DE1557432C - Zweiteilige Verschlußschnalle - Google Patents
Zweiteilige VerschlußschnalleInfo
- Publication number
- DE1557432C DE1557432C DE1557432C DE 1557432 C DE1557432 C DE 1557432C DE 1557432 C DE1557432 C DE 1557432C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- plug
- window
- tongue
- receiving part
- transverse web
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000003780 insertion Methods 0.000 claims description 10
- 230000037431 insertion Effects 0.000 claims description 10
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 4
- 239000004677 Nylon Substances 0.000 description 1
- 206010016256 fatigue Diseases 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 229920001778 nylon Polymers 0.000 description 1
Description
Die Erfindung betrifft eine zweiteilige Verschlußschnalle,
insbesondere für Kleidungsstücke, bestehend aus einem an einem Kleidungsstückteil zu befestigenden
Aufnahmeteil und einem damit zu verbindenden, an einem anderen Kleidungsstückteil zu befestigenden
Einsteckteil, bei der das Aufnahmeteil eine Grundplatte, zwei hochgezogene Längsseitenwände sowie
eine Deckplatte mit Fensteröffnung aufweist, die am Einsteck-Stirnende von einem Quersteg begrenzt ist
und bei der das Einsteckteil als Fensterrahmen ausgebildet ist, an dessen dem Einsteckende zugekehrter
Seite federnd eine aus der Fensterrahmenebene herausgebogene Zunge ansetzt, die im Schließzustand
federnd in das Fenster des Aufnahmctcils vorsteht und sich mit ihrem freien Zungenende unter dem
Quersteg abstützt.
Bei einer Vcrschlußschnallc dieser Gattung ist "aus
der Grundplatte des Aufnahmeteils eine Art schmale Brücke herausgestanzt, in die das Einsteckteil eingeführt
werden kann, und die oben ein schmales Fenster aufweist, durch welches ein Vorsprung der Zunge
hindurchragen kann. Das Einsteckteil ist bei diesem bekannten Verschluß ein flaches, kastenförmiges
Blechstanzteil, bei dem aus einer Kastenscite unter Bildung des Fensters die Zunge herausgestanzt ist.
Die Zunge läuft von ihrer Ansatzkante zunächst ein Stück gebogen nach unten in das Fenster hinein und
hat ein nach oben herausgebogenes freies Zungenende,
das ein Stück durch das Fenster des Aufnahmeteils heraussteht. Das Herausstehen ist erforderlich,
weil das Fenster an sich erheblich schmaler ist als die Zunge lang ist, so daß eine Betätigung der Zunge
nicht möglich wäre, wenn sie nicht mit einem Vorsprung durch das Fenster hindurchstehen würde. Bei
dieser Verschlußschnallc ist wegen der geringen Breite der genannten Brücke des Aufnahmetciis eine
gute seitliche Führung des Einsteckteils nur bei engen Toleranzen gegeben, die aber naturgemäß bei
derartigen Massenartikeln möglichst nicht erforderlich sein sollen. Überdies vermag die beidseitig offene
Brücke des Aufnahmeteils das Einsteckteil in Längsrichtung nur in einer Richtung zu sichern. Dabei
bringt aber der durch das Fenster des Aufnahmeteils hindurchstehende Vorsprung der Zunge des Einsteckteils
die Gefahr einer unbeabsichtigten Betätigung mit sich. Trotz einer verhältnismäßig komplizierten
Formgebung ist also bei diesem Verschluß nicht die optimale Sicherheit gewährleistet. Die verhältnismäßig
geringe Wandstärke der Zunge bringt auch die Gefahr einer Ermüdung mit sich, und die verschiedenen
Biegungen des von der Zunge gebildeten Vorsprunges wirken unter Umständen in unerwünschter
Weise als schräge Schubkurvenflächen, die bei Zugbeanspruchung ein Aufgehen des Verschlusses
bewirken.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine zweiteilige Verschlußschnalle der eingangs als bekannt
vorausgesetzten Gattung zu schaffen, bei der Aufnahme- und Ilinstccktcil von vereinfachter Formgebung
sind, dabei aber trotz einer reichlich bemessenen Fingerbetätigungslläche vollständige Sicherheit
gegen unbeabsichtigtes Lösen bei Auftreten von Längskräften in beiden Richtungen oder bei unbeabsichtigter
Berührung bieten.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß die Anordnung so getroffen, daß das Einsteckteil,
dessen Rahmen und dessen in einer geneigten Ebene verlaufende Zuiiüc im wesentlichen eine M;iterialstärke
aufweisen, die der lichten Höhe der Einstecköffnung im Aufnahmeteil entspricht, vom Quersteg,
den Längsseitenwänden und der der Einstecköffnung des Aufnahmeteils gegenüberliegenden Rückwand
rings umschlossen ist, wobei in der Ebene des Querstegs verlaufende Fensterrahmenschultern Kanäle zur
Führung' des Einsteckteils bilden, dessen Zunge -— gegen unbeabsichtigte Betätigung geschützt — teilweise
nach oben in das Fenster hineinsteht.
Diese Ausgestaltung stellt sicher, daß das Einsteckteil in allen Richtungen fast unbeweglich im Aufnahmeteil
gesichert ist und nur gelöst werden kann, wenn man Druck auf die geschützt zwischen den
Fensterrahmenschultern liegende Zunge ausübt. Da die Zunge in der Fensteröffnung nach vorn hin vollkommen
frei liegt und eine genügende Angriffsfläche bietet, brauchen an ihr keine über das Fenster nach
außen vorstehende Vorsprünge angebracht zu sein, wie solche bei bekannten Verschlüssen immer wieder
die Gefahr eines unbeabsichtigenden ÖITnens mit sich gebracht haben. Da die Zunge an ihrer Ansatzstelle
die ungeschwächte Materialstärke des Einsteckteils aufweist, besteht keine Gefahr, daß ihre Federkraft
alsbald ermüdet.
Bei dem erfindungsgemäßen Verschluß kann man mit großer Kraft mit einem flachen Gegenstand genau
auf den Verschluß drücken, ohne daß dieser aufgehen würde.
Gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung ist die Anordnung so getroffen, daß das
Aufnahmeteil ein Mehrfaches der Länge des Einsteckteils hat und zur Bildung mehrerer Raststellen
mehrere Fenster aufweist.
In der Beschreibung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes an Hand von Zeichnungen
erläutert. Es zeigt
Fi si. 1 eine schaubildliche Darstellung der zusammenwirkenden
Teile einer Verschlußschnalle,
Fig. 2 eine Vorderansicht einer geschlossenen zweiteiligen Verschlußschnalle,
F i g. 3 einen Schnitt längs der Linie 3-3 der Fig. 2,
Fig. 4 eine schaubildliche Darstellung der zusammanwirkenden
Teile einer anderen Verschlußschnalle und
Fig. 5 einen Schnitt längs der Linie 5-5 der
F i«. 4.
Die Verschlußschnalle 10 besteht vorzugsweise aus Nylon oder ähnlichem Werkstoff und hat ein
Einsteckteil 20, welches mit einem Aufnahmeteil 30 zusammenwirkt.
Das Einsteckteil 20 besteht aus einem rechteckigen Fensterrahmen 21 mit einer Fensteröffnung 22. Am
vorderen Ende des Fensterrahmens 21 ist eine federnde Zunge 23 angebracht, die mit dem Rahmen
aus einem Stück besteht und in die Fensteröffnung hineinsteht. Die Zunge 23 ist schmaler als der Rahmen
21, so daß sie, wenn sie in der Ebene des Rahmens liegt, in die Fensteröffnung hineinpaßt. Die
Zunge 23 liegt in einer geneigten Ebene und hat an ihrem freien Ende eine Schulter 24 und eine Lippe
25. An das hintere Ende des Rahmens 21 schließt sich ein Hals 15 an, der das Einsteckteil mit einem
Befestigungsteil verbindet.
Das Aufnahmeteil 30 ist genügend tief, um das Einsteckteil 20 aufzunehmen und weist eine Grundplatte
31 mit zwei einander gegenüberliegenden l.änsTsseitenwänden 32. 33 und einer dazu recht-
winkligen Rückwand 34 auf, die längs der Kanten der Grundplatte verlaufen. Jede der Wände 32, 33
und 34 hat eine nach innen weisende Fensterrahmenschulter 35. Am vorderen Ende des Aufnahmeteils
befindet sich ein Quersteg 36, der die Fensterrahmenschultern 35 der Längsseitenwände 32 und 33 verbindet
und mit diesen zusammen auf der Oberseite des Aufnahmeteils eine Deckplatte mit einem Fenster
37 bildet. Am vorderen Ende des Aufnahmeteils 30 befindet sich eine Einstecköffnung 38 für das Einsteckteil
20. Von der Rückwand 34 erstreckt sich ein Hals 16 nach außen, der das Aufnahmeteil 30 mit
einem dem erstgenannten Befestigungsteil gegenüberliegenden Befestigungsteil verbindet.
Wenn das Einsteckteil 20 durch die Öffnung 38 des Aufnahmeteils 30 in die unterhalb der Fensterrahmenschultern
35 gebildeten Kanäle eingeführt wird, wird der Rahmen 21 durch die Längsseitenwände
32, 33 des Aufnahmeteils an jeder seitlichen Bewegung und durch die Rückwand 34 an weiterer
Vorwärtsbewegung gehindert. Beim Einschieben des Einsteckteils 20 in das Aufnahmeteil 30 wird die
Zunge 23 durch den Quersteg 36 nach unten gedrückt, bis die Schulter 24 an der Innenfläche des
Quersteges 36 anliegt und teilweise nach oben in das Fenster 37 hineinsteht. Man kann dann einen nach
hinten gerichteten Zug auf das Einsteckteil 20 ausüben, ohne es aus dem Aufnahmeteil 30 herauszuziehen.
Erst wenn auf die Zunge 23 ein genügender Druck ausgeübt wird, um die Schulter 24 von dem
Steg 36 freikommen zu lassen, kann das Einsteckteil aus dem Aufnahmeteil 30 herausgezogen werden.
Die — bereits erwähnten — Befestigungsteile 50, 51 zur Anbringung des Einsteckteils 20 und des
Aufnahmeteils 30 an den voneinander getrennten Bereichen des mit dem Verschluß 10 ausgerüsteten
Gegenstandes sind feste Bestandteile des Einsteckteils und des Aufnahmeteils. Die Befestigungsteile
können auch an anderen Gegenständen als Kleidungsstücken angebracht werden.
Die weiter dargestellte Ausführungsform der Verschlußschnalle ist einstellbar. Eine solche Verschlußschnalle
kann beispielsweise auf der Rückseite eines Büstenhalters als weitenverstellbarer Verschluß Anwendung
finden.
Die einstellbare Verschlußschnalle hat ein Einsteckteil 120 mit einem länglichen Fensterrahmen
121 und einer Fensteröffnung 122. Am vorderen Ende des Rahmens 121 ist eine federnde Zunge 123
fest angebracht, die in das Fenster 122 hineinragt. Die Zunge 123 ist schmaler als der Rahmen 121, so
daß die Zunge 123 in das Fenster 122 hineinpaßt, wenn sie in derselben Ebene wie der Rahmen liegt.
Die Zunge 123 liegt in einer schrägen Ebene und hat am freien Ende eine Schulter 124 und eine Lippe 125.
Das Aufnahmeteil 130 dieser Verschlußschnalle besteht aus einer Grundplatte 131 mit hochgezogenen,
sich gegenüberliegenden Längsseitenwänden 132, 133 und einer Rückwand 134, die sich senkrecht zu
den Längsseitenwänden erstreckt. Die Wände verlaufen längs der Kanten der Grundplatte 131. Jede
der Wände 132, 133 und 134 hat eine nach innen weisende Fensterrahmenschulter 135. Am vorderen
Ende des Einsteckteils 130 verläuft parallel zu der Querachse der Grundplatte 131 ein vorderer Quersteg
136. Dieser Quersteg 136 verbindet die Fensterrahmenschultern 135 der Längsseitenwände 132 und
und bildet am vorderen Ende des Aufnahmeteils eine Einstecköffnung 138 zum Aufnehmen des Einsteckteils
120. Ein in der Mitte verlaufender Quersteg 139 bildet ein vorderes Fenster 137 und ein
hinteres Fenster 137'.
Wenn das Einsteckteil 120 in das Aufnahmeteil eingesteckt wird, dann kann die Zunge 123 in
das vordere Fenster 137 eingeführt und durch den vorderen Quersteg 136 gegen Herausziehen gesichert
werden. Das Einsteckteil 120 kann aber auch so in dem Aufnahmeteil 130 angebracht werden, daß die
Zunge 123 sich in dem hinteren Fenster 137' befindet und durch den mittleren Quersteg 139 gegen Herausziehen
gesichert ist.
Claims (2)
1. Zweiteilige Verschlußschnalle, insbesondere für Kleidungsstücke, bestehend aus einem an
einem Kleidungsstückteil zu befestigenden Aufnahmeteil und einem damit zu verbindenden, an
einem anderen Kleidungsstückteil zu befestigenden Einsteckteil, bei der das Aufnahmeteil eine
Grundplatte, zwei hochgezogene Längsseitenwände sowie eine Deckplatte mit Fensteröffnung
aufweist, die am Einsteck-Stirnende von einem Quersteg begrenzt ist und bei der das Einsteckteil
als Fensterrahmen ausgebildet ist, an dessen dem Einsteckende zugekehrter Seite federnd eine aus
der Fensterrahmenebene herausgebogene Zunge ansetzt, die im Schließzustand federnd in das
Fenster des Aufnahmeteils vorsteht und sich mit ihrem freien Zungenende unter dem Quersteg
abstützt, dadurch gekennzeichnet, daß das Einsteckteil (20), dessen Rahmen (21) und
dessen in einer geneigten Ebene verlaufende Zunge (23) im wesentlichen eine Materialstärke
aufweisen, die der lichten Höhe der Einstecköffnung (38) im Aufnahmeteil (30) entspricht,
vom Quersteg (36), den Längsseitenwänden (32, 33) und der der Einstecköffnung (38) des Aufnahmeteils
(30) gegenüberliegenden Rückwand (34) rings umschlossen ist, wobei in der Ebene des Querstegs (36) verlaufende Fensterrahmenschultern
(35) Kanäle zur Führung des Einsteckteils (20) bilden, dessen Zunge (23) — gegen
unbeabsichtigte Betätigung geschützt — teilweise nach oben in das Fenster (37) hineinsteht.
2. Verschlußschnalle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmeteil
(130) ein Mehrfaches der Länge des Einsteckteils (120) hat und zur Bildung mehrerer Raststellen
mehrere Fenster (137, 137') aufweist (Fig. 4
und 5).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE874737C (de) | Reissverschlussschieber | |
| DE202005007586U1 (de) | Behälter mit Rastverschluss | |
| DE1557432C (de) | Zweiteilige Verschlußschnalle | |
| DE3342453C2 (de) | Reißverschlußschieber | |
| DE2539277A1 (de) | Zweiteilige schliessvorrichtung fuer kleidungsstuecke | |
| DE835535C (de) | Verbindung zwischen plattenfoermigen Bauteilen | |
| EP0976339B1 (de) | Steckverschluss zur lösbaren Verbindung von Bauteilen | |
| DE1500799B1 (de) | Befestigungsvorrichtung | |
| DE1557432B (de) | Zweiteilige Verschlußschnalle | |
| DE2114714A1 (de) | Schließe zum Verbinden zweier Enden eines biegsamen Materials | |
| DE3116331C2 (de) | Aufhängevorrichtung für Vorhänge oder dgl. | |
| DE2104900A1 (de) | Verschluß für Sicherheitsgurte | |
| DE1805420C3 (de) | Türbefestigungseinrichtung | |
| DE367524C (de) | Verschluss fuer Automobiltueren | |
| DE20219739U1 (de) | Am Rand einer Grundplatte befestigbare Halteklammer | |
| DE2116735C3 (de) | Riemenverschluß, vorzugsweise für Ski-Fangriemen | |
| DE888072C (de) | Behaelter, insbesondere Kiste | |
| CH275146A (de) | Automatisch sich feststellender Schieber für Reissverschlüsse. | |
| DE941514C (de) | Einrichtung zur Befestigung eines rueckseitig einen Hohlraum aufweisenden Schildes an einer Wand | |
| DE1500799C (de) | Befestigungsvorrichtung | |
| DE1230603B (de) | Haken-Schiebeverschluss aus Kunststoff | |
| DE3109561A1 (de) | "wechselbildhalterung" | |
| DE2908812C2 (de) | Vorrichtung zum Sichern eines in einem Gestell angeordneten Schubkastens | |
| AT274021B (de) | Türgriff, insbesondere für doppelwandige Kühlschranktüren | |
| CH440581A (de) | Griff aus Kunststoff für eine Tragetasche |