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DE1459034B - Andruckvorrichtung fur Fenster und Türen - Google Patents

Andruckvorrichtung fur Fenster und Türen

Info

Publication number
DE1459034B
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure arm
bolt
windows
sash
doors
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Wilhelm 7021 Oberaichen Frank
Original Assignee
WiIh Frank GmbH, 7022 Leinfelden

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Description

Die Erfindung betrifft eine Andrückvorrichtung für Fenster und Türen, insbesondere mit Drehkipp-Beschlägen, mit einem unter dem Einfluß von mindestens einer Feder stehenden doppelhebelförmigen, über eine Totpunktlage bewegbaren Druckarm, der in einem Gehäuse am Blendrahmen gelagert ist und eine langlochartige Aufnahme aufweist, die im Endbereich der Schließbewegung einen am Flügel befestigten Bolzen umfaßt.
Andrückvorrichtungen für Fenster und Türen haben die Aufgabe, den Flügel gegen den Blendrahmen in geschlossener Stellung anzudrücken, und zwar vorzugsweise an den Stellen, an denen ein Andrücken mittels Getriebes oder anderer Beschlagteile nicht oder zeitweilig nicht erfolgt. Sie sind daher vorzugsweise an den Längsseiten angeordnet.
Bei bekannten Andrückvorrichtungen, die gewöhnlich am Blendrahmen befestigt sind, wird ein durch eine Feder beeinflußter Hebel verwendet, der in einem Langloch oder in einer hierfür gestalteten Aufnahme einen am Flügel sitzenden Bolzen führt. Wird die Andrückvorrichtung für Fenster oder Türen mit Drehkipp-Beschlägen verwendet, so besteht die Aufgabe darin, den Flügel sowohl bei der Schwenkbewegung als auch bei der Kippbewegung freizugeben. Zum Schwenken des Flügels wird der Zapfen "bis zu einer Öffnung des Langloches bzw. der Aufnahme geführt und kann dort austreten. Zum Kippen des Flügels wird der durch die Feder beeinflußte Hebel mitgeschwenkt, wobei der Bolzen in dem hierfür vorgesehenen Langloch gleitet. Die solchermaßen gestalteten Andrückvorrichtungen haben den Nachteil, daß der Schwenkweg des Hebels sehr groß ist und daß sein Ende am Anfang der Kippbewegung einen größeren Weg als der Flügel zurücklegt, so daß ein verdeckter Einbau unter dem Überschlag des Flügels nicht erfolgen kann.
Durch den notwendigen Anschlag seitlich des Flügels ist außerdem ein unschönes Aussehen des Fensterflügels nicht zu vermeiden. Darüber hinaus ist die Andrückvorrichtung in erheblichem Maß dem Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit ausgesetzt und auch dadurch störanfällig, das durch den notwendigen Farbanstrich Verklebungen der beweglichen Teile stattfinden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die geschilderten Nachteile zu beseitigen, d. h. eine Andrückvorrichtung zu schaffen, die bei kleinen Abmessungen trotzdem einen hohen Anpreßdruck bewirkt und sich zum verdeckten Einbau unter dem Flügelüberschlag eignet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an dem der Aufnahme für den Bolzen abgewandten Ende des Druckarms eine Lasche angelenkt ist, welche mit einem federbelasteten Schieber gelenkig verbunden ist.
Dadurch wird erreicht, daß die Andrückvorrichtung nach der Erfindung im Zusammenwirken mit einem handelsüblichen Rollzapfengetriebe, das im Fenster- und Türenbau sehr viel Verwendung findet, benutzt werden kann und daß durch den verdeckten Einbau unter dem Flügelüberschlag eine Verschmutzung, die besonders bei gewerblich genutzten Räumen gegeben ist, weitgehendst ausgeschlossen wird.
Durch den verdeckten Einbau der Andrückvorrichtung wird ferner nicht nur das optische Aussehen des Fensters verbessert, sondern auch eine Gefahrenquelle beseitigt, die durch aufgeschraubte Beschlagteile immer wieder, besonders beim Reinigen des Fensters, gegeben ist, aber auch vorwiegend dann besteht, wenn die Fenster von Kindern und Jugendliehen, wie es oft in Kindergärten und Jugendwohnheimen geschieht, bedient werden.
Die Wirkungsweise der Andrückvorrichtung nach der Erfindung wird an Hand der Zeichnungen beschrieben. Es zeigt
ίο Fig. 1 die Draufsicht auf die Andrückvorrichtung bei abgenommener Deckplatte in ungefähr natürlicher Größe in der Stellung, in der beim Kippen des Fensterflügels der Bolzen außer Eingriff kommt,
Fig. 2 dieselbe Draufsicht, jedoch bei geschlossener Stellung des Fensterflügels,
F i g. 3 einen Schnitt durch die Andrückvorrichtung entlang der Linie III-III der F i g. 2 und
F i g. 4 einen Schnitt durch Blendrahmen und Flügel entlang der Linie IV-IV der F i g. 2.
Im Blendrahmen 2 eines Fensters ist unter dem Überschlag 11 des Fensterflügels 1 ein Gehäuse 3 einer Andrückvorrichtung eingelassen. Hierbei wurde durch Abrundungen 34 dafür Sorge getragen, daß eine Ausnehmung im Holz des Blendrahmens 2 mit üblichen Werkzeugen, z. B. Handoberfräsen, hergestellt werden kann. Das Gehäuse 3 wird mittels Holzschrauben 35 in dieser Ausnehmung befestigt. Es enthält an seinem oberen Ende Federn 4, die sich gegen feste Federwiderlader 31 abstützen. Mit ihrem anderen Ende drücken die Federn 4 gegen Widerlager 52 eines an seitlichen Leisten 32 des Gehäuses 3 geführten Schiebers 5, der eine zur Achse der Federn 4 im wesentlichen parallele Bewegung ausführen kann. Am Schieber 5 ist bei 51 eine Lasche 6 angelenkt, die mit ihrem anderen Ende bei 72 mit einem Druckarm 7 gelenkig verbunden ist. Dieser Druckarm 7 ist im Gehäuse 3 bei 71 gelenkig angebracht. Der nach unten weisende Arm 76 des Druckarms 7 weist eine Führungsbahn auf, die durch eine Leiste 74 und eine gegenüberliegende Kante 75 gebildet wird. Sowohl nach oben als auch unten ist die Führungsbahn offen, wobei die obere Öffnung 77 eine zum besseren Abdrücken des Fensterflügels 1 nach vorn weisende Richtung aufweist.
Die Lasche 6 ist so angebracht^ daß sie über den größten Teil der Schwenkung des Druckarms 7 die durch die Feder 4 hervorgerufenen Kräfte in ein entgegen dem Uhrzeiger gerichtetes Moment umwandelt. Erst kurz vor Erreichen ihrer Endstellung nach F i g. 1 überschreiten die Punkte 51, 72 und 71 eine Totpunktlage, wodurch von nun an bei weiterer Schwenkung des Druckarms 7 ein im Uhrzeigersinn wirkendes Moment entsteht. Jedoch ist eine weitere Bewegung im Uhrzeigersinn dadurch nicht möglich, daß die Kante 73 des Druckarms 7 an die Wand 33 des Gehäuses 3 anschlägt.
Die Bewegung des Druckarms 7 erfolgt durch einen am Fensterflügel 1 angebrachten Bolzen 8, der bei der Kippbewegung des Fensterflügels 1 den Druckarm 7 in die in F i g. 1 gezeichnete Stellung bringt. Bei weiterem Kippen des Fensterflügels 1 verläßt der Bolzen 8 die Führungsbahn des Druckarms 7 und bewegt sich ohne weitere Beeinflussung der Andrückvorrichtung. Erst bei Rückkehr aus der Kippstellung trifft der Bolzen 8 auf die Kante 75 des Druckarms 7 und bewegt dadurch den Punkt 72 in Richtung auf die Strecklage bezüglich der Punkte 51 und 71. Im weiteren Verlauf der Bewegung des
Fensterflügels 1 aus der Kippstellung in seine Schließstellung wird nun das entgegen dem Uhrzeigersinn gerichtete Moment, hervorgerufen durch die Federn 4 wirksam, wodurch der Bolzen 8 und damit natürlich auch der Fensterflügel 1 in Richtung zum Blendrahmen 2 gedrückt wird. Es ist dafür Sorge getragen, daß der Überschlag 11 des Fensterflügels 1 zur Anlage an den Blendrahmen 2 gelangt, bevor die Kante 75 die rückwärtige Wand des Gehäuses 3 erreicht, wodurch eine Beeinflussung des Bolzens 8 im Sinn des Andrückens aufhören würde (F i g. 2).
Um den Fensterflügel 1 um seine lotrechte Achse schwenken zu können, wird der Bolzen 8 mittels einer in bekannter Weise im oder am Flügelrahmen geführten Getriebestange 9 durch Übertragungsmittel 81 entlang einer Stulpplatte 82 nach oben geführt, so daß er an der oberen Öffnung 77 aus der Führung des Druckarms 7 austreten kann. Die vom Blendrahmen 2 weg gerichtete öffnung sorgt darüber hinaus noch für ein Abdrücken des Fensterflügels 1, um damit bereits die Drehbewegung einzuleiten.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Andrückvorrichtung für Fenster und Türen, insbesondere mit Drehkipp-Beschlägen, mit einem unter dem Einfluß von mindestens einer Feder stehenden doppelhebelförmigen, über eine Totpunktlage bewegbaren Druckarm, der in einem Gehäuse am Blendrahmen gelagert ist und eine langlochartige Aufnahme aufweist, die im Endbereich der Schließbewegung einen am Flügel befestigten Bolzen umfaßt, dadurchgekennzeichnet, daß an dem der Aufnahme für den Bolzen (8) abgewandten Ende des Druckarms (7) eine Lasche (6) angelenkt ist, welche mit einem federbelasteten Schieber (5) gelenkig verbunden ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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