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DE1470010B1 - N-(beta-Guanidinoaethyl)-6-azaspiro[2,5]octan und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

N-(beta-Guanidinoaethyl)-6-azaspiro[2,5]octan und Verfahren zu seiner Herstellung

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Publication number
DE1470010B1
DE1470010B1 DE19641470010 DE1470010A DE1470010B1 DE 1470010 B1 DE1470010 B1 DE 1470010B1 DE 19641470010 DE19641470010 DE 19641470010 DE 1470010 A DE1470010 A DE 1470010A DE 1470010 B1 DE1470010 B1 DE 1470010B1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
azaspiro
octane
guanidinoethyl
preparation
aminoethyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19641470010
Other languages
English (en)
Inventor
Antrag Auf Nichtnennung
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DAUSSE LAB
Original Assignee
DAUSSE LAB
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Filing date
Publication date
Application filed by DAUSSE LAB filed Critical DAUSSE LAB
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Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D221/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one nitrogen atom as the only ring hetero atom, not provided for by groups C07D211/00 - C07D219/00
    • C07D221/02Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one nitrogen atom as the only ring hetero atom, not provided for by groups C07D211/00 - C07D219/00 condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D221/20Spiro-condensed ring systems
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
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  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

Gegenstand der Erfindung ist N-(/3-Guanidinoäthyl)-6-azaspiro[2,5]octan (I),
N-CH2-CH2-NH-C =
NH2
(I)
dessen pharmazeutisch brauchbare Salze mit Säuren und Verfahren zur Herstellung dieser Verbindungen.
Es wurde gefunden, daß diese Substanzen eine dauerhafte antihypertensive Wirkung ausüben und gut verträglich sind. Im Vergleich zu Guanethidin senken äquitoxische Dosen den Blutdruck bei Ratten stärker und anhaltender.
Diese Verbindungen stellt man dadurch her, daß man in an sich bekannter Weise entweder
a) 6-Azaspiro[2,5]octan mit /i-Guanidinoäthylhalogenid oder mit Guanidinoacetylhalogenid umsetzt und im letzteren Fall mit Lithiumaluminiumhydrid reduziert oder
b) N-(/i-Aminoäthyl)-6-azaspiro[2,5]octan mit einem Salz des S-Alkyl-isothioharnstoffs oder mit Cyanamid oder mit Alkyl-isoharnstoff umsetzt
und gegebenenfalls die nach a) oder b) erhaltene Verbindung mit Säuren in ein pharmazeutisch brauchbares Salz überführt.
Eine bevorzugte Durchführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß man das N-(/i-Aminoäthyl)-6-azaspiro[2,5]octan mit dem Sulfat des S-Methylisothioharnstoffs im Molverhältnis 2:1 in einem entsprechenden Lösungsmittel, wie Wasser oder einem Alkohol, einige Stunden bei Rückflußtemperatur unter Stickstoff erhitzt. Auf diese Weise erhält man das Sulfat des N-(/J-Guanidinoäthyl)-6-azaspiro[2,5]octans, aus dem man die Base nach dem Alkalischmachen gewinnen kann; sie läßt sich leicht in jedes andere pharmazeutisch brauchbare Salz einer Mineralsäure oder einer organischen Säure umwandeln.
Das N-(/i-Aminoäthyl)-6-azaspiro[2,5]octan läßt sich dadurch herstellen, daß man N-(Cyanomethyl)-6-azaspiro[2,5]octan in einem inerten Lösungsmittel, wie Äther oder Tetrahydrofuran, mit einem entsprechenden Reduktionsmittel, wie Lithiumaluminiumhydrid, reduziert.
Das N-(Cyanomethyl)-6-azaspiro[2,5]octan erhält man dadurch, daß man äquimolare Mengen des zugrunde liegenden Azaspiroalkans und eines Halogenacetnitrils in einem aromatischen Kohlenwasserstoff, z. B. Benzol, in Gegenwart eines alkalisch wirkenden Reagens, wie Kaliumcarbonat, einige Stunden auf Rückflußtemperatur erhitzt, um die entstandene Halogenwasserstoffsäure zu fixieren.
Das 6-Azaspiro[2,5]octan erhält man durch Reduktion von 6-Azaspiro[2,5]octan-dion-(5,7) [Dimethylen-3,3-spiro-piperidin-dion-(2,6)], das sich seinerseits durch Pyrolyse des Ammoniumsalzes der Cyclopropan-diessigsäure-1,1 bei 250 bis 3000C erhalten f>° läßt.
Beispiel
a) 6-Azaspiro[2,5]octan-dion-(5,7)
In einem Claisenkolben mit Kapillare und Schlan- 6S genkühler mit doppeltem Mantel werden 31,6g (0,2 Mol/g) Cyclopropan-diessigsäure-1,1 in 30 ecm Wasser suspendiert. Durch die Kapillare läßt man Ammoniak eintreten bis zur vollständigen Auflösung. Dann bringt man das Gefäß, dessen Inhalt unter Ammoniak gehalten wird, in ein auf 900C vorerhitztes Metallbad, setzt das Erhitzen 30 Minuten auf 115 bis 125° C fort, bis das Wasser vollständig verdampft, bringt dann die Temperatur des Bades auf 250 bis 2600C und hält sie 35 Minuten dabei. Nach 20 Minuten schmilzt das Ammoniumsalz, dem eine Dehydratisierung folgt. Man läßt den Inhalt des Gefäßes abkühlen, löst ihn in 250 ecm siedendem Äthylacetat, filtert über Aktivkohle, läßt das Filtrat gefrieren, an der Luft trocknen, wäscht mit Äthylacetat und trocknet im Vakuum. Man gewinnt 9,9 g (Ausbeute 35,6%,) 6-Azaspiro[2,5]octan-dion-(5,7), welches in Alkoholen löslich, in Äther aber wenig löslich ist; Schmelzpunkt 165 C.
b) 6-Azaspiro[2,5]octan
In einen 1-1-Zweihalskolben mit Rührwerk und Soxhlet-Extrahiervorrichtung, der 35,7 g (0,257 Mol/g) 6-Azaspiro[2,5]octan-dion-(5,7) enthält und auf dem ein mit Calciumchloridrohr ausgestatteter Kühler sitzt, werden 19,5 g (0,51 Mol/g) Lithiumaluminiumhydrid in 500 ecm wasserfreiem Äther gebracht. Durch 8stündiges Erhitzen des Äthers unter Rückfluß wird das Dion fortgesetzt mit dem Reduktionsmittel in Kontakt gebracht. Die Reduktion wird durch 5'/2stündiges Erhitzen unter Rückfluß beendet; dann läßt man das Ganze auf 0G C abkühlen, hydrolysiert nacheinander mit 20 ecm Wasser, 15 ecm 15%igem Soda und mit 70 ecm Wasser, trocknet die Mineralsalze an der Luft, wäscht sie dreimal mit Äther, trocknet die Ätherlösung eine Nacht über Kaliumcarbonat, filtriert, vertreibt den Äther und rektifiziert den flüssigen Rückstand im Vakuum. Man gewinnt 18,5 g (Ausbeute 65%) 6-Azaspiro[2,5]octan, das bei 59 bis 60°C/4 Torr übergeht und aus einer farblosen Flüssigkeit besteht, die in Alkoholen, Benzol, Äther usw. löslich ist und an der Luft sehr rasch Kohlendioxyd und Wasser aufnimmt; nj, 2 = 1,4672.
Das aus Alkohol kristallisierte Pikrat schmilzt bei 195° C.
c) N-Cyanomethyl-6-azaspiro[2,5]octan
In einen 1-1-Dreihalskolben mit Tropftrichter, einem Rückwerk und einem Kühler gibt man 14,5 g (0,192 Mol/g) Chloracetonitril, 10,2 g (0,095 Mol/g) Natriumcarbonat und 250 ecm Benzol. Durch den Tropftrichter gibt man nach und nach eine Lösung von 17,8 g (0,16 Mol/g) 6-Azaspiro[2,5]octan in 100 ecm Benzol, setzt 0,5 ecm Wasser zu und erhitzt das Gemisch 5 Stunden unter Rühren zum Rückfluß. Man trocknet die Mineralsalze an der Luft, wäscht sie zweimal mit Benzol, trocknet die Benzollösung eine Nacht über Natriumsulfat, filtriert, vertreibt das Benzol aus dem Wasserbad und rektifiziert im Vakuum. Auf diese Weise gewinnt man 21 ρ (Ausbeute 87,5%)N-Cyanomethyl-6-azaspiro[2,5]oct;ii) in Form einer farblosen Flüssigkeit, welche Ki 83' C 1 bis 2 Torr übergeht und den üblichen organischen Losungsmitteln löslich ist; n}," 4 = 1,4805.
d) N-(/J-Aminoäthyl)-6-azaspiro[2,5]octan
In einen 2-1-Dreihalskolben mit Tropftrichter, Kühler mit Calciumchloridrohr und einem Rührwerk gibt man eine Suspension von 5,3 g (0,138 Mol/g) Lithium-
aluminiumhydrid in 500 ecm wasserfreiem Äther und kühlt den Inhalt des Gefäßes in einem Eisbad (mit Salz) auf unter 0°C. Unter gleichzeitigem Rühren des Gemisches gibt man tropfenweise aus dem Tropftrichter eine Lösung von 20,8 g (0,138 Mol/g) N-Cyanomethyl-6-azaspiro[2,5]octan in 100 ecm wasserfreiem Äther zu, wobei die Zugabegeschwindigkeit so geregelt wird, daß die Temperatur des Gemisches unter 0°C gehalten wird. Die Dauer der Zugabe beträgt 15 Minuten. Man läßt das Gemisch 2 Stunden unter Rühren im Eisbad stehen und dann eine Nacht bei Umgebungstemperatur, kühlt den Inhalt des Gefäßes erneut unter OC ab, hydrolysiert anschließend nacheinander mit 7 ecm Wasser, 4 ecm 20%iger Sodalösung und 22 ecm Wasser, läßt die Mineralsalze an der Luft trocknen, wäscht sie sorgfältig dreimal mit Äther und dann dreimal mit Tetrahydrofuran, trocknet die Äther-Tetrahydrofuranlösung einige Stunden über Kaliumcarbonat, filtriert, entfernt die Lösungsmittel und rektifiziert dann den Rückstand im Vakuum. Man erzielt 18,2 g (Ausbeute 88,5%) N-(/i-Aminoäthyl)-6-azaspiro[2,5]octan in Form einer farblosen Flüssigkeit, weiche bei 62° C/1 Torr übergeht und in den üblichen organischen Lösungsmitteln löslich ist; nfs = 1,4842.
Das Dipikrat schmilzt nach Umkristallisation in Wasser bei 243 bis 244° C.
e) N-(/<-Guanidinoäthyl)-6-azaspiro[2,5]octan
In einem 1-1-Dreihalskolben mit Kühler und einem Rührwerk erhitzt man 1 Stunde 40 Minuten unter Rühren im Stickstoffstrom ein Gemisch aus 10,5 g (0,068 Mol/g) N-(/J-Aminoäthyl)-6-azaspiro[2,5]octan und 9,5 g (0,034 Mol/g) des Sulfats von S-Methylisothioharnstoff in 50 ecm Wasser. Die Lösung wird zur Trockne konzentriert, dann reibt man den festen Rückstand in Aceton und trocknet das Ganze an der Luft und dann unter Vakuum. Auf diese Weise erhält man 15,4 g (Ausbeute 92,5%) neutrales Sulfat von N-(/i-Guanidinoäthyl)-6-azaspiro[2,5]octan, welches nach der Umkristallisation aus 450 ecm Alkohol aus weißen Kristallen besteht, die in Wasser löslich sind. Schmelzpunkt 275 bis 277° C unter Zersetzung. Das Dibromhydrat schmilzt nach der Umkristallisation aus Isopropylalkohol bei etwa 1500C (unscharfes Schmelzen).

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. N-(/<-Guanidinoäthyl)-6-azaspiro[2,5]octan
    CH1
    CH,
    CH7-CH,
    CH1-CH,
    N — CH2 — CH, — NH-C = NH
    und seine pharmazeutisch brauchbaren Salze mit Säuren.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung der Verbindungen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise entweder
    a) 6-Azaspiro[2,5]octan mit /i-Guanidinoäthylhalogenid oder mit Guanidinoaceiylhalogenid umsetzt und im letzteren Fall mit Lithiumaluminiumhydrid reduziert oder
    b) N-(/i-Aminoäthyl)-6-azaspiro[2,5]octan mit einem Salz des S-Alkyl-isothioharnstoffs oder NH2
    mit Cyanamid oder mit Alkyl-isoharnstoff umsetzt
    und gegebenenfalls die nach a) oder b) erhaltene Verbindung mit Säuren in ein pharmazeutisch brauchbares Salz überführt.
  3. 3. Verfahren zur Herstellung von N-(/f-Guanidinoäthyl)-6-azaspiro[2,5]octansulfat, dadurch gekennzeichnet, daß man N-(/i-Aminoäthyl)-6-azaspiro[2,5]octan in an sich bekannter Weise mit S-Methylisothioharnstoffsulfat unter inerter Atmosphäre in Lösung umsetzt.
DE19641470010 1963-05-27 1964-05-26 N-(beta-Guanidinoaethyl)-6-azaspiro[2,5]octan und Verfahren zu seiner Herstellung Pending DE1470010B1 (de)

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FR936120A FR1426082A (fr) 1963-05-27 1963-05-27 Nouveaux n-(omega-guanidinoalcoyl) azaspiroalcanes
FR936591A FR3013M (fr) 1963-05-27 1963-05-30 Nouveaux n-(ω-guanidinoalcoyl) azaspiroalcanes et leurs sels.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1470010B1 true DE1470010B1 (de) 1969-12-18

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DE19641470010 Pending DE1470010B1 (de) 1963-05-27 1964-05-26 N-(beta-Guanidinoaethyl)-6-azaspiro[2,5]octan und Verfahren zu seiner Herstellung

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DE (1) DE1470010B1 (de)
DK (1) DK122886B (de)
FR (2) FR1426082A (de)
GB (1) GB1058675A (de)
LU (1) LU46155A1 (de)
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OA (1) OA00117A (de)
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GB1058675A (en) 1967-02-15
NL124128C (de)
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BR6459494D0 (pt) 1973-08-02
FR3013M (fr) 1964-12-21
DK122886B (da) 1972-04-24
SE301651B (de) 1968-06-17
CH441329A (fr) 1967-08-15
OA00117A (fr) 1966-01-15
LU46155A1 (de) 1972-01-01
NL6405907A (de) 1964-11-30
US3326925A (en) 1967-06-20
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