DE1158671B - Vorrichtung zum Ziehen von Glasfaeden - Google Patents
Vorrichtung zum Ziehen von GlasfaedenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ziehen von Glasfäden, bei welcher aus einem kanalförmigen
Vorherd von in einer Reihe geschaltete Düsen gespeist werden.
Textile Glasseide wird hauptsächlich nach zwei Grundverfahren hergestellt. Bei beiden Verfahren
werden elektrisch beheizte Zuführungen aus einer Platinlegierung, sogenannte Düsen, verwendet, welche
eine Anzahl Austrittsöffnungen aufweisen, durch welche Glasströme hindurchfließen. Diese Ströme
werden mechanisch zu feinen endlosen Elementarfäden gezogen, welche zu einem Spinnfaden vereinigt
werden.
Das eine Verfahren wird als Kugelverfahren bezeichnet und verwendet kleine Schmelzbehälter,
denen Glaskugeln als Einsatzmaterial zugeführt werden. Jeder Behälter schmilzt ausreichend Glaskugeln,
um eine Düse mit Glas zu beliefern. Das andere Verfahren wird als Direktschmelzverfahren bezeichnet.
Bei diesem Verfahren wird eine Wanne zur Bildung schmelzflüssigen Glases aus dem Gemenge verwendet
und das schmelzflüssige Glas dann mehreren Düsen zugeführt, die in einem Vorherd angeordnet
sind, der sich vom Raffinationsende der Glaswanne aus erstreckt. Ein offensichtlicher Vorteil dieses letzterwähnten
Verfahrens besteht darin, daß die Herstellung von Kugeln und deren erneutes Einschmelzen
vermieden wird.
Eines der beim Direktschmelzverfahren auftretenden Probleme besteht in der Schwierigkeit, alle
Düsen unter den gleichen Bedingungen arbeiten zu lassen, so daß die gleiche Art Seide und Spinnfaden
erhalten werden. Bisher ging die in der Großfertigung gemachte Erfahrung dahin, daß jede Düse auf
ihre eigenen besonderen Betriebsbedingungen eingestellt und nachgestellt werden muß, damit die gewünschte
Art von Garn erhalten wird. Ein Ziel der Erfindung besteht daher in der Herstellung textiler
Glasseide nach dem kontinuierlichen Schmelzverfahren in der Weise, daß alle Düsen unter im wesentliehen
den gleichen Bedingungen zur Herstellung der gleichen Art von Spinnfaden arbeiten.
Die den Düsen zugeführte elektrische Energie wird so eingeregelt, daß die Düsen bei einer bestimmten
Temperatur arbeiten. Hierdurch wird dem Glas eine bestimmte Viskosität bei ihrem Durchtritt durch
die Austrittsöffnungen in der Düse verliehen und der Abzug eines Fadens von dem gewünschten Durchmesser
mit einer bestimmten Geschwindigkeit ermöglicht. Ein weiterer Faktor außer der Viskosität
des Glases, der die durch die Austrittsöffnungen hindurchtretende Glasmenge bestimmt, ist die Höhe
Anmelder:
Pittsburgh Plate Glass Company,
Pittsburgh, Pa. (V. St. A.)
Pittsburgh, Pa. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. H. Ruschke, Patentanwalt,
Berlin 33, Auguste-Viktoria-Str. 65
Berlin 33, Auguste-Viktoria-Str. 65
Beanspruchte Priorität:
V. St. ν. Amerika vom 20. August 1959 (Nr. 835 077)
V. St. ν. Amerika vom 20. August 1959 (Nr. 835 077)
Donald William Denniston, Pittsburgh, Pa.
(V. St. Α.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
bzw. das Gefälle des Glases oberhalb der Düsenaustrittsöffnungen. Je größer die Höhe des Glases oberhalb
der Düsenaustrittsöffnungen ist, desto größer ist die Glasmenge, welche durch die Austrittsöffnungen
bei einer gegebenen Viskosität und Abzugsgeschwindigkeit ist. Daher können bei der gleichen
Viskosität und Abzugsgeschwindigkeit Fasern verschiedener Länge, je nach Höhe der Glasschmelze
oberhalb der Düsen gebildet werden. Wenn das Glas durch den Vorherd zu jeder der aufeinanderfolgenden
Düsen fließt, hat der Fließwiderstand des Glases an den hitzebeständigen Seiten- und Bodenwänden
des Vorhafens zur Folge, daß die Höhe der Glasschmelze über jeder aufeinanderfolgenden Düse
längs des Vorherds geringer ist. Ein Ziel der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung für das Direktschmelzverfahren
zu schaffen, welche es ermöglicht, daß der Glasschmelzspiegel oberhalb der Austrittsöffnungen in jeder Düse bei der Bewegung der Glasschmelze
durch den Vorhafen zu jeder aufeinanderfolgenden Düse der gleiche ist.
Der Unterschied im Glasschmelzspiegel von Düse zu Düse kann dadurch ausgeglichen werden, daß für
jede Stelle im Vorherd eine andere Düse konstruiert wird. Es ist jedoch zweckmäßig, daß alle Düsen die
gleiche Konstruktion haben und somit auswechselbar sind. Dadurch verbilligt sich ihre Herstellung.
Die Düsen müssen von Zeit zu Zeit ersetzt werden, so daß bei Düsen von gleicher Konstruktion der zu
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haltende Vorrat an Ersatzdüsen gering und die Fabrikation erleichtert ist. Dies ist besonders wichtig,
wenn zur Herstellung der Düsen teuere Metalle wie Platin-Rhodium-Legierungen, verwendet werden.
Nachfolgend wird die Erfindung in Verbindung mit den Zeichnungen näher beschrieben, und zwar
zeigt
Fig. 1 eine Ansicht im Aufriß einer Vorrichtung, die zur Formung von Glasfasern nach dem kontinuierlichen
Schmelzverfahren geeignet ist,
Fig. 2 in vergrößertem Maßstab eine Ansicht im Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 eine Ansicht im Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 2 und
Fig. 4 eine Schnittansicht einer in einem Vorherd angeordneten Düse gemäß einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung.
Fig. 1 zeigt eine Glasschmelzwanne 10 mit einem langen schmalen Vorherd 11, der sich vom Raffinationsende
der Wanne aus erstreckt. Das Glasgemenge wird in das eine Ende der Wanne durch
eine Gemengezuführungsvorrichtung 14 in an sich bekannter Art eingebracht. Das Gemenge wird in der
Wanne 10 durch Strahlungswärme von Gasbrennern
angeordnet sind und Strahlungswärme nach unten in das Glas innerhalb des Beckens 32 richten.
Im Betrieb beträgt beispielsweise der Spiegel 30 der Glasschmelze oberhalb der hitzebeständigen
Blöcke 34 im Vorherd etwa 50 mm am Kopf oder Beginn des Vorherdes. Der Abstand von der Oberseite
der hitzebeständigen Blöcke 34 zu den Düsenaustrittsöffnungen 20 beträgt etwa 150 mm, so daß
die Gesamtglashöhe oberhalb der Austrittsöffnungen
ο etwa 200 mm beträgt. Diese Glasspiegelhöhe oberhalb der Düsen soll für jede Düse die gleiche sein,
damit die Düsen unter den gleichen Bedingungen arbeiten können und dadurch die gleiche Art von
Garn erhalten wird.
Es wurde beobachtet, daß der Spiegel des schmelzflüssigen
Glases oberhalb der hitzebeständigen Blöcke 34 sich in einem Vorherd mit einer Länge von
39,62 cm mit sechs in diesem angeordneten Düsen 18 von 50 mm am Beginn des Vorwerdes sich auf etwa
25 mm am Ende des Vorherdes verändert. Dies stellt eine beträchtliche Veränderung im Glasschmelzespiegel
von Düse zu Düse dar, so daß ohne einen Ausgleich anderer Betriebsbedingungen der Durchmesser
der durch jede Düse gebildeten Faser be-
15 üblicher Art geschmolzen und das schmelzflüssige 25 trächtlich verschieden ist.
Glas fließt durch Gefällewirkung in den Vorherd 11. Wenn auch der Unterschied in der Höhe durch
Der Vorherd erstreckt sich bei der dargestellten Aus- eine Veränderung der Temperatur der Düse 18 oder
führungsform in einer Geraden. Es kann jedoch im der Aufwickelgeschwindigkeit des Formungsrohres
Rahmen der Erfindung auch ein Vorherd von an- ausgeglichen werden kann, um den gleichen Faser-
derer Form, beispielsweise ein T-förmiger Vorherd, 30 durchmesser aus jeder jDüse zu erzielen, geschieht
verwendet werden.
An aufeinanderfolgenden Stellen über die Länge des Vorherdes ist eine Anzahl von elektrisch beheizten
Düsen 18 aus einer Platin-Rhodium-Legie-
dies auf Kosten des Betriebswirkungsgrades. Bei einer gegebenen Glaszusammensetzung liegt der
maximale Betriebswirkungsgrad innerhalb eines sehr kleinen Temperaturbereiches. Es ist daher wün-
rung angeordnet. Das Glas fließt aus den Düsen 35 sehenswert, die Düse mit einer Temperatur arbeiten
unter Gefällewirkung durch Austrittsöffnungen 20 zu lassen, die so eingestellt ist, daß der Faserund
wird mit Hilfe von Aufwickelmaschinen 22 in formungsvorgang unter Bedingungen für einen
feine Glasfäden 24 gezogen. maximalen Wirkungsgrad durchgeführt wird.
Die Anordnung der einzelnen Düsen im Vorherd Wenn die Temperatur des Glases innerhalb des
ist mit näheren Einzelheiten aus Fig. 2 und 3 gezeigt. 40 Bereiches, in welchem es fließfähig ist, zunimmt,
Das schmelzflüssige Glas fließt längs des Vorherdes fließt mehr Glas durch die Düsenöffnungen. Der Be-
und gelangt in eine Rinne 32 im Vorherd, das durch triebswirkungsgrad in Form einer kontinuierlichen
Blöcke 34 aus hitzebeständigem Material gebildet Faserbildung ohne unbeabsichtigtes Ausbrechen der
wird. Die Düse 18 ist an der Unterseite der Rinne 32 Fasern erreicht jedoch ein Maximum in einem
in geringem Abstand von der Unterseite der Blöcke 45 schmalen Temperaturbereich innerhalb dieses Be-34
angeordnet. Eine Dichtung 35 aus hochtempe- reiches von Betriebstemperaturen. Bei diesem Maxiraturfesten
Siliciumdioxyd- oder Siliciumdioxyd-Alu- mum soll der Faserformungsvorgang durchgeführt
miniumoxyd-Fasern dient zur Abdichtung zwischen werden und jede Veränderungseinstellung der Temder
Düse und dem Block. Die aus 90% Platin und peratur der Düse zum Ausgleich für den Unterschied
10% Rhodium bestehende Düse hat die Form einer 50 in der Höhe des schmelzflüssigen Glases geschieht
Wanne mit Flanschen 36, die sich vom oberen Ende
der Seiten um die Wanne herum erstrecken. Unmittelbar unter den Flanschen 36 ist ein Rohr 38 angeordnet, das ein Kühlmittel führt, um die Flansche
36 auf einer verhältnismäßig niedrigen Temperatur 55
zu halten. Die Abdichtung zwischen der hitzebeständigen Dichtung 35 und der Düse 18 wird durch das
erstarrte Glas im Rohr 38 gebildet.
der Seiten um die Wanne herum erstrecken. Unmittelbar unter den Flanschen 36 ist ein Rohr 38 angeordnet, das ein Kühlmittel führt, um die Flansche
36 auf einer verhältnismäßig niedrigen Temperatur 55
zu halten. Die Abdichtung zwischen der hitzebeständigen Dichtung 35 und der Düse 18 wird durch das
erstarrte Glas im Rohr 38 gebildet.
Die Düse 18 ist mit Anschlußklemmen 40 versehen, die mit einer nicht gezeigten Stromquelle für
die Zufuhr elektrischer Enegie zur Düse und deren Beheizung mittels des elektrischen Widerstandes der
Platin-Rhodium-Legierung verbunden sind.
auf Kosten des Betriebswirkungsgrades. Dies wird nachstehend noch näher beschrieben.
Der Glasfluß durch eine Düse wird durch das Poiseuillesche Gesetz bestimmt:
O =
wobei
8Lt?
Die Düse beheizt das in ihr befindliche und durch die Austrittsöffnungen 20 hindurchtretende Glas. Das
im Becken 32 befindliche Glas wird ferner mit Hilfe von Strahlungsbrennern 42 im Schmelzfluß gehalten,
die in Öffnungen 44 an der Oberseite des Vorherdes
Q = Strömungsgeschwindigkeit, R = Halbmesser der Austrittsöffnung,
P = Druck (hydrostatische Druckhöhe des Glases), L = Düsenlänge,
η = Glasviskosität.
Es ist natürlich wünschenswert, daß Q so hoch wie möglich ist, um eine maximale Produktion zu erzielen.
Die Viskosität und Temperatur des Glases ist auf eine bestimmte Höchsttemperatur zur kontinuier-
lichen Faserformung begrenzt, welche durch ein bestimmtes Mindestverhältnis der Viskosität zur
Oberflächenspannung für das jeweilige Glas bestimmt wird. Hierdurch wird die Temperatur für eine
maximale Produktion bei einer gegebenen Konstruktion der Spitze und des Glasdruckes festgelegt.
Die Höhe der Glasschmelze über den Austrittsöffnungen kann zur Verstärkung des Glasflusses erhöht
werden, jedoch muß, wenn alle anderen veränderlichen Größen konstant gehalten werden, die
Abzugsgeschwindigkeit erhöht werden, um eine Faser von dem gleichen gewünschten Durchmesser
herzustellen. Für die Abzugsgeschwindigkeit besteht praktisch eine Höchstgrenze für den wirksamen Betrieb,
was durch die mechanischen Schwierigkeiten bedingt ist, die bei höheren Umdrehungszahlen des
Formungsrohres auftreten und durch die erhöhte Reibung beim Gruppieren der Fasern zu einen Spinnfaden.
Ferner kann das Aufbringen der Schlichtmittellösung auf die Fasern zum Brechen der Einzelfäden
und zum Ausbrechen des Spinnfadens führen. Daher ist, da für die Abzugsgeschwindigkeit praktisch
eine Höchstgrenze besteht, der Glasschmelzspiegel für den maximalen Wirkungsgrad festgelegt.
Die Wanne und die Düsen sind so gebaut, daß mit einer bestimmten optimalen Kombination von Betriebsbedingungen
gearbeitet werden kann.
Wenn sich die Spiegelhöhe des durch den Vorherd fließenden Glases von der einen Düse zur anderen
verändert, muß eine Abänderung im Vorherd und/ oder in der Düsenordnung im Vorherd vorgenommen
werden, um den Glasschmelzspiegel über jeder Düse im Vorherd gleichzumachen, damit die gleichen optimalen
Betriebsbedingungen für jede Düse gegeben sind. Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung
geschieht dies dadurch, daß der Vorherd gegenüber der Waagerechten leicht geneigt gebaut wird. Auf
diese Weise hält die Gefällewirkung den Spiegel der Glasschmelze oberhalb der hitzebeständigen Blöcke
über die volle Länge des Vorherdes im wesentlichen konstant. Beispielsweise kann bei einem Vorherd mit
einer Länge von etwa 39,60 m, wie vorangehend beschrieben, mit einem Spiegel der Glasschmelze, der
50 mm über den hitzebeständigen Blöcken am Beginn des Vorherdes liegt, und bei sieben Düsenstellen
die Neigung des Vorherdes etwa 25 mm von dem einen Ende des letzteren zum anderen betragen. Die
Neigung des Vorherdes läßt sich aus den Abmessungen des Vorherdes, der Viskosität des Glases, die
durch seine Temperatur über die Länge des Vorherdes bestimmt wird, und aus der Menge des durch
den Vorherd fließenden Glases berechnen. Es wurde festgestellt, daß, wenn die Eintrittsglasspiegelhöhe
größer ist, der Höhenabfall geringer ist und umgekehrt.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann der Vorherd in der üblichen Weise auf
einer waagerechten Ebene aufgebaut werden, und es kann jede nachfolgende Düse längs des Vorherdes
in der Richtung des Glasflusses in einem größeren Abstand vom Boden der hitzebeständigen Blöcke 34
eingebaut werden. In Fig. 4 ist ein zusätzliches hitzebeständiges Einsatzstück 46 gezeigt, welches aus
einem Edelmetall bzw. einer Edelmetallegierung besteht und welches ermöglicht, daß die Düse 18 in
einer geringfügig tieferen waagerechten Ebene angeordnet wird als die vorausgehende Düse. Das Einsatzstück
46 ist für jede Düse, die vom Anfang des Vorherdes weiter weg liegt, dicker. Es kann natürlich
eine Kombination der beschriebenen Maßnahmen vorgesehen werden, insofern, als hitzebeständige Einsatzstücke
46 verwendet werden und der Vorherd für das Erreichen der erfindungsgemäßen Ziele geneigt
wird.
Im Rahmen der Erfindung sind natürlich auch andere Anordnungen hinsichtlich der Vorherdkonstruktion
und des Düseneinbaus im Vorherd möglich, wenn hiermit erreicht wird, daß der Spiegel der
Glasschmelze oberhalb der verschiedenen Düsen der gleiche ist.
Die Erfindung ist mit besonderem Vorteil für das kontinuierliche Schmelzverfahren zu Bildung von
textiler Glasseide anwendbar, jedoch nicht auf diese Anwendung beschränkt, sondern auch auf andere
Glasformungsverfahren anwendbar, bei welchen ein Vorherd verwendet wird und die gleiche Höhe der
Glasschmelze an jeder Zufuhrstation im Vorherd bestehen soll. Beispielsweise ist die Erfindung auch
auf ein Verfahren zur Bildung feiner Glasfasern anwendbar, bei welchem Ströme geschmolzenen Glases
von einer Vielzahl von Stellen in einem Vorherd einer Vielzahl von drehbaren Spinnern, zugeführt
werden.
Die Spinner erzeugen ihrerseits feine Fasern, die darunter auf einem sich bewegenden durchbrochenen
Förderer gesammelt werden. In diesem Falle ermöglicht die Aufrechterhaltung einer konstanten
Höhe der Glasschmelze im Vorherd oberhalb der Zufuhrleitungen, daß der mittlere Spiegel der Zufuhrleitungen
in den Spinnern jeder Station bei gleichen Betriebsbedingungen erreicht wird.
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Ziehen von Glasfaden, bei welcher aus einem kanalförmigen Vorherd in
einer Reihe geschaltete Düsen gespeist werden, 'dadurch gekennzeichnet, daß beginnend vom Anschluß
des Vorherdes (11) an die Schmelzwanne (10) bis zum Ende des Vorherdes (11) der Abstand
zwischen Schmelzbadspiegel (30) und den Düsenaustrittsöffnungen (20) gleichgehalten ist,
indem man bei waagerechtem Vorherd (11) die Düsen (18) entsprechend dem Schmelzbadspiegel
stufenweise senkt und/oder den Boden des Vorherdes (11) seinem Ende zu neigt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die stufenweise Senkung der
Düsen (18) durch hitzebeständige Einsatzstücke (46) erfolgt (Fig. 4).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 309 767/112 11.63
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