DE1461125B2 - Trockenzylinder, insbesondere glaettzylinder fuer papiermaschinen - Google Patents
Trockenzylinder, insbesondere glaettzylinder fuer papiermaschinenInfo
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Description
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Bei einem Vorschlag ist an jedem Ende des Zylin- das Kondensat durch die Kammer der Zylinderachse,
ders eine mit dem Zylinder rotierende Schöpfeinrich- die nicht der Dampfzufuhr dient, nach außen abtung
vorgesehen. Der durch die Schöpfeinrichtung geführt wird. Wie bei den vorher beschriebenen
hindurchströmende Dampf zerstäubt dabei das an Abzugsverfahren, so tritt auch hier die Schwierigder
Innenseite des Zylindermantels haftende Kon- 5 keit auf, einen auf der gesamten Mantelfläche des
densat und nimmt dieses zerstäubte Kondensat mit. Trockenzylinders gleichförmigen Kondensatabzug zu
Die bekannte Einrichtung hat jedoch den Nachteil, erzielen. Gleichförmigkeit läßt sich jedoch nur in
daß die die Innenseite des Zylindermantels bedek- einem gewissen Bereich um die jeweilige Abzugskende
Wassermenge nicht gleichmäßig ist, so daß düse herum erzielen.
Teile der Papierbahn auf der äußeren Oberfläche io Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
des Zylinders nicht so stark getrocknet werden wie Kondensat-Abzugseinrichtung unter Verwendung
andere Teile der Papierbahn, und sich außerdem der von Abzugsdüsen zu schaffen, bei der die einzelnen
Mantel des Zylinders in einem gewissen Ausmaß Abzugsdüsen einen größeren Wirkungsgrad als bisverzieht.
Falls zum Abnehmen der Papierbahn (unter her besitzen, so daß sich bei gleichbleibendem Begleichzeitigem
Erzeugen einer Kreppung) eine Krepp- 15 deckungsgrad der inneren Mantelfläche des Trockenklinge
verwendet wird, wie dies allgemein bei der Zylinders mit Abzugsdüsen eine geringere und vor
Herstellung von gekreppten Zellstofftüchern üblich allem gleichmäßigere Schichtstärke des Kondensats
ist, führt das Verziehen des Zylindermantels dazu, auf der Mantelfläche einstellt und infolgedessen sich
daß die Kreppklinge nicht über ihre gesamte Länge auch ein verbesserter Wärmeübergang von Dampf
hinweg mit gleichem Druck an der Zylinderober- 20 über den Zylindermantel zur Papierbahn einstellt
fläche anliegt. Daraus ergibt sich sowohl eine un- und sich eine gleichmäßigere Temperatur (und dagleichmäßige
Abnutzung der Klinge und des Zylin- mit Form) der äußeren Zylinderoberfläche ausders
als auch eine ungleichmäßige Kreppung der bildet.
getrockneten Bahn. Weiterhin hat die bekannte An- Wie bereits erwähnt, bedeckt bei' relativ hohen
Ordnung den Nachteil, daß sie bei sehr hoher Arbeits- 25 Zylindergeschwindigkeiten von z.B. mehr als
geschwindigkeit des Zylinders nicht genug Konden- 300 m/min Umfangsgeschwindigkeit das gebildete
sat aus dem Zylinderinneren abführt. Es verbleibt viel- Kondensat die Innenseite des Zylindermantels prakmehr
im Durchschnitt auf der Innenseite des Zylinder- " tisch vollständig. Es wurde jedoch gefunden, daß
mantels eine Kondensatschicht von etwa 6 bis 8 mm das Kondensat in bezug auf den Zylindermantel
Schichtstärke. 30 nicht vollständig stationär ist, sondern in Umfangs-
Bei einer weiteren bekannten Einrichtung zum richtung des Zylinders gewisse Oszillationen ausAbzug
des .Kondensats aus dem Zylinderinneren führt. Diese Oszillationen hängen mit der Glätte der
werden sogenannte »breite Schöpfeinrichtungen« inneren Oberfläche des Zylindermantels zusammen
verwendet, die sich mit dem Zylinder drehen und und nehmen mit zunehmender Glätte dieser Oberdie
sich über die gesamte Breite des Zylinders (mit 35 fläche zu. Ihre Ursache haben sie in der Schwerkraft,
Ausnahme eines Bereichs von etwa 20 bis 25 cm an die abwechselnd den Kondensatring innerhalb des
den beiden Stirnseiten) erstrecken. Infolge ihrer gro- Zylinders relativ zum Zylindermantel beschleunigt
ßen Breite können diese Einrichtungen das Konden- oder verzögert, je nachdem, ob sich das Kondensat
sat auch rasch genug bei sehr hoher Arbeitsgeschwin- im aufsteigenden oder absteigenden Teil der Zylinkeit
der Zylinder abziehen. Da sie sich jedoch in 40 deroberfläche befindet. Die Schwerkraft führt näm-Längsrichtung
des Zylinders (d. h. parallel zur lieh zu einer Abwärtsbewegung des Kondensatringes
Zylinderachse) erstrecken, wirken sie nur in longi- im Inneren des Zylinders, die um so stärker wird,
tudinal verlaufenden Bereichen des Zylindermantels, je geringer die durch die Zylinderdrehung hervorso
daß sich auf der zu trocknenden Papierbahn ab- gerufene Zentrifugalkraft im Vergleich zur Schwerwechselnd trockene und noch feuchte Streifen er- 45 kraft wird.
geben. Außerdem stellt sich, da die von einer Die Erfindung verwendet Kondensatabzugsein-
dünneren Kondensatschicht bedeckten Bereiche des richtungen vom Siphon-Typ und macht sich die vorZylindermantels
heißer sind als die von einer dicke- genannte Oszillationsbewegung des Kondensatringes
ren Schicht bedeckten Bereiche, ein entsprechendes zunutze. Die Lösung der zugrunde gelegten Aufgabe
longitudinales Verziehen der äußeren Zylinderober- 50 besteht gemäß der Erfindung darin, daß der Öfffläche
ein mit der Folge, daß die mit dem Zylinder nungsquerschnitt der Kondensat-Abzugsdüsen in
zusammenwirkende Klinge zum Abnehmen der Pa- Umfangsrichtung des Zylinders größer ist als in
pierbahn (z. B. die Kreppklinge) und auch, falls Achsrichtung des Zylinders.
vorhanden, die zum Aufbringen der Papierbahn In bekannter Weise wird durch den in den Trok-
dienende Druckwalze hin- und herpendeln, d. h. sich 55 kenzylinder eingeführten Heißdampf Kondensat in
abwechselnd zur Zylinderachse hin und von der der Nähe der Düsenöffnungen zerstäubt und mit
Zylinderachse fort bewegen. Dadurch wird die Ar- dem Dampf in die Düsenöffnungen hineingerissen,
beitsgeschwindigkeit des Zylinders gegenüber der Dabei kann natürlich um so mehr Kondensat enthöchstmöglichen
Arbeitsgeschwindigkeit vermindert. fernt werden, je besser der Zufluß frischen Konden-Die
Schichtstärke der im Zylinderinneren verblei- 60 sats in den an Kondensat verarmten düsennahen
benden Kondensatschicht beträgt bei dieser Anord- Bereich ist. Die Erfindung wirkt sich hier durch die in
nung ungefähr 3 bis 5 mm im Durchschnitt. Umfangsrichtung des Zylinders länglich ausgebildeten
Aus der USA.-Patentschrift 3 065 552 ist es auch Düsenöffnungen sehr vorteilhaft aus, da das Kondensat
bekannt, eine Anzahl von Kondensat-Abzugsdüsen auf Grund seiner in Umfangsrichtung des Zylinders
mit ihren Öffnungen in geringem Abstand von der 65 verlaufenden Oszillation eine entsprechende Relativinnenseite
des Zylindermantels anzuordnen. Diese bewegung zu den Düsenöffnungen vollführt. Die
Abzugsdüsen arbeiten nach dem Siphonprinzip und langen Seiten der Düsenöffnungen wirken ähnlich
sind mit Sammelleitungen verbunden, über welche wie Wehre, an denen das oszillierende Kondensat
5 6
entlang strömt, dabei auf der ganzen Länge der ist. Dazu ist an jedem Ende des Mantels 10 ein nach
Düsenöflnung durch den Dampf in diese hinein- innen weisender Befestigungsflansch 14 vorgesehen,
gerissen wird, während gerade auf Grund der Oszil- der mit einem Randflansch 15 des zugeordneten
lation laufend frisches Kondensat nachgeführt wird. Stirnteils zusammenpaßt und mit diesem durch BoI-
Die Erfindung erreicht also sowohl einen schnellen 5 zen 16 verbunden ist. Die beiden Stirnteile 11 und 12
und ungehinderten Zustrom von frischem Kondensat sind ihrerseits an einer Hohlachse 13 befestigt und
in den an Kondensat verarmten Bereich einer Ab- im übrigen mit je einem Mannloch 17 versehen, um
zugsdüse, als auch durch die große wirksame Länge das Innere der Walze zur Montage und Wartung
des Randes der Düsenöffnung in Oszillationsrich- zugänglich zu machen.
tung einen besonders wirksamen Kondensatabzug. io Jedes der beiden Stirnteile 11 und 12 ist in seinem
Eine Abzugseinrichtung, die sich die Oszillationen mittleren Bereich (d. h. im Bereich zwischen dem
des Kondensats in der beschriebenen Weise zunutze inneren Rand und dem äußeren Rand) mit einem
macht, ist mit der vorliegenden Erfindung verwirk- kurzen Zylinderabschnitt 18 versehen, der an seinem
licht worden. inneren Ende einen Flansch 19 trägt und der zweckin einer besonders zweckmäßigen Ausführungs- 15 mäßig mit dem betreffenden Stirnteil aus einem
form besitzt der erfindungsgemäße Trockenzylinder Stück besteht. Zwischen den Flanschen 19 der beiwendelförmig
angeordnete Kondensat-Abzugsdüsen. den gegenüberliegenden Zylinderabschnitte 18 er-Dadurch
ergibt sich eine große Gleichmäßigkeit beim strecken sich eine Anzahl von verhältnismäßig schwe-Abzug
des Kondensats aus dem Zylinderinneren mit ren Streben 20 in Längsrichtung durch das Innere
der Folge, daß die auf der Innenseite des Zylinder- 20 der Walze. Die Streben 20 sind an ihren Enden mit
mantels verbleibende Kondensatschicht nicht nur Flanschen 21 versehen und mittels Bolzen 22 an den
sehr dünn, sondern auch sehr gleichmäßig ausge- Flanschen 19 befestigt. Sie dienen dem Zweck, ein
bildet ist. Dies wiederum führt zu einer sehr gleich- Verbiegen der Stirnteile 11 und 12 zu steuern undmäßigen
Temperatur der äußeren Zylinderoberfläche damit die Beanspruchungen, die im --Mantel 10 an
und zu einer entsprechend gleichmäßigen Zylinder- 25 oder nahe der Verbindungsstelle mit den Stirnteilen
form während des Betriebes. auftreten können, zu eliminieren.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in Die Hohlachse 13 besteht aus zwei Hälften 23 und
der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden -24, die an ihrer Verbindungsstelle mit Flanschen 25
näher beschrieben. Es zeigt bzw. 26 versehen und durch Bolzen 27 miteinander
F i g. 1 einen Längsschnitt eines erfindungsgemäß 10 verbunden sind. Zwischen den beiden Achshälften
ausgebildeten Trockenzylinders, · 23 und 24 befindet sich eine ebenfalls durch die
Fig. 2 einen Schnitt in der Ebene 2-2 der Bolzen 27 gehaltene Trennplatte 28, die innerhalb
Fig. 1, .' der Hohlachse 13 zwei getrennte Kammern29und30
F i g. 3 schematisch eine Abwicklung des Mantels abteilt. In der Nähe der beiden äußeren Enden ist
des Zylinders gemäß F i g. 1, die die Plazierung der 35 die Achse 13 mit je einem Umfangsflansch 31 vereinzelnen
Kondensat-Abzugsdüsen und ihre züge- sehen, der mit einem Randflansch 32 der Stirnteile
ordneten Anschluß- und Verbindungsleitungen er- 11 bzw. 12 zusammenpaßt und mit diesem durch
kennen läßt, Bolzen 33 verbunden ist.
F i g. 4 im vergrößerten Maßstab die Seitenansicht Außerhalb der beiden Umfangsflansche 31 geht
einer Ausführungsform einer Kondensat-Abzugsdüse, 40 die Achse 13 in zwei Lageransätze 34 über, mit
F i g. 5 die Seitenansicht der Kondensat-Abzugs- denen die Walze in geeigneten, nicht weiter dar-
düse aus der Ebene 5-5 der Fig. 4, gestellten Lagern drehbar gelagert werden kann.
F i g. 6 die Stirnansicht der Düse gemäß F i g. 4 Einer der beiden Lageransätze, in der Darstellung
und5, der Fig. 1 der rechte Lageransatz, ist über den
Fig.7 und 8 zwei den Fig.4 und 5 entsprechende 45 Bereich des zugehörigen Lagers hinaus zu einem
Seitenansichten einer abgewandelten Ausführungs- Fortsatz 35 verlängert, an dem ein geeignetes An-
form der Kondensat-Abzugsdüse. triebselement, z. B. ein Zahnrad, befestigt werden
F i g. 9 schematisch das wirksame Öffnungsmuster kann. Beide Enden der Achse 13 sind mit Bohrun-
der Kondensat-Abzugsdüse gemäß F i g. 7 und 8, gen 36 bzw. 37 versehen, die mit den Kammern 29
Fig. 10 im Längsschnitt eine abgewandelte Aus- 50 bzw. 30 kommunizieren. Die Bohrung 37 dient dabei
führungsform eines erfindungsgemäß ausgebildeten zur Zufuhr von Dampf unter Druck zur Kammer 30,
Trockenzylinders, und die Bohrung 36 wird zum Abzug von Kondensat
Fig. 11 einen Schnitt in der Ebene 11-11 der aus der Kammer 29 verwendet.
Fig. 10, Der in die Kammer 30 über die Bohrung37 ein-
F i g. 12 im vergrößerten Maßstab eine Seiten- 55 gespeiste Dampf tritt über Öffnungen 38 in das
ansieht einer Kondensat-Abzugsdüse, die bei dem Innere der Trockenwalze ein.
Zylinder gemäß Fig. 10 verwendet ist, Zum Abzug des Kondensats aus dem Inneren der
Fig. 13 die Ansicht der Kondensat-Abzugsdüse Trockenwalze sind Absaugdüsen 39 bis 54 vorgese-
aus der Ebene 13-13 der Fig. 12 und hen. Von diesen Düsen sind, wie sich aus Fig. 1
Fig. 14 schematisch die Abwicklung des Zylin- 60 und 3 erkennen läßt, die Düsen 33 bis 42 in einer
dermantels gemäß F i g. 10 zwecks Erläuterung der Ebene 55, die Düsen 43 bis 46 in einer Ebene 56,
Plazierung der einzelnen Düsen innerhalb des die Düsen 47 bis 50 in einer Ebene 57 und die Dü-
Zylinders. sen 51 bis 54 in einer Ebene 58 angeordnet. Die
Der in F i g. 1 dargestellte Trockenzylinder, nach- Ebenen 55 bis 58 verlaufen sämtlich senkrecht zur
folgend auch als »Trockenwalze« bezeichnet, enthält 65 Achse 13, d. h. senkrecht zur Mittelachse der Trok-
einen dünnen, zylindrischen Außenmantel 10, der kenwalze, und besitzen einen gleichen Abstand von-
an seinen beiden Enden starr, mit je einem relativ einander, der größer ist als der Abstand der beiden
flachen ringförmigen Stirnteil 11 bzw. 12 verbunden äußeren Ebenen 55 und 58 von den beiden Stirn-
teilen 11 und 12. So kann beispielsweise der Abstand der Ebenen 55 bis 58 voneinander in der Größenordnung
von 1 m liegen, während die Ebenen 55 und 58 einen Abstand von etwa 76 cm von den beiden
Stirnteilen 11 und 12 aufweisen.
Jeder der Düsen 39 bis 42 ist über eine Anschlußleitung 59 mit einem kreisförmigen Sammelrohr 60
verbunden, das seinerseits über eine Verbindungsleitung 61 an die Kammer 29 der Achse 13 angeschlossen
ist. Das Sammelrohr 60 ist in geeigneter Weise an einigen der Streben 20 befestigt. In ähnlicher
Weise sind Sammelrohre 62, 63 und 64 vorgesehen für die Düsen 43 bis 46, 47 bis 50 bzw. 51 bis
54. Die Düsen 43 bis 53 sind dabei jeweils über eine Anschlußleitung 59 an das zugeordnete Sammelrohr
angeschlossen, und die Sammelrohre 62 bis 64 ihrerseits stehen jeweils über eine Verbindungsleitung 65,
66 bzw. 67 mit der Kammer 29 der Achse 13 in Verbindung.
Die Düsen in jeder der Ebenen 55 bis 58 sind gleichmäßig über die innere zylindrische Oberfläche
der Walze verteilt. Sie stehen, wie F i g. 2 und 3 verdeutlichen, innerhalb jeder Ebene im Winkel von
90° zueinander, wobei zwei benachbarte Ebenen um 45° zueinander gedreht sind, so daß die in
Axialrichtung der Walzen benachbarten Düsen eine versetzte, zick-zack-förmige Anordnung' zueinander
besitzen. In der in F i g. 3 gezeigten Abwicklung der
inneren Oberfläche der Walze liegen mithin die benachbarten Düsen auf den Diagonalen 68 α bis 68 e.
Die Düse 39 (sowie auch jede der übrigen Düsen 40 bis 54) kann die in F i g. 4 bis 6 dargestellte Form
besitzen. Bei dieser Düsenform ist ein Hohlgehäuse 69 vorgesehen, das an seinem einen Ende in einen
verstärkten, mit Innengewinde versehenen Ansatz 70 übergeht, der zum Befestigen der Düse an der zugeordneten
Anschlußleitung 59 dient. Am anderen Ende geht das Gehäuse 69 in eine zylindrisch gekrümmte
Stirnfläche 71 über, die nahe der inneren zylindrischen Oberfläche des Mantels 10 angeordnet
und dieser angepaßt ist. Von der Stirnfläche 71 aus erstrecken sich zwei Schrägflächen 72 und 73 nach
innen, d. h. zum Gewindeansatz 70 der Düse hin. Im übrigen ist das Gehäuse 69 so geformt, daß es sich
nach außen hin, d. h. in Richtung zur Stirnfläche 71, in einer Hauptebene verbreitert und in einer zweiten,
dazu senkrecht verlaufenden Hauptebene verjüngt. Dadurch bekommt die Stirnfläche 71 eine
verhältnismäßig lange und schmale Form. Innerhalb der Walzen ist jede Düse so angeordnet, daß die
lange Achse der Stirnfläche 71 parallel zur zugeordneten Düsenebene (im Fall der Düse 39 also parallel
zur Ebene 55) verläuft, so daß im Ergebnis alle Düsen weitgehend innerhalb der betreffenden Länge
liegen.
Im Bereich der Stirnfläche 71 sind drei längliche Düsenöffnungen 76 bis 78 vorgesehen, die durch
zwei Querwände 74 und 75 voneinander getrennt sind. Diese länglichen Düsenöffnungen erstrecken
sich ebenfalls parallel zur zugeordneten Düsenebene. An einer Seite des Düsengehäuses 69 ist im übrigen
noch eine Saugöffnung 79 vorgesehen.
Die Querwände 74 und 75 können auch fehlen. Sie werden jedoch bevorzugt, weil sie eine Turbulenz
in der Mischung aus Dampf und Kondensat, die durch die Düsenöffnungen 76 bis 78 fließt, erzeugen.
Falls die Querwände 74 und 75 fehlen, besitzt die Stirnfläche 71 eine einzige längliche Öffnung, die
mit ihren langen Seiten parallel zur zugeordneten Düsenebene liegt. Zweckmäßig ist die Anordnung im
übrigen so getroffen, daß sämtliche Düsen 39 bis 54 gleich ausgebildet sind, was in bezug auf die Düsenöffnung
bedeutet, daß zweckmäßig bei sämtlichen Düsen entweder die Querwände 74 und 75 vorhanden
sind oder nicht vorhanden sind.
An Stelle der in F i g. 4 bis 6 gezeigten Düsen können auch anders ausgebildete Düsen verwendet
ίο werden, sofern deren Düsenöffnungen sehr nahe an der inneren Oberfläche der Walze angeordnet und
länglich ausgebildet sind, wobei die lange Achse der Öffnungen innerhalb der jeweils zugeordneten Düsenebenen 55 bis 58 liegt. In Fi g. 7 und 8 ist eine
solche andere Düsenform gezeigt. Dort ist wiederum ein Hohlgehäuse 80 vorgesehen;- das sich in der einen
Hauptebene, von der Anschlußleitung 59 ausgehend, verbreitert und in der anderen Hauptebene verjüngt.
Dieses Gehäuse 80 ist mit einer Gewindeöffnung 81 versehen, mittels der es auf die betreffende Anschlußleitung
59 aufgeschraubt werden kann. An seir nem anderen Ende besitzt das Gehäuse 80 eine
längliche Öffnung 82, die durch eine Platte 83 abgedeckt ist. Die Platte 83, die^ beispielsweise mittels
Schrauben 84 mit dem Gehäuse 80 verbunden sein kann, besitzt eine äußere zylindrische Stirnfläche 85,
die nahe der inneren Oberfläche der Walze angeordnet und an diese angepaßt ist. In der Platte 83 befinden
sich drei Bohrungen 86, 87 und 88, von denen die Bohrung 82 sich direkt in Richtung der Achse
der Anschlußleitung 59 erstreckt, also senkrecht zur inneren Oberfläche der Walze verläuft, während die
Bohrungen 86 und 88 demgegenüber etwas schräg nach außen verlaufen. Im Ergebnis bilden mithin die
drei Bohrungen 86 bis 88 ein längliches Muster 89 (F i g. 9) auf der inneren Oberfläche der Walze. Da
die lange Achse der Platte 83 in der zugehörigen Düsenebene 55 bis 58 liegt, ist auch das Muster 89
mit seiner langen Achse in der betreffenden Ebene angeordnet, wie dies weiter oben gefordert worden
war. Im übrigen ist an der einen Seite des Gehäuses 80 eine Saugöffnung 90 vorgesehen, die mit der
Saugöffnung 79 im Beispiel der Düse gemäß F i g. 4 bis 6 vergleichbar ist.
Die vorangehend beschriebene Trockenwalze besitzt folgende Wirkungsweise:
Die Walze ist in einer Papiermaschine so angeordnet, daß sie die vom Filzteil der Maschine abgegebene
Papierbahn an einer bestimmten Aufgabestelle übernimmt, während der Drehung trocknet und an
einer bestimmten Abgabestelle wieder abgibt. Die Papierbahn kann dabei durch irgendwelche geeigneten
Einrichtungen auf die äußere Oberfläche der Walze aufgebracht werden, beispielsweise durch
eine mit der Trockenwalze zusammenwirkende, nicht weiter dargestellte Andruckwalze. Auch das Abnehmen
der Papierbahn nach erfolgter Trocknung kann durch irgendwelche geeigneten Einrichtungen
erfolgen, beispielsweise durch eine nicht weiter dargestellte Kreppklinge, die zugleich die Funktion erfüllt,
die Papierbahn mit einer Kreppung zu versehen. Dem Inneren der Trockenwalze wird über die
Bohrung 37 und die Kammer 30 Dampf unter ausreichendem Druck zugeführt. Dieser Dampf strömt
über die öffnungen 38 in das Innere der Trockenwalze ein und erhitzt dabei die Walze. Durch diese
Hitze kann die auf der Außenseite des Walzenmantels 10 aufliegende Papierbahn ihre Feuchtigkeit ab-
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geben. Dabei wird Wärme verbraucht, was zu einer entsprechenden Dampfkondensation an der inneren
Oberfläche des Walzenmantels 10 führt. Unter der Annahme, daß die Umfangsgeschwindigkeit der
Trockenwalze beispielsweise oberhalb von 300 m/min liegt, bleibt das gebildete Kondensat an der inneren
Oberfläche des Mantels 10 »haften«, d. h. es bildet einen zylindrischen Ring, der die innere Oberfläche
des Walzenmantels abdeckt. Dieser aus Kondensat bestehende Ring besitzt jedoch nicht überall die
gleiche Stärke, sondern das Kondensat oszilliert in Umfangsrichtung der Walze hin und her.
Die Düsen 39 bis 54 besitzen mit ihren zylindrisch gebogenen Stirnflächen 71 einen nur sehr geringen
Abstand von der inneren zylindrischen Oberfläche des Walzenmantels 10, der vorzugsweise im Bereich
von etwa 3 mm bis etwa 12 mm liegt. Die lange Achse der Stirnfläche 71 aller Düsen erstreckt sich
in Richtung der zugeordneten Düsenebenen 55 bis 58, d. h. in Umfangsrichtung der Trockenwalze. Durch
diese Anordnung der Düsen kann die Oszillationsbewegung des Kondensats, die in Umfangsrichtung
der Trockenwalze erfolgt, sehr wirksam zum Abziehen des Kondensats ausgenutzt werden, wie weiter
unten noch im einzelnen erläutert wird. Die Düsen 39 bis 54 stehen gegenüber der Walze fest, so daß
die Oszillationsbewegung des die innere Oberfläche des Walzenmantels bedeckenden Kondensats in Umfangsrichtung
der Walze die einzige Relativbewegung zwischen den Düsen und dem Kondensat ist.
Die langen Kanten der Öffnungen 76, 77 und 78, die sich parallel zur Richtung der Oszillationsbewegung
des Kondensats erstrecken, wirken als Wehre. In der Nähe der Öffnungen 76 bis 78 zerstäubt der
Dampf und nimmt beim Eintritt in die Öffnungen Kondensat mit. Diese Dampf-Kondensat-Mischung
strömt durch die betreffende Düse 39 bis 54, das zugeordnete Sammelrohr 60 bis 64 und die zugeordnete
Verbindungsleitung 61 bzw. 65 bis 67 hindurch in die Kammer 29 ein und wird dort zur weiteren übliehen
Aufarbeitung über die Bohrung 36 entnommen.-Wegen der Tatsache, daß die langen Kanten
der Öffnungen 76 bis 78 sich in Umfangsrichtung der Trockenwalze erstrecken und demzufolge auf
der inneren Oberfläche des Walzenmantels 10 ein sich ebenfalls in Umfangsrichtung erstreckendes,
längfiches Muster bilden, wird dabei beträchtlich mehr Kondensat von den Düsen 39 bis 54 aufgenommen,
als dies beispielsweise der Fall wäre, wenn die Düsen sich im Winkel von 90° zur zugeordneten
Düsenebene befänden.
Diese beträchtlich verbesserte Wirkung durch An-Ordnung der Düsen, derart, daß die langen Kanten
der Düsenöffnungen in Umfangsrichtung der Walze verlaufen, läßt sich auf der Basis der Überlegung
erklären, daß das Kondensat nur dann gut in die Düsenöffnungen eintritt, wenn es entweder in der
gleichen Richtung der Kante der Düsenöffnung strömt oder in Richtung zu dieser Kante hin. Mithin
bildet eine der kurzen, runden Kanten einer jeden Öffnung 76 bis 78 (die erwähnte Anordnung der
Düse in Umfangsrichtung der Walze vorausgesetzt) eine »aktive« Kante, da das Kondensat bei seiner in
Umfangsrichtung der Walze erfolgenden Oszillationsbewegung gegen diese Kante hin strömt, während
die gegenüberliegende runde, kurze Kante der betreffenden Öffnung keine »aktive« Kante darstellt.
Tn jedem Fall jedoch sind die verhältnismäßig kurzen, runden Kanten im Vergleich zu den langen,
geraden Kanten der Öffnungen 76 bis 78 nicht sehr wirksam, d. h. sie tragen nur geringfügig zur Wirkung
der Düsen bei. Die langen, geraden Kanten, die sich parallel zur Bewegungsrichtung des oszillierenden
Kondensats erstrecken, sind es vielmehr, die den Hauptteil der Düsenwirkung begründen,
denn diese beiden Kanten sind stets gleichzeitig als Wehre zum Kondensatabzug wirksam. Dies bedeutet
mit anderen Worten, daß bei der erwähnten AnOrdnung der Düsen die gesamte Länge der zum
Kondensatabzug beitragenden Wehre stets sehr groß ist, nämlich stets die beiden langen Kanten einer
jeden Öffnung 76 bis 78 umfaßt sowie eine der beiden kurzen, runden Kanten (wobei es von der jeweiligen
Richtung der Oszillationsbewegung des Kondensats abhängt, welche der beiden kurzen, runden
Kanten in jedem Zeitpunkt gerade die »aktive« Kante ist).
ao Die Düsen 39 bis 54 sind vorzugsweise auf den schon erwähnten Diagonalen 68 α bis 68 e angeordnet,
damit sich für den Kondensatabzug auf der inneren Oberfläche des Walzenmantels 10 eine mögliehst
gute, gleichmäßige Verteilung ergibt. Es wurde nämlich gefunden, daß bei einer Anordnung benachbarter
Düsen auf diagonalen Linien innerhalb des Walzenmantels eine Kondensatschicht von außerordentlich
gleichmäßiger Schichtstärke erreicht werden kann. Dies ist wichtig, denn es ist nicht nur
notwendig, die Stärke der Kondensatschicht innerhalb der Walze möglichst gering zu halten, sondern
es ist mindestens ebenso notwendig, wenn nicht sogar notwendiger, die Kondensatschicht auf einer
gleichmäßigen Stärke zu halten, damit die Trocknung der Papierbahn entsprechend gleichmäßig erfolgt.
Die Saugöffnung 79 in jeder der Düsen 39 bis 54 bewirkt, daß ständig eine kleine Menge von reinem
Dampf in freiem Strom direkt in das Düsengehäuse 69 eintreten kann. Dieser Dampfstrom hilft mit, das
mit den Düsen vorbundene Rohrleitungssystem von einer Blockade durch Kondensat freizuhalten.
Die an Hand der F i g. 7 bis 9 erläuterte Düse wirkt grundsätzlich in der gleichen Weise wie die
Düse gemäß F i g. 4 bis 6, die bei der vorangehenden
Beschreibung der Wirkungsweise der Trockenwalze zugrunde gelegt war. Auch bei der Düse gemäß
F i g. 7 bis 9 zerstäubt der Dampf das Kondensat in der Nähe der Düsenöffnungen, so daß es beim Eintritt
des Dampfes in die Düsenöffnungen mitgerissen wird. Das Muster 89 und das allgemeine Muster der
Bohrungen 86 bis 88 bei der Düse gemäß F i g. 7 bis 9 erstreckt sich genauso in Umfangsrichtung der
Walze wie die lange Achse der Düsenöffnungen 76 bis 78 bei der Düse gemäß F i g. 4 bis 6. Demzufolge
liegt auch bei der Düse gemäß F i g. 7 bis 9 ein stets hochwirksames Wehr vor.
Die in Fig. 10 und 11 dargestellte Trockenwalze ist der an Hand von F i g. 1 und 2 beschriebenen
Walze sehr ähnlich. Sie besitzt einen Mantel 10 α sowie zwei Stirnteile 11 α und 12 α, zwischen deren
Flanschträgern 18a sich Streben 20 α erstrecken. Die Stirnteile 11a und 12a sind an einer Achse 13 α befestigt,
die sich von der Achse 13 dadurch unterscheidet, daß die Trennwand 91, die die Dampf kammer
30 a von der Kondensatkammer 29 α trennt, nicht zwischen den beiden Achshälften angeordnet
ist, sondern sich innerhalb der Achshälfte 23 α be-
findet. Zum Einbringen des Dampfes in das Innere der Walze sind Öffnungen 38 a vorgesehen, die den
Öffnungen 38 entsprechen.
Das Kondensat-Absaugsystem für die Trockenwalze gemäß Fig. 10 und 11 enthält eine Anzahl
von Düsen 92, deren zylindrische Stirnfläche 96, die nahe der inneren zylindrischen Oberfläche des
Walzenmantels 10 a angeordnet und dieser angepaßt ist, drei Düsenöffnungen 93, 94 und 95 aufweist
(Fig. 13). Im übrigen enthält jede der Düsen92 ein Hohlgehäuse, das, ähnlich dem Düsengehäuse 19
gemäß F i g. 4 bis 6, in der einen Hauptebene einen sich verbreiternden und in der anderen Hauptebene
einen sich verjüngenden Querschnitt besitzt. An dem Düsengehäuse 97 ist eine längliche Düsenplatte 98
befestigt, die die Öffnungen 93, 94 und 95 besitzt. Das durch die Düsenöffnungen 93 bis 95 erzeugte
Muster entspricht dem Muster der Düsenöffnungen 76 bis 78 und erstreckt sich in Umfangsrichtung des
Düsenmantels 10 a.
Die Düsen 92 sind über Anschlußleitungen 99 mit einem kreisförmig gebogenen Sammelrohr 100 verbunden.
Die Anschlußleitungen 99 sowie das Sammelrohr 100 sind mittels-, geeigneter Konsolen, wie
im einzelnen zeichnerisch .dargestellt, mit den Streben 20 α verbunden. Die beiden Enden 101 und 102
des Sammelrohres 100 sind an die Kondensatkammer 29 α in der Achsenhälfte 23 α angeschlossen.
Wie sich aus der in F i g. 14 wiedergegebenen Abwicklung der engen Seite des Walzenmantels 10 a
entnehmen läßt, sind die Düsen 92, ähnlieh den Düsen 39 bis 54 im Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 1
und 2, auf Diagonalen 103 a, 103 b usw. angeordnet, um sicherzustellen, daß sich die Düsen 92 gleichmäßig
über die innere Oberfläche des Walzenmantels hinweg verteilen und eine gleichmäßige Kondensat-Entnahme
besorgen.
Das kreisförmige Sammelrohr 100 besteht im Bereich zwischen den Endteilen 101 und 102 aus einer
Anzahl von bogenförmigen Segmenten 104. Die Endteile und auch die Segmente sind jeweils an ihren
Enden mit Flanschen versehen und an diesen Flanschen zusammengebolzt. Dadurch, daß beide Enden
des Sammelrohres 100 an die Kondensatkammer 29 a angeschlossen sind, ist sichergestellt, daß das Kondensat
in jedem Fall leicht die Kammer 29 α erreichen kann, da dem Kondensat dafür zwei Wege
zur Verfügung stehen. Der Aufbau des Sammelrohres 100 aus einer Anzahl von Segmenten 104 ist
aus Gründen der Erleichterung der Montage gewählt worden. Die einzelnen Segmente des Sammelrohres
lassen sich nämlich leicht Stück für Stück durch die Mannlöcher 17 α hindurch in das Innere
der Trockenwalze einbringen.
Das kreisförmige, mit zwei Anschlußenden versehene Sammelrohr 100 im Beispiel der Fig. 10
und 11 besitzt den Vorteil, daß die Verbindungsleitungen zwischen den einzelnen Düsen und dem
Sammelrohr sehr kurz gehalten werden können mit der Folge, daß sie sich nicht so leicht durch Kondensat
verstopfen. Dem gleichen Zweck dient auch die Anordnung des Sammelrohres 100 verhältnismäßig
dicht an der inneren Oberfläche des Walzenmantels.
Die einzelnen Düsen besitzen vorzugsweise auf den Diagonalen innerhalb der Trockenwalze einen
gleichen Abstand voneinander. Damit sind die Düsen nicht nur wirksam in Hinsicht auf eine geringe
Schichtstärke der die innere Oberfläche des Walzenmantels bedeckenden Kondensatschicht, sondern
auch in Hinsicht auf eine gleichmäßige Stärke dieser Schicht. Der wünschenswerte Minimum-Abstand
zwischen den Düsen beträgt etwa 60 cm. In diesem Fall wirkt jede Düse auf ein Oberflächengebiet von
ungefähr 0,36 qm. Bei einem Glättzylinder, bei dem beispielsweise die Oberfläche der Innenseite des
Walzenmantels ungefähr 50 qm beträgt, bedeutet
ίο dies, daß ungefähr 135 Düsen benötigt werden. Der
besagte Düsenabstand von ungefähr 60 cm ist bei hohen Walzengeschwindigkeiten, z.B. in der Größenordnung
von 1200 bis 1500 m/min, sehr zweckmäßig. Bei niedrigeren Geschwindigkeiten jedoch kann auch
mit größeren Düsenabständen gearbeitet werden. Bei den zeichnerisch dargestellten Walzen beträgt beispielsweise
der Abstand der Düsen voneinander etwa 1,2 bis 1,5 m, wobei insgesamt 16 Düsen vorhanden
sind. Natürlich macht jede Erhöhung der Düsen-Anzahl es erforderlich, die Anzahl der Düsen-Ebenen
innerhalb der Walze und die Anzahl der Düsen innerhalb jeder Ebene entsprechend zu vermehren.
Dabei sei jedoch darauf hingewiesen, daß, obgleich die Stärke der Kondensatschicht, eine Funktion
der Anzahl der Düsen ist, normalerweise angestrebt wird, die Düsen-Anzahl möglichst gering zu
halten, da sich jede Erhöhung der Düsen-Anzahl kostensteigernd auswirkt.
Die einzelnen Düsen sind vorzugsweise senkrecht zur inneren Oberfläche der Trockenwalze angeordnet.
Ihr Abstand von dieser Oberfläche ist jedoch so lange nicht kritisch, wie sichergestellt ist, daß der
Dampf die innere Walzenoberfläche sauberhält und jede Düse ein ausreichendes Strömungsgebiet für
Dampf und Kondensat bildet. Dadurch, daß die Düsen soweit wie möglich in Umfangsrichtung der
Walze verlaufen, ist das Entstehen von überhitzten Stellen im Walzenmantel praktisch vollständig vermieden
und ein gleichmäßiges Strömungsbild für das Kondensat sichergestellt. Die der inneren Walzenoberfläche
benachbarten Stirnflächen der Düsen sind vorzugsweise, aber nicht unbedingt notwendigerweise,
zylindrisch ausgebildet und über ihre gesamte Fläche hinweg in gleichem Abstand von der inneren
Walzenoberfläche angeordnet. Ebensogut können aber auch diese zylindrischen Stirnflächen fortgelassen
sein. Beispielsweise kann an Stelle der Stirnfläche 71 in F i g. 4 bis 6 eine Anordnung von drei
einfachen Rohren verwendet werden, die mit längliehen
Öffnungen versehen sind und deren Endkanten in bezug auf die innere Walzenoberfläche
einen gleichen Abstand voneinander besitzen.
Die Erfindung wurde vorangehend im einzelnen an Hand eines Walzentyps beschrieben, bei dem die
beiden Stirnteile durch starke Streben miteinander verbunden sind und bei denen die Düsen mit der
Trommel umlaufen. In gleicher Weise können jedoch auch die länglichen Düsen innerhalb einer sich drehenden
Trockenwalze stationär gehalten sein. Bei einem solchen Fall wird nicht nur die in Umfangsrichtung
der Walze erfolgende oszillierende Bewegung des Kondensats zum Kondensatabzug nutzbar
gemacht, sondern auch die auf die Trommeldrehung zurückzuführende Relativbewegung des Kondensats
gegenüber den stationären Düsen. Der vorangehend im einzelnen erläuterte Wirkungsmechanismus der
länglichen Düsen bleibt dabei grundsätzlich der gleiche.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Trockenzylinder, insbesondere Glättzylin- abnahmemaschinen, bei denen die Trocknung der
der für Papiermaschinen, dessen Zylinderachse 5 Papierbahn auf nur einem Trockenzylinder erreicht
in zwei Kammern unterteilt ist, von denen die wird, dessen Durchmesser dann allerdings beträchteine
Kammer mit einem axial verlaufenden lieh größer ist, als wenn mehrere Trockenzylinder
Dampfzufuhr-Stutzen versehen ist, während die vorgesehen sind. Die Trocknung führt bei derartigen
andere mehrere, feststehende Kondensatabzugs- Maschinen gleichzeitig zu einer einseitigen Glättung
rohre aufweist, die über Sammelleitungen nach io des Papiers, so daß in diesem Fall an Stelle von
außen geführt sind und an ihrem freien Ende »Trockenzylinder« auch der Ausdruck »Glättzylinje
eine, in geringem Abstand von der Innenseite der« gebräuchlich ist.
des Zylindermantels mündende Abzugsdüse auf- Es ist bekannt (USA.-Patentschrift 3 118 743), die
weist, dadurch gekennzeichnet, daß Achsen von Trockenzylindern in zwei Kammern zu
der Öffnungsquerschnitt der Kondensat-Abzugs- 15 unterteilen, von denen die eine Kammer der Zufuhr
düsen (39 bis 54 bzw. 92) in Umfangsrichtung von Heißdampf dient und dazu mit einem axial
des Zylinders (10) größer ist als in Achsrichtung verlaufenden Dampfzufuhr-Stutzen versehen ist,
des Zylinders (10). während die andere mehrere, feststehende Kon-
2. Trockenzylinder nach Anspruch 1, dadurch densatabzugsrohre aufweist, die über Sammelleitungekennzeichnet,
daß die Kondensat-Abzugs- 20 gen nach außen geführt sind uder Abfuhr von düsen (39 bis 54 bzw. 92) je drei in Umfangs- kondensiertem Wasserdampf aus dem Innern des
richtung des Zylinders (10) nebeneinanderlie- Trockenzylinders dienen. Auf Grund eines mangelgende
Düsenöffnungen (76, 77, 78 in Fig. 6, haften Kondensatabzugs ergeben sich jedoch wäh-·
86, 87, 88 in Fig. 7, 93, 94, 95 in Fig. 13) rend des Betriebes häufig beträchtliclie Schwierigbesitzen,
von denen-die mittlere eine senkrecht 25 keiten.
zur Zylinder-Innenfläche verlaufende Längsachse Die Trockenzylinder werden durch die Beschikbesitzt,
während die Längsachsen der beiden kung mit heißem Dampf auf die zum Trocknen der
seitlichen Düsenöffnungen gegenüber der senk- Papierbahn erforderliche Temperatur aufgeheizt. Darecht
verlaufenden Längsachse in Strömungs- bei bildet sich zwangläufig auf der inneren Oberrichtung
des Kondensats konvergieren. 30 fläche des Zylinders Kondensat. Dieses Kondensat
3. Trockenzylinder nach Anspruch 2, dadurch sammelt sich bei verhältnismäßig geringen Umdregekennzeichnet,
daß jede der mehreren Düsen- hungsgeschwindigkeiten des Zylinders im unteren öffnungen" (76, 77, 78) in Umfangsrichtung des Zylinderteil. Bei Umfangsgeschwindigkeiten von
Zylinders (10) länglich ausgebildet ist. über 300 m/min, mit denen die meisten Trocken-
4. Trockenzylinder nach einem der vorher- 35 zylinder heutzutage normalerweise gefahren wergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, den, bleibt das Kondensat jedoch infolge der daß die Kondensat-Abzugsdüsen (39 bis 54 hohen Zentrifugalkräfte in einer zylinderringförmi-
bzw. 92) gleichmäßig über die Innenseite des gen Schicht von nahezu gleichmäßiger Schichtstärke
Zylindermantels (10) verteilt angeordnet sind. an der inneren Oberfläche des Zylindermantels haf-
5. Trockenzylinder nach Anspruch 4, dadurch 40 ten, läuft also nicht mehr zum unteren Zylinderteil
gekennzeichnet, daß die Kondensat-Abzugs- ab. Diese Kondensatschicht befindet sich zwar auf
düsen (39 bis 54 bzw. 92) wendelförmig (68« der gleichen Temperatur wie der Dampf (da der
bis 68 d, 103 α bis 103 b) angeordnet sind. Dampf beim Trocknen der Papierbahn praktisch nur
seine latente Wärme abgibt), sie beeinträchtigt je-45 doch wesentlich die Wärmeübertragung zum Zy-
, lindermantel. Da sich die Kondensatschicht zwischen
dem Zylindermantel und dem in das Zylinderinnere eingespeisten Dampf befindet, kann der Dampf nicht
mehr direkt auf den Zylindermantel einwirken, son-Die Erfindung betrifft einen Trockenzylinder, ins- 50 dem muß seine Wärme durch die nur langsam
besondere einen Glättzylinder für Papiermaschinen, wärmeübertragende Kondensatschicht hindurch auf
dessen Zylinderachse in zwei Kammern unterteilt ist, den Zylindermantel abgeben. Im Ergebnis stellt sich
von denen die eine Kammer mit einem axial ver- mithin eine unerwünschte Verzögerung in der
laufenden Dampfzufuhr-Stutzen versehen ist, wäh- Wärmeübertragung vom Dampf zum Zylindermantel
rend die andere mehrere, feststehende Kondensat- 55 ein. Es wird deshalb angestrebt, die Kondensatabzugsrohre
aufweist, die über Sammelleitungen nach schicht an der Innenseite des Zylindermantels auf
außen geführt sind und an ihrem freien Ende je einer möglichst geringen Schichtstärke zu halten,
eine, in geringem Abstand von der Innenseite des Das Kondensat kann aus dem Zylinderinneren,
eine, in geringem Abstand von der Innenseite des Das Kondensat kann aus dem Zylinderinneren,
Zylindermantels mündende Abzugsdüse aufweist. um die Kondensatschicht auf der Innenseite des
Im Trockenteil von Papiermaschien angeordnete 60 Zylindermantels auf einem Minimum zu halten, mit
Trockenzylinder sind an ihren beiden Stirnseiten Hilfe von Schöpfeinrichtungen oder Siphons abgedurch
Stirnteile verschlossen. Die Stirnteile tragen zogen werden. Diese Einrichtungen nehmen das
dabei Lageransätze zur drehbaren Lagerung der Zy- Kondensat auf und leiten es über Verbindungsleilinder.
Im übrigen sind die Zylinder mit Einrich- tungen zu einem Entnahmestutzen, der im allgetungen
zur Dampfzufuhr zum Zylinderinneren ver- 65 meinen axial in einem der beiden Stirnteile des
sehen sowie mit Einrichtungen zum Abzug des Zylinders angeordnet ist. Es sind bereits zahlreiche,
gebildeten Kondensats. Die zu trocknende Papier- verschiedene Typen von Schöpfeinrichtungen oder
bahn läuft der Reihe nach über die einzelnen Zylin- Siphons zum Kondensatabzug vorgeschlagen worden.
Applications Claiming Priority (1)
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| CN115748288A (zh) * | 2022-12-26 | 2023-03-07 | 辽宁兴东科技有限公司 | 一种烘缸的蒸汽导向结构 |
-
1965
- 1965-06-28 GB GB2732065A patent/GB1116264A/en not_active Expired
- 1965-07-08 DE DE19651461125 patent/DE1461125C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |