DE1480274C - Bremsanlage fur Kraftfahrzeuge mit hydrodynamischer Bremse und mit druckmittelbetaügten Reibungsbremsen - Google Patents
Bremsanlage fur Kraftfahrzeuge mit hydrodynamischer Bremse und mit druckmittelbetaügten ReibungsbremsenInfo
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Bremsanlage für Kraftfahrzeuge mit einer vom Fahrzeug angetriebenen
hydrodynamischen Bremse und mit druckmittelbetätigten Reibungsbremsen, wobei die Reibungsbremsen
selbsttätig in Abhängigkeit vom Bremsmoment der hydrodynamischen Bremse betätigt
werden, derart, daß bei abnehmender Fahrgeschwindigkeit die Reibungsbremsen in zunehmendem Maße
betätigt werden, bei welcher Bremsanlage zwischen einem Hauptzylinder einerseits und einem vom
Hauptzylinder betätigten Steuerventil für die Füllungsregelung der hydrodynamischen Bremse sowie Radzylinder
andererseits ein Druckminderventil eingeschaltet ist, das in Abhängigkeit vom Bremsmoment
der hydrodynamischen Bremse betätigt wird nach Patent 1 207 225.
Bei dieser Bremsanlage nach dem Hauptpatent erfolgt die Betätigung des Druckminderventils durch
eine in einer Druckdose angeordnete Membran, die auf die Druckdifferenz zwischen der Druck- und der
Saugseite der hydrodynamischen Bremse anspricht. Diese Art der Betätigung erfordert die Verlegung
einer Anzahl von Leitungen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine derartige Bremsanlage so zu verbessern, daß die Anzahl der notwendigen
Druckmittelleitungen verringert werden kann. '
Diese Aufgabe wird gemäß der Zusatzerfindung dadurch gelöst, daß in axialer Richtung zwischen
dem Rotor der hydrodynamischen Bremse und einer axial verschiebbaren Druckbüchse eine an sich bekannte
Auflaufeinrichtung angeordnet ist, welche bei einer durch das Bremsmoment verursachten Verzögerung des Rotors die Druckbüchse axial in Richtung
auf das Druckminderventil zu verschiebt, bei welcher Verschiebung die Druckbüchse das Verschlußglied
des Druckminderventils in Schließrichtung betätigt. ·
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß die Druckbüchse axial verschiebbar
auf der Rotorwelle aufgekeilt ist und daß der Rotor auf der Druckbüchse angeordnet ist und sich mit
seiner einen Stirnfläche am Gehäuse absützt,. daß ferner die Auflaufeinrichtung in an sich bekannter
Weise durch auf Rampen auflaufende Kugeln gebildet ist.
■ Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt. ■
Die Rotorwelle, die beispielsweise eine Zapfwelle des Hinterachsgehäuses sein kann, ist mit 1, das am
Fahrzeug befestigte Gehäuse der hydrodynamischen Bremse mit 2, sein Rotor mit 3 und der Gehäusedeckel
mit 4 gekennzeichnet. 5 ist der Ladezylinder der hydrodynamischen Bremse, 6 das Steuerventil des
Verlangsamers, 7 der Hauptzylinder der Bremsanlage, 8 ein Bremskraftverstärker1 für die Bremszylinder 9
der Rad bremsen 10.
Ein Druckminderventil für den Druck in der Bremsanlage und für den Druck, mit dem das Ventilglied
des Betätigungsventils 6 der hydrodynamischen Bremse zu beaufschlagen ist, ist mit 11 bezeichnet.
Es ist in den Deckel 4 der hydrodynamischen Bremse eingebaut und besteht aus einem Ventilverschlußglied
12, das mit einem Ventildurchgang 13 zusammenwirkt, durch den die Druckmittelzufuhr vom Hauptzylinder
7 über die Leitung 15 zur Verteilerkammer 14 gesteuert wird. An die Verteilerkammer 14 sind
die Druckmittelleitungen 16 zum Ventil 6 und 17 zum Verstärker 8 angeschlossen. Das Ventilverschlußglied
12 wird von der Druckfeder 18 unter Zwischenfügung der Druckkugel 19 gegen die Stirnseite einer Druckbüchse
20 gedrückt, die axial verschiebbar auf der Keilverzahnung 21 der Rotorwelle 1 sitzt.
1 Der Rotor 3 lagert auf Druckkugeln 22 an der
Wand des Gehäuses 2 der hydrodynamischen Bremse. Im Flansch 23 der Büchse 20 und an der Stirnseite
des Rotors 3 sind die Kugeln einer Rampenauflaufeinrichtung untergebracht, die insgesamt mit 24 bezeichnet ist.
Bei Betätigung des Pedals des Hauptzylinders 7 strömt Druckmittel zu der Bremsanlage 8, 9, 10 und
zu dem Steuerventil 6, ^da der Ventildurchgang 13 geöffnet
ist. Sowohl die' hydrodynamische Bremse als auch die Reibungsbremse treten in Tätigkeit. Das
bedeutet, daß die Umdrehungszahl des Rotors 3 verkleinert wird gegenüber der Umdrehungszahl der
Büchse 20. Hierdurch laufen die Kugeln in den Rampen in der Vorrichtung 24 auf, die Büchse 20 wird
axial verschoben und verschließt den Ventildurchgang
13 ab, so daß zunächst kein Druckmittel mehr zu den Radbremsen 10 und dem Steuerventil 6 gelangen
kann. Wenn die Verlangsamung aufhört, drückt die Feder 18 die Büchse 20 wieder in ihre Ausgangsstellung
zurück. Der Pedaldruck wird durch den Ventildurchgang 13 in der Bremse und dem Steuerventil
6 wieder wirksam, und die Verlangsamung durch die hydrodynamische Bremse setzt wieder ein.
Wenn sich die Umdrehungszahl des Rotors dem Wert Null nähert, werden die Radbremsen 9 und 10
voll wirksam, und die Wirkung der hydrodynamischen Bremse hört auf.
Die Summe der Bremswirkung der hydrodynamischen Bremse und der Reibungsbremsen ist konstant.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Bremsanlage für Kraftfahrzeuge mit einer vom Fahrzeug angetriebenen hydrodynamischen
Bremse und mit druckmittelbetätigten Reibungsbremsen, wobei die Reibungsbremsen selbsttätig
in Abhängigkeit vom Bremsmoment der hydrodynamischen Bremse betätigt werden, derart, daß
bei abnehmender Fahrgeschwindigkeit die Reibungsbremsen in zunehmendem Maße betätigt
werden,, bei welcher Bremsanlage zwischen einem Hauptzylinder einerseits und einem vom Hauptzylinder
betätigten Steuerventil für die Füllungsregelung der hydrodynamischen Bremse sowie'
Radzylinder andererseits ein Druckminderventil eingeschaltet ist, das in Abhängigkeit vom Bremsmoment
der hydrodynamischen Bremse betätigt wird, nach Patent 1207 225, dadurch gekennzeichnet,
daß in axialer Richtung zwischen dem Rotor (3) der hydrodynamischen Bremse und einer axial verschiebbaren Druckbüchse
(20) eine an sich bekannte Auflaufeinrichtung angeordnet ist, welche bei einer durch das
Bremsmoment verursachten Verzögerung des Rotors (3) die Druckbüchse (20) axial in Richtung
auf das Druckminderventil (11) zu verschiebt, bei welcher Verschiebung die Druckbüchse
(20) das Verschlußglied (12) des Druckminderventils (11) in Schließrichtung betätigt.
2. Bremsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckbüchse (20) axial
verschiebbar auf der Rotorwelle (1) aufgekeilt ist und daß der Rotor (3) auf der Druckbüchse (20)
angeordnet ist und sich mit seiner einen Stirnfläche am Gehäuse (2) abstützt, daß ferner die
Auflaufeinrichtung (24) in an sich bekannter Weise durch auf Rampen auflaufende Kugeln
gebildet ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET0025910 | 1964-03-25 | ||
| DET0025910 | 1964-03-25 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1480274A1 DE1480274A1 (de) | 1969-08-21 |
| DE1480274C true DE1480274C (de) | 1973-02-15 |
Family
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