DE1464090A1 - Thermionischer Konverter - Google Patents
Thermionischer KonverterInfo
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Description
U Ή9/9 WmIUm9 ** U*
T<ÄiGE
"Thermionischer Konverter"
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf thermionische
Konverter für die direkte Umwandlung von Wärme in elektrische Energie· Derartige Konverter besitzen eine geheizte Emitterelektrode
und eine gekühlte Kollektorelektrode, wobei fceide
Elektroden in einem vakuumdicht en Gefäss mit Cäsiuadampffiilluxig
untergebracht sind· Um einen guten Wirkungsgrad der Euergiovrandlang
zu erhalten, muss die Emittertemperatur auf Mindestens 16OO°-18OO°C gebracht werden. Weiter muss der Abstand
zwischen den Elektroden so klein wie möglich gehaltem
Λ _ 9098U/0253
Es ist eines der schwierigsten technischen Probleme im Konverterbau, dan Elektrodenabstand extrem kloin und zugleich
im 3etri««b konstant zu halten. Ein weiteres schwieriges Pro»-
bldäi ist die Abführung der Wärme aus der Kollektorelektrode
und die Heizung dor Emitterelektrode auf einen vorgegebenen T«»iaperaturwei*t.
Kxt den bisher üblichen Methoden der Wärmeübertragung kann
Wärme von einer äusseren Wärmequelle zum Ort der Wärmevervendung nur unter Inkaufnahme eines beträchtlichen Temperaturabfallen
übertragen werden. Dan gleich gilt für die Wärmeabführung, da sich auch bei ihr ein beträchtlicher Temperaturabfall
zwischen der heissesten Zone und derjenigen Stelle
ausbildet, an der die Wärme abgezogen wird.
Im Falle eines thermionischen Konverters befinden sich die beheizten
Partien der Emitterelektrode auf wesentlich höherer Temperatur als die Emissionsschicht an der Elektrodenoberfläche,
auf die es ankommt. Weiter ist auch die Temperaturverteilung entlang der Elektrodenoberfläche nicht uniform,
sondern unregelmässig, d.h. die Temperatur nimmt zur Peripherie hin ab. Tatsächlich bilden denn auch die Temperaturgradienten
ein Haupthindernis für eine effektive Energiekonversion, an der die gesamte Emitterschicht gleich intensiv
beteiligt sein sollte. Aber auch jede Änderung auf Seiten der Heizquelle (Intensität, geometr. Form etc.) beeinflusst
in starkem Hasse die Wärmeeinkopplung· Das ist besonders bei Konvertern der Fall, deren Emitterelektrode mit Kernbrennstoff,
d.h. durch Kernspaltungswärme, beheizt wird« Aus Allen
diesen Gründen sind die gegenwärtigen Prototypen thermion!βeher
Konverter noch weithin mängelhaft.
«m/c/5906/6* a - 567 9098U/0253
Durch die Erfindung der sog. Wärmerohr© können die vorstehend
erwähnten Schwierigkeiten bei thennionisehen Konrertern überwunder*
werden. Wie. in der Zeitschrift "Journal of Applied
Physics11, Juni 196** ini eins einen, beschrieben ist, besteht
eine Wärmeröhre aus einem endseitlg verschlossenen Rohr, das
en der Innenwandung eine Kapillaretruktur aufweist und eine ,
Quantität eines V/ärtaeträgertcediums enthält· Durch Verdampfen
des Mediums wird in der Röhre eine in Achsrichtung gegenläufig zirkulierende Umlaufströmung erzeugt, wobei das unheneizte
Röhrenende als Kondensationsraum wirkt. Es entsteht ein Wärmeflusa
von beheizten zum unbeheizten Röhrenende· Die Besonderheit
der Wärmeröhre besteht nun darin, dass der Temperaturabfall
entlang der Röhre um Zehnerpotenzen kleiner ist als bei konventionellen Wärmetransport, und dass weiter eine uniforme
Taraparaturverteilung auf der gesamten Röhrenoberfläche, also
auch auf den Stirnflächen, vorliegt.
Wärzieröhren können weiter als Wärmedichtetransformatoren benutzt
werden, indem sie Wärme aus einer räumlich verteilten, d.h. ausgedehnten und unregeltaässig intensiven, Wärmequelle
übertragen auf eine lokalisierte Wärmesenke. All· diese Eigenschaften der Wärmeröhre können bei theraionischen Konvertern
besonders wirkungsvoll nutzbar gemacht werden, nämlich
dadurch, dass erfindungsgemäss Wärmeröhren direkt mit
der Emitter - und/oder Kollektorelektrode verbunden werden·
Vorzugsweise werden die Stirnflächen der Röhren unmittelbar
als Emitter- bzw. Kollektorelektroden benutzt.
Ein solcher Konverter hat gegenüber allen anderen Konvertertypen
folgende Vorteile:
EUR/C/59O6/64 d - 567 9098H/02 53 */#
- die Temperatur an der Eniitt eroberfläche 1st praktisch identisch
mit derjenigen der die Emitterelektrode beheizenden Wärmequelle;
- die gesamte EmitteroberflHcho befindet eich auf ein und
derselben, d.h. uniform Verteilten Temperatur;
- die Heizwärmeübertrugung und die Verlustwärnieentnahme können
lexcht an die Besonderheiten der Wärmequelle (Intensität,
Geometrie, etc.) bzw. der Wärmesenke angepasst werden;
- es entfällt ein besonderes Kühlmittel sowie das Kreislaufsystem mit Pumpe zur Umwälzung des Kühlmittels·
kann ein Konvertor mit ebenen-, auf kleinsten Abstand
eingestellten Elektroden gebaut werden, da ein Verwerfen der Elektroden mangels Temperaturgradienten nicht mehr auftritt.
Ueχ Gegenstand der Erfindung sei nachstehend an Hand der
Zeichnung näher beschrieben, die ein vereinfachtes Ausführungebeiepiel
eines thermionischen Konverters mit planen Elektroden und daran angeschlossenen Wärmeröhren im Längsschnitt
zeigt· ,
Wie gesagt, besteht das Charakteristische des vorliegenden
Konverters darin, dass Wärmeröhren direkt an die Emitteruiid/oder
Kollektorelektroden angeschlossen sind. In der Zeichnung bezeichnet 10 die Emitterelektrode, 11 die Kollektorelektrode,
12 die mit der Emitterelektrode verbundene Wärnieröhre und 13 die mit der Kollektorelektrode verbundene
Wärmeröhre. Die Elektroden 10, 11 sind plane Kreisacheiben,
die zugleich stirnseitige Abschlüsse der Wärmeröhren bilden· Die Emitterelektrode besteht aus der Tantal-Wolfram-Legierung
Ta-W-10 und trägt als Emissionsschicht aufgedampftes
Rhenium Ik, Die Kollektorelektrode besteht aus der Niob-Zirkon-Legierung
Nb-IZr. 909914/0253 8^0ORIGINAL
EUR/e/59O6/64 d - 567
Das Gehäuse 15 schliesst das Elektrodensystem unter Bildung
einer vakuumdichten Kanuner nach aus sen ab» Es besteht aus
zwei zylindrischen Elementen 16, 17 und der dazwischen befindlichen
elektrischen Isolierkeramik 13 aus Al0O.· Die
« J
Gehäusekarcner ist im Betrieb mit Calsium-Danpf gefüllt«Dieser
gelangt durch das Rohr 20, welches in der Achse der Kollektorwärmeröhre
angeordnet und einerseits in der Emitterelektrode, andererseits im Stirnverschluss 21 der Wärmeröhre
verschwoisst 1st, vom Calsiurareservoir in die Kammer·
Beide Värmoröhrenbestehen aus zwei zusammengeschweissten Abschnitten.
So ist die Kollektorwärmeröhre aus den Bauteil 22 und dem fingerhut rohr or ti gen Abschnitt 23 t beide aue Nb-I Zr,
aufgebaut, während die EmitterwSrmeröhre aus dem birnenförmigen Abschnitt 2k und dem fingerhutartigen Abschnitt 25ι beide
aus Ta-IO W, aufgebaut ist· Die Abschnitte wie auch die übrigen
bisher erwähnten Bauteil· sind durch Schweissung miteinander
verbunden· Bei Verwendung des Konverters im gravitationsfreien Raum muss die Innenwandung der Wärmeröhren - wie
bekannt - nit einer Kapillarstruktur ausgestattet sein«
Als Wärmeträger in der Kolloktorwäraeröhre dient Lithium,
während im Falle der Emitterwärneröhre Silber verwendet wird· Die Emitterelektrode arbeitet bei Temperaturen zwischen
l600° und l800°C, die zugelassene Temperatur der Kollektorelektrode beträgt zwischen 800° und 10000C· Als Durchmesser
der Eraitterwärmeröhre werden 10 ma Aussendurchmesser und 8 an
Innendurchmesser gewählt; im Falle der KoIlektcnrärmeröhre
entsprechend k0 am und 3d mm· Als Röhrenmater id kocaat Ta
bxw· Nb-IZr infrage. Der Durchmesser der Emitterelektrode
betragt Omr BADORiQlNAL
eoi/C/5906/6% d - 567
sind thermische Schirme zum Schütze der Isolierkeramik und
T? der den Wärmeröhren etwa benachbarten Bauteile anzubringen·
O
tO Die Pfeile f 1, f2 neben der unteren Partie der Emi tt erwärme-T~
röhre respektive der oberen Partie der Kollektorwärmeröhre versinnbildlichen Wärmeflüsse«
Die Pfeile fA stellen den zum Aufheizen der Emitterelektrode
dienenden Wärmefluss einer Heizquelle dar, Pfeile f„ den von
der Kollektorelektrode abgezogenen Verlustwärmefluss (Wärmesenke)·
Als Heizquellen kommen infrage eine Flamme, eine elektrische
Induktionsspule, spaltbarer Kernbrennstoff, ein radioaktiver Strahler, die Sonnenwärme, ein zirkulierender WärmetrHger
u.a.f· Die Wärmesenke kann technologisch in Jeder konventionellen
Form, z.B. nach Art eines Wärmetauschers, gestaltet werden. Bei Wärmeabs tr ahlung in den Weltraum dient
das frei· End· der Kollektorwärmeröhre direkt als Radiator·
Wie bereits erwähnt, kann di· Gross« der die Heizwärm· aufnehmend·
Fläche der Röhren als auch der di· Verlustwärme abgebenden
Fläch· leicht an di· Temperaturbedingungen d«r Elektroden
angepasst warden. Das geschieht einfach in der W«lse,
das länger· oder kürzere Partien der Wärmeröhren thermisch mit der Wärmequelle bzw. der Wärmesenke gekoppelt werden·
In der Zeichnung 1st dies durch die unterschiedlich breit gehaltenen Scharen der Pfeil· t*t f« angedeutet. Di··· Maas-
«O nahm· resultiert aus der Eigenschaft dar Wärmerohre al« Wärme-
^ dicht »transformator· Von dieser Eigenschaft ist bein vorli·- ■
*» genden Konverter auch noch insofern Gebrauch gemaoht t al· di·
O Emltterwärmer0hre im Bereich der Emitterelektrode birnenfdradg
κ»
im Querschnitt erweitert 1st«
und 27 abgtnoi—n. BADORiGlNAL y
ύ *- 5^7
Zur Erfindung gehurt alle« dasjenige, was in der Beschreibung
enthalten und bsw· oder in der Zeiohnung dargestellt ist, einsohliesslloh
dessen, was abwelohend τοη den konkreten Ausftihrungsbelspielen
fttr den faohaann naheliegt.
iV, ;^&&98U/0253 -7-
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHEIA Theroionischer Konverter, dadurch gekennzeichnet! das* Wärmeröhren direkt mit der Emitter - und/oder Kollektor· elektrode verbunden sind·· Konverter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet t daaa die einander zugekehrten Stirnportien der Wänaeröhren direkt als Elektroden dienen«14/0 2 !Γ3
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