DE1490865B2 - Vorrichtung zum ausformen von kabelbaeumen - Google Patents
Vorrichtung zum ausformen von kabelbaeumenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ausformen von Kabelbäumen, wie sie beispielsweise zu
sogenannten Kabelformen zusammengefaßt in fernmeldetechnischen Geräten und Anlagen Verwendung
finden.
Es ist bekannt, Leitungen für fernmeldetechnische Geräte zu Kabelformen zusammenzufassen und diese
dann in die montierten Geräte einzulöten. Die Herstellung dieser Kabelformen geschieht bisweilen manuell
nach einem Legeplan mittels Kabellegebrettern.
Die hierfür verwendeten Legebretter sind z. B. mit Nägeln oder Stiften versehen, die die Biegungen und
Abzweigungen der Leitungen markieren. Die einzelnen Drähte des Kabels werden um die Nägel oder
Stifte geschlungen und dann zusammengefaßt verbunden. Diese Arbeit ist sehr zeitraubend, das Ziehen
und Strecken der einzelnen Leitungen äußerst kraftanstrengend. Leicht auftretende Ermüdungserscheinungen,
die die Arbeitsintensität wesentlich her-
absetzen, sind die Folge. Das Verlegen der Leitungen an Hand der Legepläne erfordert eine hohe Konzentration
von den Arbeitskräften, wodurch sich die Ermüdungserscheinungen noch verstärken. Nahezu unvermeidbarer
Ausschuß oder langwierige Nacharbeiten werden infolgedessen über Gebühr notwendig. Es
ist auch ein Kabellegeautomat bekanntgeworden, mit dessen Hilfe diese Schwierigkeiten beseitigt werden
sollen. Bei dieser automatischen Maschine wird eine in einem Koordinatensystem verlaufende Relativbewegung
zwischen einer, z. B. mit Nägeln oder Stiften versehenen, als Arbeitfläche dienenden Platte und
einem über dieser Platte angeordneten Arbeitskopf, erzeugt. Die Relativbewewegung ist durch bewegbare
Anordnung des Arbeitskopfes in Parallelführung ermöglicht und wird über Relais mittels eines Lochstreifens
automatisch gesteuert. Der Arbeitskopf weist verschiedene Einrichtungen, z. B. eine Führung
für zu legende Drähte und eine Drahtschere auf, welche über weitere Relais durch den Lochstreifen
gesteuert werden und die erforderlichen Arbeitsverrichtungen ausführen. Das Verlegen der Leitungen
mittels der am Arbeitskopf vorgesehenen Einrichtungen bereitet jedoch insofern Schwierigkeiten, als die
im allgemeinen von Vorxatsrollen entnommenen Drähte sich nicht flach der Arbeitsplatte auflegen.
Vielmehr haben diese das Bestreben, ihre vorherige von der Vorratsrolle übertragene gekrümmte Form
beizubehalten und erschweren so im starken Maße das Verlegen, Zusammenfassen und Verbinden der
Leitungen. Dieser Umstand kann dazu führen, daß Hemmungen während der einzelnen Arbeitsverrichtungen
auftreten, die einen manuellen Eingriff notwendig machen oder, sind diese unbemerkt" geblieben,
wiederum kosten- und unnötige zeitverursachende Nacharbeiten erfordern.
Darüber hinaus bedingen die für den im Koordinatensystem bewegbaren Arbeitskopf vorgesehenen
Parallelführungen einen relativ großen Aufwand an Getriebegliedern und anderen Bauelementen. Diese
geschilderten Unzulänglichkeiten zwingen insbesondere nach wie vor dazu, das Verlegen von Kabelf or-·
men ungeachtet der damit verbundenen Mangel manuell durchzuführen.
Weiterhin ist eine Einrichtung zum Herstellen von Kab.elbäurnen bekannt, dje im wesentlichen aus
einem mit Nuten zur Aufnahme der zu verlegenden Drähte ausgestatteten Kabelformlegebrett und einem
darüber angeordneten mit Drahtschere, Drahtvorschubpatronen und anderem versehenen Führungskopf
besteht. Der Führungskopf ist senkrecht zur Ebene des in zwei Koordinaten verschiebbaren Kabelformlegebrettes
bewegbar angeordnet. Die Relativbewegung zwischen dem Führungskopf und dem Kabelformlegebrett wird über einen Programmgeber
gesteuert. Der Führungskopf ist über einen Motor und das Gestänge des Kabelformlegebrettes hydraulisch
antreibbar. Auch diese Einrichtung weist die gleichen Mängel wie die vorher angeführte Einrich-
3 4
tung auf. Des weiteren ist die Herstellung von Kabel- angeordneten automatisch betätigbaren Einrichtun-
bäumen an die in dem Kabelformlegebrett vorgese- gen ist es vorteilhaft, die letzteren über Abgriffsglie-
henen Nuten gebunden, so daß sich bei unterschiedli- der mit Stromschienen in Verbindung zu bringen,
chen Formen der Kabelbäume ein Auswechseln des Die Erfindung wird an Hand eines Ausführungs-
Kabelformberettes gegen ein anderes notwendig 5 beispieles näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
macht, in welchem die Nuten entsprechend der Fig. 1 die schematische Darstellung einer erfin-
neuen Kabelbaumform eingearbeitet sind. dungsgemäßen Maschine (Seitenansicht),
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fi g. 2 eine Schnittansicht des als Arbeitsfläche
Vorrichtung zu schaffen, mit der es möglich ist, ein- dienenden kreissektorförmig gestalteten Zylinderab-
zelne Drähte zu Kabelformen ohne manuelle Hilfe zu io schnittes (schematische Darstellung),
verlegen und dessen als Arbeitsfläche dienender Bau- In einem Maschinengestell 1 ist eine Keilwelle 2
teil so gestaltet ist, daß die verlegten Kabelformen in einem Winkel von etwa 30° zur Senkrechten ge-
auf dieser gut liegen bleiben. neigt in Lagern 3 verdrehbar angeordnet. Auf der
Diese Aufgabe wird gelöst, indem bei einer Vor- Keilwelle 2 ist eine Hülse 4 gleitbar vorgesehen, an
richtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 er- 15 der das als Arbeitsfläche dienende Bauteil befestigt
findungsgemäß das als Arbeitsfläche dienende Bau- ist. Dieses ist vorteilhafterweise als kreissektorförmig
teil eine gekrümmte Oberfläche aufweist und ver- gestalteter Zylinderabschnitt 5 ausgebildet. Der Zydrehbar
an einem feststehenden Teil, z.B. am Ma- linderabschnitt5 besteht aus einem entsprechend geschinengestell,
angeordnet und zwischen dem Ar- formten Gerüst, welches mit einer als Mantelfläche 6„,
beitskopf und dem Bauteil in Achsrichtung des Ar- 20 dienenden dünnwandigen Tafel abgedeckt ist. Die
beitskopfes eine Relativbewegung möglich ist, indem Mantelfläche 6 ist so bemessen, daß sie die ganze
z. B. in bekannter Weise der Arbeitskopf verschieb- Länge und Breite einer darauf herzustellenden Kabar
gelagert ist. Durch diese Gestaltung ist jeder beiform aufnehmen kann. Sie ist in engen quadrati-Punkt
auf dem als Arbeitsfläche-dienenden verdreh- sehen Abständen mit Ausnehmungen versehen, in die
baren Bauteil durch den Arbeitskopf unter Aufwen- 25 zum Markieren der Biegungen und Abzweigungen
dung einfachster Mittel erreichbar. Das Kabel bzw. des Kabels bzw. der einzelnen Leitungen dienende
die einzelnen während der Herstellung der Kabelfor- Stifte, Nägel od. dgl. eingesetzt oder eingeschraubt
men entsprechend gestalteten Leitungen legen sich werden können. Vorteilhafterweise ist die als Manflach
an die gekrümmte Arbeitsfläche an und ermög- telfläche 6 dienende Tafel flexibel gestaltet und teillichen
^ so eine einwandfreie Arbeitsverrichtung der 30 weise abhebbar an dem Gerüst angebracht. Zu dieverschiedenen
an dem Arbeitskopf vorgesehenen sem Zweck ist die Tafel in Längsrichtung des Zy-Einrichtungen.
linderabschnittes 5 in mehrere Teile zerlegt, welche
Vorteilhafterweise ist das verdrehbare Bauteil als durch Scharnierbänder 7 zusammengefügt sind. Die
kreissektorförmig gestalteter Zylinderabschnitt aus- Tafel ist mit der einen Längsseite an dem Gerüst begebildet
und axial bewegbar gelagert und der Ar- 35 festigt und mit der anderen, beispielsweise durch
beitskopf fest an dem feststehenden Teil angebracht. Schnellverschlüsse 8, abhebbar mit dem Gerüst ver-Die
feststehende Anordnung des Arbeitskopfes bietet bunden. Auf diese Weise kann die Krümmung der an
insbesondere den Vorteil, daß der Arbeitskopf korn- sich auf dem Gerüst befestigten, als Arbeitsfläche
pakter gestaltet sein kann, und somit bestehende dienenden Tafel aufgehoben und eine darauf fertig-Schwierigkeiten
hinsichtlich der Unterbringung der 40 gestellte Kabelform leichter entnommen werden,
vielen für die Arbeitseinrichtungen erforderlichen Durch in der Zeichnung nicht dargestellte Festhal-Bauelemente
infolge beschränkter Platzverhältnisse tungen, z.B. Sperrhebel oder Kugelraster, wird ein
beseitigt werden können. Darüber hinaus ist hier- Arretieren der Tafel in ihrer ursprünglichen Lage als
durch die Möglichkeit geschaffen, weitere zusätzliche auch in angehobener Stellung ermöglicht. An dem
Einrichtungen an dem Arbeitskopf anzubringen. 45 Maschinengestell 1, dem kreissektorförmig gestalte-'
Weiterhin ist vorteilhafterweise die Achse des Zy- ten Zylinderabschnitt entsprechend zugeordnet, ist
linderabschnittes in einem Winkel von etwa 30° zur der mit Einrichtung für die einzelnen Arbeitsverrich-Senkrechten
geneigt vorgesehen. Hierdurch ist es tungen versehene Arbeitskopf 9 fest angebracht,
möglich, den Arbeitskopf und damit den Bewegungs- Durch Verdrehung der Keilwelle 2 und durch axiale
ablauf der auf dem Arbeitskopf angeordneten Ein- 50 Verschiebung der auf dieser gleitbar vorgesehenen
richtungen leicht kontrollieren zu können. So besteht Hülse 4 kann jeder Punkt auf der Mantelfläche 6 des
auch die Möglichkeit, das verdrehbare Bauteil als Zylinderabschnittes 5 durch den Arbeitskopf 9 erTrommel auszubilden.-, Zur Erreichung jedes in dem reicht werden. Der Bewegungsmechanismus des Zy-Koordinatenfeld
liegenden Punktes kann der Ar- linderabschnittes5 ist insbesondere "der Fig. 1 zu
beitskopf in Achsrichtung der Trommel in einer 55 entnehmen. Hiernach weist die Hülse 4 eine an ihrem
Gleitführung verschiebbar gelagert und die Verschie- äußeren Umfang vorgesehene Verzahnung auf, in die
bung durch Verbindung des Arbeitskopfes mit dem ein Zahnrad 10 eingreift. Die Keilwelle 2 als auch
einen Trum eines um Rollen geführten bewegbaren das Zahnrad 10 stehen über Schneckengetriebe 11
endlosen Bandes ermöglicht sein. Eine dieser Rollen, mit der Welle eines als Antrieb dienenden Elektroebenso
wie die Welle der Trommel, kann unter Ver- 60 motors 12 unter Vermittlung einschaltbarer Kuppmittlung
bekannter Getriebeglieder durch einen lungen 13 in Wirkungsverbindung. Die Steuerung des
Elektromotor angetrieben werden, welcher in be- Antriebes, als auch dj&·. der auf dem Arbeitskopf 9
kannter Weise gesteuert wird. Zwecks Vermeidung angeordneten Einrichtungen, erfolgt in bekannter
freihängender Kabel für die Übertragung der Korn- Weise über elektrische oder elektronische Schaltelemandos
für die auf dem verschiebbaren Arbeitskopf 65 mente mit Hilfe eines Programmgebers.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Ausformen von Kabelbaum
men, mit einem als Arbeitsfläche dienenden Bauteil über dem ein mit Einrichtungen zur Ausübung
verschiedener Arbeitsverrichtungen, z. B. mit einer Führung für zu legende Drähte, Drahtschere
und anderem, ausgestatteter Arbeitskopf angeordnet ist, dessen Einrichtungen, wie auch
eine zwischen dem Bauteil und dem Arbeitskopf erzeugte, in einem Koordinatensystem verlaufende
Relativbewegung über elektrische oder elektronische Schaltelemente durch einen...Programmgeber
automatisch gesteuert werden, dadurch gekennzeichnet, daß das'Bauteil
eine gekrümmte Arbeitsfläche aufweist und verdrehbar an einem feststehenden Teil, z. B. am
Maschinengestell, angeordnet und zwischen dem Arbeitskopf und dem Bauteil in Achsrichtung des
Arbeitskopfes eine Relativbewegung möglich ist, indem, z. B. in bekannter Weise der Arbeitskopf
verschiebbar gelagert ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das verdrehbare Bauteil als
kreissektorförmig gestalteter Zylinderabschnitt ausgebildet und axial bewegbar gelagert und der
Arbeitskopf fest an dem feststehenden Teil angebracht ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse des Zylinderabschnittes
in einem Winkel von etwa 30° zur Senkrechten geneigt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das verdrehbare Bauteil als
Trommel ausgebildet und in Achsrichtung fest angeordnet und der Arbeitskopf in dieser Richtung
verschiebbar gelagert ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitskopf, um verschoben
werden zu können, mit dem einen Trum eines um Rollen geführten bewegbaren endlosen
Bandes verbunden ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die auf dem Arbeitskopf vorgesehenen Einrichtungen über Abgriffsglieder mit Stromschienen in Verbindung gebracht
sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Bauteil eine flexibel
gestaltete Mantelfläche aufweist, die mindestens teilweise abhebbar an dem Bauteil angeordnet
ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV0024618 | 1963-09-23 | ||
| DEV0024618 | 1963-09-23 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1490865A1 DE1490865A1 (de) | 1969-07-17 |
| DE1490865B2 true DE1490865B2 (de) | 1972-11-16 |
| DE1490865C DE1490865C (de) | 1973-06-14 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3915854A1 (de) * | 1989-05-16 | 1990-11-22 | Leonische Drahtwerke Ag | Vorrichtung zum binden von kabelbaeumen |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3915854A1 (de) * | 1989-05-16 | 1990-11-22 | Leonische Drahtwerke Ag | Vorrichtung zum binden von kabelbaeumen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1490865A1 (de) | 1969-07-17 |
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