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Verfahren zur Herstellung von gesõttigten aliphatischen Dicarbonsäuren
Die Erfindung betrifft ein verbessertes einstufiges Verfahren zur Heretellung von
gesättigten aliphatischen Discarbonsõuren durch Oxydation von Cyclohexan oder Cyclododecan
mit verdAnnter Salpetersõure bei erh~hter Temperatur in Gegenwart eines Vanadin-und
gegebenenfalls zusätzlich eines Kupfer-Katalysators, das dadurch gekennzeichnet
ist, dass man die Oxydation in fl³ssiger Phase in Gegenwart eines aliphatischen,
cycloaliphatisohen und bzw. oder aromatischen Mono-oder Dinitrokohlenwaeserstoffs
oder einer entsprechenden Nitrocarbonsäure
ale L~sungsmittel durchführt.
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Man arbeitet heirbei vorzugsweise bei 75 - 130# C mit wõssriger Salpetersõure
einer Konzentration von etwa 35 - 80 Gew. %, in Gegenwart eines Katalysators, der
vorzugsweise 0, - 0,5 Gew. % Vanadin und ggf. zusõtzlich 0,1 - 1 Gew. %Kupfer enthält
und in Gegenwart von vorzugsweise 40 bis 97 Gew. % Nitrokohlenwasserstoffen oder
Nitrocarbonsäuren, zum Beispiel Mono- und Dinitroparaffinen, Mono- und Dinitrocyoloparaffinen,
Nitroaromaten, wie Nitrobenzol oder p-Nitrobenzoesõure, berechnet auf wasserunl~sliche
organische Verbindungen. Vorzugawaise verwendet man als Lösungsmittel ein Nitrooyolopraffin,
welches sieh on dem zu oxydierenden Cycloparaffin ableitet, Nach dem ertindungagemEssen
verfahren kann je Durchsatz ein hoher Umsetzusgsgrad des Cyoloparaffins zu Dicarbonsäuren
erzielt werden. Unter den gunstigen Bedingungen erreicht man eine 00% Umsetzung
mit Ausbeuten von 80 90 % an Dicarbonsäuran mit der gleichen Kohlenstoffzahl wie
das ala Ausgangsprodukt verwendete Cycloparaffin.
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Bach dem Verfahren der vorliegenden Erfindung kann man z.B.
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Cyclohexan durch Oxydation mit Salpetersäure unter Verwendung von
Nitrocyclohexan und bzw. oder 1,1-Dinitrocyclohexan oder Nitrcbenzol als Lösungsmittel
mit guter Ausbeute von 74 - 90%
in Adipinsäure überführen.
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Ala Vanadin-Katalysator wird bei dieser Reaktion z. B, ein Vanadinsalz
wie Ammoniumvanadat, Natriumvanadat, Vanadylnitrat [VO(NO3)2] oder Vanadylsulfat
verwendet. Kupfer kann in Form des Metalls, als Kupfer (I)- oder Kupfer (II)-Oxyd,
aber auch als Kupfersalz (Acetat, Nitrat, Sulfat) oder ale Komplexverbindung, wie
Kupferammonium-Acetat verwendet werden, In Gegenwart der organischen Nitroverbindung
als L~sungsmittel sind in der organischen Phase Salpetersäure und NO2 ausreichend
l~slichm, um die Oxydation hauptsächlich in dieser Phase zu bewirken, im Gegensatz
zu den bekannten Verfahren bei welchen wässrige Salpetersäure mit einem Cycloparaffin
ohne Verwendung eines Lösungsmittels umgesetzt wurde. Die bei der Oxydation gebildete
Dicarbonsõure ist jedoch in der wäsarigen Phase leichter löslich ale in der organischen
und geht daher im Laufe der Reaktion aus der organischen in die wõssrige Phase ³ber.
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Die Reaktion wird zweckmõssiger Weise kontinuerlich in einem R³hrautoklaven
oder einem R~hrenreaktor ausgef³hrt, Das erfindungsgemõsse Verfahren ist von gr~sster
Bedeutung
fUr die Herstellung von Adipinsäure aus Cyolohexan. EB
kann auch unter Druck ausgef³hrt werden. Die Gefahr unkontrollierbarer Zersetzungsreaktionen
in der aus Stickstoffoxyden und Cycloparaftin bestehenden Dampfphase ³ber dem Reaktionsgemisch
kann durch Einleiten von Stickstoff oder molekularem Sauerstoff oder Luft in den
Reaktor, um NO zu N02 umzusetzen, vermindert werden, da unter diesen Bedingungen
die Reaktion des NO2 mit Wasser unter Bildung von Salpetersäure zu einer Herabeetzung
der Gesamtmenge an Stickoxyden führt.
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Bei der Oxydation von Cyclohexan zu Adipinsõure entsteht als Nebenprodukt
die Nitroverbindung des erstgenannten. Die Erhöhung des Molverhõltnisses von HNO3
+ NO2 zu Cyclohexan beg³nstigt eine vermehrte Bildung von Adipinsõure und eine verringerte
von Nitrocyclohexan. In gleicher Weise wirkt die e Brhbhung der Menge des erfindungsgemäss
verwendeten L~sungsmittels.
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Wie aus den folgenden Beispielen zu ersehen ist, begünstigt eine niedrige
Salpetersäure-Konzentration die Bildung von Ritrocyclohexan.
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Bei kontinuierlicher Arbeitsweise ist es zweckmõssig, nicht
umgeaetztea
Cyolohexan, welches sich nach der Trennung der organischen vonv der wõssrigen Phase
in geringen Anteilen in der letsteren befindet, zum Zweoke der R³ckf³hrung in das
Terfahren sittelle Nitrocyclohexan zu extrahieren ; daa Nitrocyclohexan kann zuvor
einer Deatillation unterworfen werden, us es von gleichfalls gebildeten Dinitrocyclohexan
abzutrennen.
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Ebenao kann aua der organischen Phase darin gel~ste Salpeterazure
durch Sasser extrahiert und in das Verfahren zurückge-< f³hrt werden.
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Soweit nicht andere angegoben, werden die Versuche wie folgt vorgenomen
: Zunõchst wird die Verauchavorriohtung, bevor aie mit 100 bd 600 g wõssriger Salpeteraäure
und 30 ble 300 g eine Gemieohea von Cyclohaxan und Nitrooyolohexan beaohiokt wird,
mit Helium gesp³lt. Noah der Beaohiokung setst. man die Rührvorrichtung in Bewegung
und erhitzt auf die gew³rischte Aebeitstemperatur und don gew³nschten Arbeitedruot.
Dieu erfordert in der Regel 30-40- 40 Min. Sobald die gew³nschten Arbeitsbedingungen
erreicht sied, werden der Salpetersõurs- und der Cyclohexan-Zusatz mit gleichmõssiger
Dosierung in den Reaktor gepumpt.
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Gleichseitig sicht man die Endprodukts aus dem Autoklaven ab.
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Auf diese Weise hlt man den Flussigkeitsspiegel im Reaktor auf einem
festen Wertt z. B. bei 500 ml Beachickungsvolumen. Die Reaktionszeit oder Verweilzeit
ist eine Funktion der Eumpgeschwindigkeit.
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~blicherweise werden einige (3-4) Besohickungsvolumina bei der gewünschten
Temperatur und dem gewünschten Druck durch den Reaktor gepumpt, am stationäre Reaktionabedingungen
zu erreichen. Sobald dieser Gleichgewichtszustand erreicht ist, sammelt man bei
den in der nachstehenden Tabelle mit x) bezeichneten Versuchen die Reaktionsprodukts
getrennt vom Vorlauf und setzt den Versuch während der als RDsuer des Versuchs"
bezeichneten Zeitspanne forto Die erhaltenen Produkte und Ergebnisse beziehen sich
nur auf diese Versuchsdauer.
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Bei den übrigen Versuchen beginnt die"Dauer des Yersuahs" bereits
mit Erreichen der Reaktionstemperatur und die Ergebnisse sind auf das gesamte, dem
Reaktor zugefuhrte Material bezogen.
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Kontinuierliche Salpetera@ure - (NO2) - Oxydation von Cyclohon
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Anmerkungen zu Tabelle I : (1) Die Angabe"Gesamtes Nitrooyclohexan"bezieht
sich auf die Gesamtmenge an Nitrocyolohexan, welches während der angegebenen versuchsdauer
aus dem Reaktionagefaes gewonnen wird ;. um die Menge an tatsõchlich während der
Reaktion neu gebildetem Nitrocyclohexan zu berechnen, muss von dieser Ziffer das
Gewicht des Nitrocyclohexans, welches wõhrend der Versuchsdauer dem Reaktionsgefäsa
zugeführt wurde, abgezogen werden., Die in der letzten Spalte ange « gebene Ausbeute
an Nitrocyclohexan ist aus diesem Nettowert berechnet und auf die Menge des umgesetzten
Cyclehexans bezogene (2) Diese Spalte gibt die HNO-Menge an, welche in Form von
N02 plus NO verlorengeht (angegeben in Gramm pro Gramm Adipinsõure).
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(3) Diese Spalte gibt die HNO,-Menge an, welche in Form von N20 plus
N2 plus Dinitrocyclohexen verloren geht (in Gramm pro Gramm Adipinsõure).
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In der vorstehenden Tabelle zeigen die Versuche : 1 - 6 den Einfluss
der Salpetersäurekonzentration in der wõssrigen Phase und des Salpetersänre/Cyclohexan-VerhältnissesaufdieAusbeute
an Adipinsäure und Nitrocyclohexan, 39 7s 8s 37 die katalytische Wirkung von Kupfer
und 209 23, 24 Vanadin bei der Erh~hung des Adipinsõure-Anteils der Dicarbonsäuren,
4, 99 10 die Wirkung eines Sauerstoffzusatzes auf die Erniedrigung der NO + NO2-Menge,
welche bei der Reaktion freigesetzt wird ; hierbei erfolgte bei den Versuchen 4
und 10 kein Saueratoffzuaatz, wogegen wKhrsnd des Versuchs 9 eine Menge von 0.49
Mol Sauerstoff zugef³hrt wurde, 10, 12, 13, 14 die Erhbhung der Adipinsäure-Ausbeute
pro-24 portional sur Nttrocyclohexan-Konzentration in Gleichgewichwt, 18, 28, 26,25
hohe Adipinsõure-Ausbeuten bei 100, 110 und 120° C, 23, 33, 21 hohe Adipinsõure-Ausbeuten
bei verschiede-I9, I5, I6 nen Volums-Verhõltnissen der wäasrigen zur organiechen
Phase und verschiedenen Dr³cken, unter der Voraussetzung, dass die nitrecyclohexan-Konzentration
im Gleichgewicht hoch iat,
30t 29 dass auch Sõurekonzentrationen
von 40 oder 55 % zur Herstellung von Adipinsõure in hoher Ausbeute angeedt werden
können, 17, 20, 22 weitere Variationen der Versuchsbedingungen, 31, 32, 34 unter
denen Adipinsõure in hoher Ausbeutz hergestellt wird ; bei Versuch 32 ist aus dem
ReaktionsgefBas weniger Nitrocyclohexan entnommen, als zugef³hrt worden ; demnach
hat sich ein Teil des mit der Beschickung zugef³hrten Nitrocyclohexans in Dicarbonsõuren
umgewandelte 27 die Verwendung von 2-Nitropropan (*) zur Herabsetsung der Ausbeute
an Nitrierungsprodukten im Gleichgewicht, (++ bedeutet 57% 2-Nitropropan), 35, 36
chargenweise Ansatze, welche den Einfluss der Zuf³hrung won 1,1-Dinitrocyclohexan
auf die Brhbhung der Ausbeute an Adipinsäure bei Unterdrückung der Bildung von Nitrocyclohexan
bei niederen Nitrocyclohexan-Konzentrationen zeigen ; hierbei bedeutet in Versuch
35 das Zeichen * 86% 1,1-Dinitrocyclohexan ; der versuch 36 dient ale Vergleichaversuch
ohne Zusatz organischer Nitroverbindugen, 38 die Oxydation in einem R~hrenreaktor,
welche ebenfalls keine Ausbeute an Nitrocyclohexan ergibt.
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Beispiel 11, das in der Tabelle I nicht enthalten ist, zeigt die Oxydation
von Cyclododecan : In einem R³hrautoklaven gibt man 536 g einer Lbeung von 257 g
Nitrocyclododeoan in 279 g Cyclododecan ou 237 g piger Salpetersäure, welche 15
g Ammoniumvanadat enthält ; nach dem Aufdr³cken von Stickstoff auf 14,1 at³ und
Aufheizen auf 120° C werden über einem Zeitraum von 20 Minuten bei Aufrechterhalten
einer Reaktionstemperatur von 120° C weitere 395 g 40%iger Salpetersõure zugef³hrt
; anschliessend lässt man das Reaktionagemiaoh auf 60° C abkUhlen und trennt die
organische Schicht von der vertrauchten wäaarigen Säure ab (490 g 25,7%ige HNO3).
Nach weiterem Abk³hlen der organischen Schicht auf 25° C trennt sich diese in eine
fl³ssige Schicht (436 go 49 Gewichtsprozent Nitrocyclododecan) und 45,5 g feste
1,12-Dodecandisõure, Fp 125# C.
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Nach Zugabe von 45 g frischem Cyclododecan wird die fl³ssige organische
Schicht unter den gleichen Bedingungen zur Salpetersõure-Oxydationsstufe zurUckgefUhrt
; man erhõlt nah dem Abk³hlen eine fl³ssige organische Schicht (485,7 g, 52 % Nitrooyclododeoan)
und 37 g feste 1,12-Dodecandisõure.
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Die flüssige Schioht von 485,7g wird nochmals mit zusätzlichen 63
g frischem Cyclododeoan zur Oxydation unter don gleichen
Bedingungen
r³ckgef³hrt Man erhAlt eine flüssige organische Schicht (454,1 g, 53 % Nitrooyolododecan)
und 42,4 4 g feate 1, 12-Dodecandisõure.
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Das Gesamtergebnie der drei Versuche beträgt 23 % Umwandlung des Cyclododeoans
und eine Ausbeute von 53 % Dodecandisõure.
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In Gegenwart von mehr ale 50 Gewichtsprozent Nitrocyclododecan ist
die Menge an neu gebildetem Nitrocyclododecan praktisch gleich Null. Die Ausbeute
kann wesentlich erhöht werden durch Anwendung hdherer Anteile eines anderen Nitrokohlenwasserstoffes
ale Nitrocyclododecan, insbesondere Nitrocyclohexan oder NItrobenzol. Diese Lösungsmittel
sind gegen³ber dem Angriff der wässrigen Salpetersäure widerstands fähiger ale das
Nitrocyclododecan. Daher gibt bei der bevorzugten Arbeitsweise eine niedrige Konzentration
an Cyclododecan (3-10%) in einem anderen Nitrokohlenwasserstoff ale Nitrocyclododecan
(z. B. in Nitrocyclohexan) optimale Ausbeuten an Dodecandisõure Beispiel B Versuch
a zeigt ähnlich Versuch 27 der Tabelle I die Wirksamkeit eines aliphatischen Nitroparaffie
als L~sungsmittel fUr r Cyclohexan beim erfindungsgemõssen Verfahren. Der Vorgang
ist
der gleiche wie im Veruch 27, jedoch beträgt die Temperstur nur 80° C und es werden
höhere Konzentrationen sowohl von Salpetersõure ale auoh von 2-Nitropropan angewandt,
mit dem Ergebnis, dans 3ich die Adipinsõure-Ausbeute auf 87 % erhöht und die Ausbeute
an Nitrocyolohexan auf 2p4 % sinkt. Die Reaktlonsbedtngungen und Ergebnisse eind
in untenstehender Tabelle II zusammengefasst.
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Bei den Versuchen b, o und d wird ein Innenabscheide Reaktor eingesetzt,
bei walchom sich unterhalb des mit sirem Rtthrer veroehenen Reaktionaraumea eine
nicht ger³hrte Absoheidozone befindet ; sue dieser wird nur die untere, wässrige
Schicht abgezogen, wahrend die organische Phase, die lm weeentliohen aus Cyclohexan
und NItrocyclohexan besteht, in Reaktionsgefõss bleibt. Auf diese Weise wird eine
im weeentliohen 100%ige Umwandlung des Cyclohexans erreicht.
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Die Arbeitsweise entspricht der in Beispiel A beschriebenen.
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Des Verfahren der Versuahe b bis d stelle eine besonders bevorsugte
Methode dos erfindungsgemõssen Verfahrens dar, da duroh die Yorsorge rur einen 100%igen
Umsatz des Cyclohexane nit einer hohen Ausbeute an Adipinsõure und entweder einer
bei Null oder bei einem kleinen Wert liegenden Ausbeute von Nitrocyclohexan die
Notwendigkeit, Cyclohexan absutremmen,
wiederzugewinnen und in
den Prozess zur³ckzuf³hren, vermieden wird.
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Tabelle II Salpstersõure-Oxydation von Cyclohexan Versuch Nr. a b***
c*** Beschickung wõser. Schicht Beschickung [g] 590 4471 4625 HNO3 [Gew. -%] 70
60,7 61,0 Kupferkatalysator [Gew. -%] 0,3 0,3 0,3 Vanadinkatalysator [Gew. -%] 0,1
0,1 0,1 Beschickung organ. Schicht Beschickug [g] 221 532 433 Cyclohexan [Gew.-%]
25 58 58 Nitrocyclohexan [Gew.-%] (75)* 42 42 Arbei bedingungen im Reaktor Temperatur
[#C] 80 114 100 Druck [at³# 23,9 14,1 14,1 Dauer des versuchs [min] 22 90 120 Verweizeit
[min] 13 10 14 Gew.-% HNO3 in wõser. Phase 69 42,3 45,7 Gew.-% Nitrocyclohexan in
org. Phase 0,2 60 50,5 Produkte die den Reaktor verlassen Adipinsõure [g] 11,5 399,0
313,9 Bernsteinsõure [g] 0,33 18,45 8,84 Glutarsõure [g] 0,90 44,08 27,71 Gesamtem
Nitrocuclohexan [g] 0,30 223,6 210,2 Dinitrocyclohexan [g] Spur 26,2 14,4 HNO3 verlust
[g/g Adipinsõure] - 0,69 0,67 Ergebnisse Umsetzung von Cyclohexan [%] 15 100 100
Ausbeute an Adipinsõure [%] 87 80,1 78,6 Ausbeute an Nitrocyclohexan [%] 2,4 0 8,0
* 2-Niropropen ** 1,1-Dinitrocyclohexan *** Bei diesen Versuchen wurde ein Innensbscheide-Reaktor
verwendet
Beispiel 0 Zweck disses Beispiels ist es, nachsuweisen,
dass aromatische Nitroverbindungen, wie Nitrobenzol, die gleiche Wirkung vie die
Nitroparaffine zur Erhöhung der Ausbouto an Oxydationsproduktan gegenüber Nitrierungsprodukten
zeigen .
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Bin Reaktionsgemisch, welches sue 63,4 Gew.% 60%iger Sal petereaure
(welche 0, 3 % Kupfer und 0, 1 % Vanadin-Katalyeatoren enthõlt), 31, 0 Gew.% Cyclohexan
und 5,6 Gew.% N02 (N204) beeteht, wird vier Stunden unter autogenem Druck auf 100°
C erhitzt. Bei der Analyse der erhaltenen Produkte in der oben beschriebenen Weise
ergibt sich, dass nach dieser Zelt 14.4% des Cyclohexans umgesetzt sind; von dem
umgesetzten Cyolohexan treten 45 % als Nitrocyclohexan und 55 % ale eine Mischung
von Adipin-, Glutar- und Bernsteinazure (davon 81 Gewichtsprozent ale Adipinsõure)
auf. Dies entspricht einem Verhõltnis der Nitrierungsprodukte su den Oxydationsprodukten
van 0, 83.
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Bei einem õhnlichen Versuoh wird ein Gemisch von 62, 1 Gew. % der
gleichen Salpetersõurel~sung, 6,7 Gew. % Cyclohexan, 6, 1 Gew. % NO(N2O4) und 25,1
Gew.% Nitrobenzol wie
AD-281 oben beschrieben behandelt. DabeS
werden 63 % des Cyclohexane umgesetzt ; vom umgesetzten Cyclohexan treten % ale
Nitrocyclohexan und 80 % als Mischung von Adipin-, Glutar- und Bernsteinsõure (davon
74 Adipinsõure) auf.
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Dies entspricht einam Verhältnis von Nitrierungs- zu Oxydations-Produkten
von 0,25.
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Bsispiel D Bei diesem und dem folgenden Beispiel wird nachgewiesen,
dass nitro-substituierte Carbonsõuren, und zwar sowohl aliphatisohe wie aromartische,
die Verteilung zwischen Nitrierungs- und Oxdations-Produkten des Kohlenwasserstoffs
beeinflussen. So werden wie in Beispiel C beschrieben, 60%ige Salpetersõure, welche
Kupfer und Vanadium enthõlt, Cyolohexan und NO2(N2O4) gemischt und zusammen mit
den gleichen Mengenverhältnissen und unter denselben Bedingungen wie dort angegeben,
erhitzt. Im vorliegenden Fall wird unetelle des Hitrobenzole p-Nitrobenzoesäure
im gleichen Verhältnis eingesetzt. Die Analyse der Produkte zeigt, dass dan Verhaltnis
von Nitrierungs- zu Oxydations-Produkten 0, 26 beträgt.
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Beispiel E Bei der Arbeitsweise der Beispiele C und D, jedoch bei
Verwendung von ß-Nitropropioneäure ale troverbindung, erhElt man ein Verhältnis
von Nitrierungs- zu Oxydationsprodukten von 0,30.