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Beschreibung
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Die Erfindung betrifft eine Kupplungssteuereinrichtung nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1, und betrifft insbesondere eine Kupplungssteuereinrichtung, um automatisch
das Ein-/Auskuppeln einer Kupplung zu steuern.
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Die Kupplungsbetätigung, die zum Antreiben eines Fahrzeuges, beispielsweise
eines Fahrzeuges mit einem Verbrennungsmotor, erforderlich ist, ermüdet den Fahrer
sehr. Insbesondere wenn im Stadtbereich gefahren wird, muß die Kupplung häufig betätigt
werden, und die Ermüdung des Fahrers ist folglich noch größer. Um diese Schwierigkeit
zu überwinden, ist in größerem Umfang ein automatisches Ubertragungssystem verwendet
worden, bei welchem ein Fluid oder ein elektromagnetisches Pulver verwendet wird
und bei welchem dann die Notwendigkeit einer herkömmlichen Kupplungseinrichtung
entfällt. Bei dem automatischen Ubertragungssystem ist jedoch nachteilig, daß der
Aufbau kompliziert ist, die Wartung schwierig ist und die Verluste bei der Übertragung
groß sind. Dies ist darauf zurückzuführen, daß ein Schlupf zwischen der Antriebswelle
und der Ausgangs- oder Hauptwelle entsteht, wenn eine große Belastung an den Antriebsrädern
aufzubringen ist, da dessen Aufbau so ist, daß der Motorausgang an ein Teil übertragen
wird, das über das Fluid oder das elektromagnetische Pulver anzutreiben ist.
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Ferner wird dadurch bei einem solchen Fahrzeug der Kraftstoff-Wirkungsgrad
und damit die Fahrzeugleistung geringer.
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Aus diesen Gründen ist es sehr schwierig, ein großes Fahrzeug, wie
beispielsweise einen Lastwagen, mit einem automatischen Ubertragungssystem auszustatten.
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Unter diesen Umständen ist vor kurzem eine Kupplungssteuereinrichtung
mit einem Stellglied zum Ansteuern und Antreiben der herkömmlichen Kupplung vorgeschlagen
worden, um durch
Steuern des Stellgliedes ein automatisches Ein-/Auskuppeln
der Kupplung zu bewirken. Mit der vorgeschlagenen Kupplungssteuere in r 4 c1tunq
kann jedoch das Steuern des Einkuppelns der Kupplung in einem sogenannten halb-eingekuppelten
Zustand, d.h. einem eingekuppelten Zustand mit Schlupf, nicht glatt und zügig durchgeführt
werdenrund es besteht die Schwierigkeit, daß das Gefühl des Fahrers beim EinkuppeLn
der Kupplung nicht so gut ist, wie bei einer unmittelbar betätigten Kupplung.
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Gemäß der Erfindung soll daher eine Kupplungssteuereinrichtung zum
automatischen Ein-/Auskuppeln einer Kupplung dahingehend verbessert werden, daß
das automatische Ein-/Auskuppeln der Kupplung glatt und zügig sowie sicher durchgeführt
werden kann, und daß insbesondere die Kupplung in dem sogenannten halb-eingekuppelten
Zustand glatt und sicher betätigt werden kann. Gemäß der Erfindung ist dies bei
einer Kupplungssteuereinrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch die
Merkmale im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 erreicht. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird der Einkuppelvorgang
für das Kupplungsteil mittels des Stellglieds gestartet, wenn die Motordrehzahl
bei Drücken des Gaspedals gleich oder höher als der vorbestimmte Wert ist, und das
Einkuppeln der Kupplung wird bei einer Geschwindigkeit durchgeführt, die zu der
Motordrehzahl in Beziehung steht. Wenn das Gaspedal schnell gedrückt wird, steigt
daher die Drehzahl des Motors schnell an, und das Stellglied, das mit dem Kupplungsteil
oder -gelenk verbunden ist, beendet das Einkuppeln des Kupplungsgelenks in einer
verhältnismäßig kurzen Zeit. Wenn dagegen das Gaspedal langsam gedrückt wird, steigt
die Motordrehzahl nur allmählich an, und das Stellglied erzielt das Einkuppeln der
Kupplung mit einer niedrigen Arbeitsgeschwindigkeit. Folglich wird das Einkuppeln
der Kupplung mit einer Geschwindigkeit
durchgeführt, die der Betätigung
des Gaspedals angepaßt ist. Inbesondere kann das Halb-Einkuppeln der Kupplung sicher
und glatt bzw. zügig bewirkt werden, und das Gefühl des Fahrers während des Einkuppeln
der Kupplung kann dadurch sehr verbessert werden.
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Nachfolgend wird die Erfindung anhand von bevorzugten Ausführungsformen
unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen im einzelnen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform, in welcher eine Kupplungssteuereinrichtung
gemäß der Erfindung bei einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor angewendet ist; Fig.
2 ein Blockdiagramm der Steuereinheit der in Fig. 1 dargestellten Einrichtung; Fig.
3 ein Flußdiagramm des Steuerprogramms, das in einer Zentraleinheit (CPU) der Steuereinheit
der Fig. 1 gespeichert ist; Fig. 4 eine Kurvendarstellung eines Beispiels des Einkuppelns
der Kupplung mit der Kupplung steuereinrichtung der Fig. 1, und Fig. 5 ein Blockdiagramm
eines weiteren Ansteuersystems zum Erregen von Wicklungen von Magnetventilen der
Fig. 1.
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In Fig. 1 ist schematisch ein System einer Ausführungsform dargestellt,
in welchem eine Kupplungssteuereinrichtung gemäß der Erfindung in einem Fahrzeug
mit Verbrennungsmotor angewendet ist. Die Kupplungssteuereinrichtung 1 ist zum automatischen
Ein-/Auskuppeln einer Kupplung bzw. eines Kupplungsgelenks 2 vorgesehen, welches
zwischen einer Ausgangs- oder Hauptwelle 3 eines Verbrennungsmotors 4 zum
Antreiben
des (nicht dargestellten Fahrzeugs) und einer Radantriebseinrichtung 5 des Fahrzeugs
angeordnet ist. Die Kupplungssteuereinrichtung 1 weist einen Hydraulikkreis 6 mit
einem hydraulischen Zylinder 7 zum Betätigen der Kupplung 2 auf. Der hydraulische
Zylinder 7 weist eine Betätigungsstange 8 auf, und ein am Ende der Betätigungsstange
8 angebrachter Bolzen ist in einer Öffnung 10 eines Betätigungshebels 11 gehaltert,
welcher schwenkbar an dem (nicht dargestellten) Fahrzeugrahmen gehaltert ist. Der
Betätigungshebel 11 ist normalerweise durch eine in dem Kupplungsgelenk 2 vorgesehene
Feder in der durch einen Pfeil A angezeigten Richtung (in der Richtung Einkuppeln
der Kupplung 2) vorgespannt, und somit wird die Betatigungsstange 8 auch in der
durch den Pfeil A angezeigten Richtung gedrängt. Eine hydraulische oder Druckleitung
13 mit einem normalerweise geschlossenen Magnetventil 14 ist zwischen einer Kammer
15 des hydraulischen Zylinders 7 und einer hydraulischen Druckquelle 19 vorgesehen.
Wenn die Erregungswicklung 14a des normalerweise geschlossenen Magnetventils 14
erregt wird, wird das Magnetventil 14 geöffnet, und hydraulischer Druck von der
hydraulischen Druckquelle 16 wird auf die Kammer 19 ausgeübt, so daß der llydrokolben
17 bewegt wird, um den Betätigungsstab entgegen der Wirkung der Feder 12 in der
Richtung eines Pfeils B zu verschieben. Um den hydraulischen Ladedruck in der Kammer
15 auf einen gewünschten Wert zu verringern, ist ein Durchlaß 18 mit einem normalerweise
geschlossenen Magnetventil 19 zwischen der Hydraulikzylinderseite des Magnetventils
14 und einem ölbehälter 20 vorgesehen. Ein Verbindungsweg 21 mit einer Öffnung 22
und einem normalerweise offenen Magnetventil 23 ist zwischen der Kammer 15 und dem
Ölbehälter 20 vorgesehen. Ferner ist ein Weg 24 vorgesehen, um den Druck in einer
Kammer 25 des hydraulischen Zylinders 7 normalerweise auf atmosphärischem Druck
zu halten, und um einen Gegendruck an dem Kolben 17 zu entlasten.
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Wenn in der vorstehend beschriebenen Anordnung sich jede
der
Erregungswicklungen 14a, 19a und 23a der Magnetventile 14, 19 und 23 nicht erregt
ist, ist der Druck in der Kammer 19 annähernd gleich dem atmosphärischen Druck,
und die Betätigungsstange 8 befindet sich in ihrer äußersten linken Stellung, um
dadurch das Kupplungsteil 2 in einen vollständig eingekuppelten Zustand zu bringen.
Wenn in diesem Zustand alle Erregungswicklungen 14a, 19a und 23a erregt werden,
wird, da das Magnetventil 14 geöffnet wird und die Magnetventile 19 und 23 geschlossen
werden, die hydraulische Druckquelle 16 über die Hydraulikleitung 13 mit der Kammer
15 in Verbindung gebracht, und der Druck in der Kammer 15 wird erhöht. Somit wird
die Betätigungsstange 8 in der durch einen Pfeil B angezeigten Richtung bewegt,
wodurch die Kupplung 2 in eine ausgekuppelte Stellung kommt.
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Wenn in diesem Zustand das Magnetventil 14 geschlossen und das Magnetventil
19 geöffnet wird, wird der Druck in der Kammer 19 über den Weg 18 entspannt und
verhältnismäßig schnell niedriger.Die Betätigungsstange 8 wird mit einer verhältnismäßig
hohen Geschwindigkeit, die der Verringerung des Drucks in der Kammer 15 entspricht,
in der Richtung des Pfeils A bewegt, so daß die Kupplung 2 mit einer hohen Geschwindigkeit
eingekuppelt werden kann. Wenn dagegen statt des Magnetventils 19 das Magnetventil
23 geöffnet wird, wird die Druckreduziergeschwindigkeit in der Kammer 15 niedriger,
so daß das Einkuppeln der Kupplung 2 mit einer geringeren Geschwindigkeit durchgeführt
werden kann.
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Aus der vorstehenden Beschreibung ist zu ersehen, daß, wenn die Magnetventile
19 und 23 gleichzeitig geöffnet werden, die Kupplung 2 sehr schnell eingekuppelt
wird. Ferner können nicht nur die drei Kupplungsbetätigungsgeschwindigkeiten, wie
oben beschrieben, sondern auch irgendeine gewünschte Betätigungsgeschwindigkeit
erhalten werden, indem ein impulsförmiges Signal zum periodischen öffnen und Schließen
der Magnetventile verwendet wird und ein geeignetes Tastverhältnis bei dem impulsförmigen
Signal gewählt wird.
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Eine Steuereinheit 26 zum Steuern der Ansteuerströme in den Erregungswicklungen
14a, 19a und 23a der jeweiligen Solenoidventile 14, 19 und 23 erhält ein Bremssignal
S1, das durch einen ersten Signalgenerator 27 erzeugt wird und den Betriebszustand
einer (nicht dargestellten) Bremse anzeigt, ein Fahrzeuggeschwindigkeitssignal S1,
das durch einen ersten Detektor 28 erzeugt wird und die Geschwindigkeit des Fahrzeugs
anzeigt, ein Drehzahlsignal S3, das durch einen zweiten Detektor 29 erzeugt wird
und die Drehzahl des Verbrennungsmotors 4 anzeigt, sowie ein Startsignal S4, welches
von einem zweiten Signalgenerator 30 erzeugt wird und einen hohen Pegel einnimmt,
wenn das Fahrzeug gestartet wird. Die Steuereinheit erhält auch ein Stellungssignal
S5 von einem Stellungsfühler 31, das die Stellung der Betätigungsstange 8 anzeigt.
Entsprechend diesen Eingangssignalen gibt die Steuereinheit 26 Erregungsströme Ii,
I2 und I3 zum Steuern des Öffnens/Schließens der Magnetventile 14, 19 und 23 ab.
Die Geschwindigkeit des Einkuppelns der Kupplung 2 kann entsprechend der Kombination
der Werte der Erregungsströme 12 und I3 bestimmt werden.
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In der dargestellten Ausführungsform weist die Steuereinheit 26 einen
Mikrocomputer auf, und das Einkuppeln des Kupplungsteils 2 mittels des hydraulischen
Zylinders 7 wird durch den Mikrocomputer auf der Basis der Eingangsdaten gesteuert,
wie oben beschrieben ist.
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In Fig. 2 ist ein Blockdiagramm der Steuereinheit 26 dargestellt.
Die Signale S1, S3 und S5 werden an entsprechende Analog-Digital-(A/D-)Umsetzer
32, 33 und 34 angelegt, um entsprechende binäre Digitaldaten D2, D3 und D5 zu erhalten.
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Das Bremsensignal S1, dessen Pegel hoch wird, wenn ein (nicht dargestelltes)
Bremspedal gedrückt wird, das Startsignal S4 und die Digitaldaten D2, D3 und D5
werden über eine Kopplungsschaltung 35 an die Zentraleinheit (CPU) 36 eines Mikrocomputers
37 angelegt. Die Zentraleinheit (CPU)
36 ist mit einem internen
Speicher 38, in welchem ein Steuerprogramm zum Durchführen des Einkuppelvorgangs
der Kupplung 2 gespeichert ist, und mit einem Festwertspeicher (ROM) 39 verbunden.
Ausgangsleitungen 40 bis 42 der Zentraleinheit (CPU) 36 sind mit Ansteuer- oder
Treiberschaltungen 43 bis 45 verbunden, um Erregungsströme 11 bis I3 den entsprechenden
Wicklungen 14a, 19a und 23a zuzuführen. Diese Treiberschaltungen 43 bis 45 werden
durch die entsprechenden Signale gesteuert, die über die Ausgangsleitungen 40 bis
42 angelegt werden. In dieser Ausführungsform erzeugt jede der Treiberschaltungen
43 bis 45 einen vorbestimmten Erregungsstrompegel an der entsprechenden Wicklung,
wenn der Pegel der entsprechenden Ausgangsleitung einPegel H" ist.
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In Fig. 3 ist ein Flußdiagramm dargestellt, welches das in dem Mikrocomputer
37 gespeicherte Steuerprogramm wiedergibt, durch welches das Einkuppeln der Kupplung
2 gesteuert wird. In der nachstehenden Beschreibung ist festgelegt, daß der Wert
der Stellung L gleich null ist, wenn die Betätigungsstange 8 in ihre äußerste linke
Stellung bewegt wird, und gleich LmaX ist, wenn die Betätigungsstange 8 in ihre
max äußerste rechte Stellung bewegt wird. Wie aus der vorstehenden Beschreibung
zu ersehen ist, befindet sich die Kupplung bzw. das Kupplungsteil 2 in dem vollständig
eingekuppelten Zustand, wenn L = 0 ist, und befindet sich in einem vollständig ausgekuppelten
Zustand, wenn L = Lmax ist.
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Die Zone, die durch einen unteren Grenzwert L der Stellung a L und
einen oberen Grenzwert Lb der. Stellung L festgelegt ist, ist die sogenannte halb-eingekuppelte
Zone, in welcher die Kupplung oder das Kupplungsteil 2 aufgrund einer Schlupfbedingung
nicht vollständig eingekuppelt ist.
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Wenn der (nicht dargestellte) Energieversorgungsschalter der Einrichtung
ausgeschaltet ist, ist, da alle Wicklungen der Magnetventile 14, 19 und 23 entregt
sind, die Stellung L der Betätigungsstange 8 gleich null, so daß die Kupplung 2
vollständig eingekuppelt ist.
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Die Durchführung des in Fig. 3 dargestellten Programms beginnt, wenn
die elektrische Energie der Einrichtung 1 durch Anschalten des (nicht dargestellten)
Energieversorgungsschalters zugeführt wird. Entsprechend dem Zuführen der elektrischen
Energie werden die Wicklungen der Magnetventile 14, 19 und 23 erregt, um den hydraulischen
Druck in der Kammer 15 (Schritt 41) zu erhöhen, so daß die Betätigungsstange 8 in
die äußerste rechte Stellung gebracht wird.
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Beim Schritt 42 wird unterschieden, ob die Stellung L gleich Lmax
geworden ist oder nicht, und der Schritt 41 wird wiederholt durchgeführt, wenn das
Ergebnis der Unterscheidung beim Schritt 42 Nein ist. Das Ergebnis der Unterscheidung
beim Schritt 42 wird Ja, wenn der Wert der Stellung L Lmax erreicht (Schritt 43).
Das Verfahren geht dann auf den Schritt 44 über, bei welchem entschieden wird, ob
der Pegel des Startsignals S4 hoch ist oder nicht. Folglich wird das Kupplungsteil,
welches zu Beginn in dem vollständig eingekuppelten Zustand ist, vollständig gelöst,
so daß dann das Fahrzeug bereit zum Starten ist, worauf dann der Schritt 44 wiederholt
wird, bis der Pegel des Startsignals, S4 H wird.
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Wenn der Pegel des Startsignals S4 hoch wird, und das Ergebnis der
Unterscheidung beim Schritt 44 Ja wird, werden beide Magnetventile 19 und 23 durch
Entregen der Wicklungen 19a und 23a gleichzeitig geöffnet (Schritt 45). Folglich
nimmt dann der Druck in der Kammer mit einer verhältnismäßig hohen Geschwindigkeit
ab. Dadurch wird dann die Betätigungsstange 8 sehr schnell in der Richtung bewegt,
in welcher die Kupplung 2 einkuppelt (in der Richtung, welcher der Wert von L abnimmt).
Der Wert der Stellung L wird durch die auf dem Stellungssignal S5 basierenden Daten
D5 angzeigt, und ob der Wert der Stellung L Lc erreicht oder nicht, welches der
Wert unmittelbar vor der vorstehend erwähnten halb-eingekuppelten Zone ist, oder
nicht, wird dann festgelegt (Schritt 45). Wenn L 4 L ist, dann wird beim Schritt
c 46 festgelegt, ob die Drehzahl N einen vorbestimmten Wert Na
erreicht
hat oder nicht, der ausreicht, um den Einkuppelvorgang der Kupplung 2 zu starten.
Der Wert Na kann hin sich lich der Leistung des Motors usw. entsprechend festgesetzt
werden. Wenn N<N ist (d.h. wenn die Maschine leerläuft), a werden die Magnetventile
19 und 23 durch Erregen der Wicklungen 19a und 23a (Schritt 48) geschlossen, und
die Stellung der Betätigungsstange 8 wird in der durch den Wert Lc angezeigten Stellung
gehalten.
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Wenn die Drehzahl N gleich oder größer als Na wird, da der Fahrer
das Gaspedal gedrückt hat, wird von der Steuereinheit 26 (Schritt 49) der Erregungsstrom
zum Ansteuern des hydraulischen Zylinders 7 in der Weise erzeugt, daß das Einkuppeln
der Kupplung bzw. des Kupplungsteils 2 mit einer Geschwindigkeit durchgeführt wird,
die zu der Drehzahl N in Beziehung steht. In dieser Ausführungsform werden dann
die Erregungsströme von den Treiberschaltungen 44 und 45 erzeugt. Es gibt drei mögliche
Kombinationen der Pegel der zwei Erregungsströme von den Treiberschaltungen 44 und
45, so daß die Arbeitsgeschwindigkeit des hydraulischen Zylinders 7 in drei Stufen
geändert werden kann. Das heißt, die höchste Arbeitsgeschwindigkeit wird erhalten,
wenn die beiden Ansteuer- oder Treiberschaltungen 44 und 45 entsprechend den hohen
Pegeln auf den Ausgangsleitungen 41 und 42 Erregungsströme (I2 und I3) erzeugen,
die mittlere Betriebsgeschwindigkeit wird erhalten, wenn nur die Treiberschaltung
44 entsprechend dem hohen Pegel der Ausgangsleitung 41 einen Erregungsstrom (I2)
erzeugt, und die niedrigste bzw. langsamste Betriebsgeschwindigkeit wird erhalten,
wenn nur die Treiberschaltung 45 entsprechend dem hohen Pegel auf der Ausgangsleitung
42 einen Erregungsstrom (13) erzeugt.
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Eine Datentabelle, welche erkennen läßt, welche Arbeitsgeschwindigkeit
des hydraulischen Zylinders 7 bezüglich der Drehzahl zu wählen ist, ist in dem Festwertspeicher
(ROM) 39 gespeichert; Daten Dg, welche die zu diesem Zeitpunkt
anzuwendende
Betriebsgeschwindigkeit anzeigen, werden aus dem Festwertspeicher (ROM 39) entsprechend
dem Anliegen der Daten D3 an dem Festwertspeicher (ROM) 39 ausgelesen. Die Daten
Do werden in der Zentraleinheit (CPU) 36 verarbeitet, und die Ansteuer- oder Treiberschaltungen
44 und 45 werden in der Weise angesteuert, daß das Einkuppeln der Kupplung 2 bei
der durch die Daten Do angezeigten Betriebsgeschwindigkeit durchgeführt werden.
Folglich wird der hydraulische Zylinder 7 so gesteuert, daß das Einkuppeln der Kupplung
2 mit einer Geschwindigkeit durchgeführt wird, die zu der Motordrehzahl in Beziehung
steht. Wenn daher die Stellung L der Betätigungsstange 8 sich in der halb-eingekuppelten
Zone befindet, steigt, wenn das Gaspedal langsam gedrückt wird, die Drehzahl des
Motors allmählich an, so daß die Geschwindigkeit beim Einkuppeln der Kupplung 2
niedrig ist.
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Wenn dagegen das Gaspedal schnell gedrückt wird, steigt die Motordrehzahl
schnell an, so daß die Geschwindigkeit beim Einkuppeln der Kupplung hoch wird. Da
sich die Geschwindigkeit beim Einkuppeln der Kupplung 2 in Abhängigkeit davon ändert,
wie schnell bzw. langsam das Gaspedal gedrückt wird, kann das Fahrzeug entsprechend
dem Drücken des Gaspedals aus dem Stand beschleunigen.
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Um zu verhindern, daß der Motor durch fortwährendes Einkuppen der
Kupplung 2 zum Stillstand gebracht wird, wenn die Motordrehzahl wegen des Loslassen
des Gaspedals oder wegen einer plötzlichen Belastungszunahme bei dem halb-eingekuppelten
Zustand der Kupplung 2 auf eine Motor-Stillstandsdrehzahl abgesenkt wird, wird festgestellt,
ob die Motordrehzahl N niedriger als der vorbestimmte Wert Nb ist, welcher die Motor-Stillstandsgeschwindigkeit
anzeigt (Schritt 50). Wenn M < Nb ist, werden die Wicklungen 14a, 19a und 23a
der Magnetventile 14, 19 und 23 erregt, und die Stellung L des Betätigungsstabs
8 kehrt einmal auf L c zurück (Schritt 51) und dann wird der Steuervorgang von dem
Schritt 47 an wiederholt. Folglich ist der Wert der Motordrehzahl N während der
Dauer, während welcher die Kupp-
lung eingekuppelt ist, immer überwacht,
und die Stellung der Betätigungsstange 8 kehrt bei dem Zustand N < Nb auf L zurück,
so daß verhindert wird, daß der Motor zum Stillc stand gebracht wird, solange die
Kupplung halb-eingekuppelt ist.-Wenn N > Nb ist, wird unterschieden (Schritt
52), ob die Änderungsgröße R in der Fahrzeuggeschwindigkeit, d.h. die Beschleunigung,
größer als der vorbestimmte Wert Ro ist oder nicht. Wenn der Wert R nicht größer
als der vorbestimmte Wert Rg ist, wird ein Schlupfwert S auf der Basis der Fahrzeuggeschwindigkeit,
der Motordrehzahl N und dem Ubersetzungsverhältnis des Geschwindigkeitswechselgetriebes
berechnet (Schritt 53). Wenn dagegen der Wert R größer als der vorbestimmte Wert
Ro ist, wird das Magnetventil 14 durch Erregen der Wicklung 14a für kurze Zeitdauer
geöffnet, um die Betätigungsstange 8 etwas in Richtung des Pfeils B umzukehren (Schritt
54), und dann geht das Steuerverfahren beim Schritt 53 weiter. Durch diese Anordnung
kann eine plötzliche Änderung in der Fahrzeuggeschwindigkeit und folglich ein unruhiges
Fahren beim Start verhindert werden, wodurch dann ein angenehmes Fahren gewährleistet
ist.
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Ob der beim Schritt 53 berechnete Wert von S null oder nicht ist,
wird dann entschieden (Schritt 55). Wenn der Wert von S nicht null ist, d.h. wenn
die Kupplung 2 nicht vollständig eingekuppelt ist, kehrt das Steuerverfahren auf
den Schritt 49 zurück,um das Einkuppeln der Kupplung 2 zu wiederholen, wie oben
beschrieben ist. Wenn der Wert von S null ist, werden die beiden Magnetventile 19
und 23 durch Erregen der Wicklungen 19a und 23a erregt, und die Betätigungsstange
8 wird mit der höchsten Geschwindigkeit in der Richtung des Pfeils A bewegt (Schritt
56). In diesem Fall wird der Betrieb so überwacht, daß die Stellung L der Betätigungsstange
8 null erreicht (Schritt 56). Wenn L = 0 ist, ist das Einkuppeln des Kupplungsteils
bzw. der Kupplung 2 beendet.
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In Fig. 4 ist ein Beispiel eines Einkuppelvorgangs der Kupplung 2
mittels der Einrichtung 1 dargestellt. Wenn der Energieversorgungsschalter zum Zeitpunkt
t = t1 angeschaltet wird, werden die Wicklungen 14a, 19a und 23a der Magnetventile
14, 19 und 23 erregt, und die Betätigungsstange 8 wird in der Richtung des Pfeils
B bewegt. Wenn dann die Betätigungsstange 8 die äußerste rechte Stellung erreicht
(t = t2), wird das Magnetventil 14 geschlossen. Wie oben beschrieben, ist die Kupplung
2, welche zum Zeitpunkt t =t1 in eingekuppeltem Zustand war, zum Zeitpunkt t = t2
vollständig gelöst, so daß das Fahrzeug zum Starten bereit ist, der Steuervorgang
wartet dann darauf, bis der Pegel des Startsignals S4 H" wird. Wenn der Pegel des
Startsignals S4 zum Zeitpunkt t = t3 H" wird, wird die Betätigungsstange 8 in der
Richtung des Pfeils A bewegt.
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Nachdem die Kupplung 2 zum Zeitpunkt t = t4 halb-eingekuppelt wird,
bewegt sich die Betätigungsstange 8 mit einer Geschwindigkeit, die zu der Motordrehzahl
in Beziehung steht, in der Richtung des Pfeils A. Wenn jedoch N aus irgendeinem
Grund zum Zeitpunkt t5 kleiner als Nb wird, wird die Betätigungsstange 8 in der
Richtung des Pfeils B vorgeschoben, und die Stellung L wird auf L zurückgebracht,
soc bald die halb-eingekuppelte Zone verlassen wird. Wenn die Stellung L zum Zeitpunkt
t6 L wird, wird wieder entschiec den, ob N gleich oder größer als N geworden ist.
Wenn a N > N ist, wird der Einkuppelvorgang der Kupplung 2 wieder = a aufgenommen,
und der Zustand der Kupplung 2 geht wieder in den halb-eingekuppelten Zustand.
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Wenn zum Zeitpunkt t = t7 unterschieden wird, daß die Geschwindigkeit
des Einkuppelvorgangs der Kupplung 2 zu schnell ist und die Beschleunigung der Fahrzeuggeschwindigkeit
größer als der vorbestimmte Wert wird, wird die Betätigungsstange 8 durch Öffnen
des Magnetventils 14 für einen kurzen Zeitabschnitt um einen vorbestimmten Wert
in der Richtung des Pfeils 13 umgekehrt und wird dann in der Richtung
des
Pfeils A bewegt. Wenn folglich zum Zeitpunkt t8 die Kupplung 2 aus dem halb-eingekuppelten
Zustand herausgeht und der Schlupf null wird, werden die Magnetventile 19 und 23
geöffnet, um die Betätigungsstange 18 mit der höchsten Geschwindigkeit in der Richtung
des Pfeils A zu bewegen.
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Wenn der Zustand, wenn L = 0 ist auf der Basis des Signals S5 von
dem Stellungsdetektor 31 festgestellt wird, ist das Einkuppeln des Kupplungsteils
d.h. der Kupplung (zum Zeitpunkt t = tg) beendet.
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Die Entscheidungspunkte, wie sie in Fig. 3 dargestellt sind, sollten
einer Entscheidung in einem kurzen sich wiederholenden Zyklus unterzogen werden,
und vorzugsweise sollte die Entscheidung im Hinblick auf die Ansprechgeschwindigkeit
der Magnetventile jeweils alle 50ms getroffen werden. Das Bremsensignal Slr das
durch die Betätigung des Bremspedals erhalten worden ist, wird als ein Unterbrechungssignal
an der Zentraleinheit (CPU) 36 in der Steuereinheit 26 verwendet. Entsprechend dem
Eingang des Bremssignals 1 wird das Einkuppeln der Kupplung 2 gestoppt, und deren
Lösen wird durchgeführt. Wie oben beschrieben, besteht in der erfindungsgemäßen
Einrichtung, da der Einkuppelvorgang nicht durchgeführt wird, wenn nicht das Startsignal
S4 eingegeben ist, nicht die Gefahr eines plötzlichen Starts, selbst wenn der Motor
nach dem Einschalten des Zündschalters versehentlich im Leerlauf belassen wird.
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Obwohl in der vorstehend beschriebenen Ausführungsform das Ansteuersystem
des hydraulischen Zylinders 7 in der Weise eingerichtet werden kann, daß die Geschwindigkeit
des Einkuppelns der Kupplung 2 so gesteuert werden kann, daß sie in drei Stufen
geändert wird, kann das Ansteuersystem in der Weise eingerichtet oder ausgelegt
werden, daß die Geschwindigkeit des Einkuppelvorgangs der Kupplung 2 entsprechend
der Motordrehzahl stufenlos gesteuert wird.
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In Fig. 5 ist ein Blockdiagramm eines weiteren Ansteuer-
systems
für die Wicklungen 19a und 23a dargestellt, in welchem die Geschwindigkeit des Einkuppelvorgangs
der Kupplung 2 stufenlos proportional zu der Motordrehzahl gesteuert wird. Das in
Fig. 5 dargestellte Ansteuersystem hat einen Impulsgenerator 61 zum Erzeugen eines
Impulsfolge-Signals PT, dessen Tastverhältnis entsprechend dem Pegel des Signals
S2 gesteuert wird. Das Tastverhältnis wird proportional zu der Motordrehzahl geändert,
und das Impulsfolge-Signal PT wird an einen Eingangsanschluß jeder der UND-Schaltungen
62 und 63 angelegt. Die anderen Eingangsanschlüsse der UND-Schaltungen 62 und 63
sind mit den Ausgangsleitungen 41 bzw. 42 verbunden, und die Ausgangsanschlüsse
der UND-Schaltungen 62 und 63 sind mit entsprechenden Leistungsverstärkern 64 und
65 verbunden, um die impulsförmigen Erregungsströme an den Wicklungen 19a bzw.
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23a zu erzeugen.
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Wenn bei dieser Anordnung die Pegel der Ausgangsleitungen 41 und/oder
42 hoch werden, werden die Wicklungen 19a und/ oder 23a durch die Impulsströme erregt,
deren Tastverhältnisse proportional zu der Motordrehzahl groß werden. Folglich kann
die Geschwindigkeit des Einkuppelvorgangs der Kupplung 2 stufenlos proportional
zu der Drehzahl gesteuert werden.
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Obwohl die vorstehende Beschreibung sich auf eine Ausführungsform
bezieht, in welcher die Erfindung bei der Starteinrichtung eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor
angewendet ist, ist die Erfindung selbstverständlich auf diese Ausführungsform nicht
beschränkt und kann auch bei dem automatischen Einkuppeln einer Kupplung für irgendeinen
anderen Zweck angewendet werden.
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Da, wie oben beschrieben, gemäß der Erfindung die Geschwindigkeit
des Einkuppelvorgangs der Kupplung bezüglich der Drehzahl gesteuert wird, kann der
Einkuppelvorgang entsprechend dem Grad des Durchdrückens des Gaspedals glatt
und
zügig bewirkt werden. Ferner ist der Motor davor geschützt, daß er während des Einkuppelns
der Kupplung zum Stillstand gebracht wird und das Einkuppeln der Kupplung kann glatter
und ruhiger als bei herkömmlichen Einrichtungen durchgeführt werden.
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Ende der Beschreibung