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DE1420469A1 - Verfahren zur Herstellung von Carboxyalkylpolysiloxanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Carboxyalkylpolysiloxanen

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Publication number
DE1420469A1
DE1420469A1 DE19581420469 DE1420469A DE1420469A1 DE 1420469 A1 DE1420469 A1 DE 1420469A1 DE 19581420469 DE19581420469 DE 19581420469 DE 1420469 A DE1420469 A DE 1420469A DE 1420469 A1 DE1420469 A1 DE 1420469A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hydrolyzed
mixture
cyanoethyltrichlorosilane
hydrolysis
silicon
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19581420469
Other languages
English (en)
Inventor
Bluestein Ben Alfred
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
General Electric Co
Original Assignee
General Electric Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by General Electric Co filed Critical General Electric Co
Publication of DE1420469A1 publication Critical patent/DE1420469A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G77/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing silicon with or without sulfur, nitrogen, oxygen or carbon in the main chain of the macromolecule
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G77/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing silicon with or without sulfur, nitrogen, oxygen or carbon in the main chain of the macromolecule
    • C08G77/04Polysiloxanes
    • C08G77/14Polysiloxanes containing silicon bound to oxygen-containing groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Silicon Polymers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Carboxyalkylpolysiloxanen Priorität, 647 221 vom 20. März 1957 in USA Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur herstellung von Carboxyalkylpolysiloxanen, z. z.B. Carboxyäthylpolysiloxanen und zwar insbesondere unmittelbar aus einer hydrolysierbaren Masse, die als einen wesentliohen Bestandteil ein Cyanalkylohlorsilan enthält. Das Verfahren besteht darin, das man Hydrolyse des Cyanalkylchlorsilans in einem Hydrolysiermittel vornimmt, das konzentrierte wässrige Ohlorwasserstoffsäure von mindesgtens 20 Gewichts-% Konzentration aufweist.
  • Die e Cyanalkylchlorisilane, die bei der Ausübung der Erfindung verwendet werden können, haben die Formel worin R ein niederer Alkylrest mit weniger als 4 Kohlenstoffatomen, m eine ganze Zahl gleich 0 bis 1 und n eine genus Zahl gleich 2 bis 3, die Summe von m + n gleich höchstens S und x eine ganze Zahl gleich mindestens 2, z.B. 2 bis 8 oder mehr sind.
  • Zu solchen monomeren Verbindungen gehören z.B. Oyanäthyltriohlorsilan, Di-(cyanäthyl)-dichlorsilan, Cyanäthylmethyldichlorisilan, Cyanäthyläthyldichlorsilan, Cyanpropyltrichlorsilan, Cyanbutylpropyldiohloreilan usw. Substanzen dieser Art können hergestellt werden, indem plan eine Reaktion zwischen 1. einem olefinisohen Kohlenwasserstoff mit einer angelagerten Cyangruppe, z.B. Akrylnitril, Methakrylnitril, Allylcyanid, Crotylcyanid, α-Chlorakrylnitril usw. und 2. einem Silan mit siliziumgebundenem Wasserstoff, z. B. Triohlorsilan (SiHCl3), einem niedrigeren Alkyldichlorsilan, z. B. Methyldichlorsilan (CH3SiHCl2), Äthyldichlorsilan usw. auslöst. Ein derartiger Zusatz wird durch gewisse Basen, z.B. tertiäre Amine, Natriummethylat, sekundäre Amine usw. katalysiert.
  • Genauere Anweisungen zur Herstellung dieser Cyanäthylchlorsilane finden sich in den schwebenden Patentanmeldungen von Maurice Prober Serial No. 401 702 und 401 703 vom 31. Dezember 1953 der Anmelderin. Beide Anmeldungen werden für die Offenbarung der vorliegenden Anmeldung in Bezug genommen. Viele dieser Cyanalkylchlorsilane sind in der gleichzeitig schwebenden Anmeldung von Glenn D. Cooper und Maurice Prober Serial No. 401 704 vom 31. Dezember 1953 offenbart und beansprucht.
  • Frühere Methoden zur Hydrolyse dieser Cyanalkylchlorsilane umfaesten zunächst Hydrolyse des Chiorsilans selbst zum Cyanalkylpolysiloxanzustand und darauffolgende Umwandlung zum Carboxyalkylpolysiloxanzustand duroh geeignete Hydrolysetechnik.
  • Dies bedeutet naturlich ein zweistufiges Verfahren, und ausserdem ist es zeitraubend und teuer, oft ergibt es auch unvollständige Hydrolyse der Cyangruppen. Auf dem Wege der Erfindung iat es möglich, Hydrolyse des Cyanalkylchlorsilane entweder allein oder im Kombination mit anderen Alkylchloreilanen, die frei von siliziumgebundenen Cyanalkylresten sind1 wie s.B, Methyltrichlorsilan, Dimethyldichlorsilan, Trimethylchlorsilan, Diäthyldichlorsilan, Äthyltrichlorsilan usw. inittels der konzentrierten Chlorwasserstoffsäure vorzunehmen, um in einer Stufe nicht nur Hydrolyse der siliziumgebundenen Chloratom. unter Bildung von Poly siloxanverkettungen zu ergaben, sondern auch Hydrolyse der Cyan gruppe zu bewirken und sie in die Carboxylgruppe umzuwandeln. Die Carboxylgruppe steht zur weiteren Umsetzung zur Verftigung und erhöht die Funktionsfähigkeit des Organopolysiloxans. . So kann die Carboxylgruppe mit Alkoholen oder anderen ähnlichen Vereaterungs mitteln verestert werden, oder die Carboxylgruppen können auf anderen Wegen behandelt werden, um auch noch stärker abweichende Arten von reaktiven Gruppierungen an der aliphatischen Verkettung zwischen der Carboxylgruppe und dem Silizium des Organopolysiloxans zu bilden.
  • Eines der Merkmale der Erfindung, das vom wirtschafthohen Standpunkt besonders reizvoll ist, besteht in der Tatsache, dass diese zweifache Hydrolyse von siliziumgebundenem Chlor und Hydrolyse der Cyangruppe zu Carboxylgruppen mit der konzentrierten wässrigen Chlorwasserstoffsäure bei Zimmertemperatur, z.B. im Bereich von etwa 20 bis 500 vorgenommen werden kann und noch praktisch quantitative Ausbeuten liefert. Temperaturen oberhalb 500 können angewandt werden, jedoch sollen zu hohe Temperaturen nicht benutzt werden, da sie gern zu einer unerwünschten Erhöhung des Molekulargewichtes des Reaktionsproduktes führen können, das unschmelzbar und unlöslich wird.
  • Der Umstand, dass Hydrolyse des Cyanalkylchlorsilans in konzentrierter HCl die vorstehenden Ergebnisse liefert, war unerwartet und konnte in keiner Weise vorausgesehen werden, weil Hydrolyse, z.B. von Cyanäthylchlorsilanen $entweder allein oder in Kombination mit anderen Organochlorsilanen) selbst in-einem Wasserüberschuss ein Polymer ergab, das trotz der Gegenwart von HCl als Ergebnis der Hydrolysereaktion noch eine grosse Menge an Cyangruppen besass. Du so erhaltene Polymer gab keinerlei Naohweis auf das Vorhandensein irgendwelcher C Carboxyäthylgruppen.
  • Die konzentrierte wässrige Salzsäurelösung, in welcher die Hydrolyse durchgeführt wird, hat vorzugsweise eine Konzentration im Bereioh von etwa 20 bis etwa 40 Gewichts-% oder mehr.
  • Bei der Vornahme der Hydrolyse soll genügend konsentrier. te Chlorwasserstoff säure angewendet werden, so dass das Wasser in der letzteren Lösung angemessen ist, um Hydrolyse aller siliziumgebundener Chloratome in de Cyanalkylchlorsilen und sonstigen cohydrolysierbaren Organochlorsilanen zu bewirken, die zwischenkondensiert oder cohydrolysiert sind, und sie soll auch ausreiohend sein, um die Cyangrnppe in die Carboxylgruppe umzuwandeln.
  • Vorzugsweise verwendet man so mindestens 1 Mol Wasser in der wässrigen Chlorwasserstoffsäurelösung für jedes silziumgebundene Chloratom plus 2 Mol Wasser zur Umwandlung der Cyangruppe . Wenn man z.B. Cyanäthyltrichlorsilan hydrolysiert, beträgt die molare Konzentration mindestens 3,5 Mol Wasser j Je Mol Cyanäthyltrichlorsilan. Wenn cohydrolysierbare Silane, wie Methylchlorsilane, mit den Cyanchlorsilanen verwendet werden, kann das gesamte molare Wassererfordernis infolge der Tatsache geringer sein, das diese zusätzlichen Chlorsilane kein Wasser für die Umwandlung von Cyangruppen in Carboxylgruppen benötigen. Da die Hydrolyse des Chlorsilans bzw. Chlorsilangemisches zusätzliches HCl in die Reaktionsmischung einführt und dies wiederum den Chlorwasserstoffgehalt oder die Konzentration in dem Reaktionsgemisch erhöht, ist ersichtlich, dass auch noch niedrigere Konzentrationsbereiche an HCl ziemlich wirkungsvoll benutzt werden können, um die kombinierte Hydrolyse des siliziumgebundenen Chlors und der Cyangruppe zu verursachen. Überschüsse an konzentrierter wässriger HCl, z.B. bis so 4 bis 8 Mol HCl und Wasser, sind in dem Verfahren nicht schädlich.
  • Zum besseren Verständnis der Art der Durchführung der Erfindung werden als Erläuterung Jedoch nicht im Sinne einer Beschränkung die folgenden Beispiele mitgeteilt. Alle Mengenangaben beziehen sioh auf das Gewicht.
  • Das in den folgenden Beispielen verwendete Cyanäthyltrichlorsilan wurde dadurch hergestellt, dass eine Reaktion zwischon äquimolaren Mengen Akrylnitril und Triohlorsilan unter Benutzung von etwa 5 Mol % Tributylamin als Katalysator ausgelöst wurde, wie insbesondere in der schwebenden Patentanmeldung von Maurioe Prober Serial No. 401 702 vom, 31. Dezember 1953 der Anmeldenn angegeben ist.
  • Beispiel lt 94 Teile Cyanäthyltrichlorsilan wurden unter Rühren zu 225 eilen konzentrierter wässriger HCl mit etwa 35 % Hal sugesetzt. Der Zusatz vollzog sich in etwa 10 Minuten, wonach eine klar Lösung erhalten war. Die Lösung wurde mit NaOH bis zu einem pH von etwa 5 neutralisiert. Das doppelte Volumen ethanol wurde zugesetzt, und eine viskose Flüssigkeit wurde abgetrennt. Diese viskose Flüssigkeit wurde mit Äthylalkohol gewasschen und ii Vakuum unter Lieferung eines harten festen Stoffes getrocknet.l Infrarot-Prüfung zeigte das Vorhandensein von Carboxylgruppen.
  • Es war kein Nachweis für irgendwelche Cyangruppen vorhanden.
  • Beispiel 2: Gemische von TRimethylchlorsilan mit Cyanäthyltrichlorsilan wurden hydrolysiert, indem man das Chlorsilangemisch zu einem Überschuss konzentrierter wässriger Chlorwasserstoffsäure bei Temperaturen von etwa 25 bis 280 zusetzte. Die wässrige Chlorwasserstoffsäure enthielt etwa 30 % HC1. Eine genügende Menge konzentrierter wässriger Chlorwasserstoffsäure wurde benutzt, so das mindestens ein Mol Wasser je Mol siliziumgebunden,em Chlor und 2 Mol Wasser Je Mol Cyangruppe vorlagen. insbesondere wurden 3 Teile der 30 %-igen HCl Je Anteil Chlorsilangemisch benutzt.
  • Die Reaktionsprodukte fielen während der Reaktionsdauer aus.
  • Diese lieferten feste harzartige lassen, die bei Infraret-Analyse keinen Nachweis für das Vorhandensein restlicher Nitrilgruppen ergaben, und das Vorhandensein von Carboxyäthylgruppen offenbarton. Ausserdem wurde jede der Harsproben verschiedene Zeit lang auf 1100 und 2000 erhitzt, um die Gewichtsverluste bei diesen Temperaturen ru ermitteln. Die folgende Tabelle 1 zeigt die Konzentrationen an Trimethylchlorsilan sowie die Gewichtsverluste der verschiedenen Reaktionsprodukte bei den verschiedenen Temperaturen.
  • Tabelle 1 Gewichtsverluste in % Probe Mol %*) 110° 200° 110° 220° Nr. (CH3)3S1@1 1 Std. 1 Std. 1@ Std. 1@ Std.
  • 1 10 2,7 5,7 319 7,1 2 50 11,1 14,4 12,2 16,8 3 75 22,5 12,3 20,2 32,8 ) Der Rest des Chlorsilangemisches bestand aus Cyanäthyltrichlorsilan.
  • Die harsigen Produkte bestanden aus Trimethylsiloxy-Einheiten und Carboxyäthylsiloxy-Einheiten der Formeln (CH3)SiO1/2 und HOOCC2H4SiO3/2.
  • Beispiel 3: In diesem Beispiel wurden unterschiedliche molare Konzentrationen an Dimethyldichlorsilen zusammen mit Cyanäthyl trichlorsilan unter Verwendung wässriger konzentrierter HCl von 35 Gewichts-% Konzentration in ähnlicher Weise wie im Beispiel 2 hydrolysiert. Das Gewichtsverhältnis der Bestandteile war dasselbe wie im Beispiel 2. Die Reaktionsprodukte fielen aus der Hydrolysereaktionsmischung wie im Beispiel 2 aus, und Jedes erhaltene harzartige Produkt wurde unterschiedliche Zeiten bei verschiedenen Temperaturen erhitzt. Ausserdem wurde Infrarot-Analyse an jeder Harzmasse durchgeführt. Diese Analyse zeigte das Fehlen von Cyanresten und die Gegenwart von wesentlichen Mengen siliziumgebundener Carboxyäthylgruppen in dem Polysiloxan. Die folgende Tabelle 2 zeigt die molare Konzentration des Dimethyldichlorsilans (der Rest bestand au. Cyanäthyltrichlorsilan) sowie die Erhitzungsverluste der verschiedenen Harzprodukte, die man unter den in der Tabelle angegebenen Bedingungen erhielt.
  • Tabelle 2 Gewichtsverluste in % Probe Mol 1100 2000 1100 2000 Nr, (CH3)2SiCl2 1. Std. 1 Std. 16 Std. 16 Std.
  • 4 10 19,3 22,9 18,3 25,2 5 90 10,4 14,7 13,0 16,2 Der Rest des Chlorsilangemisches bestand aus Cyanäthyltrichlorsilan.
  • Die Harsprodukte bestanden aus Dimethylsiloxy-Einheiten und Carboxyäthylsiloxy-Einheiten der Formch (CH3)2SiO und HOOCC2H4SiO3/2.
  • Statt Cyanäthyltrichlorsilan zu benutzen, ksnn man andere Cyanorganochlorsilane verwenden, für die oben viele Beidie genannt worden sind. Ausserdem knnn die Konzentration des cohydrolysierbaren niedrigeren Alkylchlorsilans, wie aus den vorstehenden Beispielen ersichtlich ist, innerhalb weiter Grenzen abgewandelt werden, wenn man dieses z.B. mit dem Cyanäthyltrichlorsilan unter Benutzung konzentrierter Chlorwasserstoffsäure zusammen hydrolysiert. So kann vorteilhafterweise das gemeinsam hydrolysierbare Gemisch so geringe Mengen wie etwa 1 bis 10 Gewichts-% des Cyanalkylchlorsilans, z.B. Cyanäthyltrichlorsilans, enthalten. Offensichtlich kann auch die Konzentration der Chlorwasserstoffsäure wie vorstehend erwähnt weitgehend verändert werden, um gleichwertige Ergebnisse zu erzielen. Alle in den vorstehenden zwei Beispielen mit abgewandelten Mengen zwisobenkondensierter Trimethylsiloxy-Einheiten und Dimethyleiloxy-Einheiten hergestellten Organopolysiloxane waren in Wasser unlöslich, aber wurden im allgemeinen in starken Basen, z.B. 20 %-igem NaOH aufgelöst.
  • Die Tatsache, dass die Carboxyalkylpolysilexane, z.B. die Carboxyäthylpolysiloxane, in solchen Lösungsmitteln wie Hexan, Diäthyläther, Toluol und Aceton unlöslich sind, empfiehlt die Verwendung der Polymere mit diesen Carboxyäthylsiloxy-Einheiten tAr Verwendungszwecke, die Widerstandsfähigkeit gegen solche Lösungsmittel verlangen, z.B. in Dichtungsanlagen, elektrischen Ieitern usw.
  • Die gemäea dem oben beschriebenen Verfahren zur Bydrolyse der Cyanalkylchlorsilane entweder allein oder in Kombination mit' anderen niederen Alkylchlorsilanen erhaltenen Massen können der allgemeinen Formel (HOOCCxH2x)aR'bSiO4-(a+b)/2 entsprechend angesehen werden, worin R' ein Alkylrest (z.B.
  • Methyl, Äthyl, Butyl, Hexyl, Dodecyl usw.) ist, a ein Wert von von 0.01 bis 2,0 hat und die Summe a + b 1,0 bis 2,5 beträgt, whhrend x die oben angegebene Bedeutung hat. Dabei scheint es, da in der Polysiloxankette Siliziumatome vorhanden sind, die R'-Gruppen unmittelbar angelagert enthalten, in welchen das Siliziumatom keine Carboxyalkylgruppe, s.B. Carboxyäthyl, daran angelagert aufweist.
  • Diese Carboxyalkylpolysiloxane können mit langkettigen Alkoholen umgesetzt werden, um durch Vermittlung der carboxylgruppe Ester zu bilden, die dann als Weichmacher für Organopolysiloxanharze, Kautschuke usw. benutzt werden können und auch eine Brauchbarkeit als Weichmacher für Polyvinylhalogenidharze, wie Polyvinylchloridharze besitzen, bei denen die Widerstandsfähigkeit gegen hohe Temperaturen in den Organopolysiloxanresten wesentlich die Eigenschaften des Polyvinylhalogenidharzes verbessern kann, während gleichzeitig diesem Harz eine plastifizierende Wirkung erteilt wird.
  • Die gemäss der Erfindung hergestellten Carboxylalkylpolysiloxane können sur Herstellung von Kupfersalzen benutzt werden, die als Insektizide verwendbar sind. So kann das Organopolysiloxan, das man auf Grund einer Umsetzung zwischen konzentrierter HCl und Cyanäthyltrichlorsilan erhält, in Wasser aufgelöst und mit Kupfernitrat versetzt werden. Das so gebildete Eupfersalz wird zweckmässig mit Wasser gewaschen, um eine Masse zu liefern, die sur Behandlung verschiedener Materialien wertvoll ist, um sie widerstandsfähig gegen Schimmelbildung zu machen.

Claims (6)

  1. Patentansprüche 1. Verfahren zur Herstellung von Carboxyalkylpolysiloxanen, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Masse, die als wesenthohen Bestandteil ein Cyanalkylchlorsilan der Formel enthält, in einer hydrolysierenden Umgebung, die konzentrierte wässrige Chlorwasserstoffsäure von mindestens 20 Gewichts-% Konzentration aufweist, hydrolysiert, wobei in der Formel R ein niederer Alkylrest mit weniger als 4 Kohlenstoffatomen, m eine ganze Zahl gleich 0 bis 1, n eine ganze Zahl gleich 2 bis 3, die Summe von m + n gleich höchstens 3 und x eine ganze Zahl gleich mindestens @ ist.
  2. 2 Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Cyanalkylchlorsilan in Mischung mit einem anderen cohydrolysierbaren Alkylchlorsilan, das frei von siliziumgebundenen Carboxylalkylgruppen ist, gemeinsam hydrolysiert wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, das ein Gemisch hydrolysiert wird, das Cyanäthyltrichlorsilan und Trimethylchlorsilan enthält.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gemisch, das Cyanäthyltrichlorsilan und Dimethyldichlorsilan enthält, hydrolysiert wird.
  5. 5. Verfahren nach eine der vorhergehenden Ansprüche, daduroh gekennzelchaet, dass ein Gemisch hydrolysiert wird, das Cyanätbyltri chlorsi lan, Dimethyldichlorsilan und Trimethylchlorsilan enthält.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet. dass ein Gemisch hydrolysiert wird, das Cyanäthyltrichlorsilan und Methyltrichlorsilan enthält.
DE19581420469 1957-03-20 1958-03-18 Verfahren zur Herstellung von Carboxyalkylpolysiloxanen Pending DE1420469A1 (de)

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