DE1470052C - (3 -Amino-6-chlor-pyrazinamido)-guanidine, deren Salze und Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents
(3 -Amino-6-chlor-pyrazinamido)-guanidine, deren Salze und Verfahren zu deren HerstellungInfo
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Description
NH2
COO-niedrig-alkyl
COO-niedrig-alkyl
(Π)
H2N-
-NH-
NH
Cl
— NH — NH,
(IV)
[2,3-d][l,3]-oxazin-4-on mit Aminoguanidin
umsetzt und das erhaltene (3-Acetamido-6-chlorpyrazinamido)-guanidin
hydrolysiert, und gegebenenfalls die nach (a), (b), (c) oder (d) erhaltenen Verbindungen in an sich bekannter
Weise in ihre pharmazeutisch verwendbaren Salze überführt.
5. Pharmazeutische Zubereitung, bestehend aus einer Verbindung gemäß Ansprüchen 1 bis 3
und üblichen Hilfsstoffen.
worin R1 ein Wasserstoffatom, eine Aminogruppe,
eine niedere Alkylamino- oder niedere Dialkylaminogruppe oder eine Pyrrolidino-, Hexahydroazepino-
oder 4-Methylpiperazinogruppe und R2 ein Wasserstoffatom, eine niedere Alkyl-, niedere
Hydroxyalkyl- oder Aminogruppe bedeutet, und ihre pharmazeutisch verwendbaren Salze.
2. (3-Amino-6-chlorpyrazinamido)-guanidin.
3. (3,5-Diamino-6-chlorpyrazinamido)-guanidin.
4. Verfahren zur Herstellung von Verbindungen gemäß Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß man
(a) in an sich bekannter Weise einen niedrigen Alkylester einer 3-Aminopyrazincarbonsäure
der Formel II
Gegenstand der Erfindung sind (S-Amino-o-chlorpyrazinamido)-guanidine
der allgemeinen Formel I
NH,
NH
CO — NH — NH — C
(I)
NH-R2
NH-R2
30
in welcher R1 die oben angegebenen Bedeutungen
aufweist, mit einem Aminoguanidin der Formel III
-C-N-R2 (III)
worin R1 ein Wasserstoffatom, · eine Aminogruppe,
eine niedere Alkylamino- oder niedere Dialkylaminogruppe oder eine Pyrrolidino-, Hexahydroazepino-
oder 4-Methylpiperazinogruppe und R2 ein Wasserstoffatom,
eine niedere Alkyl-, niedere Hydroxyalkyl- oder Aminogruppe bedeutet, und ihre pharmazeutisch
verwendbaren Salze und Verfahren zu ihrer Herstellung.
Die Verbindungen werden dadurch hergestellt, indem man
(a) in an . sich bekannter Weise einen niedrigen Alkylester einer 3-Aminppyrazincarbonsäure der
Formel II
^Y-NH2
umsetzt, worin R2 die oben angegebenen
Bedeutungen hat, oder
(b) in an sich bekannter Weise ein 3-Aminopyrazincarbonsäurehydrazid
der Formel IV Cl
COO-niedrig-alkyl
(Π)
in welcher R1 die oben angegebenen Bedeutungen
aufweist, mit einem Aminoguanidin der Formel III
45 H,N —NH-C —N —R,
NH
(III)
umsetzt, worin R2 die oben angegebenen Bedeutungen
hat, oder *
in welcher R1 die oben angegebenen Bedeu- 50 ,,. . . , , , . .,, . . , A .
tungen hat, mit einem Pseudothioharnstoff (b) in f sich b^iTUF. ™cmS ein 3-Aminopyrazin-
carbonsaurehydrazid der Formel IV
der Formel V
YS-C-N-R2
NH
(V)
55
— NH-NH,
(IV)
in welcher Y eine Alkyl- oder Aralkylgruppe bedeutet und R2 die oben angegebenen Bedeutungen
hat, umsetzt oder
(c) zur Herstellung von (S-Amino-o-chlorpyrazinamido)
- guanidin 3 - Amino - 6 - chlorpyrazincarbonsäurehydrazid mit Cyanamid umsetzt,
oder
(d) in an sich bekannter Weise zur Herstellung von (3 - Amino - 6 - chlorpyrazinamido)-guanidin
2 - Methyl - 6 - chlor - 4 H - pyrazinoin welcher R1 die oben angegebenen Bedeutungen
hat, mit einem Pseudothioharnstoff der Formel V
YS-C-N-R2
NH
NH
in welcher Y eine Alkyl- oder Aralkylgruppe bedeutet und R2 die oben angegebenen Bedeutungen
hat, umsetzt oder
(c) zur Herstellung von ß-Amino-o-chlorpyrazinamido)
- guanidin 3 - Amino - 6 - chlorpyrazincarbonsäurehydrazid mit Cyanamid umsetzt, oder
(d) in an sich bekannter Weise zur Herstellung von (3 -Amino - 6 - chlorpyrazinamido) - guanidin
2-Methyl-6-chlor-4H-pyrazino-[2,3-d][l,3]-oxazin-4-on mit Aminoguanidin umsetzt und das
erhaltene (3 -Acetamido - 6-chlorpyrazinamido)-guanidin hydrolysiert,
und gegebenenfalls die nach (a), (b), (c) oder (d) erhaltenen Verbindungen in an sich bekannter Weise
in ihre pharmazeutisch verwendbaren Salze überführt.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen haben natriuretische
Eigenschaften. Sie unterscheiden sich von den meisten bekannten wirksamen Diuretica jedoch
dadurch, daß sie selektiv die Ausscheidung von Natrium- und Chloridionen erhöhen, während sie keine
Erhöhung der Ausscheidung gewisser anderer Ionen, beispielsweise Kalium- und Calciumionen, bewirken.
Die neuen Verbindungen setzen bei gemeinsamer Verabreichung mit anderen Diuretica, die die Ausscheidung
von Kaliumionen zusammen mit der von Natrium- und Chloridionen erhöhen, die Ausscheidung
von Kaliumionen herab und beseitigen somit diese unerwünschte Eigenschaft vieler Diuretica. Die
erfindungsgemäßen Verbindungen sind daher zusätzlich in Kombination mit anderen Diuretica zur
Verhütung des Verlustes an Kaliumionen brauchbar.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind dem als Diureticum bekannten 2,4,7-Triamino-6-phenylpteridin
(Triamteren) überlegen, wie aus den folgenden Vergleichsversuchsergebnissen hervorgeht:
Mit ausreichenden Mengen an Salzen gefütterten, nebennierenexstirpierten Holzmann-Ratten (Gewicht
13Oi= 3 g) wurden subkutan 12 γ Desoxycorticosteronacetat
(DOCA) injiziert. Diese Menge reicht aus, um eine maximale Abnahme des Na/K-Quotienten
im Urin zu erzeugen. Den Tieren wurde dann subkutan das jeweils zu prüfende 3,5-Diamino-6-chlorpyrazinoylguanidin
und zum Vergleich 2,4,7-Triamino-6-phenylpteridin injiziert. Sie wurden in einen
Käfig gesetzt, und der Urin wurde 7 Stunden gesammelt. Die Analyse der Proben auf Na+- und
K+-Konzentrationen ergab die Werte, aus denen das Na/K-Verhältnis im Urin berechnet werden
kann. DOCA bewirkt eine Zurückhaltung an Natriumionen und eine verstärkte Ausscheidung von
Kaliumionen. Genau der gegenteilige Effekt wird durch die erfindungsgemäßen Verbindungen wie auch
durch die bekannte Verbindung 2,4,7-Triamino-6-phenylpteridin bewirkt.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen weisen einen günstigen therapeutischen Index auf. Toxizitätsversuche an weiblichen weißen Mäusen mit einem Gewicht von 18 bis 20 g ergaben für die Vergleichsverbindung 2,4,7-Triamino-6-phenylpteridin einen durchschnittlichen LD^-Wert von etwa 260. (Dieser Wert liegt wahrscheinlich etwas zu hoch, da 2,4,7-Triamino-6-phenylpteridin verhältnismäßig schwer löslich ist und darum die Vermutung besteht, daß sich die Verbindung nicht vollständig im Verdauungstrakt der Versuchstiere gelöst hat, um dort vollständig absorbiert zu werden.) Die LD5o-Werte für die erfindungsgemäßen Verbindungen liegen zum Teil über und zum Teil unter dem für die Vergleichsverbindung 2,4,7-Triamino-6-phenylpteridin gefundenen Wert, jedoch ergibt sich auf Grund des vorher gezeigten DOCA-Effekts ein sehr günstiger therapeutischer Index, der wegen der geringen Mengen, in denen die Verbindungen als Diuretica appliziert werden, bei weitem nicht ausgenutzt wird.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen weisen einen günstigen therapeutischen Index auf. Toxizitätsversuche an weiblichen weißen Mäusen mit einem Gewicht von 18 bis 20 g ergaben für die Vergleichsverbindung 2,4,7-Triamino-6-phenylpteridin einen durchschnittlichen LD^-Wert von etwa 260. (Dieser Wert liegt wahrscheinlich etwas zu hoch, da 2,4,7-Triamino-6-phenylpteridin verhältnismäßig schwer löslich ist und darum die Vermutung besteht, daß sich die Verbindung nicht vollständig im Verdauungstrakt der Versuchstiere gelöst hat, um dort vollständig absorbiert zu werden.) Die LD5o-Werte für die erfindungsgemäßen Verbindungen liegen zum Teil über und zum Teil unter dem für die Vergleichsverbindung 2,4,7-Triamino-6-phenylpteridin gefundenen Wert, jedoch ergibt sich auf Grund des vorher gezeigten DOCA-Effekts ein sehr günstiger therapeutischer Index, der wegen der geringen Mengen, in denen die Verbindungen als Diuretica appliziert werden, bei weitem nicht ausgenutzt wird.
In der folgenden Tabelle A werden die Wirkungen und die Toxizitäten (einer Auswahl) der erfindungsgemäßen
Verbindungen und der Vergleichssubstanz wiedergegeben. Die Wirkungen sind durch eine Zahl
ausgedrückt, welche der Menge der Verbindung entspricht, die eine 50%ige Umkehr des durch DOCA
35. hervorgerufenen Effekts bewirkt. Dabei bedeutet:
»2« 51 bis 100 γ pro Ratte,
»3« 10 bis 50 γ pro Ratte,
»4« weniger als 1Oy pro Ratte.
»3« 10 bis 50 γ pro Ratte,
»4« weniger als 1Oy pro Ratte.
40.
Ausführliche Versuchsbeschreibungen sind aus Journal Med. Chem., Bd. 8 (1965), S. 638 bis 642,
sowie aus Journ. Med. Chem., Bd. 12 (1969), zu entnehmen.
NH
VNH2
^jJ-CO-NH-NH-C-NH-R2
^jJ-CO-NH-NH-C-NH-R2
| Beispiel | R1 | R2 | FP 0C Base | FP °C Hydro- chlorid |
Wirkung | LD50 [r | ngAg] |
| p. 0. | S. C. | ||||||
| 1 bis 4 | H | H | 277 bis 278 | 3 | 441 | 164 | |
| 5 | H | -CH3 | 263 bis 265 | 252 bis 253 | 3 | 235 | 164 |
| 6 | H | CH2 — CH2OH | 243 bis 244 | 3 | 425 | 209 | |
| 7 | H | NH2 | 264 bis 265 | 4 | |||
| 266 bis 267 | |||||||
| 8*) | NH2 | H | 281 bis 282 | 4 | 18,1 | 41,6 |
*) Die Verbindung des Beispiels 8 zeigt zwar nur eine Wirkung »4«, jedoch bewirkt eine Dosierung von 10 γ dieser Verbindung etwa die
gleiche Wirkung, nämlich 87 bis 88% »DQCA«-Inhibierung wie 800 γ der Vergleichsverbindung Triamteren.
Fortsetzung
| Beispiel | CH3 | N \ |
H | N \ |
H | FP 0C Base | FP°CHydro- chlorid |
Wirkung | LD50 [r p. o. |
ng/kg] S. C. |
| \ CH3 |
\ (CH2)4 CH3 |
|||||||||
| 9 | H | N \ |
220 bis 221 | 4 | 218 | 15,8 | ||||
| N CH3 | H | |||||||||
| \ / CH \ |
||||||||||
| 10 | \ CH3 |
N N-CH3 | 229 bis 231 | 3 | — | — | ||||
| NH2 NH2 |
||||||||||
| 2,4,7-Triamino-6-phenyl- pteridin (Triamteren) |
H | |||||||||
| 11 | H | 100,5 bis 102,5 | — · | — | ■ — | |||||
| H | - | |||||||||
| 12 | H | 168 bis 171 | — | — | ||||||
| 13 | NH2 C(CH3)3 |
109 bis 111 | — | — | — | |||||
| 14 | 186 bis 188 | •— ■ | — | — ■ | ||||||
| 196 bis 200 271 bis 274 . |
4 4 |
— | — | |||||||
| 2 | 260 |
Die Herstellungsmethoden werden im folgenden erläutert:
Methode (a)
+ NH2NH-C-NHR2
COOCH,
NH
Cl
NH,
CONHNH — C — NHR2
Il
NH
Bei dieser Umsetzung haben die Reste R und R1
die vorher angegebenen Bedeutungen. Zu Zwecken der Erläuterung ist in dem obigen Reaktionsschema
der Methylester dargestellt, es können aber auch Ester von gewissen anderen Alkoholen, besonders
niederen aliphatischen Alkoholen, verwendet werden. Es ist zu bemerken, daß dieser Alkoxyrest im Endprodukt
nicht mehr enthalten, ist.
Die Synthese nach der Methode (a) wird vorzugsweise unter wasserfreien Bedingungen mit oder ohne
Lösungsmittel, wie Methanol, Äthanol oder Isopropylalkohol, durchgeführt. Das Endprodukt wird gewöhnlich
gewonnen, indem das Reaktionsgemisclt durch Abdestillieren des Lösungsmittels unter vermindertem
Druck eingeengt, gekühlt und der sich abscheidende feste Körper abfiltriert wird. Die Reinigung
erfolgt häufig durch Umwandeln des Produktes . in ein Salz, wie das Hydrochlorid, und Umkristallisieren
aus einem geeigneten Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch.
Die Ausgangsverbindung wird, je nachdem, ob R1
ein Wasserstoffatom oder eine Aminogruppe bedeutet, nach einer von zwei verschiedenen Methoden
dargestellt.
Wenn R1 in der Ausgangsverbindung ein Wasserstoffatom
ist, werden diese Produkte durch Chlorieren des bekannten 3-Aminopyrazincarbonsäureesters hergestellt,
vorteilhaft in Gegenwart von Wasser oder einem Gemisch aus Wasser und einer Säure, z. B.
einer Mineralsäure, wie Salzsäure oder Essigsäure, oder einem Gemisch aus Wasser und einem organischen
Lösungsmittel, wie Dimethylformamid. Sollte
dabei gleichzeitig ein Chloratom in die 3-ständige Aminogruppe eingeführt werden, so läßt sich dieses
durch Umsetzung des Produktes mit einem Bisulfit, wie einem Alkalibisulfit, leicht abspalten.
Bedeutet R1 einen Aminosubstituenten, so erhält
man durch Chlorierung des bekannten 3-Aminopyrazincarbonsäureesters mit Sulfurylchlorid einen
3 -Amino - 5,6 - dichlorpyrazincarbonsäureester. Diese Verbindung reagiert mit Ammoniak in Dimethylsulfoxid
als Lösungsmittel unter Bildung von 3,5-Diamino-6-chlorpyrazincarbonsäuremethylester.
Durch Umsetzung mit einem Amin bildet sich der 3,5-Diamino - 6 - chlorpyrazincarbonsäuremethylester. Die
Umsetzung wird gewöhnlich unter wasserfreien Bedingungen in einem Lösungsmittel, vorzugsweise
einem sekundären oder tertiären Alkohol, wie Propanol-2 oder tert.-Butylalkohol, durchgeführt (Methanol
und Äthanol sind nicht zu empfehlen).
Methode (b)
NH2NH2 Ri
Erhitzen Cl
NH
YS-C-NH-R2.
YS-C-NH-R2.
Cl
V-NH2
CONHNH2
V-NH2
,1— CONHNH — C — N — R2
NH
Hierin kann Y eine niedere Alkylgruppe oder Aralkylgruppe, wie die Benzylgruppe, bedeuten.
Die Hydrazidverbindung wird auf bekannte Weise hergestellt und mit einem 2-Methyl-2-thiopseudoharnstoff
erhitzt, der vorteilhaft in Dimethylsulfoxid gelöst worden ist. Das Endprodukt wird durch Abdestillieren
des Lösungsmittels unter vermindertem Druck und Extrahieren des Rückstandes mit wäßriger
Salzsäure gewonnen. Beim Kühlen des Extraktes
fällt das kristalline Hydrochlorid des Produktes aus. Gegebenenfalls kann der Extrakt mit einer Base neutralisiert
werden, wobei sich das Produkt in Form der freien Base abscheidet.
Methoden (c) und (d)
Zur Herstellung von (S-Amino-o-chlorpyrazinamido)-guanidin
kann nach der Methode (c) auch 3 - Amino - 6 - chlorpyrazincarbonsäurehydrazid mit
Cyänamid umgesetzt werden, oder es wird nach der Methode (d) 2-Methyl-6-chlor-4H-pyrazino-[2,3-d][l,3]-oxazin-4-on
mit Aminoguanidin umgesetzt und-das erhaltene S-Acetamido-o-chlorpyrazinamido-guanidin
hydrolysiert.
Aus den nach den Verfahren (a), (b), (c) oder (d) erhaltenen Verbindungen können' dann in an sich
bekannter Weise die pharmazeutisch verwendbaren Salze hergestellt werden.
B eispiel 1
(3-Amino-6-chlorpyrazinamido)-guanidin-
(3-Amino-6-chlorpyrazinamido)-guanidin-
hydrochlorid
StufeA
Herstellung von S-Amino-o-chlorpyrazin-
Herstellung von S-Amino-o-chlorpyrazin-
carbonsäuremethylester . ,
Ein mit mechanischem Rührer, Thermometer und Gaseinleitungsrohr versehener 5-1-Dreihalskolben
wird mit einem (etwa 380C) warmen Gemisch aus 3180 ml Wasser und 750 ml Eisessig beschickt, worauf
man 90 g (0,588 Mol) 3-Aminopyrazincarbonsäuremethylester
zusetzt. Der Rührer wird in Betrieb gesetzt und das Gemisch auf 41° C erhitzt, wobei
der gesamte Ester in Lösung geht. Die Lösung wird im Eisbad etwas unter 40° C gekühlt. Unter starkem
Rühren werden im Verlaufe von 25 Minuten 140 g Chlor in die Lösung eingeleitet. Nach 5 Minuten'
beginnt sich ein Niederschlag zu bilden, der am Ende der Reaktion voluminös wird. Während der Umsetzung
sinkt die Temperatur auf 20 bis 25° C. Der nahezu weiße Niederschlag von S-Chloramino-o-chlorpyrazincarbonsäuremethylester
wird abfiltriert und mit wenig Eiswässer gewaschen. Eine geringe Menge
dieses Stoffes zeigt nach dem Umkristallisieren aus warmer Essigsäure einen Schmelzpunkt von 1420C
(Zersetzung).
Analyse: C6H5Cl2N3O2.
Berechnet ... C 32,46, H 2,27, N 18,93,
Cl (insgesamt) 31,94%;
Cl (reaktionsfähig) 15,97%; gefunden ... C 32,82, H 2,34, N 18,90,
Cl (insgesamt) 32,09%;
Cl (reaktionsfähig) 16,06%.
Der feuchte 3-Chloramino-6-chlorpyrazincarbonsäuremethylester
wird in einem 4-1-Becherglas zusammen mit einer Lösung von 150 g Natriumbisulfit
in 900 ml Wasser V2 Stunde gerührt. Durch Zusatz· von Eis wird die Temperatur des Gemisches auf
250C gehalten. Der hellgelbe S-Amino-o-chlorpyrazincarbonsäuremethylester
wird abfiltriert, in 150 ml Eiswasser suspendiert und nochmals abfiltriert. Dieses
Verfahren wird noch zweimal mit je 150 ml Eiswasser und einmal mit 50 ml kaltem Isopropylalkohol
wiederholt. Nach dem Trocknen an der Luft erhält man 60 g S-Amino-o-chlorpyrazincarbonsäuremethylester;
Fp. = 159 bis 161° C; Ausbeute 55%.
Analyse: C6H6ClN3O2.
Berechnet ... C 38,42, H 3,22, N 22,40, Cl 18,90%; gefunden ... C 38,81, H 3,54, N 22,83, Cl 18,39%.
Stufe B
Herstellung von Aminoguanidin-hydrochlqrid
Herstellung von Aminoguanidin-hydrochlqrid
275 g (2 Mol) Aminoguanidin-bicarbonat werden in einem mit Rührer ausgestatteten 5-1-Dreihalskolben
in 1500 ml Wasser suspendiert. Unter raschem Rühren
209509/433
wird das Gemisch auf dem Dampfbad auf 50 bis 6O0C erhitzt. Dann wird die Wärmequelle entfernt,
und man läßt zu dem Gemisch unter weiterem raschem Rühren im Verlauf von 30 Minuten langsam 12,2 n-Salzsäure
zufließen. Nach Zusatz von 300 ml (3,66 Mol) Salzsäure wird die Lösung zum Sieden erhitzt und das
Lösungsmittel abdestilliert. Die letzten Wasserspuren werden unter dem Vakuum einer Wasserstrahlpumpe
abgetrieben, wobei ein weißer fester Körper hinterbleibt. Dieser wird aus 4 1 absolutem Äthanol umkristallisiert
und an der Luft bei Raumtemperatur getrocknet. Man erhält 211 g Aminoguanidin-hydrochlorid;
Fp. = 160 bis 1620C; Ausbeute 95%.
In größerem Maßstab kann die Darstellung unter Verwendung eines Breies aus 500 g (3,64 Mol) Aminoguanidin-bicarbonat
und 200 ml Wasser erfolgen. Hierzu werden unter Rühren 330 ml (4 Mol) 37- bis 38% ige Salzsäure zugesetzt, bis die Lösung sauer
reagiert. Da die Reaktion endotherm verläuft, muß * Wärme zugeführt werden. Die Aufarbeitung erfolgt
wie oben beschrieben.
Stufe C
Herstellung von (3-Amino-6-chlorpyrazinamido)-guanidin-hydrochlorid
120 g (1,1 Mol) Aminoguanidin-hydrochlorid werden in einem durch ein Trockenrohr gegen die Atmosphäre
geschützten 3-1-Kolben in 2 1 siedendem absolutem Äthanol gelöst. Die Wärmequelle wird entfernt,
und es wird langsam unter raschem Umschwenken des Kolbens eine Lösung von Natriumäthylat (hergestellt
durch Lösen von 23 g (1,0 Mol) Natrium in 500 ml absolutem Äthanol unter wasserfreien Bedingungen)
zugesetzt. Es fällt Natriumchlorid als feiner weißer fester Körper aus. Das Gemisch wird
auf Raumtemperatur erkalten gelassen und schließlich mit 100 g (0,53 Mol) feingepulvertem 3-Amino-6-chlorpyrazincarbonsäuremethylester
versetzt. Der Kolben wird in einen rotierenden Vakuumverdampfer in einem Wasserbad von 25 bis 35° C eingesetzt und
das Reaktionsgemisch in 6 Stunden auf etwa 600 ml eingeengt. Dann wird das Reaktionsgefäß mit Stickstoff
gespült und das gelb-orangefarbene Gemisch ·■·. 20 Stunden bei Raumtemperatur in dem verstöpselten
Kolben stehengelassen.
Der leuchtend orangefarbene feste Körper wird abfiltriert und mit 400 ml kaltem absolutem Äthanol
verrührt. Nach dem Abfiltrieren wird der feste Stoff noch zweimal mit je 300 ml destilliertem Wasser
verrührt und filtriert. Nach der. letzten Filtration wird der Filterkuchen mit einem Kautschukstempel
so trocken wie möglich gepreßt und schließlich 20 Stunden im Vakuumofen bei 1000C getrocknet.
Man erhält 58 g (3-Amino-6-chlorpyrazinamido)-guanidin.
Diese Verbindung wird in einem Mörser fein gepulvert, mit 200 ml 6 η-Salzsäure gemischt und 15 Minuten
unter Rühren auf dem Dampfbad erhitzt. Das heiße Gemisch wird durch einen durch Dampf erhitzten
Glasfrittentrichter filtriert und das Filtrat auf O0C gekühlt. Das sich abscheidende Produkt wird
abfiltriert und dreimal aus je 400 ml eines Gemisches aus 3 Raumteilen Wasser und 7 Raumteilen Isopropylalkohol
unter gleichzeitiger Reinigung mit Entfärbungskohle (Darco) umkristallisiert. Man erhält 24 g
(3 - Amino - 6 - chlorpyrazinamido) - guanidin - hydrochlorid; Fp. = 277 bis 2780C (Zersetzung); Ausbeute
17%.
Analyse: C6H9Cl2N7O.
Berechnet:
Berechnet:
C 27,08, H 3,41, N 36,85, Cl 26,65%; gefunden:
C 27,22, H 3,80, N 36,81, Cl 26,50%.
C 27,22, H 3,80, N 36,81, Cl 26,50%.
Das Produkt fällt als Hydrochlorid an; man kann jedoch auch andere Salze herstellen, wie die folgenden:
(3-Amino-6-chlorpyrazinamido)-guanidin-
hydrogenmaleat
Man löst 2 g (0,008 Mol) S-Amino-o-chlorpyrazinamido)-guanidin-hydrochlorid
in 10 ml warmem Wasser und setzt eine Lösung von 3,5 g (0,03 Mol) Maleinsäure in 3 ml Wasser zu. Das sich beim Kühlen abscheidende
gelbe, maleinsäure Salz wird isoliert und aus Wasser umkristallisiert; Fp. = 210 bis 212°C
(Zersetzung).
Analyse: C10H12ClN7O5.
Berechnet ... C 34,74, H 3,50, N 28,36%; gefunden ... C 34,67, H 3,52, N 28,20%.
(3-Amino-6-chlorpyrazinamido)-guanidinsulfathydrat
Das obengenannte Salz wird erhalten, wenn man an Stelle der Maleinsäure 2 g (0,05 Mol) konzentrierte
Schwefelsäure verwendet. Fp. = 209 bis 2110C
(Zersetzung).
Analyse: C12H18Cl2N14O6S ■ H2O.
Berechnet ,.'. C 25,05, H 3,50, N 34,09%; gefunden .... C 25,69, H 3,77, N 34,25%.
(3-Amino-6-chlorpyrazinamido)-guanidinphosphathydrat
Das obengenannte Salz wird erhalten, wenn man an Stelle der Maleinsäure 6 ml Phosphorsäure verwendet.
Fp. = 280 bis 280,50C (Zersetzung).
Analyse: C18H27Cl3N21O7P · H2O.
Berechnet ... C 26,86, H 3,63, N 36,55%; gefunden ... C 26,68, H 3,76, N 36,44%.
(3-Amino-6-chlorpyrazinamido)-guanidin-
hydrochlorid ·
Stufe A
Herstellung von S-Amino-o-chlorpyrazincarbonsäure-hydrazid
94 g (0,50 Mol) des nach Beispiel 1, Stufe A, hergestellten S-Amino-ö-chlorpyrazincarbonsäuremethylesters
und 2,2 1 absolutes Äthanol werden in einem mit Rückflußkühler versehenen 3-1-Rundkolben auf
dem Dampfbad auf Rückflußtemperatur erhitzt. Sobald der Ester sich gelöst hat, werden zu der Lösung
32 g (1,0 Mol) Hydrazin zugesetzt, und die Rückflußbehandlung wird 2 Stunden fortgesetzt. Nach 10 Minuten
langem Sieden unter Rückfluß scheidet sich der größte Teil des Produktes aus dem Reaktionsgemisch ab. Am Ende der Erhitzungszeit wird das
Gemisch auf O0C gekühlt und das Produkt abfiltriert,
gut mit kaltem Äthanol gewaschen und getrocknet. Man erhält 94 g S-Amino-o-chlorpyrazincarbonsäurehydrazid;
Fp. = 218 bis 22O0C; Ausbeute 100%.
Durch Umkristallisieren aus Äthanol und anschließendes Sublimieren erhält man ein Material von nur
wenig verändertem Schmelzpunkt.
Analyse: C5H6ClN5O.
Berechnet ... C 32,01, H 3,22, N37;33%;
gefunden ... C 31,74, H 2,98, N 37,45%.
gefunden ... C 31,74, H 2,98, N 37,45%.
Stufe B
; Herstellung von (3-Amino-6-chlorpyrazinamido)-'■■■
guanidin-hydrochlorid
Ein mit mechanischem Rührer, Trockenrohr und Gaseinleitungsrohr versehener 1-1-Dreihalsrundkolben
wird mit 5,0 g (0,027 Mol) S-Amino-o-chlorpyrazincarbonsäurehydrazid
und 50 ml Dimethylsulfoxid beschickt. Das Gemisch wird unter Rühren und Hindurchleiten
eines langsamen Stickstoffstromes auf dem Dampfbad erhitzt, bis sich eine klare Lösung gebildet
*hat. Inzwischen werden 11g (0,036 Mol) 2-Methyl-2-thiopseudoharnstoffhydrojodid
in 150 ml Dimethylsulfoxid suspendiert und 2,65 g (0,049 Mol) Natriummethylat
zugesetzt. Das Gemisch wird auf dem Dampfbad erhitzt, bis sich eine klare Lösung gebildet hat.
Diese Lösung wird zu der obigen Hydrazidlösung zugesetzt und das Ganze unter Hindurchleiten eines
langsamen Stickstoffstromes 20 Stunden auf dem Dampfbad erhitzt.
Ein zweiter Ansatz von 11 g (0,036 Mol) 2-Methyl - 2 - thiopseudoharnstoffhydrojodid und 2,65 g
(0,049 Mol) Natriummethylat in 150 ml Dimethylsulfoxid wird, wie oben beschrieben, hergestellt und
zu dem Reaktionsgemisch zugesetzt. Das Erhitzen unter Stickstoff wird noch 24 Stunden fortgesetzt.
Dann wird der Kolben mit einer Vakuumdestillationsvorrichtung verbunden und das Dimethylsulfoxid
bei 1 mm Hg auf dem Dampfbad abdestilliert. Wenn kein Lösungsmittel mehr überdestilliert, hinter-.
bleibt in dem Reaktionsgefäß ein orangefarbenes Gel. Dieses wird in 100 ml 2%iger Salzsäure bei Raumtemperatur
gelöst und die Lösung bei Raumtemperatur mit Entfärbungskohle gereinigt und durch Zusatz
von 10%iger Natronlauge unter Rühren alkalisch α gemacht (bis zu einem pH-Wert von 11,5). Nach dem
Kühlen auf 0 bis 5° C wird der gelbe feste Niederschlag abfiltriert, in 5%iger Natronlauge suspendiert,
gerührt und nochmals abfiltriert. Dieses Verfahren wird noch zweimal mit destilliertem Wasser wiederholt,
und das Endprodukt wird abfiltriert und mit einem Kautschukstempel gepreßt, um so viel Wasser
wie möglich zu entfernen. Dann wird der feste Stoff mit 10 ml 10%iger Salzsäure gemischt, auf 00C
gekühlt und der Brei filtriert, auf dem Filter mit absolutem Isopropylalkohol gewaschen und schließlich
unter gleichzeitiger Reinigung mit Entfärbungskohle aus 33 ml eines Gemisches aus 3 Raumteilen
Wasser und 7 Raumteilen Isopropylalkohol umkristallisiert. Man erhält 3,3 g (S-Amino-o-chlorpyrazinamido)-guanidin-hydrochlorid;
Fp. = 277 bis 278° C (Zersetzung); Ausbeute 47%.
(3-Amino-6-chiorpyrazinamido)-guanidinhydrochlorid
Ein 1-1-Rundkolben wird mit einem Brei aus 25 g
(0,133 Mol) des nach Beispiel 2, Stufe A, hergestellten 3 - Amino - 6 - chlorpyrazincarbonsäurehydrazids und
400 ml absolutem Äthylalkohol beschickt. Nach Zusatz von 44 ml 10%iger Salzsäure wird das Ganze
auf dem Dampfbad auf Rückflußtemperatur erhitzt. Dann setzt man eine Lösung von 6,8 g (0,16 Mol)
Cyanamid in 25 ml absolutem Äthanol zu und erhitzt das Gemisch 5 Stunden auf Rückflußtemperatur.
Dann werden weitere 6,8 g (0,16 Mol) Cyanamid und 11 ml 36%ige Salzsäure zugesetzt, und das Erhitzen
auf Rückfluß temperatur wird 15 Stunden fortgesetzt. Dann wird der Kolben mit einem mechanischen
Rührer versehen und die Lösung unter raschem Rühren auf 100C gekühlt. Nach Zusatz von 20 ml
15normaler Ammoniaklösung wird noch 15 Minuten weitergerührt und gekühlt, worauf ein gelber fester
Körper ausfällt. Dieser wird abfiltriert, mit einem Kautschukstempel trockengepreßt und schließlich
mit 30 ml 10%iger Salzsäure versetzt und auf 0 bis 5° C gekühlt. Es fällt (3-Amino-6-chlorpyrazinamido)-guanidin-hydrochlorid
als gelber fester Körper aus.
Nach zweimaligem Umkristallisieren aus einem Gemisch aus 3 Raumteilen Wasser und 7 Raumteilen
Isopropylalkohol erhält man eine Ausbeute von 23,5 g (66%); Fp. = 277 bis 278°C (Zersetzung).
B e i s ρ i e 1 4
(3-Amino-6-chlorpyrazinamido)-guanidinhydrochlorid
Stufe A
Herstellung von S-Ammo-o-chlorpyrazincarbonsäure
150g (0,8MoI) des gemäß Beispiel 1, StufeA,
hergestellten 3 -Amino - 6 - chlorpyrazincarbonsäuremethylesters werden zu 800 ml 2,5 n-Natronlauge
zugesetzt, und das Gemisch wird 1,5 Stunden auf dem Dampfbad gerührt. Die erhaltene Suspension
des Natriumsalzes der Pyrazincarbonsäure wird gekühlt und filtriert. Das Salz wird in 2400 ml siedendem
Wasser gelöst und die Lösung filtriert und mit konzentrierter Salzsäure angesäuert. Das Gemisch wird
gekühlt und der Niederschlag abfiltriert, mit Wasser gewaschen und im Ofen bei 700C getrocknet. Man erhält
127 g 3 - Amino - 6 - chlorpyrazincarbonsäure; Fp.= 172 bis 174°C (Zersetzung); Ausbeute 92%.
Nach dem Umkristallisieren aus Methanol schmilzt das Produkt bei 178,5 bis 179,5° C.
Analyse: C5H4ClN3O2.
Berechnet ... C 34,60, H 2,32, N 23,66%;
gefunden ... C 34,93, H 2,55, N 24,21%.
gefunden ... C 34,93, H 2,55, N 24,21%.
Stufe B
Herstellung von 2-Methyl-6-chlor-4H-pyrazino[2,3-d][l,3]oxazin-4-on
127 g (0,73 Mol) S-Amino-o-chlorpyrazincarbonsäure
und 550 ml Essigsäureanhydrid werden 1 Stunde unter Rühren auf dem Dampfbad erhitzt. Die Lösung
wird gekühlt und das auskristallisierende Produkt abfiltriert. Der feste Stoff wird mit 200 ml Äthylacetat
verrührt, wieder abfiltriert und im Vakuumexsikkator bis zur Gewichtskonstanz getrocknet. Man erhält
97 g 2 - Methyl - 6 - chlor - 4H - pyrazino[2,3 - d][l,3-oxazin-4-on; Fp. = 155 bis 1580C (Zersetzung); Ausbeute
67%. Nach dem Umkristallisieren aus Äthylacetat beträgt der Schmelzpunkt 158 bis 1600C
(Zersetzung).
Analyse: C7H4ClN3O2T
Berechnet ... C 42,55, H 2,04, N 21,27%;
gefunden ... C 42,59, H 2,14, N 21,19%.
gefunden ... C 42,59, H 2,14, N 21,19%.
Stufe C
Herstellung von (S-Acetamido-ö-chlorpyrazinamido)-guanidin
1 g (0,044 Mol) Natrium wird in 25 ml siedendem Äthylalkohol gelöst, und die Lösung wird zu einer
Lösung von 5 g (0,045 Mol) des nach Beispiel!, Stufe B, hergestellten Aminoguanidin-hydrochlorids
in 100 ml Äthylalkohol zugesetzt. Das als feiner weißer fester Körper ausfallende Natriumchlorid
wird unter wasserfreien Bedingungen abfiltriert.
Inzwischen werden 6 g (0,03 Mol) 2-Methyl-6-chlor-4H-pyrazino[2,3-d][l,3]oxazin-4-onin
125 ml siedendem Äthylacetat gelöst. Beim Vermischen der beiden Lösungen fällt sofort ein gelber fester Niederschlag aus.
Das Gemisch wird dann auf 0 bis 5° C gekühlt und der feste Körper abfiltriert und mit etwas Äthanol
gewaschen. Man erhält 1,2 g (S-Acetamido-o-chlorpyrazinamido)-guanidin;
Fp. = 204 bis 205° C (Zersetzung); Ausbeute 44%.
Analyse: C8H10ClN7O2.
Berechnet ... C 35,36, H 3,71, N 36,09%;
gefunden ... C 35,16, H 4,05, N 36,48%.
gefunden ... C 35,16, H 4,05, N 36,48%.
Stufe D
Herstellung von (3-Amino-6-chlorpyrazinamido)-guanidin-hydrochlorid
Das (3 -Acetamido - 6 - chlorpyrazinamido) - guanidin wird in 150 ml 5%iger Salzsäure aufgenommen und
15 Minuten auf dem Dampfbad erwärmt. Nach dem Kühlen auf Raumtemperatur wird die Lösung mit
10%iger Natronlauge (bis zu einem pH-Wert von 12) alkalisch gemacht und schließlich auf 0°C gekühlt.
Der gelbe feste Niederschlag wird abfiltriert, mit einem Kautschukstempei so trocken wie möglich gepreßt
und 16 Stunden bei 10O0C getrocknet. Man erhält 2,0 g (3 - Amino - 6 - chlorpyrazinamido) - guanidin;
Fp. = 333 bis 3340C (Zersetzung); Ausbeute 30%.
Dieses Material wird gründlich mit 5 ml 10%iger Salzsäure gemischt und auf 0 bis 5° C gekühlt. Das
feste Hydrochlorid wird abfiltriert, mit kaltem Isopropylalkohol gewaschen und schließlich unter gleichzeitiger
Reinigung mit Entfärbungskohle aus 30 ml eines Gemisches aus 3 Raumteilen Wasser und 7 Raumteilen Isopropylalkohol umkristallisiert. Man erhält
1,8 g (3 - Amino - 6 - chlorpyrazinamido) - guanidinhydrochlorid; Fp. = 277 bis 278°C (Zersetzung); Umwandlungsgrad
75%.
Die Identifizierung der gemäß Beispiel 1 bis 4 gewonnenen Produkte erfolgt nach chemischen und
physikalischen Methoden. /^^
l-(3-Amino-6-chlorpyrazinamido)-3-methylguanidinhydrochlorid
1,5 g (0,065 Mol) Natrium werden in 35 ml absolutem Äthanol gelöst, und die Lösung wird mit einer Lösung
von 15 g (0,070 Mol) l-Amino-3-methylguanidin-hydrojodid
in 150 ml siedendem absolutem Äthanol versetzt. Nach dem Kühlen auf Raumtemperatur
werden zu der Lösung 7,5 g (0,040 Mol) des nach nach Beispiel 1, Stufe A, hergestellten S-Amino-o-chlorpyrazincarbonsäuremethylesters
zugesetzt. Das Gemisch wird im Vakuum bei Raumtemperatur in einem rotierenden Verdampfer auf 100 ml eingeengt. Nach
20 Stunden langem Stehenlassen bei Raumtemperatur wird der gelbe feste Niederschlag abfiltriert, mit
100 ml Äthylalkohol und dann mit 200 ml Wasser gewaschen. Nach 20 Stunden langem Trocknen bei
100° C wird das Produkt mit 3 ml 10%iger Salzsäure versetzt und auf 0 bis 50C gekühlt. Das sich abscheidende
1 - (3 - Amino - 6 - chlorpyrazinamido)-3-methylguanidin-hydrochlorid
wird abfiltriert und aus einem Gemisch aus 7 Raumteilen Isopropylalkohol und 3 Raumteilen Wasser umkristallisiert; Fp. = 252
bis 253° C (Zersetzung).
Analyse: C7H11Cl2N7O.
Berechnet ... C 30,01, H 3,96, N 35,01%; gefunden ... C 30,26, H 4,13, N 34,88%.
l-(3-Amino-6-chlorpyra'zinamido)-3-(2-hydroxyäthyl)-guanidin-hydrochlorid
Stufe A
Herstellung von l-Amino-3-(2-hydroxyäthyl)-guanidin-hydrochlorid
23 g (0,10 Mol) S-Methyl-S-thioisosemicarbazid-hydrojodid
werden in 150 ml siedendem absolutem Äthanol gelöst. Die Lösung wird im Verlauf von
10 Minuten mit 6,5 g (0,10 Mol) 2-Hydroxyäthylamin in kleinen Anteilen versetzt. Während dieses Zusatzes
findet eine heftige Entwicklung von Methylmercaptan statt. Schließlich wird die Lösung noch 2 Stunden
auf Rückflußtemperatur erhitzt, um die Umsetzung zu vervollständigen, und dann auf Raumtemperatur
gekühlt. Man erhält l-Amino-3-(2-hydroxyäthyl)-guanidin-hydrojodid.
Stufe B
Herstellung von l-(3-Amino-6-chlorpyrazinamido)-3-(3-hydroxyäthyl)-guanidin-hydrochlorid
2,1 g (0,09 Mol) Natrium werden in 50 ml absolutem Äthanol gelöst, und die Lösung wird mit einer Lösung
von 25 g (0,10 Mol) l-Amino-3-(2-hydroxyäthyl)-guanidin-hydrojodid
in 150 ml absolutem Äthanol versetzt. Zu dieser Lösung werden 10 g (0,05 Mol) des
nach Beispiel 1, Stufe A, hergestellten S-Amino-o-chlorpyrazincarbonsäuremethylesters
zugesetzt, und das Gemisch wird im Vakuum bei Raumtemperatur in einem rotierenden Verdampfer auf 50 ml eingeengt.
Nach dem Stehenlassen über Nacht bei Raumtemperatur versetzt man mit 50 ml Wasser und
.—Jcühlt das Gemisch auf 0 bis 5° C. Der orangefarbene
feste Niederschlag wird abfiltriert und gut mit Wasser gewaschen. Der feste Körper wird in 20 ml 10%iger
Salzsäure gelöst und die Lösung mit Entfärbungskohle gereinigt, mit 10%iger Natronlauge alkalisch gemacht
und auf 0 bis 5° C gekühlt. Das Produkt fällt als gelber fester Niederschlag aus und wird mit 2 ml
10%iger Salzsäure versetzt. Das Gemisch wird auf 0 bis 50C gekühlt und der sich dabei ausscheidende
feste Stoff abfiltriert und aus einem Gemisch aus 3 Raumteilen Wasser und 7 Raumteilen Isopropylalkohol
umkristallisiert. Man erhält l-(3-Amino-
6 - chlorpyrazinamido) - 3 - (2 - hydroxyäthyl) - guanidinhydrochlorid;
Fp. = 243 bis 244° C (Zersetzung).
Analyse: C8H13Cl2N7O2.
Berechnet ... C 30,98, H 4,22, N 31,62%;
gefunden ... C 30,97, H 4,27, N 31,52%.
gefunden ... C 30,97, H 4,27, N 31,52%.
l-(3-Amino-6-chlorpyrazinamido)-3-aminoguanidin-hydrochlorid
1,9 g (0,083 Mol) Natrium werden in 50 ml absolutem Äthanol gelöst, und die Lösung wird zu einer
Lösung von 18,5 g (0,085 Mol) 1,3-Diaminoguanidinhydrojodid in 200 ml siedendem absolutem Äthanol
zugesetzt. Die Lösung wird auf Raumtemperatur gekühlt und mit 8,5 g (0,045 Mol) des nach Beipiel 1,
Stufe A, hergestellten S-Amino-o-chlorpyrazincarbonsäuremethylesters
versetzt, worauf das Gemisch bei Raumtemperatur im Vakuum in einem rotierenden Verdampfer auf 100 ml eingeengt wird. Das Gemisch
wird dann 20 Stunden bei Raumtemperatur stehengelassen und der gelborangefarbene Niederschlag
■ab'filtriert, zunächst mit 200 ml kaltem Äthanol und
dann mit 200 ml Wasser gewaschen. Der gelbe feste Körper wird in 200 ml heißer 5%iger Salzsäure gelöst
und die Lösung mit Entfärbungskohle gereinigt, filtriert und auf 0 bis 50C gekühlt. Man erhält
1 - (3 -Amino - 6 - chlorpyrazinamido) - 3 - aminoguanidin-,|iydrochlorid
in Form hellgelber Nadeln. Das Produkt ^ird aus einem Gemisch aus Isopropylalkohol und
Wasser umkristallisiert; Ausbeute 2,0 g = 16%; Fp..= 266 bis 267°C (Zersetzung).
Analyse: C6H10Cl2N8O.
Berechnet ... C 25,63, H 3,59, N 39,86%;
gefunden ... C 25,91, H 3,64, N 39,79%.
gefunden ... C 25,91, H 3,64, N 39,79%.
(3,5-Diamino-6-chlorpyrazinamido)-guanidin
Stufe A
Stufe A
füllte Kolonne gegossen. Die Kolonne wird mit 25 1 heißem Acetonitril gewaschen, und die vereinigten
Eluate werden im Vakuum auf 6 1 eingeengt und auf 5° C gekühlt. Die sich abscheidenden Kristalle werden
abfiltriert, dreimal mit kaltem Acetonitril gewaschen und an der Luft bis zur Gewichtskonstanz getrocknet.
Die Ausbeute an S-Amino-S.o-dichlorpyrazincarbonsäuremethylester
in Form von gelben Kristallen beträgt 724 g (Gewinnung 82%; Gesamtausbeute 66%); Fp. = 230 bis 234°C. Nach weiterem Umkristallisieren
aus Acetonitril besitzt das Produkt einen Schmelzpunkt von 233 bis 234° C.
Analyse: C6H5Cl2N3O2.
j. Berechnet:
C 32,46, H 2,27, N 18,93, Cl 31,94%;
gefunden:
C 32,83, H 2,35, N 19,12, Cl 31,94%.
gefunden:
C 32,83, H 2,35, N 19,12, Cl 31,94%.
Herstellung von S-
carbonsäuremethylester
765 g (5 Mol) 3-Aminopyrazincarbonsäuremethylester werden in 5 1 trockenem Benzol suspendiert.
Unter Rühren werden bei wasserfreien Bedingungen 1,991 (3318 g oder 24,58 Mol) Sulfurylchlorid im
Verlauf von 30 Minuten zugesetzt, worauf man noch 1 Stunde rührt. Hierbei steigt die Temperatur auf
5O0C und beginnt dann zu sinken. Das Gemisch wird vorsichtig auf Rückflußtemperatur (600C) erhitzt,
5 Stunden unter Rückfluß gehalten und dann über Nacht bei Raumtemperatur gerührt. Das überschüssige
Sulfurylchlorid wird bei Atmosphärendruck abdestilliert (die Destillation wird unterbrochen, wenn
die Dampftemperatur 78° C erreicht). Das dunkelrote Gemisch wird auf 6° C gekühlt. Die Kristalle werden
abfiltriert, durch Verdrängung zweimal mit je 100 ml (80C) kaltem Benzol gewaschen, dann mit 300 ml
Petroläther gewaschen und im Vakuum bei Raumtemperatur getrocknet. Man erhält 888 g 3-Amino-5,6-dichlorpyrazincarbonsäuremethylester
in Form von roten Kristallen; Ausbeute 80%; Fp. = 228 bis 23O0C. Das Rohprodukt wird in 561 siedendem
Acetonitril gelöst und die Lösung durch eine auf 70 bis 800C erhitzte, mit 444 g Entfärbungskohle ge-Stufe
B
Herstellung von S^-Diamino-o-chlorpyrazincarbonsäuremethylester
Ein mit Rührer, Thermometer und Gaseinleitungsrohr versehener 2-1-Dreihalskolben wird mit 11 trockenem
Dimethylsulfoxid beschickt. Man setzt 100 g (0,45 Mol) S-Amino-Sjo-dichlorpyrazincarbonsäuremethylester
zu und erhitzt das Gemisch unter Rühren auf dem Dampfbad auf 65° C, bis Lösung eingetreten
ist. Dann wird unter ständigem Rühren im Verlauf . von 45 Minuten trockenes gasförmiges Ammoniak
in die Lösung eingeleitet, wobei die Temperatur auf 65 bis 700C gehalten wird. Die Lösung wird unter
weiterem Rühren auf 100C gekühlt, und es wird
weitere IV4 Stunden gasförmiges Ammoniak eingeleitet.
Das gelbe Reaktionsgemisch wird unter Rühren in 2 1 kaltes Wasser gegossen und der hellgelbe
. feste Niederschlag abfiltriert, gründlich mit Wasser gewaschen und im Vakuumexsikkator getrocknet.
Man erhält 82,5 g S.S-Diamino-o-chlorpyrazincarbonsäuremethylester;Ausbeute91%;Fp.
= 210bis212°C. Durch Umkristallisieren aus Acetonitril steigt der Schmelzpunkt auf 212 bis 213° C.
Analyse: C6H7ClN4O2.
Berechnet ... C 35,57, H 3,48, N 27,65%;
gefunden ... C 35,80, H 3,38, N 28,01%.
gefunden ... C 35,80, H 3,38, N 28,01%.
Stufe C
Herstellung von S^-Diamino-o-chlorpyrazinamido)-
guanidin .
Eine Lösung von 0,10 Mol Natriumäthylat in Äthylalkohol wird durch Lösen von 2,3 g (0,10 Mol)
Natrium in 100 ml absolutem Äthylalkohol hergestellt. Diese Lösung wird im Verlauf einer Stunde
unter Rühren zu einer am Rückflußkühler siedenden Lösung von 11,1 g (0,10 Mol) Aminoguanidin-hydrochlorid
und 10,0 g (0,05 Mol) 3,5-Diamino-6-chlorpyrazincarbonsäuremethylester in 500 ml absolutem
Äthylalkohol in einem mit Rührer, Rückfiußkühler, Trockenrohr und Tropftrichter ausgestatteten 1-1-Dreihalsrundkolben
zugetropft. Nach beendetem Zusatz wird das Gemisch noch 22 Stunden unter Rühren auf Rückflußtemperatur erhitzt. Schließlich wird das
Gemisch auf 0 bis 5° C gekühlt. Der gelbe feste Niederschlag wird abfiltriert. Zwecks Reinigung wird das
Material in 25 ml warmer 10%iger Salzsäure gelöst,
209509/433
zweimal durch Entfärbnngskohle filtriert und wieder
ausgefällt, indem das Filtrat mit verdünnter Natronlauge alkalisch gemacht wird. Ausbeute 1,4 g (= 12%)
an (3,5 - Diamino - 6 - chlorpyrazinamido) - guanidin in Form eines gelben festen Körpers; Fp. = 281 bis
2820C (Zersetzung).
Analyse: C6H9ClN8O.
Berechnet ... C 29,45, H 3,71, N 45,81%;
gefunden ... C 29,46, H 3,96, N 45,96%.
gefunden ... C 29,46, H 3,96, N 45,96%.
(S-Amino-S-dimethylamino-o-chlorpyrazinamidoJ-guanidin
Stufe A
Herstellung von 3-Amino-5-dimethylamino-6-chlorpyrazincarbonsäuremethylester
Ein mit Rührer und durch ein Trockenrohr geschütztem Rückflußkühler versehener 5-1-Dreihalskolben
wird mit 178 g (0,8 Mol) 3-Amino-5,6-dichlorpyrazincarbonsäuremethylester (hergestellt nach Beispiel
8, Stufe A) und 1,11 Isopropylalkohol beschickt. Die Suspension wird unter Rühren mit einer Lösung
von 200 g (4,44 Mol) Dimethylamin in 2 1 Isopropylalkohol versetzt, und das Gemisch wird dann 1 Stunde
auf Rückflußtemperatur erhitzt. Die Lösung wird im Eisbad gekühlt und der kristalline Niederschlag abfiltriert
und getrocknet. Die Ausbeute an 3-Amino-5 - dimethylamino - 6 - chlorpyrazincarbonsäuremethylester
beträgt 177,2 g = 97%; Fp. = 145 bis 146,5° C. Durch Umkristallisieren aus Methanol erhält man ein
Material mit einem Schmelzpunkt von 145,5 bis 146,5° C.
Analyse: C8H11ClN4O2.
Berechnet ... C 41,66, H 4,81, N 24,29%;
gefunden ... C 41,73, H 4,52, N 24,24%.
gefunden ... C 41,73, H 4,52, N 24,24%.
Stufe B
Herstellung von (S-Amino-S-dimethylamino-6-chlorpyrazinamido)-guanidin
Ein mit Rührer, Stickstoffeinleitungsrohr und durch ein Calciumrohr geschütztem Wasserkühler versehener
500-ml-Rundkolben wird mit 200 ml wasserfreiem Methanol und 4,6 g Natrium beschickt. Wenn die
Umsetzung beendet ist, setzt man 24 g (0,218 Mol) Aminoguanidin-hydrochlorid zu und erhitzt das Gemisch
5 Minuten auf Rückflußtemperatur. Dann wird das Reaktionsgemisch mit 14,6 g (0,063 Mol)3-Amino-5
- dimethylamino - 6 - chlorpyrazincarbonsäuremethylester versetzt und weitere 50 Minuten erhitzt. Das
Reaktionsgemisch wird durch Destillation unter vermindertem Druck auf 50 ml eingeengt und dann
über Nacht unter Stickstoff im Kühlschrank aufbewahrt. Das sich abscheidende Produkt wird abfiltriert,
auf dem Filter mit Methanol und dann mit Wasser gewaschen und schließlich in 200 ml Wasser,
die eine zur Lösung ausreichende Menge Salzsäure enthalten, gelöst. Nach dem Filtrieren wird das
Produkt aus dem Filtrat durch Zusatz von 5%iger wäßriger Natronlauge bis zu einem pH-Wert von 9
ausgefällt. Der feste Körper wird getrocknet und mit warmem Acetonitril gewaschen. Man erhält 5,5 g
(3 - Amino - 5 - dimethylamino - 6 - chlorpyrazinamido)-guanidin; Ausbeute 32%; Fp. = 221°C.
Analyse: C8H13ClN8O.
Berechnet:
Berechnet:
C 35,23, H 4,80, N 41,09, Cl 13,00%; gefunden:
C 34,73, H 4,87, N 41,36, Cl 13,08%.
Beispiel 10
(S-Amino-S-isopropylamino-o-chlorpyrazinamido)-guanidin-hydrochlorid
Stufe A
Herstellung von 3-Amino-5-isopropylamino-6-chlorpyrazincarbonsäuremethylester
Ersetzt man im Beispiel 9, Stufe A, das Dimethylamin
durch eine äquivalente Menge Isopropylamin und erhitzt man % Stunde auf Rückflußtemperatur,
so erhält man eine 70%ige Ausbeute an 3-Amino-5 - isopropylamino- 6-chlorpyrazincarbonsäuremethylester,
der nach dem Umkristallisieren aus Propanol-2 bei 125,5 bis 126,5°C schmilzt.
Analyse: C9H13ClN4O2.
Berechnet ... C 44,18, H 5,36, N 22,90%; gefunden ..'. C 43,82, H 5,18, N 22,62%.
Stufe B
Herstellung von (S-Amino-S-isopropylamino-6-chlorpyrazinamido)-guanidin-hydrochlorid
Ein mit Rührer, Stickstoffeinleitungsrohr und einem mit Trockenrohr ausgestatteten Wasserkühler versehener
500-ml-Rundkolben wird mit 250 ml wasserfreiem Methanol und 4,6 g (0,20-g-Atom) Natrium
beschickt. Nach beendeter Umsetzung werden 24 g (0,128 Mol) Aminoguanidin-hydrochlorid zugesetzt.
Dann wird das Gemisch 5 Minuten auf Rückflußtemperatur erhitzt, gekühlt und filtriert, um das
Natriumchlorid zu entfernen. Das Filtrat wird mit 12,3 g (0,05 Mol) S-Amino-S-isopropylammo-o-chlorpyrazincar-bonsäuremethylester
versetzt, 1 Stunde auf Rückflußtemperatur erhitzt, im Vakuum auf 50 ml eingeengt und über Nacht im Kühlschrank aufgehoben.
Das sich dabei abscheidende Produkt wird abfiltriert und zwecks Reinigung in verdünnter Salzsäure
gelöst und wieder mit verdünnter Natronlauge* ausgefällt. Das feste Produkt (5,5 g; 38%) wird in
der geringstmöglichen Menge warmer verdünnter Salzsäure gelöst und dann filtriert. Beim Kühlen
scheidet sich (S-Amino-S-isopropylamino-o-chlorpyrazinamido)
- guanidin - hydrochlorid ab; Fp. = 229 bis 2310C.
Analyse: C9H15ClN8O · HCl.
Berechnet:
C 33,45, H 4,68, N 34,67, Cl 21,94%; gefunden:
C 33,30, H 4,82, N 34,87, Cl 21,86%.
6c Beispiele 11 bis 14
Weitere 3-amino-5-substituierte Amino-6-chlorpyrazincarbonsäuremethylester
können nach dem im Beispiel 8, Stufe A, beschriebenen Verfahren hergestellt
werden. In jedem dieser Fälle wird das im Beispiel 8,
Stufe A, verwendete Dimethylamin durch ein entsprechend substituiertes Amin ersetzt und mit 3-Amino
5,6-dichlorpyrazincarbonsäuremethylester umgesetzt.
Das Molverhältnis der Reaktionsteilnehmer ist gewöhnlich das gleiche wie im Beispiel 8, d. h. 1 Mol
Ester auf 5 Mol Amin. Die Umsetzung kann aber auch schon mit 2 Mol Amin durchgeführt werden.
Die Reaktionszeiten, das Kristallisationslösungsmittel und die Ausbeuten sind der Tabelle B zu entnehmen.
Alle anderen Reaktionsbedingungen sind etwa die gleichen wie im Beispiel 8, Stufe A, falls nichts anderes
angegeben ist.
Die entsprechend Beispiel 8, Stufe A, erhaltenen 3,5 - Diamino - 6 - chlorpyrazincarbonsäuremethylester
reagieren mit Aminoguanidin unter Bildung des entsprechenden (3,5 - Diamino - 6 - chlorpyrazinamido)-guanidins
entsprechend dem Verfahren des Beispiels 1, Stufe C.
Während der 3,5-Diaminopyrazincarbonsäuremeihylester
und das Aminoguanidin-hydrochlorid im allgemeinen in den gleichen molaren Verhältnissen wie
im Beispiel 1, Stufe C, angewandt werden, ist dieses Verhältnis jedoch nicht kritisch und kann innerhalb
eines weiten Bereiches variieren. Alle anderen Reaktionsbedingungen sind im wesentlichen die gleichen
wie im Beispiel 1, Stufe C.
Die so erhaltenen Verbindungen der allgemeinen Formel I, bei denen R2 ein Wasserstoffatom bedeutet,
sind ebenfalls in der folgenden Tabelle B wiedergegeben.
| Bei spiel |
Ri | Re aktions zeit*) Std. |
Kristallisations- lösungs mittel*) |
Aus beu te*) % |
Fp1 0C | Empirische Formel | A | berechnet gefunden |
nalyse C |
H | N |
| 11 | CH3(CH2UN | 1U | Cyclohexan | 72 | 100,5 bis 102,5 | C11H17ClN4O2 | berechnet gefunden |
48,44 48,27 |
6,28 6,09 |
20,54 20,45 |
|
| 12 | V2 | Propanol-2 | 95 | 168 bis 171 | C10H13ClN4O2 | berechnet gefunden |
46,78 47,01 |
5,10 4,95 |
21,83 21,86 |
||
| 13 | ό ■ | V4 | Propanol-2 | 75 | 109 bis 111 | C12H17ClN4O2 | berechnet gefunden |
50,61 50,54 |
6,02 5,79 |
19,68 19,60 |
|
| 14 | N N-CH3 | 20 | Propanol-2 | 88 | 186 bis 188 | C11H16ClN5O2 | 46,23 46,36 |
5,64 5,49 |
24,51 24,02 |
*) Bezieht sich auf die Herstellung der als Zwischenprodukte benötigten Methylester der allgemeinen Formel II.
Claims (1)
1. (3-Amino-6-chlor-pyrazinamido)-guanidine der allgemeinen Formel I
NH,
NH
(I) CO —NH-NH-C —NH-R,
10
Family
ID=
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