DE1444560C3 - Verwendung von Copolymeren aus Acrylamid und Itaconsäure als Dispergiermittel - Google Patents
Verwendung von Copolymeren aus Acrylamid und Itaconsäure als DispergiermittelInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C14—SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
- C14C—CHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
- C14C3/00—Tanning; Compositions for tanning
- C14C3/02—Chemical tanning
- C14C3/08—Chemical tanning by organic agents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
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- C09C—TREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
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Description
Copolymere aus Acrylamid und Itaconsäure bzw. Itaconsäuresalzen und deren Herstellung sind bekannt
und mehrfach in der Patentliteratur beschrieben.
Es wurde nun gefunden, daß Copolymere obiger Zusammensetzung, bei denen der Acrylamidanteil zu
dem Itaconsäureanteil im Molverhältnis von 1-3:1 steht, besondere Eigenschaften aufweisen, die sie zur
Verwendung als Dispergiermittel für Feststoffe, insbesondere Pigmente, geeignet machen, die sich ohne
einen solchen Zusatz nicht oder nur sehr schwer in flüssigen Medien derart verteilen lassen, daß haltbare
Suspensionen entstehen. Dies gilt auch dann, wenn der Itaconsäureanteil im Copolymer in Form eines
Alkali- oder des Ammoniumsalzes der Itaconsäure vorhanden ist und bzw. oder dann, wenn das Copolymer
durch Verseifung der darin vorhandenen Amidgruppen nachträglich modifiziert wurde.
Gegenstand der Erfindung ist daher die Verwendung eines Copolymers aus 1 bis 3 Mol Acrylamid und
1 Mol Itaconsäure oder aus 1 bis 3 Mol Acrylamid und 1 Mol eines Alkalisalzes oder des Ammoniumsalzes
von Itaconsäure als Dispergiermittel. Die Erfindung umfaßt, wie erwähnt, auch die Verwendung
der Copolymere in der durch Verseifung der darin vorhandenen Amidgruppen modifizierten Form.
Die hier nicht beanspruchte Herstellung der" Copolymeren
erfolgt durch Mischpolymerisation von 1 bis 3 Mol Acrylamid mit 1 Mol Itaconsäure bzw.
Itaconsäurealkali- oder -ammoniumsalz in Anwesenheit eines üblichen Katalysators, wie z. B. Kaliumpersulfat
in der Wärme. Bei einer Reaktionstemperatur von etwa 70 bis 75° C ist die Mischpolymerisation
in Wasser nach ungefähr 4 Stunden beendet.
Das Copolymerisat fällt in wäßriger Lösung an und kann als solche zum Dispergieren der pulverisierten
Feststoffe in geeigneter Konzentration verwendet werden, oder man isoliert es aus der Lösung und setzt
es dem Dispergiermedium dann wieder zwecks Bereitung der Suspensionen zu.
Wie erwähnt, können die Amidgruppen im fertigen Copolymer auch nachträglich mit Hilfe von Alkalilauge
verseift werden, wodurch sich gegebenenfalls die Dispergierwirkung noch wesentlich erhöhen läßt.
Die Beispiele erläutern die Erfindung näher.
Zu einer bei 6O0C bereiteten Lösung von 130 g
(1 Mol) Itaconsäure in 500 ecm destilliertem Wasser wurden zwecks Bildung des Dinatriumsalzes der
Itaconsäure 106 g Natriumcarbonat zugegeben. Der pH-Wert der Lösung betrug 5,2. Dann wurden 171 g
(3 Mol) Acrylamid in der Itaconsäurelösung gelöst. Zwecks Copolymerisation des Acrylamide und des
Itaconsäuresalzes wurden 5 g Kaliumpersulfat zugesetzt und die Lösung auf 70° C erwärmt. Durch die
eintretende exotherme Reaktion stieg die Temperatur
auf 1080C an. Dann wurde die Lösung wieder auf
70 bis 75°C abgekühlt und 4 Stunden bei dieser Temperatur gehalten. Schließlich wurde das Reaktionsgemisch
mit 541 g Wasser verdünnt, wodurch sich eine Lösung mit etwa 25 Gewichtsprozent Feststoffgehalt
bildete. Der pH-Wert einer 10%igen Lösung betrug 7,7. Das so erhaltene Copolymer erwies
sich als gutes Dispergiermittel.
Polymerisierte man beim Verfahren nach Beispiel 1 2 Mol Acrylamid mit einem Mol Itaconsäuredinatriumsalz,
so erhielt man ein Copolymer, das ebenfalls als Dispergiermittel verwendbar war.
Beis piel 3
Zu der nach Beispiel 1 erhaltenen Copolymerlösung wurden 33Og Natronlauge von 40'Be allmählich,
d. h. im Verlauf von 25 Minuten zugegeben. Die Temperatur wurde langsam auf 92° C gesteigert,
wobei sich Ammoniakgas entwickelte. Die Temperatur wurde dann allmählich unter starkem Rühren
auf 1000C gebracht und das Rühren fortgesetzt, bis das Ammoniak weitgehend entfernt war. Nach etwa
4 Stunden waren die Amidgruppen des Mischpolymerisats zu Carboxylgruppen in Form des Natriumsalzes
verseift. Durch Versprühen auf eine beheizte Trommel wurde ein Feststoff erhalten, der ein noch
besseres Dispergiermittel darstellte als das unverseifte (i
Copolymer nach Beispiel 1.
Zum Nächweis ihrer erfindungsgemäßen Verwendung als Dispergiermittel wurden aus den Copolymeren
nach Beispiel 1, 2 und 3 wäßrige Lösungen mit 25 Gewichtsprozent Feststoffen bereitet, in denen
Kaolin und Titandioxvd wie folgt dispergiert wurden:
Das Kaolin bzw. das Titandioxyd wurden in kleinen Portionen unter Rühren mit hoher Geschwindigkeit
in der Lösung dispergiert, bis eine Pigmentsuspension entstanden war, die, bezogen auf ihr Gesamtgewicht,
62 Gewichtsprozent Kaolin bzw. 61 Gewichtsprozent Titandioxyd enthielt.
Die in Tabelle I und II angegebenen Viskositätswerte der Suspensionen wurden bei 25° C unter
Verwendung eines Brookfield-Viskosimeters gemessen. Sie sind ein Maß für die jeweilige Fließgeschwindigkeit
der betreffenden Suspension und damit auch für die Antiausflockungs- bzw. Dispergierwirkung
der erfindungsgemäß als Dispergiermittel verwendeten Copolymere.
Tabelle I Suspensionen mit Kaolin als Pigment
| Gewichtsprozent | Spindel | 7-iVii | Viskositätsbestimmung | Beschaffenheit | |
| Copolymer nach Beispiel |
Copolymer, bezogen auf dus |
JLdIiI der Umdrehungen |
dünnflüssig | ||
| Pigmentgewicht | 1 | 12 | Viskosität in cP | dünnflüssig | |
| 1 | 0,25 | 1 | 30 | 50 | dünnflüssig |
| 1 | 60 | 38 | frei fließend | ||
| 2 | 12 | 36 | frei fließend | ||
| 2 | 0,25 | 2 | 30 | 250 | frei fließend |
| 2 | 60 | 250 | frei fließend | ||
| 2 | 12 | 270 | frei fließend | ||
| 3 | 0,25 | 2 | 30 | 410 | frei fließend |
| 2 | 60 | 280 | |||
| 206 | |||||
Tabelle II Suspensionen mit Titandioxyd als Pigment
| Copolymer nach Beispiel |
Gewichtsprozent Copolymer, bezogen auf das Pigmentgewicht |
Spindel Nr. | Zahl der Umdrehungen |
Viskositätsbestimmung Viskosität in cP |
Beschaffenheit |
| 1 2 |
0,31 0,31 |
ro ro ro ro ro ro | 12 30 60 12 30 60 |
4800 ] 2200 I 1280 J 1900 j 1100 1 620 J |
zäh, annähernd teigförmig zähflüssig |
Claims (2)
1. Verwendungeines Copolymers aus 1 bis 3 Mol Acrylamid und 1 Mol Itaconsäure oder aus 1 bis
3 Mol Acrylamid und 1 Mol eines Alkalisalzes oder des Ammoniumsalzes von Itaconsäure als
Dispergiermittel.
2. Verwendung des Copolymers nach Anspruch 1· in der durch Verseifung der darin vorhandenen
Amidgruppen modifizierten Form.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| US60756A US3043263A (en) | 1960-10-05 | 1960-10-05 | Release mechanism for ejecting sea survival equipment from ditched or crashed aircraft |
Publications (3)
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|---|---|
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| DE1444560B2 DE1444560B2 (de) | 1974-07-18 |
| DE1444560C3 true DE1444560C3 (de) | 1975-03-06 |
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ID=22031545
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19611469015 Pending DE1469015A1 (de) | 1960-10-05 | 1961-10-05 | Verfahren zum Gerben von Haeuten |
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1960
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1961
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- 1961-10-05 DE DE19611469015 patent/DE1469015A1/de active Pending
Also Published As
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| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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