DE1561218C - Allseitig runder Typenkopf mit Einstell vorrichtung fur Schreib oder ähnliche Ma schinen - Google Patents
Allseitig runder Typenkopf mit Einstell vorrichtung fur Schreib oder ähnliche Ma schinenInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein allseitig runder Typenkopf mit Einstellvorrichtung für Schreib- oder
ähnliche Maschinen, wobei die Typen in mehreren Ebenen angeordnet sind und der Typenkopf um
einen Mittelpunkt in zwei Ebenen drehbar ist und nach erfolgter Einstellung gegen den Papierträger
zum Zwecke des Abdruckes gestoßen wird.
Es sind Vorrichtungen zum Einstellen von auf dem Umfang von Rotationskörpern angeordneten
Schriftzeichen bekannt, bei denen das ausgewählte Schriftzeichen durch Drehen und Kippen oder Heben
und Senken des Rotationskörpers eingestellt und verriegelt wird und mittels Verschwenken des Körpers
auf der feststehenden oder längsverschiebbaren Druckwalze zum Abdruck gebracht werden kann.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art sind die Schriftzeichen in mehreren Reihen am Umfang
eines Hohlzylinders angeordnet (USA.-Patentschrift 3 247 941). Auf einer waagerechten, parallel zur
Druckwalze liegenden Achse ist ein Rahmen verschwenkbar angeordnet, auf dem eine weitere Achse
senkrecht zu der erstgenannten Achse drehbar gelagert ist, welche vorzugsweise als Hohlwelle ausgebildet
ist. In dieser Hohlwelle ist eine Stange längsverschiebbar geführt, auf deren einem Ende der
zylinderförmige Typenträger angeordnet ist. Weiterhin sind auf dem Rahmen die Getriebe zum Drehen
sowie zum Heben und Senken des als Hohlzylinder ausgebildeten Typenträgers untergebracht. Der Rahmen
mit sämtlichen Teilen zum Einstellen des Typenträgers muß daher bei der Schwenkbewegung zum
Abdrucken des ausgewählten Schriftzeichens mitbeschleunigt werden. Diese erheblichen Massen,
deren Trägheit beim Druckvorgang überwunden werden muß, sind die Ursachen einer Herabsetzung
der Zeit, die für den Abdruck eines einzelnen Schriftzeichens zur Verfügung steht.
Bei einem weiterhin bekannten Druckwerk wird an Stelle des hohlzylindrischen ein als Hohlkugel
ausgebildeter Typenträger verwendet (deutsche Patentschrift 1 198 834). Die hierbei zum Einstellen
der verschiedenen Schriftzeichenreihen notwendige Nickbewegung erfordert weniger Kraftaufwand und
kürzere Wege, als für das Heben und Senken eines Hohlzylinders notwendig ist. Die kinematischen Verhältnisse,
welche zum Einstellen der auf einer Hohlkugel angeordneten Schriftzeichen vorliegen, sind jedoch
weitaus schwieriger zu beherrschen, als dies bei Schriftzeichen auf einem zylinderförmigen Typenträger
der Fall ist.
Um auf der Oberfläche einer Kugel in mehreren Reihen aufgetragene Schriftzeichen in Abdrucklage
zu bringen, muß eine Dreh- und Nickbewegung durchgeführt werden. Die Schwierigkeit liegt dabei
darin, daß durch die Nickbewegung des Typenträgers sis' gegenüber seiner Drehachse ein Winkelfehler auftritt,
der bei den bekannten Vorrichtungen durch ein doppeltes Kardangelenk korrigiert wird. Diese
Maßnahme ist jedoch wegen der auftretenden Summierung von Toleranzen nicht ausreichend, um die
für ein einwandfreies Schriftbild notwendige Genauigkeit der Einstellung zu erhalten. Deshalb wurden
zusätzlich zwei Verriegelungsvorrichtungen vorgesehen, mittels welcher einmal die durch die Nickbewegung
eingestellte Schriftzeichenreihe und zum anderen das daraus ausgewählte Zeichen dieser Reihe
exakt verriegelt werden kann. Diese Teile zum Einstellen und Verriegeln erfordern eine hohe Genauigkeit,
große Verschleißfestigkeit und sind darüber hinaus innerhalb des sehr begrenzten Raumes des
als Rotationskörper ausgebildeten Schriftzeichenträgers unterzubringen.
Eine weitere Vorrichtung, bei der die Schriftzeichen auf der Oberfläche eines hohlen Rotationskörpers
von Kugelform aufgetragen sind, zeigt die USA.-Patentschrift 2 902132. Die Drehbewegung
des kugelförmigen Zeichenträgers wird hierbei mittels einer senkrechten Antriebswelle übertragen. Zur
Durchführung der Nickbewegung ist der kugelförmige Typenträger von außen in einem schwenkbaren
Rahmen gelagert, der um eine Achse parallel zur Schreibwalze und senkrecht zur vorgenannten
Antriebswelle drehbar ist. Bei dieser Einstellvorrichtung sollen die Winkelfehler, welche bei der Drehbewegung
des geneigten Typenträgers entstehen, während der Arretierung der einzelnen Schriftzeichen
ausgeglichen werden. Durch diese Maßnahme wird jedoch ' die Einstellvorrichtung außergewöhnlich
kompliziert. Es ist eine große Anzahl von aufwendigen Einzelteilen notwendig, deren schwierige
Formgebung außerdem noch eine hohe Präzision erfordert. Daneben erhöht sich noch beträchtlich
die Masse der für den Abdruckvorgang zu bewegenden Teile. Die daraus resultierenden Nachteile liegen
klar auf der Hand und bedürfen keiner weiteren Erläuterung.
Ähnliche Probleme treten ebenso bei einer bekanntgewordenen Einstellvorrichtung auf, bei welcher
die Schriftzeichen auf einem hohlen Rotationskörper angeordnet sind, dessen Außenwand tonnenförmig
geformt ist (französische Patentschrift 1411 426). Im Inneren des hohlen Rotationskörpers liegen durch
die Tonnenform günstigere Raumverhältnisse vor, aber auch hierbei sind Winkelfehler auszugleichen,
welche bei der Einstellung eines Schriftzeichens auftreten, wenn dieses Schriftzeichen aus einer Schriftzeichenreihe
ausgewählt wird, bei deren Abdrucklage ein Neigen des Kopfes durchgeführt werden muß.
Auch diese Ausführungsform einer Einstellvorrichtung kommt nicht ohne den Nachteil aus, innerhalb
des Hohlraumes des hier tonnen förmigen Rotationskörpers beträchtliche Massen unterzubringen, die bei
jedem Abdruckvorgang zu bewegen sind und dadurch Verzögerungen der Schreibgeschwindigkeit hervorrufen.
Die Aufgabe der Erfindung ist, eine Vorrichtung zu schaffen, welche es ermöglicht, auf einfache Art,
bei geringem Aufwand, auf der Oberfläche von Rotationskörpern angeordnete Schriftzeichen bei
hohen Schreibgeschwindigkeiten in Abdrucklage zu bringen, wobei durch exakte Einstellung jedes einzelnen
Schriftzeichens ein einwandfreies Schriftbild erreicht werden kann.
Der Erfindung gemäß wird die Lösung der gestellten Aufgabe dadurch erreicht, daß der Typenkopf
eine Nut zur Aufnahme eines Riemens, einer Kette od. dgl. aufweist und daß die eine Drehbewegung
mittels eines Riemens, einer Kette od. dgl. und die andere Drehbewegung in an sich bekannter Weise
mittels Drehung des Trägers des Typenkopfes bewirkt wird.
Eine derartige Vorrichtung zeichnet sich durch einen einfachen Aufbau und wenige, besonders für
die Massenfertigung geeignete Einzelteile aus. Die Masse der bei einem Druckvorgang zu bewegenden
Teile wurde auf ein Minimum herabgesetzt, wodurch
die erste Voraussetzung zum Erzielen hoher Schreibgeschwindigkeiten
erfüllt wurde. Weiterhin gestattet es die erfindungsgemäße Vorrichtung jedes Schriftzeichen
auf einfache Weise exakt einzustellen, womit ein einwandfreies Schriftbild erzeugt werden kann.
Ein Verändern der Schrift- oder Symbolarten ist durch einfaches Auswechseln des als Rotationskörper
ausgebildeten Schriftzeichenträgers möglich.
Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind nachstehend an Hand der Zeichnung beschrieben.
Es zeigt
F i g. 1 einen im Schnitt dargestellten Schriftzeichenträger
in waagerechter Blickrichtung senkrecht zur Schreibwalze,
F i g. 2 eine Draufsicht auf den Schriftzeichenträger in Abdrucklage eines Schriftzeichens einer
äußeren Schriftzeichenreihe,
F i g. 3 einen halb im Schnitt und halb in Ansicht dargestellten, auswechselbaren Schriftzeichenträger
mit einem Teil der Einstellvorrichtung, wie in F i g. 1,
F i g. 4 einen Schnitt durch die Einstellvorrichtung nach der Linie A-B der Fig. 3,
F i g. 5 eine Teilansicht in Richtung der Rotationsachse des Schriftzeichenträgers,
F i g. 6 eine Ansicht der gesamten Einstellvorrichtung in Richtung der Schreibwalzenachse, wobei die
eine Hälfte des Schreibkopfes nach der Schnittlinie . A-B der Fig. 3 entfernt wurde,
F i g. 7 eine Ansicht der gesamten Einstellvorrichtung gemäß F i g. 6 in waagerechter Blickrichtung
senkrecht zur Schreibwalzenachse und
F i g. 8 eine Ansicht einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einstellvorrichtung in
waagerechter Blickrichtung senkrecht zur Schreibwalze.
Grundsätzlich ist die erfindungsgemäße Schreibeinrichtung geeignet, entweder bei stillstehender
Schreibwalze schrittweise in Schreibrichtung bewegt zu werden, oder es kann bei ortsfestem Einbau innerhalb
der Schreib- oder ähnlichen Büromaschine die Schreibwalze an dem Schreibkopf vorbeibewegt
werden.
Eine der einfachsten Ausführungsmöglichkeiten eines erfindungsgemäßen Typenkopfes mit Einstellvorrichtung
ist in der F i g. 1 dargestellt. Der hier aus einem Stück gefertigte Typenkopf 1 ist als Rotationskörper
mit kugelförmiger Oberfläche ausgebildet. Auf dieser Oberfläche sind in parallelen Ebenen, senkrecht
zur Drehachse, nebeneinander vier Typenreihen 2 und eine Nut 3 mit Zähnen 4 auf- bzw. eingeformt.
Die Drehachse 5, welche mittels der Lagerteile 6 mit dem Typenkopf 1 verbunden ist, ist durch
geeignete Haltemittel 7 fest in den Bohrungen 8 der Gabel 9 eingesteckt. In der Mitte der Querverbindung
10 der Gabel 9 ist eine Hohlwelle 11 angeformt, welche mittels Lager 12 in einem Träger 13 drehbar
gelagert ist. In der Hohlwelle 11 ist eine Verriegelungsstange 14 längsverschiebbar geführt, welche an
ihrem oberen Ende einen Zahn 15 trägt, der entsprechend den Zahnlücken der Zähne 4 ausgebildet
ist. Die Mitte der Verriegelungsstange 14 ist mit der senkrecht zur Drehachse 5 stehenden Schwenkachse
16 identisch. Durch Verdrehen um die Drehachse 5 und Verschwenken um die Achse 16 kann jedes beliebige
Schriftzeichen aus den vier Typenreihen 2 eingestellt werden und aus einer Ruhelage heraus
gegen die Schreibwalze 17 in bekannter Weise zum Abdruck gebracht werden (F i g. 2).
Zum Einstellen eines einzelnen Schriftzeichens · wird die Drehbewegung des Typenkopfes durch ein
geeignetes Antriebselement, wie z. B. einen Riemen, Kette od. dgl., 18, übertragen. Zugleich bzw. nach
dieser Einstellung erfolgt die zweite Einstellbewegung, das Verdrehen um die Schwenkachse 16, durch
Übertragen mittels der Hohlwelle 11 auf den Typenkopf 1. Die hierzu verwendeten Getriebemittel sind
aus den F i g. 6 und 7 zu ersehen.
ίο Es ist zweckmäßig, den Typenkopf austauschbar
auszubilden, um auf einfache Art und Weise mittels verschiedener Sätze von Schriftzeichen bzw. Symboloder
Wortgruppen verschiedene Sprachen oder wissenschaftliche Ausdrücke niederschreiben zu
können. Eine derartige Möglichkeit ist in der Ausführungsform der F i g. 3 dargestellt.
Der Typenkopf besteht hier nicht aus *nur einem Teil, sondern aus zwei einzelnen Typenschalen 19
und 20, welche beispielsweise als halbkugelförmige Rotationskörper ausgebildet sind. Auf der Oberfläche
dieser Typenschalen 19, 20 sind je zwei Typenreihen 21, 22 aufgeformt. Die Typenschalen 19, 20 sind
mittels der Rändelschrauben 23 mit der Drehachse 24 verbunden, wobei sie sich an einem Bund 25 der
Drehachse 24 anlegen. Gegen Verdrehung gegenüber der Drehachse 24 werden die Typenschalen 19, 20
z. B. durch Nocken 26, die den Querstift 27 umfassen, gehalten (s. F i g. 3 und 5). Weiterhin ist auf
der Drehachse 24 eine Nutenscheibe 28 mittels einer Stiftschraube 29 verschraubt. Die Verzahnung 30 der
Nutenscheibe 28 dient zur Aufnahme des als Antriebselement verwendeten Riemens 31. In den Hohlraum,
welcher durch die beiden Typenschalen 19, 20 gebildet wird, ragt eine Gabel 32, in deren Bohrungen
33 die Drehachse 24 gelagert ist. An der Querverbindung 34 der Gabel 32 ist eine Hohlwelle 35 angeformt,
die mittels der Lager 36 (F i g. 3 und 7) in einem Träger 37 gelagert ist. Zur Fixierung der einzelnen
Typen einer Typenreihe 21, 22 ist eine Iängsverschiebbare
Verriegelungsstange 38 vorgesehen, an deren oberen Ende ein Riegel 39 angeformt oder eingepreßt
ist. Dieser Riegel 39 arbeitet nach der Voreinstellung einer Type durch den Riemen 31 mit den
Verzahnungen 40, welche an den Innenseiten der Typenschalen 19, 20 angeformt sind, zusammen.
Dadurch wird eine exakte Fixierung der Lage jeder einzelnen Type während des Abdruckvorganges
garantiert. Während des Verriegelungsvorganges gleitet der Riegel 39 der Verriegelungsstange 38 in
einem Führungsschlitz 41 der gleichzeitig als Lager 36 dienenden Gabel 32. Um zu verhindern, daß
während der Verschwenkbewegung des Typenkopfes der Riemen 31 mit den nach innen liegenden Kanten
42 der Typenschalen 19, 20 in Berührung kommt, ist an der Hohlwelle 35 auf der Seite des zu- und
ablaufenden Ar^triebselementes je eine Führungsgabel 43, 44 unmittelbar unterhalb des Typenkopfes angeordnet.
Um die Typenschalen 19, 20 in die Abdrucklage gemäß F i g. 6 zu bringen, werden die auf der Oberfläche
eines Rotationskörpers angeordneten Schriftzeichen mit dem Träger 37 um einen Drehpunkt 45
aus der Ruhelage in Richtung der Schreibwalzenoberfläche gekippt. Dazu ist der Träger 37 an seinem
unteren Ende als Gabel 46 ausgebildet (F i g. 7), an deren linkem Ende ein Arm 47 angeformt ist, der
mittels einer Achse 48 eine Rolle 49 trägt. Die Rolle 49 ajbeitet mit einer Kurvenscheibe 50 zusammen
und bewirkt nach Verdrehen der Kurvenscheibe 50 ein Kippen des Trägers 37 um die Drehachse 45. Der
Lagerrahmen 51 der Gabel 46 und somit des Trägers 37 ist fest im Maschinengestell angeordnet.
Die Verschwenkbewegung des kugelförmigen Rotationskörpers, auf dessen Oberfläche die Schriftzeichen
angeordnet sind, wird von einem Winkelhebel 52 übertragen, der durch eine Mutter 53 fest
mit der Hohlwelle 35 verschraubt ist. Durch ein Sicherungselement 54 ist diese Hohlwelle 35 gegen
Längsverschiebung gesichert und gestattet nur eine Drehbewegung derselben in dem ebenfalls hohlen
Träger 37. Um die schrittweise Weiterbewegung der gesamten Einstellvorrichtung mit dem Typenkopf zu
ermöglichen, ist die untere Nutenscheibe 55 auf einer Profilwelle 56, die parallel zur Achse der Schreibwalze
57 verläuft und mindestens deren Breite aufweist, angeordnet. Die Ruhelage des Schreibwerkes
wird durch eine Zugfeder 58 bewirkt, welche den Träger 37 zum Anliegen an einen Anschlag 59 bringt
(Fig. 6).
Die Wirkungsweise der in den F i g. 1 und 2 dargestellten und beschriebenen Vorrichtungen ist im
Prinzip die. gleiche wie nach den Fig. 3 bis 7. Der durch die" Zugfeder 58 gegen den Anschlag 59 in der
Ruhelage gehaltene Schreibkopf wird in drei verschiedenen Richtungen zum Zwecke des Abdruckes
von Schriftzeichen' bewegt und gegebenenfalls in einer vierten Richtung entsprechend dem Buchstabenabstand
kontinuierlich oder schrittweise entlang der Schreibwalzenachse fortbewegt. Diese vier
Bewegungen lassen sich folgendermaßen aufteilen:
a) Verdrehen des Typenkopfes 1 bzw. der Typenschalen
19, 20 um die Drehachse 5, 24 mittels des Riemens 18, 31, entsprechend dem ausgewählten
Schriftzeichen.
b) Verschwenken des Schriftzeichenträgers um eine Schwenkachse 16, 38, welche mit der Verriegelungsstange
14, 38 identisch ist, zur Durchführung der Auswahl der entsprechenden Typenreihe
2, 21, 22. Hierzu greifen nicht dargestellte Mittel an dem Winkelhebel 52 an, wodurch die
Hohlwelle 11, 35 über die Gabel 9, 32 die Drehachse 5, 24 und damit den Schriftzeichenträger
verschwenkt. Nach diesen beiden, oder bereits nach dem ersten Einstellvorgang wird die Verriegelung
mittels der Teile 15, 39 durchgeführt.
c) Kippen des Typenkopfes 1 bzw. der Typenschalen 19, 20 um einen in der Gabel 46 liegenden
Drehpunkt 45 zum Bewirken des Abdruck-Vorganges.
d) Schrittweise Weiterbewegung des Schreibkopfes entlang der Schreibwalze bzw. Bewegung der
Schreibwalze bei stillstehendem Schreibkopf. Diese Bewegung kann mittels eines bei Schreibmaschinen
hinreichend bekannten Schrittschaltwerkes durchgeführt werden.
Eine weitere Möglichkeit, einen erfindungsgemäßen Schreibkopf auszubilden, zeigt die F i g. 8. Ein
glockenförmiger Typenkopf 60, auf dessen Oberfläche beispielsweise drei Typenreihen 61, 62, 63
aufgeformt sind, ist mittels geeigneter Mittel 64 drehbar
auf einer Brücke 65 befestigt. Die Brücke 65 ist um Lagerstiftc 66 schwenkbar in der Konsole 67 angeordnet
und weist einen Hebelarm 68 auf, der an seinem Ende als Zahnsegment 69 ausgebildet ist und
mit einem Zahnrad 70 zusammenarbeitet. Das Zahnrad 70 ist fest mit einer Welle 71 verbunden und in
einem Ansatz 72 der Konsole 67 gelagert. Der bei dieser Ausführungsform als glockenförmiger Rotationskörper
ausgebildete Schriftzeichenträger weist eine Nut 73 auf, in welche ein geeignetes Antriebsmittel,
z. B. ein Riemen, Kette od. dgl., 74, eingelegt ist. Außerdem liegt der Riemen 74 in einer weiteren
Nutenscheibe 75, welche einen bestimmten Achsabstand A zur Drehachse 64 des Typenkopfes 60 hat
und mittels einer Welle 76 in den Ansätzen 77, 78 der Konsole drehbar gelagert ist. Auch bei dieser
Einstellvorrichtung sind Mittel zum Verriegeln des glockenförmigen Typenkopfes vorzusehen, ähnlich
wie sie in den Fig. 1 und 3 dargestellt worden sind. Die Funktion dieser Einrichtung ist die gleiche wie
bei den beiden vorher beschriebenen Schriftzeichenträgern mit Einstellvorrichtung.
Wie aus dem Vorstehenden hervorgeht, wird mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung auf einfache
Art und Weise die Einstellung eines als Rotationskörper beliebiger Oberflächenform ausgebildeten
Schriftzeichenträgers in drei verschiedenen Bewegungsrichtungen ermöglicht. Der Schriftzeichenträger
selbst, das Teil also, das sämtliche Bewegungen, die zum Abdruck Vorgang erforderlich sind, in möglichst
kurzer Zeit durchführen muß, ist einschließlich aller Hilfsmittel, wie der Lager-, der Verriegelungs- und
der Befestigungsteile, so gestaltet, daß sein Gewicht auf ein Minimum beschränkt bleibt. Somit ist die
wichtigste Voraussetzung zum Erzielen hoher Schreibgeschwindigkeiten erfüllt, wobei außerdem
durch einfache Maßnahmen eine exakte Einstellung erreicht wird, die ein einwandfreies Schriftbild gewährleistet.
Claims (10)
1. Allseitig runder Typenkopf mit Einstellvorrichtung für Schreib- oder ähnliche Maschinen,
wobei die Typen in mehreren Ebenen angeordnet sind und der Typenkopf um einen Mittelpunkt
in zwei Ebenen drehbar ist und nach erfolgter Einstellung gegen den Papierträger zum Zwecke
des Abdruckes gestoßen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Typenkopf eine Nut
(3, 28, 73) zur Aufnahme eines Riemens, einer Kette od. dgl. (18, 31, 71) aufweist und daß die
eine Drehbewegung mittels eines Riemens, einer Kette od. dgl. (18, 31, 71) und die andere Drehbewegung
in an sich bekannter Weise mittels Drehung des Trägers (13, 37, 64) des Typenkopfes
(1, 19, 20, 60) bewirkt wird.
2. Typenkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der einstückige Typenkopf (1)
eine mittige, am Umfang angeordnete, zur Aufnahme eines Riemens, einer Kette od. dgl. (18)
bestimmte Nut aufweist, wobei beiderseits der Nut (3) die Typenreihen (2) angeordnet sind.
3. Typenkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der glockenförmige Typenkopf
(60) an seinem unteren Rande eine am Umfang angeordnete, zur Aufnahme eines Riemens, einer
Kette od. dgl. (74) bestimmte Nut (73) aufweist.
4. Typenkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Typenkopf aus zwei schalenförmigen Teilen (19, 20) besteht, die durch
geeignete Mittel (23) an einer zwischen den Schalen (19, 20) angeordneten Nutenscheibe (28)
befestigt sind, wobei die Nutenscheibe (28) zur Aufnahme eines Riemens, einer Kette od. dgl.
(31) bestimmt ist.
5. Typenkopf nach Ansprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Typenkopf (1,
19, 20, 60) schwenk- und bzw. oder drehbar in einer zum Zwecke des Abdruckes schwenkbaren
Gabel (9, 32, 65) gelagert ist.
6. Typenkopf nach Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalenteile (19,
20) auf einer durch eine Gabel (32) gesteckte Achse (24) seitlich aufgeschoben sind, wobei die
Gabel (32) zwischen den Schalenteilen (19, 20) angeordnet ist.
7. Typenkopf nach Ansprüchen 1, 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Drehsicherung
der Schalenteile (19, 20) gegenüber der Achse (24) jeweils ein durch die Achse gesteckter Stift
(27) dient, an den sich von zwei Seiten- her Nocken (26) der Schalenteile (19, 20) anlegen.
8. Typenkopf nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß während des Abdruckes
einer Type ein Arretierstift (14,15) durch die Gabel (11) hindurch in die gezahnte Innenfläche
(4) der Nut (3) eingreift.
9. Typenkopf nach Ansprüchen 1, 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß während des Abdruckes
einer Type ein in der Gabel (32) geführter Riegel (39) in eine auf der Innenseite der
Halbschalen (19, 20) angeordnete Verzahnung (40) eingreift.
10. Typenkopf nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Nut (3,
28) zur Aufnahme des Riemens, Kette od. dgl. (18, 31) an beiden Seiten des Trägers (13, 37) je
eine Führungsgabel (43, 44) angeordnet ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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