DE1461359B - Einrichtung zum Herstellen von Verbindungsstellen für mehrlagige Bahnen - Google Patents
Einrichtung zum Herstellen von Verbindungsstellen für mehrlagige BahnenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Einrichtungen zum Herstellen von Verbindungsstellen für mehrlagige
Bahnen, die zu Endlos-Durchschreibesätzen verarbeitet werden. Es ist bekannt, solche Bahnen in bestimmten
Abständen durch Zungen miteinander zu verbinden, die aus den einzelnen Bahnen ausgestanzt
werden. Diese Art der Verbindung hat gegenüber anderen Verbindungssystemen unter anderem den Vorteil,
daß sich die einzelnen Bahnen etwas gegeneinander verschieben lassen, was insbesondere für das
zickzackförmige Stapeln von Endlosformularbahnen zur Vermeidung von Falten u. dgl. nötig ist.
Bei bekannten Zungenverbindungen sind die Zungen in allen Bahnen gleich groß und werden etwas
aus der Bahnebene herausgebogen. Solche Verbindungen haben aber einen zu geringen Halt und lösen
sich vielfach im Laufe der Zeit auf. Es ist auch bekannt, die Zungen miteinander zu verkleben, was
teilweise auch in der Form ausgeführt wird, daß nur aus der untersten und der obersten Bahn Zungen
ausgestanzt werden, die dadurch miteinander verklebt werden, daß die dazwischenliegenden Bahnen mit
Durchbrechungen versehen sind. Bei einer ähnlichen bekannten Ausführungsform wird nur eine äußere
Bahn mit Zungen versehen, die durch die Durchbrechungen der dazwischenliegenden Bahn hindurch unmittelbar
mit der entgegengesetzten äußeren Bahn
verklebt wird. In allen diesen Fällen ist das "Auftragen von Klebstoff auf eine sehr eng begrenzte
Stelle erforderlich, was insbesondere bei schnellem Lauf der Bahnen zu erheblichen Schwierigkeiten
führt.
Es ist schließlich auch bekannt, Bahnen dadurch zu verbinden, daß eine oder einige der Bahnen mit
Zungen und die übrigen Bahnen mit Durchbrechungen versehen sind, durch die die Zungen hindurchgesteckt
werden, wobei die Zungen breiter als die Durchbrechungen sind. Derartige Verbindungen sind
besonders vorteilhaft, weil sie einerseits haltbar, andererseits aber im Bedarfsfall auch leicht lösbar sind;
sie sind jedoch nicht leicht herzustellen, insbesondere dann, wenn die Herstellung bei hohen Laufgeschwindigkeiten
erfolgen soll.
Die Erfindung hat eine Einrichtung zum Gegenstand, mit der sich die Herstellung solcher Verbindungen
in besonders einfacher und wirtschaftlicher Weise durchführen läßt. Diese Einrichtung ist gemäß
der Erfindung so ausgebildet, daß zum abwechselnden Ausstanzen von Zungen und Durchbrechungen
in einer aus zwei Gruppen bestehenden mehrlagigen Bahn ein Stanzwerk angeordnet ist, ein Umlenker für
das Versetzen der einen Bahngruppe gegenüber der anderen um die Entfernung zweier aufeinanderfolgender
Ausstanzungen vorhanden ist und zum Durchstecken der Zungen der einen Bahngruppe
durch die Durchbrechungen der anderen und umgekehrt Werkzeuge vorgesehen sind.
Soweit vorstehend und in der nachfolgenden Beschreibung von Durchbrechungen im Gegensatz zu
Zungen gesprochen wird, sind darunter auch solche Durchbrechungen zu verstehen, die nicht völlig ausgestanzt,
sondern an deren Rand noch Zungen stehengeblieben sind.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgedanke beispielsweise und schematisch dargestellt.
Abb. 1 zeigt die Anordnung von Verbindungsstellen auf dem Lochrand von Formularsätzen;
A b b. 2 stellt in vergrößertem Maßstab eine Zunge und eine Durchbrechung dar, die mit der Einrichtung |
nach der Erfindung hergestellt werden kann;
Abb. 3 ist ein Schnitt durch eine Verbindungsstelle unter Verwendung derartiger Zungen und
Durchbrechungen;
Abb. 4 zeigt den Bahnlauf und die Anordnung des Stanzwerkes und des Werkzeuges für das Durchdrücken
der Zungen.
In dem oberen Teil der A b b. 1 sind die Randlochstreifen 1 mehrerer übereinanderliegender Bahnen zu
sehen, die eine Bahngruppe im Sinne der Erfindung bilden. Diese sind in bestimmten Abständen mit
Durchbrechungen 2 versehen, die jeweils zwischen zwei Löchern der Randlochungen liegen. Der untere
Teil der A b b. 1 zeigt die Randlochstreifen 3 der zweiten Bahngruppe. Diese sind mit gleichem Abstand
wie die Durchbrechungen 2 mit Zungen 4 versehen. Die beiden Streifen 1 und 3 sind nebeneinanderliegend
dargestellt, damit die Durchbrechungen
und Zungen besser zu sehen sind. In Wirklichkeit liegen beide selbstverständlich übereinander.
In gleicher Darstellung ist die Ab b. 2 gehalten, die
durch erheblich vergrößerten Maßstab insbesondere die Lage der Zungen und Durchbrechungen zueinander
und ihre gegenseitigen Größenverhältnisse besser erkennen lassen soll. Die Durchbrechungen sind auch
hierin wieder mit 2 und die Zungen mit 4 bezeichnet. Die Breite bt der Durchbrechungen 2 ist der Breite b2
der Zungen 4 an ihrer Grundlinie gleich. Zungen und Durchbrechungen sind jedoch gegeneinander in der
Weise versetzt, daß die Kanten 5 nicht genau über der Grundlinie der Zungen liegen, vielmehr sind beide
gegeneinander um das Maß α verschoben. Das gleiche gilt für die Kante 6 der Durchbrechungen 2 einerseits
und die Vorderkante 7 der Zungen 4 andererseits, die um das Maß c gegeneinander versetzt sind.
Aus Abb. 2 ist zu erkennen, daß sich die eine Bahngruppe gegenüber der anderen Bahngruppe
etwas verschieben läßt, wenn die Zungen 4 durch die Durchbrechungen 2 hindurchgesteckt worden sind.
Die Zungen 4 lassen sich mindestens um das Maß a nach links verschieben; eine weitere Verschiebung in
dieser Richtung ist infolge der Elastizität der Zungen ebenfalls möglich. Es ist ferner ersichtlich, daß sich
auch die Zungen 4 gegenüber den Durchbrechungen 2 nach rechts verschieben lassen.
Eine solche Verschiebemöglichkeit besteht aber nicht nur zwischen den beiden Bahngruppen, sondern
auch innerhalb dieser Gruppe, was sich leicht aus der A b b. 3 erkennen läßt. Die aus den Bahnen 8 und 9
bestehende obere Bahngruppe enthält die Durchbrechungen mit den Kanten 5 und 6; aus der unteren
Bahngruppe, die aus den Bahnen 10,11 und 12 besteht, sind die Zungen 4 herausgebogen und durchdringen
die Durchbrechungen. Abgesehen von der schon beschriebenen Verschiebemöglichkeit der einzelnen
Bahngruppen zueinander läßt die A b b. 3 erkennen, daß sich sowohl die Bahn 8 gegenüber der
Bahn 9 als auch die Bahnen 10,11 und 12 gegeneinander etwas verschieben können.
Für die Herstellung der Zungen und Durchbrechungen und das Hindurchstecken der Zungen durch
die Durchbrechungen wird gemäß der Erfindung eine Einrichtung nach Abb. 4 benutzt. Hierbei werden
die zunächst übereinanderliegenden Bahnen hinter der Walze 13 auseinandergeführt und in die Gruppen
14 und 15 geteilt. Die Bahnen der Gruppe 14 werden über die verstellbare Walze oder einen verstellbaren
Stab 16 zu der Walze 17 geführt. Die B ahnen der Gruppe
15 laufen unmittelbar von der Walze 13 zur Walze 17. Die Verlagerung der Bahngruppe 14 gegenüber
der Bahngruppe 15 durch die Umlenkung über den Stab 16 muß dem Abstand zweier Verbindungsstellen
voneinander oder gegebenenfalls einem ganzen Vielfachen davon gleich sein. Die genaue Einstellung
kann durch die Verstellung der Walze oder des Stabes
16 erfolgen.
Zwischen den Walzen 17 und 18 werden die Bahnen gemeinsam durch das Stanzwerk hindurchgeführt,
das aus den Zylindern 19 und 20 besteht. Der Zylinder 19 ist abwechselnd mit Werkzeugen zur Herstellung
der Zungen und mit solchen zur Herstellung der Durchbrechungen bestückt. Beispielsweise dienen die
Werkzeuge 21 und 22 der Herstellung der Zungen und die Werkzeuge 23 und 24 der Herstellung der
Durchbrechungen. Der Zylinder 20 ist mit den zugehörigen Gegenwerkzeugen versehen.
Hinter der Walze 18 wird die eine Bahngruppe gegenüber der anderen nochmals umgelenkt. Das
kann sowohl mit der Bahngruppe 14 als auch mit der Bahngruppe 15 geschehen. In der Zeichnung erfolgt
die Auslenkung der Gruppe 15 durch die Walze 25, wonach die Bahngruppen bei der Walze 26 wieder
zusammenkommen. Auch die zweite Auslenkung der einen Bahngruppe muß dem Abstand def~ Verbindungsstellen
auf den Bahnen oder einem ganzen Vielfachen davon gleich sein. Wenn das der Fall ist, dann
kommen stets die Zungen der einen Bahngruppe mit den Durchbrechungen der anderen Bahngruppe übereinander,
obgleich die Zungen und Durchbrechungen der beiden Bahngruppen gleichzeitig gestanzt worden
sind.
Hinter der Walze 26 werden in den übereinanderliegenden Bahnen zwischen den Zylindern 27 und 28
die Zungen durch die Durchbrechungen hindurchgesteckt. Da aber die Zungen und die Durchbrechungen
bei den einzelnen aufeinanderfolgenden Verbindungsstellen abwechselnd unten und oben liegen, müssen
die Zungen abwechselnd nach unten und nach oben durchgedrückt werden. Hierfür befinden sich am Zylinder
27 die Werkzeuge 29 und 30 und am Zylinder 28 die Werkzeuge 31 und 32, während beide Zylinder
an den dazwischenliegenden Stellen die erforderlichen Aussparungen haben.
Das aus den Zylindern 19 und 20 bestehende Stanzwerk kann auch so ausgebildet sein, daß der
eine Zylinder die Werkzeuge für die Herstellung der Durchbrechungen und der andere Zylinder diejenigen
für die Herstellung der Zungen enthält. Die Abweichung gegenüber der dargestellten Ausführung
würde demnach nur darin bestehen, daß unter Beibehaltung der Werkzeuge 21 und 22 am Zylinder 19
die Werkzeuge 23 und 24 in gleicher Lage an dem Zylinder 28 sitzen müßten oder umgekehrt. Auf die
Anordnung der Zungen und Durchbrechungen in den einzelnen Bahnen haben diese Abweichungen keinen
Einfluß.
ίο Es ist zwar zweckmäßig, aber nicht erforderlich,
daß die Werkzeuge, von denen die Bahn gestanzt und die Zungen hindurchgedrückt werden, als umlaufende
Werkzeuge ausgebildet sind. An deren Stelle können auch Werkzeuge benutzt werden, die hin- und herschwingen
und deren Geschwindigkeit im Augenblick des Stanzens mit der der Bahn übereinstimmt. Wenn
es für tragbar gehalten wird, die Bahnen intermittierend zu fördern, können auch feststehende Hubwerkzeuge
benutzt werden.
so Die beschriebene Bahnführung läßt sich beispielsweise
dann, wenn die Bahnen nicht vorbedruckt sind, etwas vereinfachen. In diesem Fall erübrigt sich nämlich
die Umlenkung der einen Bahngruppe um die Walze 16, weil es gleichgültig ist, wie die Bahnen
während des Stanzvorganges zueinander liegen. Wesentlich ist nur, daß die eine Bahngruppe zwischen
dem Stanzwerk und den Zylindern, von denen die Zungen durchgedrückt werden, durch Umlenken um
den Abstand zwischen zwei Verbindungsstellen gegenüber der anderen Bahngruppe versetzt wird.
Claims (1)
- Patentanspruch:Einrichtung zum Herstellen von Verbindungsstellen für mehrlagige Bahnen mittels aus den Bahnen ausgestanzter Durchbrechungen und Zungen, wobei die Zungen breiter als die Durchbrechungen sind, durch die sie hindurchsteckbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß zum abwechselnden Ausstanzen von Zungen (4) und Durchbrechungen (2) in einer aus zwei Gruppen (14, 15) bestehenden mehrlagigen Bahn ein Stanzwerk (19, 20) angeordnet ist, ein Umlenker (25) für das Versetzen der einen Bahngruppe (15) gegenüber der anderen (14) um die Entfernung zweier aufeinanderfolgender Ausstanzungen (2, 4) vorhanden ist und zum Durchstecken der Zungen (4) der einen Bahngruppe durch die Durchbrechungen der anderen und umgekehrt Werkzeuge (29 bis 32) vorgesehen sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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