DE2038758A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen eines Kondensats aus einer Trockentrommel - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen eines Kondensats aus einer TrockentrommelInfo
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- D21F5/10—Removing condensate from the interior of the cylinders
Landscapes
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- Drying Of Solid Materials (AREA)
Description
Patentanwälte ,
,Wilhelm Lnc: c
• 6381 INTERNATIONAL PAPER COMPANY, New York, V.St.A.'
Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen eines Kondensats aus
einer Trockentrommel
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Entfernen eines Kondensats, welches als Rand
an der Innenfläche des Mantels einer Trockentrommel'sitzt,
wobei der Mantel in seinem hohlen inneren Raum unter Druck stehenden Dämpf aufnehmen kann, wodurch der Mantel zur Trocknung des Um die tJmfängsfläche laufenden Materials erwärmt
wird, was zur Bildung eines Kondensats im Innern des Mantels
führt und bei dem das Kondensat durch den Dampf durch mehrere Öffnungen in ein Abüeitrohr in den Mantel abgeführt und aus
dem Mantel heröusbefordert wird, wobei die Öffnungen neben
der Innenfläche des Mantels vorgesehen sind und sich mit diesem bewegen. Die Erfindung bezieht sich insbesondere "
auf ein Verfahren und eine Vorrichtung wodurch das Entfernen
des Kondensats dadurch unterstützt wird, daß das
Mitreißen des Kondensats in Dampf, welcher das Innere des
Mantels verläßt verstärkt ist.
Bei bestimmten Trockentrommeln, beispielsweise Trockenzylindern
für Papiermaschinen wird Dampf unter Druck in das hohle Innere
eines Trockenmantels eingeführt, wodurch der, Mantel auf eine erhöhte Temperatur erwärmt wird, die ausreicht,' das Material,
beispielsweise ein Papiergewebe, welches an der Außenfläche des Mantels entlang geführt wird, zu trocknen. Der Dampf,
kondensiert beim Abgeben der Wärme an den Mantel zu einem Kondensat. Die Trockenzylinder werden mit so großen Drehzahlen
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gedreht, daß das sich ergebende Kondensat im Inneren des Kantels
einen Rand bildet; d.h. die Zentrifugalkraft hält da3 flüssige Kondensat gegen die Innenfläche des Mantels, wenn sich der
Mantel dreht. Das Kondensat wird von der Innenfläche des Mantels durch eine Auslaßvorrichtung abgeleitet, die neben der Innenfläche
des Mantels angeordnet ist, welches den Dampfdruck innerhalb des Mantels dazu verwendet, das Kondensat in die Auä.aßvorrichtung
und aus dem Mantel herauszufordern.
Die Schwierigkeit bei den bisher bekannten Auslaßvorrichtungen besteht darin, daß sie größere Mengen von Kondensat nicht
wirksam entfernen können. Zur wirtschaftlicheren Arbeitsweise ist es erwünscht, Papiermaschinen mit immer größeren Geschwindigkeiten
zu betreiben. Dadurch ist ein rascheres Trocknen der Papierbahn durch die Trockenzylinder erforderlich. Ein rascheres
Trocknen läßt sich durch Erhöhung des Dampfdrucks in dem Trockenmantel zu Erhöhung der Trockenzylindertemperatur erreichen; ,jedoch
führt ein rascheres Trocknen zu einem Anwachsen der Menge des gebildeten Kondensats, welches dann mit größerer Geschwindigkeit
entfernt werden muß. Es hat sich herausgestellt, daß die hohe Geschwindigkeit bei Entfernen des Kondensats einen Begrenzungsfaktor
bei der Vergrößerung der Arbeitsgeschwindigkeit von Papiermaschinen darstellt.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Überwindung dieser Nachteile ist dadurch gekennzeichnet, daß der Dampfstrom auf einer
beträchtlichen Strecke längs der Oberfläche des Kondensats in den Mantel geführt wird und daß dem Dampf ein Druckgradient
zugeführt wird, damit er, wenn er sich den Öffnungen nähert, eine genügend große Geschwindigkeit erhält, so daß er Wasser
von der Innenfläche des Mantels mitnehmen kann damit Wasser in dem Dampf mitgerissen wird, wenn der Dampf durch die Öffnungen
strömt. -
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Eine Vorrichtung zum Entfernen von Kondensat aus einer Trockentrommel nach dem oben beschriebenen Verfahren ist dadurch gekennzeichnet,
daß ein - Ableitrohr in dem Mantel angeordnet ist und sich im wesentlichen über die gesamte länge des Mantels
erstreckt und mit dem Äußeren des Mantels verbunden ist, daß
das Ableitrohr mit dem Innern des Mantels durch mehrere Öffnungen für Plüssigkeitsdurchlaß in Verbindung ist, die entlang
dem Ableitrohr neben der Innenfläche des Mantels in einem
bestimmten Abstand angeordnet sind una sich mit diesem drehen,
daß die Vorrichtung Kondensat in dem Dampf, der in die Öffnungen
vcm Innern des Mantels eintritt, mitreißen kann, und daß Führungsvorrichtungen vorgesehen sind, die längliche Abflußkanäle für
■den Daa.pf bilden und die für eine beträchtliche Strecke und
gegenüber anderen öffnungen im wesentlichen parallel zur Innenfläche
des Mantels verlaufen, wodurch der Dampf, der aus dem Innern des Mantels zu den Öffnungen bewegt wird, sich längs
der Oberfläche des Kondensats bewegt, so daß Wasser von der .
Innenfläche des Mantels abgeschert und in dem Dampf, wenn er durch die Öffnungen fließt, mitgerissen wird.
Gemäß der Erfindung sind also die Begrenzungen der bekannten
Vorrichtungen dadurch überwunden, daß das Mitreißen von Kondensat in dem Dampf, der aus dem Innern des Mantels abgegeben wird,
verstärkt wird. Der Dampf wird so gericntet, daß er für eine
beträchtliche Strecke längs der Oberfläche des Kondensats innerhalb
des Mantels fließt. Der Dampf wird unter genügenden Druckgesetzt, daß er sich mit Geschwindigkeiten bewegt, bei denen er
Wasser von der Innenfläche des Mantels abschert und bei denen der Dampf Wasser mitreißt, wenn er das Innere des Mantels verläßt. Insbesondere wird der Dampf beschleunigt, wenn er sich
längs der Oberfläche des Kondensats in mehrere Öffnungen bewegt , die längs eines Ableitrohres angebracht sind, welches
sich über die gesamte Länge des Trockentnantels erstreckt. Der
beschleunigte Dampf übt eine Abscherkraft auf die Oberfläche des Kondensats aus, wodurch das Kondensat zu den öffnungen
hin beschleunigt wird. Die Geschwindigkeit der turbulenten Strö-
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mung des Kondensats wird erhöht bis das Wasser im Dampf mitgerissen
wird. Da der Dampf beschleunigt wird ist ein fortlaufendes Mitreißen von Kondensat sichergestellt.
Es ist demnach Hauptziel der Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Entfernen von Kondensat vorzusehen, die an der
Innenfläche eines Trockenzylindermantels einen Rand bildet,
dadurch daß Dampf längs der Oberfläche des Kondensats für eine beträchtliche Strecke geführt wird, und zwar mit einer Geschwindigkeit,
die ausreicht, das V/asser von der Innenfläche des Mantels abzuscheren und das Wasser in dem Dampf mitzureißen, wenn
der Dampf aus dem Inneren des Trockenzylindermantels austritt. Es ist ein weiteres Zeil der Erfindung ein derartiges Verfahren
und eine Vorrichtung vorzusehen, bei dem der Dampf durch Abflußkanäle geleitet wird, deren Querschnittsfläche sich vermindert,
damit der Dampf beschleunigt wird, wenn er das Innere des Trockenzylindermantels verläßt, wodurch ein fortlaufendes
Mitreißen des Kondensats in dem Dampf sichergestellt ist.
Ausführungsformen der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnungen beispielshalber beschrieben. Dabei zeigen:
Figur 1 eine Darstellung, teilweise im Schnitt und teilweise schematisch
eines Trockenzylinders bei dem die Kondensatentnahmevorrichtung gemäß der Erfindung verwendet ist,
Figur 2 einen Schnitt durch den Trockenzylinder nach Figur 1
längs der Linie 2-2 in Figur 1,
Figur 3 einen vergrößerten Teilschnitt eines Ableitrohres und
eine mit Öffnungen versehene Platte, die in Figur 2 dargestellt sind,
Figur 4 eine Ansicht auf eine mit Öffnung versehene Platte,
wie sie in Figur 3 dargestellt ist,
Figur 5 eine perspektivische ansicht der mit Öffnung versehenen
Platte, die in Figur 3 dargestellt 'ist,
Figur 6 eine vergrößerte Teilansicht einer anderen Ausführungsform des Ableitrohres und der Ableitplatte und
Figur 7 eine Draufsicht auf ein Ableitrohr und eine mit Öffnung
Versehene Platte nach Figur 6.
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In den Figuren 1 und 2 ist ein Trockenzylinder 10 mit einer
Wasserentnahmevorrichtung gemäß der Erfindung dargestellt.
Der Trockenzylinder weist einen zylindrischen Mantel 12 auf, der an seinen Enden durch Endverschlüsse 14 und 16 geschlossen
ist. Der Trockenzylinder ist in Lager 18 und 20 drehbar gelagert und er wird über ein Zahnrad 22 von einer Antriebsvorrichtung
gedreht. Von einem äußeren Dampfkessel wird Dampf unter Druck in das Innere des Mantels 12 eingeführt. Der
Dampf wird von einer Zuführungsleitung 24 durch eine drehbare Kupplung 26 zugeführt, die die feststehende Zuführungsleitung 24 mit einem ringförmigen Durchlaß 28 in dem sich
drehenden Endverschluß 16 verbindet, wobei der Dampfstrom "
gegenüber der Außenluft und gegenüber dem abgelassenen Dampf
abgedichtet ist. Der Dampfdruck in dem Mantel 12 wird durch ein Absperrorgan 30 gesteuert und durch einen Druckmesser 32
gemessen.
Bei einer Papierherstellungsmaschine wird eine nasse Bahn, die getrocknet werden soll um die Außenfläche des Mantels.
12 herumgeführt. Der unter Druck stehende Dampf erwärmt den
Mantel 12 wobei Wärmeenergie an die Außenfläche des Mantels übertragen wird. Die Wärme des Mantels 12 geht dann in die
Bahn über und verdampft das darin enthaltende Wasser, wodurch
die Bahn getrocknet wird. Durch die Übertragung der Wärme- ä
energie von dem Dampf auf die Bahn wird der Dampf abgekühlt
und dadurch wird Wasser an der Innenfläche des Mantels 12 niedergeschlagen. Bei Papiermaschinen mit großer Drehzahl, wie
sie hier betrachtet werden, bildet das Kondenswasser an dem
Mantel einen Band. D.h. es wird durch die Zentrifugalkraft,
die durch die Drehung des Mantels 12 mit großer Drehzahl her-' vorgerufen wird, gegen den Mantel gedrückt.
Für eine wirksame Arbeitsweise des Troekenzyliriders ist es notwendig,
das kondensierte Wasser von der Innenfläche des Mantels 12 zu entfernen. Dies wird dadurch erreicht, daß das kondensierte
Wasser oder das Kondensat, mit Hilfe des Dampfes durch
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Ableitrohre 34 abgelassen wird, die neben der Innenfläche des Mantels 12 befestigt sind und sich mit diesem drehen. Die
Ableitrohre 34 können mit Hilfe von Streben 36 an einem Hittelstück 38 befestigt sein, welches zwischen den Endverschlüssen
14 und 16 verläuft. Die Ableitrohre 34 sind in gleichmäßigen Abständen am Innenumfang des Mantels angeordnet und verlaufen
im wesentlichen über die vollständige Länge des Mantels 12. Wie es noch in weiteren Einzelheiten unten beschrieben wird,
wird durch den Dampfdruck in dem Mantel 12 der Dampf aus dem Inneren des Mantels 12 in die entsprechenden Ableitrohre 34
verdrängt, wobei kondensiertes Wasser mitgenommen wird. Der Dampf und das Kondensat gehen von den Ableitrohren 34 durch
Ableitauslässe 40 und dann durch einen Auslaß 42 der durch die Mitte des Dampfdurchlasses 28 hindurchführt. Der Auslaß
42 ist durch die drehbare Kupplung 26 mit einem Auslaßrohr 44 verbunden durch welches der Dampf und das Kondensat als
Abfall abgegeben oder dem System wieder zugeführt werden können. Die Menge des aus dem Mantel 12 in das Auslaßsystem einströmenden
Dampfes wird durch ein Absperrorgan 46 in der Auslaßleitung gesteuert. Der Auslaßdampfdruck kann durch einen Druckmesser
gemessen werden. Die Differenz der Drucke in den Druckmessern 32 und 48 ist ein Maß für den Druckgra dient en der den Dampf
durch den Trockenzylinder hindurchbewegt und damit das Kondensat aus dem Inneren des Mantels 12 mitnimmt.
Da sich die Ableitrohre 34 mit dem Mantel 12 drehen, wird Konden-r
sat durch sie nur in der Nähe der Ableitrohre 34 entfernt. Jedoch wird durch die Schwerkraft und die Drehung des Mantels 12 das
Kondensat um die Innenfläche des Mantels 12 herumfließen, so daß es zu den Ableitrohren 34, von denenjabgeleitet wird, fließt.
Außerdem fließt das Kondensat so, daß die Kondensatschicht am oberen Ende des Mantels 12 dicker ist. Dies ist durch die Schwerkraft
bedingt, die das Kondensat verlangsamt, wenn es nach oben hin bewegt wird und beschleunigt, wenn es nach unten hin bewegt
wird, so daß sich am oberen Ende" mehr Kondensat ansammelt.
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Die Hilfsfiguren 3 bis 5 zeigen in weiteren Einzelheiten eine
bevorzugte Ausführungsform der Wasserentnahmevorrichtung durch
die das kondensierte Wasser oder das Kondensat mit dem Dampfτ der abgegeben wird, mitgerissen wird. Eine mit Öffnungen versehene
Platte 50 ist an der Außenfläche jedes Ableitrohres 34 befestigt. Jede mit Öffnungen versehene Platte 50 ist von
mehreren Öffnungen 52 durchsetzt die in einem Abstand von dem Ableitrohr 34 angeordnet sind und eine Strömungsmittelverbindung
zwischen dem Inneren des Hanteis 12 und dem Inneren
des entsprechenden Ableitrohres 34 vorsehen. Die Öffnungen 52
sind vorzugsweise in gleichmäßigen Abständen längs der gesamten Länge Jedes Ableitrohres 34 vorgesehen mit der Ausnahme, daß die Anordnung der Öffnungen an den Enden etwas
abgewandelt sind, damit den Verhältnissen am Rand entsprochen wird. Beispielsweise können zusätzliche Endöffnungen 54 hinzugefügt werden. Die Öffnungen 52 befinden sich neben der Innenfläche
des Kanteis 12 und sie haben von dieser einen Abstand von etwa 0,15 cm bis 0,3 cm.
Zu den jeweiligen Öffnungen 52 verlaufen Abflußkanäle 56-, die
durch die AuSenwand-^eder mit Öffnung versehenen Platte 50 und
die Innenfläche 60 des Mantels gebildet werden. Jeder Kanal
56 verläuft im wesentlichen parallel zu der Innenfläche 60 des Mantels 12 und folglich im-wesentlichen parallel zu der
Oberfläche des darauf sich befindenden Kondensats. Dadurch wird der Dampfetrom für eine beträchtliche Strecke längs der
Oberfläche des Kondensats geleitet, wodurch der Dampfstrom
während einer beträchtlichen ·'■ Zeit und auf eine beträchtliche
Länge auf das Kondensat einwirken kann. Der Dampfdruckgradient bewirkt, daß der Dampf über das Kondensat streicht und Scherkräfte
erzeugt, die das Kondensat zu den Öffnungen 52 hin beschleunigen, bis das Kondensat von der Oberfläche des Mantels
12 abgeschert und mit dem Dampf mitgerissen wird. Ein Mitreißen des Kondensats durch den Dampf ergibt sich dann,wenn daß
Kondensat turbulent mit einer Geschwindigkeit von mehr als 4,5 m/sek fließt. Der Dampf muß einen genügend großen Druckgradienten
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aufweisen, damit diese Geschwindigkeit erreicht wird. Pur eine · * wirkungsvolle Arbeitsweise sollten die Abflußkanäle 56 etwa
1,25 cm lang sein. Wenn andererseits die Länge der Abflußkanäle 56 mehr als etwa 10 cm ist, dann kann ein Aufrühren erfolgen.
Bei der Ausführungsform, die in den Figuren 3 bis 5 dargestellt
ist, vermindert sich der Querschnitt jedes Kanals in Richtung der Dampfströmung. Dadurch wird der Dampf stetig beschleunigt
wenn er sich den entsprechenden Öffnungen 52 nähert. Auf diese Weise wird das Kondensat zu den Öffnungen hin zu Anfang der
Abflußkanäle relativ allmählich beschleunigt, wobei die Scherkräfte in Richtung auf die Öffnungen 52 hin ständig zunehmen.
Das Kondensat wird somit derart beschleunigt, bis genügend Turbulenz vorhanden ist, so daß das Kondensat von dem Mantel
12 abgeschert und von dem Dampf mitgerissen wird. Da der Dampf ständig beschleunigt wird, bleibt das Kondensat welches
einmal mitgerissen ist im Dampfstrom.
Wenn der Dampf und das Kondensat die Öffnungen 52 passiert haben, dann bewegen sie sich durch Einlaßrohre 62 in das Innere der
Ableitrohre 34. Auslaßrohre 64 ragen in die zugehörigen Ableitrohre 34 von entsprechenden Ableitauslässen 40. Jedes Auslaßrohr
64 ragt nach außen über die nach innen gerichteten Enden der Einlaßrohre 62 hinaus. Die Auslaßrohre 64 ragen bis neben
die WanS der Ableitrohre 34 und haben von diesen einen Abstand
von etwa 0,3 cm, -Die gesamte Querschnittsfläche der Auslaßrohre 64 ist geringer als die gesamte Querschnittsfläche
der Einlaßrohre 62. Dadurch wird eine Beschleunigung des Dampfes erreicht, wenn er die Ableitrohre 34 verläßt, wodurch ein weite
res Mitreißen des Kondensate in dem Dampfstrom gewährleistet ist.
Da sich die Ableitrohre 34 und die Öffnungen-52 mit der Innen
fläche des Kanteis 12 bewegen,kann das Kondensat von beiden
Richtungen senkrecht zu den Ableitrohren 34 aufgenommen werden* Die Wirksamkeit der Kondensataufnahme wird daher dadurch ver-
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größert, daß die Abflußkanäle in beiden senkrechten Richtungen
von jeder Öffnung 52, so.wie es in den Figuren 3 bis 5 dargestellt
ist, vorgesehen werden.
Eine andere Ausführungshorn der erfindungsgemäßen Anordnung
ist in den Figuren 6 und 7 dargestellt. Ganz allgemein ist
diese Ausführungsform beim Entfernen von Kondensat nicht so
wirksam, wie die Ausführungsform, die in den Figuren 3 bis 5 dargestellt ist. Sie eignet sich jedoch besonders für den Einbau
in bestimmte Trockenzylinder. Bei der in den Figuren 6 und 7 dargestellten Ausführungsform haben die Abflußkanäle 56 im
wesentlichen konstanten Querschnitt und nur ein Kanal ragt bis zu jeder Öffnung. Ferner weist die Vorrichtung keine Auslaßrohre auf; die'Ableitauslässe 40 sind vielmehr direkt mit den
Enden der Ableitrohre 34 verbunden.
Empierische Daten, die man in verschiedenen Vergleichstests erhalten hat, ^zeugen von dem verbesserten Wirkungsgrad und
der verbesserten Wirkung der verschiedenen Ausführungsformen der Kondensatentnahmevorrichtung. Die beste Darstellung ergab
sich wahrscheinlich durch Versuche, die vor und nach dem Umbau eines bestimmten Trockenzylinders vorgenommen wurden. Diese
Versuche wurden mit einer Papiermaschine durchgeführt, die einen
Trockenzylinder mit einem Durchmesser von etwa 5 m (15 Fuß) ä
aufwies. Die Papiermaschine wurde mit einer geradlinigen Geschwindigkeit von etwa 750 m/min zur Herstellung von
Kreppgewebe mit einem Flächengewicht von etwa 6 kg (basis weight
of about 13,5 Tb.) betrieben. Die einzige Änderung, die an
der Maschine vorgenommen wurde bestand in dem Übergang von
flachen mit Öffnungen versehenen Platten, die scharf von der
Innenfläche 60 des Mantels 12 wegragen und keine Kanäle parallel zur Innenfläche aufweisen, auf die besonders« geformten mit
Öffnungen versehenen Platten, wie sie in Figur 6 und 7 dargestellt
sind.
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- ίο -
Bei den flachen, mit Öffnungen versehenen Platten wurde Dampf
mit etwa 4,25 kp/cm dem Innern des Kanteis 12 zugeführt, um das Papier zu trocknen und es war eine Druckdifferenz von etwa
1,75 kp/cm .(wie sie sich durch Kessungen an den Druckmesoern
32 und 48 ergibt) erforderlich, um das Kondensat zu entfernen. Bei etwas größeren Drucken wurde des praktisch unmöglich, das
Kondensat so schnell zu entfernen, wie es sich gebildet hat, was zu einer stärkeren Schicht aus Kondensat führte die an
dem Mantel 12 einen Rand bildet, bis die Stärke größer wurde als der Abstand zwischen dem Mantel 12 und den Ablßitrohren
34, wodurch diese als Absperrvorrichtung für den Kondensat-P strom dienten. Dadurch entstanden kühle Zonen an der außenfläche
des Mantels 12 und es wurde dadurch sowohl die Gleichmäßigkeit als auch die Trockengeschwindigkeit gestört. Als
die mit Öffnungen versehenen Platten 50 nach Figur 6 und 7 anstelle der flachen mit Öffnungen versehenen Platten an den
Ableitrohren 34 befestigt waren, wurde Dampf von etwa 6,5 in das Innere des Mantels 12 eingegeben und es war eine Druck-
differenz von nur einem kp/cm ausreichend das Kondensat zu entfernen selbst wenn sich mehr Kondensat bildete. Das Kondensat
wurde auf einer einheitlichen Höhe von 0,2 cm gehalten. Dadurch ergab sich eine einheitliche, rasche und sehr wirksame
Trocknung bei erhöhter Temperatur wobei weniger Energie notwendig war das Kondensat zu entfernen was zu einer beträchtlichen
Einsparung an Energiekosten führte. Es ist dadurch möglich, daß Papiermaschinen mit größerer Arbeitsgeschwindigkeit
richtiger Trocknung eines Gewebes arbeiten, wenn auch bei diesen Versuchen die Geschwindigkeit des Trockenzylinders
gleichgehalten wurde. Es ergab sich auch eine Verminderung der Belastung der Vorrichtung, da heiße Luft verwendet wurde
zur Trocknung der Außenseite des Gewebes.
Die Vorrichtung nach den Figuren 3 bis 5 wurde in einem andern Trockenzylinder einer anderen Papiermaschine verwendet, so daß
die sich ergebenden Teste nicht vollständig vergleichbar sind. Jedooh kann der Trockenzylinder bei dieser Vorrichtung mit einem
Ί 0 'J 3 0 b / 1 <* 7 υ
Druck von etwa 9 kp/cm arbeiten, wobei nur eine Druckdifferenz
ο
von etwa 0,3 kp/cm zum Entfernen des Kondensats notwendig ist.
von etwa 0,3 kp/cm zum Entfernen des Kondensats notwendig ist.
Dadurch ergibt sich ein noch größerer Wirkungsgrad und eine noch größere Wirtschaftlichkeit beim Entfernen des Kondensats
als bei der Vorrichtung nach den Figuren 6 und 7 und gleichzeitig kann die Papiermaschine mit größerer Arbeitsgeschwindigkeit
arbeiten, was zu einer Verbesserung des Wirkungsgrads und der Wirtschaftlichkeit in der Arbeitsweise der gesamten Maschine
führt. - ■ -.
Ea sind natürlich verschiedene Abwandlungen der Vorrichtung
möglich. Beispielsweise können verschieden geformte mit
öffnungen versehene Platten und Ablaßrohre verwendet werden.
Die verwendete Form hängt teilweise von der Größe und den Arbeitsbedingungen des besonderen Trockenzylinders ab, indem
die Vorrichtung verwendet wird.
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Claims (12)
- Pat entansprücheVerfahren zum Entfernen eines Kondensats, welches als Rand an der Innenfläche des Mantels einer Trockentrommel sitzt, wobei der Mantel in seinen hohlen Innenraum unter Druck stehenden Dampf aufnehmen kann, wodurch der Hantel zur Trocknung des unr die Unfan^sflache laufenden Materials erwärmt wird, was zur Bildung οϊ:ϊϊ3 Kondensats im Inneren des Mantels führt, und bei dem da3 Kondensat durch den Dampf durch mehrere Öffnungen in ein Ableitrohr in dem Kant el abgeführt und aus dem Mantel her-P auügefördert wird, wobei die Öffnungen neben der Innenfläche des Mantels vorgesehen sind, und sich mit diesem bewegen, dadurch gekennzeichnet,daß der Dampfstrom auf einer beträchtlichen Strecke längs der Oberfläche des Kondensats in dem Mantel (12) geführt wird, und daß dem Dampf ein Druckgradient zugeführt wird, damit er, wenn er sich den Öffnungen(52)nähert eine genügend große Geschwindigkeit erhält, so daß er Wasser von der Innenfläche des Mantels(12) mitnehmen kann, damit V/asser in dem Dampf mitgerissen wird, wenn der Dampi durch die Öffnung (52) strömt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1,^ dadurch gekennzeichnet,™ daß der Dampf stetig beschleunigt wird, wenn er sich den Öffnungen (52) nähert, dadurch daß allmählich der Querschnitt der Kanäle (56) durch die der Dampf strömt, vermindert ist.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2,dadurch gekennzeichnet,daß der Dampf mit dem mitgerissenen Wasser weiter beschleunigt wird, wenn er aus dem Ableitrohr (34) strömt,.BAD ORIGINAL109808/U70
- 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Dampfstrom zu den Öffnungen (52) längs der Oberfläche des Kondensats in dem Mantel (12) über eine Strecke in der Größenordnung von 1,25 cm geführt wird,und daß der Druekgradient,der dem Dampf zugeführt wird,dem Dampf eine genügende Geschwindigkeit gibt, wenn er sich den öffnungen (52) nähert, daß sich die Oberfläche des Kondensats mit einer Geschwindigkeit von mindestens 4,5 m/sek bewegt,und daß das Kondensat dadurch in dem Dampf mitgerissen wird, wenn der Dampf aus den Öffnungen austritt.
- 5. Vorrichtung zum Entfernen von Kondensat aus einer Trockentrommel nach einem Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet,daß ein Ableitrohr (34) in dem Mantel (12) angeordnet ist und sich im wesentlichen über die gesamte Länge des Mantels erstreckt und mit dem Äußeren des Mantels in Verbindung steht, daß das Ableitrohr (34) mit dem Innern des Mantels (12) durch mehrere öffnungen (52) für Plüssigkeitsdurchlaß in Verbindung ist, die entlang dem Ableitrohr nahe der Innenfläche des Mantels in einem bestimmten Abstand angeordnet sind, und sich mit diesem drehen, daß die Vorrichtung Konden- ä sat in dem Dampf ,der in die Öffnungen vom Innern des Mantels eintritt,mitreißen kann, und daß Pührungsvorrichtungen (56) vorgesehen sind, die längliche Abflußkanäle für den Dampf bilden, wad die für eine beträchtliche Strecke im wesentlichen parallel zur Innenfläche des Mantels (12) verlaufen und unter entsprechenden Öffnungen angeordnet sind, wodurch der Dampf der aus dem Innern des Mantels zu den Öffnungen (52) bewegt wird, sich längs der Oberfläche des Kondensats bewegt, so daß Wasser ■von der Innenfläche des Mantels abgeschert und in dem Dampf, wenn er durch die öffnungen (52) abfließt, mitgerissen wird.109808/1470-H-
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5,dadurch gekennzeichnet, daß die Ableitkanäle (56) parallel zu der Innenfläche des Mantels (12) über eine Strecke von 1,25 cm bis 10 cm von den entsprechenden Öffnungen aus verlaufen.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,daß die Führungsvorrichtung eine Platte aufweist, die an den Ableitrohr (34) befestigt ist und deren Außenwand neben der Innenfläche des Mantels zur Begrenzung der länglichen Abflußkanäle (56) dient.
- 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet,daß sich die Breite jedes Kanals in Richtung de3 durchströmenden Stroms verringert.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 8,dadurch gekennzeichnet, daß sich die Höhe jedes Kanals in Richtung des durcbließenden Stroms vermindert.
- 10. Vorrichtung zum Entfernen von Kondensat aus einem Trockentrommelmantel nach einem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4,dadurch gekennzeichnet, daß ein Ableitrohr (34) in dem Mantel (12) befestigt ist und sich mit diesem dreht und über dessen gesamte Länge reicht, das das Ableitrohr (34) mit dem Inneren dea Mantels (12) durch mehrere Öffnungen (52) für Flüssigkeitsdurchlaß in Verbindung ist, die über die Länge des Durchlaßrohres neben der Innenfläche des Mantels angeordnet sind, daß das Ableitrohr (34) mit dem Äußeren des Mantels durch mehrere Auslässe (64, 40) für den Durchlaß von Flüssigkeit in Verbindung ist, daß dieVorrichtung Kondensate in dem Dampf, der in die Öffnungen (52) von dem Innern des Kanteis eintritt und durch die Auslässe (64,40)109808/U70- 1 ϊ, .austritt,.citreiSen kann, und daß eine Führungsvorrichtung 3änjvJLicue Abflußkanäle (pG) für den Dampf definiert, die ix wesentlichen zu Innenfläche des liantels (12) über eine beträchtliche'Länge parallel verlaufen und unter entsprechenden öffnungen (52) angeordnet sind, wobei die wuersciuiittafläche der Abflußkanäle in Richtung der Datnpf-Btrön;ur.ö su der. enteprechenden öffnungen abninnit, wodurch der Lair.pf, der vom Inneren zu dea Hantel bewegt wird, längs der Oberflacne dee Kondensats beschleunigt wird, so daii Wasser vcn der Innenfläche des Hanteis (12) abgeschert wird, und in dea Dampf-wenn er durch die öffnungen in das Ableitrohr (34) eintritt, mitgerissen wird. {
- 11. Verrichtung nach Anspruch 10,dadurch gekennzeichnet, daß jeweils ein Kanal (56) vcn den beiden senkrecht auf dem Ableitrchr (34) stehenden Richtungen zu jeder der Öffnungen verlauft und da2 diese Kanäle in; wesentlichen parallel zur ebenen Fläche des Kanteis verlaufen.
- 12. Verrichtung nach Anspruch 10,dadurch gekennzeichnet,daß ein Zinlaßrchr vcn jeder der öffnungen (52) in des Ableitrohr (34) hineinragt, da3 ein Auslaßrohr (64) vcn jedem der Auslässe nach außen aus dem Ableitrohr (34) herausragt, . " da j das innere Znde jedes Zinlaßrchres weiter innen liegt als das äußere Ende der Auslaßrchre,und daß die Gesactquersclinittsfläche aller Einlaßrohre größer ist eis die Gesaatquersciinittsflache aller Auslaßrchre, wodurch der Dampf das Ableitrohr (34) mit größerer Geschwindigkeit verläßt als er in es eintritt, damit ein Hitreißen des Kondensats in dem Dampf sichergestellt let, wenn der Danpf das Ableitrohr verläßt. -Rei/diK109808/ U70 BAD ORIGINALLeerseite
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