DE1555170A1 - Vorrichtung zum willkuerlichen Abwaertsschalten automatischer Kraftfahrzeug-Getriebe - Google Patents
Vorrichtung zum willkuerlichen Abwaertsschalten automatischer Kraftfahrzeug-GetriebeInfo
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- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16H—GEARING
- F16H59/00—Control inputs to control units of change-speed- or reversing-gearings for conveying rotary motion
- F16H59/14—Inputs being a function of torque or torque demand
- F16H59/18—Inputs being a function of torque or torque demand dependent on the position of the accelerator pedal
- F16H59/20—Kickdown
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
Daimler-Benz Aktiengesellschaft Daim 7178/4
Stuttgart - Untertürkheim 15.11.1966
11 Vorrichtung zum willkürlichen Abwärtsschalten automatischer
Kraftfahrzeug-Getriebe B
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum willkürlichen
Abwärtsschalten automatischer Kraftfahrzeug-Getriebe, deren Steuersystem zum Auslösen der Schaltimpulse erstens mehrere
Kommandoorgane aufweist, die einerseits durch eine vom Drehmoment abhängige Hilfskraft und andererseits durch eine von
der Fahrgeschwindigkeit abhängige Hilfskraft beaufschlagt werden, und wobei zweitens eine Einrichtung vorgesehen ist,
die in Abhängigkeit vom Fahrpedal des Antriebsmotors eine willkürliche Abwärtsschaltung auslöst.
Bei den bekannten automatischen Getrieben wird üblicherweise
die willkürliche Abwärtsschaltung durch das sogenannte "Kick-down" erzwungen. Hierfür ist dem Fahrpedal ein Schalter
zugeordnet, der erst beim Durchtreten des Fahrpedals über einen bestimmten Druckpunkt hinaus anspricht. Dabei wird dann
ein Elektromagnet erregt, der seinerseits eine Erhöhung der vom Unterdruck abhängigen Hilfskraft im Getriebe bewirkt.
Diese Druckerhöhung hat eine Abwärtsschaltung zur Folge.
Im Betrieb mit derartigen Kraftfahrzeug-Getrieben hat sich herausgestelltι daß diese sogenannte wKiok-downM-Sohaltung
unter Umständen zu spät wirksam wird. Sie hat außerdem den Hachteil, daß das Fahrpedal über die Vollgasstellung hinaus
durchgetreten werden muß, was allein schon aus Gründen des
Verbrauche unerwünscht fc ist« Außerdem wird auf diese Weise eine
Vollgas-Rückschaltung erreicht, die leider »ehr hart 1st.
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Infolgedessen werden derartige Getriebe vom Fahrer in der
Praxis oft mit dem Wählhebel geschaltet, was durchaus nicht
im Sinn eines automatischen Getriebes liegt»
Die Erfindung hat sich eine Verbesserung in der vorstehend geschilderten Hinsicht zur Aufgabe gestellt. Sie löst diese
Aufgabe bei den eingangs erwähnten Pahrzeug-Getrieben dadurch,
daß mit dem Fahrpedal ein Geber in Wirkverbindung steht, der einen von der Betätigungs-Geschwindigkeit des Fahrpedals abhängigen
Impuls erzeugt, und der seinerseits mit einem Steuerorgan zur Beeinflussung der einen Hilfskraft verbunden ist·
Die erfindungsgemäße Ausbildung hat den Vorteil, daß nun der Fahrer im ganzen Bereich des Fahrpedals - d.h. also ohne über
die Vollgassteilung hinaus oder an diese heranzugehen - allein
durch die Geschwindigkeit der Betätigung des Pedals eine Rückschaltung erzwingen kann. Die Schaltung kann daher weich verlaufen.
Dabei erscheint es zweckmäßig, wenn zwischen Impulsgeber und Steuerorgan ein Begrenzungsorgan liegt, das nur Impulse
oberhalb einer bestimmten, gegebenenfalls einstellbaren Größe durchläßt und dem ein Impulsverlängerer sowie ein Verstärker
nachgeschaltet ist. Man kann auf diese Weise eine einstellbare Grenze setzen, unterhalb deren die Betätigungsgeschwindigkeit
des Fahrpedals keine Rolle spielt. Erst wenn diese Geschwindigkeit die eingestellte Grenze übersteigt, tritt
eine Rückschaltung ein.
Da es - wie vorstehend bereits erwähnt - bei der Erfindung in erster Linie auf die Geschwindigkeit ankommt, bei der der
Impuls wirksam wird, ist bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung in erster Linie an die Erzeugung und Abgabe elektrischer bzw.
elektronischer Impulse gedacht. Im einzelnen schlägt hierfür die Erfindung vor, daß der Impulsgeber aus einem mit dem Fahrpedal
beweglichen Magneten und einer unbeweglichen Spule besteht, wobei der Magnet bei Betätigen des Fahrpedal· mehr oder weniger
schnell in die Spule eintaucht· Ale Magnet kommt in erster Linie
ein Permanent-Magnet in Frage» und es iet besondere zweckmäßig, wenn dieser als ein Stabmagnet ausgebildet 1st·
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Bei einer Ausführungsform nach der Erfindung ist die .
Spule mit einem Schmitt-Trigger verbunden, der einen Ausgangsimpuls
abgibt, sobald die in der Spule erzeugte Spannung einen bestimmten Wert übersteigt» Zweckmäßigerweise ist diesem
Schmitt-Trigger ein Monoflop und diesem ein Verstärker nachgeschaltet. Von diesem Monoflop oder vom Verstärker führt
eine Leitung zu einem Relais, das selbst als Steuerorgan dient oder mit diesem in Wirkverbindung steht.
Prinzipiell gesehen spielt es keine Rolle, in welcher Weise die Rückschaltung selbst erzwungen wird. Es wäre demnach
beliebig, in welche Hilfskraftkreise des Steuersystems am automatischen Getriebe nun das Steuerorgan eingreift· So
wäre es z.B. denkbar, die vorgeschlagene Anordnung parallel zum "Kick-down11 zu schalten. Zweckmäßig wird aber auch hier
der Eingriff in den Hilfskraftkreis sein, der vom Drehmoment,
z.Bo vom Unterdruck, beeinflußt wird. In diesem Hilfskraftkreis
wird man auch bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung in an sich bekannter Weise, z.B. durch eine Druckerhöhung,
eine Rückschaltung erreichen.
Einzelheiten der Erfindung zeigt das Ausführungsbeispiel
der Zeichnung.
Am Motor 10 eines Kraftfahrzeuges ist in bekannter Weise
ein automatisches Getriebe 11 angeflanscht, das in ebenfalls bekannter Weise aus einem mechanischen Teil 12 und einem
hydrodynamischen Teil 13 bestehen kann. Das Steuersystem des automatischen Getriebes ist selbst nicht Gegenstand der
vorliegenden Erfindung. Die Steuerorgane sind in bekannter Weise in der sogenannten Schaltplatte untergebracht. Diese
liegt im allgemeinen unterhalb des Getriebes.
Das Fahrpedal 14 ist in üblicher Wtiie über ein Gestänge
mit der Drosselklappe des Vergasers 16 oder bei Einspritz-
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motoren mit der Einspritzpumpe verbunden. Dem Fahrpedal 14 ist ein Impulsgeber 17 zugeordnet. Dieser besteht aus einem Stabmagneten
18, der mit dem Fahrpedal 14 verbunden ist und infolgedessen zusammen mit diesem bewegt wird. Dieser Stabmagnet 18
taucht in eine Spule 19 ein, die im Fahrzeug unbeweglich angeordnet ist. Je nach Geschwindigkeit dieses Eintauchens wird
in der Spule 19 eine Spannung induziert. Diese Spannung wird über die Leitungen 20 einem Schmitt-Trigger zugeleitet. Dort
wird erst beim Erreichen einer bestimmtem Spannung, d.h. also sinngemäß beim Erreichen einer bestimmtem Betätigungs-Geschwindigkeit
des Fahrpedals 14, ein Abgabeimpuls erzeugt, der durch die Leitung 22 an einen Monoflop 23 weitergeleitet wird. Dort
wird der Impuls so verlängert, daß ein Relais 26 Zeit zum Anziehen hat, dem der Impuls durch die Leitung 24 sowie gegebenenfalls
über einen Verstärker 25 zugeleitet wird. Dieses Schaltrelais ist durch Leitungen 27 mit dem Steuerorgan in der Schaltplatte
des automatischen Getriebes verbunden, welches in dem bereits erwähnten Hilfskraftkreis eine Druckerhöhung erzeugt.
Wird das Fahrpedal 14 in der üblichen Art und Weise, d.h. verhältnismäßig
langsam betätigt, so bleibt die in der Spule 19 induzierte Spannung unterhalb desjenigen Wertes, auf welchen der
Schmitt-Trigger 21 eingestellt ist« Es wird infolgedessen kein Abgabeimpuls erzeugt und das automatische Getriebe 12 schaltet
in der bekannten Weise je nach Unterdruck im Saugrohr des Motors
und der Fahrgeschwindigkeit. Soll nun schnell überholt und zu diesem Zweck eine Rückschaltung eingeleitet werden, so kann
der Fahrer in jeder beliebigen Stellung das Fahrpedal 14 durch schnelles Anstoßen mit dem Fuß betätigen. Durch diese schnelle
Betätigung wächst die in der Spule 19 induzierte Spannung über den Wert, auf welchen der Schmitt-Trigger 21 eingestellt ist.
Dieser gibt nun einen Abgabeimpuls ab, der durch Monoflop 23 und Verstärker 25 entsprechend verarbeitet das Relais 26 zum
Ansprechen bringt. Dadurch wird nun das Steuerorgan im automatischen Getriebe 12 so beeinflußt, daß eine sofortige Rückschaltung
eintritt.
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Claims (6)
- -5- Daim 7178/4Ansprüche:1· Vorrichtung zum willkürlichen Abwärtsschalten automatischer Kraftfahrzeug-Getriebe, deren Steuersystem zum Auslösen der · Schaltimpulse erstens mehrere Kommandoorgane aufweist, die einerseits durch einev vom Drehmoment abhängige Hilfskraft und andererseits durch eine von der Fahrgeschwindigkeit abhängige Hilfskraft beaufschlagt werden, und wobei zweitens eine Einrichtung vorgesehen ist, die in Abhängigkeit vom Fahrpedal des Antriebsmotors eine willkürliche Abwärtsschaltung auslöst, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Fahrpedal ein Impulsgeber in Y/irkver bindung steht, der einen von der Betätigungs-Geschwindigkeit des Fahrpedals abhängigen Impuls erzeugt und der seinerseits mit einem Steuerorgan zur Beeinflussung der einen Hilfskraft verbunden ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Impulsgeber (17) und Steuerorgan (26) ein Begrenzungsorgan liegt, das nur Impulse oberhalb einer bestimmten, gegebenenfalls einstellbaren Größe durchläßt und dem ein Impulsverlängerer sowie gegebenenfalls noch ein Verstärker nachgeschaltet ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Impulsgeber (17) aus einem mit dem Fahrpedal (14) beweglichen Magneten (18) und einer unbeweglichen Spule (19) besteht, wobei der Magnet (18) beim Betätigen des Fahrpedals (14) mehr oder weniger schnell in die Spule (19) eintaucht.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, daß die Spule (19) mit einem Schmitt-Trigger (21) verbunden ist, der einen AusgangsimpulB abgibt, sobald die in der Spule (19) erzeugte Spannung einen bestimmten Wert übersteigt·
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß dem Schmitt-Trigger (21) ein Monoflop (23) und diesem ein Ver-0 0 9 8 5 0/0371-6- Jaim 7178/4stärker (25) nachgeschaltet ist, wobei die Impulsverlängerung so erfolgt, daß die Schaltorgane Zeit zum Anziehen finden.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß vom Monoflop (23) oder vom Verstärker (25) eine leitung zu einem Relais (26) führt, das selbst als Steuerorgan dient oder mit diesem in Wirkverbindung steht.009850/037 1
Applications Claiming Priority (1)
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Legal Events
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