DE1539288A1 - Thermionischer Konverter - Google Patents
Thermionischer KonverterInfo
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- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J45/00—Discharge tubes functioning as thermionic generators
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- F25B—REFRIGERATION MACHINES, PLANTS OR SYSTEMS; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS
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Description
ipl.-lng.Hickrd MGller-88nwr
.1
Berlin, den 5. Oktober I967
EUROPÄISCHE ATOMGEMEINSCHAFT (EURATOM)
Thermionischer Konverter
Die Erfindung bezieht sich auf einen thermionischen Konverter zur
direkten Umwandlung von thermischer in elektrische Energie.
Solche Konverter enthalten im wesentlichen ein Diodensystem mit
einer geheizten Emitterelektrode und einer gekühlten Kollektorelektrode
sowie mit Cäsiumdampf im Zwischenelektrodenraum. Die Wärmezu- und -abfuhr erfolgt neuerdings vielfach über sogenannte
Wärmeröhren (Französische Patentschrift 1.4-51,700), das sind
EUR/c/4137/67 - 1179 d 0098 10/0138
hermetisch geschlossene Röhren, in denen sich zwischen den
heißen und kühlen Enden eine natürliche Zirkulation teils in
der flüssigen und teils in der dampfförmigen Phase ausbildet.
Großen Einfluß auf den Umwandlungswirkungsgrad und die Gesamtfunktion
des Konverters übt der Dampfdruck des Cäsiums aus, so daß man früher oft das Cäsiumreservoir entfernt vom Konverter in
einer temperaturgeregelten Zelle angeordnet hat. Man hat aber
auch bereits versucht, diese aufwendige Konstruktion zu vermeiden und ein Adsorbtionsreservoir (z.B. Holzkohle) thermisch an
Emitter oder Kollektor des Konverters direkt anzukoppeln (Conference Papers Thermionic Conversion Specialist Conference,
Houston, November 3, 4, 1966, p.249 - 258 (Yates)), Dabei folgt
die Reservoirtemperatur " im wesentlichen den Schwankungen der
Elektrodentemperatur, was prinzipiell auch im Sinne optimaler Konverterfunktion
erwünscht ist. Da jedoch die Ankopplung starr und außerdem stark von konstruktiven Gesichtspunkten bestimmt ist,
kann man im allgemeinen nicht erwarten, daß absolut optimale Konverterfunktion bei allen Betriebstemperatüren erzielbar ist.
Dieser Nachteil soll gemäß der Erfindung behoben werden bei einem thermionischen Konverter, dessen Adsorbtionsreservoir in gutem
Wärmekontakt mit der Kollektorwärmeröhre angeordnet ist.
Die Erfindung besteht darin, daß die Varmeröhre Mittel zur 'Beeinflussung
Ihrer Kühleigenschaften aufweist und daß diese Mittel derart temperaturabhängig gesteuert werden, daß die Temperatur
- 3 .-.-..;.'■ EUB/c/4l37/67 - 1179 - 0098 10/0138
der Wärnieröhre und damit der Cäsiumdampf druck in eine vorgewählte
Funktion zur Emittertemperatur gelangen. "
Die Mittel sind in einer Ausführungsform der Erfindung als
Wärmeschilde ausgebildet, die um die abstrahlenden Flächen der
Wärmeröhre angeordnet sind und mittels Bimetallstreifen mehr
oder weniger abgespreizt werden.
In einer anderen bevorzugten Aueführungsform der,Erfindung bestehen die Mittel aus einem Edelgaspfropfen, der im Innern der
VJärmeröhre liegt und dessen Volumen sich temperaturabhängig
ändert. Der Einfluß der Volumenänderung auf die Kühleigenschaften
der Wärmeröhre kann vorzugsweise durch einen im Bereich des
Edelgases angeordneten Verdrängungskörper geeigneter Form variiert werden.
Im wesentlichen liegt der Erfindung also der Gedanke zugrunde,
die Temperatur der Kollektorwermeröhre durch Beeinflussung ihrer Kühleigenschaften so automatisch zu regeln, daß sich der Cäsiutndarapfdruck
immer optimal zur jeweiligen Emittertemperatur einstellt,
Nachfolgend wird die Erfindung anhand zweier Figuren näher erläutert,
die je eine Ausführungsform in schematischer Schnittdarstellung
zeigen.
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v ORIGiNALINSPECTED
In Figur 1 ist ein Konverter zu sehen, dessen Emitterelektrode
und Kollektorelektrode 2 die Stirnseiten je einer Wärmerohre bzw. k bilden. Die Emitterwärmeröhre wird am elektrodenfernen
Ende, beispielsweise mittels einer Hochfrequenzspule 5» erhitzt.
Die Kollektorelektrode weist ein zentrales Loch 6 auf, an das ein die ganze Kollektorwärraeröhre k zentral durchquerendes Rohr
dicht eingeschlossen ist. In diesem Rohr befindet sich das Cäsiumreservoir
8, welches beispielsweise aus porösem 11JoIfram, Graphit
oder Holzkohle besteht.
ι . * ■ ■ ■
Die beiden Elektroden sind Von je einem der Halterung und dem
elektrischen Kontakt dienenden Ring 9 und 10 umgeben, zwischen denen ein keramischer Isolierring 11 angeordnet ist.
Heizt man die insoweit bekannte Konverteranordnung auf, dann
verdampft Cäsium im Reservoir 8 und gelangt durch das Loch 6 in der Kollektorelektrode in den Zwischenelektrodenraum. Durch
den bekannten thermoionische» Effekt entsteht ein Strom, der
sich an mit den Ringen 9 und 10 verbundenen Anschlußklemmen abnehmen läßt.
Das oben erwähnte Problem des optimalen Cäsiumdrucke bei schwanken·
den Konverterleistungen wird dadurch gelöst, daß die Kühleigenschaft
der Kollektorwärmeröhre k diesen Leistungsschwankungen angepaßt
wird. Beruht die Kühlwirkung allein auf der Abstrahlung an die Umgebung, dann genügt es, diese Abstrahlung zu beeinflussen.
'*■■'■ ■ - 5 -
EüR/c/4137/67■- 1179 d .0.0 9 8 10/01 38
In Figur 1 ist als eine Möglichkeit dieser Beeinflussung ein
Wärmeschild 12 dargestellt, der die Form zweier Halbzylinderrohre besitzt. Diese sind an einer Mantellinie miteinander verbunden
und an der Wärmeröhre befestigt* An der jeweils zweiten Mantellinie
greift je ein Bimetallstreifen 13 an, der in gutem thermischen
Kontakt mit der Oberfläche der Kollektorwärmeröhre *t
steht. Erhöht sich die Temperatur der T/ärmeröhre, dann spreizen
die Bimetallstreifen die beiden Zylinderhälften von der Wärmeröhrenoberfläche
ab und wirken dadurch fördernd auf die Kühleigenschaft. Der Wärmeschild besteht beispielsweise aus Niob, die
Bimetallstreifen aus Kovar oder ähnlichen Materialien. Wegen der
günstigen Ausdehnung vermeidet man bei di eser Kombination ein unerwünschtes Öffnen des WärmeSchildes schon bei niedrigen Temperaturen.
Eine andere Möglichkeit der Beeinflussung der Kühleigenschaften
der Kollektorwärmeröhre ist in Figur 2 gezeigt, in der die anhand
von Figur 1 beschriebenen Elemente 1 bis 11 wieder vorkommen
und daher nicht weiter erläutert zu werden brauchen. Anstatt des Wärmeschilds ist hier ein Edelgaspfropfen Ik i© elektrodenfernen
Bereich der Kollektorwärmeröhre angebracht. Dieser Pfropfen wird vom Metalldampf in der Röhre je nach Dampfdruck und Temperatur
mehr oder weniger zusammengedrückt. Hierbei wird die Abstrahlfläche vergrößert oder verkleinert, da der mit -dem Edelgas in
Kontakt stehende Teil der Röhre nicht strahlt. Mit dieser Anordnung lassen sich ohne große Schwierigkeiten sehr unterschiedliche Funktionen zwischen Kollektortemperatur und Abstrahlungsflache
erzielen, indem man entweder der Wand der Wärmeröhre im
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EUR/CA137/67 - 1179 4
Bereich des Pfropfens eine entsprechend nichtlineare Form gibt
oder aber indem man zentral in diesen Bereich einen Verdrängungskörper
15 einfügt, dessen Querschnittsfläche in Achsrichtung
entsprechend variiert ist.
Natürlich läßt sich die Kühleigenschaft einer !'/ärmeröhre auch
durch andere Mittel ändern, beispielsweise durch die Drosselung eines sekundären Kühlmittelflusses, so daß solche Möglichkeiten
ausdrücklich in den Umfang der Erfindung mit einbezogen seien.
EUR/C/4137/67 - II79 d
0 0 981 0/0.138
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHEί 1. Thermionischer Konverter, bestehend aus einer Se*" " "" ' · heizten Emitterelektrode und einer von einer hermetisch geschlossenen Värmeröhre gekühlten Kollektorelektrode, wobei der Interelektrodenraum von Cäsiumdampf erfüllt ist, der aus einem in gutem Wärmekontakt mit der Warmeröhre angeordneten Adsorbtionsreservoir geliefert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Warmeröhre (4) Mittel (12, 131 14» 15) zur Beeinflussung ihrer Kühleigenschaften aufweist, und daß diese Mittel derart temperaturabhängig gesteuert werden, daß die Temperatur der Wärmeröhre und damit der Cäsiumdampfdruck in eine vorgewählte Funktion zur Emittertemperatur gelangen.
- 2. Konverter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel als um die abstrahlenden Flächen der Wärmeröhre angeordnete WKrmeschilde (12) ausgebildet sind, die von Bimetallstreifen (13) mehr oder weniger abgespreizt werden.3« Konverter nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel aus einem Edelgaspfropfen (14) bestehen, der im Innern der Wärmeröhre liegt und dessen Volumen sich temperaturabhängig verändert.k. Konverter nach Anspruch 3S dadurch gekennzeichnet, daß in den Bereich des Edelgaspfropfens mindestens ein Verdrängungskörper (15) zentral fest eingebracht ist, dessen Form durch die gewünschte Funktion zwischen Temperatur und Kühlwirksamkeit bestimmt ist.EUR/c/4137/67 -1179 d 009810/0138Leer s e i t e
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Also Published As
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