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DE1471200A1 - Basische,feuerfeste Steine und Massen fuer metallurgische OEfen und Gefaesse,insbesondere Konverter - Google Patents

Basische,feuerfeste Steine und Massen fuer metallurgische OEfen und Gefaesse,insbesondere Konverter

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DE1471200A1
DE1471200A1 DE19621471200 DE1471200A DE1471200A1 DE 1471200 A1 DE1471200 A1 DE 1471200A1 DE 19621471200 DE19621471200 DE 19621471200 DE 1471200 A DE1471200 A DE 1471200A DE 1471200 A1 DE1471200 A1 DE 1471200A1
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DE
Germany
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magnesia
silica
lime
basic
type
Prior art date
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Application number
DE19621471200
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Inventor
Heuer Russell Pearce
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HEUER RUSSELL PEARCE
Original Assignee
HEUER RUSSELL PEARCE
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Publication date
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Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B35/00Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
    • C04B35/01Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics
    • C04B35/03Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics based on magnesium oxide, calcium oxide or oxide mixtures derived from dolomite

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  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)
  • Ceramic Products (AREA)
  • Carbon Steel Or Casting Steel Manufacturing (AREA)

Description

599
Russell Pearee Heuer in Philadelphia, Pa. (U.S.A.)
Basische, feuerfeste Steine und Massen für metallurgische öfen und Gefäße, insbesondere Konverter.
Die Erfindung betrifft basische, feuerfeste Steine und Massen mit einem Gehalt an Magnesia, die für eine Verwendung in metallurgischen öfen und Gefäßen, insbesondere Konvertern, wie beispielsweise basischen Bessemer-Konvertern, LD-konvertern, Kaldo-Kxmvertern u.a., für die Herstellung von Stahl aus Roheisen durch Blasen mit gasförmigem Sauerstoff oder Gasmischungen mit einem Gehalt an Sauerstoff geeignet sind.
Die Erfindung zielt darauf ab, für die Auskleidung von solchen Öfen und Gefäßen geeignete feuerfeste Steine und Massen zu schaffen, die aus feuerfester, gebrannter Magnesia geringer Güte, die im allgemeinen für eine Verwendung für die
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Herstellung von hochwertigen feuerfesten Erzeugnissen nicht geeignet ist, aufgebaut sind.
Ein weiterer Zweck der Erfindung besteht darin, als Hauptbestandteil in solchen Steinen bzw. Massen eine gebrannte Magnesia einer bestimmten Zusammensetzung (Magnesia der Type I) zu verwenden, die, wenn sie annähernd auf Gleichgewichtsbedingtingen gebrannt ist, imstande ist, eine Mineralphase von Dikalziumferrit in einer Menge von über 7 % zu bilden. Die Magnesia soll überschüssige Mengen an Kalk, d.h. über 4 % oder vorzugsweise 5 %, aber nicht über 20 % Kalk, zusammen mit Eisenoxyd (Fe2O,) in Mengen von über M- %, z.B. 5 %i und nicht über 15 %» und vorzugsweise Tonerde + Manganoxyd in einer Menge von etwa 1 % enthalten, so daß der Gehalt an Magnesia nicht mehr als 90 #, z.B. 89 %, aber nicht weniger als etwa 65 % beträgt, wobei ferner notwendigerweise ein sehr niedriger Kieselsäuregehalt vorliegen soll, nämlich ein Kieselsäuregehalt zwischen 0,05 und 2 %, oder aber ein Kieselsäuregehalt zwischen 0,05 und 3 %t wenn der Gehalt an Magnesia weniger als 80 % ausmacht.
Gemäß einer .«.usfuhrungsform der Erfindung wird das genannte feuerfeste Magnesiamaterial mit 10 bis 75 % eines anderen gebrannten, feuerfesten Magnesiamaterials (Magnesia der Type II) vermischt, das mindestens 75 % Magnesia enthält und einen hohen Kieselsäuregehalt, d.h. einen Kieselsäuregehalt zwischen 3 und 15 %t aufweist, Jedoch notwendigerweise nur geringe Mengen an Kalk, nämlich zwischen 0,3 und 3 % Kalk, enthält.
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Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, die Magnesia dadurch einer Selbst-Aufbereitung zu unterziehen, daß man sie auf solche Weise reagieren läßt, daß sie bessere feuerfeste Eigenschaften entwickelt.
Ferner kann beim Verfahren gemäß der Erfindung die erwähnte feuerfeste Mischung mit I-ech bzw. Teer bei einer Temperatur oberhalb der Raumtemperatur vermischt werden und die heiße Mischung kann zur Herstellung von Steinen unter einem Druck von
2
über 550 kg/cm verpreßt werden.
Weiterhin kann eine Magnesia der Type I mit einem Magnesiums ilikatminer al, wie Olivin, Talk oder Serpentin, vermischt und dann bei erhöhter Temperatur zur Umsetzung gebracht werden.
Nach einer anderen Ausführungsform kann eine Magnesia der Type I mit feinen Teilchen von Kieselsäure, wie dem Rauch oder Staub, der beim Betrieb von elektrischen Cfen bei der Herstellung von Ferrosilizium anfällt, vermischt werden.
Die magnesiahaltigen Mischungen der oben angeführten Art können statt mit Teer bza. I-ech auch mit einem chemischen Bindemittel, wie Lösungen von Schwefelsäure, Magnesiumchlorid, Magnesiumsulfat, Chromsäure, Natriumsilikat, Sulfitablauge bzw. -pech oder anderen organischen Bindemitteln, befeuchtet und dann unter hohen Drücken zwischen 350 und 1050 kg/cm , vorzugsweise Drücken über 560 kg/cm , zu Steinen verpreßt werden.
Jiach der derzeitigen Praxis werden für die Auskleidung
M 3 «M
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öfen bzw. Gefäßen für das Sauerstoffblasen, wie LD-Konverter, Steine verwendet, die aus gebranntem Dolomit oder aus einer Mischung von gebranntem Dolomit mit gebrannter Magnesia oder aus gebrannter Magnesia, die mit Pech oder Teer gebunden ist, aufgebaut sind. Nach in der neueren Zeit entwickelten Verbesserun-r gen scheint man von der ursprünglichen Verwendung von gebranntem Dolomit abzugehen und Auskleidungen zu verwenden, die gebrannte Magnesia enthalten und einen Gehalt von etwa·70 %~an MgO aufweisen, insbesondere wenn die Kapazität der Öfen bzw. Gefäße 50 Tonnen überschreitet. Das gebrannte feuerfeste Material wird zerkleinert, gemahlen und auf eine geeignete Teilchengröße, die grobe und feine Körnungen umfaßt, gesiebt und diese Körnungen werden mit etwa 6 bis 7 % Teer bzw. Pech mit einem Schmelzpunkt von etwa 30 bis 80 0 vermischt und die Mischvtng,wird zur Erleichterung des Mischvorganges auf eine Temperatur von etwa 115° 0 erhitzt.
ο Dann wird die Mischung bei Drücken von 350 kg/cm oder
darüber zu Steinen·verpreßt. Die Steine entwickeln beim Abkühlen infolge der Härtung des Teeres bzw. Peches eine Bindung und sind.dann für eine Verwendung im Konverter geeignet. Es wurde festgestellt, daß der Teer bzw. das Pech bei der Verwendung der Steine an der heißen Steinfläche ausbrennt. In den inneren Abschnitten der Steine wird der Teer bzw. das Pech durch die im Ofen bzw. im Gefäß herrschende Temperatur in Koks über-
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geführt, der als Bindemittel für das feuerfeste Material wirkt. Die Festigkeit der verkokten Teerbindung läßt viel zu wünschen und es i3t das Ziel der Erfindung, in dem feuerfesten Magnesiummat-erial eine keramische Bindung zur Ergänzung der Teerbindung zu entwickeln. Ein weiteres Ziel der Erfindung ist darin gelegen, die gebrannte Magnesia durch eine Selbstaufbereitung in höherem Grade feuerfest zu machen.
G-emäß der Erfindung wird, wie bereits erwähnt, eine gebrannte Magnesia, die im folgenden als Magnesia der Type I bezeichnet wird, verwendet, die 65 bis 90 % MgO, vorzugsweise bis 20 % Kalk und zwischen 4 und 15 % Eisenoxyd, jedoch nur 0,05 bis 2 % Kieselsäure aufweist, so daß sie über 7 % Dikalziumferrit enthält. Sine soicire Magnesia kann durch Brennen von natürlichem Magnesit der gewünschten Zusammensetzung, der gegebenenfalls aufbereitet worden sein kann, in einem Drehofen oder durch Brennen von Magnesiumhydrat, das aus Solen bzw. Ablaugen oder Seewasser gewonnen wurde, die auf die gewünschte chemische Zusammensetzung eingestellt worden sind, in einem Drehofen (amerikanische Patentschrift 2,447.412) erhalten werden. Ein solches Brennprodukt hat ein Kalk-Kieselsäure-Verhältnis von über 2, Aus diesem Grunde liegt in dem Brennprodukt eine kristalline Phase von Dikalziumsilikat (C2S) oder Trikalziumsilikat (CLS) oder beiden diesen Verbindungen und ferner Kalk mit Eisenoxyd unter Bildung von Dikalziumferrit (GJ?) vereinigt vor. Wenn
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Kalk in einer Menge vorhanden ist, welche die zur Bildung von 0,S und GpF geeignete Menge überschreitet, wird freier bzw. ungebunden vorliegender Kalk vorhanden sein. Diese Menge an freiem Kalk muß auf einem Minimum gehalten werden, wenn wäßrige Lösungen von Bindemitteln an Stelle von Teer bzw. Pech zum Binden der Steine oder Massen verwendet werden, weil freier Kalk die Neigung hat, zu hydratisieren.
Eine geeignete Magnesia der Type I hat die folgende typische Zusammensetzung:
SiO2 0,80 %
Fe2O3 5,90 %
Al2O3 0,62 %
OaO 6,30 %
Glühverlust 0,28 %
MgO 86,10 %
Zu dieser Magnesia der Type I werden gemäß einer der bereits oben erwähnten Ausführungsformen 10 bis 75 % einer eine Bindung bewirkenden Magnesia, die im folgenden als Magnesia der Type II bezeichnet wird und über 75 # Magnesia, zwischen 4 und 15 % Kieselsäure und verhältnismäßig wenig Kalk, nämlich 0,3 bis 5 % Kalk, enthält, zugesetzt. Eine typische Analyse einer solchen Magnesia ist wie folgt:
SiO2 9,70 %
O3 0,25 %
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2O, 0,23 %
CaO 3,19 %
Glühverlust 0,30 %
MgO 86,33 %
Eine solche Bindemagnesia enthält Monticellit (CMS) und Forsterit (MpS). Die in diesen Verbindungen enthaltene Kieselsäure reagiert "beim Erhitzen mit dem in Magnesia der Type I vorhandenen C0F und bildet Merwinit (C2MS0) oder Dikalziumsilikat (CpS). Das dabei freigesetzte Eisenoxyd vereinigt sich mit Magnesia unter Bildung von Magnesiaferrit (MF). Die Bildung dieser neuen Verbindungen bewirkt eine Bindung des feuerfesten Materials. Diese neuen Verbindungen haben eine viel höhere Feuerfestigkeit als die in der ursprünglichen Magnesia vorhandenen Verbindungen CpF und CMS0 Wenn die Magnesia der Type I keinen freien Kalk enthält, dann sind für das vorhandene CpF folgende Umsetzungen möglich: :
4 CMS + C0F y 2 0-,MS0 + M + MF
2 0 d
• 2 CMS + C0F y 2 C0S + M + MF '
c. d.
4 M2S + 3 C2F > 2 0,MS2 + 3 M + 3 MF
M2S ■ + C2F _^ C2S + M + MF
Wenn die Magnesia der Type I CJ3 enthält, dann reagiert dieses gleichfalls mit CMS und M2S, die in der Magnesia der Type II vorliegen, und bildet C2S oder C^MS2.
• 909^16/05
Die !Reaktionsprodukte, nämlich Magnesia (M), Magnesiumferrit (MF) % Dikalziumsilikat (C3S), Irikalziumsilikat (C5S) und Trikalziummagnesiumsilikat (CJIB2), bilden eine feuerfeste Bindung für die verwendeten Arten von gebrannter Magnesia. Es ist offensichtlich, daß die verschiedenen Kieselsäureverbin-' düngen, die ursprünglich vorhanden sind (CMS oder M2S), verschiedene Mengen an den Reaktionsprodukten ergeben, auch wenn die Menge an Kieselsäure in den Ausgangsmaterialien konstant gehalten wird. Daher wird die Zusammensetzung der als Ausgangsmaterialien für die Mischung verwendeten Arten von Magnesia einen Einfluß auf die Bindemittelmenge haben, selbst wenn der Gehalt an Kalk und Kieselsäure im Endprodukt konstant gehalten wird.
Wenn die Magnesia der !Type I freien Kalk enthält, sind in Abhängigkeit von den vorhandenen Mengen an Kalk und Kieselsäure auch folgende Umsetzungen möglich:
2 CMS + C >
CMS + C ^
ClLS + 2 C >.
2 M2S + 3 C ^
+ 2 C ^
+ 30 y.
C5MS2H h M 2 M
C2S + M 2 M
CJS + M M
3
C5MS2 + 3
CS +
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ORiGiNAL INSPECTED
Die Mischung der beiden Arten von gebrannter Magnesia soll Kalk und Kieselsäure in einem Gewichtsverhältnis in den Grenzen von 1,3 bis 3,0 oder 3,5 enthalten.
Eine Mischung von 70 Gew.-Teilen Magnesia der Type I und Gew.-Teilen der Bindemagnesia der Type II sind zur Erreichung dieses Zieles geeignet. Die Mischung hat folgende Zusammensetzung :
SiO %
2 3
0O, 4,21 % 2 3
Al2O, 0,50 %
CaO 5,37 %
Glühverlust 0,30 %
MgO 86,15 %
Eine andere Mischung, die geeignet ist, besteht aus Gew.-Teilen Magnesia der Type I und 20 Gew.-Teilen Magnesia der Type II und hat folgende Zusammensetzung:
SiO2 2,58 %
Fe2O3 4,78 %
Al2O3 0,55 %
CaO · 5,68 %
Glühverlust 0,28 %
MgO 86,13 %
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Zur Herstellung von Steinen aus diesen Magnesiamischungen werden Teilchen einer Korngröße von unter 4 Maschen oder 6 Maschen (4,699 bzw. 3,327 mm) und über 28 Maschen (0,589 mm) und ferner Teilchen einer Korngröße von unter 65 oder 100 Maschen (0,208 bzw. 0,147 nun) oder darunter verwendet. 50 bis 70 % der gröberen Teilchen werden mit 30 bis 50 70 der feineren Teilchen und mit Pech eines Schmelzpunktes von 30 bis 80° 0 gründlich vermischt, wobei die Mischung auf einer Temperatur von 115° C gehalten wird, und unter einem Preßdruck von über 35O kg/cm zu Steinen verpreßt. Beim Abkühlen bildet sich in den Steinen eine Bindung und diese sind dann gebrauchsfertig.
Pur gewisse Zwecke kann es wünschenswert sein, wenn der Kalkgehalt in der Magnesia der Type I bis zu 20 % beträgt, um die Anwesenheit von freiem Kalk zu gewährleisten. In einem solchen ]?all kann es zweckmäßig sein, die Mischung so einzustellen, daß das Kalk-Kieselsäure-Verhältnis in der Mischung über 3»5 und beispielsweise 5 oder mehr beträgt. Durch den Zusatz von Magnesia der Type II soll eine ausreichende Menge an Kieselsäure eingebracht werden, damit die Mischung 8 % oder 10 % C2S und/oder C3S enthält. Durch die Bildung von C2S oder C,S wird der Gehalt an freiem Kalk in den Steinen verringert, doch wird ein solches feuerfestes Material vorzugsweise mit Teer bzw. Pech gebunden und kann bei langem Lagern in feuchter Atmosphäre gegen eine Hydratation bzw. Verschlechterungen anfäl-
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lig sein.
Ein typisches Beispiel für eine Magnesia der Type I mit hohem Kalkgehalt ist eine Magnesia der folgenden Zusammensetzung:
SiO2 1,20 %
Pe2O3 6,50 %
Al2O3 0,70 %
CaO 12,10 %
Glühverlust 0,20 %
MgO 79,30 fr.
Diese Magnesia kann mit Magnesia der Type II oder mit Kieselsäure in Form von kleinen Teilchen, von welchen mindestens 65 % durch ein Sieb mit 325 Maschen (etwa 0,044 mm) hindurchgehen, vermischt werden. Solche Teilchen können aus dem Rauch von elektrischen Öfen, in welchen Ferrosilizium hergestellt wird, erhalten werden und gehen zu 99 % durch ein Sieh mit 325 Maschen (etwa 0,044 mm).
Beispielsweise kann eine Mischung von 98 Gew.-Teilen dieser Magnesia mit 2 Gew.-Teilen Kieselsäurerauch verwendet werden. Die erhaltene Mischung hat folgende Zusammensetzung:
SiO2 3,18 %
O3 6,37 %
Al2O3 0,69 %
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CaO 11,86 %
Glühverlust 0,20 %
MgO 77,70 %
tfenn dies gewünscht wird, kann an dtelle der Kieselsäureteilchen Magnesiumsilikat, z.B. in Form von Talk, Olivin oder. Serpentin, vorzugsweise in Form von feinen Teilchen einer Korngröße von unter 200 Maschen (0,074- mm), verwendet werden. Beispielsweise stellt eine Mischung von 93*3 % Magnesia und 6,7 °/° Talk eine brauchbare Mischung dar.
Es ist daher ersichtlich, daß die kieselsäurequelle für die gewünschten Umsetzungen entweder eine Magnesia der Type II oder Kieselsäure oder Magnesiumsilikat sein kann. Das Kalk-Kieselsäure-Verhältnis in diesen Mischungen soll auf alle. Fälle die oben für die Mischung der beiden iirten von Magnesia angeführten //erte haben und demnach mindestens 1,3, vorzugsweise mindestens 1,5, betragen.
Gegebenenfalls kann der Teer bzw. das Pech bei der Herstellung der Mischung, die zu Steinen verformt wird, weggelassen werden und die Mischung kann mit Wasser, das ein Bindemittel enthält, angemacht werden, um die erhaltenen Steine für eine Verwendung ohne vorhergehendes Brennen geeignet zu machen. Als solche Bindemittel kommen verdünnte Schwefelsäure, Magnesiumchlorid, Magnesiumsulfat, Chromsäure, Natriumsilikfit, Sulfitablauge bzw. -pech u.a. organische Stoffe in Betracht.
Die Steine kennen vor ihrer Verwendung auch in einem Ofen gebrannt werden.
Wenn im vorliegenden Zusammenhang von der Menge an
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~ -Ί2 ~ bad ORIGINAL
H71200
Dikalziumferrit (CpF) r die in der gebrannten Magnesia der Type I vorhanden ist, gesprochen wird, dann wird diese Menge dadurch bestimmt, daß zuerst die Menge an Kalk berechnet wird, die für eine Vereinigung mit der vorhandenen Kieselsäure unter Bildung von CpS erforderlich ist, und diese Menge von der gesamten vorhandenen Kalkmenge abgezogen wird, um aie Menge an im Überschuß vorliegendem Kalk zu ermitteln. Von dieser überschüssigen Menge an Kalk wird dann angenommen, daß sie sich zuerst mit Eisenoxyd unter Bildung von CpS1 umsetzt und ein gegebenenfalls verbleibender Rest an Kalk sich weiter mit Kieselsäure bzw. dem bereits entstandenen CpS unter Bildung von CJ3 vereinigt. Von einem dann nach der Umsetzung der gesamten kieselsäure unter Bildung von C35S zurückbleibenden Überschuß an Kalk wird angenommen, daß er freien bzw. ungebundenen Kalk darstellt. In den meisten Fällen wird eine allenfalls vorhandene geringe Menge Tonerde (A) Tetrakalziumaluminiumferrit (C^AF) bilden, doch wird im vorliegenden Zusammenhang diese Menge als in der berechneten Menge an CpP eingeschlossen erachtet.
Die Steine bzw. Massen gemäß der Erfindung sind in erster Linie für die Auskleidung von mit Sauerstoff geblasenen Konvertern bestimmt, können jedoch auch an solchen Stellen bzw. für solche Zwecke verwendet werden, an welchen bzw. für welche teergebundene Steine oder Massen aus Dolomit oder dolomitischem Magnesit Verwendung finden, wie z.B. an Stelle großer Blöcke für
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die Zustellung der Wände von elektrischen Lichtbogenofen oder für die Herstellung solcher oder anderer Blöcke.
Die angegebenen Maschenweiten "beziehen sich auf den amerikanischen Tyler-Siebsatz, die Prozentangaben auf Gewichtsprozente.
Wenn im vorliegenden Zusammenhang von einer gebrannten Magnesia für die Herstellung von feuerfestem Material, das mit einem chemischen Bindemittel gebunden ist,'gesprochen wird, dann wird für diesen Zweck vorzugsweise ein gebranntes Kornmaterial mit einem Kornraumgewicht von etwa 3»O5 bis 3»4-O. verwendet. Im Falle von gebrannter Magnesia für die Herstellung von teergebundenen, feuerfesten Erzeugnissen kann es vorteilhaft sein, Körnungen eines niedrigeren Kornraumgewichtes, z.B. Körnungen mit einem Kornraumgewicht von etwa 2,9 bis 3»1» zu verwenden. Solche Körnungen haben eine größere Porosität und absorbieren den Teer bzw. das Pech und ermöglichen dadurch eine bessere Koksbindung.
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Claims (1)

  1. U71200
    Patentansprüche :
    1. Basische, feuerfeste Steine und Massen mit einem Gehalt an Magnesia für die Zustellung von metallurgischen öfen und Gefäßen, insbesondere von Konvertern für die Herstellung von Stahl durch Blasen mit !Sauerstoff bzw. sauerstoffhaltigen Gasen, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus gebrannter Magnesia (Magnesia der Type I), die 65 bis ^O % Magnesia, 4 bis 20 % Kalk, 4 bis 15 % Eisenox; d und 0,05 his 2 °/Ό kieselsäure enthält, jedoch bei einem Uagnesiagehalt von weniger als 80 % einen Gehalt von 0,05 his 3 *> Kieselsäure aufweist, wobei diese gebrannte Magnesia im Gleichgewicht mehr als 7 % Dikalziumferrit enthält, und ferner aus einem kieselsäurehaltigen Material, das in solchen Lengen vorliegt, daß das Kalk-Kieselsäure-Verhältnis in der Mischung zwischen 1,3 und 3,5 beträgt, aufgebaut sind.
    2. Basische, feuerfeste oteine und kcreen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daii die gebrannte Magnesia freien Kalk enthält und das Kalk-Kieselsäure-Verhältnis in den Steinen bzw. Massen zwischen 1,3 und 5»0 liegt, wobei die Mengen an Kalk und Kieselsäure ausreichend sind, um beim Erhitzen Dikalziumsilikat und/oder Trikalziumsilikot in Mengen von über 8 % zu bilden.
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    / IZUU
    3. Basische, feuerfeste Steine und fassen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dal?, das kieselsäurehaltige Material in Form von feinen Teilchen von Kieselsäure vorliegt, von welchen mindestens 65 % eine Korngröße von unter 325 Maschen (0,044 mm) aufweisen.
    4. Basische, feuerfeste Steine und Massen nach joispruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das kieselsäurehaltige Material ein Magnesiumsilikat ist.
    5. Basische, feuerfeste Steine und Massen nach Anspruch Λ oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als kieselsäurehaltiges Material eine gebrannte Magnesia einer zweiten Art (Magnesia der Type II) vorliegt, die über 75 % Magnesia, sowie Kieselsäure in Form von Forsterit und/oder Kalziummagnesiumsilikat, die beim Erhitzen imstande sind, mit dem Kalk der Magnesia der Type I zu reagieren, enthält, wobei in der Mischung weniger als 90 % MgO vorhanden sind.
    6. Basische, feuerfeste Steine und Massen nach einem der Ansprüche 1 bis 5i dadurch gekennzeichnet, daß sie Teer bzw. Pech als Bindemittel enthalten.
    7. Basische, feuerfeste Steine und Massen nach einem der Ansprüche 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß sie verdünnte Schwefelsäure als Bindemittel enthalten.
    8. Verfahren zur Herstellung von basischen, feuerfesten Steinen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß gebrannte
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    U71200
    Magnesia der Type ΐ, die 65 bis 90 % Magnesia, 4 bis 20 % Kalk, 4 bis 15 % Eisenoxyd und 0,05 bis 2 % Kieselsäure enthält, jedoch bei einem Magnesiagehalt von weniger als 80 % einen Kieselsäuregehalt von 0,05 bis 3 % aufweist, wobei diese gebrannte Magnesia im Gleichgewicht mehr als 7 % Dikalziumferrit enthält, mit solchen Mengen eines kieselsäurehaltigen Materials vermischt wird, daß in der Mischung ein Kalk-Kieselsäure-Verhältnis von 1,3 his 3*5 vorliegt, und diese Mischung dann nach Zusatz eines
    flüssigen Bindemittels unter einem Druck von über 350 kg/cm zu Steinen verpreßt wird.
    9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die gebrannte Magnesia freien Kalk enthält und das Kalk-Kieselsäure-Verhältnis in den Steinen zwischen 1,3 und 5»0 liegt, wobei die Mengen an Kalk und Kieselsäure in dem Stein ausreichend sind, um beim Erhitzen Dikalziumsilikat und/oder Trikalziumsilikat in Mengen von über 8 % zu bilden.
    10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9t dadurch gekennzeichnet, daß als kieselsäurehaltiges Material feine Teilchen von Kieselsäure verwendet werden, von welchen mindestens 65 % eine Korngröße von unter 325 Maschen (0,044 mm) aufweisen.
    11· Verfahren nach Anspruch 8 oder 9» dadurch gekennzeichnet, daß als kieselsäurehaltigee Material ein Magnesiumsilikat verwendet wird.
    12. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9» dadurch gekennzeich-
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    net, daß als kieselsäurehaltiges Material eine gebrannte Magnesia einer zweiten Art (Magnesia der Type II) verwendet wird, die über 75 cMagnesia, sowie Kieselsäure in Form von JJOrsterit und/oder Kalziummagnesiumsilikat enthält, die beim Erhitzen imstande sind, mit dem Kalk der Magnesia der Type I unter Bildung von Trikalziumsilikat, Dikalziumsilikat, Trikalziummagnesiumsilikat oder Mischungen dieser Verbindungen zu reagieren.
    13· Verfahren nach Anspruch 8 oder 9* dadurch gekennzeichnet, daß als Bindemittel Teer oder Pech verwendet werden, die ee ermöglichen, die Mischung auf einer über der Raumtemperatur liegenden Temperatur zu halten.
    14. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Bindemittel verdünnte Schwefelsäure verwendet wird.
    ■· 18 »·
    19.10.62/Dr .L/Lfof 909816/0542
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