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DE1556269C - Fordereinrichtung zum Befördern kratz empfindlicher plattenförmiger Forderguter - Google Patents

Fordereinrichtung zum Befördern kratz empfindlicher plattenförmiger Forderguter

Info

Publication number
DE1556269C
DE1556269C DE1556269C DE 1556269 C DE1556269 C DE 1556269C DE 1556269 C DE1556269 C DE 1556269C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
air
conveyor
plate
table surface
conveyed goods
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Mikio Ashiya Hyogo Matsumoto (Japan)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Tsubakimoto Chain Co
Original Assignee
Tsubakimoto Chain Co
Publication date

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Description

1 2
Die Erfindung betrifft eine Fördereinrichtung zum Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
Befördern kratzempfindlicher plattenförmiger Förder- eine Fördereinrichtung für kratzempfindliche platten-
güter, z. B. ebener Glasplatten, bei der zwischen den förmige Fördergüter zu schaffen, die es erlaubt,
Fördergütern und einer ruhenden, horizontalen Platten unterschiedlicher Materialien und Gewichte
Fördertischoberfläche durch aus Luftdüsen in der 5 praktisch ohne Verformung und damit ohne die
Fördertischoberfläche ausgeblasene Druckluft ein die Gefahr einer schleifenden Berührung mit harten
Fördergüter tragendes Luftkissen erzeugt wird. Körpern und ohne Anpassung des Luftdüsendurch-
Die Beförderung plattenförmiger kratzempfind- messers oder der Angreifhöhe der Mitnehmerelemente licher Fördergüter bringt einige spezielle Probleme zu befördern. Hierfür ist die erfindungsgemäße Ausmit sich, die bei der Förderung von Fördergütern im io bildung darin zu sehen, daß die Fördergüter auf dem allgemeinen nicht auftreten. Es sind dies die erwähnte Luftkissen in an sich bekannter Weise durch auf einer Oberflächenempfindlichkeit, die auf jeden Fall eine endlos umlaufenden Kette angeordnete Mitnehmerschleifende Berührung mit harten Körpern während elemente längsbewegt werden, daß die Mitnehmerdes Transportes verbietet, und die relativ große elemente aus einem elastischen Material bestehen und elastische Verformung auf Grund des Eigengewichtes. l5 an den Fördergütern in Höhe von deren im wesent-Insbesondere diese Verformung erfordert besondere liehen durch den Luftdruck im Luftkissen einerseits Maßnahmen zur Verhinderung der vorstehend er- uncj durch deren Eigengewicht andererseits bestimmwähnten schleifenden Berührung mit harten Körpern ten Gleichgewichtslage anliegen und einen Reibschluß während des Transportes. So ist zwar aus der USA.- erzeugen und daß auf der Fördertischoberfläche eine Patentschrift 2 984 364 eine Fördereinrichtung be- 20 Von den Luftdüsen durchsetzte Schutzschicht vorgekanntgeworden, auf der schwere Papierstapel ge- sehen ist. Zweckmäßigerweise ist als elastisches fördert werden, die mittels hin- und hergehender Material für die Mitnehmerelemente Kunststoff-Mitnehmerstangen vorwärts bewegt werden. Zur schaum vorgesehen. In einer besonders zweckmäßigen Erleichterung des Transportes sind in der Förder- Anordnung greifen die Mitnehmerelemente seitlich in tischoberfläche normalerweise verschlossene Luftaus- 25 der Nähe der Ränder oder mittig an den plattenlaßventile vorgesehen, deren Öffnungsorgane mecha- förmigen Fördergütern an.
nisch durch den Papierstapel selbst betätigt werden Dadurch, daß sich die Platten in der durch ihr und dadurch ein Luftkissen unter den Papierstapeln Eigengewicht und den Druck im Luftkissen beerzeugen. Infolge- des mechanischen Kontaktes der stimmten Gleichgewichtslage befinden, liegen sie Fördergüter mit den Öffnungsorganen der Luftaus- 30 weitgehend plan und kommen nicht mit der Förderlaßventile' und der Art der Förderbewegung mittels tischoberfläche in Berührung. Durchgeführte Verder hin-und hergehenden Mitnehmerstangen ist diese suche, die Fördertischoberfläche aus einem weichen, Fördereinrichtung zur Beförderung kratzempfind- nachgiebigen und luftdurchlässigen Material auszu- ■ licher Platten ungeeignet. bilden, haben gezeigt, daß dadurch zwar die Gefahr
Es ist zwar weiterhin aus der belgischen Patent- 35 des Verkratzens in gewissem Maße verhindert werden schrift 644113 eine Fördereinrichtung bekannt- kann, daß jedoch die Lebensdauer eines derartigen geworden, bei der Lasten von einem Luftkissen ge- Materials erheblich herabgesetzt wird. Darüber hintragen werden, wobei die Vorwärtsbewegung mittels aus setzt es sjch sehr leicht mit Staub zu und bringt Rollen erzielt wird, die im Reibschluß mit dem Funktionsstörungen mit sich. Durch die erfindungs-Förderboden stehen. Diese Rollen sind zusammen 40 gemäße Lösung ist es jedoch möglich, einzeln vermit den sie antreibenden Motoren an den Lasten teilte Luftdüsen in der Fördertischoberfläche vorselbst angeordnet. Diese Fördereinrichtung ist somit zusehen und die Einwirkung der Mitnehmerelemente ebenfalls nicht für plattenförmige Güter geeignet. so vernachlässigbar klein zu halten, daß trotzdem
Schließlich ist bereits in der französischen Patent- die Gleichgewichtslage der Platte in unverformtem schrift 1409115 der Vorschlag gemacht worden, eine 45 Zustand aufrechterhalten werden kann. Durch die Fördereinrichtung zur Beförderung kratzempfind- erfindungsgemäße Ausbildung ist es möglich, daß die licher plattenförmiger Güter mit einer schrägen Platte jeweils unbeeinflußt durch die von den Mit-Fördertischoberfläche zu versehen und je nach der nehmerelementen erzeugten Förderkräfte ihre Gleich-Größe der zu fördernden Platten, mehrere endlos gewichtslage einnimmt und deshalb auch stets den umlaufende Bänder über die Fördertischoberfläche 50 ZUm Transport geringstmöglichen Aufwand an Drucklaufen zu lassen, an denen Zwingen mit Nägeln be- luft verbraucht. Es ist dabei zu betonen, daß die Luftfestigt sind. Infolge der Schräglage der Fördertisch- kissenförderung außerordentlich empfindlich ist auf Oberfläche gleiten die zu fördernden Platten auf dem geringfügige Abweichungen der Luftkissendicke zwierzeugten Luftkissen abwärts und legen sich an den sehen der Platte und der Fördertischoberfläche. Wenn Nägeln an. Diese Einrichtung hat jedoch neben der 55 beispielsweise die erforderliche Dicke des Luftkissens Gefahr einer Beschädigung der Platten an ihren 1 mrn beträgt, dann würde die ausgeblasene Druckluft Rändern durch die Nägel den Nachteil, daß bei bereits bei einem Anheben der Platte um 0,2 mm unterschiedlichem Plattenmaterial unterschiedliche durch nichtelastische Mitnehmerelemente vollkom-Abströmverhältnisse unter den schräg stehenden men ihre Tragkraft verlieren, während· sie bei einer Platten entstehen und daher auch unterschiedliche 60 Stützhöhe von 0,9 mm nicht mehr unter Kontrolle Auflage- und Mitnahmeverhältnisse an den Nägeln Zu bringen wäre.
vorliegen. Daraus resultiert die Notwendigkeit, so- In den Zeichnungen sind drei Ausführungsbeispielc
wohl den Luftdruck als auch den Düsendurchmesser der Ausbildung gernäß der Erfindung dargestellt. Es
den unterschiedlichen Gegebenheiten jeweils anzu- zeigt
passen. Auch muß je nach der Größe der geförderten 65 Fig. 1 einen Längsschnitt durch die erste erfin-
Plattcn eine entsprechende Anzahl von Mitnehmer- dungsgemäße Fördereinrichtung,
bändern vorgesehen sein. Fig. 2 einen Querschnitt durch die erste erfin-
Ausgehend von dem vorstehenden Stand der dungsgemäßc Fördereinrichtung,
3 4
F i g. 3 einen Querschnitt durch die Fördereinrich- des Mitnehmerelementes 8 und seiner belasteten
tung in einem Zustand, in dem eine Platte nicht von Höhe L2, d. h. die Differenzhöhe L3, 5 mm beträgt,
dem Luftkissen getragen wird, Da der Werkstoff des Mitnehmerelementes einen sehr
F i g. 4 einen Querschnitt, bei dem eine Platte kleinen Elastizitätsmodul besitzt, kann die Differenz-
durch das Luftkissen getragen wird, 5 höhe L3 einstellbar in der Größenordnung sein, die
F i g. 5 einen Querschnitt durch die zweite Aus- der Dicke des Luftkissens plus dem Wert des jewei-
führungsform der Fördereinrichtung ähnlich der in ligen Auflagefehlers zwischen der Fördertischober-
Fig 2, jedoch mit Angreifrichtung von oben nach fläche und der Transporteinrichtung entspricht. Wenn
unten, keine Druckluft durch die Luftdüsen geblasen wird,
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht eines Teils io ist das Mitnehmerelement 8 auf die Höhe L2 zusam-
der Fördereinrichtung gemäß den F i g. 2, 3,4 und 5, mengedrückt, die somit der obersten Höhe der Schutz-
Fig. 7 eine perspektivische Ansicht eines Teils der schicht auf der Fördertischoberfläche 1 entspricht.
Fördereinrichtung und In Fig. 4 ist der Zustand dargestellt, in dem aus
F i g. 8 eine Vorderansicht, aus der die Betriebs- den Luftdüsen 2 Druckluft ausgeblasen wird und da-
weise der erfindungsgemäßen Fördereinrichtung in 15 durch ein Luftkissen von der Schichtdicke L4 entsteht,
einer dritten Ausführungsform — ähnlich der der so daß die resultierende Höhe L5 des Mitnehmer-
F i g. 5 — zu erkennen ist. elementes 8 dem Gleichgewichtszustand entsprechend
Die Fördereinrichtung gemäß Fig. 1 besteht aus der Höhe L2 plus der Schichtdicke L4 des Luftkissens einer Fördertischoberfläche 1 mit einer Anzahl von entspricht. Zur Herstellung eines Reibschlusses zum durchgehenden Luftdüsen 2, durch welche aus einer 20 Zwecke der' Weitertransportierung des Fördergutes Luftkammer 3 unterhalb der Fördertischoberfläche 1 muß die belastete Höhe L., des Mitnehmerelementes 8 Druckluft geblasen wird. Auf der Oberseite der For- geringer als die unbelastete Höhe L1 sein. Durch dertischoberfläche 1 ist eine Schutzschicht 4 vorge-, diese Anordnung ist es möglich, Lasten unterschiedsehen. Ein plattenförmiges Fördergut 5 ruht auf der liehen Gewichtes auf der erfindungsgemäßen Einrich-Oberseite dieser Anordnung. Die Schutzschicht 4 25 tung bei einem größeren Toleranzbereich für den besteht beispielsweise aus dickem Stoff oder aus Druck der ausgeblasenen Luft zu transportieren.
Samt, um die Unterseite der Platten 5 beim Trans- In der vorstehend beschriebenen Ausführungsform port vor Verkratzung zu schützen. Die Schutz- ist die Transporteinrichtung so ausgeführt, daß das schicht 4 besitzt ebenfalls Perforationen, die mit den- Mitnehmerelement 8 nach oben ragt und mit der jenigen in der Fördertischoberfläche 1 korrespon- 30 Platte in Kontakt steht. Gemäß Fig. 5 kann jedoch dieren. Um das Zusetzen durch Staub oder Fasern, auch die Transporteinrichtung so angeordnet sein, die aus der Schutzschicht abgetrennt worden sind daß das Mitnehmerelement nach unten gerichtet ist und damit einen erhöhten Luftwiderstand beim und mit der Oberseite des plattenförmigen Förder-DurchstrÖmen der Luft durch die Luftdüsen 2 her- gutes in Berührung steht. Die mögliche Schichtdicke vorrufen, zu verhindern, erweitern sich die Luft- 35 des Luftkissens zwischen der Tischoberfläche und der dj^!e\zu einer trichterförmigen Bohrung6 an ihrer Oberkante des Mitnehmerelementes beträgt angedfci sowohl innerhalb der Schutzschicht als nähert die unbelastete Höhe L1 minus der Höhe L2. rhalb der Tischoberfläche. Die zugeführte . . Es hat sich gezeigt, daß eine Verkleinerung der ge wird manuell durch öffnen oder Schließen Schichtdicke des Luftkissens als Folge der Belastung üsen nach Bedarf eingestellt. Durch diese 40 durch die Transporteinrichtung und der fiktiven Zu-Matmiahrnj wird das Zusetzen der Tischoberfläche nähme des Fördergutgewichtes nicht meßbar ist. Bei- und diÜMSeeinträchtigung der Luftdurchlässigkeit wir- spielsweise beträgt das Gewicht einer 6 mm dicken kungsvoll verhindert und die Oberfläche weich ge- Glasplatte mit einer Fläche von 1 qm angenähert halten. Es ist einleuchtend, daß bei Verwendung 15 kp. Da der Reibkoeffizient auf dem Luftkissen der nach oben ausgeweiteten Luftdüsen eine Schutz- 45 etwa den Wert von 1X1O~4 hat, wird lediglich eine schicht verwendet werden kann, die lüftundurch- Kraft von 1,5 p benötigt, um die Glasplatte weiterlässig ist, da die Aufrechterhaltung des Luftkissens zutransportieren. In der Praxis hat es sich als zweckdurch die Düsen allein ausreichend möglich ist. mäßig erwiesen, die Last mit 10 ρ zu befördern.
Die Transporteinrichtung besteht aus einem Stütz- Da der Reibkoeffizient zwischen dem Mitnehmerkörper7, der an einem nicht gezeigten Rahmen be- so elemente und einer Glasplatte einen Wert von 0,5 weglich befestigt ist. Außerdem ist ein Mitnehmer- besitzt, ist lediglich eine Anpreßkraft des Mitnehmerelement 8 auf dem Stützkörper 7 befestigt, das in elementes von 20 ρ nötig. Die fiktive Zunahme des direktem Kontakt'mit dem Fördergut steht und dieses Plattengewichtes beträgt bei der Transporteinrichtung mittels Reibschluß weiterführt. Der Stützkörper7 ist gemäß Fig. 5 somit lediglich 0,1 bis 0,2%. Daraus gelenkig an einer Kette 9 befestigt, die durch einen 55 resultiert die vernachlässigbar kleine Änderung der nicht gezeigten Riemenantrieb angetrieben ist. Diese Luftkissenschichtdicke.
Transporteinrichtung kann als Teil·der Antriebsaus- Gemäß der Darstellung in Fig. 7 ist die Gesamtrüstung durch Antriebsmechanismen, beispielsweise heit der Transporteinrichtung 10 zu einer «eschlosdurch einen Motor 11 gemäß Fig. 7, angetrieben senen Kette verbunden. Diese Kette wird durch einen sein. Der Antrieb kann dabei an einem oder an bei- 60 Motor 11 angetrieben. In F i g. 8 ist eine derartige den Enden oder in der Mitte der Fördereinrichtung Anordnung im Zusamnienhang mit nach unten gevorgesehen sein. richteten Mitnehmerelementen 8 gemäß F i g. 5 ge-
Das Mitnehmerelement 8 auf dem Stützkörper 7 zeigt. An gegenüberliegenden Seiten unterhalb des besteht aus einem sehr nachgiebigen Werkstoff, bei- Stützkörpers 7 wird eine Rolle 12 durch Führungsspielsweise aus geschäumtem Kunstharz. Die Elasti- 65 rollen 13 gehalten und-geführt. Die Rolle 12 läuft zität des Mitnehmerelementes ist so gewählt, daß die dabei auf einer Führungsschiene 14, die an einem Dicke des Luftkissens beispelsweise 2 mm betragt Rahmenelement 15 befestigt ist, das wiederum mit und die Differenz zwischen der unbelasteten Höhe L1 dem Fördertisch verbunden ist. An Stelle der im
Ausführungsbeispiel dargestellten Kette 9 kann für kurze Förderstrecken eine Schubstange mit Kurbeltrieb eingesetzt werden, an der die Mitnehmerelemente 8 angeordnet sind.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Fördereinrichtung zum Befördern kratzempfindlicher, plattenförmiger Fördergüter, z. B. ebener Glasplatten, bei der zwischen den Fördergütern und einer ruhenden, horizontalen Förder-" tischoberfläche durch aus Luftdüsen in der För-■ dertischoberfläche ausgeblasene Druckluft ein die Fördergüter tragendes Luftkissen erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördergüter (5) auf dem Luftkissen in an sich bekannter Weise durch auf einer endlos umlaufenden Kette (9) angeordnete Mitnehmerelemente (8) längsbewegt werden, daß die Mitnehmerelemente (8) aus einem elastischen Material bestehen und an den Fördergütern in Höhe von deren im wesentlichen durch den Luftdruck im Luftkissen einerseits und durch deren Eigengewicht andererseits bestimmten Gleichgewichtslage anliegen und einen Reibschluß erzeugen und daß auf der Fördertischoberfläche eine von den Luftdüsen (2) durchsetzte Schutzschicht (4) vorgesehen ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als elastisches Material Kunststoffschaum vorgesehen ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmerelemente (8) seitlich in der Nähe der Ränder oder mittig' an den plattenförmigen Fördergütern (5) angreifen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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