DE1444526C - Verfahren zum Abscheiden eines halb leitenden Elements - Google Patents
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Description
1 2
In der deutschen Patentschrift 1048 638 ist ein mit unregelmäßiger Oberfläche, die bei weiterer Ab-
Verfahren zur Herstellung von Halbleitereinkristallen, scheidung schließlich zur polykristallinen Entartung
insbesondere von Silicium, durch thermische Zerset- des Wachstums führt. Es ist Aufgabe der Erfindung,
zung oder Reduktion beschrieben, welches dadurch hier eine Abhilfe zu schaffen.
gekennzeichnet ist, daß zur Vermeidung von Wachs- 5 Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum
tumsunregelmäßigkeiten die freigelegte Oberflächen- Abscheiden eines halbleitenden Elementes aus einem
struktur des monokristallinen Trägerkörpers auf eine Reaktionsgas auf einen einkristallinen, aus dem beTemperatur
erhitzt wird, die unterhalb der Tempera- treffenden Element bestehenden Trägerkörper, der in
tür liegt, bei der die Maximalabscheidung des Halb- dem strömenden Reaktionsgas auf eine Temperatur
leiterstoffes bei der gewählten Reaktion auf dem Trä- io unterhalb seines Schmelzpunktes durch induktiv in
gerkörper erfolgt, daß ferner· das Reaktionsgas die ihm erzeugten Wechselstrom erhitzt wird, bei dem
Oberfläche des Trägerkörpers turbulent umströmt ferner das Reaktionsgas so zusammengesetzt ist, daß
und das die bei der gewählten Arbeitstemperatur die Kurve der Abscheidegeschwindigkeit in Abhängig-
und der gewählten Reaktion erfolgende Abscheidungs- keit von der Temperatur der Trägeroberfläche ein
geschwindigkeit in an sich bekannter Weise so einge- 15 ausgeprägtes Maximum aufweist, und das dadurch
stellt wird, daß eine Übersättigung des Trägers mit gekennzeichnet ist, daß die Temperatur der Trägerdem
anfallenden Halbleitermaterial vermieden wird. oberfläche höher als die zum Maximum der Kurve
Der Begriff »der Übersättigung« wird in der deut- gehörende Temperatur eingestellt wird, so daß im
sehen Patentschrift 1 048 638 auf Grund der Tatsache. fallenden Bereich der Temperatur Äbscheidegeerklärt,
daß die Kurve der in der Zeiteinheit auf einen 20 schwindigkeitskurve gearbeitet wird,
erhitzten Siliciumträgerkörper abgeschiedenen Silicium- Da das Wachstum des Trägers infolge der Abmenge zunächst mit wachsender Oberflächentempera- scheidung in radialer Richtung erfolgt, nähert sich die tür des Trägers ansteigt, dann ein Maximum durch- Trägeroberfläche im Laufe des Abscheidungsvorganläuft, um bei noch weiter steigender Temperatur be- ges immer mehr der Induktionsspule, so daß die Koppständig abzunehmen. Diese Abnahme der Abschei- 25 lung zwischen Induktionsspule und Trägeroberfläche • dungsgeschwindigkeit ist nicht nur auf eine wachsende während des Abscheidungsvorganges zunimmt. Dem-Verdampfungsbereitschaft, sondern bei einer Reihe zufolge nimmt bei konstant gehaltener Leistung die von Reaktionsgasen auf einen bei steigender Tempe- Temperatur der Trägeroberfläche ebenfalls zu. Im ratur sich ändernden Ablauf der Abscheidereaktion gleichen Sinne wirkt sich überdies der Skin-Effekt zurückzuführen. Nach der deutschen Patentschrift 3° der an der Oberfläche des Trägers induzierten, diesen 1 048 638 soll nun die Abscheidegeschwindigkeit so beheizenden Wirbelströme aus. Vorspringende Teile eingestellt werden, daß eine Übersättigung der Träger- der Trägeroberfläche, z. B. Warzen oder höckerige oberfläche mit anfallendem Silicium vermieden wird. Erhebungen, sind daher notwendig heißer als die nor-Dies bedeutet, daß nur so viel Silicium angeboten wer- male Trägeroberfläche oder gar Vertiefungen in derden darf, als sich an der Trägeroberfläche in einkristal- 35 selben. Die Verhältnisse liegen also gerade umgelinem Zustand anordnen kann. Hierfür ist wiederum kehrt, als sie bei Erhitzung des Trägers durch einen maßgeblich, daß die Dichte des anfallenden Siliciums mit Elektroden zugeführten Wechselstrom oder Gleichnicht ausreicht, um größere Partikel in der freien strom gegeben sind.
erhitzten Siliciumträgerkörper abgeschiedenen Silicium- Da das Wachstum des Trägers infolge der Abmenge zunächst mit wachsender Oberflächentempera- scheidung in radialer Richtung erfolgt, nähert sich die tür des Trägers ansteigt, dann ein Maximum durch- Trägeroberfläche im Laufe des Abscheidungsvorganläuft, um bei noch weiter steigender Temperatur be- ges immer mehr der Induktionsspule, so daß die Koppständig abzunehmen. Diese Abnahme der Abschei- 25 lung zwischen Induktionsspule und Trägeroberfläche • dungsgeschwindigkeit ist nicht nur auf eine wachsende während des Abscheidungsvorganges zunimmt. Dem-Verdampfungsbereitschaft, sondern bei einer Reihe zufolge nimmt bei konstant gehaltener Leistung die von Reaktionsgasen auf einen bei steigender Tempe- Temperatur der Trägeroberfläche ebenfalls zu. Im ratur sich ändernden Ablauf der Abscheidereaktion gleichen Sinne wirkt sich überdies der Skin-Effekt zurückzuführen. Nach der deutschen Patentschrift 3° der an der Oberfläche des Trägers induzierten, diesen 1 048 638 soll nun die Abscheidegeschwindigkeit so beheizenden Wirbelströme aus. Vorspringende Teile eingestellt werden, daß eine Übersättigung der Träger- der Trägeroberfläche, z. B. Warzen oder höckerige oberfläche mit anfallendem Silicium vermieden wird. Erhebungen, sind daher notwendig heißer als die nor-Dies bedeutet, daß nur so viel Silicium angeboten wer- male Trägeroberfläche oder gar Vertiefungen in derden darf, als sich an der Trägeroberfläche in einkristal- 35 selben. Die Verhältnisse liegen also gerade umgelinem Zustand anordnen kann. Hierfür ist wiederum kehrt, als sie bei Erhitzung des Trägers durch einen maßgeblich, daß die Dichte des anfallenden Siliciums mit Elektroden zugeführten Wechselstrom oder Gleichnicht ausreicht, um größere Partikel in der freien strom gegeben sind.
Gasphase zu bilden, welche sich nicht mehr orientiert Wenn das Reaktionsgas im Einklang mit der erfin-
einbauen können. ' 40 dungsgemäßen Lehre so gewählt ist, daß es bei an der
Ferner ist es aus der britischen Patentschrift 745 698 Trägeroberfläche eingestellten Abscheidungstemperatur
bekannt, an der Spitze eines aufrecht stehenden Stabes bei Erhöhung dieser Temperatur zu einer Vermindeaus
einkristallinem Silicium auf induktive Weise eine rung der Abscheidung, beim Absinken dieser Tem-Schmelzzone
zu erzeugen, an der das Silicium aus dem peratur hingegen zu einer Verstärkung der Abschei-Reaktionsgas
abgeschieden und aus der Schmelze 45 dung führen muß, so findet an vorspringenden und
sukzessive zum Auskristallisieren gebracht wird. Hier daher heißeren Stellen der Trägeroberfläche eine verwird
die Lehre gegeben, das Reaktionsgas so stark zu minderte, an tiefer gelegenen und daher kühleren
verdünnen, daß sich die Abscheidung streng auf die Stellen der Trägeroberfläche eine vermehrte Abschei-Oberfläche
der Schmelze beschränkt, d. h. also, daß dung statt. Da an kalten Stellen der Trägeroberfläche
sie in der freien Gasphase unterdrückt wird. 50 eine vermehrte Abscheidung stattfindet, erheben sich,
Die Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis, daß wenn das Reaktionsgas entsprechend der erfindungsdie
in der deutschen Patentschrift 1 048 638 beschrie- gemäßen Lehre eingestellt ist, diese Stellen nach einibenen
technischen Maßnahmen zur Erzielung ein- ger Zeit über das Niveau der normalen Trägeroberkristallinen
Wachstums notwendig und auch in vielen fläche, werden dadurch heißer als diese und erhalten
Fällen. hinreichend sind. Die beschriebene Methode 55 dann eine verminderte Abscheidung. Umgekehrt
versagt jedoch bei Anwendung einer induktiven Be- werden langsamer wachsende Stellen der Trägeroberheizung
des die Abscheidungsgrundlage bildenden fläche schließlich kälter als die normale Trägerober-Trägers,
wenn die Abscheidung auf der gesamten ; fläche und erhalten dadurch wiederum eine verstärkte
Mantelfläche eines stabförmigen Trägers vorgenom- Abscheidung. Die erfindungsgemäße Lehre bewirkt
men wird. Dies beruht darauf, daß die Temperatur 60 somit, daß infolge der Anwendung einer Induktionsder
Trägeroberfläche leicht örtlich Schwankungen beheizung des Trägers ein · automatischer Ausgleich
aufweist. Die durch diese Schwankungen gegebenen von Unregelmäßigkeiten der Wachstumsgeschwindig-Temperatururiterschiede
führen zu unterschiedlichem keit erfolgt, was für die Herstellung einkristallinen
Wachstum, so daß die Trägeroberfläche unregelmäßig Siliciums bzw. anderer halbleitender Elemente unwird.
Gerade die durch die.Struktur der das Induk- 65 erläßlich ist. Mit Ausnahme der Forderung, im steigentionsfeld
erzeugenden Induktionsspule bedingten Tem- den Ast der in Abhängigkeit von der Trägertemperaperaturunterschiede
an der Trägeroberfläche, bewir- tür dargestellten Kurve der Abscheidegeschwindigkeit
ken erfahrungsgemäß die Entstehung von Kristallen zu arbeiten, werden die übrigen in der deutschen Pa-
tentschrift 1048 638 beschriebenen Maßnahmen mit Bereich von etwa U50 C bis zum Schmelzpunkt des
Vorteil angewendet. Dies gilt insbesondere füi die Trägers eingestellt werden kann. Verwendet man statt
notwendige Reinheit der Oberfläche des Trägers sowie SiHCI9 die Verbindung SiCl1, so gelten analoge Tenifür
die Anwendung eines den Trägerkörper turbulent peratur- und Zusammensetzungsverhältnisse; nur
umströmenden Reaktionsgases. . 5 wird die. Menge des in dei Zeiteinheit anfallenden
Da es sich hier um an sich bekannten Arbeitsschritte Siliciums bei gleichem Gasdruck und gleicher Trägerhandelt,
kann wegen diesbezüglicher Einzelheiten temperatur kleiner als sie bei Verwendung von
auf die deutsche Patentschrift 1048 638 hingewiesen SiHCl1 unter sonst gleichen Bedingungen 'erhalten
werden. Da bei dem Verfahren gemäß der Erfindung wird. ■
die halbleitende Verbindung in starker Verdünnung io Wird dementsprechend ein aus SiHCIj bzw. SiCl1
mit Wasserstoff zur Anwendung gelangt und außerdem und Wasserstoff bestehendes Reaktionsgas verwendet,
die Abscheidung entweder bei Normaldruck oder bei so darf der SiHCl3- bzw. der SiClrGehalt des Reakvermindertem
Druck stattfindet, ist eine Übersättigung tionsgases höchstens 5 Molprozent betragen. Vervvendes
Trägers mit dargebotenem Halbleitermaterial im det man hingegen SiHCl2 oder SiH3Cl, so ergeben sich
allgemeinen nicht zu befürchten. 15 erfahrungsgemäß etwas abweichende Werte.
Im Interesse der Reinheit des darzustellenden Halb- In der Fig. 1 ist ein Diagramm einer Abscheidungs-
leitermaterials darf, falls undotierte Halbleiter herge- kurve dargestellt,, wie sie ein zur Durchführung der
stellt werden sollen, das Reaktionsgas außer dem dar- Erfindung geeignetes Reaktionsgas besitzen muß.
zustellenden halbleitenden Element nur Halogen und Als Abszisse ist die Temperatur der Trägeroberfläche,
Wasserstoff enthalten. Bei der Herstellung dotierter 20 als Ordinate die Menge m der in der Minute je cm3
Halbleiterelemente enthält das Reaktionsgas, wenn auf der Trägeroberfläche niedergeschlagenen Siliciumman
den Dotierungsstoff gleich während der Herstel- menge aufgetragen. Die Strömungsgeschwindigkeit
lung des Halbleiters in diesen einbauen will, das zu des Reaktionsgases durch das Abscheidungsgefäß
verwendende dotierende Element entweder im reinen ist dabei festgehalten. Bei einer Temperaturschwelle T0
oder in an Halogen bzw. Wasserstoff gebundenen 25 beginnt die Abscheidung an Silicium merklich zu
Zustand. Da der Anteil des Reaktionsgases an Dotie- werden und steigt bis zu einer Temperatur Tmax
rungsstoff grundsätzlich sehr gering eingestellt werden zunächst an, Um bei weitersteigender Temperatur
muß, wird der Verlauf der Abscheidiingskurve des wieder abzufallen. Die Arbeitstemperatur der Trägerhalbleitenden
Elements aus dem Reaktionsgas merk- oberfläche Ta, bei der die Abscheidung vorgenommen
lieh nicht beeinflußt. 30 wird, soll größer als die Temperatur Tmax sein. Sie
Ob die Kurve der in Abhängigkeit von der Träger- soll aber andererseits kleiner als die Schmelztemperatemperatur
T aufgetragenen Abscheidegeschwindig- tür 7Λ, des Trägers, also im Beispielsfalle vom Silicium,
keiten das in der F'i g. 1 dargestellte, für das gemäß kleiner als 14150C sein.
der Erfindung vorgeschlagene Verfahren notwendige An Hand der Fig. 2 soll die Durchführung des
Verhalten besitzt, hängt entscheidend von der Zusam- 35 erfindungsgemäßen Verfahrens in Form eines Beispiels
mensetzung des Reaktionsgases ab. Unbrauchbar ist näher beschrieben werden. In einem aus Quarz bez.
B. ein auf Grundlage von Silanen Zusammengesetz- stehenden zylindrischen Abscheidegefäß 1 ist mittels
tes Reaktionsgas. Da bei Verwendung von Silanen oder Quarzhalterungen 2, 2' ein aus hochreinem Silicium
anderen reinen gasförmigen Wasserstoffverbindungen bestehender stabförmiger Trägerkörper 3 in vertikaler
halbleitender Elemente diese sich mit steigender Tem- 40 Lage gehaltert. Das Reaktionsgefäß weist eine Einperatur
in steigendem Maße unter Bildung des halb- gangsöffnung 4 und eine Ausgahgsöffnung 5 für das
leitenden Elements zersetzen, ist ein Auftreten eines durchströmende Reaktionsgas auf. Zur Beheizung
fallenden Bereichs der Abscheidungskurve bei der des Trägers dient eine lange, außerhalb des Behand-Verwendung
eines aus Silanen bestehenden Reak- lungsgefäßes und konzentrisch zum Träger angetionsgases
nicht gegeben. Dagegen läßt sich unter An- 45 ordnete, dicht gewickelte Induktionsspule 6, die
Wendung von Siliciumhalogenverbindungen ein das von hochfrequentem Wechselstrom, der von einem
notwendige Verhalten aufweisendes Reaktionsgas Hochfrequenzgenerator 7 geliefert wird, gespeist
herstellen..- " · wird. Das' Reaktionsgas besteht aus 2 Molpro-
Verwendet man z. B. ein Reaktionsgas, welches aus zent SiHCl3 und 98 Molprozent H2; es wird erzeugt,
5 Molprozent SiHCl3 und 95 Molprozent Wasserstoff 50 indem man einen Wasserstoffstrom durch ein mit
besteht, so wird die Abscheidegeschwindigkeit bei flüssigem SiHCl3 angefülltes Verdampfergefäß 8
. einer Trägertemperatur Tmax = 1400° C maximal. leitet, dessen Temperatur durch ein Temperaturbad 10
Die Menge des anfallenden Siliciums hängt allerdings konstant gehalten wird. Der verwendete Wasserstoff
noch vom Druck dieses Gases ab und beträgt bei Nor- und das verwendete SiHCl3 liegen in hochreinem Zumaldruck
etwa 2 mg Silicium pro Minute und pro cm2 55 stand vor.
der Oberfläche des Trägers. Steigert man die Träger- Zur Bestimmung der Menge des in das Reaktionstemperatur über 14000C, so nimmt die Abscheidege- gefäß in der Zeiteinheit eintretenden Reaktionsgases
schwindigkeit wieder ab. Die Lage der Temperatur ist der Gasstromungsgeschwindigkeitsmesser 9 vor-
Tmax ist vom Wasserstoff gehalt des Reaktionsgases gesehen. Außerdem ist, wie in F i g. 2 dargestellt,
in hohem Maße abhängig. Verwendet man z. B. ein 60 eine Überbrückung des Verdampfungsgefäßes 8 vor-Molverhältnis
von 7 Molprozent SiHCl3 und 93 Mol- gesehen, so daß das aus dem Verdampfer kommende
. prozent Wasserstoff, so liegt die Temperatur Τ,ηαχ der Gas nach Bedarf mit einem Wasserstoff weiterverdünnt
maximalen Abscheidegeschwindigkeit bereits erheb- werden kann.
lieh oberhalb des Schmelzpunktes von Silicium. Um- Durch die Temperatur des Verdampfungsgefäßes
gekehrt wird ein Reaktionsgas, das aus 2 Molprozent 65 und die Strömungsgeschwindigkeit des das Verdampfer
SiHCl3 und 98 Molprozent Wasserstoff besteht, eine gefäß durchströmenden Wasserstoffgases wird die in
maximale Abscheidegeschwindigkeit bei etwa 11000C der Zeiteinheit in das Reaktionsgas gelangende Menge
entwickeln, so daß die Abscheidetemperatur Ta im an SiHCl3 festgelegt. Durch Variation dieser Größen
kann also der Gehalt des Reaktionsgases an SiHCl3
eingestellt werden. Dieser Gehalt hängt natürlich auch von der Größe und der Form des Verdampfungsgefäßes
ab, so daß Angaben über Temperatur im Verdampfergefäß und Strömungsgeschwindigkeiten, die
für alle Anordnungen gültig sind, nicht gemacht werden können. Mit Hilfe eines den gesamten Wasserstoffstrom
messenden Gasströmungsmessers kann jedoch die in 6iner bestimmten Zeit gebrauchte Was-,
serstoffmenge gemessen und durch Regelung des Wasserstoffstromes nach Belieben eingestellt werden.
Schaltet man zur IZrmittlung der während des Betriebes einzustellende Parameter der Verdampferteniperatur
und der Strömungsgeschwindigkeit des Wasserstoffgases in Vorversuchen an Stelle des Abscheidungsgefäßes
eine Kühlfalle, in der das gesamte, vom Wasserstoffstrom mitgcfülirte SiHCl3 zum Ausfrieren
gebracht wird, so kann der Gehalt 'des Trägergases, welches bei einer bestimmten Verdampfertemperatur
einer bestimmten Strömungsgeschwindigkeit des Wasserstoffgases von diesem aufgenommen wird, leicht
bestimmt werden. Auf Grund einiger, mit verschiedenen Strömungsgeschwindigkeiten und/oder Verdampfertemperatiircn
durchgeführter Vorversuche läßt sich auf Grund der dabei gewonnenen Ergebnisse leicht
eine Kombination von zur Erzielung eines Reaktionsgases mit einem Gehalt von 2 Molprozent SiHCl3
und*498 Molprozent Wasserstoff notwendigen Werte
für die Trägergasgeschwindigkeit und der Temperatur des Verdampfers bestimmen, die dann, während des
eigentlichen Abseheidungsprozesses, zur Anwendung gelangen.
Um den Abscheidungsvorgang mit der in Fig. 2
dargestellten Apparatur einzuleiten, wird der Träger 3 gegebenenfalls, nach Vorwärmung auf die gewünschte
Abscheidungsteniperatur erhitzt, indem das Induktionsfeld der Spule 6 eingeschaltet und auf die zur
Erhitzung des Trägers auf die gewünschte Glühtemperatur erforderliche Stärke gebracht wird. Zur Abscheidung
empfiehlt es sich, im Beispielsfalle eine Temperatur Tn von etwa 1250°C einzustellen, da dann
der fallende Ast der Abscheidungskurve gemäß F i g. I bei der gewählten Zusammensetzung des
Reaktionsgases besonders steil verläuft. Die Abscheidungstemperatur wird in bekannter Weise überwacht
und konstant gehalten. Vor Beginn des eigentlichen Abscheidungsvorganges ist es zweckmäßig,
den Träger einige Zeit im Wasserstoffstrom zu glühen. Zur Einleitung des Abscheidungsvorganges wird dann
das Reaktionsgas in der notwendigen, z. B. in der skizzierten Weise, auf Grund von Vorversuchen
ermittelter Zusammensetzung, in das Reaktionsgefäß eingeleitet.
' Das Einsetzen eines fallenden Bereiches der Temperaturabscheidungskurve hängt wahrscheinlich mit der Bildung von Subhalogeniden zusammen, deren Bildung in zunehmendem Maße mit steigender Temperatur so begünstigt wird, daß sich die Subhalogenid- bildung oberhalb einer gewissen, bereits oberhalb der Bildungsschwelle, von freiem Silicium aus dem Reaktionsgas liegenden Temperaturschwelle im Vergleich zur Bildung von freiem Silicium stärker in den Vordergrund schiebt. Natürlich kommen auch noch andere
' Das Einsetzen eines fallenden Bereiches der Temperaturabscheidungskurve hängt wahrscheinlich mit der Bildung von Subhalogeniden zusammen, deren Bildung in zunehmendem Maße mit steigender Temperatur so begünstigt wird, daß sich die Subhalogenid- bildung oberhalb einer gewissen, bereits oberhalb der Bildungsschwelle, von freiem Silicium aus dem Reaktionsgas liegenden Temperaturschwelle im Vergleich zur Bildung von freiem Silicium stärker in den Vordergrund schiebt. Natürlich kommen auch noch andere
ίο Reaktionen, z. B. Disproportionierungen oder Auflösen
von bereits gebildetem Silicium in Betracht, einen Bereich fallenden Verlaufs der Temperaturabscheidungskurve
im Sinne der F i g. 1 hervorrufen.
Claims (4)
1. Verfahren zum Abscheiden eines halbleitenden Elements, insbesondere von Silicium, aus
einem Reaktionsgas auf einen einkristallinen, aus dem betreffenden Element bestehenden Trägerkörper,
der in dem strömenden Reaktionsgas auf eine Temperatur unterhalb seines Schmelzpunktes
durch induktiv in ihm erzeugten Wechselstrom erhitzt wird, bei dem ferner das Reaktionsgas so
zusammengesetzt ist, daß die Kurve der Abscheide- geschwindigkeit in Abhängigkeit von der Temperatur
der Trägeroberfläche ein ausgeprägtes Maximum aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Temperatur der Trägeroberfläche höher als die zum Maximum der Kurve gehörende
Temperatur eingestellt wird, so daß im fallenden Bereich der Temperatur-Abscheidegeschwindigkeitskurve
gearbeitet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Reaktionsgas ein Gemisch von
reihern Wasserstoff und einer reinen — gegebenenfalls wasserstoffhaltigen — Halogenverbindung
des darzustellenden halbleitenden Elements verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 zur Abscheidung von Silicium, dadurch gekennzeichnet,
daß bei Verwendung von SiCl4 bzw. SiHCl3 als
Silicium liefernde gasförmige Verbindung der Gehalt des Reaktionsgases an SiCl4 bzw. SiHCl3
nicht höher als 5 Molprozent SiCl4 bzw. SiHCl3
eingestellt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Reaktionsgas
aus 98 Molprozent Wasserstoff und 2 Molprozent SiCl4 bzw. SiHCl3 besteht und die Abscheidetemperatur
Ta auf die Träger oberfläche auf einen oberhalb HOO0C, insbesondere oberhalb 11500C,
liegenden Wert, vorzugsweise bei 12500C, einge-
. stellt wird. .
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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