DE1468220B - Selektive herbicide Mittel - Google Patents
Selektive herbicide MittelInfo
- Publication number
- DE1468220B DE1468220B DE1468220B DE 1468220 B DE1468220 B DE 1468220B DE 1468220 B DE1468220 B DE 1468220B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- methyl
- carbamate
- acid
- weeds
- plants
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft selektive herbicide
Mittel, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Sulfonylcarbaminsäureestern
der allgemeinen Formel
Y—4 >-S02—NH-C— OCH3 (I)
in der Y die Nitro-, Amino-, Methoxycarbonylamino-, Methylamino- oder N-Methylformylaminogruppe bedeutet,
oder an deren Alkali-, Ammonium- oder Aminsalzen.
Die herbiciden Mittel enthalten einen oder mehrere der vorstehend aufgeführten Sulfonylcarbaminsäureester
zusammen mit mindestens einem verträglichen festen oder flüssigen Verdünnungsmittel oder einem
verträglichen mineralischen, tierischen oder pflanzlichen öl, das zur Verwendung in herbiciden Zusammensetzungen
geeignet ist, vorzugsweise zusammen mit Benetzungs-, Dispergier- oder Emulgiermitteln.
Vorzugsweise enthalten die Zusammensetzungen 0,05 bis 50 Gewichtsprozent Sulfonylcarbaminsäureester.
Beispiele für geeignete feste Verdünnungsmittel sind Talk, calcinierte Magnesia, Kieselgur, Tricalciumphosphat,
gepulverter Kork, Absorptionsgasruß, ein Ton, wie Kaolin oder Bentonit, oder ein verträgliches
festes Benetzungs- oder Dispergiermittel. Die festen Zusammensetzungen, die die Form von Stäuben,
Körnern oder benetzbaren Pulvern aufweisen können, werden vorzugsweise hergestellt, indem man die Sulfonylcarbaminsäureester
nach Formel (I) mit den festen Verdünnungsmitteln vermahlt oder indem die
festen Verdünnungsmittel mit Lösungen der Sulfonylcarbaminsäureester in flüchtigen Lösungsmitteln
imprägniert werden, worauf die Lösungsmittel verdampft und erforderlichenfalls die Produkte zu Pulver
vermählen werden. Kornförmige Formulierungen können hergestellt werden, indem die in flüchtigen
Lösungsmitteln gelösten Sulfonylcarbaminsäureester von den kornförmigen Verdünnungsmitteln absorbiert
und die Lösungsmittel verdampft werden oder indem Zusammensetzungen, die wie vorstehend beschrieben,
in Pulverform erhalten wurden, granuliert werden. Die Benetzungs-, Dispergier- und Emulgiermittel,
die bevorzugt insbesondere in benetzbaren Pulvern vorhanden sind, können vom ionischen oder
nichtionischen Typ sein, beispielsweise Sulforicinoleate, quaternäre Ammoniumderivate oder auf Kondensaten
von Äthylenoxyd aufgebaute Produkte, wie z. B. Kondensate von Äthylenoxyd mit Octylphenol,
oder Fettsäureester von Anhydrosorbitverbindungen, welche durch Veretherung der freien Hydroxylgruppen
durch Kondensation mit Äthylenoxyd löslich gemacht wurden. Es wird bevorzugt, Mittel der nichtionischen Art zu verwenden, da diese gegenüber
Elektrolyten nicht empfindlich' sind. Benetzbare Pulver gemäß der Erfindung können mit Wasser unmittelbar
vor der Verwendung in gebrauchsfertige Emulsionen oder Suspensionen umgewandelt werden.
Flüssige erfindungsgemäße Mittel besitzen normalerweise die Form von Lösungen, Suspensionen
oder Emulsionen aus den Sulfonylcarbaminsäureestern und enthalten ein Benetzungs-, Dispergier-
oder Emulgiermittel. Diese Emulsionen und Lösungen werden aus wäßrigen, organischen oder wäßrigorganischen Medien, wie z. B. Acetophenon, Isophoron,
Toluol oder Xylol oder-mineralischen, tierischen oder pflanzlichen ölen oder Gemischen dieser
Verdünnungsmittel, die Benetzungs-, Dispergier- oder Emulgiermittel der ionischen oder nichtionischen Art,
beispielsweise die der vorhergehend beschriebenen Arten, enthalten, hergestellt. Wie bei den festen Zusammensetzungen
werden Benetzungs-, Dispergier- und Emulgiermittel der nichtionischen Art bevorzugt,
da diesen die Empfindlichkeit gegenüber vorhandenen Elektrolyten fehlt. Gewünschtenfalls können die Emulsionen
der Sulfonylcarbaminsäureester in Form von selbstemulgierenden Konzentraten, welche die aktiven
Substanzen in den Emulgiermitteln oder in Lösungsmitteln, die Emulgiermittel enthalten, die mit den
Wirkstoffen verträglich sind, verwendet werden, aus denen durch einfache Zugabe von Wasser gebrauchsfertige
Mittel erhalten werden.
Herbicide Mittel in Form von Aerosolen mit einem Gehalt an einem oder mehreren der Carbaminsäureester
nach Formel I fallen ebenfalls in den Bereich der Erfindung. Sämtliche der vorstehend aufgeführten
Zusammensetzungen können weiterhin Bindemittel oder andere gebräuchliche Zusätze enthalten.
Die herbiciden Mittel können ferner andere herbicid wirksame Verbindungen, wie z. B. MCPB
[y - (4 - Chlor - 2 - methylphenoxy) - buttersäure], 2,4-DB [y - (2,4 - Dichlorphenoxy) - buttersäure], MCPA
(4-Chlor-2-methylphenoxy-essigsäure), 2,4-D (2,4-Dichlor - phenoxyessigsäure), 2,4,5-T (2,4,5 - Trichlorphenoxyessigsäure),
Phenylcarbamate und Harnstoffe, beispielsweise Propham (Isopropyl-N-phenylcarb*
amat) und Chlorpropham [Isopropyl-N-(3-chlorphenyl) - carbamat] und Dalapon (Natrium - a,a - dichlorpropionat)
enthalten.
Die erfindungsgemäßen herbiciden Mittel können sowohl vor der Keimung als auch nach der Keimung
yon Unkräutern, wie z. B. Wildhafer (Avena fatua), ausdauerndem Winterlolch (Lolium perenne), Echinochloa
(Echinochloa crusgalli), grünem Fuchsschwanz (Setaria viridis), Sauergras (Digitaria sanguinalis),
Fuchsschwanz (Alopecurus pratensis), Hundskamille (Matricaria inodora), Maisringelblume (Chrysanthemum
segetum), gemeines Kreuzkraut (Senecio vulgaris), schwarze Winde (Polygonum convolvulus),
Rotfuß (Polygonum persicaria), Quecke (Agropyron repens), kriechendes Straußgras (Agrostis stolonifera),
Fetthenne (Chenopodium album), Ampfer (Rumex sp.), jährliches Rispengras (Poa annua), Ackersenf (Sinapis
arvensis), Gänsegras (Eleusine indica), jährliche Schweinsdistel (Sonchus sp.), kriechende Distel (Cir-
sium arvensis) und Amaranthus sp. in Bepflanzungen, nen Formel
wie ζ. Β. Zwiebel, Rettich, Raps, Senf, Kresse, Rüben,
Luzerne, Klee, breite Bohnen, welsche Bohnen, Erbsen, Linsen, Karotten, Sonnenblumen, Kartoffeln, Tomaten,
Leinen, Kohl, Sojabohnen, Erdnüsse, Baumwolle, verwendet werden, ohne daß eine wesentliche Schädigung
der Bepflanzungen bei den normalerweise zur Kontrolle der Unkräuter erforderlichen Dosierungen
auftritt.
Die Zusammensetzungen können auch zur Bekämpfung von Unkräutern, wie Quecke, in Brachland oder
unkultiviertem Land, d. h. Land, auf welchem keine Pflanzung wächst, verwendet werden. Die erforderlichen
Dosierungen und die Art und Zeit der Auftragung variieren je nach der Art der zu bekämpfenden
Pflanze oder Pflanzen, der Pflanzung und der gewünschten Wirkung. Im allgemeinen ergeben in Anbetracht
dieser Faktoren Dosierungen an aktivem Material zwischen 0,454 und 4,54 kg je 0,40 Hektar
gute Resultate.
Von hervorragender Bedeutung sind diejenigen Mittel, welche Methyl-p-aminobenzol-sulfonylcarbamat
und Methyl-ρ-nitrobenzol-sulfonylcarbamat enthalten, weil sie besonders wertvoll zur Bekämpfung
von Wildhafer, Quecke, grünem Fuchsschwanz, Straußgras, Gänsegras, Fuchsschwanz, jährlichem
Rispengras, Hundskamille, Polygonum sp., Kreuzkraut,
Ampfer, Ackersenf, jährlicher Schweinsdistel, Sauergras und Maisringelblume bei Zuckerrüben,
Leinen, Erbsen, Luzerne, Baumwolle, Sojabohnen, Kartoffeln, Tomaten und Kohl bei Aufbringung nach
der Keimung sowie zur Bekämpfung vor der Keimung von Wildhafer, Fuchsschwanz, jährliches
Rispengras, Fetthenne, Hundskamille und Polygonum sp. bei Erbsen, breiten Bohnen, welschen
Bohnen und Sojabohnen sind. Zusammensetzungen, die Methyl-p-methoxycarbonylamino-benzolsulfonylcarbamat
enthalten, sind besonders wertvoll zur Bekämpfung nach der Keimung von Sauergras in
Baumwolle.
Wirkstoffe, in welchen der Substituent Y die Methylaminogruppe oder die N-Methylformylaminogruppe
bedeutet, sind geeignet zur Bekämpfung von Unkräutern, wie Wildhafer (Avena fatua), jährliches Rispengras
(Poa annua), Fuchsschwanz (Alopecurus pratensis), Quecke (Agropyron repens), Ackersenf (Sinapis
arvensis), Hundskamille (Matricaria inodora) und Polygonum sp. in Pflanzungen, wie Erbsen, Bohnen
und Linsen, vor oder nach der Keimung, ohne daß eine wesentliche Schädigung der Pflanzungen bei den
normalerweise zur Zerstörung der Unkräuter erforderlichen Dosierungen auftritt.
Die Sulfonylcarbaminsäureester der allgemeinen Formell können nach an sich zur.Herstellung von
Sulfonylcarbamaten bekannten Verfahren hergestellt werden. Typische Verfahren, durch welche die erfindungsgemäßen
Wirkstoffe hergestellt werden können, sind nachfolgend zusammengefaßt. In der nachfolgenden
Formel besitzt Y die vorstehend aufgeführten Bedeutungen.
CH3OCOCl
in einem wäßrigen oder organischen Medium in Gegenwart eines basischen Kondensationsmittels,
vorzugsweise bei einer Temperatur zwischen 10 und 200C in wäßrigen Medien und bei Rückflußtemperatur
in organischen Medien.
(b) Umsetzung eines Isocyanates der allgemeinen Formel
SO7NCO
mit Methanol, wobei die Umsetzung, die exotherm ist, vorzugsweise bei einer Temperatur
zwischen 50 und 1000C in einem Lösungsmittel, wie einem chlorierten aromatischen Kohlenwasserstoff
von hohem Siedepunkt, beispielsweise Trichlorbenzol, in Gegenwart eines geringfügigen
Überschusses von Methanol durchgeführt wird.
(c) Umsetzung eines Sulfonylhalogenides der allgemeinen Formel ' .
SO2HaI
worin Hai ein Halogenatom, vorzugsweise ein Chloratom bedeutet, mit einem Carbamat der
Formel . ;
NH7COOCH,
wobei die Umsetzung in einem organischen Lösungsmittel bei Rückflußtemperatur in Gegenwart
eines basischen Kondensationsmittels, z. B. eines tertiären Amins, vorzugsweise Pyridins.
oder eines Alkaliderivats, z. B. Kaliumcarbonat, durchgeführt wird, oder andererseits und bevorzugt
das als Ausgangsmaterial dienende Carbamat der obigen Formel in der Form eines
Alkali-, insbesondere eines Natriumderivats, vorliegt. , ■·:■
(d) Umesterung eines Esters der Formel
SO7-NH-C-OR
mit Methanol.
(e) Umsetzung eines Harnstoffderivates der allgemeinen Formel
(a) Umsetzung eines Sulfonamidderivates der all- · ' "gemeinen Formel ■ .
mit einem Chlorkohlensäurederivat der allgemeiworin R1. und R2 gleich oder verschieden sein
können und Wasserstoffatome ■ oder··· niedrige Alkylgruppen. bedeuten, mit Methanol bei erhöhter
Temperatur, vorzugsweise in einem Überschuß des Methanols als Lösungsmittel, gew ünsclv
tenfalls unter Druck und in Gegenwart eines Säurekatalysators, wie z. B. Schwefelsäure.
5 6
(0 Oxydation einer Sulphenyl-oder Sulphinylverbin- (1) Falls der Sulfonylcarbaminsäureester der Fordung
der allgemeinen Formel mel I in Form eines Aminsalzes vorliegt, Behandlung
der Verbindung der Formel I mit einer
Y-J/ ^-A NHCOOCH stöchiometrischen Menge des Amins, welches
\—/ 3 5 beispielsweise aus Diäthanolamin, Triäthanöl-
. λ · ο j ο/λ /- ujii -ι amin, Octylamin oder Morpholin bestehen kann,
worin A eine S- oder SO-Gruppe bedeutet, mit ' · : ■ ■:.··.· .. .
beispielsweise Wasserstoffperoxyd in einem (m) Falls der Sulfonylcarbaminsäureester der For-
Lösungsmittel, wie Aceton, Essigsäure oder einem mel I in Form eines Ammoniumsalzes vorliegt,
Gemisch aus Essigsäure und Essigsäureanhydrid, Behandlung einer Lösung der. Verbindung der
gewünschtenfalls bei erhöhter Temperatur, z.B. Formel I in einem Lösungsmittel, wie 'j.. B. Metha-
etwa 1000C. ■ nol, mit gasförmigem Ammoniak;. ·..;■;■
(g) Falls Y eine primäre Amino- oder N-Methyl- ' Beispiel 1 .
aminogruppe bedeutet, Hydrolyse einer Ver- -:-- : · ' ' ■■· "-""■''
bindung der allgemeinen Formel .15 E"i Gemisch aus 48 g Vermiculite, 50 g Methyl-
p-aminobenzol-sulfonylcarbamat und 2 g eines Kon-
V_cA\TurnnrH densationsproduktes aus 10 Mol Äthylenoxyd und
/ iU2WHLUULH3 1 Mol Octylphenol wird fein vermählen. Das erhal-
■■.„„. . , . . ■ ... , , . , . tene feine benetzbare Pulver wird, nachdem es in
worin Y eine Acylamino-oder N-Methyl-niedrig- 2o Wasser suspendiert wurde, mit 1,81 kg aktivem Mate-
acylaminogruppe, vorzugsweise eine N-Methy - dal je Q4Q Hektar aufgetragen und gibt eine zu_
acetamidogruppe, bedeutet, vorzugsweise durch friedenstellende Kontrolle von Fuchsschwanz und
Behandlung mit einem Überschuß von wäßriger Wildhafer in Zuckerrübenpflanzungen.
Natnumhydroxydlosung bei Raumtemperatur.
Natnumhydroxydlosung bei Raumtemperatur.
,,.„,,.,. ... .. u j * *. Beispiel2
(h) Falls Y eine primäre Aminogruppe bedeutet, 25 v
katalytische Hydrierung einer Verbindung der 100 ecm einer 20%igen Lösung in Aceton von
allgemeinen Formel Methyl-p-nitrobenzolsulfonylcarbamat wird tropfenweise
in einem Bandmischer auf 80 g Attaclay-Körner
n MHrnnru gegossen, deren Durchmesser zwischen 2 und 5 mm
U21NHLUULH3 30 variiert. Das Lösungsmittel wird unmittelbar nach
Zugabe der Lösung verdampft, indem das Gemisch
in einem Lösungsmittel, z. B. absolutem Äthanol, bei etwa 30 bis 40° C gehalten und das Innere der
unter Verwendung von Raneynickel oder Adams Apparatur mit einem Luftstrom durchgeblasen wird.
Platinkatalysator. Die Körner werden schließlich unter vermindertem
... „ „ v . . . , Ui- u 35 Druck bei 40 bis 50°C getrocknet.
(1) Falls Y eine Methoxycarbonylaminogruppe be- Die erhaltenen Körner werden vor der Keimung
deutet, Umsetzung eines Carbaminsaureesters der mit 9fi7 kg Granulal je 0,40 Hektar verwendet und
allgemeinen Formel ergeben eine zufriedenstellende Bekämpfung von jähr-
.—. lichem Rispengras, Fuchsschwanz, Fetthenne, Hunds-
H2N—<ζ y—SO2NHCOOCH3 40 kamille und Wildhafer in Pflanzungen von breiten
\=/ Bohnen.
mit einem Chlorkohlensäureester der Formel Beispiel 3
CH O · COCl ^'n emulgierDares Konzentrat wird hergestellt aus
..„ . , ' . , ., ,. . 45 Methyl-p-aminobenzolsulfonyl-
m einem wäßrigen oder organischen Medium in carbamat ■ ■ .■ J 20 σ
Gegenwart eines basischen Kondensationsmittels Tween 80 (pöiyoxyiiihiiensörbitan- '
vorzugsweise bei einer Temperatur zwischen 10 monooleat) jq „
und 2O0C in wäßrigem Medium oder bei Rück- Acetophenon '.'.'.'.'.'.'.'.'.'.'.'.'.'.'.'.'. ad 100 ecm *
nußtemperatur in organischen Medien. 50 '
...„„.,. XT», , ,r 1 · , Dieses Konzentrat wird in einer Menge von 1,36 kg
ü) Falls Y eine N-Methyl-formylaminogruppe be- aktiyem Matcria, je 040 Hektar nach ejner ■
deutet durch1 Formierung der entsprechenden neten Verdünnung mit Wasser, z. B. 1 Teil Konzen-
Verbmdung der Formel I worm Y eine Mono- trat auf J6 Teüe Wasse verwendet und ergibt eine
methylaminogruppe bedeutet, vorzugsweise zufriedenstellende Bekämpfung von Wildhafer, Hunds-
durch Verwendung von Ameisensaure oder For- kamiu Rotfuß und Queckc jn ZuckerrUbenpflan-
mylfluond. zungen
(k) Falls der Sulfonylcarbaminsäureester der For- Beispiel 4
mel 1 in Formeines Alkalisalzes vorliegt, Behänd- . :
lung der Verbindung der Formell mit einer 60 100 g Methyl-p-aminobenzolsulfonylcarbamat wer-
stöchiometrischen Menge eines Alkalimetalls oder den mit 3 g Texofor FX85 (Polyoxyüthylen-alkyl-
AlKalimetallalkoxyds oder Hydroxyds in einem phenol-kondensat) vermischt. Es wird destilliertes
geeigneten Lösungsmittel. Vorzugsweise wird die Wasser bis zu einem Gesamtvolumen von 500 ml
Umsetzung durchgerührt, indem der Ester der zugegeben, worauf dann in einer Kugelmühle 2 Stun-
I-ormcl I mit einem Alkalimetall, vorzugsweise (.5 den lang gemahlen wird. Die erhaltene Suspension
Natrium, gelöst in einem Überschuß eines niedri- wird mit Wasser \erdünnt und in einer Menge von
gen aliphatischen Alkohols, wie z.B. Methanol. 0.9kg aktivem Material je 0.40 Hektar Baumwoll-
bchandclt und zur Trockene eingedampft wird. pllanzung gesprüht, die mit Gänsegras und l-ichino-
7 8
chlba verunreinigt ist. Man erhält eine zufrieden- Dieses Konzentrat wird in einer Menge von 1,81 kg
stellende Bekämpfung dieser Unkräuter. aktivem Material je 0,40 Hektar nach entsprechender
. . Verdünnung mit Wasser, z.B. 1 Teil Konzentrat Beispiel 5 aur 20 Teile Wasser, verwendet>
und ergibt eine zu-Eine sprühfähige Suspension in öl aus Methyl- 5 friedenstellende Kontrolle von Ackersenf, Hundsp-methoxycarbonylaminobenzolsulfonylcarbamatwird
kamillie, Wildhafer und Fuchsschwanz in Erbsenhergestellt, indem das aktive Material in Isophoron pflanzungen bei Aufbringung vor der Keimung,
zu einer 20%igen Lösung gelöst wird, in welche 5 Gewichtsprozent/Volumen Tween 80 einverleibt werden. Beispiel 10
2 Teile dieses Konzentrats werden mit einem Trak- 10
zu einer 20%igen Lösung gelöst wird, in welche 5 Gewichtsprozent/Volumen Tween 80 einverleibt werden. Beispiel 10
2 Teile dieses Konzentrats werden mit einem Trak- 10
tor-Dieselöl (18 Teile) vermischt, wobei sich eine Ein benetzbares Pulver wird durch gründliches
ölsuspension ergibt, welche mit einer Menge von Vermischen von 50 g Methyl-p-N-melhylformyl-
1,81kg aktivem Material je 0,40 Hektar gesprüht aminobenzolsulfonylcarbamat, 40 g Kaolin und 10 g
wird und eine zufriedenstellende Kontrolle von aus- Pentrone T (anionisches Benetzungsmittel vom Typ
dauernden Gräsern, wie z. B. Quecke und Straußgras, 15 sulfonierter Alkohol) hergestellt. Dieses Pulver wird
bewirkt. in einer Menge von 1,81 kg aktivem Material je
η ■ ία 0>40 Hektar, nachdem es in Wasser zu einer geeig-
ü e 1 s ρ 1 e neten Konzentration, z β 35 kg benetzbares Pulver
Ein emulsionsfähiges Konzentrat wird hergestellt je 454 1 Wasser, suspendiert wurde, verwendet und
aus 20 ergibt eine zufriedenstellende Kontrolle von Acker-
.... . , ... , senf, Wildhafer und Fuchsschwanz in Erbsenpflan-
cibarnat"1'" enZ " 20 g zun^en bei Aufbringung nach der Keimung.
2,4-Dichlorphenoxybuttersäure
2,4-Dichlorphenoxybuttersäure
(Butylester) 8g 2 Beispiel 11
ween 8 Man verwendet nach der Keimung eine Lösung
Acetophenon ad 100 ecm des Na(riumsa|zes von Methyl-p-aminobenzolsul-
Dieses Konzentrat wird mit einer Menge von 1,90 kg fonylcarbamat in einer Menge von 2,2 kg Wirksubaktivem
Material (1,36 kg Carbamat, 0,54 kg 2,4-Di- stanz, ausgedrückt als Benzolsulfonylcarbamat, je
chlorphenoxybuttersäure-butylester) je 0,40 Hektar 30 Hektar durch Aufsprühen auf Leinpflanzen, die durch
nach einer geeigneten Verdünnung mit Wasser, z. B. Windhafer und Knöterich beeinträchtigt sind. Man
1361 Lösung je 0,40 Hektar, verwendet und ergibt erhält eine zufriedenstellende Kontrolle dieser Uneine
zufriedenstellende Bekämpfung von Wildhafer, kräuter ohne merkliche Schädigung der Kultur.
Setaria, jährlicher Schweinsdistel, Distel, Fetthenne,
Amaranthus sp. und Ackersenf in Luzernpflanzungen. 35 Beispiele
Setaria, jährlicher Schweinsdistel, Distel, Fetthenne,
Amaranthus sp. und Ackersenf in Luzernpflanzungen. 35 Beispiele
B e i s ρ i e 1 7 Man verwendet nach der Keimung eine Lösung
100 g Methyl-p-methylaminobenzolsulfonylcarb- des Kaliumsalzes von Methyl-p-nitrobenzolsulfonyl-
amat werden mit 3 g Texofor FX85 (Polyoxyäthylen- carbamat in einer Menge von 4,4 kg Wirksubstanz
alkylphenöl-kondensat) vermischt. Es wird destilliertes 40 (ausgedrückt als Benzolsulfonylcarbamat) je Hektar.
Wasser zu einem Gesamtvolumen von 500 ml züge- Man erhält eine zufriedenstellende Kontrolle von
geben, worauf dann in einer Kugelmühle 2 Stunden Windhafer und Mutterkraut in Kartoffelpflanzungen
lang vermählen wird. Die erhaltene Suspension wird ohne merkliche Schädigung der Pflanzungen,
mit Wasser zu einer Suspension vermählen, welche
mit Wasser zu einer Suspension vermählen, welche
mit einer Menge von 1,81kg aktivem Material je 45 Beispiel 13
0,40 Hektar gesprüht wird und eine zufriedenstellende
0,40 Hektar gesprüht wird und eine zufriedenstellende
Bekämpfung von Quecke ergibt. Man verwendet das Kaliumsalz von Methyl-p-ami-■_
. . nobenzolsulfonylcarbamat in Form einer 0,8%igen Beispiel 8 Lösung (Gewicht je Volumen), die 0,8% »TENOFOR
Eine sprühfähige Suspension in öl von Methyl- 50 F N 11«(Handelsprodukt auf der Basis eines Kondenp-melhylaminobenzolsulfonylcarbamat
wird herge- sats von Äthylenoxyd mit Alkylphenolen) enthält, stellt, indem das aktive Material in Isophoron zu Diese Lösung wird direkt zwischen die Reihen von
20 Gewichtsprozent/Volumen gelöst wird. Dann setzt Obstbäumen in einer. Menge von 550 l/ha zur Konman
5 Gewichtsprozent/Volumen Tween 80 (Poly- trolle von Echinochloa, Eleusine, Fingergras und
oxyäthylensorbitan-monooleat zu. 2 Teile dieses Kon- 55 Setaria species gesprüht,
zentrates werden mit 18 Teilen eines Traktor-Dieselöls vermischt, wobei sich eine ölige Suspension ergibt, B e i s ρ i e 1 14
welche mit einer Menge von 1,81 kg aktivem Material
zentrates werden mit 18 Teilen eines Traktor-Dieselöls vermischt, wobei sich eine ölige Suspension ergibt, B e i s ρ i e 1 14
welche mit einer Menge von 1,81 kg aktivem Material
je 0,40 Hektar gesprüht wird und die eine zufrieden- Man verwendet nach der Keimung eine wäßrige
stellende Regelung der Quecke bewirkt. 60 Lösung des Triäthanolaminsalzes von Methyl-p-meth-
'B. iQ oxycarbonylaminobenzolsulfonylcarbamatihergestellt
. . öei spiel 9 durch Auflösen von Methyl-p-methoxycarbonyl-
Ein erriulsionsfähiges Konzentrat wird hergestellt aminobenzolsulfonylcarbamat in einer Lösung von
aus 1 Äquivalent Triäthanolamin in Wasser) zum Be-
Methyl-p-melhylaminobenzol- 65 sprühen von durch Unkräuter, einschließlich Finger-
sulfonylcarbamat .. 20 g gras und Echinochloa, beeinträchtigten jungen Baum-
Tween 80 10 g wollpflanzen in einer Menge von 2,2 kg Wirksubstanz
Acetophenon ad 100 ecm (ausgedrückt als Benzolsulfonylcarbamat) je Hektar.
Man erhält eine zufriedenstellende Kontrolle dieser Unkräuter ohne feststellbare Schädigung der Pflanzen.
Man verwendet das Gemisch einer Lösung des Kaliumsalzes von Methyl-p-aminobenzolsulfonylcarbamat
und des Kaliumsalzes von 4-ChIor-2-phenoxyessigsäure in einer Menge von 2,2 kg/ha (ausgedrückt
als Benzolsulfonylcarbamat) bzw. 0,350 kg/ha (ausgedrückt als Säure). Man besprüht mit dieser Lösung
Leinpflanzen, die durch Windhafer, Polygonumarten, Ackersenf, Tausendschön, Gänsefuß, jährliche Gräser
und schädliche Dicotyledonen beeinträchtigt sind, ohne merkliche^Schädigung der Kulturen.
Man verwendet das Gemisch wäßriger Lösungen des Natriumsalzes von Methyl-4-aminobenzolsulfonylcarbamat
und des Natriumsalzes von 4-(2,4-Dichlorphenoxy)-buttersäure in Mengen von 2,2 kg der
erstgenannten Substanz (ausgedrückt als Benzolsulfonylcarbamat) und 1,1 kg der zweiten Substanz (ausgedrückt
als Säure) je Hektar Luzerne. Man erhält eine zufriedenstellende Kontrolle von Gräsern, wie
beispielsweise Setaria species, Echinochloa und zweisamenlappigen Pflanzen, wie beispielsweise Disteln
und Ampfer, ohne feststellbare Schädigung der Kultur.
Man verwendet ein Gemisch einer wäßrigen Lösung des Ammoniumsalzes von Methyl-p-nitrobenzolsulfonylcarbamat
(erhalten durch Umsetzung von Methylp-nitrobenzolsulfonylcarbamat
mit 1 Äquivalent Ammoniak in verdünnter Lösung) und von 3-Amino-1,2,4-triazol
in einer Menge von 2,2 kg der ersteren Substanz (ausgedrückt als Benzolsulfonylcarbamat)
und 4,4 kg der zweiten Substanz je Hektar bei Brachfeldern. Man hält so die jährlichen und bleibenden
Unkräuter, wie beispielsweise Setaria species, Quecken, Echinochloa, Fingergras und die bleibenden zweisamanlappigen
Pflanzen, Kanadische Gänsedisteln, Ampfer und Knöterich unter Kontrolle.
3. Methyl-p-N-methylformylaminobenzölsulfonylcarbamat
(F. = 203 bis 2050C);
4. Methyl-p-methylaminobenzolsulfonylcarbamat
(F. = 132 bis 134°C);
5. Methyl-p-methoxycarbonylaminobenzolsulfonylcarbamat(F.
= 217 bis 2190C).
Auf Grund ihrer guten Wasserlöslichkeit können folgende Verbindungen vorteilhaft verwendet werden:
6. Kaliumsalz des Methyl-p-aminobenzolsulfonylcarbamats;
7. Kaliumsalz des Methyl-p-nitrobenzolsulfonylcarbamats;
8. Natriumsalz des Methyl-p-nitrobenzolsulfonylcarbamats;
9. Triäthanolaminsalz des Methyl-p-nitrobenzolsulfonylcarbamats;
10. Natriumsalz des Methyl-p-aminobenzolsulfonylcarbamats;
11. Natriumsalz des Methyl-p-methoxycarbonylaminobenzolsulfonylcarbamats
(F. = 258 C);
12. Kaliumsalz des Methyl-p-methoxycarbonylaminobenzolsulfonylcarbamats.
Versuchsbericht I
55
Man vermahlt 20 g Kaliumsalz vom Methyl-p-nitrobenzolsulfonylcarbamat
und 80 g Ättapulgitton. Man granuliert das Gemisch in üblicher Weise, um Körner mit einem Durchmesser von 2 bis 5 mm zu
erhalten.
Man verwendet dieses Granulat vor der Keimung in einer Menge von 22 kg/ha in Zuckerrübenfeldern.
Man erhält eine zufriedenstellende Kontrolle von Rispengras, Windhafer, Gänsefuß, Mutterkraut und
Polygonumarten. A
Folgende Verbindungen können in den erfindiings- B
gemäßen selektiven herbiciden Mitteln enthalten sein: C
1. Methyl-p-nitrobenzolsulfonylcarbamat 65 D
(F. = 145 bis 148°C);
2. Methyl-p-aminobenzolsulfonylcarbamat E
(F. = 145 bis 146°C);
Die erfindungsgemäßen Benzolsulfonylcarbamate sind gegenüber einem Spektrum von Unkräutern wirksam,
das sich von dem Spektrum der bekannten
- Herbicide unterscheidet, und sie können sowohl vor als auch nach dem Auflaufen der Unkräuter angewendet
werden. Sie eignen sich zur Bekämpfung von Unkräutern des Typs der Monokotylen und Dikotylen
nach dem Auflaufen im Gegensatz zu (a) anderen bekannten Nachauflaufherbiciden, wie 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure
und 4-ChIor-2-methylphenoxyessigsäure, die gegen Gräser nicht wirksam sind, und zu
(b) Herbiciden, wie Isopropyl-N-phenylcarbamat und
Isopropyl - N - (3 - chlorphenyl) - carbamat (Chlorpropham), die zwar gegen Gräser wirksam sind, jedoch
im allgemeinen vor dem Auflaufen der Unkräuter angewendet werden müssen. Das Spektrum
der durch die erfinduhgsgemäßen Herbicide zu bekämpfenden Unkräuter umfaßt ferner eine Anzahl
von Arten, die durch Anwendung auf die Blätter bisher nur schwierig zu bekämpfen waren, wie Avena
fatua, Alopecurus myosuroides, Agrostis spp., Holcu?
lanatus, Bromus mollis, Agropyron repens, Polygonum lapathifolium und Rumex crispus. Unter diesen
sind Agrostis, Agropyron und Rumex perennierende Pflanzen und daher in solchen Fällen besonders lästig,
wo nicht häufig gepflügt wird.
Die folgenden Tabellen zeigen die herbiciden Aktivitäten
der erfindungsgemäßen Verbindungen bei Anwendung auf die Blätter. Die Bezeichnungen A
bis E entsprechen folgenden erfindungsgemäßen Substanzen:
Methyl-p-nitro-benzolsuifonyicarbamat,
Methyl-p-aminobenzolsulfonylcarbamat,
Methyl-p-methoxycarbonylaminobenzolsulfonylcarbamat,
Methyl-p-N-methylformylaminobenzolsulfonylcarbamat,
Methyl-p-methylaminobenzolsulfonylcarbamat.
12
Pllan/ciiurten und Wuchstumszusiaiul
(Anzahl der Blätter)
Avena fatua 1 bis 2
Agrostis stolonifera 1 bis 2
Aurostis tenuis (beim Spießen)
Aüropyron repens 25,4 bis 33,02 cm
hoch
Alopecurus myosuroides I bis 2
Bromus moHis (Sämling)
Dactylis glomerata 1 bis 2
Hplcus lanatus 1 bis 2
Loiium perenne 1 bis 2
Poa annua 1 bis 2
Dosierung des Ilorhicids in Einheiten von 1,125 kg,ha, die erforderlich ist zur
a) W/oigen Verringerung des Frischgewichts, (b) 70- bis "X)%igen Verringerung
des Frischgewichts, (c) 'X)%igcn Abtötung
(a) (b)
| 2 | 1,5 |
| 1 | 0,75 |
| 2 | 0,9 bis 1 |
| 16* | <16 |
| 4 | 3 |
| 2 | 0,9 |
| 2 | 1 |
| 4 | 2 |
| 8 | 4 bis 6 |
| 4 | 2 |
als Kaliumsalz
(al
2 2 4
Chlorprophnm la)
(Fortsetzung)
Pflanzenarten und Wachstumszustand
(Anzahl der Blätter) Dosierung des f Icrbicids in Einheiten von 1,125 kg,ha, die erforderlich ist zur
(a) 90%igen Verringerung des Frischgewichts, (b) 70- bis 90"/.igcn Verringerung
des Frischgewichts, (c) 90%igen Abtötung
als Kaliumsalz
(C)
als Kaliumsalz (O "
als Kaliumsalz
(C)
Chlorpmpham Ic)
Polygonum japathifolium 1 bis
Sinapis arvensis 2 bis 3
Matricaria inodora 3 bis 5
Rumex crispus 15,24 cm Durchmesser.
2*
1*
2 bis 4*
1,5*
1*
1*
1 bis 2*
etwa 8* etwa 4* etwa 8*
etwa etwa
keine Abtötung bei 8
Angewandt als freie Säure in wäßriger Acetonlösung. Gegenüber dieser Art nicht getestet.
Pflanzenarten Wachstumszustand
Minimale wirksame Dosis in Einheiten von 1,125 kg, ha
zur Erzielung von 90- bis 95%iger Bekämpfung
als Natriumsulz
A vena fatua
Alopecurus pratensis
Alopecurus myosuroides ......
Poa annua
Polygonum Iapathifolium
Sinapis arvensis
Matricaria inodora:
Holons lanatus
Agrostis stolonifera ..........
Agrostis tennuis ..·..'
Bromus mollis
Gegenüber dieser Art nicht getestet.
Sämling Sämling Sämling Sämling Sämling Sämling Sämling Sämling Sämling
Sämling Sämling
4 bis 4
2 bis ' inaktiv bei 8
4 1
1 2 bis
2 2 bis
1 bis
'
4 1 bis
Die nachstehende Tabelle zeigt die in dem Boden
verbleibende Aktivität gegen Unkräuter vor dem Auf-
laufcn: Tabelle 111
l'flanzenartcn
A vena fatua
Holcus lanata ....
Poa anniia
(henopodium
album
Polygonum
lapathifoüum ...
Sinapis urvensis...
Matricaria inodora
Matricaria inodora
:.i forderliche Dilsis zur 90%igcii Λ htöliing
keimender Samen in Einheilen von 1.125 kg ha
i:
<2 <2
Chlorpropharn
<r
<r
* Niedrigste getestete Menge
~ Gegenüber dieser Art nicht getestet.
Weilerhin wurden Parzellen von Kartoffelfeldern
vor dem Auflaufen der Pflanzung mit wäßrigen Lösungen der zu vergleichenden Verbindungen besprüht,
und nach 28 Tagen bestimmte man die Unkrautbekämpfung im Vergleich mit nichtbesprühten Kontrollparzellen.
121 Tage nach dem Besprühen wurde der PIIn nzungscrlrag gemessen.
Dabei wurden folgende Ergebnisse erhallen:
| Verbindung | Anwendungs menge in Einheiten von 1.125 kg/ha |
Prozentuale Bekämpfung des gesamten Unkraut bestands |
Pflanzungs- ausbeute in Einheiten von 1.125 kg /lia |
| B als Kaliumsalz Chlorpropham.. Nicht besprühte Kontroll- parzellen |
2 2 |
56 41 |
6810 5033 6063 |
Unkrautarten, die bei der Bestimmung der Bekämpfung in den nicht besprühten Kontrollparzellen auftraten,
waren (die Ziffern in Klammern geben die Anzahl der Pflanzen pro 0,836 qm an):
Capsella bursa-pastoris (11),
Chenopodium album (36),
Cirsium arvense (11),
Cirsium arvense (11),
Convolvulus anensis (12).
Polygonum convolvulus (13), Solatium nigruni (6),
Sonchus arvensis (5),
Sonchus clcraceus (8).
Polygonum convolvulus (13), Solatium nigruni (6),
Sonchus arvensis (5),
Sonchus clcraceus (8).
Veronica hederifolia (38).
Vet suchsbericht II
. Im Treibhaus in Töpfen aufgezogene Unkräuloi
ίο wurden mit in Wasser verdünnten Formulieiiinpni
der zu untersuchenden Wirkstoffe besprüht. Im I-'allc
von Avena fatua betrug die Anzahl der besprühten Pflanzen 20 bis 25, im Falle der anderen Species ς
Eine entsprechende Anzahl von Pflanzen jeder Spcm-s
wurde aus Vergleichsgründen nicht besprüht. Die Konzentration
der zu untersuchenden Verbindungen in den Sprayflüssigkeiten war so eingestellt, daß sie
praktisch anwendbaren Konzentrationen entsprach: beginnend mit einem Minimum von 0,281 kg/ha und
mit einem geometrischen Faktor von 2 auf 9,00 kg. ha anwachsend, wobei 1901 Sprayflüssigkeit pro 0,40 Hektar
versprüht wurden. Verwendet wurden Labom troumspräzisionssprühgeräle, die frisch auf dieses
Volumen geeicht waren.
Die Sprayfliissigkeilen, die die Kaliumsalze λ «in
Methyl -p- N -methylformylaminobenzolsulfonylcaihamat
und Methyl-p-melhylaminobenzolsulfonyleaihamat
enthielten, wurden durch Auflösen der Testverbindungen im gewünschten Wasservolumen herge-
stellt, dem 0,5 Gewichtsprozent/Volumen eines Mc netzungsmitlelsmil dem Handelsnamen »Ethylan C P<·
beigefügt wurden. Die chlorprophamhalligen Spray flüssigkeiten waren Emulsionen, hergestellt durch Verdünnen
einer handelsüblichen flüssigen Zusammen-
setzung von 40 Gewichtsprozent/Volumen Chlorpropham,
die unter dem Namen »Farmon CIPC 40« bekannt ist, mit Wasser auf die gewünschte Menge.
Der Zusatz von 0,5 Gewichtsprozent/Volumen Eth\- Ian CP bewirkte die benetzende Wirkung der Beii-
zolsulfonylcarbamat-Testverbindungen enthaltenden
Sprayflüssigkeiten. Auf diese Weise wurde eine vergleichbare Haftung der Sprayflüssigkeiten, die die
drei Teslverbindungen enthielten, auf den Unkraulblättern
erzielt. Die Pflanzen wurden anschließend
45.35 Tage im Treibhaus unter Standardtemperatur- und
-tageslängenbedingungen bei normaler Handbcwässcrung, beginnend mit dem Tag nach dem Besprühen,
gehalten. Die herbicide Aktivität wurde nach 35 Tagen ermittelt, wobei die verwendete Menge jeder einzelnert
Verbindung bestimmt wurde, die im Vergleich mit den unbehandelten Pflanzen einen 90%igen Wachstumsrückgang
bewirkte (ED90). Die Versuchsergebnisse sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt:
Pflanzenarten
Wachstumszusland beim Besprühen
(Höhe/Anzahl der Blätter)
(Höhe/Anzahl der Blätter)
ED«, in Einheilen von 1.125 kg/ha
(Kaliumsalz)
(Kaliumsalz)
Chlorpropham
Sinapis arvensis —
Matricaria inodora,
Avena fatua
Matricaria inodora,
Avena fatua
6,35 cm/3 Blätter 2 2 <8
2,54 cm/6 bis 7 Blätter > 8 2 NR
15,24 cm/2 Blätter 2 1 4
NR bedeutet, daß kein wesentlicher herbieider Effekt mit der größten eingesetzten Dosis der Testverbindung (9,00 kg pro Hektar) erzielt
wurde.
>8 bedeutet, daß mit der größten eingesetzten Dosis der Testverbindung (9,00 kg pro Hektar) etwa 50%ige Wachstumsverminderung
>8 bedeutet, daß mit der größten eingesetzten Dosis der Testverbindung (9,00 kg pro Hektar) etwa 50%ige Wachstumsverminderung
erzielt wurde.
Aus den Versuchsberic iten I und II ist ersichtlich, daß mit den erfindungsgemäßen Substanzen eine verbesserte
herbicide Aktivität und bessere Ausbeuten erzielt werden als mit dem bekannten Herbicid Chlorpropham.
Claims (1)
- Patentanspruch:Selektive herbicide Mittel, g e kennzeichnet durch einen Gehalt an Sulfonylcarbaminsäureestern der allgemeinen FormelSO2-NH-C-OCH3in der Y die Nitro-, Amino-, Methoxycarbonylamino-, Methylamino- oder N-Methylformylaminogruppe bedeutet, oder an deren Alkali-, Ammonium- oder Aminsalzen.
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0077759B1 (de) | Phenylharnstoffe | |
| DE2531643B2 (de) | a-[4- (4- Trifluormethylphenoxy) -phenoxy] -propionsäurederivate und diese enthaltende Unkrautvertilgungsmittel | |
| DD141774A5 (de) | Herbizides mittel | |
| DE2944783A1 (de) | Diphenylaetherderivate und herbizide | |
| DE2734827A1 (de) | Verfahren zum hemmen des wachstums von unerwuenschten pflanzen | |
| DE2101938C2 (de) | 3-[2-Chlor-4-(3,3-dimethylureido)-phenyl]-5-tert.-butyl-1,3,4-oxadiazolon-(2), seine Herstellung und herbicide Zusammensetzungen, die es enthalten | |
| DD253565A5 (de) | Herbizide zusammensetzungen | |
| DE2413258A1 (de) | Alkoxycarbonylphenylharnstoffe, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung als herbizide | |
| DE1468220A1 (de) | Selektive herbicide Mittel | |
| DE1062059B (de) | Mittel zur Bekaempfung unerwuenschten Pflanzenwuchses | |
| DE2238206C2 (de) | Azomethine von 4-Amino-5-H-1,2,4-triazin-5-onen, Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung als Herbizide | |
| DE1468220C (de) | Selektive herbicide Mittel | |
| EP0203607B1 (de) | Benzoesäureester, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung zur Schädlingsbekämpfung | |
| DE1468220B (de) | Selektive herbicide Mittel | |
| EP0062254A1 (de) | Substituierte Acetanilide, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Herbizide | |
| EP0149427B1 (de) | (Poly-)Oxyalkylamino-diphenyläther mit herbizider Wirkung | |
| DE2638897C2 (de) | Diurethane und diese enthaltende Herbizide | |
| DE3300154A1 (de) | Harnstoff derivate | |
| DE2121957A1 (de) | Herbizide Methylphenylcarbamate | |
| DD141773A5 (de) | Herbizides mittel | |
| DE2310649C3 (de) | Diurethane sowie diese enthaltende selektive herbizide Mittel | |
| DD145053A5 (de) | Herbizide zusammensetzung | |
| DE3227894A1 (de) | Herbizide phenoxybenzoesaeure-verbindungen | |
| DE1468310C3 (de) | Selektive herbicide Mittel | |
| DE2163381A1 (de) | Herbizide Komposition |