DE1560584A1 - Spulmaschine mit hin- und hergehendem Fadenfuehrer - Google Patents
Spulmaschine mit hin- und hergehendem FadenfuehrerInfo
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Description
Mönchengladbach, den 2.-12. 1966
Spulmaschine mit hin- und hergehendem Fadenführer
Die Erfindung bezieht sich auf eine Spulmaschine mit hin- und hergehendem Fadenführer und einem zwischen
Spulantrieb und Fadenführerantrieb geschalteten veränderbaren Fadenführergetriebe zur Änderung des Geschwindigkeitsverhältnisses
zwischen Auflaufspule und Fadenführer. Derartige Fadenführergetriebe sind
bereits seit Jahrzehnten bekannt und haben die Aufgabe, eine Änderung des Steigungswinkels der Fäden
beim Spulvorgang zu ermöglichen. Lediglich als eine von zahlreichen Ausführungsmöglichkeiten sei beispielsweise
auf die deutsche Patentschrift 141 616 verwiesen, die ein derartiges veränderbares Fadenführergetriebe
zwischen Auflaufspule und Fadenführer beschreibt.
Ein erheblicher Nachteil der Spulmaschinen mit hin- und hergehendem Fadenführer besteht darin, daß die
Fadenführergeschwindigkeit unter Berücksichtigung
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der an den Umkehrstellen der Bewegung auftretenden Massenkräfte auf einen bestimmten Höchstwert begrenzt
ist. Überschreitet die Fadenführergeschwindigkeit diese Höchstgrenze, so führt dies binnen
kurzem zur Zerstörung der Maschine. Bei den bekannten Spulmaschinen dieser Art bleibt das eingestellte
Verhältnis zwischen Spulgeschwindigkeit und Fadenführergeschwindigkeit bei einer Änderung der Spulgeschwindigkeit
erhalten. Um bei hohen Spulgeschwindigkeiten die maximal zulässige Fadenführergeschwindigkeit
nicht zu überschreiten, wurde deshalb die maximale Spulgeschwindigkeit entsprechend begrenzt.
Dies hatte aber zur Folge, daß auch bei kleineren Kreuzungswinkeln nur eine entsprechend geringe Spulgeschwindigkeit
zur Verfügung stand, obwohl in diesem Fall im Hinblick auf die Fadenführergeschwindigkeit
höhere Spulgeschwindigkeiten zulässig gewesen wären. Das bedeutete aber für diesen Fall eine
schlechte Ausnutzung der Maschine.
Die Aufgabe der Erfindung bestand darin, die vorbeschriebenen Nachteile bekannter Spulmaschinen zu beseitigen.
Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß das Übersetzungsverhältnis des Faden-
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-5 - 156058A
führergetriebes in. Abhängigkeit von der Spulgeschwindigkeit
derart selbsttätig veränderbar ist, daß bei Erhöhung der Spulgeschwindigkeit die Fadenführergeschwindigkeit
auf einen vorbestimmten Maximalwert begrenzt ist. Dadurch ist es möglich, im Bereich
kleinerer Kreuzungswinkel mit hohen Spulgeschwindigkeiten zu arbeiten, ohne daß bei einer Vergröße- ·
rung der Kreuzungswinkel, d. h, also bei einer Vergrößerung der Fadenführergeschwindigkeit, diese Fadenführe
rgeschwindigkeit unzulässig hohe Werte annimmt .
Die zur Veränderung des Übersetzungsverhältnisses des Fadenführergetriebes maßgebende Spulgeschwindigkeit
kann auf die verschiedensten an sich bekannten Arten, beispielsweise durch Drehzahlmesser,
ermittelt und der gemessene Wert zur entsprechenden Verstellung des Übersetzungsverhältnisses herangezogen
werden. Eine besonders einfache und vorteilhafte Ausführungsform ergibt sich jedoch, wenn die
Verstelleinrichtung für die .Änderung der Spulgeschwindigkeit mit einem Verstellorgan des Fadenführergetriebes verbunden ist. Auf diese Weise wird
bei jeder Betätigung der Verstelleinrichtung für
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die Änderung der Spulgeschwindigkeit bereits das Verstellorgan für die Fadenführergeschwindigkeit
derart beeinflußt, daß der zulässige Höchstwert der Fadenführergeschwindigkeit nicht überschritten
werden kann.
An Hand des in der Figur schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles für den Antrieb einer Fachmaschine
sei die Erfindung näher erläutert.
In einem nur strichpunktiert angedeuteten Gestell 1 ist die Auflaufspule 2 in an sich bekannter Weise
um die Achse 3 schwenkbar gelagert. Der Antrieb der Auflaufspule 2 erfolgt von der Treibwalze 4. Zur
Verlegung des Fadens F dient ein hin- und hergehender Fadenführer 5i welcher im vorliegenden Fall von
der Nutentrommel 6 auf der Gleitschiene 7 verschoben wird. Die Geschwindigkeit des hin- und hergehenden
Fadenführers 5 ist dabei abhängig von der Drehzahl der Nutentrommel 6.
Der Antrieb der Spulmaschine erfolgt in an sich bekannter Weise von einem Motor 8, welcher üb.er ein
veränderbares Getriebe 9 die Welle 10 in Umdrehungen
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versetzt. Das veränderbare Getriebe 9 besteht aus dem auf der Motorachse angeordneten antreibenden
Rad 9a, dem keilförmigen Übertragungsmittel 9br wie
Keilriemen, Kette oder dergleichen, und dem angetriebenen Rad 9c. Dabei besteht das Rad 9a in bekannter
Weise aus zwei Keilscheiben, deren eine unter der Wirkung einer Feder 9d unter dem Einfluß
der Spannung des Übertragungsmittels 9b gegen die andere verschoben werden kann. Von der Welle 10 aus
wird die Antriebswalze 4- über ein Getriebe 11 und die Nutentrommel 6 über ein veränderbares Getriebe
angetrieben, welches wie das veränderbare Getriebe aufgebaut ist. Zur Änderung der Spulgeschwindigkeit,
welche der Drehzahl der Welle 10 proportional ist, wurde der Motor 8 in bekannter Weise auf einer
Welle 23 schwenkbar gelagert. Dabei ist der Motor an einer Kette 14 aufgehängt, die ihrerseits an
einem Rade 15 befestigt ist, welches von der Kurbel 16 mittels des Schneckentriebes 27» 28 verstellt
werden kann. Wird das Rad 15 entgegen dem Uhrzeigersinn
gedreht, so wird die Kette 14- langer, der Motor 8 schwenkt unter der Wirkung der Schwerkraft um
die Welle .23 im Sinne gegen den Uhrzeiger. Dadurch verstellt das Übertragungsmittel 9b des veränderbaren
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Getriebes 9 die eine Keilscheibe des antreibenden Rades 9a gegen die Kraft der Feder 9d und gelangt
auf einen kleineren Durchmesser des antreibenden Hades 9a, so daß die Spulgeschwindigkeit herabgesetzt
wird.
Wie bereits erwähnt, ist zwischen den Antrieb der Spule 2 und den Antrieb des Fadenführers 5 ein veränderbares
Getriebe 12 geschaltet, durch welches der Kreuzungswinkel der auf die Spule 2 auflaufenden
Fäden bestimmt werden kann» Die Verstellung des Getriebes 12 erfolgt ähnlich der Verstellung des Getriebes
9 in ebenfalls bekannter Weise dadurch, daß das Übertragungsmittel mittels einer Rolle 13 mehr
oder weniger ausgelenkt und dabei auf einen kleineren oder größeren Durchmesser des antreibenden Rades
geführt wird. Diese Rolle 13 ist über einen Doppelhebel 14, 15 um eine ortsfeste Achse 16 mittels
eines Handgriffes 17 schwenkbar gelagert. Eine Verstellung in Richtung auf die mit + bezeichnete strichpunktierte
Linie bedeutet dabei eine Vergrößerung der Fadenführergeschwindigkeit. Dabei kann der Handgriff
17 vor einer Skala 18 verschwenkt und auf irgendeine Art und Weise arretiert werden, beispiels-
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weise durch eine Klemmschraube 19· Auf der Skala 18
ist dann der Kreuzungswinkel der auf die Spule 2 auflaufenden Fäden ablesbar.
Um zu verhindern, daß bei höchster Spulgeschwindigkeit die zulässige Maximalgeschwindigkeit des Fadenführers
5 überschritten wird, ist das Fadenführergetriebe 12 in Abhängigkeit von der Spulgeschwindigkeit selbsttätig veränderbar. Dies wird beim Ausführungsbeispiel
dadurch erreicht, daß die Verstelleinrichtung für die Änderung der Spulgeschwindigkeit
mit dem Verstellorgan 17 des Fadenführergetriebes verbunden ist. Zu dem Zweck ist ein ebenfalls um die
Welle 23 schwenkbarer Hebelarm 26 mit dem Motor 8 verbunden. Wird beispielsweise die Spulgeschwindigkeit
herabgesetzt, so wird mit dem Motor 8 auch der Hebelarm 28 aus der Richtung der mit + bezeichneten
strichpunktierten Linie in die Richtung auf die mit - bezeichnete strichpunktierte Linie verschwenkt.
Der Hebelarm 26 ist mit einer Stange 20 verbunden, welche durch ein am Hebelarm 15 befestigtes Führungsauge
21 geführt ist und an seinem oberen Ende eine Begrenzungsscheibe 22 aufweist· Diese Begrenzungsscheibe 22 verhindert in Verbindung mit dem Führungs-
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auge 21, daß das Verstellorgan 17 über eine gewisse Höhte angehoben wird. Andererseits bewirkt diese Begrenzungsscheibe
22, daß bei einer Vergrößerung der Spulgeschwindigkeit das Verstellorgan 17 selbsttätig
im Sinne einer Verkleinerung der Fadenführergeschwindigkeit verstellt wird. Diese Verstellung kann beispielsweise
gegen die von der Schraube 19 aufgebrachte Reibkraft erfolgen.
Das in der Figur dargestellte Ausführungsbeispiel dient lediglich zur Erläuterung des Grundgedankens
vorliegender Erfindung. Dieser Grundgedanke ist jedoch sowohl bei den verschiedensten Spulmaschinen
als auch in den verschiedensten Ausführungsformen anzuwenden. So sei beispielsweise darauf hingewiesen,
daß zur Änderung der Spulgeschwindigkeit auch ein drehzahlveränderbarer Motor verwendet werden
kann, wobei dann das Verstellorgan für die Änderung der Motordrehzahl mit dem Verstellorgan 17 dee Fadenführergetriebes
12 verbunden werden kann.
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Claims (2)
1. Spulmaschine mit hin- und hergehendem Fadenführer
und einem zwischen Spulantrieb und Fadenführerantrieb geschalteten veränderbaren
Fadenführergetriebe zur Änderung des Geschwindigkeitsverhältnisses zwischen Auflaufspule und
Fadenführer, dadurch gekennzeichnet, daß das Übersetzungsverhältnis des Fadenführergetriebes
(12) in Abhängigkeit von der Spulgeschwindigkeit derart selbsttätig veränderbar ist,
daß bei Erhöhung der Spulgeschwindigkeit die Fadenführergeschwindigkeit auf einen vorbestimmten
Maximalwert begrenzt ist.
2. Spulmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtung (16) für
die .Änderung der Spulgeschwindigkeit mit einem Verstellorgan (17) des Fadenführergetriebes (12)
verbunden ist.
BAD ORJGiNAL
0098 87/023 3
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