DE1469002B - Verwendung von wasserlösliche Kieselsäure enthaltendem Natriumzirkonylsulfat zum Gerben - Google Patents
Verwendung von wasserlösliche Kieselsäure enthaltendem Natriumzirkonylsulfat zum GerbenInfo
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Description
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Es ist seit vielen Jahren bekannt, daß verschiedene salzes verbessern würde. Außerdem dürften die dort
Zirkoniumverbindungen zum Gerben von Fellen oder angegebenen Verfahrensvorschriften kaum die Bildung
Häuten unter Gewinnung von Leder verwendet werden merklicher Mengen an wasserlöslichem SiO2 ermögkönnen.
Obwohl derartige Verbindungen in gewissem liehen.
Maße benutzt wurden, verhinderten die im Vergleich 5 Die Herstellung eines wasserlösliche Kieselsäure
zu chrcmgegerbten Materialien relativ hohen Kosten enthaltenden Natriunizirkonylsulfats mit niedrigen
weitverbreitete Anwendung. Die Verwendung von Kosten durch Umsetzung von Natriumzirkonium-Zirkoniumgerbmitteln
blieb auch tatsächlich praktisch silikat mit konzentrierter Schwefelsäure ist im einauf
die Herstellung von teuren weißen oder hellfarbigen zelnen in Patent 1 261121 beschrieben. Zunächst wird
Lederarten beschränkt. io feinverteiltes Zirkon mit einer etwa äquimolaren
Nach der vorliegenden Erfindung wird ein Zir- Menge Natriumcarbonat unter Bildung von Natriumkoniumgerbmittel
verwendet, daß Chromgerbmitteln :·, zirkoniumsilikat geröstet. Beim zweiten Schritt wird
in bezug auf die Kosten nahekommt, So ist der Weg das trockene Natriumzirkoniumsilikat mit 1,5 bis
für die " ausgedehnte "Herstellung von hellfarbigen 2,5 Mol Schwefelsäure (als 66°Be Säure) pro Mol
beständig gegerbten Lederarten eröffnet, und viele 15 Natriumzirkoniumsilikat vermischt. Es tritt eine heftige
Probleme der Fertigstellung können vermieden werden. exotherme Reaktion ein. Das erhaltene Reaktions-
Die Erfindung, betrifft die Verwendung von wasser- produkt ist komplex und kann wahrscheinlich nicht
lösliche Kieselsäure ^enthaltendem Natriumzirkonyl- in einer chemischen Formel ausgedrückt werden. Es
sulfat, das durch Umsetzung von Natriumzirkonium- wurde jedoch gefunden, daß diese Produkte wassersilikat
mit konzentrierter Schwefelsäure bei einem 20 lösliche Zirkoniumprodukte entsprechend 24 bis 30 °/0
Molverhältnis von H2SO4 zu Natriumzirkoniumsilikat ZrO2 und 1 bis 5 °/0 wasserlösliche Kieselsäure entvon
1,5 bis 2,5 und bei Temperaturen über 125° C halten. Das nach dem oben beschriebenen zweiten
hergestellt worden ist und folgende Zusammensetzung Schritt erhaltene trockene Produkt wird anschließend
hat: 28 bis 31°/0 ZrO2, dabei 24 bis 30°/0 ZrO2 in einfach als »wasserlösliche Kieselsäure enthaltendes
wasserlöslicher Form, 13 bis 16°/o SiO2, dabei 1 bis 25 Natriumzirkonylsulfat« bezeichnet. Dieser Ausdruck
5°/0 SiO2 in wasserlöslicher Form, 34 bis 40% SO3, soll jedoch nicht genau die chemische Natur der
13 bis 16 °/„ Na2O und 0,5 bis 4 °/0 H2O zum Gerben Produkte beschreiben, sondern sie nur auf bequeme
tierischer Felle oder Häute. iZZi-;.· Art bezeichnen.
Die Herstellung von Natriumzirkonylsulfaten, ■ die .... .. Wie anschließend im einzelnen beschrieben wird,
geringe Mengen wasserlösliches SiO2 enthalten, sowie 3° sind "wäßrige Systeme von wasserlösliche Kieselsäure
deren Verwendung als Gerbmittel ist aus der fran- enthaltendem Natriumzirkonylsulfat zum Gerben sehr
zösischen- Patentschrift 977151 und der deutschen nützlich. Die bessere Gerbwirkung des erfindungs-Patentschrift
929 547, bekannt. Das. als Gerbmittel . gemäß verwendeten Natriumzirkonylsulfats gegenüber
zu verwendende Natriumzirkonylsulfat ist durch Be- Natriumzirkonsulfat, das unlösliche Kieselsäure enthandlung
von Natriumzirkoniumsilikat mit Schwefel- 35 hält, wie es in der französischen Patentschrift 977 151
säure in Gegenwart einer geringen Menge Wasser bei und der deutschen Patentschrift 929 547 beschrieben
vorzugsweise 110 bis 120° C hergestellt worden. Das wird, wird von Dr. I. C. Sommerville und Mit-Reaktionsprodukt
enthält das wasserlösliche Zir- arbeiter in Journal of Americ. Leather Chemists Assoc,
koniumsalz in einem voluminösen, praktisch unlös- 55 (1960), S. 670 bis 686, insbesondere S. 679 bis 681,
liehen Kieselsäuregel absorbiert. Die Körner des 40 F i g. 7 und 8 und entsprechenden Erörterungen,
praktisch unlöslichen Kieselsäuregels sind so groß, bestätigt.
daß sie nicht oder kaum in die Häute eindringen. Aus' '' Beispiel 1
diesen Patentschriften ergibt sich, daß durch Erhöhen
der Säurekonzentration und der Reaktionstemperatur 116,0 Teile zuvor bei einem pH-Wert von 1,8 ge-
die -Korngröße des Kieselsäuregels erhöht, seine Un- ■ 45 beizte, abgetropfte Ziegenhäute wurden mit 142 Teilen
löslichkeit vollständiger gemacht wird und sich die Wasser, 9,3 Teilen Natriumchlorid und 16,2 Teilen
hergestellte komplexe Zirkonverbindung längsamer in wasserlösliche Kieselsäure enthaltendem Natrium-Wasser
löst. Demgegenüber handelt es sich bei dem zirkonylsulfat in eine Trommel gesteckt. Letzteres
gemäß der vorliegenden Erfindung zu verwendenden enthielt 4,06 Teile lösliches ZrO2 und 0,55 Teile lös-Natriumzirkonylsulfat
um ein Material, das fast sofort 50 liches SiO2 oder, auf 100 Teile abgetropfte Häute,
in Wasser löslich ist und daher bei Verwendung in 14,0 Teile wasserlösliche Kieselsäure enthaltendes
einem Gerbbad unmittelbar für das Gerben zur Ver- Natriumzirkonylsulfat, enthaltend 3,5 Teile lösliches
fügung steht. ZrO2 und 0,47 Teile lösliches SiO2. Nach 3stündiger
Die französische Patentschrift 1124 218 beschreibt Behandlung in der Trommel wurde die Schrumpfdie
Herstellung eines Gerbbades durch Behandeln von 55 temperatur der Häute zu 90,4° C bestimmt. Dann
Alkalizirkoniumsilikat mit Schwefelsäure, die ver- wurde eine Lösung von 3,5 Teilen wasserfreiem
dünnt sein kann. Die Behandlung findet in einer Natriumacetat in 4,8 Teilen Wasser zu der Trommel
Gerbtrommel statt. Die Behandlung wird mit sehr hinzugegeben und das Drehen 20 Minuten fortgesetzt,
verdünnter Säure vorgenommen, und das Molverhält- Der pH-Wert des Trommelinhalts wurde dann durch
nis von Säure zum Alkalizirkoniumsilikat bewegt sich 60 Zugabe von etwa 30 Teilen einer etwa 5,5°/oigen
von 1,7 bis 2,5. Es ergibt sich aus dieser Patentschrift Lösung von Natriumbikarbonat in Wasser eingestellt,
weiter, daß dabei kein eigenes Gerbmittel als trockene Die Behandlung in der Trommel wurde etwa 20 Mipulverförmige
Substanz hergestellt wird, sondern daß nuten nach der Zugabe fortgesetzt. Die Bikarbonatein
Gerbbad hergestellt wird, das das aktive Zirko- zugabe und das Drehen wurden wiederholt, und
niumsalz in Lösung enthält. Aus dieser Patentschrift 65 schließlich wurde mit so viel Bikarbonatlösung verkann
also nicht abgeleitet werden, daß das Vorliegen setzt, daß der pH-Wert des Trommelinhalts auf etwa
auch einer beträchtlichen Menge von wasserlöslichem 4,5 bis 5,0 stieg, wobei das Drehen weitere 20 Minuten
SiO2 im Gerbbad die Gerbwirkung des Zirkonium- fortgesetzt wurde. Nach dem Stehen über Nacht
,wurde die Trommel entwässert, und die- gegerbten
Häute wurden auf ein Gestell gebracht,, herausgesetzt, geschoren, gewaschen und abgetropft. Zu den nassen
gegerbten Häuten wurden in einer Trommel 174 Teile Wasser und 0,58 Teile wasserfreies Natriumeitrat,
gelöst in 4,8 Teilen Wasser, hinzugegeben. Nach .30 Minuten langer Behandlung in der Trommel
wurden die Häute abgetropft, zur Fettlaugenbehandlung präpariert und auf die übliche Art fertiggestellt.
Nach der Fettlaugenbehandlung wurde festgestellt, daß das Leder im lufttrockenen Zustand 6,-92 Gewichtsprozent
mehr wog. · '."
[.". Beispiel 2 . ;
.·.■ Es wurde das Verfahren von Beispiel 1 wiederholt, wobei jedoch 19,8 Teile wasserlösliche Kieselsäure
enthaltendes Natriumzirkonylsulfat (mit einem Gehalt von 5,0 Teilen löslicBSm ZrO2 und 0,67 Teilen löslichem
SiO2) auf 100 Teile abgetropfte Häute verwendet
wurden, Die Schrumpf temperatur nach, dem .Gerben wurde zu 92,7° C bestimmt, und das Fettlaugenleder
zeigte eine Gewichtszunahme von 19,2 °/0, berechnet
auf den lufttrockenen Zustand. . -
15
25
Das im Beispiel 1 beschriebene Verfahren wurde wiederholt, wobei jedoch 26,0 Teile wasserlösliche
Kieselsäure enthaltendes Natriumzirkonylsulfat (mit einem Gehalt von 6,5 Teilen löslichem ZrO2 und
0,88 Teilen löslichem SiO2) auf 100 Teile abgetropfte Häute verwendet wurden. Das gegerbte Leder hatte
eine Schrumpf temperatur von 94,4° C, und nach der Fettlaugenbehandlung zeigte das Leder eine Gewichtszunähme
von 27,1 %, berechnet auf den lufttrockenen Zustand. - .
Vergleichende Gerbversuche wurden mit Ziegenhäuten durchgeführt, wobei an Stelle von wasserlösliche
Kieselsäure enthaltendem Natriumzirkonylsulfat so viel von dem teureren kieselsäurefreien Natriumzirkonylsulfat
(das tatsächlich Dinatriumdisulfatozirkonatdihydrat ist) verwendet wurde, die in bezug
auf lösliches ZrO2 den in den Beispielen 1 bis 3 verwendeten
Mengen äquivalent ist. Die Ergebnisse dieser Versuche verglichen mit den Experimenten unter Verwendung
des wasserlösliche Kieselsäure enthaltenden Materials werden in der folgenden Tabelle gezeigt.
Wasserlösliche Kieselsäure enthaltendes Natriumzirkonylsulfat wird als »KNZS«, kieselsäurefreies
Produkt als »NZS« bezeichnet.
Gerbmittel
Lösliches ZrO2
Gerbmittelmenge Teile pro 100 Teile Häute Schrumpftemperatur
nach dem Gerben, aber
vor dem Neutralisieren
nach dem Gerben, aber
vor dem Neutralisieren
Gewichtszunahme nach der Fettlaugenbehandlung,
berechnet auf den
lufttrockenen Zustand,
lufttrockenen Zustand,
0/
/0
KNZS
.NZS .
KNZS
NZS ..
.KNZS
NZS .
.NZS .
KNZS
NZS ..
.KNZS
NZS .
3,5 3,5 5,0 5,0 6,5 6,5
14,0 10,5 19,8 15,6 26,0 20,3 90,4
87,7
92,7
89,9
94,4
90,4
87,7
92,7
89,9
94,4
90,4
6,92
6,42
19,2
13,2
27,1
25,3
6,42
19,2
13,2
27,1
25,3
. Offensichtlich wurden bei jedem der drei Vergleichsversuche mit äquivalenten Mengen an löslichem ZrO2
mit dem wasserlösliche Kieselsäure enthaltenden Produkt sowohl bei der erreichten -Schrumpftemperatur
als auch bei der Gewichtszunahme des Leders bessere Ergebnisse erzielt. Die verbesserte Schrumpf temperatur
dürfte auf das lösliche anwesende SiO2 zurückzuführen sein, das in Gegenwart von löslichem ZrO2
entweder einen Gerbeffekt hat oder die Gerbwirkung des Zirkoniums erhöht. Sowohl die lösliche als auch
die unlösliche Kieselsäure werden wohl in beträchtlichem Maße beim Gerben von den Häuten aufgenommen,
wobei das unlösliche SiO2 rein als Füllmaterial
wirkt. : ■ ,
,; Wie in den folgenden Beispielen erläutert wird,
wurde gefunden, daß. wasserlösliche Kieselsäure. enthaltendes
Natriumzirkonylsulfat auch beim Gerben anderer Lederarten wirksam ist.
In eine Gerbtrommel wurden 100 Teile abgetropfte Kalbshäute gefüllt, die auf einen pH-Wert von 1,8
bis 2,0 gebeizt waren. Es wurden auch 200 Teile Wasser, 10 Teile Natriumchlorid und 19,8 Teile wasserlösliche
Kieselsäure enthaltendes Natriumzirkonylsulfat, das 5 Teile lösliches ZrO2 und 2,9 Teile Gesamt-SiO2,
davon 0,67 Teile wasserlösliches SiO2, enthielt, zugegeben. Nach 3stündiger Trommelbehandlung
betrug die Schrumpf temperatur 87,2° C. Dann wurden 2 Teile wasserfreies Natriumacetat in
4,2 Teilen. Wasser aufgelöst und hinzugegeben und die Trommelbehandlung 20 Minuten fortgesetzt. Der
pH-Wert des Trommelinhalts wurde dann erhöht, indem eine 3,5°/oige Lösung von Natriumbicarbonat
in Anteilen zur Trommel hinzugegeben und die Trommelbehandlung 20 Minuten nach jeder Zugabe fortgesetzt
wurde, bis der pH-Wert 4,0 bis 4,25 betrug. Die gegerbten Häute wurden über Nacht in der Trommel
stehengelassen, auf Gestelle gehangen, herausgesetzt und geschoren, dann gewaschen und gründlich
abgetropft. 150 Teile Wasser und 1 Teil wasserfreies Natriumeitrat wurden dann zu den Häuten in der
Trommel hinzugegeben und die Trommel etwa 30 Minuten gedreht, dann entwässert. Die Häute wurden
dann zur Fettlaugenbehandlung präpariert und auf die übliche Art fertiggestellt. Die chemische Analyse
des Leders zeigte, daß es 89°/o des löslichen ZrO2 und 52,5 °/0 der in dem Gerbbad anwesenden Kieselsäure
aufgenommen hatte. Die auf ZrO2 und SiO2
zurückzuführende Gesamtgewichtszunahme betrug 22,42 °/0, berechnet auf die Ausgangshautsubstanz.
Das im Beispiel 4 beschriebene Verfahren wurde wiederholt, wobei jedoch 26,0 Teile wasserlösliche
Kieselsäure enthaltendes Natriumzirkonylsulfat verwendet wurden, das auf 100 Teile abgetropfte Häute
6,5 Teile lösliches ZrO2 und 3,8 Teile Gesamt-SiO2,
davon 0,88 Teile wasserlösliches SiO2, enthielt. Nach 3stündiger Behandlung in der Trommel betrug die
Schrumpftemperatur 91,5° C. Die chemische Analyse des fertigen Leders zeigte, daß es 88°/0 des löslichen
ZrO2 und 51 °/0 des gesamten im Gerbbad anwesenden
SiO2 aufgenommen hatte. Die auf ZrO2 und SiO2
zurückzuführende Gewichtszunahme, bezogen auf die ursprüngliche Hautsubstanz, betrug 28,46 °/0.
100 Teile abgetropfte Kalbshäute, die bei einem pH-Wert von 2,0 gebeizt worden waren, wurden in
eine Gerbtrommef-gefüllt. Dann wurde mit 200 Teilen ao
Wasser, 10 Teilen Natriumchlorid und 24 Teilen wasserlösliche Kieselsäure enthaltendem Natriumzirkonylsulf
at, das 6,0 Teile lösliches ZrO2 und 3,54 Teile Gesamt-SiO2, davon 0,81 Teile wasserlösliches SiO2
enthielt, versetzt. Nach 3stündiger Behandlung in der Trommel betrug die Schrumpftemperatur der gegerbten
Häute 94,4°C. Dann wurden 2 Teile wasserfreies Natriumacetat, in 4,2 Teilen Wasser gelöst, hinzugegeben
und die Trommelbehandlung 20 Minuten lang fortgesetzt. Der pH-Wert des Trommelinhalts
stieg durch anteilweise Zugabe einer 5°/„igen Lösung
von Natriumbicarbonat zu der Trommel und 20 Minuten langes Drehen nach jeder Zugabe, bis der pH-Wert
4,0 bis 4,25 betrug. Die gegerbten Häute wurden über Nacht in der Trommel stehengelassen, dann auf Gestelle
gehangen, herausgesetzt, geschoren, gewaschen und abgetropft. 150 Teile Wasser und 1 Teil wasserfreies
Natriumeitrat wurden dann zu den Häuten in der Trommel hinzugegeben und die Trommel 30 Minuten
gedreht, dann entwässert. Die Häute wurden dann zur Fettlaugenbehandlung präpariert und auf
die übliche Art fertiggestellt.
Die nach den Beispielen 1 bis 6 hergestellten gegerbten Häute wurden mit einer im Handel erhältlichen
Standardfettlauge der für weißes Leder verwendeten Art behandelt. Sie enthielt sulfuriertes
Walöl und Rindsklauenöl mit 40 °/0 Wasser. Es wurde
das übliche Fettlaugeverfahren verwendet und die Menge an Fettlauge so bemessen, daß 4,5 °/0 in das
Leder kamen. Nach der Fettlaugenbehandlung wurde das Leder noch einer üblichen Behandlung mit Trocknen
und Appretieren unterworfen. Es können natürlich auch andere für weiße oder hellfarbige Leder geeignete
Fettlaugen mit befriedigenden Ergebnissen verwendet werden.
Aus den vorhergehenden Beispielen ist zu ersehen, daß Gerbbäder, die wasserlösliche Kieselsäure enthaltendes
Natriumzirkonylsulfat enthalten, wäßrige Systeme sind, mit etwa 3,5 bis 6,5 Teilen löslichem
ZrO2 und etwa 0,5 bis 0,9 Teilen löslichem SiO2 pro
100 Teile abgetropfte, gebeizte Häute oder Felle.
Auch Bäder mit größeren Mengen an löslichem ZrO2 bis etwa 10 Teile pro 100 Teile Häute können
verwendet werden, jedoch sind solche Mengen nicht notwendig oder unwirtschaftlich. Da der Gehalt von
wasserlösliche Kieselsäure enthaltenden Natriumzirkonylsulfaten an löslichem SiO2 etwas schwankt, kann
der Gehalt der Gerbbäder an löslichem SiO2 etwa 0,3 bis 1,9 Teile pro 100 Teile abgetropfte Häute betragen.
Die wasserlösliche Kieselsäure enthaltendes Natriumzirkonylsulfat enthaltenden Bäder können
auch andere übliche und bekannte Materialien, wie z. B. Natriumchlorid, zu verschiedenen Zwecken enthalten.
Das unter Verwendung von wasserlösliche Kieselsäure enthaltendem Natriumzirkonylsulfat gegerbte
Leder kann gegebenenfalls natürlich auch mit anderen geeigneten Materialien erneut gegerbt werden.
In den Beispielen wurden zwar nur Ziegen- und Kalbshäute in wäßrigen Systemen mit wasserlösliche Kieselsäure
enthaltenden Natriumzirkonylsulfaten gegerbt,.,
jedoch kann dieses Gerbverfahren auch bei Rinderund Schafhäuten und anderen Tierhäuten und -fellen
einschließlich Reptilhäuten angewendet werden. Der Ausdruck Häute hat dementsprechend eine weite
Gattungsbedeutung. Die Qualität der durch das Gerben mit wasserlösliche Kieselsäure enthaltendem Natriumzirkonylsulfat
erhaltenen Lederarten wurde in bezug auf das Aussehen, Anfühlen und die Stärke sehr befriedigend eingeschätzt. So gegerbtes Leder ist
derber als chromgegerbtes Leder von ähnlichen Häuten.
An zahlreichen Stellen der vorhergehenden Beschreibung und in den Patentansprüchen wird auf
lösliches ZrO2 und lösliches SiO2 Bezug genommen.
Die hier erwähnten Mengen und Prozentsätze an löslichen ZrO2 bzw. löslichem SiO2 beziehen sich auf
Zirkonium, ausgedrückt als ZrO2, und Kieselsäure, ausgedrückt als SiO2, das nach analytischen Standardverfahren
in der Flüssigkeit gefunden wurde, die durch Abfiltrieren von nicht gelöstem Material aus einer
Mischung von 4 Teilen Produkt mit IOD Teilen Wasser erhalten wurde, nachdem reichlich Zeit zum In-Lösung-Gehen
der löslichen Substanz gegeben wurde.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verwendung von wasserlösliche Kieselsäure enthaltendem Natriumzirkonylsulfat, das durch Umsetzung von Natriumzirkoniumsilikat mit konzentrierter Schwefelsäure bei einem Molverhältnis von H2SO4 zu Natriumzirkoniumsilikat von 1,5 bis 2,5 und bei Temperaturen über 125° C hergestellt worden ist und folgende Zusammensetzung hat: 28 bis 31°/0 ZrO2, dabei 24 bis 30°/0 ZrO2 in wasserlöslicher Form, 13 bis 16°/0 SiO2, dabei 1 bis 5°/0 SiO2 in wasserlöslicher Form, 34 bis 40% SO3, 13 bis 16°/0 Na2O und 0,5 bis 4°/0 H2O, zum Gerben tierischer Felle oder Häute.
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