DE1563320C - Tunneldioden-Wechselrichter - Google Patents
Tunneldioden-WechselrichterInfo
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- DE1563320C DE1563320C DE1563320C DE 1563320 C DE1563320 C DE 1563320C DE 1563320 C DE1563320 C DE 1563320C
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Tunneldioden-Wechselrichter, welcher auf einem sättigbaren Magnetkern
eine Primär- und eine belastbare Sekundärwicklung aufweist.
Ein derartiger Wechselrichter ist aus der USA.-Patentschrift 3167 723 bekannt. Der bekannte
Tunneldioden-Wechselrichter ist bei Änderungen seiner Belastung nicht frequenzstabil. Die Polarität
des Ausgangssignals des Tunneldioden-Wechselrichters ändert sich bei Sättigung seines sättigbaren *°
Kernes und, da sich die Zeit zwischen Sättigungen des sättigbaren Kernes mit der Belastung ändert,
ändert sich auch die Frequenz des Wechselrichters, wenn sich die Belastung am Tunneldioden-Wechselrichter
ändert. Bei einem solchen Tunneldioden-Wechselrichter ist ferner die Frequenz des Wechselrichters
unter normalen Belastungsverhältnissen unmittelbar proportional seiner Ausgangsspannung. Da
aber die Ausgangsspannung abnimmt, wenn die am Wechselrichter anliegende Belastung steigt, nimmt die
Frequenz des Wechselrichters mit steigender Belastung ab. Weiterhin kann sogar eine Überbelastung
eine Sättigung des Kernes verhindern; die Uberbelastung selbst bestimmt die Zeit der Verschiebung
des Stromflusses von einer Tunneldiode zur anderen und damit die Frequenz des Wechselrichters. Der
Tunneldioden-Wechselrichter ändert infolgedessen seine Frequenz, wenn sich seine Belastung ändert.
Für die meisten praktischen Zwecke ist es erwünscht, daß der durch den Tunneldioden-Wechselrichter erzeugte
Wechselstrom in seiner Frequenz konstant ist.
Zur Erzielung einer konstanten Frequenz der Ausgangsspannung ist bei einem Tunneldioden-Wechselrichter
der eingangs genannten Art erfindungsgemäß eine Vorrichtung vorgesehen, die den Wechselrichter
periodisch kurzzeitig mit einer Frequenz überlastet, die größer als die größte überhaupt durch eine
Belastung auftretende Frequenz des Wechselrichters ist.
Gemäß einer Ausbildung der Erfindung ist eine weitere Wicklung auf dem sättigbaren Magnetkern
angeordnet, die periodisch kurzzeitig kurzgeschlossen wird, wobei die Frequenz der Kurzschlußimpulse
doppelt so groß ist wie die größte überhaupt durch eine Belastung auftretende Frequenz des Wechselrichters.
Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist ein transistorierter Kurzschlußschalter für die weitere
Wicklung vorgesehen. Da der Schalter selbst keinen Netzanschluß und keine Vorspannung benötigt und
da der Schalter nur für eine sehr kurze Zeitdauer während jedes Zyklus geschlossen wird, ergibt sich
durch diesen nur ein minimaler Energieverlust.
Der Gegenstand der Erfindung wird im folgenden sowohl hinsichtlich seines Aufbaus und seiner Arbeitsweise
als auch hinsichtlich weiterer Ziele und Vorteile an Hand der Zeichnung näher beschrieben,
deren einzige Figur ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in einem Schaltbild darstellt.
Der in seiner Frequenz konstantzuhaltende Tunneldioden-Wechselrichter
10 umfaßt einen Transformator 12 mit einer Primärwicklung 14 und einer Sekundärwicklung
16, die beide auf einen sättigbaren Kern 18 gewickelt sind. Die Kathoden eines Paares von
Tunneldioden 20 sind miteinander und über eine Niederspannungsquelle 22, welche eine thermoelektrische
oder thermische Quelle sein kann, mit der Mittelanzapfung der Primärwicklung 14 verbunden.
Die Anoden der Tunneldioden 20 sind jeweils an die Enden der Primärwicklung 14 angeschlossen.
Der Tunneldioden-Wechselrichter 10 arbeitet wie folgt: Wenn ein Strom'-von der Quelle 22 durch die
beiden Tunneldioden 20 zu fließen beginnt, wie z. B. dann, wenn der Kreis erstmals angeschlossen oder
eingeschaltet wird, fließt durch eine Tunneldiode 20 ein stärkerer Strom als durch die andere, was durch
eine geringere Abweichung der Symmetrie der Dioden oder ihres Kreises bedingt wird. Infolgedessen werden
entgegengesetzt gepolte Spannungen in den beiden Hälften der Primärwicklung 14 induziert, wobei eine
dieser Spannungen höher als die andere ist. Die den stärkeren Strom führende Tunneldiode befindet sich
in ihrem Arbeitszustand niedriger Spannung und großen Stromes, und die andere Tunneldiode wird
durch die in die Transformatorwicklung 14 induzierte und an sie angelegte Spannung in ihren Arbeitszustand
hoher Spannung und kleinen Stromes gebracht. Wenn der durch eine Hälfte der Primärwicklung 14
fließende Strom weiterhin in seinem Wert zunimmt, wird ein Zeitpunkt erreicht, zu dem der Kern 18 gesättigt
ist. Zu dieser Zeit fällt die an der Primärwicklung 14 liegende Spannung auf Null, und diejenige
Tunneldiode, die sich in ihrem Arbeitszustand hoher Spannung und kleinen Stromes befindet, schwingt in
ihren Zustand großen Stromes und niedriger Spannung und nimmt über ihre Hälfte der Primärwicklung
14 einen ausreichenden Strom ab, um die andere Tunneldiode 20 in ihren Zustand hoher Spannung
und kleinen Stromes zu bringen. Der Stromfluß durch die Tunneldiode großen Stromes und niedriger
Spannung nimmt zu und sättigt wiederum den Kern 18. Bei der nächsten Sättigung des Kernes 18 kehren
die beiden Tunneldioden 20 erneut ihre Zustände um, wodurch die beschriebene Schaltung als Wechselrichter
arbeitet. Die Sekundärwicklung 16 des Transformators kann die von der Quelle 22 über die
Transformatorwicklung 14 zugeführte Spannung auf irgendeinen gewünschten Wert transformieren, so daß
also eine nicht gezeigte Belastung, die hohe Spannungen verlangt, von der Niederspannungsquelle 22 aus
versorgt werden kann.
Da die Richtungsumkehr des Stromflusses des Wechselrichters von der Zeit abhängt, zu der der
Kern 18 gesättigt wird, was selbst von dem von der nicht gezeigten Belastung verlangten Strom abhängt,
ändert sich die Frequenz des an der Sekundärwicklung 16 erscheinenden Ausgangssignals des Wechselrichters
10 bei Änderungen der Belastung. Falls die von der Sekundärwicklung 16 aufgenommene Belastung
so groß ist, daß eine Sättigung des Kernes 18 verhindert wird, dann erfolgt ferner eine Verschiebung
des Stromes von einer Tunneldiode 20 zur anderen wie folgt: Die Tunneldiode 20 hohen Stromes
und niedriger Spannung kann nicht mehr als ihren Spitzenstrom führen, weshalb die Tunneldiode niedriger Spannung und hohen Stromes dann, wenn die an
die Ausgangswicklung 16 angeschlossene nicht gezeigte Belastung einen größeren Strom als den Niederspannungs-Spitzenstrom
der Tunneldiode verlangt, von ihrem Zustand niedriger Spannung und hohen Stromes in ihren Zustand hoher Spannung und
niedrigen Stromes überspringt, wobei sich bei der anderen Tunneldiode 20 ein Strom aufbaut. Das bedeutet,
daß die Überbelastung selbst eine Verschiebung des Stromflusses von einer Tunneldiode zur
anderen bewirkt. Gemäß der Erfindung ist eine noch
zu beschreibende Vorrichtung zur periodischen, kurzfristigen Überbelastung des Tunneldioden-Wechselrichters
vorgesehen, um die Frequenz des Wechselrichters-10 im Hinblick auf Änderungen der an ihm
anliegenden Belastung konstantzuhalten.
Die Vorrichtung 23 zur Frequenzkonstanthaltung umfaßt eine weitere, d. h. dritte Wicklung 24, auf
dem sättigbaren Kern 18 des Transformators 12. Die Enden der Wicklung 24 sind jeweils an die Kollektoren
eines Paares von Transistoren 26 angeschlossen, deren Emitter miteinander und mit Erde verbunden
sind. Die Basiselektroden der Transistoren 26 sind über eine Sekundärwicklung eines Eingangstransformators
30 miteinander verbunden, und die Mittelanzapfung dieser Sekundärspule ist an Erde angeschlossen.
Eine Steuerwechselspannung 32, die vorteilhaft Rechteckform aufweist, wird an die Primärwicklung
des Transformators 30 angelegt. Die Frequenz der Steuerwechselspannung 32 kann irgendeinen
gewünschten Wert haben, aber sie sollte höher sein als jedwede Frequenz des Tunneldioden-Wechselrichters
10, die bei Abwesenheit der beschriebenen Vorrichtung zur Frequenzkonstanthaltung bei Änderungen
der Belastung des Wechselrichters auftreten würde.
Die Vorrichtung 23, die keine Spannungs- oder Vorspannungsversorgung benötigt, arbeitet als eine
Kurzschlußeinrichtung für die Wicklung 24, wodurch der Tunneldioden-Oszillator 10 zweimal bei jedem
Zyklus der Steuerwechselspannung 32 überbelastet wird. Bei Abwesenheit einer Steuerwechselspannung
32 ist keiner der Transistoren 26 leitend, und die Transistoren 26 verursachen einen offenen Stromkreis
für die in der dritten Wicklung 24 induzierte Spannung. Bei Anlegen der Steuerwechselspannung 32
wird an den einen Transistor 26 eine Steuerspannung, durch die dieser leitend wird, und an den anderen
Transistor 26 eine Steuerspannung geliefert, um diesen nichtleitend zu machen. Während des Pendels
der Steuerwechselspannung 32 von einer Polarität zur anderen sind jedoch für einen sehr kurzen Augenblick
beide Transistoren 26 zweimal je Periode der Steuerwechselspannung 32 leitend. Wenn man annimmt,
daß beispielsweise ein Transistor 26 leitend und der andere nichtleitend ist, bleibt der leitende Transistor
weiterhin leitend bis seine Basis-Emitter-Spannung einen Punkt erreicht, an dem er nichtleitend wird,
während der andere nichtleitende Transistor leitend wirdj: bevor der erste Transistor nichtleitend wird.
Während dieser kurzen Zeitspanne, zu der beide Transistoren 26 leitend sind, ist die weitere Wicklung
24 durch die beiden in Reihe liegenden Transistoren 26 kurzgeschlossen. Durch den Kurzschluß der weiteren
Wicklung 24 wird der Tunneldioden-Wechselrichter 10 überbelastet, und hierdurch kehren sich,
wie oben erläutert, die Leitzustände der Tunneldioden 20 um, und hierdurch kehrt sich ebenfalls die Polarität
des Ausgangssignals des Tunneldioden-Wechselrichters 10 um. Dieser Kurzschluß erfolgt zweimal in
jeder Periode der Steuerwechselspannung 32, d. h. mit einer Folge, die gleich dem doppelten der Frequenz
der Steuerwechselspannung 32 ist, wodurch die Polarität des Ausgangssignals des Tunneldioden-Wechselrichters
10 sich zweimal in jeder Periode der Steuerwechselspannung 32 umkehrt. Die Ausgangsfrequenz
des Tunneldioden-Wechselrichters 10 ist auf die Frequenz der Steuerwechselspannung 32 stabilisiert.
Da die Frequenz der Steuerwechselspannung 32
ίο höher gewählt ist, als jegliche Frequenz, welche der
Tunneldioden-Wechselrichter bei Änderungen seiner Belastung aufweist, ist die Ausgangsfrequenz des
Tunneldioden-Wechselrichters durch die Steuerwelle bestimmt.
Bei der Vorrichtung zur Frequenzkonstanthaltung eines Tunneldioden-Wechselrichters sind Abwandlungen
möglich. Wenn auch eine transistorisierte Vorrichtung für den kurzfristigen und periodischen
Kurzschluß der weiteren Wicklung 24 beschrieben ist,
so um hierdurch den Tunneldioden-Wechselrichter 10
zwecks Steuerung seiner Frequenz überzubelasten, so kann diese Vorrichtung durch andere Einrichtungen
ersetzt werden. Beispielsweise kann die weitere Wicklung 24 durch einen Drehschalter mit kurzfristig sich
schließenden Kontakten momentan kurzgeschlossen werden.
Claims (3)
1. Tunneldioden-Wechselrichter, welcher auf einem sättigbaren Magnetkern eine Primär- und
eine belastbare Sekundärwicklung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung
(23) vorgesehen ist, die den Wechselrichter periodisch kurzzeitig mit einer Frequenz
überlastet, die größer ist als die größte überhaupt durch eine Belastung auftretende Frequenz des
Wechselrichters.
2. Wechselrichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine weitere Wicklung (24)
auf dem sättigbaren Magnetkern (18) angeordnet ist, die periodisch kurzzeitig kurzgeschlossen
wird, und daß die Frequenz der Kurzschlußimpulse doppelt so groß ist wie die größte überhaupt
durch eine Belastung auftretende Frequenz des Wechselrichters.
3. Wechselrichter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Endpunkte der
weiteren Wicklung (24) über die Emitter-Kollektor-Strecken zweier gegensinnig in Reihe geschalteter
Transistoren (26) miteinander verbunden sind und daß die Basen der beiden Transistoren
(26) mit den Endpunkten einer Sekundärwicklung eines Transformators (30) mit Mittelanzapfung
verbunden sind, die ihrerseits mit dem Verbindungspunkt der Emitter der beiden Transistoren
(26) verbunden ist, und daß ferner der Primärwicklung des Transformators (30) den Kurzschluß
der weiteren Wicklung (24) auslösende Steuerimpulse (32) zugeführt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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