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DE1496036C - Verfahren und Vorrichtung zur gleichzeitigen kontinuierlichen Erzeu gung einer Vielzahl von Faden durch me chanischen Abzug aus hitzeplastischen, mineralischen, in Form von Stäben einge führten Materialien, insbesondere Glas - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur gleichzeitigen kontinuierlichen Erzeu gung einer Vielzahl von Faden durch me chanischen Abzug aus hitzeplastischen, mineralischen, in Form von Stäben einge führten Materialien, insbesondere Glas

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Publication number
DE1496036C
DE1496036C DE19631496036 DE1496036A DE1496036C DE 1496036 C DE1496036 C DE 1496036C DE 19631496036 DE19631496036 DE 19631496036 DE 1496036 A DE1496036 A DE 1496036A DE 1496036 C DE1496036 C DE 1496036C
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DE
Germany
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glass
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thread
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
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DE19631496036
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English (en)
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DE1496036B2 (de
DE1496036A1 (de
Inventor
der Anmelder C03b 37 02 ist
Original Assignee
Schuller, Werner Hugo Wilhelm, 8022 Grunwald
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schuller, Werner Hugo Wilhelm, 8022 Grunwald filed Critical Schuller, Werner Hugo Wilhelm, 8022 Grunwald
Publication of DE1496036A1 publication Critical patent/DE1496036A1/de
Publication of DE1496036B2 publication Critical patent/DE1496036B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1496036C publication Critical patent/DE1496036C/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Tropfen bei einem Fadenriß solcher Größe, daß sie infolge ihrer Schwere einen Faden nach sich ziehen, aus. Ein senkrecht nach unten fallender, einen neuen Faden nach sich ziehender Tropfen würde die benachbarten Fäden zerstören, was eine Kettenreaktion von Fadenrissen zur Folge hätte. Aus diesem Grunde sind Kühleinrichtungen unter dem Düsenboden vorgesehen, die bei einem Fadenriß den Glaszufluß der betreffenden öffnung zur Erstarrung bringen. In der Praxis muß nach mehr als vier Fadenrissen, insbesondere bei der Erzeugung feiner Glasseide, die Produktion unterbrochen werden, um dann die »eingefrorene« Glasmasse an und in den Düsenwarzen wieder »aufzutauen« und von Hand zu neuen Fäden auszuziehen, mit den anderen Fäden zusammenzufassen und einen neuen Spulvorgang einzuleiten.
Bei der als Rohstoff waagerecht eingelegte Stäbe verwendenden Abwandlung dieses Verfahrens, das in der Praxis keine Bedeutung erlangt hat, muß mit einer oben offenen Düsenwanne gearbeitet werden. Demzufolge waren Entglasungserscheidnungen, z. B. die Bildung einer Oberflächenhaut unvermeidlich, wenn man nicht den jeweils zugeführten Stab sehr schnell erhitzt und zur höchsten Tempratur bringt, um ihn erst danach als sehr niedrig viskose Masse in eine »Abstehzone« zu führen. Nachteilig wirkt sich in diesem Falle die bereits in Zusammenhang mit dem Kugeln verwendenden Verfahren beschriebene Schockwirkung aus, womit der plötzliche Temperaturabfall in der Umgebung des neu zugeführten Stabes verstanden werden soll, eine Wirkung, die sich erfahrungsgemäß bis an den Düsenboden erstreckt.
Der Erfolg des Stabziehverfahrens bei Verwendung eines üblichen Stabdurchmessers besteht unter anderem darin, daß jedem Fadenbruch am erhitzten Stabende die Bildung eines Tropfens von etwa 4 bis 5 mm Durchmesser automatisch folgt, der durch seine Schwere beim Abfallen einen neuen Faden nach sich zieht. Allerdings war die Produktion hierbei auf die Unterbringung von 130 abgezogenen Stäben bei 100 cm langen die Stabenden erfassenden Heizeinrichtungen begrenzt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Stäbe verwendenden Verfahren die funktionssichere Anwendung besonders langer Düsenkörper mit einer Länge bis 100 cm zu ermöglichen und trotz der Tropfenbildung nach Fadenrissen viel mehr Fadenabzugsstellen unterzubringen, als bei bisher angewendeten Verfahren möglich. Die Lösung dieser Aufgabe schließt ein:
a) die Bildung von horizontal möglichst gleichmäßig viskosen Zonen in einem Düsenkörper zu schaffen;
b) die Erhitzung der Masse durch einen Wärmeleiter in Form eines hohlen Körpers so zu erreichen, daß die Temperatur sich gleichmäßig über die ganze Länge, selbst langer Körper, fortpflanzt;
c) einen gewissen Viskositätszustand an den Fadenbildungs- und Tropfenbildungsstellen zu schaffen, der höher ist als der am Düsenkörperboden;
d) die Abstrahlungswärme vom Düsenkörperboden abzuschirmen, um das Absengen der feinen, abgezogenen Fäden bei ihrer Entstehung zu verhindern;
also teilweise sich widersprechende Bedingungen.
Die Erfindung besteht somit darin, daß die Stäbe dicht nebeneinanderstehend in einer von der Teilung die Abspinnstellen unabhängigen Teilung, in einen bis auf die Einführungsöffnungen für die Stäbe räumlieh geschlossenen, sich quer zur Achse der Stäbe erstreckenden, beheizten einen Raum bildenden Düsenkörper mit ihren Enden eingeführt werden, in dem sie geschmolzen und in einer die Zahl der zugeführten Stäbe übersteigenden Zahl als Fäden abgezogen ίο werden. .
Zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung kommen Stäbe aus in der Hitze plastischen, mineralischen Materialien, insbesondere Glas, in Durchmessern von 6 bis 15 mm zur Verwendung. Je dicker die Stäbe sind, desto seltener müssen sie ersetzt werden, z. B. läuft ein Stab von 12 mm Durchmesser und 1,70 m Länge etwa 3 Stunden bei einer bestimmten Fadenabzugsgeschwindigkeit.
Es ist zwar an sich bekannt, dickere Stäbe bei dem in der Praxis ausgeübten Stabziehverfahren einzusetzen, jedoch hat man bisher jedem Stab nur einen kleineren, auf den Stabdurchmesser abgestimmten Düsenkörper zugeordnet, auch wenn man bereits daran gedacht hatte, jeden dieser kleineren Düsenkörper mit mehreren, z. B. 2 oder 3 öffnungen auszurüsten. Bei Anwendung der Erfindung dagegen wird durch ein Gummiwalzenpäar in einer Reihe eine ganze Batterie von ungefähr 50 und mehr solcher Stäbe laufend und gleichmäßig einem einzigen, alle Stabenden zu einem einheitlichen Glassumpf niederschmelzenden, röhrenförmigen Düsenkörper zugeführt. Diese Stäbe haben engsten Abstand voneinander und sind gleichmäßig über die ganze Breite des Düsenkörpers verteilt. .
Die Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens ist gekennzeichnet durch einen waagrecht liegenden . rohrförmigen Düsenkörper, ih dessen Oberseite Einführungsstutzen für je einen oder eine Batterie von Stäben münden, und von dessen mit Öffnungen versehenem Boden axial zu den Einführungsstutzen liegende, rohrförmige Ansätze ausgehen. Die Zahl der Ansätze übersteigt die der Einführungsstutzen vorzugsweise um ein Vielfaches.
Der Düsenkörper besitzt oben einen alle Stäbe, erfassenden oder mehrere jeweils einen einzelnen Stab führenden Einführungsstutzen. Wird für jeden Stab ein Einführungsstutzen eingesetzt, so hat er einen Durchmesser, der 1 bis 2 mm größer ist als der Stabdurchmesser. Der Stutzen muß hoch genug sein, um ein Ankleben des Stabes vor seiner Erhitzung im Düsenkörper zu vermeiden. Der gleichmäßige Vorschub aller Stäbe setzt die durch das Niederschmelzen der Stabenden erzeugte viskose Masse im Düsenkörper ständig unter gleichen Druck.
Der Düsenkörper ist an beiden Seiten an eine elektrische Wärmequelle mit wassergekühlten Anschlußenden angeschlossen. Der aus Metall, vorzugsweise einer hitzebeständigen Edelmetall-Legierung, z. B. Platin-Rhodium, mit Zusätzen anderer Edelmetalle, wie Gold usw. gefertigte Düsenkörper ist zur gleichmäßigen Wärmefortführung in Gestalt eines runden oder rechteckigen, z. B. Trapezquerschnitt aufweisenden Rohres mit über seine Länge gleichem Querschnitt und gleichen Wandstärken gewählt. Die elektrische Wärme erhitzt alle Stabenden im Düsenkörper gleichzeitig, wobei bei gleichmäßigem Stabvorschub ineinander übergehende horizontale Zonen ungefähr gleicher und sinkender Viskositäten im Düsenkörper
entstehen. Bekanntlich fällt die Viskosität mit steigender Glas-Temperatur, wodurch sich die Wärmeleitfähigkeit proportional erhöht. Infolgedessen bilden sich bei gleichmäßigem Abzug von Fäden praktisch über die ganze Länge eines solchen Düsenkörpers die höchsten Temperaturen am Boden des Düsenkörpers, also vor Eintritt des Glases in die Öffnungen zum Fadenabzug.
Zur Bildung eines Tropfens nach Fadenbruch ist erfahrungsgemäß eine Düsenöffnung von über 2,5 mm erforderlich, um einen Tropfen von etwa 4 bis 5 ram Größe zu erzeugen, der schwer genug ist, um beim Absinken einer senkrechten Bahn zu folgen und eine störungsfreie Lenkung zu ermöglichen. Um eine derart große Düsenöffnung gleichzeitig für einen sicheren Fadenabzug benutzen zu können, ist es erforderlich, einen bestimmten Viskositätszustand aufrecht zu erhalten, und zwar darf das Glas nicht zu dünnflüssig sein, da es sonst Tropfen »regnet« ohne Fäden zu bilden.
Es ist also notwendig, zwei verschiedene Viskositätszustände, nämlich den am Düsenkörperboden und den an jeder Düsenöffnung, wo die Fadenbildungsstelle entsteht, aufeinander abzustimmen. Im Gegensatz zu der niedrigen Viskosität über dem Düsenkörperboden, die zur Erzielung guter Homogenisierung der aus der Erhitzung der. Stabenden entstehenden Masse erforderlich ist, setzt die Fadenbildungsstelle eine höhere Viskosität voraus. Diese Verhältnisse ändern sich mit jedem Glassatz.
Am Beispiel eines Glassatzes mit 68 % SiO2, 4 bis 6Vo AL2O3, 15% Na2O+ K2O und B2O3 und den Rest in Erdalkalien wurde durch Versuche festgestellt, daß Viskositäten in Temperatur ausgedrückt, die Temperatur am Düsenkörperboden bei einem Durchsatz von. 10 kg/h bei 13600C liegen soll, während die günstigste Temperatur für die Fadenbildungsstelle 1180° C betragen soll.
Hinzu kommt, daß die große Hitze, die durch die hohe Abstrahlung des Düsenkörperbodens entsteht, die feinen Fäden kurz nach ihrer Entstehung wegbrennt. Auch diese Erscheinung zu beseitigen, ist Ziel der Erfindung und zusammen mit dem Ziel, für eine erleichterte Tropfenbildung eine gewisse Viskosität herbeizuführen, erstrebt die Erfindung eine zwangsmäßige Absenkung der Temperatur ohne zusätzliche Kühlvorrichtung vom Düsenkörperboden bis zur Fadenbildungsstelle in einem einfachen Verfahren und mit einer einfachen und betriebssicheren Vorrichtung.
An Stelle von Düsenöffnungen bekannter Art, insbesondere warzenförmigen Vertiefungen oder Ansätzen, werden gemäß der Erfindung für jede Fadenbildungsstelle röhrenförmige Ansätze in Längen von über 4 mm verwendet, die aus der gleichen metallenen Legierung wie der Düsenkörper bestehen und mit diesem verschweißt sind. Durch die erfindungsgemäß verschieden lange Ausbildung der Röhrenansätze in Anpassung an die Zusammensetzung des verarbeiteten Glases ist es möglich, die Temperatur der Glasmasse bei ihrem Durchlauf abzusenken und gleichzeitig die Wirkung der Abstrahlungshitze vom Düsenkörperboden so zu eliminieren, daß sie unter den Düsenöffnungen die Bildung eines Tropfens und des abgezogenen Fadens fördert und nicht schädigt. Eine Länge von 5 bis 6 mm, je nach Durchsatz und Glassatz, hat sich im Dauerversuch gut bewährt.
Um außerdem das Knlslehcn von Wärmestau und Wirbeln durch die Abstrahlungswärme unter dem Düsenkörperboden zu beseitigen, ist weiterhin erfindungsgemäß der Düsenkörper so isoliert, daß er nur in seinem oberen Teil und höchstens bis kurz unterhalb seines Bodens in ein Spezial-Isolierungsmaterial, z. B. Aluminiumoxyd oder Zirkon, eingebettet ist, so daß die röhrenförmigen Ansätze nach unten frei in die umgebende Atmosphäre ragen. Dies schafft die Möglichkeit, unter dem isolierten Düsenkörper nach
ίο der einen Längsseite, vorzugsweise nach hinten, einen über seine ganze Länge gleichmäßig wirkenden Abzugsschacht mit schwachem Saugzug _ vorzusehen, durch den die Raumatmosphäre in einer sich gleichbleibenden Richtung an und um die röhrenförmigen Ansätze mit ihren Öffnungen und den Fadenbildungsstellen sowie dem ersten Teil der abgezogenen feinen Fäden vorsichtig ohne Entstehung von Wirbeln vorbeigesaugt und gekühlt wird. Versuche haben bewiesen, daß vor allem das Zusammenwirken der beschriebenen röhrenförmigen Düsenansätze mit einer solchen vorsichtigen Saugzugkühlung ein einfaches und sicheres Arbeiten des Fadenabzuges gewährleistet.
Die Erfindung ist am Beispiel einer der Möglichkeiten, das Verfahren durch eine Vorrichtung zu verwirklichen, nachstehend erläutert.
Es stellt dar
F i g. 1 ein Querschnitt durch eine Vorrichtung nach der Erfindung mit einem röhrenförmigen Düsenkörper, Stabzuführung und Fadenabzug,
F i g. 2 eine Seitenansicht des Gegenstandes nach F i g. 1 teilweise geschnitten,
F i g. 3 und 4 ein Beispiel einer anderen Stabzuführung in Seitenansicht und Aufsicht.
In Fig. 1 ist 1 ein Glasstab, der durch ein angetriebenes Vorschubwalzenpaar 2 langsam in Pfeilrichtung A bewegt wird. 3 sind der Form des Glasstabes angepaßte Einführungsstutzen, die einen geringen Abstand 4 vom Stab haben und in einen röhrenförmigen Düsenkörper 5 münden, mit dem sie verschweißt sind. Der Düsenkörper ist in seinem Bodenteil 6 mit einer Mehrzahl von Röhrenansätzen 7 mit je einer Düsenöffnung 7 α versehen, an dessen Ende sich kleine Glaskegel 8 bilden, von denen -Fäden 9 abgezogen werden. Mit 10 ist ein frei fallender, einen Faden nach sich ziehender Tropfen dargestellt, und mit
10 a ein anderer Tropfen, der unter der Schmälzleiste
11 auf das Leitblech 13 trifft und durch dessen Krümmung in Richtung zur Abzugstrommel 12 hingeleitet wird, aber vorher eine kleine Hilfswalze 14 passiert, die dem sicheren Tropfenabwurf dient. Sobald die Hilfswalze 14 den Faden 9 berührt und mitnimmt, wird dieser gestrafft und dabei über die Schmälzleiste 11 geführt und jetzt von · der Abzugstrommel 12 mitgenommen, wobei die Fäden einen nur kleinen Knickwinkel bilden sollen. Die Schmälzleiste ist mit einem Flanelltuch überzogen, so daß die Fäden 9 allseitig von den Schmälzmitteln, die automatisch auf diesen aufgebracht werden (nicht gezeigt) einzeln benetzt und umgeben werden.
Man war bisher bestrebt, die Fadenabzugstelle, z. B. die Stäbe, so über der Trommel anzuordnen, daß ein nach Fadenriß entstehender Tropfen möglichst dicht am Trommelumfang vorbeifiel. Die Erfindung weicht hiervon ab, weil dadurch die Fadenspannung vermindert wird.
F i g. 2 zeigt im Längsschnitt einen Teil der Vorrichtung nach Fig. 1, wobei der seitliche Anschluß
15 über eine wassergekühlte Anschlußklemme 16 mit einer nicht gezeigten Energiequelle verbunden ist.
Die F i g. 4 und 5 zeigen eine andere Form einer Stabzuführung. Hierzu werden reihenweise ohne Abstand nebeneinanderliegende Stäbe 1 in einen sich über die ganze Länge des Düsenkörpers 5 erstreckenden Einführungsstutzen 3 a eingeführt.
Der Verlauf und die Veränderung der bei der Erhitzung der Enden der Stäbe 1 eintretenden Viskositätsstufen ist in den F i g. 1 und 2 durch Zonen dargestellt, die durch strichpunktierte Linien gegeneinander abgegrenzt sind. Versuche haben ergeben, daß der Stromverbrauch nicht linear mit einem erhöhten Glasdurchsatz pro Stunde, sondern in Form einer sich verflachenden Kurve ansteigt.
Die erhitzte MasseM in Fig. 1 und 2 löst sich auf in die Zone F1 und homogenisiert sich in Zone K2, wobei die abgezogenen Fäden 9 eine gleichmäßig vertikale Bewegung der Masse zum Düsenkörperboden 6
aufrecht erhält, die kurz über dem Boden des Düsenkörpers in Zone F3 ihre niedrigste Viskositätsstufe erreicht. Die Röhrenansätze 7 mit ihrer Viskositätsstufe F4 an ihren Ausgängen im Kegel 8 bewirken
dann je nach ihrer Länge ein Ansteigen der Viskosität, wodurch optimale Bedingungen für die Bildung des Kegels 8 und die Fadenbildungsstelle geschaffen werden. .
Dieser Vorgang der verschiedenen Viskositätsstufen vollzieht sich einmal vertikal über den Querschnitt des Düsenkörpers, ebenso wie in seiner ganzen Länge gleichmäßig, so daß Längen von Düsenkörpern nach dem bisherigen Stand der Versuche bis 100 cm ein gutes Funktionieren der Fadenbildung ergeben haben.
Aus F i g. 1 ist ersichtlich, daß die Isolierung 17 nur bis zur Unterkante des Düsenkörperbodens 6 reicht und die Röhrenansätze 7 frei in die umgebende Atmosphäre ragen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
309 607/154

Claims (5)

1 2 ren zu den allgemein »Stab-Ziehverfahren« genann- Patentansprüche: ten. Es sind weiter Verfahren bekannt, bei denen Glas-
1. Verfahren zur gleichzeitigen kontinuierli- kugeln Von oben in der Mitte von kleinen öfen (Mufchen Erzeugung einer Vielzahl von Fäden durch 5 fein) in laufender Folge eingeführt, erhitzt und in eine mechanischen Abzug aus in der Hitze plastischen viskose Masse überführt werden, die durch eine mit mineralischen Materialien, insbesondere Glas, Düsenöffnungen versehene Bodenplatte zu Fäden ausunter senkrechter Zuführung von nebeneinander- gezogen wird. Es ist auch bereits vorgeschlagen worstehenden, fortlaufend sich verbrauchenden und den, dieses Verfahren in der Weise abzuwandeln, daß erneuerten Stäben, wobei nach einem Fadenriß io an Stelle der der Mitte laufend einzeln zugeführten sich selbsttätig ein vermöge seiner Schwere senk- Glaskugeln nacheinander jeweils ein, die ganze Länge recht fallender und einen neuen Faden nach sich der Muffel einnehmender Glasstab in waagerechter ziehender Tropfen bildet, dadurch gekenn- Lage der Schmelze zugeführt wird.
zeichnet, aaß die Stäbe dicht nebeneinander- Industriell wird in größerem Umfang infolge billi-
stehend in einer von der Teilung der Abspinnstel- 15 ger Anlagekosten das Stab-Ziehverfahren angewen-
len unabhängigen Teilung, in einen bis auf die det, bei welchem die Stabenden düsenlos durch di-
Einführungsöffnungen für die Stäbe räumlich ge- rekte Strahlungswärme erhitzt und zu Fäden ausgezo-
schlosseneh, sich quer zur Achse der Stäbe erstrek- gen werden. Der Nachteil liegt in dem notwendigen
kenden, beheizten einen Raum bildenden Düsen- ungefähr stündlichen Ersatz der Stäbe und in der da-
körper mit ihren Enden eingeführt werden, in 20 mit verbundenen Produktionsunterbrechung. Um
dem sie geschmolzen und in einer die Zahl der zu- diese periodische Unterbrechung zu eliminieren,
geführten Stäbe übersteigenden Zahl als Fäden wurde versucht, die Enden von Glasstäben in einem abgezogen werden. . jeweils einem Stabende zugeordneten kleinen Düsen-
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens körper indirekt zu erhitzen und zu verbinden, um so nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen 25 bei, laufend aufeinander gestellten Stäben vollkontiwaagrecht liegenden rohrförmigen Düsenkörper nuierlich Fäden ausziehen zu können. Diese Ver-(5), in dessen Oberseite Einführungsstutzen (3 suche führten aber nicht zum Erfolg. Es ,'hat sich
■ bzw. 3 a) für je einen oder eine Batterie von Stä- nämlich herausgestellt, daß in solch klein'en Düsenbe-
.. ben (1) münden, und von dessen mit öffnungen hältern zu wenig Glasmasse erhitzt wird und keine
versehenem Boden (6) axial zu den Einführungs- 30 homogene Masse entsteht, die notwendig ist, um auf
stutzen liegende, rohrförmige Ansätze (7) ausge- die Dauer ein sicheres Funktionieren des Fadenab-
hen. ziehvorganges zu gewährleisten.',
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge- Am verbreitesten sind die Verfahren, bei denen kennzeichnet, daß der Durchmesser der Einfüh- Glaskugeln zur Speisung kleinerer öfen (Muffeln), rungsstutzen (3 bzw. 3 a) etwa 1 bis 2 mm größer 35 die teilweise aus Schamottematerial und Platindüsenals der der durch sie geführten Stäbe (1) ist. Einsätzen oder ganz aus Platinlegierungen bestehen,
4.Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dienen und zur .Massenerzeugung von kontinuierli-
dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der rohr- chen Glasfäden, die in Bündel- oder Strangform als
förmigen Ansätze (7) so gewählt ist, daß eine Glasseide bekannt sind, verwendet werden. Solche
Temperaturverminderung gegenüber der unter- 40 Muffeln werden normalerweise in einer Länge bis zu
sten Schicht des im Düsenkörper erzeugten Glas- etwa 30 cm gebaut und in der Mitte durch eine ein-
sumpfes eintritt. zige öffnung mit 15 mm großen Kugeln fortlaufend
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 4, gespeist. Gleichgültig, ob solche Schmelzofen in ih-
dadurch gekennzeichnet, daß der Düsenkörper rem Boden viereckige oder runde Düsenplatten mit
(5) in einer Wärmeisolation (17) rührt, über deren 45 102 oder 204 Düsenöffnungen besitzen, es blieb bis-
Unterfläche die Ansätze (7) überstehen. her schwierig, Muffeln mit größerer Länge zur Funktion zu bringen. Die auf die Oberfläche der Glas-
schmelze fallende, kalte Kugel konnte bisher durch
den Wärmeinhalt des Schmelzbades nicht so homo-
50 gen aufgelöst werden, daß sie gleichmäßig über die
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vor- ganze Länge der Düsenplatte in eine homogene
richtung zur gleichzeitigen kontinuierlichen Erzeu- Masse überführt wird.
gung einer Vielzahl von Fäden durch mechanischen Um die Kugel überhaupt möglichst homogen über Abzug aus in der Hitze plastischen mineralischen die ganze Fläche einer Muffel von etwa 30 cm Breite Materialien, insbesondere Glas, unter senkrechter 55 auflösen zu könnnen, ist es erforderlich, im Herdraum Zuführung von nebeneinanderstehenden, fortlaufen- eine möglichst niedrige Viskosität zu erzeugen, d.h. den sich verbrauchenden und erneuerten Stäben, wo- eine sehr hohe Temperatur anzuwenden, die bei etwa bei nach einem Fadenriß sich selbsttätig ein vermöge 1500° C liegt. Dies bedingt, daß der Querschnitt der seiner Schwere senkrecht fallender und einen neuen Düsenöffnungen für den Fadenabzug sehr klein ge-Faden nach sich ziehender Tropfen bildet. 60 halten wird (z.B. 1,2 mm Durchmesser), um zu ver-Es sind Verfahren bekannt, bei denen von den hindern, daß das Glas einfach ausfließt, ohne eine kedurch direkte Erhitzung erweichten Enden; von im gelförmige Fadenabzugsstelle zu schaffen. Damit Maße ihres Verbrauches periodisch zu ersetzenden man auf der kleinen, sich aus der Länge der Muffel Stäben düsenlos Fäden ausgezogen werden. Ebenso ergebenden Fläche eine möglichst große Zahl von ist bekannt, jeden einzelnen Stab einer ihm zugeord- 65 Düsenöffnungen unterbringt, z. B. die Standardzahl neten kleinen Düse in laufender Folge zuzuführen, von 102 öder 204 öffnungen, werden diese so eng sein Ende in dieser zu erhitzen und aus ihrem Aus- wie möglich nebeneinander und hintereinander angang einen Faden abzuziehen. Diese Verfahren gehö- geordnet, und dies wiederum schließt die Bildung von
DE19631496036 1963-12-06 1963-12-06 Verfahren und Vorrichtung zur gleichzeitigen kontinuierlichen Erzeu gung einer Vielzahl von Faden durch me chanischen Abzug aus hitzeplastischen, mineralischen, in Form von Stäben einge führten Materialien, insbesondere Glas Expired DE1496036C (de)

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DESC034281 1963-12-06

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DE1496036A1 DE1496036A1 (de) 1969-07-17
DE1496036B2 DE1496036B2 (de) 1972-07-13
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