DE920912C - Rufanordnung fuer elektronische Fernsprechvermittlungsanlagen - Google Patents
Rufanordnung fuer elektronische FernsprechvermittlungsanlagenInfo
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Description
Im Patent 916 299 ist ein System zur Übertragung von Signalen beschrieben, das die wahlweise
Verbindung zweier Kanäle ausschließlich unter Anwendung elektronischer Schaltmittel gestattet
und sich besonders als automatisches Fernsprechvermittlungssystem verwenden läßt. Dieses System
besteht darin, daß die miteinander zu verbindenden Kanäle in einem vorbestimmten Zyklus impulsweise
abgetastet werden und daß die bei dem Abtastvorgang ausgelösten, mit den zu übertragenden
Nachrichten oder Signalen modulierten Impulse einer zeitlichen Verschiebung unterworfen werden,
die der Zeitdifferenz zwischen den Abtastzeitpunkten für den ankommenden und den gewünschten
weiterführenden Kanal entspricht. Die elektronischen Mittel für den Aufbau eines solchen Systems
bestehen dabei im wesentlichen aus einem die vorhandenen Leitungen zyklisch abtastenden Verteiler,
einem Leitungssucher (Anrufsucher), einem Rufnummernspeicher und einem Leitungswähler,
wobei letzterer im Gegensatz zu der bisher üblichen Vermittlungstechnik nicht die Leitungen selbst auswählt,
sondern zur Festlegung der Verschiebungszeit dient, die für die Verbindung zweier zu verschiedenen
Zeitpunkten abgetasteten Leitungen erforderlich ist, und einem vom Leitungssucher und
vom Leitungswähler aus gesteuerten Signalübertragungskreis. Diese Verschiebungszeit ist wiederum
durch die Einstellung des Rufnummernspeichers gekennzeichnet, dem die Wahlimpulse über eine
besondere Impulsbildungs- und Kontrolleinrichtung zugeführt werden.
Bei der Verwendung eines solchen Systems als Fernsprechvermittlungsanlage muß dafür gesorgt
werden, daß der anrufende Teilnehmer nach Herstellung der Verbindung ein Zeichen dafür erhält,
daß eine Verbindung mit ihm gewünscht wird. Es ist hierfür üblich, über die angerufene Leitung· von
der Vermittlung aus ein Rufsignal zu übertragen, das selbsttätig abgeschaltet wird, sobald der Teilnehmer
sich meldet.
Der Erfindung Hegt die Aufgabe zugrunde, eine solche Rufschaltung zu schaffen, die sich in mögliehst
einfacher Weise in ein Vermittlungssystem gemäß dem Hauptpatent einfügen läßt und ebenfalls
ausschließlich elektronische Schaltmittel aufweist. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß
jedem aus Leitungssucher, Leitungswähler und Signalübertragungsstromkreis gebildeten Verbindungssatz
für alle Leitungen gemeinsam eine Rufeinrichtung zugeordnet ist, deren Einschaltung in
Abhängigkeit von dem vollendeten Empfang der Rufnummer erfolgt, worauf der Rufstrom auf die
vom Leitungswähler gesteuerte Ausgangsschaltröhre des Signalübertragungskreises gegeben und
durch diese im Zeitpunkt der Abtastung der gerufenen Leitung über den Sendeverteiler auf diese
Leitung übertragen wird.
Die Rufeinrichtung besteht dabei aus einem Rufgenerator, einer diesen an- und abschaltenden
Schaltröhre, die von einer Steuereinrichtung in Gestalt einer Röhrenkippschaltung mit zwei stabilen
Schaltlagen betätigt sind. Diese wird sowohl von einer den Wahlimpulsempfang überwachenden Einrichtung
als auch von einer vom Melden des Teilnehmers abhängigen Steuereinrichtung gesteuert.
Die Anordnung und Wirkungsweise einer solchen Rufeinrichtung sowie die Art und Weise ihrer Einfügung
in ein Fernsprechvermittlungssystem nach dem Hauptpatent soll im folgenden an Hand eines
Ausführungsbeispieles beschrieben werden, das in den Fig. 1 bis 4 eine gesamte elektronische Vermittlungseinrichtung
der genannten Art zeigt. Die Erfindung ist jedoch nicht auf die gezeigte Schaltungsanordnung
für die Rufeinrichtung selbst beschränkt, ebensowenig ist ihre Anwendung auf das in den
Figuren dargestellte System beschränkt, das nur eine der im Hauptpatent beschriebenen oder sonst
erwähnten Ausführungsmöglichkeiten für ein solches System bildet.
In der Zeichnung zeigt
Fig. ι die gemeinsame Abtast- und Steuereinrichtung
eines elektronischen Vermittlungssystems, bei dem in Abweichung von den im Hauptpatent
gezeigten Anordnungen getrennte Empfangs- und Sendeverteiler vorgesehen sind;
Fig. 2 gibt die Schaltungsanordnung für den Leitungssucher (oberhalb der gestrichelten Linie) und
den Signalübertragungskreis (unterhalb der gestrichelten Linie) wieder;
Fig. 3 enthält die Einrichtung zur Bildung der Wahlimpulse, zur Überwachung des Wahlimpulsempfangs
sowie die Rufeinrichtung gemäß der Erfindung, und
Fig. 4 schließlich zeigt den Wahlimpulsspeicher und die Zählkette, die zusammen den Leitungswähler
bilden.
Die gezeigten Anordnungen stimmen weitgehend sowohl hinsichtlich Schaltung als auch Wirkungsweise
mit im Hauptpatent dargestellten und beschriebenen Anordnungen überein. Die folgende Beschreibung
soll daher die Art und Weise einer Verbindungsherstellung nur kurz wiedergeben, und nur die Teile der Anordnung sollen näher beschrieben
werden, die sich auf die Rufeinrichtung und die mit ihr in engerem Zusammenhang stehenden
Stromkreise beziehen.
Wie bereits erwähnt, wird die Verbindung von anrufenden und gerufenen Leitungen hier mit Hilfe
zweier 'Kathodenstrahlröhren bewirkt, von denen die eine, 5, als Empfangsverteiler, die andere, 6,
als Sendeverteiler verwendet wird. Die Teilnehmerleitungen endigen an den Dynoden bildenden Elektroden
der Kathodenstrahlröhren. Der Elektronenstrahl wird mit Hilfe bekannter Ablenkmittel so
abgelenkt, daß er die einzelnen Leitungselektroden zyklisch abtastet. Die Steuerung des Elektronenstrahls
erfolgt mit einer Umlauffrequenz von 10 kHz, die von dem Hauptoszillator 7 von 200 kHz
über den Frequenzteiler 8 und ein Phasenglied 9 Ablenkplatten zugeführt wird. Wenn ein Teilnehmer
z. B. der Sprechstelle 1 einen Anruf einleitet, wird an der Anode 12 der Verteilerröhre im Augenblick
der Abtastung der dem rufenden Teilnehmer zugeordneten Elektrode ein negativer Impuls ausgelöst,
der auf das Gitter der Umsteuerröhre 14 gegeben wird. Dieser Impuls wiederholt sich bei
jedem Umlauf des Elektronenstrahls und ist mit den übertragenen Signalen bzw. Nachrichten
moduliert.·
Die Röhre 14 bildet den Eingang einer gemeinsamen Steuereinrichtung, in der eine Aufteilung der
Impulse in der Weise erfolgt, daß die Modulationsanteile von den Grundimpulsen getrennt werden,
wobei die Grundimpulse von der Kathode eines Kathodenverstärkers 19 über die Ader 20 auf den
Eingangsschalter 21 des Leitungssuchers gegeben werden, während die modulierten Anteile der
Impulse vom Kathodenverstärker 53 über die Ader 55 den Eingangsschaltröhren 44 und 45 des Signalübertragungskreises
zugeführt werden.
Die Eingangsschaltröhre 21 des Leitungssuchers ist normalerweise so weit negativ vorgespannt, daß
sie die über die Ader 20 ankommenden Impulse 18 nicht weiterleitet. Dies ist erst möglich, wenn
gleichzeitig an ihrer Kathode ein negativer Impuls 33 auftritt. Dieser Impuls wird von einem örtlichen
Oszillator 23 geliefert, dessen Frequenz etwas niedriger ist, als die des Hauptoszillators 7. Dieser
örtliche Oszillator 23 synchronisiert einen auf etwa 10 kHz abgestimmten Multivibrator 26, dessen
Ausgangsimpulse differenziert und über eine Begrenzerschal tröhre 30 und einen Kathodenverstärker
32 als Impulse 33 der genannten Eingangsschaltröhre 21 zugeführt werden. Infolge der Frequenzdifferenz
zwischen den über die Ader 20 ankommenden und den über die andere Ader zugeführten
Impulsen 33 verschieben sich diese gegeneinander so lange, bis sie einmal zusammenfallen. Dann wird
über die Röhre 21 ein Impuls übertragen, durch den
der örtliche Oszillator auf die Abtastfrequenz synchronisiert wird, so daß alle weiteren vom
Multivibrator 26 gelieferten Impulse die gleiche Zeitlage (gleichen Abstand vom Beginn des Zyklus)
besitzen, wie die vom Empfangsverteiler auf die Eingangsschaltröhre 21 gegebenen Impulse. Damit
ist der Leitungssucher auf die anrufende Leitung eingestellt und kann auf andere anrufende Leitungen
nicht ansprechen. Die Sperrung der übrigen Leitungssucher gegen eine Belegung der anrufenden
Leitung erfolgt in der gleichen Weise wie im Hauptpatent beschrieben und braucht hier nicht mehr
erläutert zu werden. Die Ausgangsimpulse 34 der Leitungssucherschaltröhre2i werden auch über die
Ader 42 an das Gitter einer Steuerröhre 43 für die Eingangsschalter des Signalübertragungskreises geleitet.
Die Impulse 34 bewirken eine Sperrung der Röhre 43, wodurch sich die Vorspannung an dem
Bremsgitter der Röhre 44 erhöht, so daß diese die an ihr Steuergitter gegebenen modulierten Impulse
auf den Anodenkreis weitergibt.
Die von dem anrufenden Teilnehmer mit der Nummernscheibe 2 erzeugten Wahlimpulse werden
auf diese Weise über den Eingangsschalter 44 übertragen und gelangen über die Ader 56 und einen
Impulsdehner und ein Integrationsnetzwerk 57 in der Gestalt von positiven Impulsen 59 auf eine
Röhre58. Diese Niederfrequenzwahlimpulse werden in der genannten Röhre verstärkt und in einer Begrenzerröhre
60 in negative Rechteckimpulse 61 umgewandelt, welche nach vorhergehender Integration
an das Steuergitter der Wahlschaltröhre 64 gelangen. In dieser Röhre wird jeweils nur die Hinterkante
des Impulses ausgewertet und als negativer Steuerimpuls 65 auf die Speicherstromkreise weitergegeben.
Die erwähnten Impulse 59 werden außerdem über einen Impulsdehner mit nachfolgender Integration
112 geführt, wobei die Impulsstirn des ersten Impulses eine Wahlimpulssteuereinrichtung in Gestalt
einer Röhrenkippschaltung 67, 68 derart steuert, daß der leitende Zustand von der Röhre 67
auf die Röhre 68 übertragen wird. Die Stromkreiskonstanten dieser Kippschaltung sind so gewählt,
daß der soeben genannte Schaltzustand sich bis zum Ende der Wahlimpulsreihe hält, zu welchem Zeitpunkt
die Röhre 67 wieder leitend wird und einen negativen Impuls einerseits auf ein Steuerglied 69,
70 überträgt, welches eine Sperrung der Wahlschaltröhre 64 bewirkt und damit den Speicher
gegen eine Beeinflussung durch nachfolgende Störimpulse od. dgl. schützt, andererseits gelangt dieser
negative Impuls auf eine Kippschaltung, bestehend aus den Röhren 102, 103, welche als Steuereinrichtung
für den Rufgenerator dient und deren Wirkungsweise später beschrieben werden soll.
Die Speicherstromkreise stellen eine Kettenschaltung aus an sich bekannten Röhrenkippschaltern
dar, deren Einstellung durch die Wahlimpulse im Hauptpatent ausführlich beschrieben wurde. Es
sei hier nur darauf hingewiesen, daß am Ende der Aufnahme einer Wahlimpulsreihe lediglich eine der
rechten Röhren der Speicherstromkreise sich in leitfähigem Zustande befindet. Von dieser Röhre wird
dabei eine Spannung an das Bremsgitter der ihr zugeordneten Zeitkanalschaltröhre 78, 79, 80 usw.
gelegt, welches die Übertragung eines an deren Steuergitter angelegten Signals vorbereitet. Der
Leitungswählerstromkreis beginnt nun, die in dem Speicher aufgenommenen Wahlimpulse abzuzählen,
wobei der Zählvorgang von dem 10-kHz-Frequenzteiler 8 gesteuert wird. Die von diesem gelieferten
Synchronisierimpulse schalten die Zählkette schrittweise weiter in Abständen von 5 ,us, entsprechend
der angenommenen Abtastfrequenz von 10 kHz für zwanzig Teilnehmerleitungen. Jedes der Zahl
glieder gibt bei seiner Umschaltung einen Impuls an das Steuergitter der zugeordneten Zeitkanalschaltröhre.
Es kann jedoch nur diejenige Zeitkanalschaltröhre ansprechen, die durch das vom Speicher
angelegte Potential vorbereitet ist. Beim Ansprechen einer solchen Zeitkanalschaltröhre wird in ihrem
Anodenkreis ein negativer Signalimpuls 96 erzeugt. Dieser Impuls 96 wird über die Ader 97 an das
Steuergitter der Röhre 50 geführt, welche als S teuer röhre für die Ausgangsschaltröhre 47 des
Signalübertragungskreises dient und diese Ausgangsschal tröhre in den dem Abtastzeitpunkt für die
gewünschte Leitung entsprechenden Zeitpunkten entsperrt, so daß die über den Eingangsschalter 44
auf die Speichereinrichtung 117 übertragenen Nachrichten
im richtigen Zeitpunkt über einen Verstärker 107 und einen weiteren Ausgangsschalter 108 auf
Gitter in des Sendeverteilers weiterübertragen werden und damit den Elektronenstrahl dieses Verteilers
mit den zu übertragenden Signalen modulieren.
Der negative Impuls 96 wird außerdem über die Adern 97 und 40 einer Besetztschaltröhre 101 zugeführt,
in deren Ausgangskreis Impulse erzeugt ioo werden, welche die beim Abtasten der angerufenen
Leitung durch den Elektronenstrahl des Verteilers 5 ausgelösten Impulse 18 kompensieren und damit das
Ansprechen eines weiteren Leitungssuchers auf diese Impulse verhindern.
Mit der Einstellung des Leitungswählers usd der dadurch bedingten öffnung des Ausgangsschalters
im Signalübertragungsstromkreis ist die Verbindung zu der gerufenen Leitung hergestellt. Im
folgenden sei nun die Art und Weise des Anrufes der betreffenden Leitung näher beschrieben.
Wie bereits erwähnt, wurde am Ende der Wahlimpulsreihe ein negativer Impuls von der Steuereinrichtung
67, 68 auf das Steuerglied 102, 103 übertragen. Dieser Impuls bewirkt die Umschaltung
dieser als Kippschalter ausgebildeten Einrichtung derart, daß der leitende Zustand von der Röhre 102
auf die Röhre 103 umgelegt wird. Hierdurch wird eine Ruf schal tröhre 104, die normalerweise gesperrt
ist, geöffnet, so daß sie ein Rufsignal über den Leiter 105 an das Steuergitter der Ausgangsschaltröhre
47 im Signalübertragungskreis übertragen kann.
Dieses Rufsignal wird dadurch erzeugt, daß ein Rufoszillator 106, der mit dem Bremsgitter der
Schaltröhre 104 verbunden ist, beim öffnen dieser
Röhre deren Anodenstrom moduliert. Der Rufstrom am Steuergitter der Röhre 47 wird jedoch
nur dann wirksam, wenn diese Röhre, wie bereits beschrieben, durch die vom Leitungswähler gelieferten
Impulse 96 entsperrt wird, was jedesmal dann eintritt, wenn der Elektronenstrahl des Sendeverteilers
6 diejenige Dynode überläuft, an welche die gewünschte Leitung angeschlossen ist. Der Rufstrom
nimmt dann folgenden Weg: Vom Rufoszillator 106 an das Bremsgitter der Rufschaltröhre
104, welche durch das an ihr Steuergitter vom Rufsteuerstromkreis angelegte Potential betriebsfähig
gemacht wurde, weiter von der Anode der Röhre 104 über den Leiter 105, die Röhre 47,
den Verstärker 107, das Steuergitter einer Pentode 108, dessen Bremsgitter von der Wahlimpulssteuereinrichtung
6g, 70 über eine Ader 109 gesteuert wird, weiter über die Anode der Röhre 108 und den
Leiter 110 auf das Steuergitter 111 des Sendeverteilers
6. Das Gitter in steuert auf diese Weise den Elektronenstrahl im Augenblick der Abtastung der
gerufenen Leitung und bewirkt die Betätigung eines
Rufempfängers in der gerufenen Sprechstelle.
Wenn der Elektronenstrahl der Röhre 5, nachdem der gerufene Teilnehmer sich gemeldet hat,
das erstemal die diesem Teilnehmer zugeordnete Elektrode überläuft, wird in gleicher Weise wie bei
einer anrufenden Leitung ein negativer Impuls 13 erzeugt, der an der Kathode des Verstärkers 19 als
positiver Impuls 18 in Erscheinung tritt und über einen Leiter 113 an das Steuergitter einer Rufabschalteröhre
114 gelangt. Diese normalerweise gesperrte Röhre ist zu diesem Zeitpunkt geöffnet,
da gleichzeitig ihrem Bremsgitter ein positiver Impuls von der Steuerröhre 115 zugeführt wird,
die ihrerseits in diesem Augenblick durch einen vom Leitungswähler über die Leitung 97 kommenden
Impuls 96 leitfähig gemacht wurde.
Hierdurch wird im Anodenkreis der Röhre 114 ein negativer Impuls 116 erzeugt, welcher bewirkt,
daß der Rufsteuerkreis wieder in seine Ruhelage zurückgeschaltet wird, in der die Röhre 103 gesperrt
und die Röhre 102 leitfähig ist. Dadurch wird das Entsperrpotential vom Steuergitter der
Röhre 104 entfernt und damit die Rufstromübertragung unterbrochen.
Die gesamte Schaltungsanordnung ist nun für die Übertragung von Sprechsignalen bereit. Diese
Sprechsignale werden von der rufenden Leitung im Augenblick ihrer Abtastung durch den Empfangsverteiler 5 auf die Eingangsschaltröhre 44 gegeben.
Vom Anodenkreis dieser Röhre gehen die Signale über ein Tiefpaßfilter 117, in dem sie aus einer
Reihe von modulierten Impulsen in die ursprüngliehen Sprachfrequenzsignale umgeformt werden,
auf das Steuergitter der Ausgangsschaltröhre 47, von deren Anodenkreis sie auf dem bereits für die
Rufstromübertragung beschriebenen Weg auf das Steuergitter des Sendeverteilers 6 gelangen.
Der Weg der Sprechsignale von der gerufenen Leitung zur anrufenden Leitung ist genau der
gleiche, er wird jedoch jeweils dann geschlossen, wenn der Empfangsverteiler die Dynode der gerufenen
Leitung überstreicht und der Verteiler 6 die Dynode der anrufenden Leitung abtastet. In
diesem Fall beeinflussen die über den Leiter 55 auf den Signalübertragungskreis gelangenden Impulse
nicht den Eingangsschalter 44, sondern den Eingangsschalter 45, von dessen Anodenstromkreis
sie über ein anderes Tiefpaßfilter an das Steuergitter der Ausgangsschaltröhre 46 gelangen, dessen
Anodenkreis mit dem der Röhre 47 parallel geschaltet ist.
Die Auslösung der Vermittlungseinrichtung bei
Beendigung der Verbindung erfolgt in der gleichen Weise, wie im Hauptpatent beschrieben, und bedarf
daher hier keiner näheren Erläuterung.
Claims (10)
- Patentansprüche:i. Rufanordnung für elektronische Fernsprechvermittlungsanlagen nach Patent 916 299, bei denen die miteinander zu verbindenden Leitungen in einem vorbestimmten Zyklus impulsweise abgetastet werden und die Nachrichtenimpulse über einen sowohl vom Leitungssucher als auch vom Leitungswähler aus gesteuerten Signalübertragungskreis mit der erforderlichen zeitlichen Verschiebung weitergegeben werden, dadurch gekennzeichnet, daß jedem aus Leitungssucher, Leitungswähler und Signalübertragungskreis gebildeten Verbindungssatz für alle Leitungen gemeinsam eine Rufeinrichtung zugeordnet ist, deren Einschaltung in Abhängigkeit von dem vollendeten Empfang der Rufnummer erfolgt, worauf der Rufstrom auf die vom Leitungswähler gesteuerte Ausgangsschal tröhre des Signalübertragungskreises gegeben und durch diese im Zeitpunkt der Abtastung der gerufenen Leitung über den Sendeverteiler auf diese Leitung übertragen wird.
- 2. Rufanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem Rufgenerator (106), einer Schaltröhre (104) zur Verbindung des Generators mit dem Signalübertragungskreis und einer Steuereinrichtung für die Schaltröhre in Gestalt einer Röhrenkippschaltung mit zwei stabilen Schaltlagen (102, 103) besteht und daß letztere sowohl von einer den no Wahlimpulsempfang überwachenden Einrichtung (67, 68) als auch von einer vom Melden des gerufenen Teilnehmers abhängigen Steuereinrichtung (114, 115), gesteuert wird.
- 3. Rufanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltröhre (104) im Ruhezustand gesperrt ist und daß der Rufgenerator an das Bremsgitter dieser Röhre, der Ausgang der Kippschaltung an ihr Steuergitter angeschaltet ist derart, daß beim Um- schalten der Kippschaltung in die Arbeitslage (Röhre 103 stromführend) die Schaltröhre entsperrt und mit dem Rufstrom moduliert wird.
- 4. Rufanordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kippschaltung durch einen von der Überwachungseinrichtungfür den Wahlimpulsempfang am Ende einer Impulsreihe ausgelösten negativen Impuls in die Arbeitslage umgeschaltet wird.
- 5. Rufanordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Rufstrom an das Bremsgitter der Ausgangsschaltröhre (47) des Signalübertragungsstromkreises gelegt wird, die durch die an ihr Steuergitter vom Leitungswähler gegebenen Entsperrimpulse in den der gerufenen Leitung zugeordneten Abtastzeitpunkten leitfähig gemacht wird.
- 6. Rufanordnung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der auf das Melden des gerufenen Teilnehmers hin im Augenblick der Abtastung seiner Leitung durch einen Empfangsverteiler an diesem ausgelöste Impuls zur Einwirkung auf die Steuereinrichtung (114, 115) gebracht wird, die ihrerseits die Kippschaltung in ihre Ruhelage zurückschaltet und damit die Schaltröhre im Ausgang des Rufgenerators wieder sperrt.
- 7. Rufanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der die Rufabschaltung bewirkende Antwortimpuls an einer Stelle der gemeinsamen Steuereinrichtung (Kathode der Röhre 19) abgegriffen wird, an der die zur Verhinderung der Einstellung eines Leitungssuchers auf die antwortende Leitung vorgesehene Kompensation dieser Antwortimpulse nicht wirksam ist.
- 8. Rufanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung für die Rufabschaltung aus einer normalerweise gesperrten Schaltröhre (114) und einer Steuerröhre (115) besteht, die von dem Leitungswähler beeinflußt wird und dabei die Sperrvorspannung der Schaltröhre in den durch die Leitungswählereinstellung bestimmten Zeitlagen vermindert.
- 9. Rufanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltröhre (114) außerdem von den Antwortimpulsen des Empfangsverteilers beeinflußt wird und daß eine Entsperrung dieser Röhre und damit die Auslösung des Schaltvorganges zur Rufabschaltung nur dann eintritt, wenn die Leitungswählerimpulse und die Antwortimpulse zusammenfallen.
- 10. Rufanordnung nach Anspruch 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Entsperrimpulse an verschiedene Gitter der Schaltröhre angelegt werden.Hierzu 2 Blatt ZeichnungenI 9570 11.54
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