DE1431143C - Schubumkehreinrichtung fur den Strahl antrieb eines Fahrzeugs, insbesondere eines Flugzeugs - Google Patents
Schubumkehreinrichtung fur den Strahl antrieb eines Fahrzeugs, insbesondere eines FlugzeugsInfo
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Description
Bremsen, indem der normalerweise rückwärts gerichtete Antriebsstrahl die ausgeschwenkten Klappen
beaufschlagt und dadurch nach der Seite und bzw. oder nach vorn umgelenkt wird.
Bei einer bekannten Einrichtung dieser Art sind sich diametral gegenüberliegende Klappen mit etwa
halbkreisförmigem Querschnitt am Außenumfang des Düsenendstückes vorgesehen, die zur Strahl-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schubumkehreinrichtung der genannten Art zu
schaffen, die weitgehende Gewähr gegen ein ungelagert ist und von Antricbselementen bewegt wird. io beabsichtigtes Öffnen der Klappen auch dann bietet.
Schubumkehreinriclitungen dieser Art dienen zum wenn eine Verriegelungseinrichtung oder die Betätigungsmittel
für die Klappenbewegung einmal nicht einwandfrei arbeiten sollten.
Zu diesem Zweck kennzeichnet sich eine Schub-15 umkehreinrichtung nach der Erfindung dadurch, daß
die Gelenkverbindung zumindest einen ersten, in der Fahrtstellung im wesentlichen vertikalen Lenker aufweist,
dessen Ende mit der zweiten Klappe im Bereich von deren Vorderkante gelenkig verbunden ist,
umlenkung in eine Lage rückwärts des Düsenaustritts 20 und zumindest einen zweiten, in der Fahrtstellung im
geschwenkt werden können, wobei jede der Klappen wesentlichen horizontalen Lenker, dessen Ende mit
aus zwei hintereinanderliegenden Teilen besteht, die der zweiten Klappe im Bereich von deren Hintersich
in nicht ausgeschwenkter Stellung überlappen kante gelenkig verbunden ist, wodurch bei Betätigung
und beim Ausschwenken eine relative Schwenkung durch die Antriebselemente zunächst eine größere
gegeneinander machen, wobei der Grad der Über- 25 Vertikalbewegung des Endes des horizontalen
lappung sich verringert und außerdem die unter- Lenkers als des Endes des vertikalen Lenkers erfolgt
schiedliche Winkelstellung der Klappenteile eine und damit zunächst die Hinterkante der Klappe
zweifache Umlenkung des Strahls ermöglicht. Dabei weiter ausgeschwenkt wird als deren Vorderkante,
ist das vordere Klappenteil am hinteren Klappenteil Durch diese erfindungsgemäße besondere Ausschwenkbar
gelagert und in der Fahrtstellung da- 30 bildung der Gelenkverbindung für die zweite Klappe,
durch verriegelbar, daß eine federbelastete Kurbel die mit der ersten Klappe gemeinsam aus der Fahrtmit
einer am vorderen Klappenteil angebrachten stellung in die Schubumkehrstellung bewegbar ist,
Nase im Eingriff steht, wobei dieser Eingriff vom wird erreicht, daß die auf die Klappe wirkenden
Piloten willkürlich über pneumatische Mittel od. dgl. aerodynamischen Kräfte jedenfalls dann im Sinne
lösbar ist und damit die Betätigung der Schub- 35 einer Rückführung in die Fahrtstellung auf die
.umkehreinrichtung über geeignete Antriebselemente Klappe einwirken, wenn diese durch einen Fehler der
zuläßt. Bei der Rückkehr der Klappen in die Fahrt- Betätigungseinrichtung oder ein Versagen der Verstellung
hängt die endgültige Verriegelung im wesent- riegelung sich nicht korrekt in ihrer Fahrtstellung
liehen von erneutem richtigem Eingriff der am bzw. in einer Zwischenstellung zwischen der Fahrtvorderen Klappenteil angebrachten Nase mit der 40 stellung und der Schubumkehrstellung befinden
dann wieder unter Federlaß stehenden Kurbel ab. sollte. Anders als bei den bekannten Ausführungen
Während der ganzen Klappenbewegung zurück in die besteht daher bei einer Schubumkehreinrichtung nach
Fahrtstellung sind aerodynamische Kräfte in ent- der Erfindung nicht die Gefahr, daß die Klappen ungegcngesetzter
Richtung wirksam und müssen von beabsichtigt durch den Luftstrom in die Schubdcr
entsprechend stark ausgebildeten Bctätigungs- 45 umkehrstellung geraten könnten. Es wird also ein
einrichtung überwunden werden. außerordentlicher Grad an Zuverlässigkeit der
Eine andere bekannte Ausführungsform betrifft Schubumkehreinrichtung erreicht. Hinzu kommt, daß
ein Zvveikreisstrahltriebwerk mit einer Schubdüse für eine von den Luftkräften unterstützte und nicht etwa
heiße Tricbvverksgase und einem Außengehäuse für durch diese behinderte Rückkehr der Klappen aus
Sekundärluft, wobei Umlcnkkörper zum Wenden des 50 der Schubumkehrstellung in die Fahrtstellung geSchubs
wiederum von hinteren und vorderen bzw. währleistet ist, so daß diese Lage der Klappen mit
ersten und zweiten Klappen gebildet sind, zwischen
denen in ausgefahrener Stellung ein Schlitz frei bleibt,
durch den die nur von den ersten Klappen umgelenkten heißen Gase entweichen können, während 55
die Sekundärluft durch die zweiten Klappen weiter
nach rückwärts umgelenkt wird. Zum Tragen und
Feststellen der Klappen bzw. für deren Bewegung
;mis der einen Stellung in die andere ist ein Gestänge
denen in ausgefahrener Stellung ein Schlitz frei bleibt,
durch den die nur von den ersten Klappen umgelenkten heißen Gase entweichen können, während 55
die Sekundärluft durch die zweiten Klappen weiter
nach rückwärts umgelenkt wird. Zum Tragen und
Feststellen der Klappen bzw. für deren Bewegung
;mis der einen Stellung in die andere ist ein Gestänge
vorgesehen, das über einen geeigneten Antrieb bc- 60 dem Druckzentrum der auf diese wirkenden LuItliilk'har
ist, der, wie bei der vorgeschriebenen Aus- kräfte liegt oder mit diesem zusammenfällt. Hierfiiliriinvsform,
auf dem gesamten Weg von der
ScliiilMinikdirslelluni» in die Fahr (stellung enliiegenjfciiclilile aerodynamische Kräfte zu überwinden hat.
ScliiilMinikdirslelluni» in die Fahr (stellung enliiegenjfciiclilile aerodynamische Kräfte zu überwinden hat.
Der l.iil'ldiuck wiikt also stets im Sinne eines Aus- 65 aus der Schuhumkchrstellimg heraiis/.ubevveuen.
faluen*·. li/vv. Aufreißens der Klappen, was ein er- An Stelle einer V'enieyeluimseiiniclitim» durch in-
faluen*·. li/vv. Aufreißens der Klappen, was ein er- An Stelle einer V'enieyeluimseiiniclitim» durch in-
lielilicliLS (iciahiciimoment darstellt, falls die Verriei.'cliiiij;
oder Betätigung vcrsaiil oder die rieiiliye
größerer Sicherheit erreicht wird, andererseits aber bei nicht ganz korrekter Lage kein wesentliches
Gefahrenmoment mehr beinhaltet.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung kennzeichnet sich dadurch, daß in Schubumkehrstellung
das durch den Schnittpunkt der Richtung des ersten Lenkers mit der des zweiten Lenkers bestimmte
Stützzentrum für die zweite Klappe nahe
durch wird erreicht, daß im wesentlichen kein Überdrehmoment
der Klappe in tier Schubumkehrstellung entsteht mit der Tendenz, die Klappe unbeabsichtigt
cinaiiderurcifende Teile, tieren Fingrilf unter Umstünden
auf Schwierigkeiten stoßen kann und bei
3 4
unkorrekter Relativstellung nicht gewährleistet ist, nach hinten gestellt bzw. in Schubumkehrstellung,
sieht eine bevorzugte Ausführung der Erfindung vor, wobei alle wichtigen Teile gezeigt sind. Es handelt
daß die die zweite Klappe lagernde Gelenkverbindung sich um eine perspektivische Darstellung der an einem
ein diese Klappe in Fahrtstellung sicherndes Knie- Flugzeug angebrachten Einrichtung mit Blickrichtung
gelenk aufweist. Eine solche in die Gelenkverbindung 5 nach hinten und oben. Bei seitlich gelagerten Strahleingebaute
Sicherung wird zwangläufig durch die Be- triebwerken od. dgl. kann die Schubumkehrcmrichtätigung
der Gelenkverbindung wirksam, indem diese tung zur Lagerung auf dem oberen und unteren Teil
bei Fahrtstellung eine relative Lage der Teile er- des Triebwerks gegebenenfalls um 90° gedreht werreicht,
bei der das Kniegelenk sich jenseits der Tot- den. Zur Verwendung bei einer Vorrichtung K) für
punktlage bzw. der neutralen Mittelstellung befindet. io Reaktionsantrieb, z. B. einem in Fig. 1 gezeigten
Weiter besteht dabei der Vorteil, daß die Sicherung Turbostrahltriebwerk eines Fahrzeugs, wie eines
nicht durch besondere Mittel gelöst zu werden Luftfahrzeugs, beispielsweise eines Flugzeugs, eines
braucht, sondern automatisch durch Betätigen der Raumfahrzeugs u. dgl., oder eines Wasserfahrzeugs,
Gelenkverbindung zum Bewegen der Klappe in die sind erste Klappenil und 12 (Fig. 1 und 5) und
Schubumkehrstellung lösbar ist. 15 zweite Klappen 13 und 14 (Fig. 1) schwenkbar mit
Vorzugsweise kann jedoch noch eine zweite einem doppeltwirkenden Antrieb 15 verbunden, um
Sicherung derart vorgesehen werden, daß die Vorder- in der nachstehend beschriebenen Reihenfolge bekante
der zweiten Klappe eine in Fahrtstellung an- tätigt zu werden.
grenzende Teile des Strahlrohres hintergreifende Während in der bevorzugten Ausführungsform
Profilierung aufweist. Eine solche einfache und zu- 20 zwei erste Klappen und zwei zweite Klappen gezeigt
gleich zuverlässige Festlegung der Klappe an einem sind, kann eine Einrichtung nach der Erfindung auch
fahrzeugfesten Teil wird durch die erfinclungsgemäß so ausgebildet sein, daß jeweils nur eine erste und
ausgebildete Gelenkverbindung ermöglicht, welche es eine zweite Klappe je Triebwerk notwendig sind,
gestattet, die Vorderkante der Klappe nicht nur lang- z. B. wenn zwei Strahltriebwerke in einem einzigen
samer als die Hinterkante in den umgebenden Luft- 25 Podest gelagert sind, oder es können nur eine erste
strom zu führen, sondern ihr am Anfang ihrer Be- und nur eine zweite Klappe symmetrisch auf jeder
wegung aus der Fahrtstellung in die Schubumkehr- Seite des Fahrzeugs angebracht werden. Während im
stellung eine Bewegung nach innen und hinten zu folgenden nur eine erste und eine zweite Klappe im
erteilen bzw. bei der Rückkehr in die Fahrtstellung einzelnen beschrieben sind, gilt das gleiche jeweils
umgekehrt und derart, daß ein Hintergreifen eines 30 für die andere der hier in Paaren angeordneten
fahrzeugfesten angrenzenden Teils ermöglicht wird. ersten und zweiten Klappen.
Weiter ist vorzugsweise zur gemeinsamen Be- Die in voll ausgezogenen Linien in F ig. 2 dar-
wegung der ersten und zweiten Klappen ein Antrieb gestellte, sich in Fahrtstellung befindende zweite
vorgesehen, der zwei Kolben in dem gleichen Klappe 13 wird durch einen Bolzen 16 gehalten, der
Zylinder enthält, von denen der eine Kolben den 35 das untere vordere Ende der Klappe mit dem
ersten und der andere den zweiten Klappen züge- längeren Arm 18 eines Kniehebels 17 schwenkbar
ordnet ist und wobei die Kolben zum einen Ende des verbindet. Der Arm 18 stellt somit einen in der
Zylinders hin gleichzeitig und zum anderen Ende Fahrtstellung im wesentlichen vertikalen Lenker dar,
hin nacheinander bewegbar gesteuert sind. Dadurch dessen Ende über den Bolzen 16 mit der Klappe 13
wird eine Betätigung der Klappen derart ermöglicht, 40 im Bereich von deren Vorderkante gelenkig ver-
daß sie rasch und gemeinsam in die Schubumkehr- bunden ist.
stellung bewegbar sind, während die Rückkehr in Der Kniehebel 17 ist an seinem Scheitelpunkt an
die Fahrtstellung für die beiden Klappen bzw. einem flugzeugfesten Flansch bzw. Ansatz -20
Klappenarten nacheinander erfolgen kann. schwenkbar angebracht, während sein kürzerer Arm
Die Erfindung ist im folgenden an Hand der 45 19 über ein Glied 21 mit einem zweiten Kniehebel 22
schematischen Zeichnungen beispielsweise erläutert, schwenkbar verbunden ist, der seinerseits schwenk-
und zwar zeigt bar an einem flugzeugfesten Ansatz 23 angelenkt ist.
F i g. 1 perspektivisch eine Schubumkehreinrich- Ein Glied 24 verbindet den Kniehebel 22 mit einer
tung nach der Erfindung in Schubumkehrstellung, die Klappe 13 betätigenden Kolbenstange 25 eines in
von unten und vorn gesehen; 50 einem Zylinder 27 eines doppeltwirkenden Antriebs
F i g. 2, 3 und 4 zeigen schematische Ansichten 44 bewegbaren Kolbens 26.
der Gelenkverbindungen und Antriebselemente mit Die Klappe 13 grenzt im Bereich ihrer Hintereiner
der beiden zweiten Klappen der Fig. 1, bei- kante 28 (Fig. 3) unmittelbar an eine flugzeugfeste
spielsweise der rechten Klappe, in denen die Rück- Wand 29 an, braucht jedoch nicht unbedingt auf
wärtsbewegung der Klappe- von Fahrtstellung über 55 dieser aufzuliegen. Im Bereich der Hinterkante ist
6()n/i)ige Oifenstellung bis zu vollständig geöffneter die Klappe 13 über einen Bolzen 30 und einen in
bzw. Schubumkehrstellung gezeigt ist, wobei die Fahrtstellung gemäß F i g. 2 im wesentlichen waageersten
Klappen und ihre Verbindungen mit den An- rechten Lenker 31 schwenkbar mit einem llugzeugtriebselementen
weggelassen sind; festen Ansatz 33 verbunden, und zwar über einen Fig. 5 zeigt schemalisch einen Horizontalschnitt 60 Bolzen 32. Der Lenker 31 dient zum Führen des
durch die Schubumkehreinrichtung, wobei Teile im hinteren Teils der Klappe 13 beim Bewegen aus der
Schnitt gezeigt sind und die Antriebselemente in ihrer Fahrtstellung in die Scluihumkehrstcllung. und uni-Fahrtstdluim
in ausgezogenen Linien und in Schub- gekehrt.
umkehrstellung in gebrochenen Linien dargestellt Aus Fig. 2 ist erkennbar, daß bei Bewegung des
sind, und 65 -Kolbens 26 nach rechts die Kolbenstange 25 über
' F i g. u in größerem Maßstab einen Teil, insbe- das Glied 24 den kniehebel 22 im Uhrzeigersinn
sondere die Antriebselemente, der Fi μ. 5. dreht, wodurch der kniehebel 17 uilt-vgen dem l'hr-
F i ii. 1 zeigt die Schubumkehreinrichtung ganz zeiger.sinii gedreht und damit auf den Bol/eii 16 eine
nach rückwärts bzw. in der Zeichnung nach rechts gerichtete Kraft wirkt, welche die Klappe 13 um
ihren hinteren Bolzen 30 schwenkt. Dies hat eine Abwärtsbewegung der Klappe im Bereich ihrer
Vorderkante zur Folge, weil sich der senkrechte Abstand des vorderen Bolzens 16 vom flugzeugfesten
Ansatz 20 verringert, und gleichzeitig eine Abwärtsbewegung
der Klappe 17 im Bereich ihrer Hinterkante, weil hier der senkrechte Abstand des hinteren
Bolzens 30 vom flugzeugfesten Ansatz 33 zunimmt.
Die gebrochenen Linien 34 und 35 (Fig. 2) zeigen
die Wege der Vorder- und der Hinterkante der Klappe 13 bei ihrer Bewegung aus der Fahrtstellung
in die Scluibumkchrstellung. Als Beispiel sind drei Punkte mit der Bezeichnung 0%, 6()°/o und 100%
angegeben, die den prozentualen Anteil der Bewegung bis zur vollständig geöffneten Stellung bzw.
Sehubumkehrstellung anzeigen. F i g. 2, 3 und 4 stellen jeweils in ausgezogenen Linien die Klappe in
ihren obengenannten drei Stellungen dar.
F ig. .!zeigt die Klappe 13 in ihrer zu 60% geölVnelen
Stellung und außerdem in gebrochenen Linien in ihrer zu 40° υ geölfnetcn Stellung. Wie
leicht aus Fig. 3 ersichtlich ist. wird die Hinterkante
der Klappe beim Ausfahren während etwas über 600Ii ihres Weges bzw. während des größten Teils
ihrer Bewegung aus der Fahrtstellung in die Schubumkehrslellung weiter nach außen bewegt als ihre
Vorderkante, so daß die aerodynamischen Kräfte dazu neigen, die Klappe während des größten Teils
ihrer Bewegung zu schließen.
Die ersten Klappen 11 und 12 werden durch einen zweiten Kolben 36 in dem gleichen Zylinder 27
(Fig. 2) betätigt, der eine buchsenartige Kolbenstange 37 aufweist, die die andere Kolbenstange 25
teleskopartig aufnimmt und die schwenkbar mit Hilfe eines Bolzens 56 (Fig. 6) mit je einem Glied
38 verbunden ist und an je einem Arm 39 angreift, der an den Klappen 11, 12 (Fig. 5) angelenkt und
wird von einer beliebigen, in geeigneter Weise gesteuerten Quelle (nicht gezeigt) einer Druckleitung
46 zugeführt und setzt die Leitung 47 und die linke Seile des Kolbens 36 unter Druck. Eine Leitung 48
steht gleichfalls unter Druck, aber auf Grund einer Drosselslelle, beispielsweise eines Absperrventils 57
(F i g. 6), wird das Strömungsmittel daran gehindert,
in den Raum zwischen die Kolben 26 und 36 einzutreten. Die Druckleitung 46 erstreckt sich außerdem
bis zu einer gleichen Betätigungseinrichtung (nicht gezeigt) auf der anderen Seite der Schubumkehreinrichtung,
die sie gleichzeitig betätigt. Der Kolben 36 wird nach rechts bewegt, wobei er den
Kolben 26 berührt und beide Kolben weiter nach rechts bewegt werden, bis die ersten und zweiten
Klappen die Sehubumkehrstellung erreichen bzw. die in Fig. 5 in gebrochenen Linien und in Fig. 6 in
ausgezogenen Linien gezeigte äußere Grenzstellung erreicht ist. Das Strömungsmittel wird durch die
Leitung 49, im Folgeventil 50 und eine Leitung 53 abgelassen, bis der Ventilkolbcn 51, der über eine
Stange 55, den Arm 39 und das Glied 38 (Fig. 2 bis 4) und die Kolbenstange 37 mit dem Kolben 36
in Wirkverbindung steht, sich nach rechts bewegt
und einen Durchgang von der Leitung 54 zu der Leitung 53 freigibt, so daß das Strömungsmittel
durch die Leitung 54, das Ventil 50 und die Leitung 53 abfließen kann. Alle Klappen 11,12,13,14 befinden
sich zu diesem Zeitpunkt in der in F i g. 1 und 4 gezeigten Scluibumkchrstellung, wobei allerdings
die Klappen 11 und 12 in Fig. 4 weggelassen sind.
- F i g. 6 zeigt vergrößert mit zusätzlichen Einzelheiten
die bevorzugte Doppelkolbcneinrichtung 44. Außerdem ist das Rückschlagventil 57 verdeutlicht,
das ungehinderte Bewegung des Kolbens 26 gewährleistet.
Bei Betätigung der Schubumkehreinrichtung sind die ersten Klappen 11 und 12 (Fig. 5) in ihrer
35
andererseits schwenkbar an einem flugzeugfesten An- 40 Fahrt- bzw. zurückgezogenen Stellung und geöffnet,
salz 40 gelagert ist.
In F ig. 2. 3 und 4 ist gezeigt, wie verhindert werden
kann, daß eine Strömung unter die Vorderkante der Klappen 13.14 in ihrer Fahrtstelkmg gelangen
und unbeabsichtigt eine Verstellung der Klappen in ihre Scliubumkohrstellung bewirken könnte. Hierzu
ist ein \eijiingier Vorsprung 41 an der Vorderkante
der Klappen vorgesehen, der unter einen rückwärtigen
Fortsatz 42 der Hülle des Strahlrohres an der Vorderkante der Klappenölfnimg 43 paßt.
Hin Merkmal der Scluibumkehrbremse ist die Lage des die Ablenkklappe rückwärts haltenden Bolzens
30. wenn die Klappe durch die sie abstützenden Gelenkverbindungen 17. 31 gesteuert wird. Wie in
F i g. 4 gezeigt ist. fällt das Momentanzentrum 58, d. h. die Überschneidung der Verlängerung der
vorderen und hinteren Lenker bzw. Glieder 18 und des Gelenkvierccks. im wesentlichen mit dem
Druckzentrum 59 sowohl des Nachstroms wie auch der abgelenkten Abgase zusammen.
F i g. 5 zeigt den Doppelantrieb 44 für die Schubumkehreinriehiting.
wobei die an Schwenkzapfen 16«, 30« und 16 Λ (nicht gezeigt) bzw. 30 b gelagerten
/weilen Klappen 13 und 14 durch den Kolben 26 und die ersten Klappen 11 und 12, die
um einen Zapfen 45 schwenkbar sind, durch den Kolben 36 betätigt werden.
Iviii geeignetes Strömungsmittel, z. B. Druckluft,
so daß der Antriebsstrahl frei austreten kann, und die zweiten Klappen (F i g. 2 bis 4) sind dadurch verschlossen,
daß die Kanten 41 und 42 miteinander im Eingriff stehen, wodurch ein aerodynamisch glatter
Abschluß über der Schubumkehreinrichtung geschaffen ist und die Klappen gegen ungewollte Verlagerung
gesichert sind, wobei die jenseits der neutralen Mittelstellung liegenden, ein Kniegelenk
bildenden Glieder 21, 22 ebenso die geschlossenen Klappen sperren.
Um die Klappen auszufahren, werden entsprechende (nicht gezeigte) Ventile betätigt, die ein
unter hohem Druck stehendes Strömungsmittel der Leitung 46 zuführen und gleichzeitig den Kolben 36
und den Kolben 26 nach rechts bis zur äußersten Grenzlage bewegen. Wie in Fi g. 2 bis 4 gezeigt ist,
wird die zweite Klappe 13 bzw. 14 während des größten Teils ihrer Rückbewegung in die Fahrtstellung
gedrückt, da die Vorderkante der Klappe über etwas mehr als 60 % ihrer Bewegung in die
Offenstellung nach innen zu der Strahlrohrliülle hin
geneigt ist. Wenn die Klappe jedoch die lOO'Voige bzw. vollständig geöffnete Stellung erreicht hat, hält
der Luftdruck die Klappe offen.
Der Antriebsstrahl wird dann nach vorn und außen durch die ersten Klappen 11 und 12 und zusätzlich
durch die zweiten Klappen 13 und 14 nach vorn abgelenkt.
Für die Rückführung der Klappen in die Fahrtstellung wird der Leitung 53 (F i g. 5) unter Druck
stehendes Strömungsmittel zugeführt, welches in Querrichtung über den Ventilzylinder 52 und die
Leitung 54 in den Arbeitszylinder 27 zwischen die Kolben 36 und 26 eintritt, so daß der Kolben 36
nach links bewegt wird. Wenn die ersten Klappen 11 und 12 in Fahrtstellung geschwenkt sind, wird der
Ventilkolben 51 gleichfalls nach links bewegt. Sobald der Kolben 36 seine äußerste Linksstellung erreicht
hat, ist die Leitung 48 frei, so daß das Druckmittel aus dem Raum zwischen den beiden Kolben
26 und 36 über die Leitungen 47 und 46 abfließen kann. Auch der Kolben 51 wird in seine äußerste
Linksstellung bewegt und leitet das Strömungsmittel aus dem Zylinder 52 durch die Leitung 49 auf die
rechte Seite des Kolbens 26. Wenn das Strömungsmittel von der Leitung 49 aus in den Zylinder 27
fließt, wird der Kolben 26 in seine äußerste Linksstellung bewegt und betätigt dadurcli die Gelenkverbindung
24,22,21 und 17, so daß die zweite
Klappe in die Fahrt- und Sperrstelhing zurückgezogen wird. Es ist zu beachten, daß die letzten
60 % des Bewegungswegs der Ablenkklappe mühelos vonstatten gehen, da die aerodynamischen Kräfte
gleichermaßen die Klappe in die Fahrtrichtung drücken.
Wenn die Gelenkverbindung sich in die Fahrtstellung bewegt (Fig. 2 bis 4), wird das Glied 22
nach links bewegt, so daß eine gerade Linie, die die Gelenkachse zwischen dem Glied 22 und Ansatz 23
mit der Gelenkachse zwischen dem Arm 19 und dem Glied 21 verbindet, rechts von der Gelenkachse zwischen
den Gliedern 22 und 21 verläuft. Dieses Überschreiten
der neutralen Mittelstellung bewirkt, daß jede von außen kommende Kraft im Sinne eines
ülfnens der Klappe 13 sich im Sinne einer Drehung des Gliedes 22 entgegen dem Uhrzeigersinn auswirken
müßte, der aber die linke Endlage der Kolben 26 und 36 entgegensteht, so daß alle Klappen 11 bis
14 (Fig. 5) in Fahrtstellung gesperrt sind.
Die Erfindimg schafft also eine sehr zuverlässige und wirksame Schubumkehreinrichtung mit in geeigneter
Folge wirksamen Gelenkverbindungen und mindestens zwei Sperren, durch die ein unbeabsichtigtes
Verlagern der Klappen aus ihrer Fahrtstellung wirksam verhindert wird.
Claims (8)
1. Schubumkehreinrichtung für den Strahlantrieb eines Fahrzeugs, insbesondere eines Flugzeugs,
mit wenigstens einer ersten in den Antriebsstrahl derart schwenkbaren Klappe, daß der
Antriebsstrahl wenigstens eine zweite Klappe beaufschlagt, die gemeinsam mit der ersten Klappe
aus der Fahrtstellung in die Schubumkehrstelliing bewegbar ist, wobei die zweite Klappe am Strahlrohr
mittels einer Gelenkverbindung gelagert ist und von Antriebselementen bewegt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gelenkverbindung
(16 bis 20, 30 bis 33) zumindest einen ersten, in der Fahrtstellung im wesentlichen
vertikalen Lenker (18) aufweist, dessen Ende (16) mit der zweiten Klappe (13) im Bereich von
deren Vorderkante gelenkig verbunden ist, und zumindest einen zweiten, in der Fahrtstellung im
wesentlichen horizontalen Lenker (31), dessen Ende (30) mit der zweiten Klappe im Bereich
von deren Hinterkante gelenkig verbunden ist, wodurch bei Betätigung durch die Antriebselemente
zunächst eine größere Vertikalbewegung des Endes (30) des horizontalen Lenkers als des
Endes (16) des vertikalen Lenkers erfolgt und damit zunächst die Hinterkante der Klappe weiter
ausgeschwenkt wird als deren Vorderkante.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in Schuburnkehrstellung das durch den Schnittpunkt der Richtung des ersten
Lenkers (18) mit der des zweiten Lenkers (31) bestimmte Stützzentrum (58) für die zweite
Klappe (13) nahe dem Druckzentrum (59) der auf diese wirkenden Luftkräfte liegt oder mit
diesem zusammenfällt.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkverbindung
ein die zweite Klappe (13) in Fahrtstellung sicherndes Kniegelenk (21, 22) aufweist.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die das Kniegelenk (21, 22)
aufweisende Gelenkverbindung drei Glieder aufweist, deren erstes (17) mit seinem einen Ende
(18) an der zweiten Klappe (13) und deren drittes (22) mit seinem einen Ende an einem fahrzeugfesten
Punkt (23) angelenkt und mit dem Antrieb (44) für diese Klappe verbunden ist.
5. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
während der ersten Hälfte der Bewegung in die Schubumkehrstellung-die Vertikalbewegung
des mit der zweiten Klappe (13) verbundenen Endes (30) des zweiten Lenkers (31) größer ist
als die des mit der Klappe verbundenen Endes (16) des ersten Lenkers (18).
6. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vorderkante der zweiten Klappe eine in Fahrtstellung angrenzende Teile (42) des Strahlrohres
hintergreifende Profilierung (41) aufweist.
7. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Gelenkverbindung der zweiten Klappe (13) über einen Kolben (26) in einem Zylinder (27) bewegbar
ist, welcher einen weiteren mit der ersten Klappe (11) verbundenen Kolben (36) enthält,
wobei die Kolben zum einen Ende des Zylinders hin gleichzeitig und zum anderen Ende hin nacheinander
bewegbar gesteuert sind.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolben (26, 36) über teleskopisch
zueinander angeordnete Kolbenstangen (25, 37) mit den Klappen (13, 11) verbunden
sind.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 109 6J1/37
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