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DE1561621B - Vorrichtung zum Entstippen von zur Herstellung von Papier, Pappe od. dgl. bestimmtem Faserstoff - Google Patents

Vorrichtung zum Entstippen von zur Herstellung von Papier, Pappe od. dgl. bestimmtem Faserstoff

Info

Publication number
DE1561621B
DE1561621B DE1561621B DE 1561621 B DE1561621 B DE 1561621B DE 1561621 B DE1561621 B DE 1561621B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rotor
housing
circumference
annular gap
paper
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Emil 7411 Reutlingen-Betzingen Holz
Original Assignee
Hermann Finckh, Metalltuch- Und Maschinenfabrik, 7410 Reutlingen

Links

Description

1 2
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ent- unmittelbar an die Ringspaltenden anschließenden stippen von zur Herstellung von Papier, Pappe Stoffein- und -auslaufs eine besonders große geod. dgl. bestimmtem Faserstoff, insbesondere Alt- schlossene Länge des Ringspalts möglich, auf der papierstoff, die ein mit Stoffein- und Stoffauslauf sich entsprechend viele entstippend wirkende Beiversehenes Gehäuse und einen Rotor aufweist, wel- 5 lagen in entsprechendem Abstand unterbringen lassen, eher in einem seinen Umfang mit Spiel umfassenden Die scheibenförmige Ausbildung des Rotors er-Gehäusehohlraum umläuft, dessen zwischen seiner möglicht eine ganz kurze axiale Spaltlänge, wodurch Innenfläche und dem Rotor verbleibender Ringspalt trotz besonders großer, engster radialer Spaltweile zur Bildung von Verengungen seines Querschnitts von 10 mm und mehr bei gegebener Durchflußmenge sich keilförmig verjüngende, spaltseitig gegebenen- io des Gutes die Durchflußgeschwindigkeit und Presfalls aufgerauhte Beilagen in einer Anordnung ent- sung der Suspension besonders hoch gehalten werhält, bei der die Verengungen allmählich konvergie- den kann; um so höher wird die Entstippungswirren und mit abrupten Querschnittserweiterungen kung im Bereich der entsprechend großen abrupten abwechseln. Querschnittserweiterung.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Bauart ist 15 Die Befestigung der Beilagen an der Innenfläche die Anordnung der Einzelteile so getroffen, daß die des Gehäuses ergibt bei der notwendigen Aufeinzu behandelnde Suspension nicht nur entstippt, son- anderfolge von allmählicher Verengung und abrupter dem in ihr sowohl Faserstoffteilchen als auch Erweiterung der Ringspaltweite, daß die Verengungs-Fremdteilchen bei mehrmaligem Umlaufen mit einem richtung des Ringspalts und die Umlaufrichtung des walzenförmigen, konischen Rotor mindestens so weit 20 Gutes zusammenfallen, was wiederum die Intensität zerkleinert werden, daß sie die Durchbrechungen des Wechsels zwischen Pressung und Auflockerung eines den Ringspalt begrenzenden Siebes passieren des Gutes beim Passieren der engsten Ringspaltkönnen. Schwere Fremdteile, wie Büroklammern stellen steigert.
od. dgl., werden bei der vorbekannten Vorrichtung Zur ■ Sicherstellung der angestrebten Förderzwar durch eine besondere, hinter dem Stoffeini auf 25 geschwindigkeit trägt es auch wesentlich bei, daß der und vor dem Ringspaltbeginn vorgesehene Auffang- Rotor am Umfang zur Beschleunigung des Faservorrichtung aus der Suspension ausgeschieden. stoffes mit einer Aufrauhung, insbesondere einer Leichte Fremdteilchen, die nicht in die Auffangvor- Zahnreihe, versehen ist.
richtung gelangen, wie z. B. Kunststoffolien-Schnit- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
zel, haben aber ebenfalls so große Abmessung, daß 30 Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden
sie beim Durchgang durch den engen Ringspalt der Beschreibung erläutert. Es zeigt
Vorrichtung wie in einem Mahlwerk zerkleinert wer- F i g. 1 einen Querschnitt durch die Entstippungs-
den, bis sie die Siebdurchlässe passieren können. vorrichtung (der Schnitt verläuft nach der Schnitt-
Beim anschließenden Sortiervorgang macht das Aus- linie 1-1 in F i g. 2),
sortieren dieser zerkleinerten Fremdteilchen sehr 35 F i g. 2 eine Seitenansicht hierzu (der in dieser Sei-
viel größere Schwierigkeiten als bei unzermahlenen tenansicht geschnittene Entstipper ist nach einer
Fremdteilchen. Schnittlinie 2-2 in F i g. 1 dargestellt),
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß Fig. 3 in vergrößertem Maßstab ein Teilstück
ein Entstippen der Faserstoffteilchen ohne Zerklei- einer Beilage.
nern der Fremdteilchen anzustreben ist, und daß zu 40 Für den Antrieb des Entstippungsgerätes ist ein
diesem Zweck die radial gemessene Ringspaltweite auf einem Sockel 11 stehender Elektromotor 12 vor-
auch an ihren engsten Stellen wesentlich größer als gesehen. Auf dem aus dem Motorgehäuse heraus-
im vorbekannten Fall bemessen werden müßte. Bei ragenden Stummel 13 der Motorwelle ist mit Hilfe
einer solch reichlichen Bemessung der engsten Stel- einer Nabe 14 α ein schmaler, scheibenförmiger Rotor
len der Ringspaltweite können gleichzeitig leichte 45 14 drehfest angebracht.
und schwere Fremdteilchen den Ringspalt unzer- Dieser Rotor 14 ist umgeben von einem Gehäuse,
kleinert passieren. das seinerseits aus einem Gehäusehauptteil 15 und
Für die Erfindung ergibt sich daraus die Aufgabe, einem diesen Gehausehauptte.il 15 abschließenden ausgehend vom geschilderten Stand der Technik für Gehäusedeckel 16 besteht. Im Gehäusehauptteil 15 die Vorrichtung zum Entstippen eine Bauart zu fin- 50 ist ein den Rotor 14 möglichst dicht, jedoch mit den, die trotz der großen, auch an den engsten geringem Spiel umschließender Gehäusehohlraum Ringspaltstellen vorliegenden Spaltweite dennoch die 15a vorgesehen. In diesen, etwa Kreisumriß aufgewünschte Entstippungswirkung in vollem Umfang weisenden Hohlraum münden unmittelbar auf der erreicht. gleichen Gehäuseseite in tangentialer Richtung ein
Zur Lösung dieses Problems ist gemäß der Erfin- 55 stutzenförmiger Stoffeinlauf 156 und ein parallel
dung vorgesehen, daß das Gehäuse mit im wesent- dazu ausgerichteter Stoff auslauf 15 c. Beide Stutzen
liehen parallel zueinander ausgerichtetem, auf der sind zum Anflanschen von Rohrleitungen für die
gleichen Gehäuseseite vorgesehenem Stoffein- und Zu- und Abfuhr des Stoffes in der Richtung der
Stoff auslauf versehen und der Rotor scheibenförmig Pfeile^ bzw. B vorgesehen.
ausgebildet ist, und daß ferner die Beilagen an der 60 Der Gehäusehohlraum 15 α ist in seinem Umriß
Innenfläche des Gehäuses befestigt sind und zwi- konzentrisch zur Drehachse des Rotors 14 angeord-
schen ihrem dickeren Ende und dem Umfang des net. Der zwischen dem Hohlrauminnenumfang und
Rotors eine lichte, in radialer Richtung gemessene dem Rotorumfang verbleibende Ringspalt ist im
engste Spaltweite von mindestens zehn Millimeter Bereich zwischen den beiden Stutzen 15 b und 15 c
freilassen. ■ 65 durch eine Einlage 19 so verengt, daß nur ein ge-
Bei dieser neuartigen Gestaltung der Entstippungs- ringes Spiel zwischen ihr und dem Umfang des
Vorrichtung wird durch die Anordnung des parallel Rotors 14 verbleibt, der in Richtung des Pfeils C
zueinander ausgerichteten und auf diese Weise sich umläuft.
An dem — in Umlaufrichtung des Rotors 14 gesehen — größeren Bogenabschnitt des zwischen den Stutzen 15 b und 15 c gelegenen Teils der Innenfläche des Gehäuses 15 sind Beilagen 17 angebracht. Diese ragen in den Ringspalt und erfassen jeweils nur ein Teilstück desselben. Sie haben unter sich jeweils einen Abstand und sind als Segmente ausgebildet, die den Umriß eines gekrümmten Keils haben. Sie lassen zwischen sich und dem, Umfang des Rotors 14 im Ringspalt 15 α noch einen reichlichen Durchlaß frei, der sich jedoch im Bereich dieser Beilagen 17 bis auf eine immer noch recht beträchtliche engste Spaltweite verengt. Bei dieser Anordnung und Gestaltung der Beilagen 17 verengt sich also der lichte Querschnitt des in Drehrichtung des Rotors 14 in stetigem Wechsel allmählich bis auf eine bei χ angedeutete engste Stelle der Spaltweite und erweitert sich dann unvermittelt wieder auf die Höchstweite des Ringspaltes.
Während des Durchgangs des geförderten Stoffes durch die aufeinanderfolgenden Verengungen und Erweiterungen des Ringspaltes wird er in ständigem Wechsel beim Entlängstreichen an den Beilagen 17 auf einen bestimmten, an den engsten Stellen χ seinen Höchstwert erreichenden Druck komprimiert und dann unvermittelt hinter ihnen wieder entspannt. Dieser Wechsel zwischen allmählichem Kompiimieren und schnellem Entspannen kann durch die Wahl der Zahl der vorgesehenen Beilagen 17 in Abstimmung auf die Umfangsgeschwindigkeit des Rotors 14 in seiner Frequenz beliebig abgestimmt werden. Die Ringspaltweite ist im Bereich der engsten Spaltstellen χ bei dem Ausführungsbeispiel auf 10 bis 25 mm eingeengt.
Für die Abdichtung einer zentrischen öffnung 15 d des Gehäusehauptteils 15 gegenüber dem Gehäusehohlraum 15 a ist in dem Gehäusehauptteil 15 eine mit dem als undurchbrochene Platte ausgebildeten Rotor 14 zusammenwirkende Ringdichtung 18 vorgesehen. Nach der anderen Seite ist der Gehäusehohlraum 15 a durch den ebenfalls keine Durchbrechungen aufweisenden Deckel 16 abgedichtet.
Aus F i g. 3 ist zu erkennen, daß die Beilagen 17 an ihrer dem Ringspalt zugekehrten Seite mit einer Aufrauhung 17 a versehen sind.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    ίο 1. Vorrichtung zum Entstippen von zur Herstellung von Papier, Pappe od. dgl. bestimmtem Faserstoff, insbesondere Altpapierstoff, die ein mit Stoffein- und Stoff auslauf versehenes Gehäuse und einen Rotor aufweist, welcher in einem seinen Umfang mit Spiel umfassenden Gehäusehohlraum umläuft, dessen zwischen seiner Innenfläche und dem Rotor verbleibender Ringspalt zur Bildung von Verengungen seines Querschnitts sich keilförmig verjüngende, spaltseitig gegebe-
    ao nenfalls aufgerauhte Beilagen in einer Anordnung enthält, bei der die Verengungen allmählich konvergieren und mit abrupten Querschnittserweiterungen abwechseln, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (15 a, 16) mit im wesentlichen parallel zueinander ausgerichtetem, auf der gleichen Gehäuseseite vorgesehenem Stoffein- (15 b) und Stoffauslaüf (15 c) versehen und der Rotor (14) scheibenförmig ausgebildet ist, und daß ferner die Beilagen (17) an der Innenfläche des Gehäuses
    (15) befestigt sind und zwischen ihrem dickeren Ende und dem Umfang des Rotors (14) eine lichte, in radialer Richtung gemessene engste Spaltweite (x) von mindestens 10 Millimeter freilassen. . .
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß.der Rotor (14) am Umfang zur Beschleunigung des Faserstoffes mit einer Aufrauhung, insbesondere einer Zahnreihe (14 b), versehen ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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