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DE1445654C - omega Phenyl omega pyridyl (2) alkylamindenvate und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents

omega Phenyl omega pyridyl (2) alkylamindenvate und Verfahren zu ihrer Herstellung

Info

Publication number
DE1445654C
DE1445654C DE19621445654 DE1445654A DE1445654C DE 1445654 C DE1445654 C DE 1445654C DE 19621445654 DE19621445654 DE 19621445654 DE 1445654 A DE1445654 A DE 1445654A DE 1445654 C DE1445654 C DE 1445654C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
phenyl
omega
pyridyl
preparation
alkyl amine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19621445654
Other languages
English (en)
Other versions
DE1445654A1 (de
Inventor
Kurt Dr 6000 Frankfurt Posselt Klaus Dr 6000 Bergen Enk heim Thiele
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Deutsche Gold und Silber Scheideanstalt
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Deutsche Gold und Silber Scheideanstalt filed Critical Deutsche Gold und Silber Scheideanstalt
Publication of DE1445654A1 publication Critical patent/DE1445654A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1445654C publication Critical patent/DE1445654C/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Aus der deutschen Patentschrift 1 067 436 ist es bekannt, Verbindungen der allgemeinen Formel I
in der R1 ein Wasserstoff- oder Chloratom oder eine Hydroxygruppe bedeutet, AIk1 und AIk2 gleich oder verschieden sind und gegebenenfalls verzweigte Alkylenreste mit 2 bis 4 C-Atomen bedeuten, wobei die Summe der Kohlenstoffatome mindestens 6 sein muß, und deren Säureadditionssalze.
2. Verfahren zur Herstellung von Verbindungen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise
a) 2-Benzylpyridin in Gegenwart eines alkalischen Kondensationsmittels mit einer Verbindung der allgemeinen Formel IV
(IV)
in der Hai entweder ein Chlor- oder Bromatom bedeutet, zweckmäßigerweise bei erhöhter Temperatur und in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels umsetzt oder
b) eine Verbindung der allgemeinen Formel V
(V)
mit einer Verbindung der allgemeinen
Alk
30
z. B. die Verbindung
40
45
herzustellen. Verbindungen dieser Art sollen als Antihistaminika und Spasmolytika verwendbar sein.
Weiterhin sind in der USA.-Patentschrift 3 042 680 Verbindungen der allgemeinen Formel II
60
CH-I-- ^
Alk
NH
R3-C-CH
R4
in der Alk eine Alkylengruppe mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen, wobei mindestens 1 öder 2 Atome die Brücke
654
zwischen der CH- und der NH-Gruppe bilden, die Reste R1, R2, R3 und R4 Wasserstoffatome oder niedere Alkylgruppen und die Reste R5 und R6 Wasserstoffatome, Halogenatome, niedere Alkyl-, niedere Alkoxy- oder Hydroxygruppen bedeuten, beschrieben. Für diese Verbindungen ist eine coronarerweiternde Wirkung sowie eine stimulierende Wirkung auf das Zentralnervensystem angegeben.
Die Erfindung betrifft cu-Phenyl-a>-pyridyl-(2)~alkylamine der allgemeinen Formel III
(III)
in der R1 ein Wasserstoff- oder Chloratom oder eine Hydroxygruppe bedeutet, AIk1 und AIk2 gleich oder verschieden sind und gegebenenfalls verzweigte Alkylenreste mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet, wobei die Summe der Kohlenstoffatome mindestens 6 sein muß, und deren Säureadditionssalze.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind wertvolle Pharmazeutika und besitzen insbesondere eine gute coronarerweiternde Wirkung. Wie die untenstehende Tabelle zeigt, sind die erfindungsgemäßen Verbindungen den bekannten Verbindungen aus der deutschen Patentschrift 1 067 436 sowie der USA.-Patentschrift 3 042 680 in der Herzwirkung überlegen. Insbesondere bewirken sie eine größere Steigerung des Coronardurchflusses in Verbindung mit einer Verstärkung der Herzkraft. Außerdem ist die Wirkungsdauer der erfindungsgemäßen Verbindungen erheblich länger. Die Toxizität der erfindungsgemäßen Verbindungen ist ebenfalls geringer, woraus in Verbindung mit der besseren Wirkung eine erheblich bessere therapeutische Breite resultiert.
Substanz
Wirkung auf das Meerschweinchenherz
Coronardurchfluß Kontraktionsamplitude
Wirkungsdauer
Min.
Akute Toxizität
der Maus
LD50 i. p.
mg/kg
Beispiel 2 bzw. 6
Beispiel 3 '
Beispiel 4 Beispiel 5 Beispiel 7 Beispiel 8
Beispiel 4 von deutscher Patentschrift 1 067 436
Beispiel 1 von USA.-Patentschrift 3 042 680
Beispiel 2 von USÄ.-Patentschrift 3 042 680...;
+ 151 + 152 + 150 + 143 + 135 + 106
99
+ 76
+ 17
+ 22
+ 15
+ 7
+ 16
+ 33
+ 6
.- 6
- 15
4
3
56,8
56,2
75,2
88
64
55,1
47,6
50,9
52,5
Methodik
Die Herzwirkungen der Verbindungen wurden in Anlehnung an die Methode Langendorff (Pflügers Archiv, 61, 219 [1895]) in der heute international gültigen Form durchgeführt. Dabei wurde der Coronardurchfluß und die Kontraktionsamplitude nach Injektion von jeweils 10 γ der zu untersuchenden Verbindungen gemessen und die Wirkungsdauer registriert.
Die Ergebnisse wurden in Prozent der Ausgangswerte berechnet.
Die akute Toxizität wurde nach der Methode von Miller und Tainter (Proc. Soc. Exper. Biol. and Med. 57, 261 [1944]) ermittelt. Die Beobachtungszeit betrug 24 Stunden. ;
Die Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen kann dadurch erfolgen, daß man in an sich bekannter Weise
a) 2-Benzylpyridin in Gegenwart eines alkalischen Kondensationsmittels mit einer Verbindung der allgemeinen Formel IV
Hai
AIk1
NH
(IV)
Man kocht 4 Stunden lang unter Rückfluß. Nach Beendigung der Umsetzung versetzt man das Gemisch in der Kälte mit Wasser und trennt die Benzolschicht ab. Die wäßrige Phase wird mit Benzol erneut extrahiert. Die vereinigten Benzollösungen werden eingeengt und der Rückstand fraktioniert. Kp. 0,8 mm Hg, 215 bis 217°C.
Die freie Base gibt mit 1 Mol Maleinsäure ein kristallines Salz. Der Schmelzpunkt liegt nach Umkristallisieren aus Isopropanol bei 127 bis 128°C.
Beispiel 2
N-[l-(p-Chlor-phenyl)-2-methyl-propyl-(2)]-3-phenyl-3-[pyridyl-(2)]-n-propylamin
30
mit einer Verbindung der allgemeinen Formel VI NH2
reduktiv kondensiert.
Die so erhaltenen freien Basen können gegebenen falls in an sich bekannter Weise in ihre Säureadditions salze übergeführt werden.
Beispiel 1
• N-[l-Phenyl-propyl-(2)]-4-phenyl-4-[pyridyl-(2)]-n-butylamin
55 CH2
CH2 CH2-^Q>
CH2NHCH
CH3
33,8 g 2-Benzylpyridin werden in 50 ml Benzol gelöst, bei 800C mit 15,6 g 50%iger NaNH2-Benzolsuspension versetzt und 2 Stunden lang unter Rückfluß erhitzt. Danach werden 63 g N-(3-Brom-propyl)-l-phenyl-2-aminopropan in 100 ml Benzol zugetropft.
in der Hai entweder ein Chlor- oder Bromatom bedeutet, zweckmäßigerweise bei erhöhter Temperatur und in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels umsetzt oder
b) eine Verbindung der allgemeinen Formel V
(V)
35
40 H
C
CH2
CH2NHCCH3
CH,
33,8 g 2-Benzylpyridin werden zuerst, wie im Beispiel 1 beschrieben, mit 15,6 g 50%iger NaNH2-SuS-pension versetzt und danach mit 73 g l-(p-Chlorphenyl)-2-methyl-2-(co-bromäthylamino)-propan umgesetzt. Das Reaktionsgemisch wird wie beschrieben aufgearbeitet.
Die so entstandene freie Base siedet bei 0,3 mm. Hg zwischen 210 und 223°C. Mit 1 Mol Maleinsäure wird ein kristallines Salz erhalten. Aus Isopropanol umkristallisiert schmilzt das Maleat bei 137 bis 1380C.
B e i s ρ ie I 3
N-[4-Phenyl-butyl-(2)]-3-phenyl-3-[pyridyl-(2)]-n-propylamin
-CH2
CH?CH2
I2 yii2 V^L2- Λχ Λ
CH2NHCH
CH3
Diese Base — auf dem im Beispiel 1 beschriebenen Wege aus 2-Benzylpyridin und N-(2-Bromäthyl)-2-amino-4-phenyl-butan hergestellt — siedet bei 0,4 mm Hg zwischen 210 und 212°C. Mit VzMoI Fumarsäure erhält man ein kristallines Salz, welches aus Isopropanol umkristallisiert bei 157 bis 158° C schmilzt.
Beispiel 4
N-[4-Phenyl-butyl-(2)]-4-phenyl-4- [pyridy l-(2)]-n-butylamin
w CH A/
CH2-CH2-CH2-NH-CH-CH2-Ch2 -^
CH,
Die Base wird nach dem im Beispiel 1 beschriebenen Verfahren aus 33,6 g 2-Benzylpyridin, 7,8 g NaNH2 und 35,1 g N-[3-Brom-propyl-(l)]-4-phenyl-2-aminobutan hergestellt. Sie siedet bei 0,1 Torr zwischen 207 und 212° C.
Mit 1 Mol Maleinsäure wird ein kristallines Salz erhalten. Das Maleat, aus Isopropanol umkristallisiert, schmilzt bei 129 bis 1300C.
Beispiel 5
N-[l-(p-Chlor-phenyl)-2-methyl-propyl-(2)]-4-phenyl-4-[pyridyl-(2)]-n-butylamin
CH3
CH2-CH2-CH2-NH-C-CH2
CH3
CH,
CH2-CH2-NH-C-CH2^,
CH3
40 g (0,19 Mol) j3-Phenyl-|8-pyridyl-(2)-propionaldehyd werden mit 35 g (0,19 MoI) 1-p-Chlor-phenyl-2-methyl-2-amino-propan in 500 ml abs. Äthanol 1 Stunde zum Sieden erhitzt. Nach dem Erkalten wird die entstandene Schiffsche Base mit 5 g Natrium-
borhydrid, gelöst in 50 ml Äthanol, reduziert. Es wird alkalisch aufgearbeitet und die Base destilliert. Sie siedet bei 0,05 Torr zwischen 175 und 1900C. Mit 1 Mol Maleinsäure wird ein kristallines Salz erhalten, das, aus Isopropanol umkristallisiert, bei 137 bis 138° C schmilzt.
Beispiel 7
N-[l-(p-Chlor-phenyl)-propyl-(2)]-4-phenyl-4-[pyridyl-(2)]-n-butylamin
17 g 2-Benzylpyridin werden mit 7,8 g 50%iger NaNH2-Suspension in Toluol versetzt und danach mit 34,4 g N-[3-Brom-propyl-(l)]-[l-(p-chlorphenyl)-2-methyl-2-amino-propan in Toluol bei Siedetemperatur umgesetzt. Das Reaktionsgemisch wird wie beschrieben aufgearbeitet. Die freie Base siedet bei 0,2 Torr zwischen 216 und 2200C. Mit 1 Mol Maleinsäure erhält man ein kristallines Salz, das — aus Isopropanol umkristallisiert — bei 129 bis 1300C schmilzt.
Beispiel 6
N-[l-(p-Chlor-phenyl)-2-methyl-propyl-(2)]- .. 3-phenyl-3-[pyridyl-(2)]-n-propylamin
22,6 g γ- Phenyl -γ- pyridyl- (2) -butyraldehyd und 17,0 g l-(p-Chlor-phenyl)-2-amino-propan werden wie im Beispiel 6 beschrieben umgesetzt und mit 2 g NaBH4 reduziert. Die Base siedet bei 0,05 Torr zwischen 170 und 2000C. Mit 1 Mol Maleinsäure erhält man ein kristallines Salz, das aus Essigester umkristallisiert wird. Fp. 142° C.
Beispiel 8
N-[l-(4-Hydroxy-phenyl)-propyl-(2)]-4-phenyl-4-[pyridyl-(2)]-n-butylamin
CH
CH,
-CH,
37,5 g γ - Phenyl -γ- pyridyl -(2) -butyraldehyd und 40 g l-(p-Benzyloxyphenyl)-2-amino-propan werden in 200 ml Äthanol 1 Stunde am Wasserbad erhitzt. Anschließend wird die Schiffsche Base mit 6,5 g Natriumborhydrid reduziert. Die Base wird durch Wasser ausgefällt und ohne zu reinigen mit Wasserstoff in Gegenwart von 8 g Palladium-Kohle (10%ig) in 300 ml 90%igen Äthanol entbenzyliert. Darauf wird vom Katalysator abfiltriert, das Lösungsmittel abdestilliert und der Rückstand in Äther gelöst. Diese Lösung wird mit Citronensäure neutralisiert. Man erhält 37 g Citrat, das aus Isopropanol urhkristallisiert wird. Fp. 75° C.
209 528/588

Claims (1)

Formel VI Patentansprüche:
1. ω - Phenyl - ω - pyridyl - (2) - alkylamine der allgemeinen Formel
(Vl!
Die so erhaltenen freien Basen können gegebenenfalls in an sich bekannter Weise in ihre Säureadditionssalze übergeführt werden.
DE19621445654 1962-11-21 1962-11-21 omega Phenyl omega pyridyl (2) alkylamindenvate und Verfahren zu ihrer Herstellung Expired DE1445654C (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED0040328 1962-11-21
DED0040328 1962-11-21

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1445654A1 DE1445654A1 (de) 1968-12-19
DE1445654C true DE1445654C (de) 1973-02-15

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