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DE1469719C - Isolierung von metallisierbaren schwarzen Monoazofarbstoffen - Google Patents

Isolierung von metallisierbaren schwarzen Monoazofarbstoffen

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Publication number
DE1469719C
DE1469719C DE1469719C DE 1469719 C DE1469719 C DE 1469719C DE 1469719 C DE1469719 C DE 1469719C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dyes
black
mordant black
spray drying
mordant
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Dr. Kurt; Müller Dr. Gerd; 5000 Köln-Flittard; Blum Dipl.-Ing. Walter 5060 Bensberg; Raab Dr. Hans; Steinmetz Dipl.-Ing. Günther; 5000 Köln Breig
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG

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Description

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Die Aufarbeitung der metallisierbaren schwarzen produkt, wenn man den gewünschten Farbton und Monoazofarbstoffe C. I. Mordant Black 9 und C. I. die gewünschte Farbstärke durch entsprechende Zu-Mordant Black 7 (Colour Index, 2. Auflage, 1.956, sätze in einem bestimmten Verhältnis bereits im C. I. Nr. 16500 und 16505) durchläuft vom Zeit- Reaktionsgefäß, in dem der Farbstoff anfällt, einpunkt der Fertigstellung bis zum verkaufsfertigen 5 stellt. Dies trifft insbesondere auch auf die oben erEndprodukt mehrere Stufen. Zunächst werden die wähnten Mischungen der beiden Farbstoffe zu, sei es Farbstoffe im wäßrigen Medium unmittelbar nach daß diese durch Mischen zweier Reaktionslösungen Abschluß der Kupplung kongosauer gestellt, da sie oder -anschlämmungen der Einzelfarbstoffe oder sich infolge ihrer Empfindlichkeit gegen Luftoxyda- durch Mischkupplung in einem einzigen Reaktionstion im alkalischen Kupplungsmedium zersetzen. io gefäß erhalten worden sind. Nach eventueller Zu-Durch Zugabe einer bestimmten Salzmenge erfolgt gäbe der Zusätze, wie Stellmaterialien und Nuancierdann die Abscheidung oder Ausfällung der Färb- farbstoffe, wird die Farbstoffanschlämmung oder stoffe und anschließend die Isolierung in Filterpres- -lösung in einen pH-Bereich zwischen 4 und 6 gesen. Man erhält Farbstoffpasten, welche mit wech- bracht, um korrodierende Einflüsse auf den Trockenselndem Feuchtigkeitsgehalt anfallen. Die bei diesem 15 apparat zu verhindern, und danach durch eine Lei-Vorgang gleichzeitig anfallenden Mutterlaugen oder tung dem Zerstäubungstrockner zugeführt. Spriih-Ablaufbrühen enthalten in vielen Fällen noch erheb- trockner mit Druckzerstäubung liefern hierbei den liehe Mengen an gefärbten organischen Nebenpro- trockenen Farbstoff in einer staubarmen Granulatdukten und anorganischen Salzen. Nach den neuen form, die in der Handhabung und vielfach auch im Gesetzen zur Reinhaltung der Abwässer dürfen diese ao färberischen Verhalten der bisherigen Pulverform Ablaufbrühen den Farbstoffbetrieb nicht in ihrem überlegen ist. Im allgemeinen wird eine bessere Lösursprünglichen Zustand verlassen. Die Reinigung lichkeit der Farbstoffe erzielt,
oder Aufarbeitung der Ablaufbrühen stellt in vielen Das erfindungsgemäße Verfahren bietet darüber Fällen ein noch ungelöstes technisches Problem dar, hinaus den Vorteil, daß es wegen der weitgehenden dessen Bewältigung sehr kostspielig sein kann. as Automatisierung — im Vergleich zu den herkömm-
Die als Pasten anfallenden Farbstoffe werden nun liehen Verfahren der Isolierung von Farbstoffen —
der Trocknung zugeführt, wobei Aggregate, wie wesentlich weniger arbeitsaufwendig ist. Im übrigen
dampfbeheizte Walzen und Vakuumschränke, ver- stellt es eine ideale Lösung des immer dringlicher
wendet werden können. Nach dem Trocknen müssen werdenden Abwasserproblems dar, da keine Ablauf-
die Farbstoffe einem Mahl-und Mischvorgang unter- 30 brühen der Kupplungsreaktion mehr abgeleitet zu zogen werden, um sie in feiner, verpackungsfähiger— werden brauchen.
Pulverform zu erhalten und um die Herstellung Die Feststellung, daß ein solches Verfahren bei der
eines standardisierten Typs, d. h. eines Verkaufspro- technischen Herstellung von C. I. Mordant Black 9
duktes zu ermöglichen, das in immer gleichbleibender und C. I. Mordant Black 7 und deren Mischungen
Farbstärke und gleichbleibendem Farbton anfällt. Zu 35 angewendet werden kann, ist außerordentlich über-
diesem Zweck sind Zusätze an Stellmaterial, wie raschend, da angenommen v/erden mußte und bisher
Salz, Dextrin, Phosphate usw., sowie andere Färb- auch stets davon ausgegangen worden war, daß die
stoffe (Nuancierfarbstoffe) in geringen Mengen erfor- bei der Farbstoffherstellung entstehenden Nebenpro-
derlich. Sie geben dem Endprodukt den gewünschten dukte, welche bei der bisherigen Arbeitsweise vom
Farbton und die verlangte Stärke. 40 ausgefällten Farbstoff im Filtrat (Mutterlauge oder
Die Farbstoffe C. I. Mordant Black 9 und C. I. Ablaufbrühe) abgetrennt wurden, die Qualität bzw,
Mordant Black 7 sind im übrigen nicht nur als Indi- die färberischen Eigenschaften des Endfarbstoffes in
viduen, sondern auch im Gemisch miteinander unter unerwünschter Weise beeinträchtigen würden. Es hat
Zusatz geeigneter Stellmittel und Nuancierfarbstoffe sich nun aber gezeigt, daß diese Qualitätsminderung
im Handel. Da sich diese Mischungen durch hervor- 45 wider Erwarten nicht eintritt.
ragende Echtheitseigenschaften, wie Lichtechtheit, Aus der deutschen Patentschrift 285322 ist be-
Pottingechtheit und Naßechtheiten, der nachchromier- kannt, Farbstoff-Leukoverbindungen, die bis dahin
ten Wollfärbungen auszeichnen, haben sie ebenso wie durch Eindampfen in einem indifferenten Gasstrom
die Einzelfarbstoffe einen bedeutenden Eingang in oder einem Vakuum getrocknet worden waren, nun-
die Praxis gefunden. 50 mehr in der Weise einzudampfen, daß man die
Die Vorgänge des Abtrennens der Farbstoffe aus Leukoverbindungen zu feinsten Nebeln zerstäubt und
ihren wäßrigen Kupplungslösungen, des Trocknens, diesen Nebeln einen heißen Gas- oder Luftstrom ent-
Mischens und Mahlens sind zeitraubend und erfor- gegenführt. Die Problemstellung bestand bei jener
dern einen nicht unbeträchtlichen Arbeitsaufwand, Erfindung also darin, ein rationelleres Verfahren zum
der zudem mit physiologisch sehr unerwünschten Be- 55 Eindampfen von Lösungen oder pastösen Zuberei-
lästigungen (Schmutz und Staub) verbunden ist. tungen von Leukoverbindungen von Farbstoffen zu
Es wurde nun gefunden, daß man zur Isolierung finden. Das Problem wurde mit der Zerstäubungsder genannten Farbstoffe die Vorgänge des Abschei- trocknung gelöst. Im Gegensatz hierzu sind die Farbdens der Farbstoffe aus ihren Entstehungslösungen, stoffe C. I. Mordant Black 9 und C. I. Mordant des Trocknens auf den oben geschilderten arbeitsauf- 60 Black 7 zuvor niemals durch Eindampfen der Kuppwendigen Aggregaten und gegebenenfalls auch des lungslösungen isoliert worden. Vielmehr hielt man Mischens und Mahlens vorteilhafterweise dadurch es bisher für notwendig, die Farbstoffe aus den jeweiausschalten kann, daß man die bei der Herstellung ligen Kupplungslösungen durch geeignete Maßnahder Farbstoffe anfallenden wäßrigen Farbstofflösun- men (Einstellen eines kongosauren Mediums und gen oder -anschlämmungen ohne vorherige Abtren- 65 Ausfällen mit Salz) abzutrennen und mit den Filternung der Farbstoffe unmittelbar der Zerstäubungs- brühen die bei der Kupplung auftretenden Nebentrocknung unterwirft. produkte bzw. nicht umgesetzte Ausgangsverbindun-
Man erhält hierbei sofort ein verkaufsfertiges End- gen ablaufen zu lassen. Diese Verfahren weisen mehr-
fache Nachteile auf, und es war aus den bereits dargelegten Gründen zu erwarten, daß eine Sprühtrocknung der Kupplungsbrühe diese Nachteile eher vergrößern statt verringern und die Qualität der Farbstoffe sehr nachteilhaft beeinträchtigen würde.
Beispiel 1
Der Farbstoff C I. Mordant Black 9 (Colour Index Nr. 16500) wird in bekannter Weise hergestellt. Die hierbei anfallende kongosaure Farbstoffanschlämmung wird durch Zugabe von Natriumacetatlösung auf pH 4 bis 6 abgestumpft und danach durch Entnahme einer Probe auf Farbstärke und Farbton geprüft. Entsprechend dem Ergebnis dieser Probe wird die erforderliche Menge an Stellmaterial und Nuancierfarbstoffen zugesetzt. Man läßt etwa 1 Stunde rühren und führt dann die Farbstoff anschlämmung dem Zerstäubungstrockner zu. Die Trocknung erfolgt nach den bei diesen Geräten üblichen Vorschriften. Danach erhält man. ein verkaufsfertiges Farbstoffpulver mit einem Restfeuchtigkeitsgehalt von 1 bis 3%>. Führt man die Zerstäubungstrocknung unter Druck bei 15 bis 20 atü durch, so fällt der Farbstoff in staubarmer Granulatform an, welche eine bessere Löslichkeit in Wasser besitzt als der nach herkömmlichem Verfahren isolierte Farbstoff.
Beispiel 2
Die nach Fertigstellung des Farbstoffes C. I. Mordant Black 7 (Colour Index Nr. 16505) anfallende kongosaure Farbstoffanschlämmung wird wie im Beispiel 1 beschrieben behandelt. In Abänderungen dieser Angaben kann man jedoch auch die auf pH 4 bis 6 abgestumpte Farbstoffanschlämmung dem Zerstäubungstrockner zuführen und die Einstellung mit Stellmaterialien und Nuancierfarbstoffen auf den standardisierten Verkaufstyp nach dem Trocknen in einer Mischtrommel vornehmen.
4
Beispiel 3
Um zu einer Mischung aus den Farbstoffen C. I. Mordant Black 9 und C. I. Mordant Black 7 zu gelangen, in der die Farbstoffe im Verhältnis etwa 32 bis 47 zu etwa 42·/», berechnet auf reinen Farbstoff, enthalten sind, mischt man die Diazokomponenten beider Farbstoffe im entsprechenden Verhältnis und führt dann die Kupplung analog dem Verfahren für ίο die Herstellung der Einzelfarbstoffe durch. Die dabei erhaltene Anschlämmung des Farbstoffgemisches wird gemäß Beispiel 1 der Zerstäubungstrocknung zugeführt.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Isolierung metallisierbarer schwarzer Monoazofarbstoffe, dadurch gekennzeichnet, daß man die bei der Herstellung von C. L Mordant Black 9 oder C. I.
so Mordant Black 7 oder Mischungen dieser beiden Farbstoffe anfallenden wäßrigen Farbstofflösungen oder -anschiämmungen ohne vorherige Abtrennung der Farbstoffe unmittelbar der Zerstäubungstrocknung unterwirft
»5
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den bei der Herstellung von C. I. Mordant Black 9 oder C. I. Mordant Black 7 oder Mischungen dieser beiden Farbstoffe anfallenden wäßrigen Farbstofflösungen oder -anschlämmungen vor der Sprühtrocknung Stellmittel und/oder Nuancierfarbstoffe zusetzt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man eine durch Mischkupplung erhaltene wäßrige Lösung oder Anschlämmung der Farbstoffe C. I. Mordant Black 9 und C.I. Mordant Black? ohne vorherige Abtrennung der Farbstoffe unmittelbar der Zerstäubungstrockung unterwirft
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Zerstäubungstrocknung in einem Sprühtrockner mit Druckzerstäubung durchführt.

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