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DE1471937C - Verfahren und Einrichtung zum Herstellen von Tafelglas - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Herstellen von Tafelglas

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Publication number
DE1471937C
DE1471937C DE1471937C DE 1471937 C DE1471937 C DE 1471937C DE 1471937 C DE1471937 C DE 1471937C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glass
treatment
fluid
gas
container
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Edmund R. West Mifflin; Misson George W. Pittsburgh Pa. Michalik (V.StA.)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
PPG Industries Inc
Original Assignee
PPG Industries Inc
Publication date

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Tafelglas, wobei das Glas auf der Oberfläche einer Flüssigkeit wie Metallschmelze, mit höherem spezifischem Gewicht als das Glas schwimmt und einer Behandlung in wenigstens einem Oberflächenbereich unterzogen wird, sowie eine Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens mit einer ein Bad einer Tragflüssigkeit wie Metallschmelze, enthaltenden Wanne und einem damit gasdicht verbundenen Deckel, wobei Einrichtungen zum Abteilen wenigstens eines zu behandelnden Oberflächenabschnittes des Glases vorgesehen sind.
Nach diesem vorstehend erwähnten Verfahren hergestelltes Glas weist unterschiedliche. Oberflächen auf. Die Oberseite des Glases ist wegen der Einwirkung der Hitze feuerbehandelt, während die Unterseite des Glases, die mit der Metallschmelze in Berührung steht, eine ebene Oberfläche aufweist, deren Aussehen etwas von der feuerbehandelten Oberfläche abweicht. Es ergibt sich aus diesem und anderen Gründen die Notwendigkeit, das auf der Tragflüssigkeit schwimmende Glas in bestimmten Zonen einer von angrenzenden Zonen abweichenden Behandlung zu unterziehen. Diese Unterschiede in der Behandlung können in der unterschiedlichen Temperatur, in der unterschiedlichen Atmosphäre, in unterschiedlichen Drücken od. dgl. liegen.
Bekannte Einrichtungen zum Abtrennen derartiger Behandlungszonen auf der Glasoberfläche von anderen angrenzenden Zonen mit abweichenden Behandlungsbedingungen, z. B. von der Dicke bis in die Nähe der Glasoberfläche geführte Trennwände ermöglichen infolge des in jedem Fall verbleibenden Spaltes zwischen der freien Kante der Trennwände und der Glasoberfläche keine zufriedenstellende Abtrennung, insbesondere bei stark abweichenden Behandlungsbedingungen.
Es ist die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe, ein Verfahren und eine Einrichtung zu schaffen, mittels welcher, ohne daß eine Berührung zwischen der Trennwand und der Glasoberfläche erfolgt, eine für die in der Praxis auftretenden Unterschiede der Behandlungsbedingungen ausreichende Abdichtung zwischen den einzelnen Behandlungsabschnitten ermöglicht wird. Gemäß der Erfindung wird dies bei einem Verfahren der eingangs erwähnten Art dadurch erreicht, daß der oder die der Behandlung dienenden Oberflächenabschnitte des auf der Flüssigkeit schwimmenden Glases durch von oben auf die Glasoberfläche gerichtete Strömungsvorhänge eines Strömungsmittels gegen die angrenzenden Abschnitte abgetrennt wird. Zur Behandlung von Flächenabschnitten einer über das Flüssigkeitsbad bewegten Glasbahn wird durch die Strömungsvorhänge eines Strömungsmittels vorzugsweise wenigstens ein quer zur Bewegungsrichtung der Bahn verlaufender Oberflächenbereich abgetrennt. Das die Vorhänge bildende Strömungsmittel ist vorzugsweise ein Gas.
Durch die Anordnung von Vorhängen eines Strömungsmittels als Dichtungsmittel, das in anderen Bereichen der Technik, z. B. in der Heizungs- und Lüftungsbranche bereits benutzt wird, kann durch entsprechende Einstellung des Strömungsmittels in Bezug auf Temperatur und Druck ein Ausströmen des Behandlungsmediums in dem abgetrennten Abschnitt ohne Schwierigkeiten verhindert werden und damit der Behandlungsbereich genau bestimmt werden. Andererseits wird durch das Verhindern eines Abströmens des Behandlungsmediums im Behandlungsabschnitt ein Abfallen der Behandlungsbedingungen, das mit dem Abströmen in der Regel verbunden wäre, ebenfalls vermieden. Durch die erfindungsgemäße Einrichtung können also die Behandlungsbedingungen, gleich welcher Art, wesentlich genauer als nach bekannten Verfahren, eingehalten
ίο werden.
Eine Einrichtung zum Herstellen von Tafelglas \ nach dem vorstehend erläuterten Verfahren ist vorzugsweise gekennzeichnet durch oberhalb der Grenzen des abzuschirmenden Bereiches nach unten bis nahe an die Oberfläche vorspringende Wandungen, an deren auf die Glasoberfläche zu gerichtete Flächen Leitungen zum Zuführen des Strömungsmittels mit einer Abströmrichtung nach unten auf die Glasoberfläche zu vorgesehen sind. Dabei ist vor-
ao zugsweise jede der von oben bis nahe an die Glasoberfläche vorspringenden Wandungen eine Anzahl von in Längsrichtung der Wandung verlaufende, durch Stege getrennten Nuten an der auf die Glasoberflächen zu gerichteten Kantenfläche versehen ist,
as wobei wenigstens in der mittelsten der Nuten mit Ausströmöffnungen versehene, an eine Quelle für das. Strömungsmedium angeschlossene Rohrleitungen verlaufen.
Zum Herstellen von Tafelglas aus einer vom Flüssigkeitsspiegel abgezogenen Glasbahn ist vorzugsweise eine Abziehstelle auch unter der Glasbahn, eine Einrichtung zum Zuführen des Strömungsmittels zur Erzeugung eines die Abziehstelle abdichtenden und gleichzeitig die Glasbahn tragenden Pufferkissens vorgesehen.
Durch die vorstehend geschilderte erfindungsgemäße Einrichtung wird es mit einfachsten konstruktiven Mitteln möglich, eine sichere Abdichtung der einzelnen Behandlungsabschnitte gegen angrenzende Abschnitte zu erzielen, wobei die Einrichtung leicht und ohne konstruktive Änderungen an unterschiedliche Betriebsbedingungen · angepaßt werden kann.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel zur Beeinflussung der Glasdicke durch Druckausübung auf bestimmte Abschnitte des Glases näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Einrichtung,
F i g. 2 einen Schnitt entlang der Linie 2-2 in l
g,
F i g. 3 einen Schnitt entlang der Linie 3-3 in Fig.l,
Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie 4-4 in Fig.l,
F i g. 5 einen Schnitt entlang der Linie 5-5 in Fig.l,
F i g. 6 einen Schnitt entlang der Linie 6-6 in F i g. 1,
F i g. 7 einen Schnitt entlang der Linie 7-7 in Fig.l,
F i g. 8 einen Schnitt entlang der Linie 8-8 in Fig.l,
Fig.'9 in vergrößertem Maßstab einen Schnitt durch die Unterkante der Trennwand mit der erfindungsgemäßen Druckabdichtung,
Fig. 10 einen Querschnitt durch die erfindungs-
gemäße Druckabdichtung für das Ausgangs- bzw. Eingangsende des Behälters und
Fig. 11 und 12 Ansichten ähnlich Fig. 1 und 2 auf eine Abwandlungsform der Erfindung.
Die F i g. 1 zeigt zwei am Austragende eines Glasschmelzofens herkömmlicher Bauart (nicht dargestellt) angeordnete Walzen 12 zum Herstellen eines Glasbandes 14, das auf eine Rampe 15 und von dort aus auf die Oberfläche eines in einem Behälter 18 befindlichen Bades aus geschmolzenem Metall· 16 befördert wird. Die Dichte des geschmolzenen Metalls ist größer als die Dichte des Glasbandes 14, so daß das Glasband auf dem geschmolzenen Metall schwimmt. Das Metall kann Zinn oder eine Zinnlegierung sein.
Um das Metall 16 des Bades im geschmolzenen Zustand zu erhalten, sind im Boden des Behälters 18 Heizeinrichtungen, hier Elektroden 20, vorgesehen. Die Elektroden 20 sind in der herkömmlichen Weise an eine nicht dargestellte elektrische Stromquelle angeschlossen. Jede Elektrode kann einzeln mit Strom versorgt und reguliert werden, so daß in den verschiedenen Abschnitten des Behälters 18 ein gewünschtes Wärmegefälle .einstellbar ist. Das Glasband^ wird nach der Behandlung im Behälter 18 aus diesem von den Zugrollen 22 abgezogen und auf die Walzenfördereinrichtung 24 aufgegeben.
Der Behälter 18 weist eine feuerfeste Wanne 26 und einen feuerfesten Deckel 28 auf, die, einen Eingang 18 a und einen Ausgang 186 ausgenommen, unter Zwischenlage von einer Dichtung 29 (Fig. 3, 4, 6 und 8) verbunden sind. Die Wanne 26 ist unterteilt in eine Eingangszone 26 a, eine Heizzone 26 6, eine Oberflächenbehandlungszone 26 c und eine Kühlzone 26 d. Diese Zonen sind voneinander durch Stauwände 30 a, 306 und 30 c getrennt, wodurch Konvektionsströme im geschmolzenen Metall zwischen den verschiedenen Zonen wesentlich geschwächt werden. In der Kühlzone sind weitere eingetauchte Stauwände 32 zum Kontrollieren der Konvektionsströme in dieser Zone angeordnet. Der Spiegel des Metallbades wird am Eingangsende des Behälters 18 von einer Stauwand 34, am Ausgangsende des Behälters von einer Stauwand 36 und von einem Einlaß 38 bestimmt. Der Spiegel des Metallbades wird auf einer solchen Höhe gehalten, daß das behandelte Glasband mit keiner der Stauwände im Behälter 18 in Berührung gelangt. Der Einlaß 38 (Fig. 5) ist durch eine Wandung des Behälters 18 geführt und versorgt den Behälter 18 mit Metallschmelze.
Der Raum zwischen dem Deckel 28 und der Oberfläche des Metallbades 16 wird von der Vorderseite einer Umfangswandung 40 in zwei Kammern 28 a und 286 aufgeteilt. Diese Wandung hängt vom Deckel 28 nach unten, wobei die Seitenabschnitte der Wandung einen Abstand von den Wandungen des Behälters 18 aufweisen, so daß längs jeder Seite des Behälters ein Gasraum 28 c geschaffen wird. Dieser Gasraum 28 c kann eine Fortsetzung der Kammer 28 a bilden.
In jede der Kammern 28 a, 286 wird ein für die Bestandteile des Metallbades inertes Gas, z.B. Stickstoff od. dgl., unter Druck durch die Rohrleitungen 42 und 44 eingelassen. Das Gas wird erhitzt, um eine Abkühlung der zu behandelnden Abschnitte des Glasbandes zu vermeiden. Der Druck, unter dem das Gas in die Zonen 28 a und 28 c eingelassen wird, weicht von dem Druck des in die Zone 286 eingelassenen Gases ab. Die Druckzone 28 6 kann zwecks Regulierung der Temperatur durch Wandungen 46 a, 466, 46 c und 46 d noch weiter unterteilt werden.
An der Decke des Behälters 18 sind elektrische Wärmestrahler 48 angeordnet, die das Glas zwischen dem Eingangs- und dem Ausgangsende des Behälters auf einer bestimmten Temperatur halten.
ίο Um die Drücke in den Zonen oberhalb des Metallbades aufrechtzuerhalten und um ein Entweichen des inerten Gases aus den Zonen zu verhindern, sind am Eingangs- und am Ausgangsende des Behälters 18 Dichtungsanordnungen 50 bzw. 52 vorgesehen. Der Wandung 40 ist eine Dichtungsanordnung 54 zugeordnet, die den Deckel 28 des Behälters 18 in die Druckzonen 28 a, 286 und 28 c unterteilt. Der obere Teil der Dichtungsanordnungen 50 und 52 (F i g. 10) und die Dichtungsanordnung 54
ao weisen den gleichen Aufbau auf. Jede Dichtung setzt sich aus einer Anzahl von Nuten 56, die durch Stege 58 getrennt sind, und einer Mittelnut 60 zusammen. Die Nuten 56 können durch Wandabschnitte od. dgl. unterbrochen sein. Bei der dargestellten Ausführungsform nimmt die Mittelnut 60 ein Rohr 62 auf, das an eine Quelle eines erhitzten inerten Gases angeschlossen ist und in Abständen mit den öffnungen 64 versehen, die einen nach unten und gegen die Oberfläche des Glases gerichteten Vorhang des inerten Gases erzeugen. Dazu sind zwei Reihen öffnungen 64 vorgesehen, wobei das Gas aus jeder Reihe unter einem Winkel von 45° zur Waagerechten austritt. Von der Austrittsstelle aus strömt das Gas nach außen und nach innen über die Nuten und Stege sowie über das Glas. Die Nuten verursachen eine Turbulenz in der Gasströmung, so daß das über das. Glas strömende Gas das Eindringen von Druckgas aus der einen Zone in die andere oder in die Umgebungsluft oder auch das Eindringen der Umgebungsluft in eine Druckzöhe gering hält. Der Druck des Gases wird so gewählt, daß dieses eine Druckabdichtungsfunktion ausübt.
Um eine unzulässige Abkühlung des Glasbandes mindestens in den Heiz- und Oberflächenbehandlungszonen zu verhindern, wird das in die Rohre 62 an diesen Zonen eingelassene Gas auf mindestens die Temperatur des Metallbades erhitzt, während das in das Rohr 62 an der Kühlzone eingelassene Gas, nicht so stark erhitzt wird. Zu diesem Zweck sind die mit den Rohren 62 verbundenen Rohrleitungen 62 a und 626 vorgesehen, die an verschiedene Temperaturen aufweisende Druckgasquellen angeschlossen sind.
Der untere Teil der Dichtungsanordnungen 50 ;ürid 52 am Eingangs- und Ausgangsende weist ferner Einrichtungen zur Bildung eines gasförmigen Kissens für das Glas auf, das eine Beschädigung des Glases durch Berührung mit der Wanne verhindert. Jeder entsprechende Teil weist eine Anzahl von durch Stege 68 voneinander getrennte Nuten 66, eine, an eine Quelle eines unter Druck stehenden inerten Gases angeschlossene Speicherkammer 70 und.eine Anzahl von öffnungen 72 auf, durch die das Gas aus der Speicherkammer zu den Nuten strömt. Diese unteren Dichtungsanordnungen 50, 52 können in senkrechter Richtung verstellbar ausgebildet se.in. Diese Einstellung kann mittels einer Schraubehanordnung erfolgen, wobei eine waagerechte Bewegung eine senkrechte Einstellung bewirkt. Bei einer
anderen Ausführungsform ist die untere Dichtung Das auf dem Metall schwimmende Glasband 14
kolbenartig ausgebildet und liegt in einer Druck- wandert durch die Kammer 28 b und wird beim
kammer, so daß eine Veränderung des Arbeits- Durchlaufen der Abdichtung 52 aus dem Behälter
mitteldruckes eine Veränderung der senkrechten abgezogen. Dieses Abziehen erfolgt mit Hilfe der
Einstellung bewirkt. ' 5 Zugrollen 22, die gegebenenfalls bewirken, daß das
Die Rampe 15 kann verschiedenartig, z. B. als Glasband gereckt und dünnergezogen wird, wenn
Reihe von Walzen, ausgebildet sein. dies erwünscht ist.
Es sind Mittel zum Regulieren des Spiegels des Durchwandert das Glasband die Kammer 28 ft, so
geschmolzenen Metalls im Bad 16 vorgesehen, die, wird die Temperatur so hoch gehalten, daß das Glas
wie dargestellt, aus den Stauwänden 34 und 36 und io über eine wesentliche Strecke der Bewegungsbahn
dem Einlaß 38 bestehen. Die Stauwände 34 und 36 hinweg geschmolzen wird. Während dieser Zeit glät-
bestehen aus Platten aus einem feuerfesten Material ten sich die Oberflächen des Glasbandes, und es
und sind in Schlitzen in den feuerfesten Teilen des stellt sich auf eine Gleichgewichtsdicke ein, die von
Behälters verschiebbar gelagert. Die Stauwände dem in der Kammer 28 & herrschenden Druck ab-
können z.B. mit Hilfe der Schrauben 34a und 36a 15 hängt.
(F i g. 4 und 7) senkrecht eingestellt werden und da- Der in der Kammer 28 6 erforderliche Druck
mit der Spiegel des Metallbades je nach der Dicke hängt von der gewünschten Glasdicke und von dem
des herzustellenden Glases verändert werden. Jede auf die freie Oberfläche der Schmelze wirkenden
Stauwand bildet die eine Seite einer Teilwanne 34 & Außendruck, d.h. dem Druck in der Kammer 28 c
bzw. 36 ft, während die anderen Seiten und die Böden 20 ab. Soll ein Glasband mit einer kleineren Dicke als
der Teilwannen von den Wandungen des Behälters der Gleichgewichtsdicke bei gleichem Druck von
18 oder einem anderen feuerfesten Material gebildet etwa 6,8 mm bei Verwendung einer Zinnschmelze
werden. Durch die Wandungen des Behälters 18 sind hergestellt werden, so soll der Druck in der Kammer
die Rohrleitungen 74 und 76 geführt und stehen an 28 b mindestens 0,04 g/cm2 oberhalb des Druckes in
dem einen Ende mit den Teilwannen346 und 36 b 25 der Kammer 28 c liegen.
in Verbindung. Die Rohrleitungen leiten das ge- Beispielsweise stellt sich das Glasband auf eine
schmolzene Metall zur Regenerierung und Wieder- Dicke von 4,8 mm ein, wenn der Druckunterschied
erhitzung in einen nicht dargestellten Sumpf, aus 0,44 g/cm2 beträgt.
welchem das geschmolzene Metall durch den Einlaß Die im vorderen Teil der Kammer 28 b erzeugte
38 wieder zurück in den Behälter 18 gepumpt wird. 30 Temperatur ist die Schmelztemperatur des Glases. In
Jede Rohrleitung ist mit einem Siphonverschluß, Richtung zum Ende, d. h. jenseits der Stauwand 46 a
d. h. einem U-förmigen Leitungsstück versehen, so wird die Temperatur so weit herabgesetzt, daß mit
daß der Eintritt von Umgebungsluft in den Behälter Sicherheit ein stabiles Glasband ausgetragen wird,
18 verhindert wird, wodurch eine Oxydation des das von Walzen am Ausgangsende des Behälters
Metalls im Bad bewirkt würde. 35 nicht zerschrammt oder zerkratzt wird.
Im Betrieb der beschriebenen Einrichtung wird Zum Glätten der Glasoberfläche wird die Ge-
das Glas aus einem herkömmlichen Glasschmelz- schwindigkeit, mit der das Glasband sich über dem
ofen durch zwei Walzen 12 zu einem Glasband 14 Metallbad bewegt, so bemessen, daß ein Abschnitt
geformt, welches durch die Eingangsdichtung 50 dem des Glasbandes wenigstens an der Oberfläche in den
vorderen Abschnitt des Behälters 18 zugeführt wird. 40 geschmolzenen Zustand überführt wird.
In eine Rohrleitung 62 a wird ein mit dem Metall
nicht reagierendes Gas eingelassen, das nach unten Beispiel gegen das Glas strömt und dabei das Innere des
Behälters 18 gegen die Umgebungsluft isoliert. Ein Ein 30 cm breites Band aus einem Glas mit einer ähnliches Gas wird der Speicherkammer unter einem 45 Zusammensetzung von gewichtsmäßig 71,38% SiO2,
Druck zugeführt, der hoch genug ist, um zu bewir- 13,26% Na0O + K2O, 11,76% CaO, 2,54% MgO,
ken, daß das Gas in dieser Kammer durch die 0,75% Na2SO4, 0,15% Al2O3, 0,11% Fe2O3 und
Öffnungen 72 in die Nuten 66 strömt und das Glas- 0,06 % NaCl und mit einer Dichte von 2,542 g/cm3
band von den festen Teilen des Behälters entfernt wird zu einer Dicke von 3,2 mm ausgewalzt, bei hält. . 50 760° C ausgetragen und auf ein Metallbad aus 100%
Dieses Gas wird im allgemeinen durch nicht dar- Zinn, das bei 980° C eine Dichte von 6,52 g/cm3
gestellte Einrichtungen auf eine Temperatur ge- aufweist, aufgebracht. Der das geschmolzene Metall
bracht, welche die gewünschte Glastemperatur enthaltende Behälter weist den in den Zeichnungen
sicherstellt. dargestellten Aufbau auf und ist in der Längsrichtung
Nach dem Eintritt des Glasbandes 14 in die 55 in drei Abschnitte unterteilt, und zwar in einen EinKammer 28a wird es auf das geschmolzene Metall gangsabschnitt, in dem das Metall auf einer Temaufgelegt und durch die Dichtungseinrichtung 54 in peratur von 815° C gehalten wird, einen Schmelzdie Kammer 28 & geleitet. abschnitt, in dem das Metall auf einer Temperatur
Wie aus den Zeichnungen zu ersehen ist, ist das von 1035° C gehalten wird, und einen Kühl-Glasband 14 breiter als der von der Wandung 40 60 abschnitt, in dem das Metall auf einer Temperatur
umschlossene Bezirk, so daß ein Rand über die zwischen 1035 und 535° C gehalten wird. Der über
Kanten der Wandung 40 hinaus in die Kammern dem Metallbad liegende Raum ist in zwei Druck-
28 c hineinragt. Den in der Wandung 40 angeord- kammern aufgeteilt, denen beiden Druckgas zuge-
neten Rohrleitungen 62 wird ein Dichtungsgas züge- führt wird. Das für diesen Zweck benutzte Gas wird führt, das gegen den Kantenteil des Glasbandes 65 auf 1035° C vorerhitzt. In der ersten Kammer 28a
strömt, der unmittelbar unterhalb der Wandungen wird ein etwas über dem atmosphärischen liegender
40 liegt, wobei die Kammer 28 ft von der Kammer Druck aufrechterhalten, während in der zweiten
28 c durch einen Gasvorhang getrennt wird. Kammer 28 ft ein Überdruck von 2,2 g/cm2 aufrecht-
erhalten wird. Zwischen beiden Kammern besteht ein Druckgefälle von 1,3 g/cm2.
Das Glasband ist breiter als die zweite Kammer, so daß die Längsränder des Glasbandes über die äußere Seitenbegrenzung der Kammer vorstehen. Das Glas wird in der zweiten Kammer über die ganze Breite unter der Kammer durchgehend nochmals geschmolzen und danach am Ausgang des Behälters nach dem Abziehen von der Oberfläche des Metalls auf 535° C abgekühlt. Die Dicke des Glasbandes ist 3,2 mm, und die Oberflächen sind feuerbehandelt und eben mit Ausnahme der wulstigen Kanten.
Das Innere der zweiten Kammer ist nach außen hin, wie in den Zeichnungen dargestellt, durch einen Gasvorhang abgeschlossen, wobei das Gas unter einem Druck von 2,2 g/cm2 zugeführt wird.
Das Glasband kann z. B. auch bei etwa Schmelztemperatur auf das Metallbad aufgebracht und gehalten und dann allmählich abgekühlt werden.
, Der Druck in der Kammer 28 b kann auch niedriger sein als in der Kammer 28 c. In diesem Falle erhält das Glasband eine größere Dicke als die Gleichgewichtsdicke. Es wird dabei in der Kammer 286 in der Regel ein unteratmosphärischer Druck erzeugt. Dabei ergeben sich folgende Werte für die Glasdichte:
30
Druckdifferenz zwischen
Kammer 28 und Kammer 28 b
Glasdicke
0,2 g/cm2
0,4 g/cm2
. 0,8 g/cm2
7,8 mm
8,6 mm
10,7 mm
35
Das Glas kann auch dünnergereckt werden, während es auf dem Metallbad schwimmt, in welchem Falle kaltes Gas auf die Längskanten des Glasbandes aus den Rohrleitungen 62 gerichtet wird, nachdem das Glas die Behandlungszone durchwandert hat. Bei diesem Verfahren werden an der Kante Rollen od. dgl. benutzt. Eine Anordnung zur Durchführung dieses Verfahrens ist in den Fig. 11 und 12 dargestellt, die außer den in der Fig. 1 dargestellten und mit denselben Bezugszeichen versehenen Bauteilen eine an der Kante angreifende Rollenanordnung 80 zeigen, die aus den oberen und unteren Greifrollen 82, 84 bestehen. Jede Rolle sitzt auf einer von einem Motor 90 betriebenen Welle 86 bzw. 88. Die Rollenpaare, von denen eine größere Anzahl in Abständen längs beider Kanten des Glasbandes angeordnet ist, werden zum Recken des Glasbandes mit einer Geschwindigkeit betrieben, die größer ist als die Geschwindigkeit, mit der das Glasband auf das Metallbad gefördert wird. Die Rollen können hohl ausgebildet sein, so daß ein Kühlmittel durchgeleitet werden kann.
An Stelle des geschmolzenen Zinns oder dessen Legierungen können auch andere stabile Materialien mit einer größeren Dichte als das Glas des Bandes benutzt werden, z. B. Blei, Blei-Zink-Legierungen und ähnliche Materialien, die eine Dichte über etwa 2,5 aufweisen und die stabil, im wesentlichen nicht flüchtig und bei der Schmelztemperatur des zu behandelnden Glases flüssig sind.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Herstellen von Tafelglas, wobei das Glas auf der Oberfläche einer Flüssigkeit wie Metallschmelze, mit höherem spezifischem Gewicht als das Glas schwimmt und einer Behandlung in wenigstens einem Oberflächenbereich unterzogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die der Behandlung dienenden Oberflächenabschnitte des · auf der Flüssigkeit schwimmenden Glases durch von
' oben auf die Glasoberfläche gerichtete Strömungsvorhänge eines Strömungsmittels gegen die angrenzenden Abschnitte abgetrennt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1 zur Behandlung von Flächenabschnitten einer über das Flüssigkeitsbad bewegten Glasbahn, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Strömungsvorhänge eines Strömungsmittels wenigstens ein quer zur Bewegungsrichtung der Bahn verlaufender Oberflächenbereich abgetrennt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das die Vorhänge bildende Strömungsmittel ein Gas ist.
4. Einrichtung zur Herstellung von Tafelglas nach dem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3 mit einer Tragflüssigkeit, wie Metallschmelze, enthaltenden Wanne, die mit einer Abdeckung verbunden ist, gekennzeichnet durch von der Abdeckung oberhalb der Grenzen jedes abzuschirmenden Bereiches nach unten bis nahe an die Glasoberfläche vorspringende Wandungen (40; 46 a, 46 ft, 46 c, 46 d), an deren auf die Glasoberfläche zu gerichteten Kantenflächen Leistungen (62) zum Zuführen des Strömungsmittels in Abströmrichtung nach unten auf die Oberfläche des Glases (14) zu vorgesehen sind.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jede der von oben bis nahe an die Glasoberfläche vorspringenden Wandungen (40; 46 a, 466, 46 c, 46 d) eine Anzahl von in Längsrichtung der Wandung verlaufende, durch Stege (58) getrennten Nuten (56) an der auf die Glasoberflächen zu gerichteten Kantenfläche versehen ist, wobei wenigstens in der mittelsten der Nuten mit Ausströmöffnungen (64) versehene, an eine Quelle für das Strömungsmedium angeschlossene Rohrleitungen (62) verlaufen.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche '4 und 5 zur Herstellung von Tafelglas aus einer vom Flüssigkeitsspiegel abgezogenen Glasbahn, dadurch gekennzeichnet, daß an der Abziehstelle unter der Glasbahn (14) eine Einrichtung (70,72) zum Zuführen des Strömungsmittels zur Erzeugung eines die Glasbahn (14) tragenden Pufferkissens vorgesehen ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 209 609/69

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