DE1441790C - System fur Funkübertragung zwischen mehreren Teilnehmerstationen - Google Patents
System fur Funkübertragung zwischen mehreren TeilnehmerstationenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein System zur Funkübertragung zwischen mehreren Teilnehmerstationen, bei
dem die Informationsübertragung zwischen den verschiedenen Stationen durch Impulsmodulation erfolgt,
wobei Informationsimpulse der verschiedenen Stationen alle in demselben Frequenzband liegen
und die von einer Teilnehmerstation zu einer bestimmten anderen Teilnehmerstation zu übertragenden
Impulse durch diese andere Station aus der Vielzahl der von weiteren Teilnehmerstationen im
selben Frequenzband übertragenen Impulse erkannt werden, indem mit den übertragenen Informationsimpulsen gleichzeitig eine für die empfangende
Station charakteristische Adresse mitübertragen wird, wobei im Empfangssignalweg jeder Station ein Tor
aufgenommen ist, sowie ein mit diesem Tor gekop-
pelter Adressenempfänger, der beim Empfang der zu * der betreffenden Station gehörigen charakteristischen
Adresse bewirkt, daß das Tor nur jeweils zum Durchlassen der zu dieser Station übertragenen Informationsimpulse
geöffnet wird.
Systeme dieser Art sind bekannt und können in verschiedener Weise ausgelegt sein. So unterscheidet
man Systeme, bei denen die Verbindung zwischen zwei Teilnehmern durch Selektiv-Ruf, direkt oder
unter Zuhilfenahme einer zentralen Vermittlungsstelle zustande gebracht wird. Ein solches System ist
z. B. beschrieben in der USA.-Patentschrift 2 929 048, wobei jeder Teilnehmer, wie beim normalen Draht-Fernsprechverkehr,
seine eigene Rufnummer hat, die von den anderen Teilnehmern zur Herstellung einer Verbindung gewählt werden kann.
Die Selektivrufsignale, die z. B. über einen für alle Teilnehmer gemeisamen Übertragungskanal übertragen
werden, können aus einer bestimmten Reihenfolge von auf eine Trägerwelle aufmodulierten Tonfrequenzsignalen,
wie z. B. beschrieben in der USA.-Patentschrift 2 929 921 oder auch einer bestimmten
Zahl von nacheinander übertragenen Kodeimpulsen bestehen, wie z. B. beschrieben in der deutschen
Patentschrift 1095 892, sowie auch in den vorerwähnten USA.-Patentschriften 2 929 048 und
3 077 577. Die oben angeführten mit Selektiv-Ruf arbeitenden Systeme unterscheiden sich dadurch, daß
die zur Herstellung einer Verbindung erforderlichen Rufsignale nur solange ausgesandt werden, bis die
gerufene Station antwortet. Sobald die gerufene Station antwortet, ist die Verbindung zwischen der
rufenden und der, gerufenen Station hergestellt und ■ wird diese Verbindung für die ganze Dauer der Informationsübertragung
automatisch aufrechterhalten. Ein solches mit Selektiv-Ruf arbeitendes System erfordert
daher getrennte Teilfrequenzbänder, damit gleichzeitig mehrere Verbindungen möglich sind
ohne gegenseitige Störung.
Weil aber das für Funkübertragung zur Verfügung
stehende Gesamtfrequenzband beschränkt ist, haben die mit Selektiv-Ruf arbeitenden Systeme den Nachteil,
daß unter Umständen Wartezeiten auftreten, weil kein freies Teilfrequenzband zur Verfügung steht.
Bei einem anderen, z. B. in »IRE Transactions on Vehicular Communications«, Vol. VC-10, Nr. 2
(August 1961), S. 40 bis 44, beschriebenen System wird der obenerwähnte Nachteil dadurch vermieden,
daß die Informationsübertragung zwischen den verschiedenen Stationen durch Impulsmodulation erfolgt,
wobei die Impulse der verschiedenen Stationen alle in demselben Frequenzband liegen und die von
einer Teilnehmerstation zu einer bestimmten anderen Teilnehmerstation zu übertragenden Impulse durch
diese andere Station aus der Vielzahl der von weiteren Teilnehmerstationen im selben Frequenzband
übertragenen Impulse erkannt werden, indem mit den übertragenen Informationsimpulsen gleichzeitig eine
für die empfangende Station charakteristische Adresse mitübertragen wird, wobei im Empfangssignalweg
dieser Station ein Tor aufgenommen ist, sowie ein mit diesem Tor gekoppelter Adressenempfänger, der
beim Empfang der zu dieser Station gehörigen charakteristischen Adresse bewirkt, daß dieses Tor
nur jeweils zum Durchlassen der zu dieser Station übertragenen Informationsimpulse geöffnet wird.
Bei Übertragungssystemen dieser Art, die mit den Namen »RADAS« (Random Access Discrete Address
System) bezeichnet werden, kann vorteilhaft eine Impulskodemodulation, insbesondere Deltamodulation,
verwendet werden. Diese Systeme sind unter anderem für Verbindung zwischen einer großen Zahl
mobiler Teilnehmerstationen von Bedeutung, weil die Übertragung der Informationsimpulse zwischen den
verschiedenen Teilnehmerstationen ohne Zwischenschaltung einer zentralen Vermittlungsstelle unmittelbar
und ohne Wartezeiten, also an jedem beliebigen Augenblick anfangen kann. Bei der durch die letzterwähnte
Literaturstelle bekannten Apparatur wird die Informationsübertragung durch Deltamodulation
bewirkt und erfolgt die Mitübertragung der Adresse dadurch, daß die Informationsimpulse in Zeitaufeinanderfolge
auf verschiedene Trägerwellenfrequenzen aufmoduliert werden. Von sämtlichen Teilnehmerstationen
im Funkübertragungssystem kann dabei nur die Station mit der übertragenen Adresse,
d. h. die Adresse, die durch die verschiedenen Trägerwellenfrequenzen zusammen mit der Zeitaufeinanderfolge,
in der diese Trägerwellenfrequenzen auftreten, charakterisiert ist, die Informationsimpulse empfangen
und auswerten.
Es ist gefunden worden, daß unter speziellen Umständen in einem solchen RADAS-System ernsthaft
Störungen während längerer Zeiten auftreten können. Nämlich dadurch, daß die Übertragung der Informationsimpulse
von den verschiedenen Stationen in demselben Frequenzband stattfindet, können die ausgesandten
Impulse von zwei Stationen, deren Wiederholungsfrequenzen praktisch gleich sind, während
längerer Zeit am Empfangstor der empfangenden Stationen zusammenfallen, wodurch die erwähnten
Störungen verursacht werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, bei einem Funkübertragungssystem der eingangs erwähnten Art
solche Störungen auf einfache Weise zu vermeiden. Gelöst wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch,
daß jede Teilnehmerstation sendeseitig die von ihr zu übertragenden Impulse zusätzlich im Rhythmus
einer Modulationsfrequenz periodisch in der Lage ändert und empfangsseitig das genannte im Signalweg
des Empfängers aufgenommene Tor von einem Torimpulsgenerator gesteuert wird, der von einer automatischen
Frequenznachregelung derart, in der Frequenz nachgeregelt wird, daß dieses Tor im.synchronisierten
Zustand im Rhythmus der genannten Modulationsfrequenz geöffnet wird, während der empfangsseitig
vorgesehene Adressenempfänger beim Empfang einer für die betreffende Station abweichenden
Adresse, die Synchronisation der automatischen Frequenznachregelung periodisch unterbricht.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Systems wird eine wesentliche Beschränkung
der auftretenden Störungen erzielt, indem die Dauer der vom Torimpulsgenerator gelieferten
Torimpulse beim Empfang der richtigen Adresse verkürzt wird.
Die Adresse kann in verschiedener Weise übertragen werden. So wird die Adresse bei einer möglichen
Ausgestaltung des Systems in einem getrennten Frequenzband in Form einer charakteristischen
Impulsreihe übertragen, deren Impulswiederholungsfrequenz einen Bruchteil der Frequenz der Informationsimpulse
beträgt.
Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung wird erzielt, indem gemäß einer Weiterbildung der Erfindung
die genannte Modulationsfrequenz durch Ein-
stellung ihrer Frequenz sowie ihrer Amplitude gleichzeitig zur Adressenbildung verwendet wird.
Bei einer wesentlichen Vereinfachung des Aufbaus wird dadurch eine erhebliche Bandersparnis
erzielt, da hier kein zusätzliches Frequenzband für die Adressenübertragung benötigt wird.
Bei dieser Ausgestaltung des Systems werden die Frequenz und die Amplitude der an der Empfangsseite rückgewonnenen Schwingung der Modulationsfrequenz in entsprechende Gleichspannungen umgesetzt,
und werden diese Gleichspannungen im Adressenempfänger je in einer Vergleichsvorrichtung
mit einer einstellbaren Gleichspannung verglichen, wobei die Ausgangsspannungen dieser beiden Vergleichsvorrichtungen
eine Kippschaltung steuern, die beim Empfang einer für die betreffende Station abweichende
Adresse die Synchronisation der automatischen Frequenznachregelung periodisch unterbricht.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen beispielsweise
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Delta-Modulations-Sendevorrichtung,
die vorteilhaft im Übertragungssystem nach der Erfindung verwendbar ist,
F i g. 2 eine automatische Frequenznachregelungsvorrichtung, wie sie empfangsseitig in einer Station
der Übertragungssysteme nach der Erfindung benutzt wird,
F i g. 3 einen Adressenempfänger, sowie die Zusammenwirkung mit der automatischen Frequenznachregelvorrichtung,
F i g. 4 eine Variante der automatischen Frequenznachregelung der F i g. 2,
F i g. 5 Synchronisationsmittel für Duplexverkehr nach einer weiteren Ausgestaltung der Ubertragungssysteme
nach der Erfindung,
F i g. 6 ein Zeitdiagramm zur Erläuterung der Wirkungsweise der Vorrichtung nach Fi g. 5,
F i g. 7 den vollständigen Aufbau eines Empfängers nach der zweiten Ausführungsform und
F i g. 8 den äußeren Aufbau einer Station in einem Funkübertragungssystem nach der Erfindung.
In Fig. 1 ist eine Delta-Modulations-Sendevorrichtung
dargestellt, die in einer Station eines Ubertragungssystems nach der Erfindung verwendbar
ist. Ein Impulsgenerator 1 zur Erzeugung von Impulsen mit einer Wiederholungsfrequenz von z. B.
30 kHz speist über ein Tor 2 und einem Integrator 3 einen Differenzerzeuger 4, der andererseits von 5 die
telephonische Modulation empfängt. Das Tor 2 wird in Abhängigkeit vom Vorzeichen der durch Vergleich
im Differenzerzeuger 4 erzeugten Differenzspannung ausgelöst oder gesperrt, wobei dem Ausgang S^ des
Tores 2 die übertragenen Impulse entnommen werden, die durch ihre Anwesenheit oder Abwesenheit
das übertragene Signal charakterisieren. Wie an sich wohlbekannt, werden an der Empfangsseite die übertragenen
Signale in einfacher Weise durch Integration der Eingangsimpulse rückgewonnen.
Das hier angegebene Delta-Modulations-System bildet einen Teil eines Funkübertragungssystems nach
der Erfindung, bei dem ohne Zwischenschaltung einer zentralen Station eine Verbindung zwischen zwei
Stationen hergestellt werden kann und folgendes gewährleistet ist:
eine gute Wirkung in den beiden Verkehrsrichtungen,
einfaches Anrufen einer gewünschten Station mittels einer charakteristischen Adresse (einigermaßen
ähnlich einer Fernsprechnummer),
die Unmöglichkeit für eine dritte Station des Übertragungssystems, entweder mitzuhören, oder zu übertragen (in demselben Band), wenn die Verbindung zwischen zwei Stationen einmal hergestellt ist.
die Unmöglichkeit für eine dritte Station des Übertragungssystems, entweder mitzuhören, oder zu übertragen (in demselben Band), wenn die Verbindung zwischen zwei Stationen einmal hergestellt ist.
to Gleichzeitig ist dadurch für eine günstige Störfreiheit
gesorgt, daß vermieden wird, daß die Impulsreihe zweier gleichzeitig übertragender Stationen
längere Zeit zusammenfallen. Insbesondere ist dafür gesorgt, daß die Wiederholungsfrequenzen der Impulse
von Station zu Station etwas abweichen und weiterhin sind diese Impulse von einer Variationsfrequenz von z. B. einigen hundert Hertz insbesondere
dadurch phasenmoduliert, daß sie durch einen von einem Oszillator gesteuerten Phasenvariator mit einer
maximalen Ausweichung von etwa ± π Radian geschickt werden.
Im zusammenwirkenden Empfänger werden dabeidie Eingangsimpulse einem von einer automatischen
Frequenznachregelvorrichtung gesteuerten Empfangstor zugeführt, welches von der Frequenznachregelvorrichtung
im Rhythmus einer Variationsfrequenz freigegeben wird. Der Empfänger besitzt weiter einen
Adressenempfänger, der bei Empfang einer für die betreffende Station abweichenden Adresse die Synchronisation
der automatischen Frequenznachregelvorrichtung für das Empfangstor unterbricht. Auf
diese Weise wird die Synchronisation nur aufrechterhalten werden, wenn die charakteristische Adresse
ununterbrochen empfangen wird.
Bei einer ersten Ausführungsform wird die Adresse in Form einer kodierten Impulsreihe mit einer anderen
Wiederholungsfrequenz als die der Signalimpulse, z. B. mit einer 16mal niedrigeren Wiederholungsfrequenz,
und über einen in einem benachbarten Frequenzband liegenden besonderen Adressen-.kanal
übertragen.
An dieser Stelle sei noch bemerkt, daß die anrufende Station neben der Adresse der angerufenen
Station auch seine eigene Adresse übertragen kann; diese Adresse wird nämlich von der angerufenen
Station gespeichert und sobald bei der angerufenen Station der Hörer abgenommen ist, kann diese nur
noch die Übertragung empfangen, welche die beiden Adressen enthält. Die Anrufvorrichtung der angerufenen
Station, die ihrer Synchronisationsvorrichtung unterworfen ist, wird gleichzeitig ausgelöst, und
die anrufende Station selbst kann nur diese Übertragung mit den beiden Adressen empfangen. Das
Funktionieren in den beiden Verkehrsrichtungen ist dadurch erreicht, daß bei jeder Station die Signalimpulse in den Zeitintervallen übertragen werden, in
denen der Empfänger der betreffenden Station gesperrt ist. Dritte Stationen können nicht in das Gespräch
eindringen, sobald dies zustande gekommen ist, wegen ihrer abweichenden Adresse.
Die aus den kodierten Impulsen bestehende Adresse ist dabei mit einem Verhältnis von 1:16 auf
den Signalimpulsen synchronisiert.
F i g. 2 zeigt die Synchronisationsvorrichtung des
Empfangstores im Empfänger. Das von der Antenne 7 über einen Hochfrequenzverstärker 8 gespeiste Tor 6
wird von einem Torgenerator 9 über einen Impulserweiterer 10 gesteuert, wobei der Torgenerator 9
von einem Oszillator 11 synchronisiert ist, der an einen Frequenzkorrektor 12 angeschlossen ist. Die
dem Tor 6 entnommenen Impulse werden über eine Mischstufe 13, einen an diese angeschlossenen Ortsoszillator 14 und einen Zwischenfrequenzverstärker
15 einem Amplitudendetektor 16 zugeführt und in einer Mischstufe 17 mit den Impulsen des Generators
9 verglichen zur Erzeugung einer automatischen Frequenzregelnachspannung, welche den automatischen
Frequenznachregel-Korrektor 12 steuert. Im synchronisierten Zustand des Oszillators 11 entsteht
am Ausgangskreis der Mischstufe 17 eine sich mit der Phasenmodulation der Eingangsimpulse ändernde
Regelspannung, die über den Frequenzkorrektor 12 die vom Torgenerator 9 herrührenden Torimpulse
entsprechend der Phasenmodulation der Eingangsimpulse ändert. Gleichzeitig wird die dem Ausgang
der Pulsvergleichsstufe 17 entnommene Regelspannung nach Verstärkung in einem Verstärker 18 und
Gleichrichtung in einem Gleichrichter 19 als Regelspannung dem Impulserweiterer 10 zugeführt, welche
die dem Impulserweiterer entnommenen Impulse beim Erreichen des synchronisierten Zustandes des
Oszillators 11 abkürzt.
F i g. 3 zeigt eine Ausführungsform eines Adressenempfängers in einer Station des Ubertragungssystems
nach der Erfindung.
Der Hochfrequenzverstärker 8 speist dabei zwei Kanäle S1, S2, die mit Toren 20 bzw. 21 versehen
sind, wobei das Tor 20 zur Vorrichtung nach F i g. 2 und das Tor 21 zum Adressenempfänger führt.
Der Adressenempfänger ist mit einem Trigger 22 versehen, der einen Sperroszillator 23 auslöst oder
sperrt in Abhängigkeit davon, ob die richtige Adresse empfangen wird oder nicht. Wird die richtige Adresse
nicht empfangen, so ist der Sperroszillator 23 ausgelöst und unterbricht dabei mit einer Unterbrechungsperiode
von z. B. 0,1 Sekunde einen von einem Oszillator 25 synchronisierten Torgenerator 24, der
Torimpulse mit einer Wiederholungsfrequenz von 30 kHz liefert. Die automatische Frequenznachregelvorrichtung
nach Fig. 2 kann infolge der periodischen Unterbrechung der Torimpulse nicht synchronisiert
werden.
Im angegebenen Adressenempfänger wird die empfangene Adresse über das Tor 21 in einer Vergleichsvorrichturig
26 mit einer örtlichen Adresse verglichen, die von einem örtlichen Adressengenerator 27 erzeugt
wird. Die örtliche Adresse besteht aus einer charakteristischen Reihe von anwesenden und abwesenden
Impulsen in Zeitpunkten, in denen der Empfänger durch einen Frequenzteiler 28 mit einem Teilfaktor
16 geöffnet ist.
Für jede Übertragung der eigentlichen Adresse wird eine Reihe von z. B. fünf aufeinanderfolgenden
Impulsen übertragen, die nach Integration in einem Integrator 29 eine Einstellvorrichtung 30 für den örtlichen
Adressengenerator 27 steuern, um diesen in seine Anfangslage zurückzuführen. Wenn die eingegangene
Adresse nicht mit der betreffenden örtlichen Adresse übereinstimmt, entstehen am Ausgang
der Vergleichsvorrichtung 26 mehrere Impulse, die nach Integration im Integrator 31 den Trigger 22 in
seinem ursprünglichen Zustand halten. Entspricht die eingegangene Adresse dagegen der örtlichen Adresse,
so tritt am Ausgang der Vergleichsvorrichtung 26 kein einziger Impuls auf, so daß die Spannung am
Ausgang des Integrators gleich Null wird, was ein Umklappen des Triggers 22 bewirkt und dadurch die
Speisung des Sperroszillators 23 unterbricht. Die Synchronisation ist dann verriegelt.
Bemerkt wird, daß der Trigger 22 vom nicht umkehrbaren Typ ist, d. h., daß, wenn er zum Umklappen
gebracht und somit die Speisung des Oszillators 23 unterbrochen ist, er nur durch Unterbrechung
seiner eigenen Speisung in die andere Lage zurückgeführt werden kann. Wenn die Verbindung
ίο beendet ist, wird z. B. das Aufhängen des Hörers
dazu benutzt, durch eine kurze Unterbrechung der Speisung den Trigger in seine ursprüngliche Lage
umklappen zu lassen.
Weiterhin muß jede Abweichung der eingegangenen Adresse von der örtlichen Adresse, sogar mit
einem einzigen Impuls festgestellt werden. Der Integrator 31 muß daher derart bemessen werden,
daß er eine schnelle Aufladung und eine langsame Entladung aufweist.
Bei einem solchen Übertragungssystem muß vermieden werden, daß sich der Empfänger auf eine
andere Verbindung synchronisiert als diejenige, mit deren Empfang er im Begriff war.
Zu diesem Zweck ist es erwünscht, die Synchronisation einige hundertstel Sekunden aufrechtzuerhalten,
z. B. wenn die Synchronisationsinformation verschwindet oder falsch ist. Dieses kann durch folgende
beide Maßnahmen erreicht werden:
1. Erhöhung der Zeitkonstante des Kreises zwischen dem Phasendiskriminator und dem Frequenzkorrektor.
2. Getrennte Zuführung der Modulationsfrequenz der Eingangsimpulse zum Frequenzkorrektor
über einen selektiven Kreis.
Eine solche Vorrichtung ist in F i g. 4 dargestellt. Die von der Mischstufe 17 gelieferte Spannung, die
der Variationsfrequenz der Eingangsimpulse proportional ist, wird über einen auf diese Variationsfrequenz
abgestimmten selektiven Verstärker 32 gleichzeitig am Frequenzkorrektor 12 angelegt.
Gleichzeitig steuert die Ausgangsspannung des Verstärkers 32, nach erfolgter Gleichrichtung in einem
Gleichrichter 33, einen Kreis 34, der die Zeitkonstante des Synchronisationskreises erhöht.
Man kann sagen, daß der selektive Verstärker 32 . hier die Rolle eines Wechselspannungspeichers und
die Zeitkonstante des Kreises 34 die eines Gleichspannungsspeichers
erfüllt.
Bei einer zweiten Ausführungsform einer Vorrichtung nach der Erfindung wird, wenn eine anrufende
Station Pi in Verbindung mit einer Station Pj zu treten wünscht, von ihr nur die Adresse pj der
angerufenen Station übertragen (und nicht die Adressen pi und pj, wie im Vorhergehenden). Wenn
die angerufene Station Pj synchronisiert ist, wird sie ihrerseits gleichfalls, nach dem Abnehmen des
Hörers, die gleiche Adresse pj übertragen. Nebst einer beträchtlichen Vereinfachung der Apparatur
wird in dieser Vorrichtung ein getrennter Adressenkanal gespart. Bei dieser zweiten Ausführungsform
werden
die mittlere Impulswiederholungsfrequenz,.
die Variationsfrequenz der Impulse,
die maximale Amplitude der Schwingung der Variationsfrequenz
getrennt oder in Kombination zum Bilden der
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Adresse benutzt. Bestimmte diskrete Werte dieser vorrichtung 50 zugeführt. Es entsteht dann am AusGrößen
können getrennt oder in Kombination für die gang der Glättungsvorrichtung50 eine derVariations-Adressenübertragung
benutzt werden. frequenz proportionale Gleichspannung, die in der
Auf diese Weise werden wesentliche Vorteile er- Vergleichsvorrichtung 51 mit einer Quelle U unter
reicht, insbesondere Vereinfachung der Apparatur 5 Vermittlung eines einstellbaren Abschwächers 52 ent-
für die Adressenbildung, automatische Wiederherstel- nommenen Bezugsspannung, verglichen wird,
lung der Verbindung bei Unterbrechung und Herab- Gleichzeitig wird die Spannung am Ausgang des
setzung der Möglichkeit einer Intermodulation. Verstärkers 46 im Detektor 53 gleichgerichtet und in
Bei dieser Vorrichtung (s. Fig. 5) sind der Tor- der Vergleichsvorrichtung 54 mit einer der Quelle U
generator 9 im Empfänger, sowie der Sendegenerator io unter Vermittlung eines einstellbaren Abschwächers
38 an der Senderseite bei derselben Station Vorzugs- 55 entnommenen Bezugsgleichspannung verglichen,
weise getrennt ausgebildet und die Variations- Wenn die Ausgangsspannungen der Vergleichsvorfrequenz,
die dem Frequenzkorrektor 12 des Oszil- richtungen 51 und 54 beide gleich Null sind, was
lators 11 dem Empfänger zugeführt wird, wird dabei bedeutet, daß sowohl die Frequenz als auch die
gleichzeitig über einen Phasenverschieber 35 einem 15 Amplitude der Schwingung der Variationsfrequenz
mit dem Oszillator37 gekoppelten Frequenzkorrektor der'gewünschten Adresse entspricht, so wird der
zugeführt, wobei der Oszillator 37 den Sende- Trigger 22 umgeklappt, wodurch das Tor 44 über den
generator 38 synchronisiert. Der Ausgang, des Gene- Impulsgenerator 42 in den aufeinanderfolgenden
rators 38 ist mit dem Deltamodulator des Senders Perioden mit der Dauer r ausgelöst wird, und gleichgekoppelt. 20 zeitig die Speisung · des Sperroszillators 23 unter-
Wird vom Phasenverschieber 35 eine Phasen- brachen wird. Dieser Sperroszillator 23 hat, wie be-
verschiebung bewirkt, so ändert sich die Lage der reits bei der ersten Ausführungsform erklärt wurde,
übertragenen Impulse (F1.) und die Eingangsimpulse die Aufgabe, den Oszillator 40 mit regelmäßigen
(Ff) z. B. periodisch und gegensinnig gemäß den Intervallen zu sperren, wenn die gewünschte Adresse
Kurven nach Fig. 6. 25 nicht empfangen wird.
Auf diese Weise wird die Möglichkeit eines Zu- Fällt die empfangene Adresse zufällig weg, so
sammenfallens der Impulse während längerer Zeit klappt der Trigger 22 um und die gewünschte Adresse
vermieden, insbesondere wird das Zusammenfallen wird erneut aufgesucht, worauf schnell eine auto-
auf kurze periodische Momente beschränkt, in denen matische Wiederherstellung der unterbrochenen Ver-
die Frequenzen F1, und Fr gleich und somit nicht 30 bindung in zwei Richtungen erfolgt,
störend sind. F i g. 8 zeigt den äußeren Aufbau einer der Sta-
Der Deltamodulationssender kann dabei auf die tionen in einem Übertragungssystem nach der Erfin-
übliche Weise ausgebildet sein und braucht keine dung. Auf der Vorderseite der Vorrichtung ist ein
nähere Erläuterung. Umschalter A-V mit drei Knöpfen C1, C2, C3 ange-
• F i g. 7 zeigt eine Empfangsvorrichtung eines Funk- 35 bracht, die je zehn verschiedene Lagen einnehmen
Übertragungssystems nach der Erfindung. können. Der Knopf C1 stellt die verschiedenen Werte
Die in Fig. 7 dargestellte Empfangsvorrichtung der mittleren Impulswiederholungsfrequenz der Im-
enthält einen stufenweise einstellbaren Oszillator 40, pulse ein (Oszillator 40 bei Empfang): der Knopf C1
dessen Stufenzahl den verschiedenen Werten der die Variationsfrequenz und der Knopf C3 die Größe
mittleren Impulswiederholungsfrequenz im Funk- 40 der Amplitude der Schwingung der Variations-
übertragungssystem entsprechen. Auf den Oszillator frequenz, so daß die Lage der Knöpfe C1, C2 und C3
41 folgt ein Impulsgenerator 41, der Impulse mit die zu übertragende Adresse bestimmen. Die Station
einer Impulsbreite von 3 r liefert, und dann ein ist auch mit einem Hörer T und einer Rufvorrichtung
Impulsgenerator 42, der Impulse mit einem Impuls- mit einem Wecker S versehen,
breite τ erzeugt. * 45 Die Bedienung der Station ist wie folgt:
Die Impulse mit einer Breite τ werden unmittelbar Wenn die Station P1 eingeschaltet ist, um die ent-
dem Empfangstor 43 zugeführt, während die Impulse sprechende Station P1 anrufen zu können, setzt man
mit einer Breite 3 τ ihm über ein Tor 44 zugeführt ihren Schalter in die Anruflage A, und mit Hilfe der
werden. Das Tor 6 steuert den Durchlaß der Impulse Knöpfe C1,, C2 und C3 wird in der Station P1 die
zum Empfänger 13, 14, 15 mit dem dazugehörigen 50 Adresse p,- einer anzurufenden Station P1 gebildet
Amplitudendetektor 16, der mit der Klemme BF des und von der Station P1 übertragen.
Empfängers, sowie mit der Mischstufe 17 verbun- Die Station P1 gleichen Aufbaus hat ihren Schalter
den ist. ■ in der Lage V, bei der der Empfänger der Station P-,
Wenn die automatische Frequenznachregelvorrich- dauernd ihre eigene örtliche Adresse Pj erzeugt, die
tung noch nicht synchronisiert und das Tor 44 vom 55 mit der eingegangenen Adresse verglichen wird, und
Trigger 22 freigegeben ist, erfolgt der Empfang wenn die beiden Adressen einander gleich sind, tönt
dadurch, daß das Tor 6 in aufeinanderfolgenden die Schelle S. Der so gewarnte Gebraucher nimmt
Perioden jeweils mit einer Dauer von 3 τ ausgelöst dann den Hörer ab, wodurch der Sender der
wird, wodurch die Synchronisation leicht herbei- Station P1 ihre Adresse p-, zu übertragen beginnt und
geführt wird. . 60 der Empfänger der Station P1 auf den Sender der
Die Variationsfrequenz, die nach erfolgter Selek- Station P, synchronisiert wird. Der Empfänger der
tion in einem Filter 45 an den Klemmen des Fre- Station P1 vergleicht die Adresse pt der von ihm
quenzkorrektors 12 auftritt, wird nach Verstärkung empfangenen Impulse mit der von ihm erzeugten
im Verstärker 46, Begrenzung im Verstärker 47, Dif- internen Adresse pt. Die Verbindung zwischen den
ferentiation im Differentiierungsnetzwerk 48 und 65 beiden Stationen in zwei Richtungen ist dann her-
Detektion im Amplitudendetektor 49 der Glättungs- gestellt und verriegelt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. System für Funkübertragung zwischen mehreren Teilnehmerstationen, bei dem die Informa- S
tionsübertragung zwischen den verschiedenen Stationen durch Impulsmodulation erfolgt, wobei
Informationsimpulse der verschiedenen Stationen alle in demselben Frequenzband liegen und die
von einer Teilnehmerstation zu einer bestimmten anderen Teilnehmerstation zu übertragenden
Impulse durch diese andere Station aus der Vielzahl der von weiteren Teilnehmerstationen im
selben Frequenzband übertragenen Impulse erkannt werden, indem mit den übertragenen Informationsimpulsen
gleichzeitig eine für die empfangende Station charakteristische Adresse mitübertragen
wird, wobei im Empfangssignalweg jeder Station ein Tor aufgenommen ist, sowie ein mit
diesem Tor gekoppelter Adressenempfänger, der beim Empfang der zu der betreffenden Station
gehörigen charakteristischen Adresse bewirkt, daß das Tor nur jeweils zum Durchlassen der
zu dieser Station übertragenen Informationsimpulse geöffnet wird, dadurch gekenn-
zeichnet, daß jede Teilnehmerstation sendeseitig die von ihr zu übertragenden Impulse zusätzlich
im Rhythmus einer Modulationsfrequenz periodisch in der Lage ändert und empfangsseitig
das genannte im Signalweg des Empfängers aufgenommene Tor (6, 20, 43) von einem Torimpulsgenerator
(9, 10, 11,12) bzw. (24, 25) bzw. (40, 41, 42) gesteuert wird, der von einer automatischen
Frequenzregelung derart in der Frequenz nachgeregelt wird, daß dieses Tor im synchronisierten
Zustand im Rhythmus der genannten Modulationsfrequenz geöffnet wird, während der empfangsseitig vorgesehene Adressenempfänger
(26 bis 31) bzw. (46 bis 55) beim Empfang einer für die betreffende Station abweichenden
Adresse, die Synchronisation der automatischen Frequenznachregelung periodisch unterbricht.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dauer der vom Torimpulsgenerator
(9,10, 11,12) bzw. (24, 25) bzw. (40, 41, 42) gelieferten Torimpulse beim Empfang der
richtigen Adresse verkürzt wird.
3. System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Adressenempfänger mit
einer Vergleichsvorrichtung (26) versehen ist, der einerseits die eingegangene Adresse zugeführt
wird und mit der andererseits ein örtlicher Adressengenerator (27) verbunden ist zur Erzeugung
einer Regelspannung, die einen Trigger (22) steuert, um bei Empfang einer abweichenden
Adresse die Synchronisation der automatischen Frequenznachregelungsvorrichtung zu unterbrechen.
4. System nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Trigger (22) einen Sperroszillator
(23) steuert, der bei Empfang einer abweichenden Adresse vom Trigger ausgelöst ist
und dadurch die Synchronisation der automatischen Frequenznachregelungsvorrichtung periodisch
unterbricht, während bei Empfang der richtigen Adresse der Sperroszillator vom Trigger
gesperrt wird.
5. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Adresse
in einem getrennten Frequenzband in Form einer charakteristischen Impulsreihe übertragen wird,
deren Impulswiederholungsfrequenz einen Bruchteil der Frequenz der Signalimpulse beträgt.
6. System nach Anspruch 5 für Verbindung in zwei Richtungen, dadurch gekennzeichnet, daß
zusammen mit der Adresse der zusammenwirkenden Station gleichzeitig die eigene Adresse
übertragen wird.
7. System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch, gekennzeichnet, daß die Modulationsfrequenz durch Einstellung ihrer Frequenz sowie
ihrer Amplitude gleichzeitig zur Adressenbildung angewendet wird.
8. System nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenz und die Amplitude
der an der Empfangsseite rückgewonnenen Schwingung der Modulationsfrequenz in entsprechende
Gleichspannungen umgesetzt werden, und diese Gleichspannungen im Adressenempfänger
je in einer Vergleichsvorrichtung (54, 51) mit , einer einstellbaren Gleichspannung verglichen
werden, wobei die Ausgangsspannungen dieser beiden Vergleichsvorrichtungen einen Trigger
(22) steuern, der bei Empfang einer für die betreffende Station abweichende Adresse die Synchronisation
der automatischen Frequenznachregelungsvorrichtung für das Empfangstor unterbricht.
9. System nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung der sich mit der
Modulationsfrequenz ändernden Gleichspannung diese über einen Begrenzer (47) mit einem Differentiierungsnetzwerk
(48) und einem Amplituden-
. detektor (49) einem Glättungsfilter (50) zugeführt wird, während zur Erzeugung der sich mit der
Amplitude der Schwingung der Modulationsfrequenz ändernden Gleichspannung diese einem
Gleichrichter (55) und einem dazugehörigen Ausgangsfilter zugeführt wird.
10. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche für Verbindung in zwei Richtungen,
dadurch gekennzeichnet, daß der Sender und ν Empfänger einer Station zwei getrennte Impulsgeneratoren
enthält, die von der Modulationsfrequenz gegensinnig gesteuert werden.
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR932761 | 1963-04-26 | ||
| FR932761A FR1363295A (fr) | 1963-04-26 | 1963-04-26 | Perfectionnements à certains systèmes radiotéléphoniques à adresse discrète et à accès au hasard |
| DEN0024846 | 1964-04-22 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1441790A1 DE1441790A1 (de) | 1969-03-13 |
| DE1441790B2 DE1441790B2 (de) | 1972-10-05 |
| DE1441790C true DE1441790C (de) | 1973-05-03 |
Family
ID=
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