DE1461781C - Vorrichtung zum Zusammenbinden eines aus stabförmigen Teilen bestehenden ßindegutes - Google Patents
Vorrichtung zum Zusammenbinden eines aus stabförmigen Teilen bestehenden ßindegutesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum selbsttätigen Zusammenbinden eines aus mehreren
stabförmigen Teilen bestehenden Bindegiites mittels
eines Bindedrahts mit einer Zange, deren Backen an einem senkrecht zu ihrer öffnungs- und Schließrichtung
verschiebbar und um ihre in Verschieberichtung liegende Längsachse drehbar angeordneten
Tragkörper vorgesehen sind und an ihren freien Enden zum Halten ausgebildete Drillwerkzeuge aufweisen,
die den senkrecht zur Zangendrehachse ziigeführten Bindedraht erfassen, um das Bindegut
legen und während des Verdriüens der Drahtenden diese festhalten.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art ist die
Zange, die mit einem ersten Motor zum Verdrillen und einem zweiten Motor zum öffnen und Schließen
gekuppelt ist, oberhalb eines Tisches angeordnet, auf dem das Bindegut während des Bindevorgangs liegt,
während sich unterhalb des Tisches eine Drahtzufiihrvorrichtung befindet.
Vor dem Erfassen des Drahts, wozu die Zange abgesenkt wird, muß der Draht mittels einer Verschiebevorrichtung
zur Seite geschoben werden, wobei er durch eine Schere abgeschnitten wird, first
nach der Rückführung des Drahts kann dieser von der Zange erfaßt, während ihrer Abwärtsbewegung
um das Bindegut gelegt und dann verdrillt werden'. , Nachteilig ist bei dieser Vorrichtung insbesondere
der große konstruktive Aufwand, der große IMatzbedarf,
und die notwendige Anordnung der. Zange über dem Arbeitstisch, die für die Zuführung des
Bindegut'.'s nachteilig ist. Weitere Nachteile bestehen
darin, daß das Bindegut- in Form eines Bundes nur in horizontaler Lage abgebunden werden kann und
daß keine Möglichkeit besteht, das verdrillte Ende auf die gewünschte Länge abzuschneiden. Außerdem
ist auch das Einlegen des Bindedrahts in die Zange verhältnismäßig umständlich.
Ferner ist eine Vorrichtung mit einer senkrecht zu ihrer öffnungs- und Schließrichtung verschiebbar gelagerten
Zange, die bei ihrer Schließbewegung den Draht unter Anlage an dem Bindegut biegt und um
dieses legt, bekannt, bei der die freien Enden des Bindedrahts beim Biegevorgang einer Drillvorrichtung
zugeführt werden, die diese Enden in einer in der Verschieberichtung der Zange liegenden Achse
verdrillt. Der Nachteil dieser Vorrichtung besteht darin, daß die Werkzeuge der Verdrillvorrichtung die
Drahtenden nach dem Biegevorgang erfassen müssen. Die Lage der Drahtenden ist jedoch nach dem
Biegevorgang nicht genau definiert, da sie beispielsweise vom Querschnitt des Bindegutes abhängig ist.
Daher bereitet es Schwierigkeiten, die freien Drahtenden mittels der Drillwerkzeuge zu erfassen. Ein
weiterer Nachteil besteht darin, daß das Bindegut nur in einer Ebene eingeführt und nach dem Abbinden
aus der Vorrichtung entnommen werden kann.
Es ist ferner bekannt, die Zange als eine in einer F.ndstellung das Bindegut umfassende Schließzange
auszubilden, die an ihren freien Enden FLilteorgane für den Bindedraht besitzt. Wie bei der vorstehend
genannten Vorrichtung ist hier eine Verdi Mlvorrichtung
auf der der Zange abgekehrten Seite des Bindegutes angeordnet und mit einem Drillwerkzeug versehen.
Damit dieses Diillwerkzeug die Drahtenden erfassen und verdrillen kann, müssen Schließstenipel
die rinden des um das Bindegut gelegten Drahts kreuzen und in den Fangbereich des Drilhverkzeuges
bringen. Auch hier ist deshalb das Erfassen der Enden des Bindedrahts durch das Drillwetkzeui; mit
Schwierigkeiten verbunden. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß die auf der der Schließzange abgekehrten
Seite des Bindegiites angeordneten Vorrichtungen, nämlich die Verdrillvorrichtung und die
Schließstempel, einen verhältnismäßig großen {'latz benötigen, so daß nur Drahtbunde mit einem verhältnismäßig großen Innendurchmesser zusainmen-
gebunden werden können, wenn das Drillende innen liegen soll.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung um selbsttätigen Zusammenbinden
eines aus mehreren1 stabförmige!) Teilen bestehenden Bindegiites zu schaffen, die hinsichtlich des Zu- und
Abtransportes des Bindegiites koine Beschränkungen auferlegt li.nd die verdrillten Knden des Bindedrahts
abschneidet, trotzdem aber due raumsparende'Bauweise
besitzt.
ίο Ausgehend von einer Vorrichtung der einganus genannten
Art ist diese Aufgabe erfindungsgeniäß dadurch gelöst, daß an mindestens einem der zum Mal··
■ ten ausgebildeten Drillwerkzeuge ein ilen unmittelbar
von einer automatisch aibeitentl.n Transport vorrich-
-!5 lung zugeführteu Bindedraht abschneidendes Messer
und am Tragkörper eine das verdrillte Ende im Abschnitt vom Bindegut erfassende Schneidevorrichtung
vorgesehen sind.
Durch die Anordnung sämtlicher für das Ab-
3» 'schneiden des Drahts, das Umschlingen des Bindegutes,
tlas Verdrillen und das Abschneiden der verdrillten Enden erforderlichen Teile am Tragkörper
erhält man eine gedrängte Bauweise und einen Aufbau, der nicht die Anordnung von Werkzeugen auf
beiden Seiten eines das Bindegut während des Abbindevorgangs tragenden Tisches erforderlich macht.
Die Vorrichtung kann deshalb unter der Tischplatte angeordnet werden, so daß über der Tischplatte keine
ortsfesten Werkzeuge vorhanden sind, die den An- und Abtransport des Bindegutes stören und das Einbinden
eines in sich geschlossenen Bundes in vertikaler Lage unmöglich machen. Die Möglichkeit,
einen geschlossenen Bund in vertikaler Lage einbinden zu können, ist insofern vorteilhaft, als häufig bei
Bunden erwünscht ist, das verdrillte Ende auf der Innenseite des Bundes zu haben. Daß das verdrillte
Ende.auf die gewünschte Länge abgeschnitten werden kann, ist insofern vorteilhaft, als die erforderliche
Länge des Bindedrahts im voraus wegen der unterschiedlichen Stärke des Bindegutes nicht genauer
festgelegt werden kann und ein sicheres Festhalten der Drahtenden beim Verdrillen eine Länge
erforderlich macht, die größer ist als die notwendige Länge des Drillendes.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist das Abschneidemesser in der Drahteinlaufrichtung verstellbar
am Drillwerkzeug befestigt, wodurch die . Drahtlänge den Bedürfnissen angepaßt werden kann.
Um den abgeschnittenen Bindedraht sicher in den
So Drillzangenbacken festzuhalten, können die Abs'chneidemesscr
und. die Drillwerkzeuge mindesten;; teilweise aus einem magnetisieren Werkstoff bestehen.
Die Schneidevorrichtung zum Abtrennen des Drill-
ß."i endes kann im einzelnen so ausgebildet .sein, daß am
Tragkörper symmetrisch angeordnete Abschneideschieber vorgesehen sind. Diese Abschneideschieber
können als Biegewerkzeug ausgebildet sein, welche
3 4
das gekürzte Drillende umbiegen, um die Gefahr Abschneidebüchse 20 drehen sich alle gemeinsam mit
einer Verletzung durch das Drillende zu verhindern der Welle 1. Der U-förmige Körper 10 ist fest mit
oder einen Haken zum Festhalten eines Zettels zu der Welle i verbunden und in Längsrichtung der
bilden. Welle L nicht verschiebbar. Alle anderen Teile lassen
Im folgenden ist die Erfindung an Hand eines in 5 sich zusammen mit dem Tragkörper 2 in Längsrich-
der Zeichnung dargestellten Ausführiingsbeispiels im tung verschieben. Die Mitnahme in Umfangsrichtung
einzelnen erjäutert. Es zeigt erfolgt durch Schiebefedern.
Fi g. I eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiels, An ihrem unteren Ende trägt die Welle 1 einen
F i g. 2 eine Draufsicht, Freilauf 21, der über ein Zahnrad 22 und eine Zahn-
Fig. 3 eine Seitenansicht des Tragkörpers mit der iu stange 23 die Welle 1 über eine Kurbelscheibe 24
Zange, oder eine entsprechende Steuerkurve intermittierend
Fig. 4 eine Draufsicht auf die scheniatisch dar- antreibt.
gestellte Vorrichtung und ein Abbindegut während . Über Kulissensteine 25 und Hebel 26 wird der
des Bindevorgangs, Tragkörper 2 von einer. .Steuerkurve 27 in Lüngs-
Fig. 5 Ansichten der Abschneidemesser und Drill- 15 richtung der Welle L auf und ab bewegt. Ein Hebel
werkzeuge, . 28 betätigt über eine Steuetkurve >J) ilen Absehneide-
F''ig. 6 eine unvollständig dargestellte Seiten- schieber 8 und bewirkt dabei gegebenenfalls gleki·-
■ ansicht der Vorrichtung /um Abschneiden und Um- zeitig das Umbiegen des Drahtendes.
l)iegi:ii des Drillendes. Der Drahteinzug erfolgt in dem hier abgebildeten
Auf einer in Längsrichtung fixierten Welle 1 ist v} Beispiel über ein Paar Vnrsdiutnvul/en 31) und 31.
ein in seiner Grundform rechteckiger [Yagkörper Z Die Walze 30 ist während de; Laufs einer Steuer
verschiebbar gelagert. An seinem unteren Ende ist welle 3H- kontinuierlich ainjetri.b.n, die Walze 31 ist
ein r-iutenriiig 3 angeschraubt, über den die Ver- nicht angetrieben und wird bei Bedarf über einen
Schiebung in Achsrichtung bewirkt wird. An den Hebel 32-von einer Kurvenscheibe 33 angepreßt. Mit
.Längsseiten des rechteckförmigi-n Tragkörpers 2 ist 25 3-1 ist eine Antriebsscheibe mit eingebauter Fungleich
über dem Nutenring je eine Schlittenführung' unulrehungskiipplung bezeichnet. Eine Feder 35.hält
links und rechts angebracht. In diesen Schlittenfüll den Tragkörper 2 während des Drillvorgangs schwerungen
sind die beiden Drillzaiigenbacken 4 und 5 bend,
senkrecht zur Hauptachse verschiebbar gelagert. Die Arbeitsweise der beschriebenen Maschine ist
senkrecht zur Hauptachse verschiebbar gelagert. Die Arbeitsweise der beschriebenen Maschine ist
Au der oberen Seite besitzt der Tragkörper zwei 3" wie folgt: Der als Beispiel gewählte Drahtring wird
einander gegenüberliegende, symmetrisch angeord- auf den Maschinentisch aufgelegt und dabei durch
nete Schieberführungen 6 und 7. Diese Schieberfüh- zwei einstellbare Anschläge 36 und 37 in die richtige
rungen befinden sich in einer anderen Eibene als die Lage über der Drillachse gebracht. Anschließend bean den Drillzarigenbacken vorgesehenen Werkzeuge tätigt die Bedienungsperson einen Fußschalter und
imd verlaufen 45° schräg zu den Führungen der 35 löst damit die Einumdrehungskupplung der Antriebs-Drillzangenbacken. Die Schieberführungen 6 und 7 scheibe 34 auf der Steuerwelle 38 aus. Die Steuerdienen zur Aufnahme von Abschneideschiebern 8 kurve 27 bewegt jetzt über den Hebel 26 den Trag-
und 9, die das Ende der Verdrillung beschneiden körper 2 mit allen daran befestigten Teilen nach
und gegebenenfalls umbiegen. Unter dem Nuten- oben. Dabei drücken die Druckfedern 15 die äußeren
ring 3 ist ein U-förmiger Körper 10 fest mit der 40 Seiten der Drillzangenbacken 4 und 5 in entgegen-Welle 1 verbunden, dessen beide Schenkel 11 und 12 gesetzte Richtung, und sobald die Schräge dieser
den Nutenring durchstoßen und außerhalb der bei- Drillzangenbacken an den Gleitrollen 13 und 14 vorden Drillzangenbacken 4 und 5 in gleicher Richtung beigleitet, öffnet sich die Zange auf ihrem Weg nach
verlaufen. An ihren oberen Enden tragen diese oben und kommt schließlich in die in Fig. 1 strich-Schenkel je eine Gleitrolle 13 und 14. Die Drillzan- 45 punktiert dargestellte Stellung A. Die Stellung größgenbacken 4 und 5 werden durch je eine Druckfeder ter öffnung der Drillzangenbacken 4 und 5 auf
15 gegen diese Rollen gedrückt. An ihren oberen dem Weg nach oben wird durch Anschläge 40 und
Enden tragen die Drillzangenbacken je ein Drill- 41 an den äußeren Enden der Schlittenführungen
werkzeug 16 bzw. 17 und ein Abschneidemesser 18 begrenzt.
bzw. 19. Die Drillwerkzeuge sind so ausgebildet, daß 50 In der oberen Stellung A wird der Tragkörper 2 so
auf ihrer Unterseite in Richtung.des Drahteinlaufes lange festgehalten, bis der Drahtvorschub beendet ist.
eine nach unten offene, U-förmige Rille angebracht Der Drahtvorschub erfolgt dadurch, daß die einstellist, in die der zum Umschlingen notwendige Draht bar ausgebildete Kurvenscheibe 33 über den Hebel
durch eine Vorschubeinrichtung eingeführt wird. Die 32 die Vorschubwalze 31 gegen die angetriebene Vor-Abschneidemesser 18 und 19 haben je eine Bohrung 55 schubwalze 30 drückt und dadurch die Drahtmitentsprechend der Drahtstärke in Längsrichtung zur nähme bewirkt. Ist die gewünschte Drahtlänge ein-Führung des einlaufenden Drahts, deren eines Ende geschoben, wird die Vorschubwalze 31 wieder abgleichzeitig als Schneidekante dient. In den Bohrun- gehoben und dadurch der Drahttransport unterbrogen wird der abgeschnittene Draht während des chen. Der Drahttransport erfolgt durch die mit Boh-
Transportes zum Umschlingen sicher und ohne be- 60 rungen versehene Abschneidebüchse 20 und die Absondere Klemmvorrichtungen gehalten. Schneidemesser 18 und 19 sowie durch die an ihrer
büchse 20, an deren vorderer Kante das Abschneiden Drillwerkzeuge 16 und 17 hindurch. Die Eigensteifig-
durch das Abschneidemesser erfolgt. Durch Einbau keit des zuvor in einem vorgeschalteten Richtapparat
verschieden langer Abschneidebüchsen und/oder 65 gerichteten Drahts hält diesen in gerader Lage. Die
eine Verstellmöglichkeit der Abschneidemesser 18 Bohrungen der Abschneidemesser 18 und 19 halten
und <9 kann die Drahtlänge variiert werden. den Draht nach dem Abschneiden. Zur größeren
Die bisher beschriebenen Teile mit Ausnahme der Sicherheit gegen Längsverschiebung des Drahts sind
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die Abschneidemesser 18 und 19 sowie die Drillwerkzeuge 16 und 17 magnetisch.
Nach beendetem Drahtvorschub bewegt die Steuerkurve 27 den Tragkörper 2 wieder nach unten. Dabei
wird zuerst durch das einstellbar ausgebildete Abschneidemessci 18 und 19 das zur Umschlingung benötigte
Drahtstück an der Abschncidcbiichsc 20 abgeschnitten. Beim weiteren Weg des Tragkörpers
nach unten legt sich dieses Drahtstück um das Bindegut, und bei der weiteren Schließbewegung der DrillzangcnbacLcn
werden dann die beiden Drahtenden aus den Höhlungen der AbschncidcmesserlS und 19
hei ausgezogen und zwischen den Drillwerkzeugen 16 und 17 festgehalten. Das Schließen der Drillzange
auf dem Weg nach unten wird dadurch bewirkt, daß die Schrägen der Drillzangenbacken 4 und 5 auf die
feststehenden Rollen 13 und 14 auflaufen und diese dabei senkrecht zur Bewegungsrichtung des Tragkörpers
2 gegeneinandergeschobcn werden.
Damit das Gewicht des Tragkörpers 2 während des nun beginnenden Drillvorgangs nicht von den Kulissensteinen
25 allein getragen werden muß, ist unter dem Nutenring 3 die Feder 35 angeordnet, die den
Tragkörper während des Drillvqrgangs im Schwebezustand hält. Der Schwebezustand ergibt außerdem
eine ausgleichende Wirkung auf die Verdrillung bei ungleichem Umfang des Abbindegutes.
>
Über die Kurbelscheibe 24 und die Zahnstange 23 wird nun das Zahnrad 22 auf der Welle 1 in Bewegung
gesetzt, welches über., den Freilauf 21 die ganze Welle 1 mit allen daran befestigten' Teilen in
Drehung versetzt. Dabei erfolgt die Verdrillung der beiden zwischen den Drillwcrkzeugen 16 und 17 festgehaltenen
Drahtenden. Durch Verstellungen an der Kurbelscheibe 24 ist es möglich, dafür zu sorgen, daß
der Tragkörper 2 immer eine ganz bestimmte Anzahl von Umdrehungen macht und deshalb in stets
genau der gleichen Stellung wieder stehenbleibt. Empfehlenswert ist es, stets eine ganze Zahl von Verdrillungen
zu wählen, da dann immer derselbe Abschneideschieber beim Anhalten in die gleiche Stellung
kommt. Im gezeichneten Beispiel kann der Abschneideschieber 8 über den Hebel 28 von der Steuerkurve
29 gegen den das Gegenmesser bildenden Abschneideschieber 9 gedrückt werden, wobei die Drahtenden
abgeschert werden. Der Abschneideschieber 9 kann dabei feststehend angeordnet sein, so daß dieser
Teil keiner Steuerung bedarf. Das Zurückziehen des Abschneideschiebers 8 erfolgt durch Federkraft. Am
Hebel 28 ist eine Nase 29 angebracht, die beim Abschncidcvorgang die Schieberführung 6 umfaßt und
dadurch bei der Bewegungsumkehr der Zahnstange ein sicheres Lösen der Freilaufkupplung garantiert.
Mit der in Fig. 6 dargestellten Anordnung der Abschneideschieber 8 und 9 ist es möglich, die verdrillten
Enden kürzer oder langer, je nach Stärke von Beilagen 38 und 39, abzuschneiden. Lange Enden
sind wünschenswert, wenn nachher daran eine Markierung in Form eines Etikettes od. dgl. angebracht
werden soll. Oft werden aber kurze Enden gewünscht, die sich durch Einlegen stärkerer Beilagen
erzielen lassen. Das Drillende wird dann nicht unter, sondern über den Drillwerkzeugen 16 und 17 abgeschnitten.
In diesem Falle ist dann außerdem noch die Möglichkeit gegeben, durch entsprechende Ausbildung
der Abschneidc'schieber 8 und 9 das abgeschnittene linde umzubiegen, so daß keine Verletziingsgefahr
entsteht.
Nach Beendigung des Drillvorgangs und erfolgtem Abschneiden des Drillendes wird der Tragkörper 2
durch die Steuerkurve 27 vor dem Halt der Steucrwelle
38 etwas angehoben, damit sich die Drillwerkzeuge 16 und 17 öffnen und die eventuell unter den
Drillwcrkzeugen abgeschnittenen Drahtenden herausgenommen werden können. Beim Abschneiden
über den Drillwerkzeugen 16 und 17 haben die abgeschnittenen Enden dann Gelegenheit zum Hc.raus-
fallen. .
Das in der Zeichnung dargestellte Beispiel einer automatischen Drahtbindemaschine zeigt eine rein
mechanische Steuerung. Selbstverständlich lassen sich auch alle notwendigen Steuerbewegungen pneumatisch
oder hydraulisch ausführen. Auch ist es möglich, eine Maschine entsprechend dem Erfindungsgedanken mit zwei oder drei verschiedenen Steuerungsarten
zu betreiben.
Das Vorschieben des Drahts ist nicht nur mit einem Transportwalzenpaar möglich. Ebensogut ist eine geradlinige gesteuerte Bewegung mittels Transportschlittens möglich. Auch kann an Stelle eines Zahnstangenantriebes die Drehbewegung des Tragkörpers 2 über eine gesteuerte Kupplung mit nur einer Drehrichtung erfolgen, wodurch der Freilauf des Ausfühiungsbeispiels hinfällig wird.
Das Vorschieben des Drahts ist nicht nur mit einem Transportwalzenpaar möglich. Ebensogut ist eine geradlinige gesteuerte Bewegung mittels Transportschlittens möglich. Auch kann an Stelle eines Zahnstangenantriebes die Drehbewegung des Tragkörpers 2 über eine gesteuerte Kupplung mit nur einer Drehrichtung erfolgen, wodurch der Freilauf des Ausfühiungsbeispiels hinfällig wird.
Die automatische Drahtbindemaschine kann als ortsfeste Tischmaschine, als fahrbare Tischmaschine,
aber gleichfalls auch als fahrbare, in der Art einer Laufkatze aufgehängte Anlage ausgeführt sein. Letztere
Ausführung hat den Vorteil, daß man speziell bei langen Stangenbündeln am Bündel entlangfahren
und in den erforderlichen Abständen die Abb.indungen anbringen kann.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum selbsttätigen Zusammenbinden eines aus mehreren stabförmigen Teilen
bestellenden Bindegutes mittels eines Bindedrahts mit einer Zange, deren Backen an einem senkrecht
zu ihrer öffnungs- und Schließrichtung verschiebbar und um ihre in Verschieberichtung liegende
Längsachse drehbar angeordneten Tragkörper vorgesehen sind und an ihren freien Enden
zum Halten ausgebildete Drillwerkzeuge aufweisen, die den senkrecht zur Zangendrehachse zugeführten
Bindedraht erfassen, um das Bindegut legen und während des Verdrillens der Drahtenden
diese festhalten,'dadurch ' gekennzeichne
t, daß an mindestens einem der zum Halten ausgebildeten Drillwerkzeuge (16,17) ein
den unmittelbar von einer automatisch arbeitenden Transportvorrichtung (30 bis 33) zugeführten
Bindedraht abschneidendes Messer (18,19) und am Tragkörper (2) eine das verdrillte Ende
im Abstand vom Bindegut erfassende Schneidevorrichtung (6 bis 9) vorgesehen sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Absehneidemesser (18,19)
in der Drahtcinlaufrichtung verstellbar am Drillwerkzcug
(16,17) befestigt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Abschncidcmes-
:.er(18.19) mit einer Bohrung entsprechend der Drahtstärke und die Drillwcrk7cuge (16,17) an
1 4
ihrer Unterseite mit einer U-iönnigcn Kille zui
Führung tit-s einlaufenden Bindedrahts versehen
sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Ab-Schneidemesser
(18,19) und die Drillwerkzeuge (17,17) mindestens teilweise aus einem magnetisierten
Werkstoff bestehen.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidevorrichtung
zum Abtrennen des Drillendes symmetrisch am Tragkörper angeordnete Abschneideschieber
(8,9) aufweist.
(!.Vorrichtung nach einem dir Ansprüche 1
bis 5,. dadurch gekennzeichnet. <\:ύ\ die Abschneideschieber
(8,9) ab das gekiii/U Drillende
umbiegende Biegewerkzeuge ausgebildet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Schließbewegung der Drillzangenbacken
(4, 5) in Abhängigkeit von der Längsbewegung des Tragkörpers (2) steuernde, unverschiebbar angeordnete und synchron mit
dem Tragkörper umlaufende Gleitrollen (13,14).
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch eine den Tragkörper
(2) schwebend tragende Feder (35).
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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