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DE1410711C - Fadenwächter - Google Patents

Fadenwächter

Info

Publication number
DE1410711C
DE1410711C DE1410711C DE 1410711 C DE1410711 C DE 1410711C DE 1410711 C DE1410711 C DE 1410711C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
thread
wand
tension
cutting knife
leg
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Auf Nichtnennung Antrag
Original Assignee
Maschinenfabrik Benmnger AG, Uz wil (Schweiz)
Publication date

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Description

1 2
Die Erfindung betrifft einen Fadenwächter mit führer der beweglichen öse zulaufende Fadenschen-
einer Tastnadel, über welche ein Faden V-förmig kel des V-förmig geführten Fadens in den Bereich
geführt wird und welche unter der Wirkung einer des Schneidmessers und verläuft an dieser Stelle
Feder der Fadenspannung entgegenwirkt, und mit unter einem großen Winkel zum Schneidmesser. Es einem zwischen den Schenkeln des V-förmig geführ- 5 hat sich nun gezeigt, daß beim Zertrennen eines
ten Fadens fest angeordnetem Schneidmesser, das Fadens, wenn dieser an der Trennstelle einen gro-
bei normaler Fadenspannung annähernd parallel zu ßen Winkel, d. h. nahezu einen rechten Winkel mit
dem von der Tastnadel ablaufenden Fadenschenkel dem Schneidmesser bildet, die Fibrillen des Fadens
ausgerichtet ist und bei Überschreiten einer maximal aufreißen und der Faden nicht glatt durchschnitten zulässigen Fadenspannung einen Fadenschenkel io wird, so daß beim nachträglichen Anknoten des
durchschneidet. Fadens zuerst die beiderseits der Trennstelle beschä-
Fäden, welche z. B. von einem Schär- oder Zettel- digten Fadenenden abgeschnitten werden müssen, gatter abgezogen und zur Aufwicklung der Trommel Demgegenüber wird die vorgenannte technische einer Wickelmaschine zugeführt werden, durchlaufen Aufgabe beim erfindungsgemäßen Fadenwächter daüblicherweise. zwischen Gatter und Maschine in der 15 durch gelöst, daß das Schneidmesser bei normaler Reihenfolge eine Fadenbremse, die zur Erzeugung Fadenspannung von dem von der Tastnadel abeiner bestimmten Fadenspannung dient, einen Faden- laufenden Fadenschenkel einen solchen Abstand aufwächter, der ihr Vorhandensein kontrolliert, ein weist, daß dieser Fadenschenkel durchschnitten wird. Fadenkreuzriet und ein Schärriet. Hierdurch wird erreicht, daß bei Überschreiten Bleibt ein Faden infolge mangelhafter Aufspulung 20 der normalen Fadenspannung und der dadurch verhängen, beispielsweise beim Hinunterreißen ganzer ursachten Schwenkung der Tastnadel entgegen Lagen von der Spule oder wenn sich auf dieser hin- Federwirkung der von der Tastnadel ablaufende terspulte Stellen befinden, so erzeugt die weiter- Fadenschenkel der nahezu parallel zum Schneidarbeitende Wickelmaschine eine Erhöhung der Fa- messer ausgerichtet ist, in den Bereich der Schneide denspannung, die bis zum Zerreißen desselben gehen 25 des Schneidmessers gebracht wird, mit welcher er kann. Zwar wird in diesem Augenblick der Faden- unter einem ganz spitzen Winkel in Berührung gewächter diesen Fadenbruch signalisieren und die langt und glatt durchtrennt wird, ohne daß dabei Wickelmaschine stillsetzen, da aber bekanntlich die die Fibrillen des Fadens aufgerissen werden, größte Fadenspannung im ziemlich scharfen Riet in Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen unmittelbarer Nähe der Wickeltrommel auftritt, zer- 30 Fadenwächters wird an Hand einer auf die zum reißt der Faden in den weitaus meisten Fällen an Verständnis der Erfindung notwendigen Teile bedieser Stelle und das abgerissene Ende wird noch schränkte Zeichnung erläutert. Es zeigt auf die Trommel aufgewickelt bevor diese zum Still- Fig. 1 in Ansicht einen Teil eines Gatters mit drei stand kommt. Das Aufsuchen des abgerissenen Fadenspulen und drei Vorrichtungen zum Zertren-Fadenendes auf der Wickeltrommel ist aber äußerst 35 nen des Fadens bei erhöhter Spannung, zeitraubend und umständlich. · Fig. 2 eine Draufsicht auf die in Fig. 1 gezeig-
Ein weiterer Nachteil der bisher meist üblichen ten Teile,
eingangs geschilderten Anordnung ist ferner darin F i g. 3 einen Schnitt durch eine Vorrichtung zum zu sehen, daß sie Fäden, welche aus den oben Verhindern, daß Fäden mit erhöhter. Spannung verangegebenen Gründen unter einer erhöhten Span- 40 arbeitet werden, und
nung von den Spulen abgezogen werden, aber ohne Fig. 4 eine Draufsicht auf die Teile der Fig. 3.
daß die Reißgrenze erreicht wird, nicht signalisieren Auf einem nicht näher dargestellten Schärgatter
kann, da der Fadenwächter nur auf Fadenbrüche sind in enger Anordnung eine große Zahl von Spu-
reagiert. Solche verstreckte Fäden beeinträchtigen len 2 angeordnet, deren Fäden 1 über ein nicht dar-
jedoch die Qualität des Produkts ganz erheblich. Sie 45 gestelltes Fadenkreuzriet und Schärriet als Band
werden als sogenannte »Glanzfäden« erst im fertigen oder Fadenfeld unter gleichmäßiger Spannung auf
Gewebe sichtbar und führen zu Ausschuß. j die Wickeltrommel einer ebenfalls nicht dargestellten
Der Erfindung liegt daher die technische Aufgabe Wickelmaschine aufgewickelt werden sollen. Jeder zugrunde, einen Fadenwächter so auszubilden, daß einzelne, von einer Spule 2 abgezogene Faden 1 wird beim Zetteln und Schären die Entstehung überstreck- 50 dabei durch eine abgerundete Kante eines in unter Fäden verhindert und beim Überschreiten einer - mittelbarer Nähe der Spule angeordneten U-Profils3, maximal zulässigen Fadenspannung der Faden durch- w[e aus den F i g. 2 und 4 ersichtlich, in einem stumpschnitten wird. fen Winkel abgelenkt und hierauf in einem spitzen
Zur Lösung dieser Aufgabe ist schon ein Faden- Winkel bzw. V-förmig um eine ihm zugeordnete wächter vorgeschlagen worden, bei welchem der 55 Tastnadel 4 geführt, worauf er dann zu den Rieten Faden mittels eines festen Fadenführers und einer und zur Wickeltrommel gelangt. Jeder Tastnadel 4 auf einer schwenkbaren Tastnadcl angeordneten be- ist ein am U-Profil starr befestigtes Schneidmesser 5 weglichen Fadenführungsöse V-förmig geführt wird. mit Leitbügel 6 zugeordnet. Jede Tastnadel 4 ist Die Tastnadel steht unter der Wirkung einer Feder, radial in einen Endteil einer Welle 7 eingepreßt, die die der Fadenspannung entgegenwirkt. Zwischen den 60 ihrerseits den Innenraum des U-Profi!s 3 durchsetzt Schenkeln des V-förmig geführten Fadens ist ein und bezüglich letzterem drehbar gelagert ist. Wie fest angeordnetes Schneidmesser vorgesehen, das bei insbesondere aus den F i g. 3 und 4 näher hervornormaler Fadenspannung annähernd parallel zu dem geht, ist im Innern des U-Profils 3 und somit an völvon der Fndeiiführiingsöse ablaufenden Fadenschar lig staubgeschützter Lage ein Schaltstück 8 auf der kcl der V-förmigen Fadenführung ausgerichtet ist 65 Welle 7 drehbar angeordnet, das durch eine Zug- und bei Überschreiten einer maximal zulässigen leder 9 über eine Ausfräsimg 10 gegen einen aus der Fadenspannung dun anderen Fadenschenkel durch- Welle 7 radial vorragenden Stift Il gedrückt wird, schneidet. Dabei gelangt der von dem festen Faden- ledern der Schultstiickc 8 ist weiter ein Winkelstück
12 zugeordnet, das an einer isolierten Deckplatte 13, welche die offene Seite des U-Profils 3 abschließt, befestigt und dabei mit einer Kontaktschiene 14 verbunden ist. Der von der Deckplatte 13 abstehende Schenkel des Winkelstückes 12 ist mit einem vierkantigen Loch 25 versehen, das einen Isolierblock 15 aufnimmt, der auf einer Stange 16 axial beweglich geführt ist und von einem Stellring 18 auf der Stange 16 aus über eine Druckfeder 17 mit einem als Anschlag dienenden Bund gegen das Winkelstück 12 gepreßt ist.
Die untere Fläche 19 des Isolierblocks 15 dient als Anschlag für das Schaltstück 8, das mit einem Lappen 20 an dieser Fläche 19 anliegt.
In der Grundstellung der dargestellten Vorrichtung wird das Schaltstück 8 durch die Zugfeder 9 soweit verdreht, bis ein an ihm vorgesehener Nocken 24 am freien Ende des Winkelstücks 12 anschlägt. Hierbei wird über eine Nase 21 des Schaltstücks 8, die auf den Stift 11 wirkt, die Achse 7 etwas verdreht und damit auch die Tastnadel 4 in F i g. 3 nach links verschwenkt. In dieser Grundstellung der Vorrichtung ist die Tastnadel 4 zwischen einem am U-Profil 3 angebrachten Anschlag 22 und der Nase 21 frei schwenkbar. Sobald jedoch der Faden 1, wie in den Figuren dargestellt, V-förmig um die Tastnadel 4 läuft, wird diese durch den Fadenzug des laufenden Fadens in ihre Betriebsstellung geschwenkt, in welcher der Lappen 20 gegen die untere Fläche 19. des Isolierblocks 15 gepreßt wird.
Mittels der Stange 16 und der auf ihr festsitzenden Stellringe 18 ist es nun möglich, sämtliche Druckfedern 17 so zu spannen, daß alle Isolierklötze 15 mit gleicher Kraft gegen ihren Sitz auf dem ihnen zugeordneten Winkelstück 12 gepreßt werden. Erhöht sich nun die derart eingestellte Fadenspannung eines Fadens durch Rupfen oder Hängenbleiben über dieses eingestellte Maß hinaus, so verschwenkt der betreffende Faden seine Tastnadel 4 in Richtung des Pfeils 23 (F i g. 3) aus ihrer normalen Betriebsstellung, wobei über die Welle 7, Stift 11, Nase 21, Schaltstück 8 und Lappen 20 der Isolierblock 15 entgegen der Federkraft der Feder 17. gehoben wird. Der die Tastnadel 4 immer noch V-förmig umlaufende Faden 1 kommt hierbei in den Bereich der Schneidekante des im V auf der Auslaufseite des Fadens angeordneten Schneidmessers 5 und schneidet sich beim Weiterschwenken der Nadel 4 selbst durch. Das Schneideorgan kann hierbei parallel oder wie dargestellt, im spitzen Winkel zur Auslauf riehtung des Fadens stehen.
Sobald nun durch das Zerschneiden des Fadens die Fadenspannung sprunghaft verschwindet, schnellt das Schaltstück 8 unter der Wirkung der Zugfeder 9 zurück, bis der Nocken 24 wieder am freien Ende des Winkelstücks 12 zum Anschlag kommt. Gleichzeitig wird über die Nase 21, den Stift H und die Welle 7 die Tastnadel in ihre Ausgangsstellung zurückgeschleppt.
Damit beim Abschneiden eines Fadens gleichzeitig auch die Wickelmaschine stillgesetzt werden kann, wird durch das' Zurückdrehen des Schaltstücks 8 in seine Grundstellung durch die Zugfeder 9 beim Anschlagen des Nockens 24 am Ende des Winkelstücks 12 ein Stromkreis zwischen dem U-Profil 3 als Masse und der isolierten Kontaktschiene 14 geschlossen. -
Dadurch, daß bei der beschriebenen Anordnung beim Auftreten von Fadenspanriungen, die zu Fadenbrücken oder Glanzfäden führen könnten, der betreffende Faden sofort und unmittelbar bei der Spule und entsprechend weit von der Wickelmaschine entfernt zertrennt und gleichzeitig die Wickelmaschine abgestellt wird, wird nicht nur das Auftreten von erst im fertigen Gewebestück sichtbaren Glanzfäden vermieden, sondern hauptsächlich auch das lästige Aufwickeln von im Schärriet abgerissenen Fader enden auf die durch ihre Trägheit nur langsam abzustoppende Wickeltrommel.
Damit zwischen dem Nocken 24 des Schaltstücks 8 und dem Winkelstück 12 ein prellfreier Kontakt entsteht, ist das Schaltstück 8 so ausgebildet, daß der Stift 11 in der Ausfräsung 10 in der gleichen Richtung bis zum Anschlag der Tastnadel 4 an den Anschlagstift 22 weiterdrehen kann.
Es sei hier noch darauf hingewiesen, daß die beschriebene Anordnung es. gestattet, durch Verstellen der Stange 16 gleichzeitig diejenige Spannung sämtlicher, dieser Stange zugeordneten Fäden, bei welcher die Zertrennung durch das Schneideorgan erfolgen soll, gemeinsam einzustellen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Fadenwächter mit einer Tastnadel, über welche ein Faden V-förmig geführt wird und welche unter der Wirkung einer Feder der Fadenspannung entgegenwirkt, und mit einem zwischen den Schenkeln des V-förmig geführten Fadens fest angeordneten Schneidmesser, das bei normaler Fadenspannung annähernd parallel zu dem von der Tastnadel ablaufenden Fadenschenkel ausgerichtet ist und bei Überschreiten einer maximal zulässigen Fadenspannung einen Fadenschenkel durchschneidet, dadurch gekennzeichnet, daß das Schneidmesser (5) bei normaler Fadenspannung von dem von der Tastnadel (4) ablaufenden Fadenschenkel einen solchen Abstand'aufweist, daß dieser Fadenschenkel durchschnitten wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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