[go: up one dir, main page]

DE1461359B - Einrichtung zum Herstellen von Verbindungsstellen für mehrlagige Bahnen - Google Patents

Einrichtung zum Herstellen von Verbindungsstellen für mehrlagige Bahnen

Info

Publication number
DE1461359B
DE1461359B DE1461359B DE 1461359 B DE1461359 B DE 1461359B DE 1461359 B DE1461359 B DE 1461359B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tongues
openings
group
tracks
webs
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Josef 6115 Münster; Jacob Hans 6100 Darmstadt-Eberstadt Herd
Original Assignee
Maschinenfabrik Goebel Gmbh, 6100 Darmstadt

Links

Description

Die Erfindung bezieht sich auf Einrichtungen zum Herstellen von Verbindungsstellen für mehrlagige Bahnen, die zu Endlos-Durchschreibesätzen verarbeitet werden. Es ist bekannt, solche Bahnen in bestimmten Abständen durch Zungen miteinander zu verbinden, die aus den einzelnen Bahnen ausgestanzt werden. Diese Art der Verbindung hat gegenüber anderen Verbindungssystemen unter anderem den Vorteil, daß sich die einzelnen Bahnen etwas gegeneinander verschieben lassen, was insbesondere für das zickzackförmige Stapeln von Endlosformularbahnen zur Vermeidung von Falten u. dgl. nötig ist.
Bei bekannten Zungenverbindungen sind die Zungen in allen Bahnen gleich groß und werden etwas aus der Bahnebene herausgebogen. Solche Verbindungen haben aber einen zu geringen Halt und lösen sich vielfach im Laufe der Zeit auf. Es ist auch bekannt, die Zungen miteinander zu verkleben, was teilweise auch in der Form ausgeführt wird, daß nur aus der untersten und der obersten Bahn Zungen ausgestanzt werden, die dadurch miteinander verklebt werden, daß die dazwischenliegenden Bahnen mit Durchbrechungen versehen sind. Bei einer ähnlichen bekannten Ausführungsform wird nur eine äußere Bahn mit Zungen versehen, die durch die Durchbrechungen der dazwischenliegenden Bahn hindurch unmittelbar mit der entgegengesetzten äußeren Bahn verklebt wird. In allen diesen Fällen ist das "Auftragen von Klebstoff auf eine sehr eng begrenzte Stelle erforderlich, was insbesondere bei schnellem Lauf der Bahnen zu erheblichen Schwierigkeiten führt.
Es ist schließlich auch bekannt, Bahnen dadurch zu verbinden, daß eine oder einige der Bahnen mit Zungen und die übrigen Bahnen mit Durchbrechungen versehen sind, durch die die Zungen hindurchgesteckt werden, wobei die Zungen breiter als die Durchbrechungen sind. Derartige Verbindungen sind besonders vorteilhaft, weil sie einerseits haltbar, andererseits aber im Bedarfsfall auch leicht lösbar sind; sie sind jedoch nicht leicht herzustellen, insbesondere dann, wenn die Herstellung bei hohen Laufgeschwindigkeiten erfolgen soll.
Die Erfindung hat eine Einrichtung zum Gegenstand, mit der sich die Herstellung solcher Verbindungen in besonders einfacher und wirtschaftlicher Weise durchführen läßt. Diese Einrichtung ist gemäß der Erfindung so ausgebildet, daß zum abwechselnden Ausstanzen von Zungen und Durchbrechungen in einer aus zwei Gruppen bestehenden mehrlagigen Bahn ein Stanzwerk angeordnet ist, ein Umlenker für das Versetzen der einen Bahngruppe gegenüber der anderen um die Entfernung zweier aufeinanderfolgender Ausstanzungen vorhanden ist und zum Durchstecken der Zungen der einen Bahngruppe durch die Durchbrechungen der anderen und umgekehrt Werkzeuge vorgesehen sind.
Soweit vorstehend und in der nachfolgenden Beschreibung von Durchbrechungen im Gegensatz zu Zungen gesprochen wird, sind darunter auch solche Durchbrechungen zu verstehen, die nicht völlig ausgestanzt, sondern an deren Rand noch Zungen stehengeblieben sind.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgedanke beispielsweise und schematisch dargestellt.
Abb. 1 zeigt die Anordnung von Verbindungsstellen auf dem Lochrand von Formularsätzen;
A b b. 2 stellt in vergrößertem Maßstab eine Zunge und eine Durchbrechung dar, die mit der Einrichtung | nach der Erfindung hergestellt werden kann;
Abb. 3 ist ein Schnitt durch eine Verbindungsstelle unter Verwendung derartiger Zungen und
Durchbrechungen;
Abb. 4 zeigt den Bahnlauf und die Anordnung des Stanzwerkes und des Werkzeuges für das Durchdrücken der Zungen.
In dem oberen Teil der A b b. 1 sind die Randlochstreifen 1 mehrerer übereinanderliegender Bahnen zu sehen, die eine Bahngruppe im Sinne der Erfindung bilden. Diese sind in bestimmten Abständen mit Durchbrechungen 2 versehen, die jeweils zwischen zwei Löchern der Randlochungen liegen. Der untere Teil der A b b. 1 zeigt die Randlochstreifen 3 der zweiten Bahngruppe. Diese sind mit gleichem Abstand wie die Durchbrechungen 2 mit Zungen 4 versehen. Die beiden Streifen 1 und 3 sind nebeneinanderliegend dargestellt, damit die Durchbrechungen
und Zungen besser zu sehen sind. In Wirklichkeit liegen beide selbstverständlich übereinander.
In gleicher Darstellung ist die Ab b. 2 gehalten, die durch erheblich vergrößerten Maßstab insbesondere die Lage der Zungen und Durchbrechungen zueinander und ihre gegenseitigen Größenverhältnisse besser erkennen lassen soll. Die Durchbrechungen sind auch hierin wieder mit 2 und die Zungen mit 4 bezeichnet. Die Breite bt der Durchbrechungen 2 ist der Breite b2 der Zungen 4 an ihrer Grundlinie gleich. Zungen und Durchbrechungen sind jedoch gegeneinander in der Weise versetzt, daß die Kanten 5 nicht genau über der Grundlinie der Zungen liegen, vielmehr sind beide gegeneinander um das Maß α verschoben. Das gleiche gilt für die Kante 6 der Durchbrechungen 2 einerseits und die Vorderkante 7 der Zungen 4 andererseits, die um das Maß c gegeneinander versetzt sind.
Aus Abb. 2 ist zu erkennen, daß sich die eine Bahngruppe gegenüber der anderen Bahngruppe etwas verschieben läßt, wenn die Zungen 4 durch die Durchbrechungen 2 hindurchgesteckt worden sind. Die Zungen 4 lassen sich mindestens um das Maß a nach links verschieben; eine weitere Verschiebung in dieser Richtung ist infolge der Elastizität der Zungen ebenfalls möglich. Es ist ferner ersichtlich, daß sich auch die Zungen 4 gegenüber den Durchbrechungen 2 nach rechts verschieben lassen.
Eine solche Verschiebemöglichkeit besteht aber nicht nur zwischen den beiden Bahngruppen, sondern auch innerhalb dieser Gruppe, was sich leicht aus der A b b. 3 erkennen läßt. Die aus den Bahnen 8 und 9 bestehende obere Bahngruppe enthält die Durchbrechungen mit den Kanten 5 und 6; aus der unteren Bahngruppe, die aus den Bahnen 10,11 und 12 besteht, sind die Zungen 4 herausgebogen und durchdringen die Durchbrechungen. Abgesehen von der schon beschriebenen Verschiebemöglichkeit der einzelnen Bahngruppen zueinander läßt die A b b. 3 erkennen, daß sich sowohl die Bahn 8 gegenüber der Bahn 9 als auch die Bahnen 10,11 und 12 gegeneinander etwas verschieben können.
Für die Herstellung der Zungen und Durchbrechungen und das Hindurchstecken der Zungen durch die Durchbrechungen wird gemäß der Erfindung eine Einrichtung nach Abb. 4 benutzt. Hierbei werden die zunächst übereinanderliegenden Bahnen hinter der Walze 13 auseinandergeführt und in die Gruppen 14 und 15 geteilt. Die Bahnen der Gruppe 14 werden über die verstellbare Walze oder einen verstellbaren
Stab 16 zu der Walze 17 geführt. Die B ahnen der Gruppe
15 laufen unmittelbar von der Walze 13 zur Walze 17. Die Verlagerung der Bahngruppe 14 gegenüber der Bahngruppe 15 durch die Umlenkung über den Stab 16 muß dem Abstand zweier Verbindungsstellen voneinander oder gegebenenfalls einem ganzen Vielfachen davon gleich sein. Die genaue Einstellung kann durch die Verstellung der Walze oder des Stabes
16 erfolgen.
Zwischen den Walzen 17 und 18 werden die Bahnen gemeinsam durch das Stanzwerk hindurchgeführt, das aus den Zylindern 19 und 20 besteht. Der Zylinder 19 ist abwechselnd mit Werkzeugen zur Herstellung der Zungen und mit solchen zur Herstellung der Durchbrechungen bestückt. Beispielsweise dienen die Werkzeuge 21 und 22 der Herstellung der Zungen und die Werkzeuge 23 und 24 der Herstellung der Durchbrechungen. Der Zylinder 20 ist mit den zugehörigen Gegenwerkzeugen versehen.
Hinter der Walze 18 wird die eine Bahngruppe gegenüber der anderen nochmals umgelenkt. Das kann sowohl mit der Bahngruppe 14 als auch mit der Bahngruppe 15 geschehen. In der Zeichnung erfolgt die Auslenkung der Gruppe 15 durch die Walze 25, wonach die Bahngruppen bei der Walze 26 wieder zusammenkommen. Auch die zweite Auslenkung der einen Bahngruppe muß dem Abstand def~ Verbindungsstellen auf den Bahnen oder einem ganzen Vielfachen davon gleich sein. Wenn das der Fall ist, dann kommen stets die Zungen der einen Bahngruppe mit den Durchbrechungen der anderen Bahngruppe übereinander, obgleich die Zungen und Durchbrechungen der beiden Bahngruppen gleichzeitig gestanzt worden sind.
Hinter der Walze 26 werden in den übereinanderliegenden Bahnen zwischen den Zylindern 27 und 28 die Zungen durch die Durchbrechungen hindurchgesteckt. Da aber die Zungen und die Durchbrechungen bei den einzelnen aufeinanderfolgenden Verbindungsstellen abwechselnd unten und oben liegen, müssen die Zungen abwechselnd nach unten und nach oben durchgedrückt werden. Hierfür befinden sich am Zylinder 27 die Werkzeuge 29 und 30 und am Zylinder 28 die Werkzeuge 31 und 32, während beide Zylinder an den dazwischenliegenden Stellen die erforderlichen Aussparungen haben.
Das aus den Zylindern 19 und 20 bestehende Stanzwerk kann auch so ausgebildet sein, daß der eine Zylinder die Werkzeuge für die Herstellung der Durchbrechungen und der andere Zylinder diejenigen für die Herstellung der Zungen enthält. Die Abweichung gegenüber der dargestellten Ausführung würde demnach nur darin bestehen, daß unter Beibehaltung der Werkzeuge 21 und 22 am Zylinder 19 die Werkzeuge 23 und 24 in gleicher Lage an dem Zylinder 28 sitzen müßten oder umgekehrt. Auf die Anordnung der Zungen und Durchbrechungen in den einzelnen Bahnen haben diese Abweichungen keinen Einfluß.
ίο Es ist zwar zweckmäßig, aber nicht erforderlich, daß die Werkzeuge, von denen die Bahn gestanzt und die Zungen hindurchgedrückt werden, als umlaufende Werkzeuge ausgebildet sind. An deren Stelle können auch Werkzeuge benutzt werden, die hin- und herschwingen und deren Geschwindigkeit im Augenblick des Stanzens mit der der Bahn übereinstimmt. Wenn es für tragbar gehalten wird, die Bahnen intermittierend zu fördern, können auch feststehende Hubwerkzeuge benutzt werden.
so Die beschriebene Bahnführung läßt sich beispielsweise dann, wenn die Bahnen nicht vorbedruckt sind, etwas vereinfachen. In diesem Fall erübrigt sich nämlich die Umlenkung der einen Bahngruppe um die Walze 16, weil es gleichgültig ist, wie die Bahnen während des Stanzvorganges zueinander liegen. Wesentlich ist nur, daß die eine Bahngruppe zwischen dem Stanzwerk und den Zylindern, von denen die Zungen durchgedrückt werden, durch Umlenken um den Abstand zwischen zwei Verbindungsstellen gegenüber der anderen Bahngruppe versetzt wird.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Einrichtung zum Herstellen von Verbindungsstellen für mehrlagige Bahnen mittels aus den Bahnen ausgestanzter Durchbrechungen und Zungen, wobei die Zungen breiter als die Durchbrechungen sind, durch die sie hindurchsteckbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß zum abwechselnden Ausstanzen von Zungen (4) und Durchbrechungen (2) in einer aus zwei Gruppen (14, 15) bestehenden mehrlagigen Bahn ein Stanzwerk (19, 20) angeordnet ist, ein Umlenker (25) für das Versetzen der einen Bahngruppe (15) gegenüber der anderen (14) um die Entfernung zweier aufeinanderfolgender Ausstanzungen (2, 4) vorhanden ist und zum Durchstecken der Zungen (4) der einen Bahngruppe durch die Durchbrechungen der anderen und umgekehrt Werkzeuge (29 bis 32) vorgesehen sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0111170A2 (de) Mehrblättriges, aus ineinanderliegenden gefalzten Bogen bestehendes Druckprodukt
DE3427686A1 (de) Locher
EP0814044B1 (de) Verfahren zur Herstellung von mehrblättrigen Druckprodukten die aus gefalzten Bogen bestehen
DE2825903C3 (de) Vorrichtung zum Ineinanderfalten von mehreren Bahnen
DE3018987C2 (de) Vorrichtung zur Herstellung von Blattstapeln
DE2815359A1 (de) Lamellenpaket, das aus mehreren enggeschichteten blechen besteht
DE1461359A1 (de) Einrichtung zum Herstellen von Verbindungsstellen fuer mehrlagige Bahnen
DE2922135C2 (de) Vorrichtung zur wahlweisen Umlenkung einer in Querrichtung durchtrennten Materialbahn
DE102010031668A1 (de) Falt- und Stapel-Anlage für Wellpappebahnen
DE1461359C (de) Einrichtung zum Herstellen von Ver bindungssteilen fur mehrlagige Bahnen
DE1461359B (de) Einrichtung zum Herstellen von Verbindungsstellen für mehrlagige Bahnen
DE4433604C2 (de) Perforiereinrichtung
DE1549685A1 (de) Vorrichtung zur Halterung und Fuehrung von mindestens zwei in einer Reihe angeordneten Stanzstempeln in Lochstreifenstanzern
DE7816355U1 (de) Vorrichtung zum bearbeiten, insbesondere perforieren einer bahn eines durch die vorrichtung hindurch gefuehrten gutes
EP1112952A2 (de) Vorrichtung zum fortlaufenden Falzen von flachem Material
EP0274593B1 (de) Band für vorgefertigte Zierblumen od. dgl.
DE1750297A1 (de) Verfahren zur Verbindung duenner Materialien und Einrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens
DE1180379C2 (de) Endlosformularsatz zum Durchschreiben, insbesondere fuer Tabelliermaschinen und Verfahren zu seiner Herstellung
DD252361A1 (de) Stanz- und laengsschneidvorrichtung fuer rotationsfalzer
EP0045819A1 (de) Vorrichtung zur Herstellung von Papiermehrfachsätzen
DE2112350C3 (de) Einrichtung zum Herstellen von Verbindungsstellen für übereinanderliegende Bahnen
DE2156659A1 (de) Faltprofilelement sowie Verfahren und Vorrichtung zum Formen derartiger Faltprofilelemente
DE1524533C (de)
DE2811494C2 (de)
DE102006025758A1 (de) Wendestangeneinheit für eine Rollenrotationsdruckmaschine