DE1470452A1 - Verfahren zur Behandlung von saurem Teer - Google Patents
Verfahren zur Behandlung von saurem TeerInfo
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Description
NEWTON, CHAMBERS & COMPANY LIMITED, Thorncliffe bei Sheffield,
Yorkshire (Großbritannien)
Dr. Expl.
Verfahren zur Behandlung von saurem Teer
Bei der Reinigung von Kohlenwasserstoffen, z.B. von bei der
Oeatillation von Erdöl oder Kohlenteer erhaltenen Fraktionen
oder aus Stadtgas oder Koksofengas extrahiertem Benzol, werden zur Beseitigung von Verunreinigungen, zu denen Thiophensohwefel
und ungesättigte Kohlenwasserstoffe gehören, die Kohlenwasserstoffe, die gereinigt werden sollen, gewöhnlich zur Berührung,
mit konzentrierter Schwefelsäure gebracht. Die verwendete Säuremen^e
wechselt von Fall zu Fall mit der Qualität der Kohlenwn33erstoffe sowie auch mildem erforderlichen Grad der Raffinierung,
beträgt jedoch im allgemeinen zwischen 1 und 10 Vol. -i»
der Kohlenwasserstoffe. Die Kohlenwasserstoffe bilden eine Phase und die konzentrierte Säure eine andere Phase, und
während diese beiden Phasen sich miteinander in Berührung befinden, haben die Verunreinigungen das Bestreben, von der
Kohlenwasserstoffphase in die saure Phase überzugehen. Ungesättigte
Kohlenwasaeratoffe, die auf diese Weise in die Säure eintreten, können polymerisieren, und die so entstandenen
Polymeren sind zum Teil in der organieohen Phase löslioh, zum
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OftlGtNAL
Teil In der sauren Phase löslich und zum Teil in "beiden unlöslich.
Es kann auch eine teilweise Sulfonierung der Polymere \
auftreten. Wenn die beiden Phasen naoh Ahlauf einer angemesse- ;
nen Zeitspanne der Berührung voneinander getrennt werden, kann die saure Phase mit diesen Verunreinigungen schwer beladen sein und
hat häufig die Form eines dunklen Schlamms, der allgemein
als saurer Teer bekannt ist und in dem einige Polymere ungesättigter Kohlenwasserstoffe gelöst sein können. Da die verwendete
Schwefelsäure bei diesen Verfahren im allgemeinen eine Konzentration von über 90 Gew.-# hat, ist es schwer, den Schlamm
in dieser Form zu beseitigen. Außerdem enthält der Schlamm mitgeführte Kohlenwasserstoffe, die wertvolle Produkte darstellen,
und es ist daher erwünscht, sowohl diese als auch die Säure wiederzugewinnen.
Es ist vorgeschlagen worden, sauren Teer mit Kohlenteerkreosot
und Wasser zu behandeln. Das Kreosot löst ein harzigesMaterial in dem sauren Schlamm, und es bilden sioh zwei getrennte
Flüssigkeitssohichten, nämlich eine obere Kreosotschicht und
eine untere aus verdünnter Schwefelsäure. Dieses Verfahren ist jedoch zeitraubend, erzeugt Schwefelsäure von minderer
Qualität und liefert einen organischen Rückstand, von dem sich die wertvollen mitgeführten Kohlenwasserstoffe normalerweise
nicht wiedergewinnen lassen und der immer noch als Abfallprodukt fortgegossen werden muß.
Nach der Erfindung wird der saure Teer mit Wasser und einem
Lösungsmittel gemisoht, das im wesentlichen zur Gänze aus
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Phenolen "bestellt und in welchem diie Phenole zur Gänze rhaupteäohlich
Kresole (Gemisch von p-, o- und m-Kreaol,
öreeyleäure) sind, und dieses Gemisch läßt man getrennte
organlsohe und anorganische Schichten ausbilden. Die organische
Sohioht wird einer fraktionierten Destillation untersogen,
um das phenolhaltige Lösungtaittel abzutrennen» und
dieses wird dann Burttokgeleitet und mit weiterem saurem Teer
und Wasser vermischt. Ee hat sich gezeigt, daß normalerweise die anorganische Schioht eine verdünnte Säurelösung von guter
Qualität ist, obwohl eine gewisse Nachbehandlung derselben häufig erwünscht ist, und die wertvollen Kohlenwasserstoffe
und auch eine Peohfraktion, die als Brennstoff verwendbar ist, wird wiedergewonnen. Auf diese ITeise ist es mit dem
neuen Verfahren möglich, die Notwendigkeit zu beseitigen, irgendwelche Rückstände ungenutzt zu beseitigen.
Kohlenteerkreosot enthält aufler Kohlenwasserstoffen gewisse Phenole, jedoch die Verwendung eines Lösungsmittels, dae im
wesentlichen zur Gänze aus Phenolen besteht, bietet wesentliche Vorteile gegenüber der Verwendung von Kreosot. Im besonderen
hat sich gezeigt, daß die Mischung von saurem Teer, Wasser und Lösungsmittel sehr rasch (im allgemeinen innerhalb
weniger als 1 Minute) zwei getrennte Schichten ausbildet. Dies ist in hohem Maße darauf zurückzuführen, daß ein phenolisches
Lösungsmittel eine niedrigere Viskosität hat als ein komplexes Gemisch von Verbindungen, wie die im Kreosot, und das zweiphasige
System aich daher mit dem weniger viskosen Lösungsmittel schneller trennt.
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Obwohl phenolisohe Lösungsmittel teurer sind als beisplelsweiee Kohlenteerkreosot, 1st dies kein Faohteil bei dem Verfahren nach der Erfindung, da das Lösungsmittel im großen und
ganzen bei der fraktionierten Destillierung wiedergewonnen und wiederverwendet wird. Die Tatsache, daß es möglich ist, drei
.verkäufliche Erzeugnisse eu erhalten, ohne daß Irgendwelcher
RUoketand zurückbleibt, der als Abfall beseitigt werden muß,
bildet einen erheblichen technischen Fortschritt.
Bas phenolische Lösungsmittel sollte vorzugsweise einen Siedepunkt haben, der innerhalb eines engen Temperaturbereiches
liegt, da dies die Wiedergewinnung weitgehend erleichtert. Kresole, im allgemeinen ein Gemisch der drei Kresole: o-,
m- und p-Kresol, lassen sich leioht wiedergewinnen, obwohl
sie ein Gemi β oh von Verbindungen sind, da si· innerhalb eines
Bereiches von 190-2030O sieden. Das phenollsohe Lösungsmittel
kann jedoch auch einen geringeren Anteil an Phenol selbst enthalten, das bei ca. 1840O siedet. Verallgemeinernd läßt sich
-sagen, daß das Lösungsmittel innerhalb eines Bereiohes von 170 bis 210 0 sieden soll, und es ist besonders vorzuziehen,
Kresole ohne irgendein sonstiges Phenol zu verwenden, da ein Vorteil dieses Vorgehens darin besteht, daß Kresole sich durch
Fraktionieren schnell von Wasser trennen lassen, was für Phenol nicht gilt.
des Lösungsmittels, d.h. der Grad, bis zu welchem es von den Kohlenwasserstoffen verunreinigt wird, von der Leistungsfähig-
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keit der fraktionierten Deatillierung ab, da möglicherweise,
und im allgemeinen mit Sicherheit, Kohlenwasserstoffe sich von dem Lösungsmittel nioht vollständig trennen lassen. Es ist
vorzuziehen sicherzustellen, daß das von der Fraktionierung zurückgeleitete Lösungsmittel mindestens zu 95 $>
aus phenölischen Verbindungen besteht, jedooh können bis zu 10 i»
Kohlenwasserstoffe geduldet werden, da dies nur einen geringen Verlust der Wirksamkeit des Verfahrens als Ganzes bedeutet.
Das bei Beginn des Verfahrens als Lösungsmittel verwendete Material mu3 nicht im wesentlichen zur Gänze aus phenol!sohen
Verbindungen bestehen, sondern kann einen wesentlichen Anteil von Kohlenwasserstoffen enthalten, da diese beim ersten Durchgang
durch die fraktionierkolonne wirksam beseitigt werden.
Die Behandlung von saurem Teer nach der Erfindung wird vorzugsweise
kontinuierlich oder halbkontinuierlich durchgeführt. Wenn saurer Teer mit genügend hoher Geschwindigkeit in einer Raffinieranlage
anfällt, kann er kontinuierlich behandelt werden. Wenn die Geschwindigkeit des Anfalls zu gering iet, kann man
vorzugsweise einen Vorrat an saurem Teer sich ansammeln.laseen, z.B. über die Dauer eines Tages, uijid dieser Vorrat wird dann
in dem Verfahren kontinuierlich behandelt. Andererseits hat sich die chargenweise Destillierung als erwünscht erwiesen und
dementsprechend wird vorzugsweise die organische Sohicht in
einen Behälter einlaufen gelassen und von diesem intermittierend chargenweise, z.B. einmal im Tag, der !Fraktionierkolonne züge»
führt. / ~
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Dae Mengenverhältnis, in welchem der saure !Peer, das Wasser und
das phenol!sohe Lösungsmittel miteinander gemischt werden,
hängt sowohl von der ohemisohen Konstitution des sauren Teers
als auch von dem besonderen verwendeten phenolischen Lösungsmittel
ab. Vom wirtschaftlichen Standpunkt aus ist es wichtig, daß der größte Teil des phenolischen Lösungsmittels wiedergewonnen
wird und daß die Kosten für die Wiedergewinnung so gering wie möglich sind. Wenn zu wenig Wasser vorhanden ist,
kann die Schwefelsäure das.phenolische Lösungsmittel sulfonieren
und außerdem die Schwefelsäure das Bestreben haben, die organischen Verunreinigungen in Lösung zurückzuhalten,, so daß
eine ungenügende Trennung erfolgt. Wenn zu viel Wasser vorhanden .ist, wird die wiedergewonnene Schwefelsäure zu schwach,
und der Unterschied im spezifischen Gewicht zwischen dieser •und der organischen Schicht ist zu niedrig, um eine schnelle
Trennung zu erleichtern. In dem Maß, in welchem der Anteil an phenolischem Lösungsmittel in dem Gemisch erhöht wird, erhöht
sioh die Qualität der Schwefelsäure, aber diesem steht eine Erhöhung der Kosten der Wiedergewinnung des Lösungsmittels '
gegenüber. Im allgemeinen kann gesagt werden, daß das Gemisch 25 bis 50 Vol-# sauren Teer, 25 bis 50 i» Wasser und 25 bis 50 #
Kresole oder anderes phenolisches Lösungsmittel enthalten kann.
In dem Maß, in dem die Temperatur des Gemisches erhöht wird, sinkt dessen Viakoeitälyand steigt infolgedessen die Geschwindigkeit
der Trennung dee Gemisohes in ewei Schichten. Sine
Erhöhung der Temperatur begünstigt jedoch·auch eine Sulfonierung
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Ass ffesnolisohen Lösungsmittel». Es wurde gefunden, daß das
Tsrfehren derart durchgeführt werden kann, daß eine Lösung von
etrtiwefelsäure von 40 Gew.-jC erzeugt werden kann und daß eine
solche Lösung die Kresole zwischen 40 und 600O nicht in nennenswerten MaB sulfoniert. Es hat sioh auoh geceigt, daß eine hervorragende Srennung bei der Behandlung eines gegebenen Volumens
Ton bein Raffinieren einer Beneolfraktion erhaltenem sauren
Teer mit im wesentlichen gleichen Volumenmengen an Wasser und
Kresolen in Temperaturbereich von 40 bis 60°0, vorzugsweise
bei 500C, erzielbar ist.
Die bei dem Verfahren nach der Erfindung erhaltene verdünnte Sohwefelsäurekann etwas durch Verunreinigungen verfärbt sein.
Wenn dies der Fall ist, besteht ein sehr zweckmäßiger Weg zur Verbesserung der Farbe der Säure darin, daß man sie mit dem
phenolisohen Lösungsmittel wäscht, das zum Mischen mit frischem sauren Teer und Wasser rückgeführt wird. Dieses Wasohen erfolgt
in einem Waschturm oder in einer beliebigen anderen Vorrichtung, In welcher durch Berührung zwischen Flüssigkeiten eine Extraktion stattfindet. Mittels soloher Einrichtungen kann eine dunkel
gefärbte Säure in eine Säure von strohgelber Farbe oder sogar In farblose Säure umgewandelt werden, die für die nachfolgende
Verwendung in dieser Form geeignet ist.
Beim Raffinieren von Benzol werden mitunter zwei Waschvorgänge verwendet, bei deren jedem saurer Teer erzeugt wird, und dies
hat den Zweck, ein reineres Benzol zu erhalten, als es normalerweise bei einmaligem Waschen erhalten wird. Es hat sich gezeigt,
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daß wenn der saure Teer, der in dem zweiten Waschvorgang erzeugt
wird, entsprechend der Erfindung "behandelt wird, die
verdünnte Schwefelsäure, die dabei entsteht, grün ist und
nicht immer für den Verkauf oder Verbrauch von "befriedigender
Qualität ist. Be hat sich ferner gezeigt, daß dieser Nachteil
entweder dadurch vermieden werden kann, daß man diesen sauren leer mit einem Teer mischt, der eine befriedigende verdünnte
Schwefelsäure liefert, z.B. im Verhältnis von 60:40, oder daduroh,
daß man eine kleine Menge von Pyridln, beispielsweise von 1 bis 5 Gew.-^, dem phenoliechen Lösungsmittel zusetzt.
Das beim Fraktionieren der organischen Schicht erhaltene Pech kann sehr viskos sein, und wenn das Verfahren sowohl im wesentlichen kontinuierlich als auch wirtschaftlich durchgeführt
werden soll, muß sichergestellt werden, daß das Pech aus dem Gefäßr in welchem es sich ansammelt, leicht auefließt. Dies
wird vorzugsweise durch Zusetzen einer kleinen Menge an Öl, z.B. an Kreosotöl oder gefiltertem Anthracenöl, zu der organischen
. Schioht erreicht, bevor diese der fraktionierten Destillierung
unterworfen wird. Die zuzusetzende ölmenge hängt natürlloh von der in dem sauren Teer vorhandenen Pechmenge ab.
Beim Trennen der ursprünglichen Mischung in organische und anorganische
Schichten tritt nicht die ganze Schwefelsäure in die anorganische Schicht ein, und folglich enthält die organische
Schicht normalerweise etwas Schwefelsäure, beispielsweise bis BU 2 gew.-^. Diese Schicht ist daher in hohem Maße korrosionsfördernd,
und wenn die Kolonne, in welcher die Fraktionierung
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durchgeführt wird» nicht aus säurebeständigem Material let,
1st es empfehlenswert, die Schwefelsäure In der organischen
Sohloht vor dem Destillleren zu neutralisieren. Dieses leutralieieren
verhindert auch die Bildung von Sohwefelgasen und eine weiterePolymerisierung der Polymeren, die die Viskosität
des Pechs erhöht.
Die Neutralisierung kann herbeigeführt werden, indem man der organischen Schioht Ammoniaklösung zusetzt, und zwar vorzugsweise
gleichzeitig mit dem öl, das zugesetzt wird, um das Pe oh fließfähig zu machen. Es 1st In der Praxis leicht, die erforderliche
Menge an Neutrallsierungsmlttel zu bestimmen, indem
man die Aciditat der organischen Sohioht bei deren Ausfließen
aua der fraktionierkolonne prüft.
Im folgenden wird beispielsweise eine Durohführungsform des
Verfahrens nach der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben, die ein etwas vereinfachtes Strömungsdiagramm zeigt.
Bei dem dargestellten Verfahren erfolgt das einleitende Mischen
in einem Gefäß 1, dem der saure Teer aus einem Gefäß 2 und Wasser aus einem Gefäß/j je mit einer Geschwindigkeit von
ca. 190 1 (50 gallons) je Stunde, 'zugeführt werden. Wiedergewonnenes
Lösungsmittel, von dem mindestens 95 i» Kresole eitjd,
wird dem Gefäß 1 duroh eine Rohrli itung 4 zugeführt. Bin CkU
fäß 5, das frisohe Kresole enthäl
, 1st al· Vorratsbehälter
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zur Verwendung Je nach Bedarf vorgesehen. Das Lösungsmittel
wird dem Misohgefäß mit einer Gesamtgesohwindigkeit von eben·*·
falls 190 1 (50 gallons) je Stunde zugeliefert. Die Temperatur
in dem Mischgefäfl 1 wird so genau wie möglich auf 500C
gehalten. Die Regelung erfolgt duroh Heizung dee Wassers in dem Gefäß 3 mittels einer Dampfaohlange 6, und die Dampfzufuhr
zu dieser wird duroh ein Ventil 7 gesteuert, das seinerseits mittels eines Thermoelementes 8 im Gefäß 1 gesteuert ist.
Der Inhalt des Misohgefäß es 1 wird kontinuierlich mittels einer
Pumpe 9 über eine Leitung 10 entnommen und teilweise von der Pumpe zu dem Misohgefäß über ein Rohr 11 zurückgeführt und zum
Teil einem Separator 13 über ein Rohr 12 zugeführt, das von dem Rohr 11 abgezweigt ist.
Die Größe und die Leistung der Pumpe sind so gewählt, daß die durchsohnittIiehe Aufenthaltsdauer im Mischgefäß 1 10 Minuten
beträgt.
In dem Separator 13 scheidet sich die organische Schicht oberhalb der anorganischen wäßrigen Säureschicht ab. Die organische
Sohioht wird über ein Rohr 14 entnommen und einem Gefäß 15 zugeführt, in welches Ammoniaklösung über ein Rohr 16 und
gefiltertes Anthraoenöl über ein Rohr 17 zugeliefert wird. Das Mischen wird duroh kontinuierliches Entnehmen des Inhalts des
Gefäßes 15 über ein Rohr 46 zu einer Pumpe 45 herbeigeführt, deren Druokrohr 18 verzweigt ist, so daß es sowohl zum Gefäß 15
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als auoh Bum Separator 19 zurückführt. Das öl wird mit einer
r Geschwindigkeit von 114 1 (30 gallons) je Stunde, und die
Ammoniaklösung, die eine Konzentration von 2 $>
hat, mit einer Geschwindigkeit von 75 1 (20 gallons) je Stunde zugeführt.
Ue durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Gefäß 15 "beträgt
10 Hinuten.
In dem Separator 19 scheidet eich eine wäßrige Lage von Ammoniumsalzen
der Mineralsäuren oberhall) der verbleibenden Flüssigkeit ab und verläßt den Separator mit einer Geschwindigkeit von
75 1 (20 gallons) je Stunde und fließt durch ein Rohr 20 in
einen Vorratsbehälter 21, in welchem der saure Teer bereitgehalten wird und von dem aus das Liefergefäß 2 mit saurem Teer
mittels einer Pumpe 22 über ein Rohr 46 nach Bedarf beliefert wird.
Die organische Flüssigkeit, die sich in dem Separator 19 abtrennt,
fließt durch ein Rohr 23 in einen Behälter 29, von welchem intermittierend Chargen mittels einer Pumpe 40 entnommen
und einer Destillierblase 24 zugeliefert werden, die die Basis einer Fraktionierungekolonne 25 bildet. In der
Destillierblase 24 wird die organische Flüssigkeit einer chargenweisen Destillation unterworfen,wobei die erste abdestillierte
Fraktion ein Gemisch von Kohlenwasserstoffen und Wasser ist. Dieses Gemisch geht durch ein Rohr 28 zu einem
Separator 42, von welchem die Kohlenwasserstoffe durch ein Rohr 41 in einen Vorratsbehälter 29 gelangen. Das abgeschiedene
Wasser strömt durch ein Rohr 30 zu dem Behälter 21.
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Als nächste !Fraktion werden die Kresole entfernt, die duroh
ein Hohr 31 zu einem Speicherbehälter 43 strömen, von wo sie mittels einer Pumpe 44 in ein Gefäß 32 gepumpt werden. Die
Peofcfraktion schließlich wird aus der Destillierblase 24
duroh ein Rohr 26 in einen Speicherbehälter 27 geleitet.
Das Gefäß 32 erhält die anorganische Schicht, die in dem Separator 13 ausgeschieden wird, d.h. die verdünnte Schwefelsäurelösung,
und in dem Gefäß werden das Lösungsmittel und die verdünnte Säurelösung zur Berührung miteinander gebracht,so
daß Verunreinigungen in der Säurelösung von dem Lösungsmittel aufgenommen werden. Das Mischen des Lösungsmittels und der
Säure erfolgt mittels einer Pumpe 33, die durch ein Rohr aueöem Gefäß 32 Flüssigkeit ansaugt und einen Teil dieser
Flüssigkeit dem Gefäß durch ein Rohr 35 wieder zuliefert, während der Res^inem Separator 36 zugeführt/wird. Hier
scheidet sich das Lösungsmittel von der Säure ab und wird durch ein Rohr 4 entnommen. Die gereinigte Säurelösung strömt
dann von dem Separator 36 durch ein Rohr 37 zu einem Speichergefäß
38.
Es hat sich gezeigt, daß bei der Durchführung des Verfahrens in der beschriebenen Weise verdünnte Schwefelsäure in einer
Menge von 40 - 50 Gew.-^ Stärke mit einer Geschwindigkeit von
ca. 322 1 (85 gallons) je Stunde wiedergewonnen werden kann,
und die Gesamtausbeute aus dem sauren Teer beträgt allgemein mehr als 90 Gew.-^ und ist manchmal im wesentlichen vollständig.
Es hat sich auch gezeigt, daß ca. 95 Gew.-# der
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Kresole wiedergewonnen werden können, so daß dementsprechend
lediglioh ungefähr 5 # als Prisohsäure von dem Gefäß 5 bugeliefert
werden müssen. Die Wiedergewinnung von Peoh beträgt oa. 170 1 (45 gallons) je Stunde "bei einem typieohen
sauren Teer, und aus dem gleiohen sauren Teer wurden an wertvollen Kohlenwasserstoffen,die Benzolprodukte sind, Mengen
von ungefähr 10 1 ( 2 1/2 gallons) je Stunde wiedergewonnen.
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Claims (9)
1.) Verfahren zur Behandlung von saurem Teer, der mitgefiihrte Kohlenwasserstoffe enthält, dadurch gekennzeichnet, daß man
den sauren !Deer mit Wasser und einem Lösungsmittel mischt, das im wesentlichen zur Gänze aus phenolischen Verbindungen
besteht, und bei dem die phenolischen Verbindungen ganz oder zum größten Teil aus Kresolen bestehen, daß man das
Gemisch sich in eine organische und anorganische Sohioht trennen läßt, daß4an die organische Schioht fraktioniert
destilliert, um das phenolische Lösungsmittel abzutrennen, und daß man dieses Lösungsmittel zur Mischung mit weiterem
saurem Teer und Wasser zurüokleitet, so daß die Kohlenwasserstoffe,
eine Pechfraktion und eine verdünnte Säurelösung wiedergewonnen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
95 fl des phenolisohen Lösungsmittels Kresole sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die verdünnte Säurelösung mit dem Lösungsmittel gewaschen wird,
das zum Misohen mit frischem saurem Teer und Wasser zurückgeführt wird.
4. Verfahren naoh einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurcl/gekenn-
«eiohnet, daß der organischen Sohioht zur Verminderung der
Viskosität der Peohfraktion öl zugesetzt wird.
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U70452
5. Verfahren nach, einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Auescheiden bei 40 his 6O0C durchgeführt
wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 "bis 4-, dadurch gekennzeichnet,
daß das Ausscheiden bei ca. 500C erfolgt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gemisch 25 bis 50 Vo.l.-# sauren Teer, 25 bis 50 Vol.-# Wasser und 25 bis 50 Vol.-# Kresole enthält.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der organischen Schicht zum Neutralisieren der in ihr vorhandenen Mineralsäure ein Neutralisierungsmittel
zugesetzt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Neutralisierungsmittel eine Ammoniaklösung ist und daß
eine wäßrige Fraktion, die die bei dessen Zusatz sich bildende Salze enthält, entfernt wird, bevor die organische
Schicht der fraktionierten Destillation unterworfen wird.
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB2728361A GB952379A (en) | 1961-07-27 | 1961-07-27 | Improvements relating to the treatment of acid tar |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1470452A1 true DE1470452A1 (de) | 1969-05-14 |
Family
ID=10257057
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19621470452 Pending DE1470452A1 (de) | 1961-07-27 | 1962-07-26 | Verfahren zur Behandlung von saurem Teer |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1470452A1 (de) |
| GB (1) | GB952379A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4116811A (en) * | 1977-02-04 | 1978-09-26 | Schaefer Hans Georg | Method of separating active hydrogen compounds from heterogeneous mixtures also containing compounds which do not contain active hydrogens |
| FR2412601A1 (fr) * | 1977-12-14 | 1979-07-20 | Petrolchemisches Kombinat | Procede pour le raffinage d'hydrocarbures a l'acide sulfurique |
-
1961
- 1961-07-27 GB GB2728361A patent/GB952379A/en not_active Expired
-
1962
- 1962-07-26 DE DE19621470452 patent/DE1470452A1/de active Pending
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4116811A (en) * | 1977-02-04 | 1978-09-26 | Schaefer Hans Georg | Method of separating active hydrogen compounds from heterogeneous mixtures also containing compounds which do not contain active hydrogens |
| FR2412601A1 (fr) * | 1977-12-14 | 1979-07-20 | Petrolchemisches Kombinat | Procede pour le raffinage d'hydrocarbures a l'acide sulfurique |
| FR2414536A1 (fr) * | 1977-12-14 | 1979-08-10 | Petrolchemisches Kombinat | Procede pour la conversion de resines acides en acide sulfurique et resine |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB952379A (en) | 1964-03-18 |
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