DE1561859B - Kugelschreibermine - Google Patents
KugelschreibermineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kugelschreibermine, bestehend aus einem rohrförmigen Vorratsbehälter
für die Schreibpaste und einer in dessen vorderes Ende eingepreßten zylindrischen Schreibspitze.
Kugelschreiber können in zwei grundsätzliche Bauformen unterteilt werden: Bei der einen Bauform,
den sogenannten Schreibstiften, wird die Kugelschreibermine in einer Hülse fest angeordnet. Bei
der anderen Bauform, beispielsweise bei Druckstiften, wird die Mine in einer besonderen Haltevorrichtung
der Hülse gehalten und ist in die Schreibstellung ausfahrbar bzw. aus der Schreibstellung zurückziehbar.
Für jede dieser Bauformen ist eine besondere, eine spezielle Ausbildung der Schreibspitze aufweisende
Mine erforderlich. Die festen Minen für die sogenannten Schreibstifte erhalten eine kegelförmige
Spitze, die in einer Ringschulter ausläuft; an diese Ringschulter schließt sich ein zylindrischer Teil an.
Der Schreibdruck wird von der Ringschulter aufgenommen, während der zylindrische Teil in eine Öffnung
der Hülse eingesetzt wird und das Herausfallen der Mine verhindern soll.
Für Druckstifte od. dgl. wird eine Mine vorgesehen, die sich zum Ein- und Ausfahren frei in der
Schreibhülse bewegen muß. Die Schreibspitze ist innen in das Vorratsröhrchen eingepreßt und besteht in
ihrem daraus vorstehenden Teil aus einem dünnen, zylindrischen Ansatz, welcher die Schreibkugel trägt.
Die Kosten für die zuletzt genannte Mine betragen etwa ein Zehntel der Kosten der zuerst genannten
Mine.
Davon ausgehend besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine Mine zu schaffen, die
für beide Arten von Schreibgeräten, für Schreibstifte und für Druckstifte od. dgl. eingesetzt werden kann
und bei der der Vorteil der billigeren Herstellung ausgenutzt wird.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird bei einer Kugelschreibermine der eingangs genannten
Art dadurch gelöst, daß zum zum Einsetzen und Halten der Mine in einer Stifthülse ein die Schreibspitze
umgebendes Zwischenstück vorgesehen ist, das in seiner äußeren Form der Spitze des Stiftes entspricht,
das vordere Ende der Schreibspitze mit der Schreibkugel freiläßt, sich mit einer Ringschulter am vorderen
Ende der Hülse abstützt und einen an die Ringschulter anschließenden, zylindrischen, das Minenrohr
umhüllenden Teil besitzt, welches durch eine Bördelkante mit der Mine verbunden ist.
Um eine gute Verbindung zwischen dem Zwischenstück und der Mine im Bereich des umhüllenden
Teils zu schaffen, ist die Kugelschreibermine zweckmäßigerweise so ausgebildet, daß das Zwischenstück
aus Blech hergestellt ist.
Die das Zwischenstück aufnehmende Hülse kann aus Kunststoff oder aus einem anderen, billigen Material
hergestellt sein, welches schwächer ist und leichter bricht als die teueren Kunststoffarten. Um
mit einem solchen Material einen guten Sitz des Zwischenstückes zu erreichen, wird nach einer vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung vorgeschlagen, daß die den zylindrischen Teil des Zwischenstückes umgebende
Öffnung der Hülse mit sich vorzugsweise in Längsrichtung der Hülse erstreckenden, zusammendrückbaren
Rippen versehen ist.
Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist beispielhaft an Hand der Zeichnung erläutert.
Fig. 1 der Zeichnung ist eine Längs-Schnittansicht einer in eine Hülse eingesetzten Kugelschreibermine
erfindungsgemäßer Form;
F i g. 2 ist eine Ansicht der Mine und des mit ihr verbundenen Zwischenstückes; und
Fig. 3 ist eine Kopf ansicht der Rippen aufweisenden
Hülsenöffnung.
Gemäß F i g. 1 der Zeichnungen ist in eine Hülse 10 die Mine 20 des Kugelschreibers eingesetzt. Das
Minenrohr 22 dient in an sich bekannter Weise zur Aufnahme der Schreibpaste und nimmt am vorderen
Ende eine eingepreßte zylindrische Schreibspitze 24 auf. Am Vorderende dieser Schreibspitze ist die
Schreibkugel 26 eingesetzt. Eine Patrone bzw. Mine der beschriebenen Form wird im allgemeinen für Kugelschreiber
mit zurückziehbarer Kugelspitze verwendet und weist einen Außendurchmesser auf, welcher
kleiner ist als der Durchmesser der Hülsenöffnung 12 der die Mine aufnehmenden Hülse 10. Diese Hülse
weist gemäß Fig. 1 der Zeichnungen in Richtung des
Mittelteils verminderte Wandstärke auf, wodurch ein Hohlraum 16 gebildet ist.
Um die Mine mit vorstehender Schreibspitze zu halten, ist ein Zwischenstück 30 vorgesehen, welches
. ■ '■■ sich über eine Ringschulter 32 am vorderen Ende 14
der Hülse 10 abstützt. An die Ringschulter 32 des Zwischenstückes schließt sich ein zylindrischer, das
Minenrohr 22 umschließender Teil 36 an, welcher durch Bördelung bzw. durch Rollen mit dem Minenrohr
verbunden ist. Am Vorderende weist das Zwischenstück eine Öffnung 34 auf, durch welche sich
die Schreibspitze 24 erstreckt.
Wie vorangehend erwähnt, ist das Zwischenstück mittels Bördelung mit dem Minenrohr verbunden, so
durch die beispielhaft in Fig. 1 dargestellte Bördelkante 38 am hinteren Ende des Zwischenstückes. Es
ist demzufolge erforderlich, das Zwischenstück aus einem Material herzustellen, welches kalt bearbeitet
werden kann. Bevorzugt wird ein Zwischenstück,
welches aus Blech hergestellt und auf einer Hülsenformmaschine geformt ist, verwendet. Das Anrollen
bzw. Bördeln des Zwischenstückes zum Zweck der Befestigung mit dem Minenrohr reicht aus, um dem
Schreibdruck ohne Beschädigung der Hülse widerstehen zu können.
Durch die Erfindung wurde also eine Kugelschreibermine geschaffen, welche sowohl für Schreibstifte
der eingangs erwähnten Art als auch für Druckstifte geeignet ist. Man ist also in der Lage, herkömmliche
Schreibpatronen bzw. Minen zu verwenden, anstatt Spezialpatronen mit abgesetzter Metallschreibspitze einsetzen zu müssen, also Schreibspitzen,
welche in Stiften mit zurückziehbarer Spitze nicht verwendet werden können.
In F i g. 3 der Zeichnungen ist eine Kopf ansicht einer Hülse 10 a dargestellt, welche aus Kunststoff
oder aus einem anderen, billigen Material besteht, das schwächer ist und leichter bricht als die teueren
Kunststoffe. Um trotz Verwendung billiger Kunststoffe oder vergleichbarer Materialien einen guten
Sitz des Zwischenstückes zu erreichen, wird nach einer zweckmäßigen Weiterbildung vorgeschlagen,
daß die den zylindrischen Teil des Zwischenstückes umgebende Öffnung der Hülse mit sich vorzugsweise
in Längsrichtung der Hülse erstreckenden, zusammendrückbaren Rippen versehen ist. Die Rippen 40
ίο können leicht zusammengedrückt werden und verspannen
demnach elastisch das Zwischenstück in der Hülse. Für einen Innenwanddurchmesser von 4 mm
und eine Hülsenwandstärke von 0,79 mm sollten die Rippen 0,4 mm breit sein und etwa 0,1 mm radial
von der Hülsenwand vorstehen, was einem Zwischenstück mit einem Durchmesser von 3,9 mm oder
etwas weniger Platz bietet. Es sind etwa acht solcher Rippen rund um die Hülsenwand vorgesehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Kugelschreibermine, bestehend aus einem rohrförmigen Vorratsbehälter für die Schreibpaste
und einer in dessen vorderes Ende eingepreßten zylindrischen Schreibspitze, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Einsetzen und Halten der Mine in einer Stifthülse ein die Schreibspitze umgebendes Zwischenstück (30) vorgesehen
ist, das in seiner äußeren Form der Spitze des Stiftes entspricht, das vordere Ende der Schreibspitze
(24) mit der Schreibkugel (26) freiläßt, sich mit einer Ringschulter (32) am vorderen Ende
(14) der Hülse (10) abstützt und einen an die Ringschulter (32) anschließenden, zylindrischen,
das Minenrohr (22) umhüllenden Teil (36) besitzt, welches durch eine Bördelkante (38) mit der
Mine verbunden ist.
2. Kugelschreibermine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück
(30) aus Blech hergestellt ist.
3. Kugelschreibermine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die den, zylindrischen
Teil (36) des Zwischenstücks (30) umgebende Öffnung der Hülse (10) mit sich vorzugsweise
in Längsrichtung der Hülse erstreckenden, zusammendrückbaren Rippen (40) versehen ist.
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