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"Flüssigkeitsmischer" Die Erfindung bezieht sich auf Flüssigkeitsmischer
und betrifft insbesondere einen Zentrifugalflüssiakeitsmischer. zum intensiven Mischen
von flüssigen Stoffen miteinander.
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Es sind bereits zahlreiche Entwicklungen eines Zentrifugalmischkopfes,
der mit befriedigendem Ergebnis Flüssigkeiten mit verschiedenen physikalischen und/oder
chemischen Eigenschaften miteinander versihneidet, mischt, homogenisiert, löst,
emulgiert, dispergiert ender desintegriert, bekannt.
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Allen diesen bekannten Konstruktionen haften jedoch gewisse Nachteile
an. Zahlreiche derselben besitzen nur begrenste Verwendungsmö'glichkeiten. Beispielsweise
eignet sich ein Mischkopf, der für die Dispersion eines Stoffes, der schwerer als
die Flüssigkeit ist, in dieser bestimmt ist, nicht zum Einmischen eines Stoffes
in eine Flüssigkeit, der leichter
als diese ist und umgekehrt. Außerdem
ist zu berücksichtiden, daß die Viskosität des zu mischenden Stoffes sich im Falle
der bekannten Mischkopfkonstruktionen hinderlich auf den Verlauf des Mischvorganges
auswirkt. Nach Beobachtungen unter Verwendung von Mischköpfen nit einer Mischkammer,
die eine sich quer zwischen ihren Enden verlaufende i'rennut aufweisen, hat die
in der Mischktminer des Kopfes wirbelnde viskose Flüssigkeit die Tendenz, eine Masse
zu bilden, die die Eigenschaft eines festen Körpers oder diesen angenäherte Eigenschaften
aufweist. Wenn dies eintritt, vermindert sich die Wirkung des Mischkopfes sehr stark.
Demzufolge vergrössert sich der Zeit- und Energieaufwand, der für die Durchführung
des Mischens erforderlich ist, sehr erheblich. Dies ist eine Folge der Tatsache,
daß die Bildung einer flüssigen Masse mit den einer festen Masse ähnlichen Eigenschaften
in einem derart unterteilten Kopf den Durchfluß der FlUssigkeit erschwert und die
Belastung des die Vorrichtung antreibenden Motors wesentlich erhöht.
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Da die bekannten Mischkopfkonstruktionen wegen ihrer besonderen Merkmale
nur für bestimmte Mischvorgänge tatsächlich brauchbar sind, mußte der Benutzer eine
Mehrzahl von unterschiedlich ausgebildeten Arten von Mischköpfen zur Verfügung haben,
um die verschiedenen in Betracht kommenden Mischvorgänge durchführen zu können Da
die Beschaffungskosten solcher
Köpfe sehr hoch sind, bedeutet die
Bereithaltung verschiedener lLopfkonstruktionen, wie sie für die Ausführung einer
Mehrzahl von unterschiedlichen Mischvorgängen, etwa zum Mischen von Flüssigkeiten
mit einem Stoff, der leichter als die Fliassigkeit ist, oder zum Mischen einer Flüssigkeit
mit einem Stoff, der schwerer als die Flüssigkeit ist, zum Mischen von Flüssigkeiten
von relativ hoher Viskosität miteinander und dgl. erforderlich sind, einen verhältnismäbig
hohen Kapitalaufwand.
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Die Erfindung schafft einen Mischkopf, der f-lr die einwandfreie Durchführung
sämtlicher Arten von denkbaren Mischvorgängen mit im wesentlichen gleicher Einfachkeit
und Wirksamkeit verwendbar ist.
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Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht in der Schaffung eines
verbesserten Mischkopfes, der eine intensive Mischwirkung mit geringetmöglicher
überschüssiger Zirkulation herbeiführt und dessen Verwendung deshalb wesentliche
Einsparxungen an Mischzeit und an Energieaufwand ergibt.
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Ein weiterer Vorteil des neuen Zentrifugalmischkopfes ist der, daß
er beim Mischvorgang eine intensive Scherwirkung auf das zu mischende Material ausübt
und dadurch den Mischvorgang verbessert und bei welchem ferner Verstopfungen während
des Mischvorganges nicht eintreten können0
Weitere besondere Vorteile
des neuen Mischkopfes sind sein vergleichsweise einfacher Aufbau, seine billige
Herstellungemöglichkeit und Betriebssicherheit.
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Alle diese
weiteres noch zu erläuterndes Vorteile des neuen Zentrifugalflüssigkeitsmischers
werden dadurch erreicht, daß der Mischkopf aus zwei kegelstumpfförmigen, koaxial
zueinander auf einer Antriebswelle angeordneten Teilen besteht, deren jedes an seinen
beiden Enden voll geöffnet ist, wobei die eine kleinere dieser Öffnungen den Flüssigkeitseinlaß
und die andere größere den Auslaß für die während eines Mischvorganges durch das
Eintrittsende eintretende Flüssigkeit bildet und zwischen diesen beiden Teilen distanzierende
Vorrichtungen vorgesehen sind, welche die aus den betreffenden Auslaßöffnungen der
Teile austretende Flüssigkeit in seitlicher Richtung nach außen auswerfen und hierdurch
eine Schwerwirkung auf die ausgeworfene Flüssigkeit ausüben.
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Bei einer Ausführungsform der Erfindung besteht die distanzierende
Vorrichtung aus einem zwischen den Stirn- oder Austragsenden der beiden konischen
Teile befestigten Rohrkörper, der zwischen diesen Teilen eine Mischkammer bildet,
welche in voll geöffneter Verbindung mit den Austragsenden jeweils der kegelstumpfförmigen
Teile steht. In der Wandung des Rohres ist in Abstanden über seinen Umfang verteilt
eine
Mehrzahl von oeffnungen angeordnet, welche Auslässe bilden,
durch welche die im Kopf befindliche Flüssigkeit austritt.
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Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist zwischen den
größeren Austragsenden der beiden konischen Teile eine einen Abstandshalter bildende
Abscherplatte oder -scheibe angeordnet. Der Umfang dieser Abscherplatte oder -scheibe
weist ferner eine Schneidkante auf, durch welche eine Scher- oder Zerkleinerungewirkung
auf mit der Lösung gemischte Teile ausgeübt wird.
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Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind Vorrichtungen
zur automatischen Verteilung der Belastung der tegelstumpfförmigen Teile vorgesehen,
welche so wirken, daß diese während eines Mischvorganges in Abhängigkeit von den
auf sie wirkenden Belastungen eine Relativbewegung zueinander ausführen.
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Gemäß einer weiteren usführungsfori besitzen die einander gegenüberliegenden
Austragenden der kegelstumpfförmigen Teile voneinander abweichende Durchmesser,
so daß sich ein Unterschied in der Ausflußinenge aus diesen Austragsenden ergibt,
durch welchen die Miteinandervermischung der aus den Austragsenden aus fließenden
Flüssigkeitsströme weiter verbessert wird.
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Ferner können im Rahmen der Erfindung verstellbar auf der Antriebswelle
angeordnete in Richtung auf das obere Ende des Mischkopfes hin und von diesen weg
bewegbare Vorrichtungen vorgesehen werden, durch welche die während eines Mischvorganges
erzeugte Verwirbelung gesteuert werden kann.
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Diesem Zwecke dient ferner eine gegenüber einem Einlaßende des Kopfes
einstellbare Regelplatte, die außer der Verwirbelung der zu mischenden Flüsßigkeiten
auch das Maß der mitgerissenen Luft steuert.
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Ein weiteres Merkmal der verschiedenen Ausführungsformen der Erfindung
besteht in einem solchen Aufbau und einer solchen Anordnung der Gesamtkonstruktion'
daß sich eine nur minimale Einschnürung des in die konischen Endteile eintretenden
und aus diesen abgeführten Flüssigkeitsstromes ergibt.
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Schließlich umfaßt die Erfindung auch eine verbesserte Art, der Ausübung
einer mechanischen und hydraulischen Scherwirkung auf die zu misohende Flüssigkeit,
um den Vermisehungsvorgang zu verbessern.
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In den Abbildungen sind als Beispiele Ausführungsformen der Mischvorrrichtung
gemäß der Erfindung dargestellt.
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Fig. 1 ist ein Vertikalschnitt durch eine erste Ausfuhrungsform eines
Flüssigkeitsmischers gemäß der Erfindung gemaß Linie 1-1 der Fig. 2, Fig. 2 ist
eine Aufsicht auf Fig. 1, wobei ein Teil weggebrochen ist0 Fig. 3 ist eine Aufsicht
auf eine etwas abgeänderte Konstruktion, Fig. 4 ist ein Schnitt gemäß Linie 4-4
der Fig. 3, Fig. 5 zeigt in Seitenansicht, teilweise weggebrochen, eine abgeänderte
Ausfiihrungsform des neuen Mischers.
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Fig. 5a ist eine Aufsicht gemäß Linie 5A-5A der Fig. 5, Fig. 6 ist
eine Aufsicht auf ein bei dem Mischer nach Fig. 5 verwendetes Abstandsstück, Fig.
7 zeigt in Aufsicht eine der gemäß Fig. 6 gegenüber abgeänderte Ausführungsform
eines Abstandsstückes, Fig. 8 ist eine Seitenansicht des Abstandsstückes und zwar
sowohl nach den Fig. 6 wie 7, Fig. 9 ist eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt,
einer
weiteren abgeänderten Ausführungsform des neuen Mischers,
Fig. 10 zeigt in beitenansicht noch eine weitere Ausftihrungsform des Mischers gemäß
der Erfindung und Fig. 11 veranschaulicht den in den Figuren 1 und 2 dargestellten
kopf im Betrieb.
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Von den Abbildungen veranschaulichen die Figuren 1 und 2 einen Flüssigkeitsmischer
20, der durch zwei einander ähnlich gestaltete kegelstumpfförmig ausgebildete Teile
21, 22 und ein zwischen diesen angeordnetes Abstandsstück 23 gekennzeichnet ist.
Wie aus ig. 1 ersichtlich ist, besteht jeder der kegelstumpfförmigen Teile oder
Kopfenden 21, 22 aus einem nicht perforierten kegelstumpfförmigen Abschnitt mit
einem engen Ende 21A bzw. 22A, welches den Slüssigkeitseinlauf und einem weiteren
oder Basisende 21B, 22b, welches den Flüssigeitsauslauf bildet. Innerhalb jedes
Teils 21, 22 liegt konzentrisch zu diesen eine Büchse oder Nabe 24 bzw.
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25, durch welche das zugeordnete der konischen Teile 21, 22 an einer
Antriebswelle 26 befestigt ist. Die waben 24, 25 sind mit den landungen der konischen
Körper durch einander diametral gegenüberliegendeFlügel 24A bzw. 25A verbunden,
Gemäß
der dargestellten Ausführungsform bestehen diese Flügel 24A, 25A je aus einem Stück
mit der zugehörigen der Naben 24, 25 und den Wandungen der konischen Teile.
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Gemäß Fig. 1 liegen die Flügel 24A, 25A in einer senkrechten Ebene.
Bei der in Fig. 3 dargestellten &bgeänderten Kopfkonstruktion 27 ist gemäß der
Erfindung können die Flügel 27A um einen Winkel geneigt sein.
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Gemäß Fig. 1 weisen die Enden 24B, 25B der Naben 24, 25, die am kleinen
Ende des zugeordneten konischen Teils liegen, eine Konusfläche auf, welche sich
an einen Anschlag 28 oder Anschlagering 29 anlegt. Die konischen Körper 21, 22 sind
in koaxialer Anordnung im Abstand voneinanaer auf der Antriebswelle 26 angeordnet,
So daß ihre großen Austragsenden 21B, 22B einander gegenüberliegen. Zwischen den
Austragsenden 21B, 22B der konischen Körner 21, 22 sitztdas Abstandsstück 23.
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Im Falle des Ausführungsbeispieles gemäß Fig. 1 besteht das Abstands
stück 23 aus einem rohrförmigen oder zylinderförmigen Körper mit voll geöffneten
Enden 23A, 2DB, die sich ohne Zwischenraum an dem Austraasende des zugeordneten
konischen Körpers abstützen. Zur
eines dichten Paßsithes zwischen dem Zylinder 23 und dem betreffenden konischen
Teil 21, 22 sind bei 28 und 29 zusitzliche Vorsprünge
auf den
betreffenden Elementen gebildet, so daß die beiden Teile sich gegeneinander verkeilen
oder durch Reibungsschluß gegeneinander verriegelt sind. Die voll geöffneten Enden
23A, 233 des Abstandsstückes 23 bilden, wie ersichtlich ist, eine nicht eingeschnürte
Verbindung mit dem Austragsende 21B bzw. 22B des zuteordneten der Körper 21, 22.
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Daher bildet im Ergebnis das Abstandsstück 23 eine Mischkammer 30,
in welche ohne Einschnürung der aus den Enden der Körper 21, 22 austretende FlUssigkeitsstrom
eintritt. Über die Wandungen des Zylinders 23 sind in deren Umfangsrichtung im Abstand
voneinander eine Reihe von Austrittsöffnungen 31 vorgesehen, die gemäß dem Ausführungsbeispiel
längliche durch Bearbeitung hergestellte Durchbrechungen, die sich im wesentlichen
über die Höhe des Körpers 23 erstrecken, sind0 Die Vorrichtungen zur Befestigung
der Endteile 21 und 22 und des Abstandsstückes 23 an der Welle 26 bestehen aus einem
Bolsen 32, der in eine Gewindebohrung 33 im Ende der Welle 26 eingeschraubt ist.
Zwischen den Bolzen 32 und die Nabe 25 des unteren konischen Körpers 22 ist ein
Dichtungsring 29 mit einer sphärischen oder konischen Oberfläche eingelegt.
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Während des Betriebes ist der vorstehend beschriebene Kopf 20 an dem
Ende einer Antriebswelle befestigt. Die Welle 26 wird
ihrerseits
in zweckentsprechender Weise an die Antriebswelle eines Blektromotors oder dergl.
34 angeschlossen (Fig. 11).
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Dann wird der Kopf 20 in die durchzumischende Flüssigkeit eingetaucht
und der Motor eingeschaltet, um den Kopf 20 in Drehung zu versetzen. Durch die Drehung
der Kopfkonstruktion 20 wird ein Flüssigkeitsstrom erzeugt, durch welchen die Flüssigkeit
in jede der Einlaßöffnungen 21A, 22A der oberen und unteren konischen Körper 21
und 22 eingesaugt und von diesen in die durch das Abstands stück 23 gebildete Mischkammer
30 abgegeben wird0 Demzufolge wird der nicht eingeschnürte in diese Einlaßöffnungen
eintretende Flüssigkeitsstrom in die Mischkammer 30 abgegeben und in dieser intensiv
gemischt.
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Die in der Mischkammer 30 intensiv gemischte Flüssigkeit wird unter
der Wirkung der auf sie einwirkenden Zentrifugalkraft seitlich durch die Austragsöffnungen
31 abgeführt. Beim Durchströmen der Öffnungen 31 des schnell umlaufenden Kopfes
20 unterliegt die Flüssigkeit einer mechanischen Scherwirkung, die ein weiteres
Zerspalten der Flüssigkeit oder der zu mischenden Komponenten herbeiführt. Außerdem
übt die Kraft, mit der die Flüssigkeit durch die Öffnungen 31 abgeführt wird und
auf die den Kopf 20 umgebende Flüssigkeit aufprallt, eine zusätzliche hydraulische
Scherwirkung auf die Mischflüssigkeit aus. Wegen des in Fig0 11 veranschaulichten
schnell und uneingeschnürt flies senden Flüssigkeitsstromes durch den Mischkopf
20 und der mechanischen und hydraulischen auf diesen beim Austrag
der
Flüssigkeit aus der Mischkammer 30 ausgeübten Scherwirkung ergibt sich eine intensive
Mischwirkung.
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Ein besonderes Merkmal der Mischkopfkonstruktion 20 besteht in dem
sich durch seine neuartige ausbildung ergebenden uneingeschnürt aus den lleilkörpern
21, 22 unmittelbar in die Mischkammer 30 fließenden Flüssigkeitsstrom. Durch diese
Ausbildung wird ein Verstopfen des Kopfes 20 beim Verarbeiten von viskosen Flüssigkeiten
weitgehend, vermieden, weil keine Einschnürung in und zwischen den Enden des Ropfes
20 verhanden ist. Dadurch wid auch die Tendenz der sich mischenden Flüssigkeit,
die Eigenschaften eines festen Körpers anzunehmen, weitgehend ausgeschaltet. Das
bedeutet gleichzeitig eine Verminderung des Rückdrucks bzw. der Belastung des Motors
34 auf ein Mindestmaß. Außerdem wird die Mischwirkung nicht beeinträchtigt, wie
dies andererseits der Falli wäre, wenn der Kopf sich als Folge des Vorhandenseins
einer Einschnürung oder Scheidewand in der Kammer verstopfen könnte.
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Auf der Antriebswelle sind Vorrichtungen zur Einstellung des Masses
der eingesaugten Luft vorgesehen, welche es ermöglichen, die Einlaßöffnungen 21A
des Körpers 21 zu verstellen. Die Vorrichtung zur Regelung der Wirbelung besteht
aus einer verschieblich auf der Welle 26 gelagerten Scheibe oder Platte 36, welche
in Richtung nach der Einlal30ffnung 21A des oberen konischen Körpers 21 hin und
von dieser weg beweglich istu und durch
deren Verstellung der Größe
der Einlaßöffnung 21A reguliert werden kann. Dadurch, daß die Platte 36 dicht an
den Einlaßöffnungen 21A heran verbracht wird, läßt sich die Luftmenge oder die Intensität
der Verwirbelung entsprechend vermindern0 Die Vorrichtung zur Verstellung der Steuerplatte
36 auf der Welle 26 kann aus einer Einstellschraube 36A bestehen, die den Kragenansatz
36B der Scheibe 36 durchdringt und deren Spitze in der eingestellten Lage der Platte
36 auf die Welle 26 wirkt.
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Die Figuren 5 bis 8 veranschaulichen eine abgeänderte Ausführungsform
der Erfindung. Bei dieser Ausführungsform besteht der Mischkopf ebenfalls aus zwei
kegelstumpfförmigen Körpern 41, 42, die in derselben Weise auagebildet sind, wie
dies oben anhand der Figuren 1 und 2 oder der Figuren 3 und 4 beschrieben wurde.
Die beiden kegelstumpfförmigen Körper 41 und 42 sind ähnlich wie oben beschrieben,
im Abstand längs der Welle 26 auf dieser angeordnet. Dagegen besteht bei dieser
Ausführungsform der Erfindung das Abstandsstück 43 aus einem plattenförmigen vorzugsweise
scheibenförmig ausgebildeten Element, welches auf der Welle 26 angebracht und zwischen
den erweiterten Austragsenden 413, 42B der kegelstumpfförmigen Körper 41, 42 gehalten
wird. Die Scheibe 43 liegt im Abstand von den Austragsenden 41B, 42B der Körper
41, 42. Sie wird beispielsweise durch die aus Fig. 8 ersichtlichen Abstandsbuchsen
44, 45, die aus einem Stück mit der Scheibe 43 bestehen, im
Abstand
von den Austragsenden 41B, 42B gehalten. Die Anordnung ist 80 getroffen, daß die
Enden der Abstandsbuchsen 44, 45 den ihnen benachbarten Enden der Naben 46, 47 der
zugeordneten kegelstumpfförmigen körpern 41 und 42 anliegen, Deshalb liegt dds obere
Ende der Nabe 46 des Körpers 41 an einem Anschlag 48 an. Die Teile 41, 42 und 43
sind an der Welle 26 mittels einer Scheibe 49 und einer Schraube 50, die in das
Ende der Antriebswelle eingeschraubt ist, befestigt.
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Wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, erstreckt sich die Scheibe oder Platte
43 in seitlicher Richtung über den Umfang der beiden Körper 41 und 42 hinaus. Bei
der Drehung der Welle 26 rotieren also auch die Körper 41 und 42 und die zwischen
diesen befindliche Scheibe 43. Da die Scheibe 43 seitlicb über den Umfang üer Körper
41 und 42 vorspringt, ist die Umfangsgeschwindigkeit der Scheibe größer als die
der konischen Körper 41 und 42.
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Im Falle dieser Auaführungsform der Erfindung ist die äußere Umfangskante
der Scheibe 43 geschlitzt oder weist eine Mehrsahl von sich in der Umfangsrichtung
erstreckenden Zähnen auf.
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In Falle der in Fig. 6 dargestellten Ausführungsform sind die Zähne
43A durch in der Umfangsrichtung im Abstand voneinander liegende geschlitzte Teile
43B gebildet, die in der durch den Pfeil 51 angegebenen Drehrichtung geneigt sind.
Dauurch
wirken die Schleppkanten 43C der Schlitze 43B nach Art
von Scherkanten, die eine mechanische scherende Wirkung auf die durch die Drehung
der Scheibe gemischte Flüssigkeit ausüben.
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Um die Verschleißfestigkeit dieser Scherkanten zu verbessern, können
auf sie Hartmetallschneidkanten 52 aufgebracht werden.
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Im Falle der in Fig. 7 dargestellten abgeänderten Ausführungs form
der Scheibe 55 ist die Zahnung 55A wie bei einem Kreissägeblatt gezackt. Erwünschtenfalls
kann die Scheibe auch wie in Pig. 6 dargestellt, mit einer Mehrzahl von sie durchdringenden
Öffnungen 53 versehen sein.
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Der Mischkopf 40 gemäß dieser Ausführungsform arbeitet wie folgt:
Bei Drehung des Kopfes 40 innerhalb eines Behälters, der die zu mischende Flüssigkeit
enthält, erzeugen die oberen und unteren Enden der Körper 241, 42 eine Pumpwirkung,
durch welche in der oben bereits beschriebenen Weise ein durchgehender Strom entsteht.
Die Flüssigkeit wird in die engen Einlaßöffnungen 41A und 42A der Körper 41 und
42 eingesaugt und strömt durch die erweiterten Austrittsöffnungen 413 bzw. 423 aus.
Hierbei werden die austretenden Ströme auf die Scheibe 43 hin gerichtet. Durch die
Drehung dieser Scheibe wird die Flüssigkeit seitlich nach außen abgegeben, wobei
die äußeren Kanten dder Schneidzähne der Scheibe durch die Flüssigkeit
hindurchschneidenO
Hierbei wird infolge der voll geöffneten austragsnffnungen der Körper 41 und 42
und
Umfangswirkung der Scheibe 43 jedes Verstopfen des Kopfes vermieden und es wird
ein wirksames Mischen ohne Energieverlust erreicht, Deshalb wird auch jede Neigung
der Flüssigkeit, Massen mit den Eigenschaften eines festen Körpers zu bilden, und
der Aufbau eines Staudruckes auf den Motor verhindert0 Der Mischkopf 40 dieser Ausführungsform
eignet sich besonders für die Ver ; rbeitung von viskosen Flüssigkeiten oder von
solchen, welche zu zerkleinernde Feststoffteile enthalten.
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Die schnell umlaufende Scheibe 43 bewirkt durch ihre Schneidkanten
eine wirksame Feinzerkleinerung solcher Teile, und gleichzeitig eine wirkungsvolle
Mischung der Flüssigkeiten.
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Der Mischkopf nach Fig. 5 ist besonders für das Mischen von Farben
mit C'hrompigmenten o. dgl. geeignet. Erforderlichenfalls kann in der bereits beschriebenen
Weise auch bei der Anordnung eine Steuerplatte 36 verwendet werden.
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Fig. 9 verdeutlicht eine weitere Ausführungsform 60 der Erfindung.
Im Falle dieser Äusführungsform der Erfindung sind die beiden Körper 61, 62 an
wie im Falle der bereits beschriebenen Ausführungsformen ausgebildet. Jedoch sind
die Körper 61, 62 auf der Antriebswelle 63 verschieblich gelagert, so daß sie aufeinander
zu und voneinander weg bewegt werden können. Zwischen den Austragsenden der Körper
61 und 62 ist auf der Welle eine Scheibe 64, von der oben anhand von Fig. 5
beschriebenen
Ausführungsform befestigt. Jedoch sind bei dieser Ausführungsform der Erfindung
federnde Abstandszwischenglieder 65 zwischen der festen Scheibe 64 und Jedem der
beweglichen körper 61 und 62 angeordnet. Diese federnden zwischenelemente bestehen
gemäß dem Ausführungsbeispiel auf beiden Seiten der Scheibe 64 angeordneten Druckfedern.
Jede der Federn 65 stützt sich deshalb auf einer Seite der Scheibe 64 und auf der
Nabe 66 bzw. 67 des zugeordneten der Körper 61 bzw. 62 ab. Die Teile des Kopfes
60 sind auf der Welle zwischen dem Anschlag 68 und einer in das Ende der Welle 63
eingeschraubten Schraube 69 befestigt.
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Die Arbeitsweise des Mischkopfes 60 gemäß dieser Ausführungsform stimmt
an sich mit der des oben beschriebenen Mischkopfes 40 überein, jedoch werden alle
ungleichmäßigen Belastungen der Körper 61, 62 automatisch durch Relativbewegung
der Körper 61, 62 zueinander ausgeglichen. Die Körper 61, 62 können sich während
des' Miichvorganges wegen des Vorhandenseins der Pedern 65 über einen begrenzten
Weg einander nähern und voneinander entfernen und derart auf sie wirkende Belastungen
ausgeglich.n werden.
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Fig. 10 verdeutlicht eine weitere Ausführungsform. Bei dieser ist
der Kopf 70 ähnlich der Kopfkonstruktion 40 nach Fig. 5 ausgebildet, jedoch besitzen
die Austragsenden 71A, 72A der Körper 73, 74 verschieden groBe Querschnitte, nämlich
die
Austragsöffnung 71A des oberen örpers 72 einen größeren Querschnitt als die Austragsöffnung
72A des unteren Körpers 72. Im betrieb arbeitet der Mischkopf 70 nach Fig. 10 ebenso
wie der kopf 40, mit ausnahme dessen, daß der Unterschied der querschnitte der Austragsöffnungen
einen entsprechenden Unterschied zu der aus den Austragsöffnungen 71A, 72A der austretenden
Flässigkeitsmengen Körper 71, 72 während eines Mischvorganges / erglot. Das hat
zur Polge, daß unterschiedliche Teilchen der zirkulierenden Flüssigkeiten in den
Austragabereichen der beiden konischen Körper 71, 72, zwischen diesen mit unterschiedlichen
Geschwindigkeiten aufeinandertreffen. Die Wirkung der Scheibe 73 entspricht der
der Scheibe 43.
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Wie sich aus den vorstehenden Erläuterungen ergibt, kann Jeder der
beschriebenen verschiedenen Ausführungsformen des neuen Mischers bzw. Mischkopfes
mit gleicher Wirkung zum Einmischen eines Stoffes, der entweder leichter und/oder
schwerer als die Flüssigkeit ist, in eine Flüssigkeit oder zum Mischen von Flüssigkeiten
von unterschiedlichen Viskositäten miteinander unter denkbar geringem Zeitaufwand
und mit geringstmöglichem Energieaufwand verwendet werden. Bei Jeder der beschriebenen
Konstruktionen ist die Gefahr einer Verstopfung des Kopfes auf ein Mindestmaß verringert
und es ergibt auch bei allen K@pfen eine intensive Mischwirkung unter denkbarer
Verminderung einer übermäßigen Strömung. Jeder der neuen
LIischköpfe
ist sich mit Einrichtungen zur Steuerung der Verwirbelung und/oder zur Regelung
der idenge an eingesaugter Luft versehen. Perner können alle Köpfe so ausgebildet
sein, daß auf die zu mischenden Stoffe während des Mischvorgangs eine vermischendex
oder hydraulische Scherwirkung ausgeübt wird.
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Jeder der Mischköpfe ist mit Flügeln versehen. Dadurch, daß diese
aus einem Stück mit den beiden Hauptkörpern bestehen, ist kein, Zwischenraum zwischen
den inden der Plügel und den rtanden der körper vorhanden, der sonst die Ursache
des Auftretens von Verdrehunskräften, Schlagen oder Vib@rationen sein wird. Alle
Ausführungsformen des neuen Mischers sind vergleichsweise einfach hinsichtlich ihres
Aufbaus und ihrer Arbeitsweise.
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Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die vorstehend im einzelnen
beschriebenen und in den Abbildungen dargestellten Ausführungsformen beschränkt,
sondern es sind demgegenüber Abänderungen möglich, ohne ihren Grundgedanken zu verlassen.
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Patentansprüche: