phosphor dotierte Siliciumdioxidschicht
durch Pyrolyse einer Mischung aus den Dämpfen von Tetraäthyl-orthosilikat (TÄOS)
und eines Phosphorträgers, z. B. Trimethylphosphat, gebildet.
Durch den beim Verfahren nach der Erfindung durchgeführten Erhitzungsvorgang wird dafür gesorgt,
daß der die Stabilisierung hervorrufende Störstoff bis dicht an die Grenzfläche zwischen der reinen Siliciumdioxidschicht
und dem Substrat herankommt. Dadurch werden die die zeitliche Instabilität hervorrufenden
Störstellen an der Grenzfläche wesentlich stärker gebunden. Die nach dem beanspruchten Verfahren
hergestellten Halbleiterbauelemente sind somit wesentlich stabiler als die bekannten.
Die dotierte Siliciumdioxidschicht eignet sich besonders als Isolierschicht zwischen der metallischen
Steuerelektrode und dem Halbleiterkörper eines Metalloxid-Halbleiter-Feldeffekttransistors, in welchem
Fall die Unterlagsschicht aus reinem Siliciumdioxid eine Diffusion des Phosphors in das Halbleitermaterial
verhindert.
Die Erfindung wird an Hand der folgenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung näher
erläutert. In der Zeichnung zeigt
Fig.l eine schematische Darstellung einer Einrichtung
zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung,
F i g. 2 eine etwas vereinfachte teilweise Schnittansicht
eines erfindungsgemäß erhaltenen Metalloxid-Halbleiter-Feldeffekttransistors,
F i g. 3 eine schematisierte Schnittansicht eines erfindungsgemäß erhaltenen Flächentransistors.
In der Zeichnung Fig. 1 ist ein Einheitsröhrenreaktor,
welcher zur Herstellung einer erfindungsgemäß zu verwendenden, mit Phosphor dotierten
Siliciumdioxidschicht dienen kann, allgemein mit 10 bezeichnet. Dieser Reaktor 10 besteht aus einem
Quarzrohr 12, welches ein Halbleiterplättchen 16 tragendes Quarzschiffchen 14 aufnehmen kann. Eine
thermostatisch gesteuerte elektrische Wicklung 18 ist rund um das Rohr angeordnet und dient zur Erhitzung
der Halbleiterplättchen auf eine vorherbestimmte Temperatur. Die Enden des Röhren- reaktors
12 sind offen; das eine nimmt ein Zuführungsrohr 20 auf, und das andere steht mit einer
geeigneten Entlüftungshaube in Verbindung. Ein Behälter 22 enthält beispielsweise eine flüssige Mischung
aus Tetraäthyl-orthosilikat und Trimethylphosphat. Sauerstoff wird dann durch eine Leitung 24 und das
Ventil 26 eingeleitet und perlt durch die flüssige Mischung in den Behälter 22 und trägt Flüssigkeitsdämpfe durch die Leitung 28, in welcher diese mit
weiterem Sauerstoff aus der Leitung 32 und dem Ventil 33 gemischt werden können, mit sich.
Gemäß einer allgemeineren Ausführungsform der Erfindung wird eine gleichmäßig mit einem Stabilisierungsmittel,
z. B. Phosphor, dotierte Siliciumdioxidschicht zur Stabilisierung der Oberfläche des HaIb-.
leiterkörpers in einer Halbleiteranordnung verwendet. Die mit Phosphor dotierte Siliciumdioxidschicht kann
unter Verwendung der Vorrichtung 10 und nach dem folgenden Verfahren niedergeschlagen werden. Der
Behälter 22 wird mit einer Mischung aus Tetraäthylorthosilikat (TÄOS) und Trimethylphosphat (TMP)
gefüllt. Die Halbleiterplättchen 16 werden auf eine
ίο Temperatur zwischen etwa 400 und 600° C erhitzt.
Die Temperaturhöhe ist nicht wesentlich; eine Temperatur von 500° C ist vorteilhaft. Durch die flüssige
Mischung im Behälter 22 läßt man Sauerstoff perlen, welcher Flüssigkeitsdämpfe durch die Leitung 28 abführt,
wo diese mit zusätzlichem Sauerstoff aus der Leitung 32 gemischt werden und durch die Leitung
20 in den Röhrenreaktor 12 gelangen. Gegebenenfalls kann Sauerstoff auch durch getrennte Behälter,
wovon der eine TÄOS und der andere TMP enthält, perlen, und die beiden Sauerstoff ströme werden dann,
bevor sie über die Substrate strömen, unter Mischung der Dämpfe der Reaktionsteilnehmer gemischt. Wenn
die Dämpfe über die Substrate streichen, bildet sich auf der Oberfläche der Plättchen eine Siliciumdioxidschicht
infolge der chemischen Reaktion des Tetraäthyl-orthosilikats.
Das als Phosphorquelle dienende Trimethylphosphat wird ebenfalls zersetzt, und der
Phosphor wird gleichmäßig in der sich bildenden Siliciumdioxidschicht dispergiert.
Das Verhältnis von Tetraäthyl-orthosilikat zu Trimethylphosphat ist nicht besonders kritisch, obwohl
bei zunehmendem Trimethylphosphatanteil ein Punkt erreicht wird, wo die physikalischen Eigenschaften
des Oxids unbefriedigend werden. Etwa 25 Volumprozent Trimethylphosphat und 75 Volumprozent
Tetraäthyl-orthosilikat liefern gute Ergebnisse. Eine Mischung mit 504Vo Trimethylphospat wurde auch
mit Erfolg verwendet. Die in der Siliciumdioxidschicht enthaltene Phosphormenge hängt natürlich von dem
in der flüssigen Mischung anwesenden Trimethylphosphatgehalt ab. Wenn getrennte Sauerstoffströme
durch einzelne Behälter für das TÄOS und TMP bei Raumtemperatur geleitet und dann die beiden Ströme
gemischt werden und wenn der TMP-Strom 1% des Gesamtvolumens der gemischten Ströme ausmacht,
können etwa 100 Atome Phosphor pro Million Atome in der Siliciumdioxidschicht erwartet werden. Wenn
der Trimethylphosphatstrom 25% ausmacht, können etwa 1000 Atome pro Million erwartet werden, und
bei 5O«/o TMP sind 10 000 Atome pro Million zu erwarten. Die Verwendung der Vorrichtung 10 zum
Niederschlagen einer mit Phosphor dotierten Siliciumdioxidschicht durch pyrolytische Zersetzung der
Dämpfe von Tetraäthyl-orthosilikat und Trimethylphosphat stellt für sich keinen Teil der Erfindung
dar, da es bekannt ist, daß mit verschiedenen Störstoffen in einer geregelten Konzentration dotierte
Siliciumdioxidschichten nach diesem Verfahren in einem Reaktor dieser Art erhalten werden können.
In F i g. 2 ist ein erfindungsgemäß hergestellter, verbesserter Siliciumoxid-Halbleiter-Feldeffekttransistor
allgemein mit 50 bezeichnet. Die p-leitende Diffusion 52 ist die Quelle und die p-leitende Diffusion
54 ist die Senke. Das Substrat 56 besteht in typischer Weise aus η-leitendem Silicium. Nach dem
Abziehen der Siliciumdioxidmaskierungsschicht, mit deren Hilfe die Quellen- und Senkendiffusion durchgeführt
wurde, von der Substratoberfläche wird auf
der Substratoberfläche eine sehr dünne, reine Siliciumdioxidschicht
57 gebildet. Die Siliciumdioxidschicht 57 kann nach einem beliebigen geeigneten Verfahren,
z. B. durch pyrolytische Zersetzung von Tetraäthylorthosilikat bei Temperaturen zwischen etwa 400
und 800° C gebildet werden; wenn das Substrat aus Silicium besteht, kann es auch Wasserdampf oder
Sauerstoff bei einer Temperatur von etwa 800 bis etwa 1200° C ausgesetzt werden. Dann wird auf der
einer eindiffundierten η-leitenden Basiszone 76 und einer eindiffundierten p-leitenden Emitterzone 78.
Nachdem die Basis- und die Emitterzone 76 bzw. 78 durch eine Siliciumdioxid-Diffusionsmaskierung 80
5 nach üblichen Methoden eindiffundiert wurden, wird eine reine Siliciumdioxidschicht (nicht dargestellt) auf
der Oberfläche der Oxidschicht 80 niedergeschlagen. Über der Basiszone 76 wird dann sowohl in der pyrolytisch
hergestellten Oxidschicht als auch in der Oxid
reinen Siliciumdioxidschicht 57 und über dem Sub- ίο schicht 80 eine Öffnung gebildet, wobei man jedoch
strat nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren die Emitterzone 78 von der pyrolytisch hergestellten
eine Schicht 58 aus mit Phosphor oder mit einem Oxidschicht bedeckt läßt. Durch die Öffnung wird
anderen, eine η-Leitfähigkeit ergebenden dotierenden dann eine n+-leitende Basiskontaktzone 82 in die
Störstoff dotierte Siliciumdioxidschicht gebildet. Basiszone 76 eindiffundiert. Das Dotierungsmittel für
Der Hauptzweck der reinen Oxidschicht 57 besteht 15 die n+-leitende Kontaktzone 82 ist oft Phosphor, weldarin,
als Diffusionssperre zu wirken, um eine Diffu- eher aus einer auf der Oberfläche des Substrats niesion
von Phosphor aus der dotierten Siliciumdioxid- dergeschlagenen Phosphorglasschicht eindiffundiert
schicht 58 in das Substrat 56 zu verhindern. Die wird. Die Diffusion dauert in der Regel etwa 6 Minureine
Siliciumdioxidschicht 57 soll daher nur so dick ten. Dann wird das Substrat einer Entglasung und
sein, daß keine störende Menge Phosphor das Sub- 20 Wasserauskochung unterworfen, wobei als entglasenstrat56
erreichen kann, und zu diesem Zweck ist des Medium eine 10%ige Lösung von Fluorwassereine
Dicke von etwa 500 A in der Regel ausreichend. stoffsäure z. B. während einer ausreichenden Zeit,
Zur Erzielung bester Ergebnisse werden die Oxid- die im allgemeinen zwischen 1 und 2 Minuten beträgt,
schichten dann durch Erhöhung der -Substrattempe- dient, so daß sowohl die Phosphoroxidschicht als
ratur auf etwa 850° C während 15 bis 30 Minuten 25 auch die pyrolytisch hergestellte Oxidschicht entfernt
erhitzt. Man nimmt an, daß dadurch Störstoffe in wird. Dadurch werden wieder die Kontaktfenster soder
nichtdotierten Oxidschicht 57 veranlaßt werden, wohl über der Emitterzone 78 als auch über der
in die mit Phosphor dotierte Oxidschicht 58 abzu- Basiskontaktzone 82 geöffnet. Dann wird die mit
wandern; auch scheint eine gewisse chemische Reak- Phosphor dotierte pyrolytisch hergestellte Siliciumtion
zwischen dem Phosphor, Siliciumdioxid und 30 dioxidschicht 72 auf der Oberfläche des Substrats
Störstoffen unter Bildung einer Molekularstruktur, niedergeschlagen, indem man eine dampfförmige
welche die Störstoffionen unbeweglich macht, da- Mischung aus Tetraäthyl-orthosilikat und Trimethyldurch
gefördert zu werden. phosphat auf die vorstehend beschriebene Weise
Die Quellenelektrode, die Senkenelektrode und oxydiert. Eine typische Dicke für die Schicht 72 bedie
Steuerelektrode 60 bzw. 62 bzw. 64 können dann 35 trägt etwa 3200 bis 3500 Ä, die nach 30minutiger
gebildet werden, indem man zunächst Öffnungen in Niederschlagung unter Verwendung von 25% Tridie
Siliciumdioxidschichten 57 und 58 nach üblichen methylphosphat erzielt wird. In der mit Phosphor
photolithographischen Methoden einätzt und dann dotierten pyrolytisch hergestellten Oxidschicht 42
einen Metallfilm niederschlägt und ebenfalls nach werden dann über der Emitterzone 78 und über der
photolithographischen Methoden in Form eines 40 Basiskontaktzone 82 nach üblichen photolithogra-Musters
bringt. Da die Ätzgeschwindigkeit der reinen phischen Methoden öffnungen gebildet. Das läßt sich
Siliciumdioxidschicht 57 und der dotierten Silicium- leicht erzielen, da nur die Schicht 72 durchgeätzt zu
dioxidschicht 58 nicht wesentlich verschieden ist, werden braucht. Alsdann schlägt man einen geeignewird
die dotierte Schicht 58, die die höhere Ätz- ten Metallfilm nieder und formt ihn zu einem vergeschwindigkeit
aufweist, während der photolitho- 45 breiterten Basiskontakt 84 und einem verbreiterten
graphischen Behandlung zur öffnung der Fenster Emitterkontakt 86.
über der diffundierten Quell- und Senkenzone 52 Auf die in F i g. 3 dargestellte Weise erhaltene
bzw. 54 nicht wesentlich unterschnitten. Transistoren zeigen eine Ausfallrate von etwa 1 bis
Gemäß Fig. 2 hergestellte Feldeffekttransistoren 2%, wenn sie bei hoher Temperatur und angelegter
wurden getestet, indem man eine gegenüber dem 50 Spannung belastet werden. Im Vergleich dazu zeigen
Substrat 56 positive 20-Volt-Spannung an die Steuer- Transistoren mit nur einer nichtdotierten Siliciumelektrode
64 in einer Umgebung von 175° C anlegte. dioxid-Passivierungsschicht unter den gleichen Be-Nach
etwa sechzehn Stunden beobachtete man An- dingungen eine Ausfallrate von 100%. Bis heute bederungen
der Schwellenspannung von 10 bis 20%. steht kein Anhaltspunkt dafür, daß, wenn der ProTransistoren mit der gleichen Geometrie, die aus den 55 zentgehalt an Trimethylphosphat in der flüssigen
gleichen Materialien, jedoch mit einer nichtdotierten Mischung weniger als etwa 10% beträgt, der Dotie-Siliciumdioxidisolierschicht
hergestellt wurden, zeig- rungsgrad des Phosphors nicht ausreichen würde, um ten Änderungen der Schwellenspannung unter den den Transistor noch immer zu stabilisieren,
gleichen Testbedingungen von 100 bis 500%. Ganz allgemein können die mit Phosphor dotierten
Gemäß einer anderen spezifischen Ausführungs- 60 oder anderweitig dotierten Siliciumdioxidschichten
form der Erfindung kann auch ein Flächentransistor, zur Verbesserung der Stabilität einer Halbleiteranz.
B. der allgemein in Fig. 3 mit 70 bezeichnete, Ordnung dienen, wo Instabilitäten durch Ladungsbedurch
eine pyrolytisch hergestellte, mit Phosphor do- wegung innerhalb einer Oxidschicht hervorgerufen
tierte Siliciumdioxidschicht 72 stabilisiert werden. Der werden. Das dotierte Siliciumdioxid wurde z. B. auch
Transistor besteht aus einer durch das Halbleiter- 65 erfolgreich zur Stabilisierung einer als Pseudo-Lichtsubstrat
gebildeten, p-leitenden Kollektorzone 74, emissionsquelle verwendeten Flächendiode verwendet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Verfahren zum Herstellen eines stabilisierten werden, was eine entsprechende Anhäufung oder
Halbleiterbauelements mit einem dotierten Sub- S Bewegung negativer Ladungen in dem Halbleiter an
strat, das entgegengesetzt dotierte Diffusionszonen dessen Oberfläche zur Folge hat. Der Überschuß an
aufweist, und mit einer im wesentlichen reinen negativen Ladungen an der Oberfläche bedingt eine
Siliciumdioxidschicht auf der Substratoberfläche, Verbiegung der Energiebänder, und wenn eine ausdadurch
gekennzeichnet, daß auf die reine reichend große Ladungsmenge sich ansammelt, kann
Siliciumdioxidschicht eine gleichmäßig dotierte io eine p-leitende Halbleiterzone in eine η-leitende Zone
Siliciumdioxidschicht abgeschieden wird, daß die umgewandelt werden, da sich an der Oberfläche eine
Dicke der reinen Siliciumdioxidschicht so be- Umkehrschicht bildet. Da ein Metalloxid-Halbleitermessen
wird, daß eine das Substrat beeinflussende Feldeffekttransistor (MOS) für seinen Betrieb auf eine
Diffusion des Dotierungsstoffs durch die reine äußerst reproduzierbare, durch ein elektrisches Feld
Siliciumdioxidschicht verhindert wird, und daß 15 induzierte Umkehrschicht angewiesen ist, ist er bedie
beiden Schichten zur Bindung von durch sonders empfindlich für jede Änderung der Ober-Verunreinigungen
hervorgerufenen Störstellen flachenleitfähigkeitseigenschaften, die durch die die
erhitzt werden. metallische Steuerelektrode von dem Halbleiter iso-
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das lierende Oxidschicht hervorgerufen wird. Frühere
Halbleiterbauelement ein Feldeffekttransistor ist, 20 Versuche zur Lösung dieses Problems richteten sich
dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der Schicht auf die Reinigung des Oxids, indem man jede Veraus
im wesentlichen reinem Siliciumdioxid etwa unreinigung zu jedem Zeitpunkt des Verfahrens auf
500 Angström beträgt. einem Minimum hielt, da man der Ansicht war, daß
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch Verunreinigungen in dem Oxid die Streuladungen
gekennzeichnet, daß die Dicke der gleichmäßig 25 verursachen würden. Selbst wenn dies zutrifft, ist
dotierten Siliciumdioxidschicht etwa 3200 bis dieser Versuch doch äußerst schwierig bei einer
3500 Angström beträgt. größeren Produktion durchzuführen, da die Quelle
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 für die Oxidverunreinigung nicht genau bekannt ist.
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die gleich- Bei einem weiteren bekannten Verfahren können
mäßig dotierte Siliciumdioxidschicht eine mit 3° Halbleiterbauelemente mit stabilen Eigenschaften
Phosphor dotierte Siliciumdioxidschicht ist, die hergestellt werden, die ein dotiertes Substrat mit entbei
einer Temperatur von etwa 400 bis 600° C gegengesetzt dotierten Diffusionszonen besitzen,
abgeschieden wird. Dieses bekannte Verfahren besteht im wesentlichen
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 darin, daß über einer Siliciumdioxidschicht auf dem
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Er- 35 Substrat eine Schicht aus Phosphorsilikat gebildet
hitzung der beiden Schichten das Substrat etwa wird. Durch diese Phosphorsilikatschicht sollen die
15 bis 20 Minuten lang auf eine Temperatur von von Verunreinigungen in der Siliciumdioxidschicht
etwa 850° C erhitzt wird. gebildeten Störstellen an der Grenzschicht zwischen
der Siliciumdioxidschicht und dem Substrat gebunden 40 werden. Diese Störstellen werden als Ursache für die
zeitliche Instabilität von Halbleiterbauelementen angesehen. Da die Phosphorsilikatschicht jedoch in
ziemlich großem Abstand von der Grenzfläche angebracht ist, hat sie auch nur einen begrenzten Ein-
Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren 45 fluß auf die Bindung der schädlichen Störstellen. Die
zum Herstellen eines stabilisierten Halbleiterbau- Phosphorsilikatschicht hat außerdem noch einen entelements,
ausgehend von einem Halbleiterbauelement scheidenden Nachteil, der sich bei der Fertigstellung
mit einem dotierten Substrat, das entgegengesetzt des Halbleiterbauelements herausstellt. Im Anschluß
dotierte Diffusionszonen aufweist, und mit einer im an das Aufbringen der Schichten müssen bis zum
wesentlichen reinen Siliciumdioxidschicht auf der 50 Substrat reichende Fenster gebildet werden, damit
Substratoberfläche. die Metallkontakte an den einzelnen Diffusionszonen
Es ist allgemein bekannt, daß die Oberfläche einer angebracht werden können. Das Anbringen dieser
Halbleiteranordnung eine wesentliche Rolle bei der Fenster erfolgt durch übliche Maskierungs- und Ätz-Festlegung
der endgültigen elektrischen Eigenschaften verfahren. Da sich das Phosphorsilikat wesentlich
der Vorrichtung spielt. Aus diesem Grund wurden 55 schneller als das darunterliegende Siliciumdioxid
Halbleiteranordnungen bisher stets in hermetisch ätzen läßt, greift das Ätzmittel, nachdem die nichtabgedichteten
Packungen eingekapselt, und die Be- maskierten Bereiche weggeätzt worden sind, stark
strebungen gehen derzeit dahin, eine ebene Geometrie auf die von der Maske abgedeckten Flächen über,
anzuwenden, wobei die Anordnungen mit einer so daß die Fenster schließlich wesentlich breiter als
Siliciumdioxidschicht bedeckt werden, die eine Über- 60 erwünscht geätzt werden. Da es in zunehmendem
gangspassivierung ergibt. Die auf dem Halbleiter- Maße ja auf kleine Abmessungen ankommt, ist das
gebiet vorliegende Literatur zeigt an, daß viele Halb- in »IBM Journal of Research and Development«,
leiteranordnungen mit einer passivierenden Silicium- Bd. 8 (1964), H. 4, S. 376 bis 384, beschriebene
dioxidschicht verschiedene Restströme, veränderliche Stabilisierungsverfahren nur bedingt anwendbar.
Durchschlagsspannungen und eine allgemeine Ver- 65 Das Verfahren nach der Erfindung besteht demänderung von Betriebsparametern über längere gegenüber darin, daß auf die reine Siliciumdioxid-Zeiten, insbesondere bei hohen Temperaturen und schicht eine gleichmäßig dotierte Siliciumdioxidhohen Vorspannungen, zeigen. Viele dieser Rest- schicht abgeschieden wird, daß die Dicke der reinen
Durchschlagsspannungen und eine allgemeine Ver- 65 Das Verfahren nach der Erfindung besteht demänderung von Betriebsparametern über längere gegenüber darin, daß auf die reine Siliciumdioxid-Zeiten, insbesondere bei hohen Temperaturen und schicht eine gleichmäßig dotierte Siliciumdioxidhohen Vorspannungen, zeigen. Viele dieser Rest- schicht abgeschieden wird, daß die Dicke der reinen
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