DE1521503A1 - Halbleiteranordnung mit Siliciumnitridschichten und Herstellungsverfahren hierfuer - Google Patents
Halbleiteranordnung mit Siliciumnitridschichten und Herstellungsverfahren hierfuerInfo
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Description
PATENTANWÄLTE
DIPL-ING. CURT WALLACH
DIPL.-ING. GÜNTHER KOCH 1 521 5Ü3
DR. TINO HAIBACH
8 München 2, den 23. Juni 1966 : IO38I - Dr.H/Ee
Sperry Sand Corporation, New York, N.Y., USA
Halbleiteranordnung mit Siliciuonitridsehichten. unü Herstellungsverfahren
hierfür
Oie Erfindung "betrifft ein bei verhältnismäßig niedriger
Temperatur ausführbares Verfahren zur Herstellung von Silioiumnitridschichten
auf Trägerv/erkstoffen, insbesondere Trägern
aus Halbleitermaterial, sowie Halbleiteranordnungen mit derartigen
Siliciumnitridschichten.
in der derzeitigen Technik betreffend integrierte Siliciumschaltungen
spielen auf thermischem Wege erzeugte Siliciumoxydschichten eine zentrale Rolle. Das Oxyd dient dabei als
Diffusionsmaske, als Passivierungsschicht über pn-Schichten, welche sich bis zu freiliegenden Oberflächen erstrecken,
sowie als isolierendes Dielektrikum in MOS-("metal-oxides
emi conduct or", Metall-Oxyd-Halbleiter-) Transistoren, und
Moden. Die Oxydtechnik hat einen großen Fortschritt hinsichtlich
Einfachheit, Zuverlässigkeit und Kosten, verglichen mit früheren Methoden gebracht. Nunmehr jedoch, mit zunehmendem
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BAD ORIGINAL
Bedarf an komplizierteren integrierten Schaltungen, für die
höhere Zuverlässigkeit, kleinere Abmessungen und niedrigere Kosten kennzeichnend, sind, machen sich die der Oxydtechnologie,
einschließlich dem Oxydverfahren und den danach hergestellten Halbleiteranordnungen, innewohnenden Beschränkungen fühlbar.
JSs gibt verschiedene Gebiete, auf denen derartige oxydierte Siliciumschichten und die bestehenden Verfahren rsu ihrer Herstellung
weniger als angemessen sind. Um eine nennenswerte Oxydbildung zu erhalten, müssen Reaktionstemperaturen von über 1000
0O über Zeitdauern von mehreren Stunden hin aufrecht
erhalten werden. Während derartiger Hochtenperaturbehanllungen
diffundieren die Dotierungsstoffe in dem Silicium, auf welchem
die Oxydschicht erzeugt werden soll, durch das Silicium und ändern so das Profil der vor dem Oxydationsverfahrenssckritt
hergestellten pn-Schichten. Im allgemeinen haben die Oxydschichten eine Dicke von Bruchteilen eines Kikron. Oas Qxydbildungsverfahren
macht es seiner Natur nach erforderlich, daß der Sauerstoff durch das sich bildende Oxyd hindurch
diffundiert, um die darunterliegende SiliciuTEoberflache
zu erreichen. Nachdem die Oxydschicht zu einer Dicke von einigen Mikron angewachsen ist, hört die Durchdringung der
Oxydschicht durch den Sauerstoff praktisch auf, jedenfalls für vemtiü'nftige Werte von Oxydationszeit und Reaktionstemperatur.
Die auf diese Weise erhältlichen relative dünnen Oxydschichten ergeben keine ausreichende Isolation darunterliegender
Siliciumanordnungen von Metallschichten und anderen Werkstoffen,
909838/0512 _
die nachfolgend auf der Oberseite der Oxydschicht aufgebracht
werden, bzw. gegenüber den langzeitigen Degradierungseinwirkungen
der Umgebungstemperatur auf die zu schützenden Silicium-■
anordnungen. Atxch die Eignung der Oxydschicht als zuverlässige Diffusionsmasice wird durch die diesem Verfahren innewohnende
Begrenzung hinsichtlich der Dicke ernsthaft beeinträchtigt.
Zu den vorstehend erwähnten Schwierigkeiten bei der Bildung oxydierter Siliciumschiehten von brauchbarer Dicke kommt noch
hinzu, daß die oxydierte SiIiciumschicht als solche selbst nur Jjk
eine verhältnismäßig geringe elektrische Stabilität zeigt. So wurde beispielsweise gefunden, daß unerwünschte Veränderungen
der Betriebseigenschaften von oxydgeschützten Halbleiteran-
über längere Zeiten angelegte ordmmgen durch &Extö^x±sxxfa±x^y&üxmixXXXto&&ffl!*x&itm:XX1l
elektrischen: Vorspannungen, durch Ionenladungsträgerwanderungen bzw.-abtrifterscheinungen in der Oxydschicht oder durch
orieffi'sche Realrtionen verursacht werden. Durch die vorliegende
Brf LT:onüg soll somit ein Verfahren zur Bildung von Siliciumrütrio
bei niedrigen, für die Halbleiteranordnungen unschädliehen
Heaktionstemperaturen, insbesondere im Bereich von (Q
ef.va 600 0C bis etwa 1000 0C, geschaffen werden. Das Verfahren
gersäß Jer Erfindung soll die Abscheidung von Siliciumnitrid
in -regelbarer -enge bis zu. Dicken von einigen Tausendstel Zoll
auf einem Träger gestatten; dabei soll gewährleistet sein, daß be." ctem Verfahren gemäß der Erfindung zur Herstellung von
Siliciumnitrid nur nicht-korrodierende Nebenprodukte entstehen.
909838/0512 β1ίΜΜΔ1
BAD ORIGINAL
Die Erfindung "betrifft auch nach diesem Verfahren hergestellte
und mit einem Schutzüberzug versehene Halbleiteranordnungen,
welche sich durch verbesserte Stabilität auszeichnen. Insbesondere
sollen die Halbleiteranordnungen gemäß der Erfindung beständig gegen Änderungen der Betriebseigenschaften sein,
längeres
wie sie durch "wesDZJögesxbes Anlegen TaKmwlMxtäsBmxxaussox. elektrischer Vorspannungen, durch Ionenladungsträgerabtrift in der Oxidschicht oder durch chemische Reaktionen zustande kommen können.
wie sie durch "wesDZJögesxbes Anlegen TaKmwlMxtäsBmxxaussox. elektrischer Vorspannungen, durch Ionenladungsträgerabtrift in der Oxidschicht oder durch chemische Reaktionen zustande kommen können.
Zu diesem Zweck ist nach dem Verfahren gemäß der Erfindungvorgesehen,
daß man Silan (SiH.) und Ammoniak (NH.) in einer Reaktionskammer bei einer Temperatur im Bereich von etwa
600 0O bis etwa 100O0G zur Reaktion bringt. Man darf annehmen,
daß sich das Silan unter Entstehung von atomarem Silicium und der Ammoniak unter Bildung von atomarem Stickstoff zersetiaan,
die sich sodann miteinander vereinigen und auf einer geeigneten Trägeroberfläche innerhalb der Reaktionskammer
unter Bildung einer Schicht aus Siliciumnitrid abscheiden. Gemäß einer bevorzugten Ausflihrungsform wird das als Substrat
dienende Silicium auf etwa 900 C erhitzt. Die Geschwindigkeit der Siliciumnitridabscheidung kann durch Änderung der Temperatur
der Substratoberfläche im Bereich von etwa 600 0C bis etwa
1000 0O sowie durch Änderung der Strömungsgeschwindigkeiten,
mit welchen das gasförmige Silan und das gasförmige Ammoniak über die Abscheidungsoberfläche hinweggeführt werden, einstellbar
geregelt werden.
. . AP'ORIGINAL
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pn-Schicht-Halbleiteranordnungen und Metall-Isolator-Halbleiter
(MlS)-Dioden gemäß der Erfindung mit Siliciumnitrid als pn-Sciiicht-Passivierungsschicht
bzw. als Isolatormaterial weisen eine erhöhte Stabilität und dauerhaftere Betriebseigenschaften
auf. .
Weitere .Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich
aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand ^-
der Zeichnung; in dieser zeigen:
Pig. 1 in Schnittansicht eine Flächendiode gemäß der ii&rfindung;
Fig. 2 in Schnittansicht eine Metall-Isolator-Halbleiteranordnung
gemäß der Erfindung.
Im folgenden wird zunächst- der Verfahrensaspekt der vorliegenden
Erfindung beschrieben. Die Reaktion -des Silans mit dem Ammoniak wird Im typischen Pail in einem vertikalen Quarz—Reaktionsrohr
von etwa T Zoll Durchmesser durchgeführt, in welchem ein
Substrat ebwa T Zoll unterhalb der Gaseintrittöffnung am oberen φ
Ende der Röhre angeordnet ist. Das Substrat bzw. der Träger
kann aus Einkristall-Silicium mit einer durch mechanische
Polierbehandlung polierten Oberfläche bestehen, Die Oberfläche des S abs trat— bzw. Tragkb'rpero in dem Reaktionsgefäß wird
dielektrisch auf etwa 900 0G bei Normaldruck erhitzt, in
Gegenwart von 1 Vol.$ Ammoniak in Argon, das mit einer Geschwindigkeit
von 48 irilliliter pro Minute hindurchgeleitet
wird. Sodann wird ein Silangemisch zu dem Ammoniak-Argon-Gemlsch
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zugegeben. Das Silangemisch "besteht aus 1 Vol.fo Silan in Argon
Lm Strom mit einer Geschwindigkeit von 12 I.dllLliter pro I.limrte
Mach einer Stunde wird der Silanstrom abgeschaltet und r.an läßt
das Substrat in der Ammoniak-Argon-Atmosphäre auf Zimmertemperatur
abkühlen. Unter den angegebenen Bedingungen der Geometrie des äealctionsgefäßes, der Reaktionstemperatur uiir :ler Gasströmungsgeschwinuigkeiten
erhält man eine Dicke des ..Siliciumnitrid
süberzugs auf dem Substrat von etwa 30 Mikron. Das Argon
dient lediglich als Transportmedium für das Silar— und Ammonia!'-gas
durch das Reaktionsgefäß.
Im allgemeinen wird Ammoniak im Überschuß (auf Kolbasis) gemäß ler Gleichung '
4NH3 —» Si3Ii4 + 12 H
eingesetzt. Man erkennt, daß als einziges Reaktioasnebenprodukt
freier Wasserstoff entsteht. Dies steht in. Gegensatz zu bekannten Verfahren ζ λ..:· Erzeugung von Siliciuimitriü, bei welcher Siliciiur-•lalogenide
verv/endet v/erden und SäLtren als rieben produkte entstehen.
Derartige Verfahren sind selbstverständlich rrit den Erfordernissen ler !Urzeugung von Siliciumnitrid \*~af Letallen
oder Halbleitern unvereinbar, insofern derartige iebenproduktsäuren
den 'Träger, auf welchem die Schicht erEc-;nf;:t werien soll,
angreifen wiirclon.
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l-an - darf annehmen, daß die gesamte Reaktion gemäß :1er Erfindung
deswegen Dei verhältnismäßig niedrigen Temperaturen vor sich
geht, weil das -als Ausgangsstoffe verwendete Silan und Ammoniak
sich bereitwillig unter Bildung von naszierend em Silicium und
Stickstoff zersetzen, die sich ihrerseits wiederum ohne weiteres unter Slidung von Siliciumnitrid verbinden. Im Gegensatz zu
dem durch die Zersetzung der erwähnten Verbindungen erhaltenen Silicium und »Stickstoff s'Jnü bei kovamerziell verfügbarem
Silicium und Stickstoff wesentli-ch oberhalb 1000 0O liegende jk
Reaktionstemperaturen erforderlich, um aus ihnen Siliciumnitrid
darzustellen.
liach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellte Siliciumnitrid
schichten wurden mittels Elektronenbeugung und -reflexion
untersucht. Die dabei erhaltenen Muster waren ziemlich diffus, was αarauf hindeutet, daß die Schichten ziemlich amorph sind.
j'j.i. η ige Anzeichen jeuten darauf hin, daß Schichten, die bei
Temperaturen aiu oberen Ende des angegebenen Temperaturbereichs
iiergenteilt werden, eine Tendenz zu größerer Kristallin!tat W
zeigen. ■- _
Siliciumnitrid i.:-jt eine hochinerte Verbindung. Schnellwirkende
Lb"su:ngsr,.ittel für aas im Stück bzw. Block vorliegende Material
sin-'i Im allgemeine!1 η L ο nt bekannt. Es hat sich jedoch ergeben,
daß Flourwasseratoffsäure ein wirksames Lösungsmittel für die
im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung in Betracht
90 98 3 870512 bad oh.G'NAL
kommenden Materialdicken, das heißt im Bereich von eiligen Mikron
lois einigen Tausendstel Zoll, darstellt. Konzentrierte Fluorwasserstoffsäure,
beseitigt eine Siliciumnitridschicht von einigen Mikron Düce in weniger als einer Minute. Verdünnte Fluorwasserstoffsäure
gestattet die kontrollierte Abtragung der Siliciumnitrid
schicht , analog der Art und Weise, in welcher öxydschichten
nach dem herkömmlichen Stand der Technik auf verringerte Dicke gebracht werden. Eine kontrollierte Flächenätzung
der Siliciumnitridschicht läßt sich unter Verwendung von Wachs als .Maskierung gegen die Ätzsäure durchführen. Auch herkömmliche
Photoabdeckermasken wie bei den Oxydätzverfahren sind anwendbar.
Durch das vorstehend "beschriebene Silan-Verfahren zur Abscheidung
von Siliciumnitridschichten auf Halbleitersubstraten wird nicht nur die Herstellung der gewünschten Halbleiteranordnungen vereinfacht
und erleichtert, sondern die nach diesem Verfahren hergestellten Halbleiteranordnungen erhalten auch verbesserte Betriebseigenschaften.
Bei Siliciumanordnungen mit Qxydschutzüberzügen ist eines der grundlegenden Probleme die elektrostatische
Wechselwirkung der Oxydschicht mit dem Silicium und im besonderen die Änderungen der Wechselwirkungen, welche 'Änderungen der Ladungsverteilung
im Inneren der Oxydschicht zuzuschreiben sind. Diese verhältnismäßig langsamen Änderungen können durch die
erwähnte lang anhaltende Anlegung einer elektrischen Vorspannung, durch Diffusion von Unreinheiten oder durch chemische
Reaktion hervorgerufen werden. Beispielsweise wurde festgestellt,
909838/0512 bad original
daß der Arbeitspynkt des Gatters eines Metall-Oxyd-Halbleiter-(MOS)-Transistors
allein dadurch, daß man den Transistor einige wenige Stunden bei etwa 100 0C einer angelegten Vorspannung
unterwirft, um mehr als 10V verschoben werden. Diese
Verschiebung kommt durch die Driftbewegung von Ionen durch die Oxydschicht hindurch unter dem Einfluß des angelegten Feldes
zustande. Durch die Umgebungstemperatur werden diese Änderungen
beschleunigt.
ijach dem Stande der Technik wurden verschiedene Verfahren
Siliziumversucht, um das bei mit Oxydschutzüberzug versehenen/Halb-1eiteranordnungen
auftretende 'Problem elektrischer Instabilität zu überwinden. Ifech einem derartigen bekannten Verfahren wird
die Oxydschicht stark mit Akzept.or- oder Donor-Unreinheiten
dotiert, um das Oberflächenpotential-des Siliciums zu stabilisieren.
Ein anderes derartiges bekanntes Verfahren geht von der Einhaltung strenger Sauberkeit während der Herstellung der
Siliciumhalbleiteranordnung aus, um von dem Oxyd die schneller diffundierenden Ionen fernzuhalten,welche man für die elektrische
Stabilität am schädlichsten hält. Keines dieser bekannten Verfahren
bringt eine zufriedenstellende Lösung. Durch die vorliegende Erfindung verringert sich das Problem elektrischer Instabilität
ganz wesentlich durch die Verwendung einer SiIiciumnitridschicht
anstelle der Siliciumoxydschicht nach dem Stande der Technik. Die Siliciumnitridschicht ist eine wirksame
Schranke gegen Unreinheitsmigrationserscheinungen und besitzt
909838/0612 ■ BAOOR.G.NAL
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eine höhere chemische Stabilität als Siliciumoxyd sowohl
gegenüber dem darunter befindlichen Silicium als auch gegenüber den nachfolgend aufgebrachten Metallen.
Die der Verwendung von Siliciumnitridschichten anstelle von
Silidumoxydschichten zuzuschreibende Verbesserung der elektrischen Stabilität wurde anhand einer großen Anzahl von in gleicher
Weise hergestellten Siliciumdioden nachgewiesen, die sich nur bezüglich des Oberflächenpassivierungsmaterials voneinander unterschieden.
In einem Falle wurden 28 mit Nitrid überzogene Diffusionsflächendioden mit 31 oxydüberzogenen Diffusionsflächendioden verglichen. Der Vergleich diente zur Prüfung der
relativen Passivierungseigenschaften von nach dem Verfahren gemäß der Erfindung aufgebrachten,Siliciumnitrid. Die Passivierung
kann als derjenige Prozeß bezeichnet werden, welcher die Eigenschaften einer Anordming in einer bestimmten Umgebung
stabilisiert. Ein gebräuchliches Kriterium für die Passivierung einer pn-Schichtdiode ist die Größe des Sperr-Sättigungsstroms
der Diode und die Größe und Schärfe des Durchbruchs in Sperrrichtung. Eine weitere Gütekennzahl für die Passivierungsqualität
ist die Invarianz der Sperrsättigungs- und -durchbruchsparameter
bezüglich Änderungen der Umgebungsbedingungen wie ' beispielsweise Temperaturänderungen. In der folgenden Tabelle
sind die Ergebnisse des erwähnten Diodenvergleichs zur Bestimmung der relativen Passivierungsgute von Siliciumnitrid
gegenüber der Passivierungsgüte von thermisch erzeugtem
909838/0512 ßAD 0RIQ,NAL
Siliciumoxyd wiedergegeben; der Vergleich erfolgte an Probegruppen
von 28 Dioden mit Siliciiimnitridüberzug und 31 Dioden
Siliciumoxydüberzug.
Passivierungs- Sperrsättigungs- Sperrsättigungs- Durchbruch
material strom bei 25 V strom bei 75 V in Sperr-
Gleichspannung Gleichsüannung richtung
Siliciumnitrid 5 x 1O"9 A . 100 χ 10"9 A 85 V Gleich-
ο _Q. ■ o span-
Siliciumoxyd 5 x 10 J A 750 χ 10 ^ A 80 V nung
Aus der Tabelle ist ersichtlich, daß die Eigenschaften- der beiden
Diodenarten sehr ähnlich sind, wobei die Nitriddiode jedoch einen deutlich verringerten Sperrsättigungsstrom bei 75"V Gleichspannung
besitzt. Von besonderer Bedeutung ist dabei der Umstand, daß die für die mit Siliciumnitrid überzogenen Dioden
beobachteten sehr niedrigen Sperrsättigungsströme zeitlich
auf?erst sts-bil blieben. Diese bedeutsame Stabilität wurde an
drei Gruppen νου mit Siliciumnitrid überzogenen Dioden demon- ■
striert, öie wie in dem oben beschriebenen, und in der vorherigen Tabelle zusammengestellten Fa1Il getestet wurden und auch
niicl'j bestimn.teri längeren Intervallen bei den in der folgenden
"abelle angegebenen Temperaturen; die Tabelle zeigt eine Zusammenstellung der bei zwei Sperrstrornpegelwerten gemessenen
n oer Dioden. '
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Zusammenstellung der Sperrspannungen
Bedingungen Bei Zimmertemperatur Nach 72 Stunden Bei Zimmertempe
des Tests unter Verwendung bei-3000.0 unter ratur mit
neuer Dioden Verwendung Monate lang
neuer Dioden aufbewahrten
(in Stickstoff- Dioden atmosphäre)
Sperrstrom
Diodengruppe 1
Diodengruppe 2
Diodengruppe 3
10 μλ 10 ejA
35 V 145 V
40 V 120 V
35 V 100 V
lOjuA 10 mA 10 μλ 10 mA
35 V 145 V 35 V .120 V 30 V 100 V
35 V 145 V
35 V 120 V
25 V 95 V
Das Fehlen jeder nennenswerten Änderung der Sperrspannungskennwerte in den oben aufgeführten Fällen einer 72-stündigen
Wärmebehandlung bei 3OO 0C bzw. nach 4-monatiger Aufbewahrung
bei Zimmertemperatur zeigt deutlich die Hohe pn-Schicht-Passivierungsqualitat
von Siliciumnitrid.
Fig. 1 zeigt in Schnittansicht die in den Vergleichtests verwendeten mit Siliciumnitrid Überzogenen Flächendioden.
Gleichzeitig ist Fig. 1 auch typisch für die verwendeten Siliciumoxyddioden, mit der Ausnahme, daß bei diesen Silicium
oxyd anstelle von Siliciumnitrid als Passivierungsmaterial
verwendet wurde. Wie ersichtlich, ist die in Fig. 1 gezeigte Diode von herkömmlicher Planarbauart, wobei die pn-Schicht
an der Stelle, wo die pn-Schichtkante an der Oberfläche des
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BAD ORIGINAL
Halbleiterkörper 2 austritt,·durch Oberflächenpassivierung
geschützt werden muß. In einem typischen Fall wird die pn-Schicht 1 dadurch hergestellt, daß man Phosphor in ein p-Silicium
von Ϊ Ohm-cm eindiffundieren läßt. Die Siliciumnitrid-Passivierungsschicht
3 dient als Diffusionsmaske und schützt die Ränder der pn-Schicht 1 nach der Fertigstellung.
Die Diodenvorspannpotentiale werden über Elektroden 4 tmd
angelegt. Selbstverständlich ist die vorliegende Erfindung ebenso gut bei p-auf-n-Dioden wie bei der in Fig. 1 dargestellten
n-auf-p-Diöde anwendbar.
Fig. 2 stellt einen Siliciumplanar-Feldeffekttransistor mit
isolierter gate-Elektrode unter Verwendung von Siliciumnitrid als pn-Schicht-Passivierungsschicht 6 sowie auch als gate-Isolierschicht
7 dar. Zusätzlich dient das Siliciumnitrid β und 7 auch als Diffusionsmaske bei der Herstellung der "source"-pn-Schichten
8 und der "drain"-pn-Schicht 9. Die Betriebspotentiale werden über die "source"-Elektrode 10,
die "gate"-Elektrode 11 und die "drain"-Elektrode 12 zugeführt,
Die Verwendung von Siliciumnitrid gemäß der Erfindung anstelle von SiIiciumoxyd für die Schichten 6 und 7 hat -zu einer
Verbesserung der Stabilität des Feldeffekt-Transistors geführt.
Die Theorie des Feldeffekttransistors mit isolierter gate-Elektrode
ist in. dem Aufsatz "Characteristics of the Metal-Oxide
-Semi conduct or Transistors" von O.T. Sah in IEEE
909838/0512 BADORiGiNAy.
Transactions on Electron Devices,- Bd. ED-7, pp. 324-345
vom Juli 1965 beschrieben. Das Hauptproblem bei der Herstellung
des Silicium-Planar-Feldeffekttransistors mit durch Oxyddielektrikum isolierter gate-Elektrode (MOS^Feldeffekttransistor) ist die Kontrolle der Ladungsdichte in dem Silicium
in der Nähe der Grenzfläche mit dem Siliciumoxyd. Die Ladungsdichte
wird durch die Wanderung von Ionenladungsträgern in der Oxydschicht, durch die Heuverteilung von Unreinheiten aus dem
Hauptkbrper ("redistribution of bulk impurities") während der Oxydation und wahrscheinlich durch chemische Wechselwirkungen
zwischen der Siliciumoxydschicht und dem Silicium beeinflußt. Insbesondere die Ionentrift hat von der Umgebungstemperatur
abhängige Instabilitäten der MOS-Transistoreigenschaften verursacht.
Erhöhte Reinheit und andere besondere Herstellungsverfahren und -maßnahmen haben das Ionentriftproblem bis zu
einem gewissen Grad verringert, jedoch bleibt noch viel zu wünschen übrig.
Gemäß der Erfindung wird jegliche Verteilung und Verbreitung von Unreinheiten infolge der für die Siliciumnitridabscheidung
ausreichenden niedrigen Temperaturen vermieden, und die hochinerte Natur des Siliciumnitrids vermeidet eine chemische
Instabilität an der Silicium-Siliciumnitridgrenzflache.
Besonders bedeutsam iat der Umstand, daß die Ionentrift durch
die Isolierschicht um Größenordnungen langsamer ist, wenn die
ÖAD 909838/05 12
Schicht aus Siliciumnitrid "besteht, als wenn sie aus Silicium-
• belastungs-
oxyd besteht. Dies wurde durch Vergleich von fttifeä
Daten an Metall-Siliciumoxyd-Siliclum· (MOS)-Kondensatoren und an Metall-Siliciuiimitrid-Silicium (MS)-Kondensatoren
nachgewiesen, die mit Natriumionen kontaminiert -waren und IT/2 Stunden lang "bei 15O0C einer Vorspannung von-+ 30 V
Gleichspannung ausgesetzt wurden. Während in den Kapazitäts-/ Spannungskeniilinien der MOS-Kondensat or en Verschiebungen von
etwa 20 V festgestellt wurden, waren die Kennlinien der MNS-Kondensatoren praktisch unverändert. Ein weiterer Beweis
fur· die Stabilität der Siliciumnitridschicht in. Gegenwart
von Ionenkontamination ergibt sich aus der folgenden Tabelle; hierbei wurden mit Silioiumnltridschichten hergestellte
Feldeffekttransistoren mit isolierter gate-Elektrode einer
zweistündigen Wärembehandlung bei 1500O mit einer positiven
Vorspannung von 30 V Gleichspannung an der gate-Elektrode
unterworfen:
TRAIiSISTOH 1
TRANSISTOR 2 TRANSISTOR 3 Vor Nach Vor Nach
Vor der Nach
Behänd- der Be-der der der der lung hand- Behand-Behand-Behand-Behandlung lung lung lung lung
Behänd- der Be-der der der der lung hand- Behand-Behand-Behand-Behandlung lung lung lung lung
gm 2,5
Durchbruchspannung
zwischen "drain"- und
"source"-Elektroden
"source"-Elektroden
"gate"-Schwellspannung
9 V
2,5 50
25
25
200 V 200 V 200 V 200 V 200 V 200 V
9 V OV 8 V 10 V 10 V
BA0
909838/0512
Aus dem Vorstehenden ergibt sich, daß man mit dem Siliciumnitri(!verfahren
gemäß der Erfindung passivierte pn-Schichten erhöhter Qualität erzielen kann, und daß die Siliciumnitridschicht
für Drift erscheinungen von "bestimmten, in einer Siliciumdioxydschicht beweglichen Ionenarten hoch undurchlässig
ist. Die Kombination dieser beiden vorteilhaften Faktoren erleichtert besonders die Erzielung stabiler Feldeffekttransistoren
mit isolierter gate-Elektrode und anderer pn-Schicht-Halbleiteranordnungen.
Die Erfindung wurde vorstehend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele beschrieben, denen jedoch keine einschränkende Bedeutung
zukommen soll.
Patentansprüche:
BAD ORIGINAL 909838/0512
Claims (13)
1. Verfahren zur Abscheidung eines Siliciumnitrid-Filins auf
einer Substragfläche, bei welchem die Substratfläche in
einem Gemisch gasförmiger Reaktionskomponenten erhitzt wird, welche sich zersetzen und hierbei Siliciumnitrid bilden,
dadurch gekennzeichnet , daß das Gemisch
als Reaktionskomponenten Silan und eine stickstoffhaltige Komponente enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e η n~ ζ--e i c h η
et, daß als stickstoffhaltige Komponente Ammoniak dient.
3. Verfihren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß man das Substrat in der das Silan und Ammoniak enthaltenden Gasatmosphäre auf einer Temperatur im Bereich
von 60.O0O bis 10QO0C hält.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
eine oder beide der gasförmigen Reaktionskomponenten durch
Beimischung eines inerten Gases verdünnt sind.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden
9 0 9 8 3 8/0512 BAD
Ansprüche,, dadurch gekennzeichnet , daß
man das Substrat in einer Reaktionskammer, welche Ammoniak und ein inertes Gas enthält, auf eine Temperatur im Bereich
von 6QO0C bis 100O0C erhitzt, daß man ein gasförmiges
Gemisch- aus Silan.und einem inerten Gas in die Reaktionskammer eintreten läßt, daß sodann nach der Abscheidung des
Siliciumnitridfilms in der gewünschten Dicke die Einleitung
des Silangemisch.es abgebrochen wird, und daß man das Substrat in Gegenwart von überschüssigem Ammoniak auf Zimmertemperatur
abkühlen läßt.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet , daß als inertes Gas Argon verwendet
wird.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der vor her feiend en
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß die Reaktion bei einer Temperatur von 9000O durchgeführt
wird. ■ .
8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet , daß das Verfahren in einem Reaktionsgefäß von ein Zoll Durchmesser durchgeführt
wird, in welcher man eine ammoniakhaltige Atmosphäre
mittels eines Gasstroms von 1 VoIi. ψ Ammoniak in Argon mit
909838/0512
BAD
Durchsatz von 48 ml pro Minute aufrechterhält, und daß
ein Gasstrom von ein Voll γο Silan in. Argon mit einem
Durchsatz von 12 ml pro Minute in das Reaktionsgefäß eingeleitet wird.
9. Halbleiteranordnung mit einem isolierendem und passivierenden
Film aus einem inerten Material,-.."As^EÖPOh' gekennzeichnet,
daß der 3? lim, ö SM nach, dem Verfahren
gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden An-" •Sprüche abgeschiedener Siliciumnitridfilm ist.
10. Halbleiteranordnung nach Anspruch 9, welche wenigstens eine pn-Schicht aufweist, deren Rand sich bis zu eier
Oberfläche der Halbleiteranordnung erstreckt, dadurch gekennzeichnet, daß der an der Oberfläche
der Halbleiteranordnung austretende pn-Schichtrand von
einer Siliciumnitrid-Passivierungsschicht (3, Fig. 1} .6, 7, Fig. 2) überdeckt wird. ·
11.Halbleiteranordnung nach Anspruch TO, dadurch gekennzeichnet , daß die Siliciumnitrid-Passivierungsschicht
(3, Pig. 1; 6, 7, Fig. 2) an einer von der Austrittsstelle der pn-Schichtkante (1, Fig. 1}
b, 9, Fig. 2) ander Oberfläche verschiedenen Stelle
eine Öffnung (4, 5, Fig. 1; 10, 12, Fig. 2) zur Anbringung
einer Elektrode aufweist.
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^.Halbleiteranordnung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch,
g- e k e ή η ζ e i c h η e t , daß die Siliciumnitrid-Passivierungsschicht
(3, Fig. 1; 6, 7, Fig. 2 ) an von
der Austrittsstelle der pn-Schichtkante (1, Pig. 1j
S, 9, Pig. 2) verschiedenen Stellen zu "beiden Seiten der
pn-Schicht mit Offnungen (4, 5, Pig. 1} 10,
12, Pig. 2)
zur Anbringung von Elektroden versehen ist.
13.Halbleiteranordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 9 bis 12, in Ausbildung aus !Flächendiode
(Pig. 1).
^.Halbleiteranordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche
9 bis 12, in Ausbildung als Feldeffekttransistor (Fig. 2).
.d J ßlP
909838/0512 BAD OrIG1nal
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Family Applications (1)
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