DE1442368A1 - Verfahren zur Behandlung von Verunreinigungen in geloester Form enthaltenden Fluessigkeiten - Google Patents
Verfahren zur Behandlung von Verunreinigungen in geloester Form enthaltenden FluessigkeitenInfo
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Description
DR-R-POSCHENRIEDER ρ 7818-12 ς
DR. E BOETTNER ί ~ , , Λ
Patentanwälte _.. 1442368
MÖNCHEN 8
Telefon 443755
fpr.ExpL,
AB Purac, Järnakravägen 23» Lund (Schweden)
Verfahren zur Behandlung von Verunreinigungen in
gelöster Form enthaltenden Flüssigkeiten
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ausflocken zumindest einiger-bestimmter Substanzen,
die in einer verunreinigten Flüssigkeitsmenge vorliegen, und anschließende Flotation, durch
welche die ausgeflockten Substanzen dazu gebracht werden, sich an der Flüssigkeit soberflache anzusammeln.
Es ist bereits ein Verfahren zum Reinigen von Abwasser vorgeschlagen worden, das eiweißartige Stoffe enthält,
wobei diese in speziellen Ausflockungsanlagen
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zunächst ausgefällt werden und die Ausfällung dann mittels Luft "blasen, die aus einer Wasser/Luft -Dispersion
stammeny welche dem Niederschlag zugeführt wird, abfΙοί
iert wird. Die Ausfloekungsanlagen sind verhältnismäßig
kompliziert und gestalten die Anlage recht kostspielig, wobei der Trenneffekt nicht als technisch völlig befriedigend
bezeichnet werden kann.
Bei dem erfindungsgemäSen Verfahren können die speziellen
Ausfloekungsanlagen in Portfall kommen, und gleichzeitig wird die Reinigung der Flüssigkeit durch die Anwendung
der Erfindung verbessert, welch letztere dadurch gekennzeichnet
ist, daß die verunreinigte Flüssigkeitsmenge in (Len Ausflockungsteil der Anlage geleitet wird, der
mit einer Einsprüh Vorrichtung für die Wasser/Luft-Dispersion
ausgerüstet ist, und .daß eine - zumindest in bezug auf auszuflockende Substanzen - im wesentlichen
reine Flüssigkeit mit einem Fällungsmittel und einem Gas vermischt wird, um zu einer Dispersion zu gelangen, die
dann durch die erwähnte Dispersions-EinsprühvorricfetuMg
so geleitet wird, daß sie zunächst mit der verunreinigten
Flüssigkeitsmenge in dem Flotier-Teil der Anlage in Kontakt
kommt, wobei Flocken der ausgefällten Verunreinigungen
gebildet werden, und das mit dem Fällungsmittel zügeführte
Gas, weiches an den gebildeten Flocken in Form feiner Iiuftbläsehen haftet, die Flocken zum Aufsteigen an die
Oberfläche bringt.
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Wie weiter oben "bereits erwähnt, wurde eine Arbeitsweise
zur Reinigung von Eiweißstoffe enthaltendem Abwasser vorgeschlagen, die nach Art eines Flotationsprozesses
betrieben wird. Die Reinigung ist hier in zwei Stufen erfolgt, und zwar im Hinblick auf saure bzw. basische Fällung
spr ο dukte. Ein ähnliches Verfahren kann vorteilhaft
auch gemäß der vorliegenden Erfindung in der Weise durchgeführt
werden, daß man eine erfindungsgemäße Anlage mit einer vorbekannten Vorrichtung kombiniert oder daß man
zwei erfindungsgemäße Vorrichtungen miteinander kombiniert.
Weitere Vorteile und Eigentümlichkeiten der Erfindung können aus den folgenden Beispielen entnommen werden, die
anhand der beiliegenden Schemazeichnungen erläutert werden, in denen
Fig. 1 eine Vorrichtung zur Durchführung der Arbeitsweise
gemäß der Erfindung und
Fig. 2 eine Anlage, bei welcher eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit einer bekannten Vorrichtung kombiniert
ist,
darstellen.
darstellen.
Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung besteht aus einem Aufstiegsohaeht 1, in den die zu behandelnde Flüssigkeit
durch den Kanal 2 eintritt· Der Vorrichtungsteil zur Erzeugung der Dispersion besteht aus dem Wassereinlaß 31
wobei das erwähnte Wasser vermittels der Pumpe 4 dem
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Luftspeieher 5 zugeführt wird, in welchen die Luft durch
Rohrleitung 6 eintritt. Ein Behälter 7 enthält ein Fällungsmittel und eine Substanz, die eine Säure oder eine
Base sein kann, um die zu reinigende Flüssigkeit auf den zweckentsprechenden p„-Wert einzustellen. Bas Fällungsmittel
und die genannte Substanz werden vermittels der Pumpe 8 über Leitung 9 zum Luftspeicher 5 geführt, und
zwar über die zwischen der Pumpe 4 iHid dem Luftspeicher
gelegene Leitung 10, oder sie werden vermittels der gestrichelt gezeichneten Leitung 9 dem Dispersionsbehälter
über die Leitung 12 zugeführt, welche den Luftspeicher 5 mit dem Dispersionsbehälter 11 verbindet. In dem Dispersionsbehälter 11 werden sämtliche genannten Substanzen zu einer
homogenen Luft/Flüssigkeits-Dispersion gut vermischt, wobei die Luft in dem Flüssigkeitsgemisch gelöst wird. Am
Boden des Aufstiegsschachtes 1 ist eine Vorrichtung 13
zum Einsprühen der Dispersion vorgesehen.
Wie bereits oben erwähnt wurde, tritt das unbehandelte Y/asser
durch den Kanal 2 in den Aufstiegsschacht 1 ein. Nimmt
man an, daß das Wasser Eiweißstoffe enthält und schwach neutral ist, d.h. einen pH~Wert von annähernd 6,5 bis 7
aufweist, so soll in diesem Fall eine Säure zugesetzt werden, um der Flüssigkeit einen geeigneten p„-Wert zu verleihen,
d.h. einen solchen von etwa 4 bis 4*5· Die Säure,
z.B. Schwefelsäure, wird mit dem Fällungsmittel im Behälter 7 vermischt. Ein geeignetes Fällungsmittel ist ein
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Ligninsulfonsäureprodukt oder eine andere kationaktive Substanz.. In der eben "beschriebenen Weise wird dann eine
Luft/Flüssigkeits-Dispersion erzeugt, die der zu flotierenden Flüssigkeit im Aufstiegsschacht 1 durch die Dispersions-Einsprühvorrichtung
13 zugeführt wird. In dem Aufstiegssehacht werden dann augenblicklich Flocken der
ausgefällten Verunreinigungen gebildet. Die gelöste Luft wird durch die Druckentspannung in kleine Bläschen 14 umgewandelt,
die an den im Wasser gebildeten Flocken haften, wodurch diese Flocken einer nach der Oberfläche drängenden
Auftriebskraft unterCworfen werden. Die auf diese Weise an der Oberfläche angesammelten Proteine 15 werden mit Hilfe
des Schabers 16 oder mit anderen Mitteln entfernt und in das Sammelbecken 17 befördert. Nach diesem ersten Reinigungsprozess
weist das Wasser 18 einen Ρττ-Wert von etwa
4 bis 4»5 auf. Das so hinsichtlich der sauren Substanzen gereinigte Wasser wird über Kanal 19 dem nächsten Becken
zwecks weiterer Reinigung zugeleitet« In welcher Weise dies erfolgen soll, ist in detaillierter Weise aus Fig. 2
zu entnehmen·
Bevor das Wasser in den Aufstiegsschacht 20 eintritt, wird eine basische Substanz, beispielsweise NaOH oder gelöschter
XaIk, zugesetzt, um das p„ auf einen geeigneten Wert auf
der alkalischen Seite zu erhöhen. Bei dem gründlichen Durchmischen der zugesetzten basischen Substanz mit dem sauren
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Wasser findet eine spezielle Ausfällung oder Ausflockung statt. Die Ausfällung besteht ζ .Bo aus einem neutralen
Salz, natürlich sind auch andere Fällungsmittel denkbar.
Eines von diesen Mitteln ist die Substanz, die unter der Bezeichnung "lixanol" im Handel, erhältlich ist.
Wenn das Wasser an die Dispersions-Einsprühvorriehtung
gelangt, ist demgemäß die Ausfällung bereits beendet. In der gleichen Weise wie vorher wird nun die Ausfällung mit
Hilfe der Luftblasen 23 im Aufstiegsschacht 20 flotiert.
Jedoch besteht die Dispersion jetzt nur aus Wasser mit darin gelöster Luft, und sie wird dadurch erzeugt, daß
man Wasser durch die Rohrleitung 24 und Luft durch die Rohrleitung 25 einer Luft/Wasser-Mischvorriehtung 26 zuführt
und das Gemisch dann in einen Dispersionsbehälter leitet, in welchem die Luft im Wasser gelöst wird· Aus dem
Dispersionbehälter 27 wird die Dispersion der Dispersions-Einspinihvorrichtung
22 zugeführt und gelangt von dort in den Aufstiegsschacht 20. Das Sammeln der flotierten Verunreinigungen
erfolgt in der gleichen Weiae wie vorher. Das Reinwasser wird durch Kanal 28 abgeführt.
Des Prinzips der vorliegenden Erfindung kann man eich auch
bei der Reinigung von Wasser sowohl von eauren als auch
von basischen Substanzen bedienen. Der rechte Teil der in Figur 2 aargestellten Anlage wird dann durch eine Anlag©
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ersetzt, die der Anlage auf der linien Seite derselben Figur entspricht, d.h. durch Vorrichtungen nach Art der
in Figur 1 dargestellten Vorrichtungen, wobei die beiden Anlagen dann in Reihe geschaltet werden. Anstatt einer
Säure wird dem rechten Teil der Anlage eine Base zugesetzt, und anstatt eines Ligninsulfonsäureproduktes
oder einer anderen kationenaktiven Substanz wird ein
Neutralsalz zugegeben. Sonst werden die Arbeitsweisen analog durchgeführt.
Wenn auch die Vorteile, welche die Erfindung bietet, in Verbindung mit der Reinigung von Eiweißstoffe enthaltendem
Wasser erläutert wurden und die Anlagen zur Reinigung eines derart verunreinigten Wassers anhand der erfindungsgemäßen
Vorrichtungen beschrieben worden sind, so versteht sich doch von selbst, daß die erfindungsgemäße Arbeitsweise
nicht auf Fälle dieser Art beschränkt ist, sondern mit Erfolg auch in anderen Fällen angewendet werden kann,
bei denön die vorhandenen Verunreinigungen zunächst mit Hilfe eines Flotationsprozesses abgeschieden werden müssen.
Darüber hinaus ist es möglich, bei der Reinigung von Eiweißstoffe enthaltendem Abwasser das Wasser zuerst hinsichtlich
der basischen Substanzen und dann bezüglich der sauren Substanzen zu reinigen, d.h. in der umgekehrten Reihenfolge
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vorzugehen, wie sie unter Bezugnahme auf Fig. 2 erläutert ist.
Die vorliegende Erfindung ist »daher nicht auf die beispielsweise
erläuterten Ausführungsformen beschränkt; ihr Umfang wird vielmehr durch die nachfolgenden Ansprüche
festgelegt.
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Claims (4)
- Pat ent anspräche\ 1 ./Verfahren zum Ausflocken von zumindest einigen bestimmten Substanzen, die in einer verunreinigten Flüssigkeitsmenge vorliegen, mittels Flotation, welche die ausgeflockten Substanzen dazu bringt, sich an der Flüssigkeitsoberfläche ·anzusammeln, dadurch gekennzeichnet, daß die verunreinigte Flüssigkeitsmenge in den eine Dispersions-Einsprühvorrichtung aufweisenden Flotier-Teil einer Reinigungsanlage geleitet wird, daß eine - zumindest in bezug auf auszuflockende Substanzen - im wesentlichen reine Flüssigkeit mit einem Fällungsmittel und einem Gas zwecks Erzeugung einer Dispersion vermischt wird, die dann durch die erwähnte Dispersion-Einsprühvorrichtung so geleitet wird, daß sie zunächst mit der verunreinigten Flüssigkeitsmenge in dem Flotier-Teil der Anlage in Kontakt kommt, wobei Flocken der ausgefällten Verunreinigungen gebildet werden und das zusammen mit dem Fällungsmittel zugeführte Gas, welches an den gebildeten Flocken in Form feiner Luftbläschen haftet, die Flocken zum Aufsteigen an die Oberfläche bringt.
- 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gas in der Flüssigkeit, die zumindest in bezug auf die erwähnten Substanzen im wesentlichen rein ist, gelöst ist und bei Eintritt in den Flotier-Teil der Rei-809809/0732- ίο -nigungsanlage aufgrund einer Drucksenkung zumindest teilweise in kleine Gasflaschen umgewandelt wird, die auf den ausgeflockten Substanzen gebildet werden.
- 3. Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die verunreinigte Flüssigkeitsmenge aus verunreinigtem Wasser besteht, und die Flüssigkeit, mit der das Gas und das Fällungsmittel zwecks Erzeugung der Dispersion vermischt werden, aus Wasser besteht, das in dem Flotier-Teil der Anlage gereinigt worden ist.
- 4. Verfahren gemäß Anspruch 3 zur Reinigung von Eiweißstoffe enthaltendem Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß das Fällungsmittel aus einem Ligninsulfonsäureprodukt oder aus einer anderen kationaktiven Substanz besteht.5· Verfahren gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser zunächst von sauren Fällungsprodukten gereinigt wird, wobei dem Wasser durch Zusatz einer Säure, die zusammen mit der Dispersion zugeführt wird, ein Ρττ-Wert von 4 bis 4>5 verliehen wird.809809/0732
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- 1965-06-28 NL NL6508289A patent/NL6508289A/xx unknown
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Also Published As
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