DE1461460C - Filter - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Filter mit mehreren parallel zueinander" in lotrechten Ebenen
stehenden, sich zwischen einer oberen und einer unteren Platte erstreckenden Filterrohren, einem über
der oberen Platte liegenden abnehmbaren Deckel, einem unter der unteren Platte sich anschließenden,
in ein Rohr mündenden Konus und einem zylindrischen, alle Filterrohre umgebenden Gehäusemantel,
der den Filtratraum nach außen hin begrenzt und mit einem Rohrstutzen versehen ist.
Der Zweck des Anmeldungsgegenstandes ergibt sich daraus, daß bei der Beseitigung der Verunreinigungen
während der Filtration oder des anhaftenden Rückstandes nach der Filtration das ganze
Filter in Schwingungen versetzbar ist. Bei Gasen können die abgeschiedenen Feststoffe ständig über
den Konus hinausgefördert werden, womit eine quasikontinuierliche Trennung ermöglicht wird. Bei
Flüssigfiltration dient der Vibrator nach der Filtration entweder als ausschließliche Austragungsart
oder nur zur Unterstützung der Austragung des mit an sich bekannten Mitteln (USA.-Patentschrift
2 862 622) abgeworfenen Kuchens.
Es ist bekannt, daß man Gasfilter in bestimmten Zeitabständen zwecks Reinigung durch Rütteln,
Pulsieren oder Schocken in schwingende Bewegungen versetzt (deutsche Patentschrift 699 348/-Kl. 5 e,
Gr. 6), um diesen Prozeß wirksamer zu gestalten.
Eine ununterbrochene Filtration wie beim Gegenstand der Erfindung ist hierbei jedoch nicht gegeben;
nur wenn man mehrere Einheiten installiert, wobei
das in der Reinigung befindliche Filter aus dem
Filtrationsprozeß durch Absperrung ausgeschlossen ist, kann ununterbrochen gearbeitet werde/i. Auch
bei Flüssigkeiten werden Schwinger entweder in elektromagnetischer
Art (deutsche Patentanmeldung Sch 8066/12d, 27) oder als schwingender Gegenstand
(deutsche Patentanmeldung K 11251/12d, 13)
eingesetzt, die die im Filter befindliche Flüssigkeit
erregen, dadurch den Filterkuchen ablösen und; zu
einem leicht äustragbaren Brei vermischen. Eine
direkte Übertragung der Schwingungen vom Filtergehäuse über die Elemente auf den Kuchen ist jedoch
nicht gegeben, da die Elemente in diesen bekannten Fällen; stets nachgiebig eingebaut wurden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch
eine einfache Bauart eine kontinuierliche Trennung der Feststoffe vom: Gas zu erzielen und bei Flüssigkeiten die Austragung des Kuchens von der Loslösung
bis zum Verlassen des Gehäuses in einer
ununterbrochenen Schwingungskette zu bewerkstelligen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß vorzugsweise am Deckel ein Vibrator starr
angeordnet ist, alle Rohrflansche am Filtergehäuse mit je einem Kompensator versehen und die das
Gehäuse tragenden Füße auf Schwingungsdämpfern gelagert sind, wobei jedes Filterrohr am oberen und
unteren: Ende fest mit der entsprechenden Platte verspannt ist und zur Bildung des Filterkuchens das
Innere jedes Filterrohres vorgesehen ist.
Der bei der Flüssigfiltration entstehende, mehr
oder weniger konsistente Kuchen läßt sich mit dieser Einrichtung schnell entfernen, da die vibrierende
Filterwand den Kuchen ablöst, ihn durch Aufprall
auf die .vibrierende Konuswand zerkleinert und
vibrierend austrägt. Eine Breibildung mit der im Filterbehälter befindlichen Flüssigkeit ist daher nicht
erforderlich, dagegen kann die Flüssigkeit vorher abgelassen werden. Entscheidend ist hierbei jedoch die
innere Beaufschlagung der Elemente. Die zu filtrierende Flüssigkeit wird von unten eingepumpt, verteilt
sich dann gleichmäßig auf die röhrenförmigen, durchlässigen Filterrohre und setzt die Feststoffe im inneren
jedes Filterrohres ab, bis eine' gewisse, optimale
Kuchenschicht erreicht ist. Gegenüber allen außen beaufschlagten Filterkerzen besteht hierbei der Vorteil,
daß der Kuchen eines Filterrohres niemals mit denen anderer Filterrohre zusammenwachsen kann.
Dadurch kann der Filterkuchen stets gleichmäßig abgenommen werden. Haben sich die Feststoffe
während einer Filtration irgendwie ungleich im Filterelement abgesetzt, so treten durch die Vibration keine
Undichtigkeiten oder gar Schaden an den Verbindungsstellen
auf, weil jedes Filterrohr oben wie unten fest mit je einer Platte verbunden, z. B. eingeschweißt
ist. Das Filterrohr kann daher nicht, wie etwa eine hängende keramische Kerze, frei fliegend schwingen
und unter Umständen dadurch mechanisch zerstört werden. Verfolgt man den Weg des Kuchens, so stellt
man fest, daß er von seiner Loslösung an bis zu
seiner Austragung aus dem Filtergehäuse auf keine störenden Einbauten, z. B. eine Hohlwelle, stößt, wie
dies bei liegenden Drehfiltern mit stehenden Filterplatten der Fall ist.
Die Erfindung ist nachstehend an Hand eines Ausführungsbeispiels
in der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigt
Abb. 1 das Filter nach der Erfindung im Aufriß,
Abb. 2 das Filter im Querschnitt nach Schnitt A -B
der Abb. 1,
Abb. 3 eine Einrichtung für die Filterrohrverspannung
im Aufriß,
A b b. 4 den Grundriß zur A b,b. 3,
A b b. 5 eine weitere Ausführungsform einer Einrichtung für die Filterrohrverspannung im Aufriß, und
A b b. 5 eine weitere Ausführungsform einer Einrichtung für die Filterrohrverspannung im Aufriß, und
Abb. 6 den Grundriß zur Abb. 5.
Aus den Abbildungen geht der einfache Aufbau,
die feste zweiseitige Einspannung der Elemente, die zylindrische Form des Filtergehäuses sowie der
Filterrohre als druckmäßige ideale Form mit günstiger Herstellungsmöglichkeit aus allen Werkstoffen^ also
nicht nur aus Metallen, sondern auch in Kunststoffen,
die vibrationsfreie Abschirmung durchs Kompensatoren
und: durch Puffer &, die wahlweise Anordnung des Vibrators vorzugsweise am Deckel' oder am
Konus hervor. Ein solches Filter besteht im einzelnen
aus dem Deckel 1 mit Flansch 2, Stutzen und: Kont
pensatoren J, Dichtungen 4 sowie einem Vibrator S,
dem zylindrischen Teil als Gehäuse 6 mit Konus 11,
Flanschen 2, Stutzen und Kondensatoren 3,. Pratzen
oder Füßen 7 o.und Schwingungsdämpfer η 8". Die
Filterrohre 9 bestehen aus je einem gelochten Rohr mit Stützgewebe und Feingewebe aus Metall; oder
Nichtmetall, gegebenfalls auch aus einem, Rohr aus
Streckmetall mit Gewebe. Alle Rohre sind mit der
oberen und; der unteren Platte 10 durch Schweißen
od. ä. in an sich bekannter Weise verbunden.
Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform einer Einrichtung zum Verspannen der Filterrohre ist in den
A b b. 3 und 4 gezeigt. Dabei wird jedes mit Geweben
15 versehene, gelochte Rohr 14, das am unteren Ende einen fest angebrachten Bund 16 aufweist und oben
von einem Bund 17 lose umschlossen ist, durch die Rohrplatten 10 von unten gezogen und mit Hilfe von
in die Platten eingeschraubten Bolzen 18, darin eingesetzten Speichenrädern 19 und Sicherungselementen
20 unten verspannt. Durch einen flachen Dichtungsring 21 am unteren Ende und einem Dichtungsring 22
mit Kreisquerschnitt am oberen Ende wird das Rohr abgedichtet. Nach A b b. 5 und 6 geschieht die Verspannung
und Abdichtung der mit Bund 16, Geweben 15, Ring 23 und winkelig gekröpften Bolzen 24 versehenen
Rohre 14 durch Anpressen von offenen Glocken 25 mit Sicherungselementen 20; unten wird
jeweils mit einer Flachdichtung und oben mit einem Dichtungsring mit Kreisquerschnitt abgedichtet.
Claims (3)
1. Filter mit mehreren parallel zueinander in lotrechten Ebenen stehenden, sich zwischen einer
oberen und einer unteren Platte erstreckenden Filterrohren, einem über der oberen Platte
liegenden abnehmbaren Deckel, einem unter der ao unteren Platte sich anschließenden, in ein Rohr
mündenden Konus und einem zylindrischen, alle Filterrohre umgebenden Gehäusemantel, der den
Filtratraum nach außen -hin begrenzt und mit einem Rohrstutzen versehen ist, dadurch
gekennzeichnet, daß vorzugsweise am Deckel (1) ein Vibrator (5) starr angeordnet ist,
alle Rohrflansche am Filtergehäuse mit je einem Kompensator (3) versehen und die das Gehäuse
tragenden Füße (7) auf Schwingungsdämpfern (8) gelagert sind, wobei jedes Filterrohr (9) am oberen
und unteren Ende fest mit der entsprechenden Platte verspannt ist und zur Bildung des Filterkuchens
das Innere jedes Filterrohres (9) vorgesehen ist.
2. Filter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Bunden (16,17) versehenen
Filterrohre (14,15) über Speichenrädern (19), die auf in die gelochten Platten (10) eingeschraubten
oder angeschweißten Bolzen (18) aufsitzen, mittels auf die Bolzen aufgeschraubter Sicherungselemente
(Kronenmuttern 20) festgemacht und durch Dichtungsringe (21, 22) zwischen den Speichenrädern
(19) und den Platten (10) oben und unten abgedichtet sind.
3. Filter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit jeweils einem Bund (16),
Ring (23) und daran befestigtem Bolzen (24) versehenen Filterrohre (14, 15) über gelochte
Glocken (25) und Dichtungsringe (21, 22) abgedichtet und mit Sicherungselementen festgehalten
sind (Abb. 5 und 6).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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