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DE1480720C3 - Hydrostatische Lenkeinrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge - Google Patents

Hydrostatische Lenkeinrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge

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Publication number
DE1480720C3
DE1480720C3 DE19651480720 DE1480720A DE1480720C3 DE 1480720 C3 DE1480720 C3 DE 1480720C3 DE 19651480720 DE19651480720 DE 19651480720 DE 1480720 A DE1480720 A DE 1480720A DE 1480720 C3 DE1480720 C3 DE 1480720C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
grooves
control member
steering
rotor
longitudinal
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19651480720
Other languages
English (en)
Other versions
DE1480720A1 (de
DE1480720B2 (de
Inventor
Heinrich; Kleinmann Paul; Liebert Karl-Heinz; Jablonsky Erich; 7070 Schwäbisch Gmünd Wagner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ZF Friedrichshafen AG
Original Assignee
ZF Friedrichshafen AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ZF Friedrichshafen AG filed Critical ZF Friedrichshafen AG
Publication of DE1480720A1 publication Critical patent/DE1480720A1/de
Publication of DE1480720B2 publication Critical patent/DE1480720B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1480720C3 publication Critical patent/DE1480720C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Die Erfindung betrifft eine hydrostatische Lenkeinrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. c
Aus der US-PS 29 84 215 ist bereits eine Lenkeinrichtung der genannten Art bekanntgeworden, bei der die Druckmittelsteuereinrichtung und die Druckmittelverteil-Einrichtung an einem festen Gehäuse und zwei in dem Gehäuse drehbaren und um das Steuerspiel in Umfangsrichtung gegeneinander vestellbaren Drehschiebern angeordnet sind. Diese bekannte Konstruktion weist für die Druckmittelsteuerung vorgesehene und an einem Steuerglied gebildete lange Axialnuten auf, die in Umfangsrichtung'nebeneinander liegen und abwechselnd Öl unter Druck und Rücklauföl enthalten. Daraus ergeben sich verhältnismäßig lange Spalte zwischen der Hoch- und Niederdruckseite der Handpumpe, durch die erhebliche Leckverluste eintreten, die sich als Schlupf beim Lenken ohne hydraulische Unterstützung ungünstig auswirken. Außerdem wird die Verbindung von der Druck- zur Rücklaufleitung in der Neutralstellung des Ventils durch sehr enge, in beiden Ventilkörpern vorhandene Radialbohrungen hergestellt, die den Ölfluß drosseln und dadurch hohe Leerlaufleistung an der Servopumpe und zusätzliche ölerwärmung verursachen. Bedingt durch den konstruktiven Aufbau der beschriebenen Lenkeinrichtung und die sich daraus ergebenden engen Querschnitte der Steuer- und Verteilcrnuten wird der Strömungswiderstand erhöht und damit die Gefahr vergrößert, daß der Förderstrom auf der Saugseite der Handpumpe bei größerer Lenkgeschwindigkeit abreißt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lenkeinrichtung der genannten Art mit einfacherem ίο Aufbau, verbesserter Dichtigkeit' und damit geringeren Leckverlusten und kleinerem Schlupf zu schaffen.
Die Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 beschriebene Erfindung gelöst.
Durch die Anordnung eines einzigen gegenüber einem Ventilgehäuse in einer Bohrung verstellbaren Steuerteiles wird ein einfacherer konstruktiver Aufbau erzielt. Durch die Anordnung der Verteilernuten der beiden Seiten der Handpumpe in zwei nebeneinanderliegenden Reihen wird eine verbesserte Dichtigkeit und leichtere Beweglichkeit der Lenkung erreicht.
Dadurch, daß die Verteilerlängsnuten ständig je mit zu deren beiden Seiten gebildeten Steuerringnuten in Verbindung stehen, erfolgt ein verbesserter Übertritt des Druckmittels von der Zulaufnut zu den Verteilerlängsnuten und damit zu den Kammern der Handpumpe.
In zweckmäßiger Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Einrichtung ist in dem Steuerglied eine mit der Drucköleinlaßnut verbundene Ringnut angeordnet, die in Neutralstellung des Steuerglieds mit der Rücklaufleitung verbunden ist und durch eine ein Nachsaugeventil enthaltende Leitung umgangen werden kann. Bei Ausfall der Servopumpe kann so die Handpumpe in bekannter Weise Drucköl über die Druckmitteleinlaßnut und das Nachsaugeventil aus dem Behälter ansaugen. Die Lenkung bleibt also auch bei stehender Servopumpe betriebsfähig.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäßen Lenkeinrichtung dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt durch die Druckmittelsteuer- und -verteileinrichtung,
F i g. 2 den Querschnitt nach der Linie II-II der Fig. 1,
F i g. 3 den Querschnitt nach der Linie I1I-III der Fig. 1,
Fig.4. den Querschnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 1,
Fig. 5 den Querschnitt nach der Linie V-V der Fig. 1,
F i g. 6 eine Einzelheit des Pumpenantriebes;
F i g. 7 zeigt die gleiche Einzelheit, in der Ansicht senkrecht zu der nach F i g. 6 und
F i g. 8 einen Längsschnitt durch die Druckmittel-55nsteuer- und -verteileinrichtung eines weiteren Ausführungsbeispieles.
Die Hauptteile einer Lenkeinrichtung nach F i g. 1 bis 7 sind eine das Lenkhandrad tragende Lenkspindel 1, eine Kupplung 30 bis 37, eine Handpumpe 6, ein Ventilgehäuse 10, ein Steuerglied 42, eine motorgetriebene Servopumpe 8 und ein Arbeitsmotor 9. Das die Druckmittelsteuerung und die Verteilersteuerung aufnehmende Ventilgehäuse 10 liegt koaxial zu einem Gehäuse 11 der Handpumpe 6. Das Ventilgehäuse 10 ist durch einen Deckel 14 und Schrauben 17, und das Gehäuse 11 mittels eines Deckels 15 und Schrauben 16 seitlich abgeschlossen. Letztere verbinden auch die Gehäuse 10 bzw. 11 miteinander.
Die 11 and pum pc 6 enthüll in clem Gehäuse 11 ein im Gehäuse undrehbar gehaltenes innenverzahntes Außenrad 20 und ein innerhalb des Aui3enrades umlaufendes außenver/.ahntes Innenrad 21. Außen- und Innenrad stehen ständig über Zahnprofile 24 und 25 miteinander im Eingriff, wobei das Innenrad ein Zahnprofil weniger als das Außenrad aufweist. Die Mittelachse des Außenrades liegt koaxial zur Längsachse der Lenkspindel 1. Die Mittelachse des Innenrades liegt in einem durch die Abmessungen von Innen- und Außenrad bestimmten Abstand »e« von der Längsachse der Lenkspindel 1. Bei Antrieb des Innenrades 21 durch die Lenkspindel 1 beschreibt die Achse des Innenrades 21 eine Kreisbahn um die Achse des Außenrades 20 im Abstand »e«.
Zur trieblichen Verbindung der Lenkspindel 1 und des Innenrades 21 dient eine die Achsversetzung ausgleichende Kupplung. Die Lenkspindel 1 weist ein Gabelende 30 auf, welches in eine Leiste 31 eines Kupplungsteiies 32 mit Verdrehspiel eingreift. Das Kupplungsteil ist in einer Innenbohrung des Steuergliedes 42 zentriert und durch Zähne 33 des Steuergliedes 42 drehfest mit diesem gekuppelt. F i g. 7 zeigt getrennt in '' der Seitenansicht entsprechend F i g. 1 das Kupplungsteil 32 mit der Leiste 31, in welche das Gabelende 30 der Lenkspindel 1 eingreift. F i g. 6 zeigt die gleichen Teile im Grundriß. Die der Lenkspindel 1 abgewendete Seite des Kupplungsteiles 32 weist eine Nut 34 auf, in welcher ein Gleitstein 35 geführt ist. Der Gleitstein ist mit einer zur Nut 34 senkrecht stehenden Nut 36 versehen, in welcher ein weiterer, mit dem Innenrad 21 verbundener Stein 37 gleitet. Zwischen dem Außen- und Innenrad 20 und 21 und dem Ventilgehäuse 10 ist eine Abdeckscheibe 39 angeordnet, die gemeinsam mit dem Deckel 15 den seitlichen Abschluß von durch Außen- und Innenrad 20 und 21 gebildeten Saug- bzw. Druckkammern 40 bzw. 38 bildet.
Die Trennung der jeweiligen Saug- bzw. Druckkammern erfolgt dabei stets in einer die Pumpenglieder in Längsrichtung schneidenden, die Achsen beider Pumpenglieder enthaltenden Ebene E-E Diese macht beispielsweise bei einer Rotorzähnezahl von sechs und ein sechstel Umdrehung des Rotors um seine Mittelachse eine ganze Umdrehung um die Mittelachse des Stators in entgegengesetzter Richtung.
Das Ventilgehäuse 10 nimmt in einer axialen Bohrung das axial in beiden Richtungen verstellbare Steuerglied 42 auf. Am Ventilgehäuse 10 sind Nuten 45, 46, 47 und 48 gebildet, die mit entsprechenden Gegennuten 51, 52, 53, 54, 55, 56 und 57 des Steuergliedes 42 zusammenwirken. Dabei stehen die Steuerringnuten 51 bzw. 56 mit radialen Bohrungen 62 bzw. 63 in Verbindung, die in einen innerhalb des Steuergliedes 42 gebildeten Rücklaufraum 60 münden. Die Nuten 45 bzw. 47 sind über Leitungen 64 bzw. 65 an den Arbeitsmotor 9 angeschlossen. Ferner steht die Drucköleinlaßnut 46 mit einer Druckleitung 58 der Servopumpe 8 und die Steuerringnut 56 mit einem Kanal 69', einem Rücklaufkanal 69 bzw. mit einer an den Reservebehälter 70 anschließenden Rücklaufleitung 71 in Verbindung.
Infolge der mit der Bewegung des Innenrades 21 umlaufenden Druckseite- bzw. Saugseite der Handpumpe 6 ist die Anordnung einer Druckmittelverteilersteuerung erforderlich. Diese besteht aus dem gleichzeitig als Verteiler ausgebildeten Steuerglied 42 und axial gerichteten Sammelkanälen 74 im Ventilgehäuse 10, die in Durchbrüche 75 in der Abdeckscheibe 39 münden. Jeder Zahnlücke 76 des Außenrades 20 ist einer der Durchbrüche 75 an der feststehenden Abdeckscheibe 39 zugeordnet, wobei die Durchbrüche 75 die Breite der Zahnlücken 76 am Fußkreis der Zahnprofile 25 des Außenrades 20 aufweisen. In radialer Richtung crstrekken sich die Durchbrüche 75 so, daß jeweils von einem der Durchbrüche 75 stets gleichzeitig eine Zahnlücke 76 bzw. Saug- bzw. Druckkammer 40 bzw. 38 und ein Sammelkanal 74 überdeckt wird. Die Zahnlücken 76 des Außenrades 20 weisen an ihrem Kopfkreis Fasen.
ίο 76' auf; die zur Vergrößerung des Übertrittquerschnittes für das Druckmittel dienen. In jeden der auf den Umfang verteilt angeordneten Sammelkanäle 74 münden zwei in einem gewissen axialen Abstand voneinander gebildete und radial auf das Steuerglied 42 gerichtete Verbindungskanäle 78 und 79. Diese verbinden die Kammern 38 bzw. 40 der Handpumpe 6 wechselweise mit zwei auf dem Steuerglied 42 in einem axialen Abstand voneinander angeordneten Systemen von gleichmäßig auf den Umfang verteilten Verteilerlängsnuten 80 und 81, die jeweils zwischen den beiden Steuerringnuten 52 und 53 bzw. 54 und 55 in Ringstegen 12 bzw. 13 liegen. Die Anzahl der Verteilernuten 80 bzw. 81 entspricht je der Anzahl der Zahnprofile 24 des Innenrades 21, wobei die Verteilerlängsnuten 80 und 81 in Umfangsrichtung zueinander um eine halbe Zahnteilung der Zahnprofile 24 und um eine viertel Teilung gegen die Zahnprofile 24 versetzt angeordnet sind.
Das Steuerglied 42 weist zu seiner Längsverschiebung dienende Steilgewindeprofile 84 auf, die in Gegenprofile 85 an der Lenkspindel 1 eingreifen. Zwischen dem Ventilgehäuse 10 und dem Steuerglied 42 ist eine Mittenzentrierung 86 gebildet, die eine Feder 87 und zwei die Feder zwischen sich einschließenden Anlagescheiben 88 und 89 enthält. Ferner sind zu beiden
Seiten der Einrichtung je am Ventilgehäuse 10 und am Steuerglied 42 Anlageschultern 90 und 91 bzw. 92 und 93 vorgesehen.
Der Arbeitsmotor 9 besteht aus einem Druckzylinder 95 und einem in diesem verstellbaren, doppelt wirkenden Servokolben 96, zu dessen beiden Seiten ein Druckzylinderraum 98 bzw. 99 gebildet ist.
In einer zwischen Kanal 69' und Rücklaufkanal 69 angeordneten Umgehungsleitung der Ringnut 57 ist ein Nachsaugeventil 100 angeordnet.
Nachstehend wird die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung beschrieben.
Zunächst wird ein Lenkvorgang betrachtet, bei wel-' chem der Lenkwiderstand der Räder sehr gering ist. Entsprechend gering ist der Widerstand des Pumpenrotors, so daß das Steuerglied 42 in seiner Neutralstellung bleibt. Wird eine Lenkbewegung durch Drehen des Lenkhandrades und damit der.Lenkspindei 1 eingeleitet, beispielsweise im Sinne der Uhrzeigerdrehung, so wird das Innenrad 21 über die Kupplung 30 bis 37 angetrieben und beschreibt mit seiner A'chse eine Kreisbahn um die Achse des Außenrades 20 entgegengesetzt zur Drehung der Lenkspindel 1 und eine Drehbewegung um seine Achse, die der Drehung der Lenkspindel 1 gleichgerichtet ist. In der Neutralstellung des Steuergliedes ist zwischen den Ringnuten 45 und 52, und zwischen den Nuten 47 und 55 je ein Spalt offen. Die Steuerringnuten 53 und 54 sind gegen die Drucköleinlaßnut 46 geschlossen. Das Druckmittel wird aus dem Druckzylinderraum 98 abgesaugt über die Leitung 64, die Nut 45, die Steuerringnut 52, die Verteilerlängsnuten 80, die Verbindungskanäle 78, die zugehörigen Sammelkanäle 74 und über den Durchbruch 75 in der Abdeckscheibe 39 und füllt die Kammern 38 der Saug-
scitc der Handpumpe 6 (in Γ-" i g. 4 rechts eier F.bene E-E). Gleichzeitig wird das Druckmittel aus den Kammern 40 links der Ebene E-E über die anschließenden Durchbrüche 75, Sammelkanäle 74, Verbindungskanäle 79, Verteilerlängsnuten 81, Steuerringnuten 55 und Nuten 47, sowie Leitung 65 in den Druckzylinderraum 99 gedrückt. Der Servokolben 96 wird demzufolge nach links verstellt. Das von der Servopumpe 8 geförderte Druckmittel strömt über Druckleitung 58, Drucköleinlaßnut 46, Kanal 69', Ringnuten 57, Nuten 48, Steuerringnuten 56 und Rücklaufkanal 69 zur Rücklaufleitung 71.
Es wird nun eine Lenkung bei höherem Lenkwiderstand betrachtet. Der Servokolben 96 bzw. die zu lenkenden Fahrzeugräder setzen der an der Lenkspindel 1 eingeleiteten Verstellbewegung einen die Vorspannung der Feder 87 übersteigenden Widerstand entgegen. Der Rotor mit dem Steuerglied 42 wird zunächst gegen Drehen festgehalten, während sich die Lenkspindel 1 um das Verdrehspiel zwischen Gabelende 30 und Kupplungsteil 32 gegenüber dem Innenrad 21 weiterzudrehen vermag. Dadurch schraubt sich das Steuerglied 42 mittels seines Gegenprofils 85 auf das Steilgewindeprofil 84 der Lenkspindel auf und erfährt bei der angegebenen Lenkspindeldrehrichtung eine Verstellung gegenüber dem Gehäuse nach rechts, wie in F i g. 1 dargestellt. Damit erhält die Drucköleinlaßnut 46 der Servopumpe 8 Verbindung mit der Steuerringnut 53, während die Steuerringnut 52 gegen die Nut 45 und damit gegen den Druckzylinderraum 98 abgeschlossen ist. Das Druckmittel der Servopumpe 8 gelangt in die drei Verteilerlängsnuten 80 (s. rechte Hälfte von 42 in Fi g. 3) und über die Verbindungskanäle 78, die Sammelkanäle 74 sowie die Durchbrüche 75 und Fasen 76' in die als Saugkammern wirkenden Kammern 38 der Handpumpe 6, (rechts der Ebene E-E in Fig.4) und wird aus deren jeweiligen Druckkammern 40 (links der Ebene E-E) gefördert. Die an diese angeschlossenen Fasen 76', Durchbrüche 75, Sammelkanäle 74, Verbindungskanäle 79 (s. auch F i g. 2, linke Hälfte), die Verteilerlängsnuten 81 und Steuerringnuten 55 und Nuten 47 sowie die Leitung 65 führen das Druckmittel dem Druckzylinderraum 99 des Arbeitsmotors 9 zu. Bei entgegengesetztem Lenkeinschlag kehrt sich der Druckmitteldurchfluß entsprechend um.
Die Mittenzentrierung 86 (F i g. 1) wirkt wie folgt:
Die beiden Anlagescheiben 88 und 89 stützen sich in Neutralstellung des Steuergliedes 42 durch die Wirkung der Feder 87 gleichzeitig an den Anlageschultern 90 und 92 bzw. 91 und 93 ab. Damit ist eine eindeutige Mittelstellung des Steuergliedes 42 festgelegt. Bei Verstellung des Steuergliedes 42 in der einen oder anderen axialen Richtung hebt entweder die Anlagescheibe 88 (wie in F i g. 1 dargestellt) oder die Anlagescheibe 89 von ihrer Gehäuseanlage ab. Die Federvorspannung sorgt bei Unterbrechung der Lenkbewegung für die Rückführung des Steuergliedes 42 in seine Neutralstellung.
Bei stehender Servopumpe 8 bleibt die Lenkung betriebsfähig. An Stelle des durch die Druckleitung 58 geförderten Drucköls erhält jetzt die Handpumpe Öl durch Ansaugen auf folgendem Wege: Sammelkanäle 74, Verbindungskanäle 78, Verteilerlängsnuten 80 (rechts in Fig. 3), Steuerringnuten 53, Drucköleinlaßnuten 46, Kanal 69', Nachsaugventil 100, Rücklaufkanal 69, Rücklaufleitung 71.
F i g. 8 zeigt eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Lenkeinrichtung ohne Servopumpe.
Der Rcservebchältcr 70 ist durch eine Leitung 58' an die Drucköleinlaßnut 46 und durch die Rücklaufleilung 71 an eine Ringnut 56' angeschlossen. Die Leitung 58' enthält ein Rückschlagventil 101, mit einer Kugel 102.
welches in der Stellung für Ansaugen dargestellt ist.
Die Wirkungsweise der Lenkung ist folgende:
Bei einer Rechtslenkung mit geringem Lenkwiderstand an den Rädern bleibt das Vcntilglied 42 in seiner Mittelstellung. Die Nuten 45 und Steuerringnuten 52 sowie die Drucköleinlaßnut 46 und Sieuerringnut 54 haben Verbindung miteinander. Es wird also, wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel beschrieben. Öl aus dem Druckzylinderraum 98 in die Pumpenkammern 38 gesaugt und aus den Druckkammern 40 (F i g. 4) in den Druckzylinderraum 99 gedruckt. Der Kolben 96 bewegt sich dadurch nach links. Bei einer Linkslenkung kehrt sich die Wirkung der Handpumpe um: die Kammern 38 (rechts in F i g. 4) sind Druckkammern und drücken das Öl durch die drei der in F i g. 3 in Verbindung mit den Verteilerlängsnuten 80 gezeichneten Sammelkanäle 74 und Verbindungskanäle 78, von den genannten Verteilerlängsnuten in die Steuerringnuten 52 und Nuten 45, und von dort in den Druckzylinderraum 98. Gleichzeitig saugen die Kammern 40 das Öl durch die in F i g. 2 mit den Verteilerlängsnuten 81 in Verbindung stehenden Sammelkanäle 74 und Verbindungskanäle 79 aus den Verteilerlängsnuten 81, die Steuerringnuten 55 und Nuten 47, und den Druckzylinderraum 99 ab. Der Servokolben 96 bewegt sich also nach rechts.
Bei Lenkungen mit größerem Lenkwiderstand wird das Steuerglied 42 in der oben beschriebenen Weise nach rechts (F i g. 8) bzw. nach links verschoben. Bei einer Rechtslenkung saugt die Handpumpe Öl an auf folgendem Wege:
Kammern 38, Durchbrüche 75, Sammelkanäle 74 und Verbindungskanäle 78, Verteilerlängsnuten 80, Steuerringnuten 53 und Drucköleinlaßnuten 46, Leitung 58', Rückschlagventil 101, Reservebehälter 70. Gleichzeitig drücken die Kammern 40 das darin befindliche Öl durch die vom Saugöl nicht durchströmten Sammelkanäle 74 und Verbindungskanäle 79, Verteilerlängsnuten 81 (die in diesem Zeitpunkt mit den Druckkammern 40 Verbindung haben, s. Fig. 2), Steuerringnuten 55 und Nuten 47, Leitung 65, Druckzylinderraum 99. Der Kolben 96 bewegt sich nach links. Das Öl aus dem Druckzylinderraum 98 entweicht durch Leitung 64, Nuten 45 s und Steuerringnuten 51, Bohrungen 62, Rücklaufraum 60, Bohrungen 63, Ringnut 56' und Rücklaufleitung 71 in den Reservebehälter 70.
Beim Loslassen des Lenkrades bei nach rechts ausgeschlagenen Rädern drücken die von selbst zurücklaufenden Räder über das Lenkgestänge den Servokolben nach rechts zurück in die Neutralstellung. Desgleichen wird das Steuerglied 42 durch die Feder 87 in die axiale Neutralstellung geführt. Das Öl aus dem Druckzylinderraum 99 wird über Leitung 65, Nuten 47 und Steuerringnuten 55, Verteilerlängsnuten 81, Verbindungskanäle 79 und Sammelkanäle 74 in die Kammern 40 zwisehen Stator und Rotor gedrückt. Die beiden Teile wirken jetzt als Motor, und der Rotor mit dem Steuerglied 42 und der Lenkspindel 1 wird entgegen der Pfeilrichtung (F i g. 4) gedreht, bis die Lenkräder ihre Stellung für Geradeausfahrt erreicht haben. Bei der Rückdrehung wird das Öl aus den Kammern 38 (Fig.4) verdrängt und strömt durch die mit den Verteilerlängsnuten 80 verbundenen Sammelkanäle 74 und Verbindungskanäle 78 in die Steüerringnuten 52 und Nuten 45,
und die Leitung 64 in den Druckzylinderraum 98 zurück.
Das Rückschlagventil 101 verhindert, daß Prellschläge von der Fahrbahn her über "die Handpumpe auf das Lenkhandrad übertragen werden. Wenn ein plötzlicher Rückstrom von öl in der Leitung 58' entsteht, wird die Kugel 102 aus der gezeichneten Stellung gegen ihren Sitz nach oben gedrückt und sperrt die Leitung ab.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Hydrostatische Lenkeinrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit einer über die Lenkspindel antreibbaren Handpumpe mit ineinanderliegendcn, gezahnten Pumpenteilen, von denen das innenliegende Teil ein Zahnprofil weniger aufweist als das außenliegende Teil und die Achse des innenliegenden Teiles (Rotor) eine Kreisbahn um die Achse des anderen Teiles (Stator) beschreibt, mit in einem festen Gehäuse synchron mit dem Rotor umlaufenden Steuer- und Verteilernuten mit einer der Zahnteilung des Rotors entsprechenden Nuteinteilung und mit einer der Anzahl der Zahnlücken des Stators entsprechenden Anzahl von im Gehäuse angeordneten und einerseits in die Kammern der Handpumpe mündenden und andererseits an die Verteilernuten anschließenden Längskanälen, dadurch gekennzeichnet, daß an eine Drucköleinlaßnut (46) bzw. an einen Arbeitsmotor (9, 96) anschließbare Steuerringnuten (51, 56) und zwei mit diesen zusammenwirkende, an die jeweiligen Saug- und Druckkammern (40) der Handpumpe bzw. an den Arbeitsmotor anschließbare und in einem axialen Abstand voneinander liegende Systeme von Verteilerlängsnuten (80 bis 81) gemeinsam auf dem Zylindermantel nur eines Steuergliedes (42) angeordnet sind, wobei die Verteilerlängsnuten beider Systeme gegeneinander um eine halbe und gegenüber den Rotorprofilen (24) um eine viertel Zahnteilung der Rotorprofile versetzt sind.
2. Hydrostatische Lenkeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine mit der Drucköleinlaßnut (46) verbundene Ringnut (57) fm Steuerglied (42) angeordnet ist, die in Neutralstellung des Steuergliedes mit der Rücklaufleitung (71) verbunden ist, und daß eine Umgehungsleitung der Ringnut (57) ein Nachsaugventil (100) enthält.
DE19651480720 1965-08-19 1965-08-19 Hydrostatische Lenkeinrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge Expired DE1480720C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEZ0011710 1965-08-19
DEZ0011710 1965-08-19

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1480720A1 DE1480720A1 (de) 1969-06-19
DE1480720B2 DE1480720B2 (de) 1976-02-19
DE1480720C3 true DE1480720C3 (de) 1976-09-30

Family

ID=

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4354350A (en) 1979-05-11 1982-10-19 Zahnradfabrik Friedrichshafen, Ag. Hydrostatic auxiliary power steering
US4355505A (en) 1979-04-28 1982-10-26 Zahnradfabrik Friedrichshafen, Ag Rotatable controller valve

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