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DE1460720A1 - Verfahren zur Verhinderung des Pilling von textilen Stoffbahnen oder Fertigerzeugnissen - Google Patents

Verfahren zur Verhinderung des Pilling von textilen Stoffbahnen oder Fertigerzeugnissen

Info

Publication number
DE1460720A1
DE1460720A1 DE19651460720 DE1460720A DE1460720A1 DE 1460720 A1 DE1460720 A1 DE 1460720A1 DE 19651460720 DE19651460720 DE 19651460720 DE 1460720 A DE1460720 A DE 1460720A DE 1460720 A1 DE1460720 A1 DE 1460720A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
thread
fibers
individual
fiber
point
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19651460720
Other languages
English (en)
Inventor
Hermann Schemel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Publication of DE1460720A1 publication Critical patent/DE1460720A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C29/00Finishing or dressing, of textile fabrics, not provided for in the preceding groups

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

Description

Patentanwalt Dipl.-Ing. Walter Jackisch 146Q72Q
Stuttgart N, MenzelsttaQ· 40
p H 60 720.6 25, Aug. 1969
Hermann Schemel
Schiltach/Schwarzwald
Schramberger Strasse A 28 452-jasz
Verfahren zur Verhinderung des Pilling von textlien Stoffbahnen oder FertigerZeugnissen
Ea sind zahlreiche Verfahren bekanntgeworden, den sog. Pillingeffekt zu vermeiden, der sich beim Tragen von Kleidungsstücken aus vollsynthetischen Fasern oder Faserendlosgarnen ergibt. Diese lästige Erscheinung entsteht dadurch, daß durch Reibung an der Oberfläche faserenden oder Faserschleifen zu Knötehen zusammengedreht werden.. Sie tritt um so leichter auf, je geringer die Verankerung der freien Faserenden in den Stoffbahnen ist.
Die bekannten Verfaheren beziehen sich auf spezielle Ausrüstungen der fertigen Stoffbahnen, auf bestimmte Gewebekonstruktionen, auf besondere Zwirnverfahren der verwendeten Garne und auf Behandlungen der Faseirund Endlosgarne mit geeigneten Präparationsmitteln·
Bei den Ausrüstungsverfahren verfährt man in der Wels·, daß man die Warenoberflache möglichst kahl sohtvt oder sengt, um hervorstehende faserenden überhaupt au ver-
Neue Unterlägen W.? S1 AtaiiNr.i Satt 3 de.Xnderunflao~. ν-4. 9.
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meiden. Dies ist natürlich, nur bei einigen Artikeln, z.B. Geweben, aus modischen Gründen möglich; oder man kocht die Ware längere Zeit mit geeigneten Chemikalien. Dieses Verfahren setzt voraus, daß die synthetischen Pasern diese Behandlung überstehen, ohne ihre spezifischen Eigenschaften zu verlieren. Auch durch Behandlung mit Glimmentladungen in einem evakuierbaren Raum lassen sich Verbesserungen des Pilling erzielen. Die Schwierig-
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keit der wirtschaftlichen
fahrens liegen aber nahe.
keit der wirtschaftlichen Ausnutzung dieses Ver-
Eine stärkere Verankerung der Pasern in Geweben und Gewirken ist auch durch stärkeren Schrumpf der Textilien zu erzielen, eine entsprechende Dichte von Geweben oder Gewirken ist allerdings schon in der Regel durch die Wareneinstellung zu erreichen. Die Ware wird dann aber zu schwer und zu hoch im Preis. Bei Geweben oder Gewirken aus texturierten Garnen gingen die kennzeichnenden Eigenschaften hohes Volumen und Elastizität - verloren.
Dies trifft auch dann zu, wenn man die Knötchenbildung durch die Beschaffenheit der Garne und Zwirne verhindern will. Hau kann nämlich den bei der Pillingbildung auftretenden Kräften nur durch hohe Drehung des Zwirnes oder Garnes entgegenwirken. Gerade bei Gewirken bestellt dann eine harte, wenig fließende Ware.
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Die vielen Verfahren, die für die Oberflächenbehandlung von Fasern vor der Verspinnung bekanntgeworden sind, zielen auf eine Veränderung der Oberfläche der einzelnen Fasern ab mit dem Ziel, die an sich glatte Oberfläche der synthetischen Pasern so zu verändern, daß ein besserer Halt im Faserverband des Garnes möglich wird. Wirken können sie aber nur, wenn zusäteliche, z.B. durch Garndrehung entstehende Kräfte ein dichtes Anliegen der Faserflächen aneinander bewirken.
So kommt es, daß z.B. vollsynthetische Kräuselgarne, die durch vorübergehendes Hochdrehen, Heißfixieren und anschließendes Zurückdrehen hergestellt wurden, heute noch stark zum Pilling neigen. Auch bei allen übrigen Artikeln, bei denen aus verschiedenartigsten Rücksichten die bekannten Verfahren nicht angewendet werden können, tritt heute noch die unerwünschte Erscheinung auf.
Es wurde nun gefunden, daß man den bekannten Effekt erfindungsgemäß sicher dadurch vermeiden kann, daß man z.B. durch Bindemittel mehrere Fasern vorzugsweise punktförmig miteinander verbindet. Diese Ver-r bindung kann bereits im Garn, sie kann in der Stoffbahn oder am fertigen Kleidungsstück erfolgen.
Erreicht wird hierdurch, daß sich die Fasern untereinander gegenseitig Halt gegen ein Herausarbeiten geben, ohne daß ihre Faserflächen eng aneinander-Iiegen müssen.
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Wird die Behandlung im Garn vorgenommen, so kann erfindungsgemäß ein in bekannter Weise klebrig gemachter Faden, z.B. aus Reyon, mit einem vollsynthetisohen Faden verzwirnt werden. Hierbei erfolgt nicht nur eine Verbindung der einzelnen synthetischen Fasern untereinander; eine zusätzliche Verankerung ergibt sich durch die Verbindung mit der Fadenseele aus Reyon. Man kann aber auch eine Fadenseele aus einem Elastomeren oder Schmelzfadengarn, z.B. auf Basis Polyäthylen und/oder Polypropylen verwenden. In diesem Fall besteht zusätzlich die Möglichkeit, bei texturierten Garnen die hohe Dehnung der Garne für die Verarbeitung aufzuheben. Die fertige Ware setzt man dann einer Hitzebehandlung aus, die die Fadenstruktur des Schmelzfadengarnes auflöst. Es kommt dabei zu punktförmigen Verschmelzungen der Fasern des umschließenden Fasergarnes. Gleichzeitig werden die Dehnungseigenschaften bei Kräuselgarnen wieder hergestellt.
In ähnlicher Weise kann erfindungsgemäß mit wasseranlösbaren Fasern z.B. auf Basis von Polyvinyl-Alkohol gearbeitet werden. Hier ist eine Nachbehandlung zunächst mit Wasser erforderlich, um die Klebrigkeit dieser Fasern zu erreichen. Später muß die Wasserempfindlichkeit in an sich bekannter Weise durch Behandlung mit geeigneten Chemikalien behoben werden.
Es ist aber auch möglich, auf fertige Stoffbahnen aus Geweben oder Gewirken oder auf konfektionierte Kleidungsstücke mehr oder weniger große Klebstoff-
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teilchen aufzusprühen. Ss wird auch hier erreicht, daß eine gegenseitige Verhaftung der sonst pillingbildenden Fasern entsteht. Der Auftrag kann auf die obere oder untere Warenseite erfolgen. Bei dem Auftragen auf die Unterseite kann es vorteilhaft sein, das Bindemittel mit Walzd oder Rakel aufzutragen, wodurch z.B. bei stärkeren Stoffbahnen ein tieferes Eindringen der Bindemittel zu erzielen ist.
Bei Gewirken aus texturierten Garnen lassen sich hierdurch gewisse appretartige Verstärkungen erzielen.
A\a Bindemittel kommen vorzugsweise transparente Kunststoffe in Frage, z.B. auf der Basis Isoeyanat-modifizierter Polyester, aber auch alle übrigen Klebstoffe, wie synthetische Latices usw., insbesondere elastische Bindemittel sind geeignet.
Die Auftragsmengen schwanken je nach Stoffart und Auftragsmethode. Es kann davon ausgegangen werden, daß in der Regel ein Feststoffanteil des Bindemittels von 20 bis 4-0 g/q.m erforderlich ist.
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Claims (9)

U60720 alt: sch 37 315 VIIa/8b (f 25.August 1969 H. Schemel . A 28 452 - sz Ansprüche
1. Verfahren zur Vermeidung des Pilling-Effekts von textlien Stoffbahnen oder Pertigerzeugnissen mit vollsynthetischen Fasern durch Einbringung von Bindemittel, dadurch gekennzeichnet, daß durch das eingebrachte Bindemittel jeweils einzelne Pasern innerhalb des Faden- bzw. Garnquerschnitts miteinander oder mit einzelnen Pasern benachbarter Fäden wenigstens annähernd punktförmig verbunden werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur punktförmigen Verbindung einzelner Fasern innerhalb eines Fadens miteinander eine Schmelzfaser, z.B. auf der Basis von Polyäthylen und/ oder Polypropylen, als Fadenbestandteil vorgesehen ist und daß die Schmelzfaser durch Wärmebehandlung zu innerhalb des Fadens verteilt angeordneten, mehrere Fasern des Fadens punktförmig verbindenden Partikeln aufgelöst wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur punktförmigen Verbindung einzelner Fasern innerhalb eines Fadens miteinander eine Klebfaser vorgesehen ist, die durch chemische oder physikalische Behandlung nach dem Verspinnen oder Verzwirnen an dtn Berührungspunkten mit den
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übrigen Fasern des Fadens zum Verkleben gebracht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, daß die Klebfaser aus thermoplastischem Material besteht und daß die Verklebung durch Wärmebehandlung des Fadens oder Garns erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Klebfaser eine wasseranlösbare Faser, z.B. auf der Basis von Polyvinylalkohol, verwendet wird und daß die Verklebung mit einzelnen benachbarten Fasern durch eine die Klebfähigkeit herstellende erste Nachbehandlung mit Wasser sowie eine zweite, die Wasserempfindlxchkeit der Klebfaser wieder aufhebende, chemische oder physikalische Nachbehandlung vorgenommen wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur punktförmigen Verklebung einzelner Fasern innerhalb eines Fadens oder sich berührender Fasern benachbarter Fäden Klebstoffpartikel in feiner Verteilung mit vergleichsweise großem gegenseitigen Abstand auf eine fertige Stoffbahn aufgesprüht werden.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur annähernd punktförmigen Verklebung einzelner Fasern innerhalb eines Fadens oder sich berührender Fasern benachbarter Fäden Klebstoffpartikel in feiner Verteilung mit vergleichs-
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weise großem gegenseitigen Abstand durch Waisen auf eine fertige Stoffbahn aufgebracht werden.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7» dadurch gekennzeichnet » daß eine auf den Feststoffgehalt des aufzubringenden Klebstoffe bezogene Auftragsmenge von etwa 20 bis 4-0 g/m Stoffbahn vorgesehen ist.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet» daß als Bindemittel Kunststoffe» vorzugsweise transparente Kunststoffe auf der Basis von Isocyanate modifizierten Polyestern oder sonstigen Klebstoffen» wie synthetische Latices usw.» insbesondere jedoch elastische Bindemittel verwendet werden.
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DE19651460720 1965-07-01 1965-07-01 Verfahren zur Verhinderung des Pilling von textilen Stoffbahnen oder Fertigerzeugnissen Pending DE1460720A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102014103861A1 (de) * 2014-03-20 2015-09-24 Müller Textil GmbH Abstandsgewirke sowie Verfahren zur Herstellung eines Abstandsgewirkes

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102014103861A1 (de) * 2014-03-20 2015-09-24 Müller Textil GmbH Abstandsgewirke sowie Verfahren zur Herstellung eines Abstandsgewirkes
DE102014103861B4 (de) * 2014-03-20 2016-12-22 Müller Textil GmbH Abstandsgewirke sowie Verfahren zur Herstellung eines Abstandsgewirkes
US11248320B2 (en) 2014-03-20 2022-02-15 Mueller Textil Gmbh Spacing knitted fabric and method for producing a spacing knitted fabric

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