DE1444972A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Vermeidung des Anfallens von freies Ammoniak und Phenole enthaltenden Abwaessern bei der Gewinnung von Gasen fuer Heizzwecke durch Trockendestillation oder Entgasung von Kohlen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Vermeidung des Anfallens von freies Ammoniak und Phenole enthaltenden Abwaessern bei der Gewinnung von Gasen fuer Heizzwecke durch Trockendestillation oder Entgasung von KohlenInfo
- Publication number
- DE1444972A1 DE1444972A1 DE19621444972 DE1444972A DE1444972A1 DE 1444972 A1 DE1444972 A1 DE 1444972A1 DE 19621444972 DE19621444972 DE 19621444972 DE 1444972 A DE1444972 A DE 1444972A DE 1444972 A1 DE1444972 A1 DE 1444972A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- phenols
- water
- gases
- ammonia
- free ammonia
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10K—PURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
- C10K1/00—Purifying combustible gases containing carbon monoxide
- C10K1/04—Purifying combustible gases containing carbon monoxide by cooling to condense non-gaseous materials
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Industrial Gases (AREA)
Description
Dr. Expl.
Verfahren mad Vorrichtung zur Vermeidung dea Anfalles von freies Ammoniak und Phenole enthaltenden Abwässern bei der Gewinnung top Oasen ftlr Heizzwecke durch Trockendestillation oder Entgasung von Kohlen,
Es sind zahlreiche Verfahren bekannt, nach denen Kohlendestillationsgase möglichst weitgebend von Teeren, naphthalin, Phenolen, Benzol, Ammoniak, Schwefel-, Cyan- und Rhodanverbindungen
befreit werden, damit die Gase die Reinheitsanforderungen an Ferngas erfüllen und als solches verwendet werden können·
Weiterhin sind Verfahren bekannt, bei denen die Abscheidung von
Teeren, Phenolen und Ammoniak aus den Gasen so durchgeführt wird, dass die aus den Anlagen auszuschleusenden Abwaseermengen aiöglichst
klein geh Iten werden, wobei freies Ammoniak und Phenole aus den
Wässern entfernt und ir. bekannter Waise gewonnen werden, womit
gleichzeitig verhindert wird, daß diese giftigen Bestandteile des Abwassers in die Pluseläufe geraten.
Die Verminderung der auszuschleusenden Wassermengen wird dabei
to erreicht, daes, wie 2« B. nach DBP 936 109» von dem entsprechend gestalteten Gasttihl system die wiasrig-teerigen Kondensate
ait möglichst hoher Temperatur, s. B· 8O0C,einem unmittelbaren
Kühler entnommen werden, die Teere in einem wirksamen Scheider, z. 3. nach DBP 935 020, abgetrennt werden und danach das immernoch etwa 800C «arme Wasser benutzt wird, um in einem Yerdunster
das in einem de» unmittelbaren Kühler nachgeschalteten mittelbaren Kühler nuf etwa 250C abgekehlte Gas wieder auf etwa 750C
909806/0804
H44972
zu erwärmen und mit Wasserdampf zu sättigen. Es gelingt auf
dieee Weise, die (fase von Teerölen zu befreien und dabei praktisch
das gesamte bei der Kohlendestillation anfallende Kohlewasser mit dem Sas abzuführen und oo die abzuschleusenden Wassermengen
zu vermindern. Um Ferngasreinheit zu erreichen, wird nun das Gas in bekannter Weise von Ammoniak, Benzol, Naphthalin, sowie
Schwefel-» Gyan- und Hhodanverbindungen befreit.
Bei diesem Verfahren wurden sich aber nichtflüchtige Ammonsp.lze,
hauptsächlich Ammonchlorid, in dem im Kreislauf geführten
Berieselungswasser anreichern, weshalb eine kleine Men&e davon ausgeschleust werden muss, andernfalls wurden schliesslich
die Ammonsalze auskristallisieren und zu Verstopfungen führen.
Bin Teil des ausgeschleusten, salzreichen Wassers kann gegebenenfalls durch Zugabe von salzfreiem Wasser ersetzt werddn.
In dem auszuschleusenden Wasser anwe3endea freies Ammoniak wird
abgetrieben und in bekannter Weise mit der im Gas vorhandenen
Hauptmenge des Ammoniaks zusammen z. B..als Ammonsulfat £ebunden
und gewonnen.
Die Phenole werden in bekannter Weise extrahiert und in irgendeiner
Form gewonnen.
Der notwendige technische Aufwand für die Herstellung von hochwertigem
Ferngas ist demnach sehr umfangreich.
Soll aber das bei der Kohledeötillation oder der
z. B. auf einem Wanderrost oder in Kammerofen gewonnene Gas direkt
und ausschließlich als industrielles Heizgas in der Nähe des Erzeugungsortes Verwendung finden,so ist eine so weitgehende Reinigung
des Gases weder erforderlich noch lohnend. In diesem Fall ist es völlig ausreichend, die Gase so weit von Teeren zu befreien,
dass in den Gasleitungen bis zum Verbrauchort keine Verstopfungen und sonstige Störungen durch sich bildende Kondensate
auftreten. Jedoch lässt sich dabei nach den bisher gebräuchlichen Verfahren der Anfnll von freies Ammoniak und Phenole enthaltenden
909806/0804
Abwäaaern nicht Vermeiden. Es besteht das Problem, freies
Ammoniak und Phenole daraus zu entfernen, ohne für deren Abtrennung
und zwangsläufige Gewinnung aufwendige AnIpgen errichten
au müssen.
In der Erdöl-Industrie ist bekannt, Betriebswässer aus der Hinernlöl-Raffinerie durch Abstreifen und Waschen zu regenerieren.
Betriebswässer, die Phenole und flüchtige S- und K-Verbindungen,
wie HoS und iül,t enthalten, werden zundcuut mit elnea sauerstoffreien
neutralen GaB von den flüchtigen Verunreinigungen be-'freit und das abgestreifte phenolhaltige Wnsser mit einem von
flüchtigen Verunreinigungen freien Kohlenwasserstoffstrom gewaechen,
worauf ein flüchtige Verunreinigungen enthaltender Kohlenwasserstoifstrom
mit dem gereinigten Betriebswasser gewaschen
und das mit diesen flüohtigea Verunreinigungen beladene nasser
zur Abstreiferzone zurückgeführt wird,. Auezuschleusende Anteile dieses Aaasers enthalten v.eder Ammoniak noch Phenole. 'ftährend
die flüchtigen Verunreinigungen wie HpS und NH- durch einei neutralen
Gasstrom abgestreift werfen, ist es erforderlich, die Phenole durch einen vorher von flüchtigen Verunreinigungen befreiten
Kohlenwasserstoffstrom in' einem beeonderen frozeas zu
extrahieren (DAS 1 131 831).
Vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Vermeidung
des Anfalles von freiea Ammoniak und Phenole enthaltenden Abwässern bei der Gewinnung von industriellen Heiz^aben
durch Kohlendeetillation, z. B. in Vertikalkammern, Horizontalkfimmem
odfer auf einem Wanderrost.
Bas Wesen der Erfindung besteht darin, dr.C iie zu ^eizzwecken
beetiiüuten Gase mit im krtislauf geführten wässrigen i'lüaai^-
keiten behandelt, dabei, anitatt, wie bei bekannten Verfahren, durch unmittelbare und mittelbare Kühlung auf 250G, lediglich
909806/0804 J^
durch unmittelbare Kühlung nur auf etwa 60-8O0C, vorzugsweise
7O0C abgekühlt werden und am Ende der Behandlung fast
die Gesamtmenge ihres ursprünglichen Wassergehaltes dampfförmig tragen» so dass der Anfall wesentlicher Wassermengen unterbleibt und weiterhin darin, dass aus der wegen der Anreicherung
von nichtflüchtigen Ammonsalzen, hauptsächlich Ammonchlorid, abzuführenden
Teilmenge des Wassers freies Ammoniak und Phenole praktisch vollständig—mit einem inerten Trßgerges abgetrieben
werden und das mit freiem Ammoniak und Phenolen angereicherte
inerte Trägergas den aus der Hohle erhaltenen, von Teerölen befreiten
Gasen augegeben wird«
Ea zeigte sich, was bisher nicht bekannt war, nämlich, daß die
Abkühlung der Gase auf nur 60-800C1 vorzugsweise 7O0C genügt*
um Teere und Teeröle soweit daraus abzuscheiden, daß bei ihrer Verwendung ale Heizgas keinerlei Störungen durch Kondensation
oder Verstopfung in den Leitungen auftreten. ·
Sech dem neuen Verfahren fällt neben Koks nur Teer, für industrielle Heizzwecke genügend reines Gas und eine geringe Menge Abwasser
an, die entweder direkt in den Vorfluter gegeben oder, falls eine restlose Entphenolung gewünecht wird, vorher einer
biologischen Phenoloxydation unterzogen werden kann.
Die nach der Abscheidung der Teere und Teeröle dem Gas wieder zugedachten Anteile von freiem Ammoniak und Phenolen werden bei
der nutzung des Gases mit verbrannt.
Der Anfall von Ammoniak und Phenolen wird nach dem neuen Verfahren
vermieden.
Erfindungegema.es können zum Abtreiben des Ammoniaks und der
Phenole aus den auszuschleusenden Abwässern Luft, Rauchgas, Dnrapf oder Mischungen dieser Medien verwendet werden·
9098Q6/08CU
Vigor t stallt aina Sohemaskizte dar, an der das neue Verfahren
näher erläutert wird.
Daa too dar Teer-Vorlage 1 einer Kokaofenbatterie kommende Rohgas wird duroh Leitung 8 das Unterteil eines direkt wirkenden Kühlers 2 zugeführt, auf dessen Kopf durch Leitung 9 im
Kreislauf geführtta Wasser aufgegeben wird. In dem Direktkühler
2 werdan aus dem Oa β kondensierbare Bestandteile, vor allem Teer,
kondensiert. Gleichseitig wird dampfförmiges Ammonchloxid in die
wässrige Phaae übergeführt und damit verhindert, dass es an kälteren Stellen in Leitungen und Apparaturen auskristallisiert. Das
Gaa verlässt den Direktkühler oben durch Leitung 11, durchströmt
den Wärmeaustauscher 5» in dem es, zur Vermeidung von Kondensationen bei dar fortleitung und Verwendung dieses Gases, mit dem
helasen im Verfahren anfallenden Beriaselungswaaser wieder um
einige oradβ überhitzt wird, und verlässt ihn duroh Leitung 25.
Dia Kondensate werden zusammen mit dem Berieselungswasser des Direktkühlera duroh Leitung 12 dem Teerscheider 3 zugeführt. Duroh
Leitung 26 flieasan das leerecheider ebenfalle die in der Teervorlage 1 abgeschiedenen wässrigen und teerigen Kondensate zu*
Dar abgeschiedene Teer wird duroh Leitung 13 abgezogen. Die wässrigen Kondensate, das ist das Kohlewasser und das Berieaelungswasaer der Vorlage und des Direktkühlere sammeln sich im Oberteil
des Scheider*, sie enthalten freies Ammoniak und Phenole. Sin Teil
davon wird zur Gaakühlung durch Leitung Ϊ-) auf die Teervorlage
1 zurückgegeben.
Dar für dia Berieselung da? Direktkühlers 2 und zur Ausachleusung
bestimmte Wasseranteil wird aus dem Teeraoheider abgezweigt und duroh Leitung 18 und 19 das Wärmeaustauscher 4» von hier duroh
Leitung 20 dam Wärmeaustauscher 5» duroh Leitung 21 dam Wasser* kühler 6 «it dan Waaaeriu- und ebleitungen 17 und 22 zugeführt,
und Bohlieaslioh durch Leitung 9 wieder auf dan Kopf des Direkt»
kühlere 2 gegeben, woduroh der Kreialeuf des Barleselungawaasers
geschlossen wird·
909806/0804
Der auszuschleusende Wasseranteil* der nur einem Bruchteil des
JLohlewessers entspricht, wird bei 23 abgezweigt und durch Leitung
to auf den Kopf des unter normalem oder erhöhtem Druck zu
betreibenden Abstreiferβ 7 aufgegeben. Dem Abstreifer 7 wird
durch Leitung 14 und 24 im Wärmeaustauscher 4 aufgewärmtes Inertgas
oder Rauchgas zugeleitet, das darüber hinaus in dieseni Wärmeaustauscher
durch Einleitung von Dampf über Leitung .50 mit Wasserdampf
gesättigt wird, um eine zu starke Abkühlung des auf den Abstreifer 7 aufgegebenen heissen Wassers und damit eine Abschwächung
des Abstreifprozesses zu vermeiden. Im Abstreifer 7
werden freies Ammoniak und Phenole aus dem V/asser durch dna heisse Inert- oder Rauchgas ausgetrieben. Die das Ammoniak und die
Phenole enthaltenden Schwaden verlassen den Abstreifer am Kopf
durch Leitung 15 und werden bei 26 dem vom Teer grösstenteils
befreiten Kokereigas in Leitung 2'j zugegeben, Eine weitere Reinigung'des
Gases z. B. von Teernebeln kann durch Einschaltung eines Elektrofilter erfolgen.
Am Sumpf des Abstreifers 7 fliesst durch Leitung 16 ein Abwasser
ab, das praktisch kein freies Ammoniak und keine Phenole enthält.
Das Abstreifen des freien Ammoniaks und der Phenole aus den Abwässern
im Abstreifer 7 kann auch .mit Dampf geschehen. In diesem
Falle wird der Dampf dem Abstreifer 7 durch die Leitungen 14»
und 24 zugeführt.
Bine Koksofenbatterie setzt täglich 3 300 t Kohle mit einem
Feuchtigkeitsgehalt von 9»1 % also 3 000 t trockene Kohle durch
und erzeugt etündlioh 42 500 Am /r%as die Teervorlage mit 810G
wasserdampfgesättig* verläßt und mit dieser Temperatur in den
direkten Kühler (2) eintritt (Fi£. 1).
909806/0804
Dae Gae enthält hier, umgerechnet auf Waeeerfreiheit, 34-42 g
Teeröle pro Hm .Davon sind 0,7-0,9 g Phenole.
Der direkte Kühler wird stündlich mit 265 w? üreislnufberieaelungswasaer von 400C beschickt. Des Gae verläßt den Direktkühler wasserdampfgeeättigt mit einer !Temperatur von 7O0O und
enthält, umgerechnet auf Wasserfreiheit, noch 10-20 g Teeröle pro Na , wovon 0,55-0,75 g Phenole Bind.
wird in dem Wärmeaustauscher (5) auf 750C überhitzt. Das
Geeamtkondeneat verlässt zusammen mit dem Berieselungswasser den
Direktkühler (2) mit einer Temperatur von 800C und tritt in den -Teerecheider (3) ein.
Von dem abgeschiedenen Wasser «erden stündlich 400 mJ aus dem
Unterteil des Teerecheiders auf die Vorlage zurückgeleitet. Das
übrige Wacser wird durch Leitung (18) aus dem Unterteil des Teerscheiders mit 800C abgezogen und 285 m stündlich dem Wärmeaustauscher (4) augeführt, den es mit 780C verlässt. Im Wärmeaustauscher (5) wird es weiter abgekühlt auf 770C. Schlieaslich
wixd es im Waeserkühler (6) mit 530 mVh Wasser von 770C auf
400C gekühlt und mit dieser Temperatur auf den Direktkühler (2)
wieder aufgegeben.
Von dem durch Leitung (18) aus dem Teerscheider abgezogenen
Wasser werden ca. 2,9 m stündlich ab&ezwei^t und oben auf den
Abstreifer (7) aufgegeben· Diese, das gesamte aus der Xoblendeetillation herrührende fixe Ammoniak enthaltende Wassermenge
entspricht der Differenz der Wassergelilte des Gases beim Austritt aus dem Direktkühler (2) einerseits und dem Wärmeaustauscher (5) andererseits (72^730C). Sie betrügt im vorliegendem
Beispiel nur rd. 15 £ der dblichtrweiae bei der Kohlendestillation als Kondenaatwaeser anfallender! üenge. Durch Leitung (H)
werden etündlioh 1 200 Um Rauchgas angesaugt, im Wärmeaustauscher (4) durch Zugabe von 800 kg Wasserdampf gesättigt und auf
78 * erwärmt. Die freies Ammoniak und Phenole anhaltenden Schwa-
909806/0804
des werden mit einer Temperatur von 780C bei (26) dem Koksgas
zugemischt. Dieses enthält nunmehr ausser oa. 30 g Benzol und
ca. 10-15 £ leiohten Kohlenwasserstoffen pro Nm praktisch
alles freie Ammoniak und alle Phenole, die bei der Kohlendestillation
entstehen und sich bei den bisher üblichen Verfahren
im Kondensatwasser befinden« Dieaes so beschaffene Gas
inaüilriiMtn
' .
wird daraufhin seiner (Verwendung, z. B. der ünterfeuerung eines
DRmpfkeBsels, zugeführt.
Am Boden des Abstreifers (7) werden stündlich 2,9 m^ Wasser
abgezogen, das praktisch frei von freiem Ammoniak und Phenolen
ist.
909806/08CU
Claims (2)
1. Verfahren zur Vermeidung des Anfallee von freies Ammoniak
und Phenole enthaltenden Abwässern bei der Gewinnung von Gasen
für Heizzwecke duroh !Trockendestillation oder Entgasung von
Kohlen, durch Behandlung derselben mit wässrigen Flüssigkeiten unter solchen Anwendungsreifen, daß die üaae am Ende
nahezu die Gesamtmenge ihres ursprünglichen Wassergehaltes
als Dampf tragen und im Verfahren dns Abführen wesentlicher Wassermengen »ach auasen unterbleibt, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gase durch unmittelbare Kühlung mit wäßrigen Flüssigkeiten
auf 60-800O, vorzu£sweise auf 7O0G, abgekühlt werden
und daß eine Teilmenge des Behnndlungawas-jers zur Vermeidung
störender Anreicherung mit fixen Ammonsalzen regelmäßig aus dea Betrieb entfeint wird, daraus mti einem inerten
Trägergas freies Ammoniak und Phenole praktisch vollständig
abgetrieben werden und das mit Ammoniak und Phenolen angereicherte
Trägerg&s den Kohlengasen zu^e^ebeu wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß tils
Trägergaa beim Abtreiben von Ammoniak und Phenolen, Luft,
Rauchgas, Wasserdampf oder Gemische dieser Medien verwendet werden.
3· Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch
und 2, gekennzeichnet durch einen Kühler (2) zur direkten Kühlung der Gase, einen Teerecheider (3) zum Trennen der Teere
von Wasser, zwei Wärmeaustauschern (4) und (5) und einen Wasserkühler
(6) eua indirekten Kühlen des Kreislauf-Berieselungswaesers,
sowie durch einen Abstreifer (7) zum Austrei-' ben von Ammoniak und Phenolen aue dem zum Ausschleusen bestimmten
Abwasser.
9Q9806/08CH
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST019773 | 1962-09-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1444972A1 true DE1444972A1 (de) | 1969-02-06 |
Family
ID=7458339
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19621444972 Pending DE1444972A1 (de) | 1962-09-29 | 1962-09-29 | Verfahren und Vorrichtung zur Vermeidung des Anfallens von freies Ammoniak und Phenole enthaltenden Abwaessern bei der Gewinnung von Gasen fuer Heizzwecke durch Trockendestillation oder Entgasung von Kohlen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1444972A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2900515A1 (de) * | 1979-01-08 | 1980-07-17 | Steag Ag | Verfahren und anlage fuer die kohlevergasung, insbesondere die kohledruckvergasung zur gewinnung elektrischer energie |
| DE3426562A1 (de) * | 1984-07-19 | 1986-01-30 | Bergwerksverband Gmbh, 4300 Essen | Verfahren zur entfernung von fluechtigen inhaltsstoffen aus bei kohlenveredlungsprozessen anfallenden waessern |
| US4778490A (en) * | 1985-09-21 | 1988-10-18 | Bergwerksverband Gmbh | Process for removal of volatile matter from coke-oven plant waters |
-
1962
- 1962-09-29 DE DE19621444972 patent/DE1444972A1/de active Pending
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2900515A1 (de) * | 1979-01-08 | 1980-07-17 | Steag Ag | Verfahren und anlage fuer die kohlevergasung, insbesondere die kohledruckvergasung zur gewinnung elektrischer energie |
| DE3426562A1 (de) * | 1984-07-19 | 1986-01-30 | Bergwerksverband Gmbh, 4300 Essen | Verfahren zur entfernung von fluechtigen inhaltsstoffen aus bei kohlenveredlungsprozessen anfallenden waessern |
| US4778490A (en) * | 1985-09-21 | 1988-10-18 | Bergwerksverband Gmbh | Process for removal of volatile matter from coke-oven plant waters |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2726552A1 (de) | Destillierverfahren und zugehoerige vorrichtung | |
| EP0095144B1 (de) | Behandlung von Gaskondensaten | |
| WO2014023526A1 (de) | Verfahren zur entfernung von aromatischen kohlenwasserstoffen aus kokereigas mit biodiesel als waschflüssigkeit und vorrichtung zur durchführung des verfahrens | |
| DE1444972A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Vermeidung des Anfallens von freies Ammoniak und Phenole enthaltenden Abwaessern bei der Gewinnung von Gasen fuer Heizzwecke durch Trockendestillation oder Entgasung von Kohlen | |
| DE3614851C2 (de) | ||
| DE2600130C2 (de) | Verfahren zur Reinhaltung des Kreislauf-Berieselungswassers für die Steigerohre von Verkokungsöfen | |
| DE3426562A1 (de) | Verfahren zur entfernung von fluechtigen inhaltsstoffen aus bei kohlenveredlungsprozessen anfallenden waessern | |
| DE10139172C1 (de) | Verfahren zur Spülung von Vorkühlern einer Kokerei | |
| DE3022158C2 (de) | Verfahren zur hydrierenden Kohleverflüssigung | |
| DE2200607B2 (de) | Verfahren zur direkten Kühlung von rohem Kokereigas | |
| DE4012141A1 (de) | Verfahren zur vorkuehlung von kokereirohgas und zur desorption von waschwaessern und kondensaten der kokerei | |
| DE1671346C (de) | Verfahren zur Nutzung des Destillationsgases von Verkokungsöfen | |
| DE1494815C3 (de) | ||
| DE10007503B4 (de) | Verfahren zur Behandlung von Koksofenrohgas | |
| DE959125C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Schwefel und Ammoniak aus heissen Gasen | |
| DE934005C (de) | Verfahren zur Auffrischung und Neuherstellung von Waschoel | |
| DE577608C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Umwandlung fester Brennstoffe in Kohlenwasserstoffe durch Tieftemperaturdestillation und nachfolgende katalytische Behandlung | |
| AT122705B (de) | Verfahren und Einrichtung zum Entfernen von Ammoniak und Schwefelwasserstoff aus Gasen. | |
| DE856034C (de) | Verfahren zum Aufarbeiten des aus der Regenerierstufe fuer Alkalicarbonat-Bicarbonat-Waschloesung abgetriebenen Gas-Daempfe-Gemischs | |
| DE1275070B (de) | Verfahren zum Reinigen von Rohbenzol durch fraktionierte Kondensation | |
| DE974106C (de) | Verfahren zur Herstellung von frischem und/oder regeneriertem Waschoel | |
| AT60592B (de) | Verfahren zur getrennten Gewinnung praktisch einheitlicher und reiner Teerbestandteile bei der Reinigung von Kohlendestillationsgasen. | |
| DE950957C (de) | Verfahren und Anlage zur elektrostatischen Behandlung von Schwelgasen | |
| DE938149C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Entfernung von niedrig siedenden Kohlenwasserstoffen und von Wasser aus Gasen | |
| DE102012107333A1 (de) | Verfahren zur Regeneration einer für eine Gaswäsche vorgesehenen und mit aromatischen Kohlenwasserstoffen angereicherten Waschflüssigkeit sowie Regenerationsanordnung |