DE1460660A1 - Vorrichtung zum Trocknen von Textilgewebebahnen - Google Patents
Vorrichtung zum Trocknen von TextilgewebebahnenInfo
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Description
Anm.: Ifesehinenfabrik 18. De ζ ember 1968
Friedrich, Haas GmbH & Co. A25.P Η 60 660.1
Hemseheid—
Vorrichtung zum Trocknen; von Textilgewebebahnen
Die Erfindung "bezieht sich auf eine Torrichtung zum
Trocknen von Textilgewebebahnen, welche mit Thermosolfarten
gefärbt sind, wobei zu beiden Seiten der Warenbahn innerhalb eines vertikalen Schachtes abdeckbare
Strahlungsheizkörper angeordnet sind, wobei außerdem eine Vorrichtung zur Beaufschlagung des in dem Schacht
vertikal geführten Textilbahnteiles mit Heißluft zur
Eonvektionstrocknung-vorgesehen ist, wobei ferner die
Heißluft im Kreislauf >on einem Q-ebläse durch Heizkörper,
anschließend zu der fextil-Warenbahn und zurück zu
dem G-ebläse- geleitet wird. '
Es sind bereits sogenannte Thermosolschächte bekannt,
die unmittelbar vor einer Hotflue angeordnet werden, also gewissermaßen den Anfangsteil der Hotflue darstellen.
Besondere Bedeutung erlangt ein solcher Thermosolschacht,
wenn das bahnförmig© Gut zunächst durch einen 3?ärbefoulard geführt wird und dort mit Thermosolfarben
gefärbt wird. Bs ist bekannt, die Warenbahn von dem färbe foulard in dem Anfangsteil vertikal von unten nach oben
und berührungsfrei durch den Thermosolschacht hindur^hzuleiten
und die Warenbahn in diesem Anfangsteil der Maschine von beiden Seiten her durch elektrisch oder gasbeheizte
Strahler^J^ßbesondorelnfrarotstrahler, intensiv
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zu "beheizen.
Bei der Erfindung wird von einer solchen bekannten Anlage
ausgegangen und es liegt ihr die Aufgabe zugrunde, eine wesentliche Verbesserung und Vergleiehmäßigung einer
intensiven Heizwirkung dadurch zu erreichen, daß Düsenkästen vorgesehen sind, welche mit loch- oder Schlitzdüsen
derart ausgestattet sind, daß ein Teil der Heißluft zwischen den Strahlern etwa senkrecht auf die Textilgewebebahn
geleitet, der andere Seil im wesentlichen parallel zu beiden Seiten der Textil-Gewebebahn geführt
wird. Auf diese Weise wird die Textil-Gewebekbahn nicht nur sehr intensiv, sondern auch zugleich sehr schonend
und sehr gleichmäßig beheizt, so daß sich die Thermosolfarbe entsprechend gleichmäßig entwickeln kann.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung wird dadurch erzielt, daß das Gebläse in dem oberen Teil des
Schachtes angeordnet ist, daß die aus dem Gebläse austretende Luft über Regelklappen auf die beiden Schachthälften
verteilt wird, die Heizkörper durchströmt, teils quer, teils senkrecht zu der Textil-Gewebebahn, auf diese aufgeblasen
und zum Teil an dem unteren Ende des Schachtes zu beiden Seiten an die Warenbahn herangeführt wird, so
daß dieser letztere Teil die Warenbahn zu beiden Seiten in vertikaler Richtung von unten nach oben hin bestreicht.
Es hat sich ferner als sehr vorteilhaft erwiesen, daß
eine Regelvorrichtung vorgesehen ist, welche bei Steillstand der Textil-Warenbahn außer einer an sich bekannten
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sofortigen Abdeokung der Strahler eine Verstellung von
Klappen bewirkt, so daß die Heißluft unmittelbar in den Abluftkanal geführt und der Kreislauf der Heißluft unterbroohen
wird.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus dem nachfolgendem
In der Zeichnung sind Ausführungsbe!spiele der Erfindung
im Schema dargestellt, und zwar zeigen:
Pig. 1 eine Seitenansicht einer Anlage, im wesentlichten bestehend aus einem Färbefoulard,
einem Thermosolschacht und einer Hotflue,
Fig. 2 eine Seitenansicht auf die Anlage gemäß Pig. 1
in Richtung des Pfeiles II,
!Fig* 3 einen Ausschnitt aus dem unteren Teil des Thermosolschachtes gemäß Pig. 1 in vergrößertem
Maßstab,
Pig. 4 bis 6 andere vorteilhafte Ausführungsformen der Einrichtung entsprechend Pig. 3.
Das in den Figuren 1 und 2 dargestellte Ausführungsbeispiel
der Vorrichtung zum Irocknen von Textilgewebebahnen ist auf
einem Fundament 1 mittels Stützen 2 und 3 derart aufgestellt, daS unterhalb des eigentlichen Gehäuses 4 t 5 genügend Raum
vorhanden ist, um einen Pärbe-Poulard 7 mit drei Walzen 8
aufzustellen, so daß die kontinuierlich zugeführte Gewebebahn 6 nach Abquetschen In dem Pärbefoulard in Richtung des
Pfeils 6a von unten nach oben berührungslos durch den
909835/0379 " 4 "
* vertikalen Schacht des Gehäuses 4 geführt wird. Nach Umlenken
um Umlenkrollen 26, 27 gelangt die Gewebebahn in Richtung des Pfeiles 6b in eine Düsen-Hotflue 5, die in
an sich bekannter Weise mit einer Pendelwalze 36, zwei Reihen
von Umlenkwalzen 37» 38 und Gebläsen 42, 43 ausgestattet ist. Die lextilgewebebahn wird in dieser Behandlungskammer zur Aufnahme einer großen Warenmenge abwechselnd
auf- und abwärtslaufend geführt; vgl. Bezugszeichen 6d. Am
Austrittsende ist eine weitere Umlenkwalze 39 vorgesehen, über welche die Bahn 6e entweder auf einer Docke 4c aufgewickelt
oder über einen laltenableger 41 abgelegt.
In dem Schacht des Gehäuses 4» dem eigentlichen Ihermosolschachti
sind mit Abstand von der Bahn 6a eine Anzahl Strahler 9» 10 fest angeordnet, die entweder elektrisch
oder gasbeheizt sein können. Die Strahler, die zweckmäßigerweise aus je zwei Rohren bestehen, sind auf der von der
Gewebebahn abliegenden Seite von im Querschnitt etwa parabelförmigen
Reflexionswänden 11,12 umgeben, welche in an sich bekannter Weise die Wärmestrahlung nach der Gewebebahn
6a hin reflektieren. Im Bereich zwischen den soeben, erläuterten Strahlen und der Gewebebahn sind zu beiden
Seiten Gestänge 14» 15 vorhanden, an denen einzelne Abdeckbleche 13» 21 befestigt sind, wobei die Gestänge gemäß
Fig. 3 derart mittels eines Doppelhebelarmes 16 verschiebbar gehalten sind, daß sie die nach der Gewebebahn
au liegende Strahlungsseite der Strahler wahlweise ent-Wöder
Vollständig freigeben oder aber vollständig abdecken. Bine Bmaohaltung kann mittels eines Elektromagneten 17 oder
einer anderen geeigneten Vorrichtung vorgenommen werden,
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- 5 - 146Ö660-
Auf ά&τ 3@w§iiigen Rückseite eier Reflexionswände 11, 12
ist je ein« J5*#nnwsnd 18a, 181* vorhanden, die zweckmäßiger—
weise, wie nmohfölgtad noch besohritben wird, mit einer Lochung
zum Durchtritt von Luft ausgestattet ist. Auf der
Rückseite diestr Zwischenwände bÄnden sich wiederum Heizbatterien
'19, 20 , ·■·■'■
Im oberen Bereich des Gehäuses 4 ist ein Umluftgebläse 30
mit Antrieb 31, 32 und Zuführungskanälen 33 für die Behandlung angeordnet» Wie durch Pfeilt, insbesondere duroh die
Pfeile 22, 23 und 24 angedeutet ist, tritt die von dem Gebläse kommende Liift in zwei Teilströme aufgeteilt zunächst
durch die beiden Heizbatterien 19,20, wird in vertikaler Richtung nach unten hin geführt und tritt von unten her zu
beiden Seiten der Gewebebahn in den freien Schacht ein, wo die Luft Von unten nach oben die Bahn von beiden Seiten bestreicht
und Über entsprechende Klappen 29 durch den Raum wieder zumGebläs© zurückgelangt. Eine weitere Verstellklappe
28 ist vorgesehen, um eine Regelung der Abluft, insbesondere aus dem Raum der Hotflue 5>
aber auch aus dem Thermosolschacht gestattet» Zur Abführung der Abluft dient ein Ibluftgebläse
mit Antrieb 35.
Y/ie die Figuren 3 und 4 deutlich zeigen, ist es zweckmäßig^
von dem durch die Höizbatterien 19, 20 hindruchstreichende^
"bsv/. von diesen erwärmten Luftstrom einen Teilluftstrom
durch Öffnungen unmittelbar und-quer zu der Förderrichtung
der Gewebebahn auf diese einströmen zu lassen. Die Lochkung
künn gleichmäßig verteilt auf der gesamten Trennwand 18a, 18b
vorgesehen werden. Zweckmäßigerwelse ist die Lochung jedoch
■ ■ '■·.'.'■■■·■'. ■ - 6 - ;;
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nur gemäß Pig. 3 im Bereich der Reflexionswände 11, 12 vorhanden, so daß die durchtretenden Teilströme die Rückseiten
der Reflexionswände gewissermaßen kühlen, sich dabei selbst weiterhin, aufheizen und zu beiden Seiten der Strahler in
Richtung auf die Gewebebahn strömen. Man kann aber auch gemäß Pig. 4 nur jeweils etwa in Höhe der Durchtrittsschlitze
zwischen den Reflexionswänden 11, 12 und den Abdeckungen 13, 21 je einen Austrittsschlitz in.der Wand 18a, 18b vorsehen.
Mit besonderem Torteil können gemäß Pig. 6 zusätzliche Düsenkästen
44 mit Düsenmündungen angeordnet werden, wobei die Mündungen zweckmäßig querverlaufende Schlitze (Schlitzdüsen)
oder auch eine Lochreihe tragen, so daß die luft in Richtung der Pfeile 46 senkrecht zur Bahn 6a austreten und auch im
wesentlichen senkrecht auf die Bahn auf diese treffen.
Durch die oben beschriebene Art der Belüftung wird eine
sehr schnelle, sehr gleichmäßige und intensive, ,trotzdem
schonende Erhitzung der Gewebebahn erreicht, wobei insbesondere die querverlaufenden Teilströme zu einer Konventionswirkung
der aufgenommenen und übertragenen Wärme beitragen.
Mit besonderem Vorteil ist eine Regelvorrichtung vorgesehen, die bei Stillstand der Textilwarenbahn die Strahler sofort
abschaltet, außerdem gleichzeitig eine sofortige Abdeckung der Strahler durch die oben beschriebenen Abdeckbleche 13»
21 besorgt und ferner eine Verstellung der Klappen 28, 29 bewirkt, so daß die Heißluft unmittelbar in den Äbluftkanal '
geführt und der Kreislauf der Heißluft sofort unterbrochen wird.
Die Erfindung beschränkt sich nichi auf das in der Zeichnung
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c r τ ι
dargestellte Ausftihrungsbeispieli sondern es sollen auoh
andere Konstruktionen duroh den allgemeinen Grundgedanken der Erfindung "erfaßt werden. So ist es a.B. möglich, eine
andere Anordnung der Gebläse und der Regelklappen vorzusehen.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Trocknen von Textilgewebebahnen, welche
mit Thermosolfarben gefärbt sind, wobei zu beiden Seiten der Warenbahn innerhalb eines vertikalen Schachtes abdeckbare
Strahlungsheizkörper angeordnet sind* wobei außerdem eine Vorrichtung zur Beaufschlagung des in dem
Schacht vertikal geführten Textilbahnteiles mit Heißluft
zur Eonvektionstrocknung vorgesehen ist, wobei ferner die Heißluft im Kreislauf von einem Gebläse durch Heizkörper,
anschließend zu der Textil-Warenbahn und zurück zu dem Gebläse geleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß Düsenkästen
vorgesehen sind, welche mit Loch- oder Schlitzdüsen derart ausgestattet sind, daß ein Teil der Heißluft
zwischen den Strahlern etwa senkrecht auf die Textilgewebebahn geleitet, der andere Teil im wesentlichen parallel
und zu beiden Seiten der Textil-Gewebebahn geführt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gebläse in dem oberen Teil des Schachtes angeordnet
ist, daß die aus dem Gebläse austretende Luft über Regelklappen auf die beiden Schachthälften verteilt wird, die
Heizkörper durchströmt, teils quer, teils senkrecht zu der Textilgewebebahn, auf diese aufgeblasen und zum Teil
an dem unteren Ende des Schachtes zu beiden Seiten an die
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H606J60
Warenbahn htrimgeftihrt wird, so daß dieser letztere
Teil die Wartafeahtt iu beidtn Stiten in vertikaler Eioiitiatta.
aaeii obta Itia "bt
3. Torriöhtmßf naöh Äaspruöh 1 oder S1 dadurch
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Klappen totwlÄt, s© dal dit Beilluft unmittelbar in i®a
fifütet und dir I&iliiauf der Heißluft unter-
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