DE1561861B - Wechselschreibstift, insbesondere Mehrfarbenkugelschreiber - Google Patents
Wechselschreibstift, insbesondere MehrfarbenkugelschreiberInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Wechselschreibstift, insbesondere einen Mehrfarbenkugelschreiber,
bei dem mehrere Schreibminen in einen vorderen Schaftteil hineinragen und mittels einer
Druckmechanik wahlweise in verrastete Schreib- oder Ruhestellungen bewegbar sind.
Bei solchen Wechselschreibstiften besteht die Gefahr, daß bei ihrer Benutzung die Minen gegeneinander
oder gegen die Innenwandung des vorderen Schaftteiles stoßen und dadurch Klappergeräusche
hervorrufen.
Diese Gefahr ist bei einigen bekannten Wechsel-Schreibstiften
teilweise vermieden.
So sind bei Mehrfarbenbleistiften die Schreibminen an elastischen Stegen befestigt, die sie in der
zurückgezogenen Lage etwa parallel zueinander und zur Innenwandung des vorderen Schaftteiles sichern
sollen. Bei der einen Ausführungsform dieser Mehrfarbenbleistifte werden die nicht betätigten Minen
stets von ihren mit einem drehbaren Führungsteil zusammenwirkenden Stegen in ihrer seitlichen und
vertikalen Lage gehalten, während die zu betätigende Mine vom Führungsteil seitlich und vertikal freigegeben
wird. Bei einer anderen Ausführungsform dieser Mehrfarbenstifte sind alle Minen in der zurückgezogenen
Lage seitlich frei beweglich, und die in die Schreiblage zu verbringende Mine wird von
einem drehbaren Führungsteil nach vorn geführt, der die in Ruhelage verbliebenen Minen gegen Bewegungen
nach innen sperrt. Bei zu großer Elastizität der Stege können beim ersten Ausführungsbeispiel die in Ruhelage befindlichen Minen an die
Innenwand des vorderen Schaftteiles und die zum Verschieben nach vorn freigegebene Mine an die
innere Wandung des vorderen Schaftteiles und an die zurückgezogenen Minen anstoßen. Beim zweiten
Ausführungsbeispiel können alle Minen in der Ruhelage an die innere Wandung des vorderen Schaftteiles
und gegeneinander stoßen, während bei der Überführung einer Mine in die Schreiblage diese
gegen die Innenwandung des vorderen Schaftteiles und gegen die zurückgezogenen Minen, und die zurückgezogenen
Minen gegen die Innenwand des vorderen Schaftteiles stoßen können.
Bei weiterhin bekannten Mehrfarbenkugelschreibern ist in der Mittellinie des Schaftteiles ein Gleitstab
aus Kunststoff angeordnet, der selbst oder mit Hilfe eines Gleitkopfes von innen her elastisch an
den Schreibminen anliegt und diese auseinanderspreizt. Diese Anordnung hat den Nachteil, daß bei
ungenauer Bemessung des Gleitstabes oder seines Gleitkopfes und infolge Abnützung und Verformung
dieser Teile zwischen den Schreibminen und der Innenwandung des vorderen Schaftteiles so viel Spiel
besteht bzw. entsteht, daß die Minen doch am Schaftteil anschlagen und so Klappergeräusche hervorrufen
können. Im übrigen bereitet die Montage des Gleitstabes nahe der Druckmechanik oder an
deren Gehäuse Schwierigkeiten.
Es wurde auch bereits vorgeschlagen, bei Mehrfarbstiften die Minenaufnahmeteile unterhalb eines
Abstützbodens durch einen Führungshals und/oder durch Profilkörper in der Ruhestellung gegen seitliches
Spiel gebündelt zu halten. Abgesehen von der komplizierten Bauart dieser Mehrfarbstifte ergibt
sie keine Klappersicherheit, sobald eine Mine in die Schreibstellung überführt wird oder ist.
Die Erfindung zielt auf einen Wechselschreibstift, insbesondere Mehrfarbenkugelschreiber, mit in einen
vorderen Schaftteil hineinragenden, mittels einer Druckmechanik wahlweise in verrastete Schreiboder
Ruhestellungen bewegbaren Schreibminen ab, die gegen seitliche, Klappergeräusche hervorrufende
Bewegungen auf einfache Weise vollständig gesichert sind. Die Erfindung besteht darin, daß innerhalb
des Schaftvorderteiles eine ständig in Richtung auf die Mittellinie auf die Schreibminen einwirkende
Vorrichtung angeordnet ist, die bei zurückgezogener Lage aller Schreibminen sämtliche Minenspitzen
miteinander in Berührung hält und nach Überführung einer Schreibmine in die Schreiblage die
Schreibspitzen der in der Ruhelage verbliebenen Schreibminen miteinander und mit dem Rohr der
in die Schreiblage überführten Schreibmine in Berührung hält.
Um bei dieser Gestaltung jedwede durch etwaige Ungenauigkeiten, durch Abnützung und Verformungen
hervorgerufene Beeinträchtigung der angestrebten Wirkung zu verhüten, ist die die Schreibminen
zusammenhaltende Vorrichtung ein die Schreibminen umfassendes elastisches Druckglied.
Die einfachste Verwirklichung der Erfindung besteht darin, daß das elastische Druckglied ein Band
oder Ring aus Gummi oder nachgiebigem Kunststoff ist.
Durch richtige Materialwahl kann man ein Altern oder Sprödewerden des elastischen Bandes oder
Ringes weitestgehend verhindern. Im übrigen ist bei etwa doch eintretendem Unbrauchbarwerden des
Bandes oder Ringes seine Auswechslung denkbar einfach zu bewerkstelligen.
Um ein im allgemeinen nicht zu befürchtendes Mitwandern des elastischen Druckgliedes bei Verschieben
einer Mine in die Schreiblage zu verhindern, ist in Weiterbildung der Erfindung das Druckglied
ein bis zur Innenwandung des vorderen Schaftteiles reichender, an diesem anliegender Ring aus elastischem
Gummi oder Kunststoff, insbesondere aus Schaumgummi oder -kunststoff.
Hierbei wirkt die zwischen dem Druckglied und der Innenwandung des Schaftteiles auftretende Reibung
einem Wandern des Druckgliedes nachhaltig entgegen. Um diese Wirkung zu erhöhen, kann man
das Druckglied aufrauhen, riefeln, mit Vorsprüngen versehen oder in den Schaftteil einkleben.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das elastische Druckglied eine die Schreibminen
mit einem konischen Ansatzteil umfassende, an der Innenwandung des vorderen Schaftteiles anliegende
Hülse, die sich zweckmäßig an ein, dem Verschrauben des Schaftteiles mit der Minenmuffe
dienendes Gewindestück anschließt. Das derart ausgebildete Druckglied ist stabil und einfach herzustellen
und zu montieren.
Damit die Schreibminen sicher elastisch umfaßt werden, besitzt der konische Ansatzteil der vorzugsweise
aus Kunststoff bestehenden Hülse eine zui Mittellinie abnehmende Wandstärke. Die Hülse kann
mit dem vorerwähnten Gewindestück fest verbunden sein und mit diesem gegebenenfalls einen einheitlichen
Teil bilden. Sie kann aber auch unter Druck und Reibung an der Innenwandung des vorderen
Schaftteiles anliegen, insbesondere in diesen eingepreßt sein.
Nachstehend werden drei Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der Zeichnung beschrieben,
Diese zeigt im Längsschnitt die vorderen Enden von erfindungsgemäßen Mehrfarbenkugelschreibern, und
zwar in
F i g. 1 einen Schreiber mit durch ein Band zusammengeführten Minen,
F i g. 2 einen Schreiber mit durch einen Schwammgummiring zusammengeführten Minen und in
F i g. 3 einen Schreiber mit durch eine unten konische Hülse zusammengeführten Minen.
Bei allen schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen sind in bekannter Weise in einer Minenmuffe
1 die Halterungen 2 von Minen 3 bzw. mit den Halterungen 2 fest oder gelenkig verbundene Stempel
4 längsbewegbar gelagert. Die Minen können in üblicher Weise wahlweise mit Hilfe einer nicht dargestellten
Druckmechanik gegen die Wirkung bzw. unter der Wirkung von Schraubenfedern 5 nach
unten in Schreibstellung oder in die dargestellte Ruhestellung verbracht werden.
Die Minenmuffe 1 ist mit einem Gewindestück 6 verschraubt, das mit dem oberen Ende eines die
Minen 3 aufnehmenden, kappenartigen Schaftteiles 7 fest verbunden ist. Dieser weist am unteren Ende
eine Durchtrittsöffnung 8 für die jeweils in Schreiblage verbrachte Mine auf und umgibt die Minen mit
Spiel, so daß diese ohne zusätzliche Haltemittel sich seitlich bewegen, gegeneinander und gegen den
Schaftteil 7 stoßen und dadurch Klappergeräusche hervorrufen können.
Um das zu verhindern, ist gemäß F i g. 1 um die Minen 3 ein aus elastischem Werkstoff, insbesondere
aus Gummi bestehendes Band 9 herumgelegt, das die Minen mit leichtem Druck gegeneinander drückt und
so an seitlichen Bewegungen hindert. Da bei Längsbewegungen einer Mine das Band 9 von den übrigen
Minen klemmend festgehalten wird, ist seine Mitnahme beim Verbringen einer Mine in Schreiblage
nicht zu befürchten.
Gemäß F i g. 2 werden die Minen 3 von einem aus Schwammgummi oder Schwammkunststoff bestehenden
Ring 10 umfaßt, der bis an die Innenwandung des Schaftteiles 7 reicht und so seitliche Bewegungen
der Minen 3 mit noch größerer Sicherheit verhindert. Da der Ring 10 infolge seiner Elastizität
fest am Schaftteil 7 anliegt, sorgt die hierbei auftretende Reibung dafür, daß der Ring 10 nicht nach
unten wandert. Durch entsprechende Ausbildung der Ringaußenfläche kann man die Reibung noch erhöhen.
Auch kann man den Ring 10 mittels eines Klebers rutschfest mit der Innenfläche des Schaftteiles 7
verbinden.
Bei der bevorzugten Ausführungsform nach Fig. 3 schließt sich an das Gewindestück 6 eine an
der Innenwand des Schaftteiles 7 anliegende, aus Metall oder vorzugsweise aus Kunststoff bestehende
Hülse 11 mit einem, die drei Minen elastisch umfassenden konischen Ansatz 12 an. Dieser Ansatz
hat zur Erzielung großer Elastizität eine zur Mittellinie abnehmende Wandstärke. Die Hülse 11 kann
in den Schaftteil 7 eingepreßt oder eingeklebt sein. Sie kann auch zur zusätzlichen Sicherung
gegen Abwärtsrutschen mit dem Schaftteil 7 verstiftet sein.
Diese Ausführungsform der Erfindung ist insofern besonders vorteilhaft, als die Hülse 11,12 einfach
und ohne Rückwirkung auf die Druckmechanik zu montieren ist und auch dann sicher mit dem Schaftteil
7 verbunden bleibt, wenn die Druckmechanik und die Minenmuffe 1 zur Auswechslung von Minen
vom Schaftteil 7 getrennt werden.
Der konische Ansatz 12 sorgt stets, insbesondere beim Einsetzen des mit der Druckmechanik bzw. der
Minenmuffe 1 verbundenen Minenbündels, für eine exakte Führung der Minen 3. Er kann niemals durch
eine Minenspitze beiseitegedrängt und unwirksam
gemacht werden. _ .. ,
Claims (8)
1. Wechselschreibstift, insbesondere Mehrfarbenkugelschreiber mit in einem vorderen Schaftteil
hineinragenden Schreibminen, die mittels einer Druckmechanik wahlweise in verrastete
Schreib- oder Ruhestellungen bewegbar und durch ein zusätzliches Mittel gegen seitliche Klappergeräusche
hervorrufende Bewegungen gesichert sind, dadurchgekennzeichnet, daß
innerhalb des Schaftvorderteiles (7) eine ständig in Richtung auf die Mittellinie auf die Schreibminen
(3) einwirkende Vorrichtung (9,10,11) angeordnet
ist, die bei zurückgezogener Lage aller Schreibminen sämtliche Minenspitzen miteinander
in Berührung hält, und nach Überführung einer Schreibmine indie Schreiblage die Schreibspitzen
der in der Ruhelage verbliebenen Schreibminen miteinander und mit dem Rohr der in die
Schreiblage überführten Schreibmine in Berührung hält.
2. Wechselschreibstift nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Schreibminen
(3) zusammenhaltende Vorrichtung ein die Schreibminen (3) umfassendes elastisches Druckglied
(9,10,11) ist.
3. Wechselschreibstift nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische
Druckglied ein Band oder Ring (9) aus Gummi oder nachgiebigem Kunststoff ist.
4. Wechselschreibstift nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckglied
ein bis zur Innenwandung des vorderen Schaftteiles (7) reichender, an diesem anliegender
Ring (10) aus elastischem Gummi oder Kunststoff, insbesondere aus Schaumgummi oder -kunststoff
ist.
5. Wechselschreibstift nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische
Druckglied eine die Schreibminen (3) mit einem konischen Ansatzteil (12) umfassende, an der
Innenwandung des vorderen Schaftteiles (7) anliegende Hülse (11) ist, die sich zweckmäßig an
ein, dem Verschrauben des Schaftteiles (7) mit der Minenmuffe (1) dienendes Gewindestück (6)
anschließt.
6. Wechselschreibstift nach den Ansprüchen 1, 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der konische
Ansatzteil (12) der vorzugsweise aus Kunststoff bestehenden Hülse (11) eine zur Mittellinie
abnehmende Wandstärke besitzt.
7. Wechselschreibstift nach den Ansprüchen 1, 2, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hülse (11) fest mit dem Gewindestück (6) verbunden ist und gegebenenfalls mit diesem einen
einheitlichen Teil bildet.
8. Wechselschreibstift nach den Ansprüchen 1, 2, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hülse (11) unter Druck und Reibung an der Innenwandung des vorderen Schaftteiles (7) anliegt,
insbesondere in diesen eingepreßt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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