DE1542303A1 - Verfahren zur Herstellung von TiCl3 - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von TiCl3Info
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Description
MONIECAIIFI ... München, den 9. Juni 1965
■ ■ . M/7877 /
Verfahren zur Herstellung von TiCl.,
Hie Erfindung bezieht sich auf ein Herstellungsverfahren von
Katalysatoren für die Polymerisation "bei niedrigem Drcuk von
alpha-Olefinen. Im besonderen bezieht sie sich auf eine
Verbesserung in den Herstellungsverfahren von kristallinem TiCl., hoher katalytischer Wirkung durch Reduktion des TiCl,
mit metallischem Aluminium unter kontrollierten Bedingungen.
Es ist bekannt, daß das Titantrichlprid eines der am meisten
verbreiteten Bestandteile katalytischer Systeme der stereoregulären Polymerisation der alpha-Olefine darstellt, gewöhnlieh
in Kombination mit einer metallorganischen Verbindung des Aluminiums. Besonders wirksame katalytische Systeme
werden durch Kombination des TiCl, mit einem Alurainium-dialkyl»
mojfiohalogenid (z.B-. AlÄtpCl) erhalten; damit ist es möglich,
z.j-s« in der stereoregulären Polymerisation des Propylene hochisotaktische
Polymere (aus dem Rückstand bei Extraktion mit kochendem Heptan gemessen) mit erhöhten spezifischen Produktionen
zu erhalten.
■■■-■■ —2~
0 0 9 818/ 1S 1 S
Das violette, kristalline TiCl,, das für diese katalytischen
Systeme verwendet wurde,ist mit verschiedenen Mitteln erhältlieh,
wobei man von TiCl. ausgeht, das2weckmäßig auf eine
niedrigere Wertigkeitsstufe gebracht wurde. Diese Reduktion kann z.B. mit Hp bei erhöhten Temperaturen ausgeführt werden,
mit Metallalkylen bei gemäßigten Temperaturen oder mit reduzierenden Metallen bei mittleren Temperaturen. Eine
besonders zweckmäßige Methode besteht in der Verwendung von metallischem Aluminium zur Reduktion des TiCl..
Die Reduktion des TiCl. mit metallischem Aluminium ist schon
in der Technik ausführlich beschrieben; es werden z.B. Temperaturen von 20 bis 300 C verwendet und normalerweise geht
man in Gegenwart eines Überschusses in flüssiger Phase vor, das aus einem inerten Kohlenwasserstoff oder aus flüssigem
TiCl. besteht» In einigen Fällen wird eine kleine Menge AlCl,
zugefügt, um die Reduktionsreaktion zu starten. In allen Fällen besteht das Reduktionsprodukt aus einer kristallinen
Zusammensetzung violetter Farbe, dieAl, Ti und Cl im Verhältnis
von ungefähr,1:3:12 enthält.
In der Technik wurden verschiedene Änderungen und Verbesserungen
der Herstellungsmethode der Zusammensetzungen von kristallinem TiCl, zur Reduktion des TiCl. mit metallischem Aluminium
beschrieben; in ihnen ist z.B. die Mahlung des kristallinen Produktes in feuchtem oder trockenem Zustand vorgesehen, um
die Wirkung zu erhöhen.Im allgemeinen sind jedoch mit den
0098 1 8/ 1 51S
genannten Methoden verschiedene Nachteile verbunden. Die
Verwendung eines trögen Lösungsmittels erfordert aessen Ausscheiden aurch Verdunsten unter Vakuum am Ende der
ReuuKtion oder der darauf folgenden Mahlung. Die Verwendung
eines Überschusses an TiCl. in Gegenwart oder Abwesenheit des Lösungsmittels wird empfohlen, um aie Bewegung zu erleichten
und um im Endprodukt die Abwesenheit des nicht reagierten Aluminiummetalls zu sichern; auch in diesem Falle muß für
das Ausscheiden dieses (ioerschusses gesorgt werden, vorzugsweise
durch Trocknen unter Hochvakuum, Wenn die ReduKtion in
Abwesenheit des Lösungsmittel oder von TiCl, im Lbersc^uii
durchgeführt wird, d.n. mit einem Verhältnis des TiCl, und
Aluminium gleich dem stöchiometrischen Verhältnis von 3:1· in Ko1, nätte man den Vorteil, nicht für das Ausscheiden der
flüchtigen Substanzen nach beendigter Reduktion sorgen zu
müssen.
Soweit Jedenfalls aus der cisher gekannten Tecnniic hervorgeht,
ist es faktisch uninö. lieh, unter diesen I-edingungen die
ReaKtion zu Jinde zu führen, da eine fortschreitende Verdickung
der Heaktions.r.iüch.uiig stattfindet, die die Bewegung verhindert,
auch we.;n die Reduktion in einer Kugelmühle ausgeführt wird,
wofür die Verdünnung mit einem Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel
notwendig wird,
Es ist r.un gefunden worden, dai es möglich ist, die oben erv.'ühnten
Nacht eile zu überwinden uni eine vollkommen wirksame
kristalline Zusammensetzung aus viclette- IiOl5, pra.-ztisch
009818/1515
BAD O&IQINAL
frei von metallischem Aluminium, durch Reduktion von Tiöl,
mit metallischem Alumium in stöchiometrischem Verhältnis
und in Abwesenheit von irgendwelcher Verdünnung zu erhalten, indem die Reduktionsreaktion in einer Kugelmühle unter
besonders kontrollierten Bedinungen ausgeführt wird. Es ist tatsächlich festgestellt worden, daß es möglich ist, die
Reduktionsreaktion' bis zum Ende auszuführen, ohne daß sich Verdickungen zeigen, wenn die Reaktion selbst in einer Kugelmühle
ausgeführt wird, in der der Püllgrad mit den Kugeln und mit den Reagentien in enger Korrelation mit dem Durchmesser
der Kugeln, mit dem Durchmesser der Mühle und mit der Umdrehungszahl der Mühle selbst steht. Eine weitere Bedingung
besteht' darin, daß der Durchmesser der Kugeln in einem kritischen Zwischenraum variiert, der von 14 bis 27 mm geht».
Soweit die Praxis vorschlägt, ist es folglich notwendig, daß der Durchmesser der Kühle nicht unter dem Wert liegt, der
ungefähr 8-10 mal den Kugelaurchmesser ausmacht, es wird
jedenfalls iceine Frenze nach oben festgesetzt.
Gegenstand der Erfindung ist daher ein verbessertes Verfahren
zur Herstellung einer icrictallinen Zusammensetzung aus
violettem TiCl,vOiurch Reduktion von TiCl, mit Aluminiummetall
im stöchiometrischen Verhältnis von 3 "öl TiClVi g Atom
Aluminiummetall in Abwesenheit von jeaem Verdünnungsmittel und
gegebenenfalls in Gegenwart von Katalysatoren, wie AlCl-,,
HCC
5
li&£ oder Alkylhalogeniden, in einer Kugelmähle ausgeführt und
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"5"
dadurch gekennzeichnet,'daß man mit Kugeln von einem Durchmesser
in einem Zwischenraum von H bis 27 mm arbeitet, und unter Arbeitsbedingungen der Mühle, die so bestimmt sind,
daß der Wert des Vp-rv'h'1 +niFf?0?, hanrtgS?hIi?h. in dar Delta-
(Ks + Kt) ·£+ —J7— β η ,
in dem Ks den Füllgrad der Kugeln in Kg/l, Kt den Füllgrad von iiCl. in kg/l, D den Durchmesser der Mühle in cm, d den
Kugeldurchmesser in cm und η die Umdrehungsgeschwindigkeit der Mühle in U/min bedeuten, zwischen 2,5 , 10 und 8,5 . 10
liegt, und daß die Reduktion bei einer Temperatur von 100 bis 25O0G bis zu einer höheren Umsetzung zu 85 "/>
ausgeführt wird und bei einer niedrigeren Temperatur von 1000C und vorzugsweise
bei Raumtemperatur zu Ende geführt wird. Die Kugelmühle in der die Reduktionsreaktion stattfindet, ist vorzugsweise
aus korrosionsbeständigem Material bei Verwendung von TiCl.. Es werden z. B.. Mühlen aus Stahl oder Speziaistahl verwendet.
Die Mahlkugeln können zweckmäßigerweise aus ähnlichem Material sein.
Bei Verwendung der Kugelmühle unter den genannten kritischen Bedingungen ist festgestellt worden, daß die Reduktionsreaktion
des TiGl^ praktisch zu Ende geführt werden kann, ohne daß sich
Hindernisse bei der ständigen Berührung zwischen TiGl,, der
Flüssigkeit und Aluminiummetall ergeben, da die Kugeln eine stets wirksame Bewegung hervorrufen.
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_6_
Unter diesen Bedingungen erhält man als Endprodukt eine violette kristalline Zusammensetzung, in der TiOl,
vollständig in der kristallinen delta-Form vorhanden ist. D.h., in der sich gezeigten Form von größerer Wirksamkeit
und Stereospezifizität in den Polymerisationen der Olefine bei niedrigem Druck.
Wenn man gemäß der bisher bekannten Technik vorgeht, ist
das TiCl, auch unter den besten Bedingungen im Endprodukt nur teilweise in der delta-Form vorhanden, während die
kristallinen alpha- und gamma-Formen in größerer oder geringerer Menge von geringerer Wirksamkeit und Stereospezifizität
vorhanden waren.
Bin weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die
Zeit zur Herstellung der violetten kristallinen Zusammensetzung, in der das TiCl, vollständig in kristalliner delta-Form
vorhanden ist, zwischen.8 und 22 Stunden liegt und folglich beträchtlich geringer als bei bekannten Verfahren
ist.
Die Erfindung wird an einigen Beispielen erläutert. Zum
Vergleich werden ebenfalls die Eigenschaften der Produkte aus TiCl, angegeben, die aus TiCl. duöch Reduktion mit
Aluminium erhalten werden, und zwar außerhalb der Bedingungen, die nach der Erfindung für kritisch gehalten werden.
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Wie festgestellt werden..kann, besitzt keine der Zusammensetzungen,
die unter Bedingungen erhalten worden sind, die von denen abweichen, die nach der Erfindung für kritisch
angesehen werden, die Eigenschaften und/oder die Wirksamkeit der kristallinen Zusammensetzung aus TiCl,, die nach-der
Erfindung erhalten wurde· Die nach der bekannten Technik erhaltenen Produkte enthalten AlCl-,, das sich in der
Reduktion gebildet hat, so daß sich eine oesonders stabile
Zusammensetzung ergibt jweshalb sie z.B. einen Gewichtsverlast
bei 250pC erleiden, unter einem restlichen Druck von 0,5 mmHg
und von unbeträchtlichem Umfang.
Ahnlioherweiae kann nur ein kleiner Teil von AlCl-* durch
Angriff mit einer 10bigen Lösung aus AlXt, extrahiert werden.
Im Gegenteil dazu ist das AlCl, im Produkt nach der Erfindung zum großen Teil durch die erwähnten Behandlungen ausscheidbar.
580 g Titantetrachlorid (3,05 mc-O, 21>5 g metallisches Aluminium
(1,02 McI) und 12 g Aluminiumtrichlorid (TiCl./Al
Molverhältnis =5:1) wurden in eine 9 1 Kugelmühle aus Stahl mit einem Durchmesser von 20 cm eingebracht, die mit Stahlkugeln
mit einem Durchmesser vcn 16 am ausgestattet ist.
-8-0 0 9818/ 1 51.5
6AD ORIGINAL J^
Die Mühle wurde dann bei 175 C in ein Ölbad getaucht,
und die Rotation mit einer Geschwindigkeit von 75 L/min in Gang gesetzt, so daß der Wert des Verhältnisses
(Ks + Kt) -H" -2— β η2
4,37 x 106 betrug*
Nach 5-stündiger Reaktion bei den oben erwähnten Bedingungen wurde die Temperatur des Ölbades herabgesetzt bis auf etwa
250C; dann wurde die Rotation der Mühle mit der gleichen
Geschwindigkeit 16 Stunden lang fortgesetzt.
Danach wurde die Manie aus dem Bad genommen '^nd das erhaltene
TiCl-, unter Anwendung eines geeigneten zum Abtrennen
der Kugeln entnommen.
Es wurden 595 g des Produktes extrahiert. Das Prooukt ist
ein ίeinverteilter und fließfähiger Feststoff, der in der
Analyse folgende Zusammensetzung zei^t:
| TiCl, | 72 | ,ei /a |
| 26 | >4 i° | |
| TiCl4 | O | ,C /O |
| metall. | ||
| Aluminium = | * 1 0 D. υ. :r., |
Das RJn^^enspektrum (CuIW Radiationen) zeigte, daß TiCl,
vollständig in aer vollko:üir;en aktiven delta-Form vornanden
war und durch die folgenden interplanaren .Distanzen
^kennzeichnet ist:
009818/1515
BAD
| 5,85 | A | (seha/stark) |
| 2,93 | It | (mittel) |
| 2,70 | Il | (schwach) |
| 1,74 | Il | (sehr stark) |
| 1,69 | Il | (sehr schwach) |
| 1,47 | Il | (schwach) |
| 1,13 | Il | (sehr schwach) |
1,015 " (sehr schwach)
Jiin Muster des aus der Mühle entnommenen Produktes, das bei
2500O 4 Stunden lang unter hohem Vakuum (Hest-l)ruck 0,5 miriHg)
behandelt wurde, weist einen AlCl^-Verlust von 15,1 g pro
100 g des Musters auf, was 57,5 i° des anfänglichen AlCl,
entsprichto
Jiin zweiter Teil des aus der Mühle entnommenen Produktes
wurde mit einer 10bigen n-Heptan-Lösung aus Aluminiumtriäthyl
unter Rühren 4 Stunden lang bei 4O0C behandelt. Die Analyse
bezüglich der Gesamtmenge an Aluminium vor und nach der Behandlung zeigte, daß 42 $ des anfänglichen AlCl,-ü-ehaltes
des Musters verlorenging.
Danach wurde eine PropjFlen-Polymerisation in einem Druckkessel
von 5 1, der mit einem Sehaufel-Hührwerk ausgestattet war,
durchgeführt, indem dieser bei einem konstanten Druck von 3 absoluten atm mit Propylen, 2 g der oben erhaltenen Zusammensetzung,
6,2 g Aluminiumdiäthylmonochlorid und 2 1 n-Heptan
als Lösungsmittel beschickt wurde.
009818/1515 -to-
BAD ORiGINAt ' v
Die Polymerisation wurde 5 Stunden lang bei einer Temperatur von 650C durchgeführt.
Die so erhaltene polymere Suspension wurde entnommen und
mit Dampf abgezogen, bis die Lösung vollständig abgetrennt war. Nach 16-stün.digem Trocknen in einem Ofen bei einer
Temperatur von 80 G und/inter Vakuum erhielt man 650 g
Polypropylene Das für 24 Stunden der Heptan-Extraiction unterworfene
Polymer zeigte einen Gehalt an isotaktischer Fraktion von 94 $. Die Ausbeute betruf daher: 65 g / g TiCl, Zusammensetzung
/ h.
Äthylen wurde ebenfalls in dem gleichen Druckkessel und bei analogen Arbeitsbedingungen polymerisiert; man erhielt so
ein hoch kristallines Polyäthylen mit hoher Ausbeute.
Analoge Ergebnisse wurden auch erzielt, indem Propylen uei
den oben erwähnten Bedingungen zwei Stunden lang polymerisiert wurde und dann Äthylen in einer Menge von 5 Grew.%,
bezogen auf das umgesetzte Propylen nach Ausscheiden des Propylen-Überschusses, eugegetee» in den Druckkessel gegeben
und dieser bis auf den Restdruck von 0,6 abs. atm. gelöscnt wurde.
Die Polymerisation wurde fortgesetzt, bis das Äthylen ausgeströmt war. Auf diese Weise erhielt man 225 g eines
Heteroblook-Copoljymers.
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12 kg TiCl. (63,2 Mol) und 575 g Aluminiumpulver (21,3 Grammatom)
wurden in einem Verhältnis Ti/Al = 3:1 in eine 200 1-Stahlmühle
eingebracht, die mit Btanlkugeln eines Durchmessers von
22 mm ausgestattet ist.
Die Rotation wurde bei eine.-1 Geschwindigkeit von 39 U/min
begonnen, während die Mühle durch den Öl-Umlauf in dem Mantel auf 17O0G erwärmt wurde und die anderen Parameter so eingestellt
wurden, daß der Wert der /Kritischen KennZeichnung
2,64 x 10 erreicht wurde.
Nach 4 Stunden wurde die Mühle auf 25°C abgekühlt, während die Rotation 18 Stunden lang bei Beibehaltung der übrigen
Arbeitsbedingungen fortgesetzt wurae.
Zum Schluß wurden 12,5 eines fließfähigen, violetten Pulvers
entnommen. Die Analyse ergab ein Produkt folgender Zusammensetzung:
TiCl3 = 74,5 i»
AlCl5 ü 23,5 i·
TiCl4 = 1,0 cj»
metallisches *
Aluminium \ 1,0 p.p.m.
Aluminium \ 1,0 p.p.m.
Das Röntgenspektrum zeigt, dai das ganze TiCl, in der speziellen
aktiven delta-r'orm vorhanden ist.
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Ein Seil des Produktes, das der thermalen Decomposition
bei 25O0O unter Vakuum während 4 Stunden unterworfen wurde,
zeigte einen AlGl,-Verlust von 11,7 g pro 100 g der Zusammensetzung,
was 50 °/o des anfänglichen AlGl^-Gehaltes entspricht.
Durch die Behandlung mit einer 10bigen n-Heptan-Lösung
aus Aluininium-Triä^hyl, wie in .Beispiel 1 beschrieben,
wurden 45 "/<> des AlOl^-Gehaltes des Musters aufgelöste
Die Polymerisation, die unter den gleichen Bedingungen wie
in Beispiel 1 durdhgeführt wurde, ergab 600 g trockenen
Polypropylens, mit einem Rest von 93 °/° nach der Heptan-Extraktion«
120 kg TiCl., 5»75 Kg Aluminiumpulver (mit einem Molverhältnis
Ti/Al =3:1) und 2,0 kg AlGl, wurden in eine Industrie-Stahl-Mühle
von 3 m ir.it einem Durhbmesser von 130 cm eingebracht,
die mit einer heizvorrichtung wie α ie I..ünle des Beispiels 2
und mit Kugeln "iit einem Durchmesser von 25 cm ausgestattet
ist.
Die Rotation wurde mit einer Geschwindigkeit von 30 U/min
begonnen, während die Temperatur* auf 1500G gehalten v/urde
und die anderen Parameter so eingestellt wurden, daß die kritische Kennzeichnung der ',/ahle einen Viert von 2,84 x 10
erreicht.
0098 18/1515 -13-
BAD
Nach. 7 Stunden wurde die Mühle abgekühlt auf 25 O, während
die Rotation weitere 14 Stunden fortgesetzt wurdeo
Dann wurden 120 kg eines fließfähigen, violetten TiOl,-Pulvers
entnommen.
Nach der Analyse des Produktes ergibt sich folgende Zusammensetzung:
| TiCl3 | 73 | ,0 | * |
| AlGl3 | 24 | ,6 | |
| TiGl4 | 1 | ,8 | |
| metallisches | p.m | ||
| Aluminium = | 170 | p« | |
Das Röntgenspektrum zeigte, daß das Produkt ein TiGl, in
der hochaktiven delta-Form ist»
Die 4-stündige Behandlung bei 25O0O unter hohem Vakuum
resultierte in der Ausscheidung von 14g AlCl3 pro 100 g
ues Musters, was 57,5 °/° des anfänglich vorhandenen AlGl3
entspricht«
Durch die Behandlung mit Aluminiumtriäthyl, auf die in ·
Beispiel 1 beschriebene Art und Weise, wurden 49 c/>
des AlCl3-Gehaltes des behandelten Produktes gelöste
Die wie in Beispiel 1 ausgeführte Polymerisation ergab 620 g Polypropylen, mit einem Rest von 94,5 0Jo nach der Heptan-Extraition.
00 9818/1515 -H-
H -
TiGl. und Al wurden in dem stöchiometrischen Verhältnis von
3:1 in eine 5,8 1 Kugelmühle mit einem Durchmesser von 22,5 cm
eingebracht, die mit Stahlkugeln mit einem Durchmesser von 16 mm ausgestattet war.
Die Rotation wurde mit einer Geschwindigkeit von 64 U/min bei der Temperatur von 190 G gestartet.
Der Füllgrad wurde so gewänlt,,daß die Krtische Kennzeichnung
mit einem Wert von 1,06 χ 10 erreicht wurde.
Nach 3 Stunden wurde die Temperatur auf 4O0C herabgesetzt und
die Rotation wurde mit der gleichen Geschwindigkeit weitere 15 Stunden fortgesetzt.
Zum Schluß wurden 400 g einei^ kristallinen Zusammensetzung
entnommen, die bei der Propylen-Polymerisation, die bei den Bedingungen wie in Beispiel 1 durchgeführt wurde, nur 260 g
Polymer ergab. Dieses Beispiel zeigt, daß die geringe katalytische Aktivität davon abhängt, daß der Wert der kritischen
Kennzeichnung niedriger ist als die unterste Grenze nach der vorliegenden Erfindung.
-15-
009818/1515
BAD
Es wurde ein dem vorhergehenden B.eispiel analoger Test in der gleichen Mühle durchgerührt, indem derFüllgrad des
TiCl. + metallisches Aluminium so eingestellt wurde, daß
ein Wert von 2,3 χ 10 Tür die Kritische Bezeichnung erreicht
wurde.
Zum Schluß uer gesamten 18 btunden wurden 950 g der Zusammensetzung·
auf der Basis von TiUl-, extrahiert. Die wie in Beispiel
1 durchgeführte Propylen-Polymerisption ergab 420 g Polymer, a.n. eine !»!enge, aie auch in diesem Falle beträchtlich
niedriger liegt als diejenige, die mit der katalytischen Zusammensetzung des Beispiels 1 erhalten wurde.
Stahlteugeln mit einem Durchmesser von 10 nun wurden in aen
kugelmühle des Beispiels 4 beschielet. Me Rotationsgeschwindigkeit
wurie bei 64 U/min gehalten. Die übrigen Bedingungen
wurden so eingestellt, da..; ein Wert von 5,4 x 10 für die
Kritische Bezeichnung erhalten wurae.
Üs wurden d-06 g TiCl, entnommen, itiese bei der Propylen-Polymerisation
verwendete .Zusammensetzung ergab bei den
gleichen Bedingungen wie in Beispiel 1j 400 g Polymer, dieser
Wert zeigt, wie wichtig der Durchmesser der Kugeln in den
Kugelmühlen iMr die Herstellung ve:: Kristallinen ZusasiiieH-
009818/1515
BAD ORIGJNAl.
Setzungen auf der Basis von TiCl, a«£ für die Wirksamkeit
des Endproduktes ist, auch wenn der Wert des kritischen Verhältnisses innerhalb des gewünschten Bereiches liegt.
Stahlkugeln mit einem Durchmesser von 16 mm und TiCl. und
metallisches Aluminium in dem stöchiometrischen Verhältnis
von 5*1 wurden in eine 9 1 Kugelmühle mit einem Durchmesser
von 20 em eingebracht; der Wert <Ües kritischen Verhältnisses
betrug A9]
70 U/min.
70 U/min.
betrug 4|3 x 10 bei einer Rotations-Geschwindigkeit von
Die Temperatur wurde bei 15O0C während der ganzen Reaktionsdauer (22 Stunden) gehalten.
650 g TiCl,-Zusainmensetzung wurden entnommen; die Aktivität
dieser Zusammensetzung in dem Polymerisations-Versuch nach Beispiel 1 war sfchr gering.
009818/1515 -17-
Claims (1)
- PatentanspruchVerfahren zur Herstellung einer kristallinen Zusammensetzung ausv'Titantriohlorid, o, hauptsächlich in delta-Form, duroh Reduktion von Titantetrachlorid mit metallischem Aluminium,hauptsächlich im stöchiometrischen Verhältnis von 3 Mol Titantetrachlorid pro Grammatom Aluminiummetall in Abwesenheit von Verdünnungsmitteln und gegebenenfalls in Gegenwart von Katalysatoren, wie AlOl-, MCl oder Alkylhalogeniden, in einer Kugelmühle ausgeführt, dadurch gekennzeichnet, daß man mit Kugeln eines Durchmessers von 14 bis 27 mm arbeitet, und unter Arbeitsbedingungen der Mühle, die so gewählt sind, daß der Wert des Verhältnisses(Ks + Kt) g£ ^- . η(in dem Ks den Füllgrad der Kugeln in Kg/1, Kt den Füllgrad des !DiCl, in kg/l, D den Durchmesser der Mühle in Zentimetern d den Durchmesser der Kugeln in Zentimetern und η die Drehungsgeschwindigkeit der Mühle in Umdrehungen/Minute y bedeuten) sjwischen 2,5 x 10 und 8,5 χ 10 einbegriffen ist, und daß die Reduktion bei einer Temperatur von 100 bis 25O0O bis xu einer Uesetzung höher als 85 t ausgeführt und 6i· bei einer niedrigeren Temperatur als 100°0ι vorzugsweise bei Raumtemperaturι zu Ende geführt wird»009811/1515
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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1965
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- 1965-06-11 US US463359A patent/US3451768A/en not_active Expired - Lifetime
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| Publication number | Publication date |
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| US3451768A (en) | 1969-06-24 |
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