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DE920912C - Rufanordnung fuer elektronische Fernsprechvermittlungsanlagen - Google Patents

Rufanordnung fuer elektronische Fernsprechvermittlungsanlagen

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Publication number
DE920912C
DE920912C DEF4327A DEF0004327A DE920912C DE 920912 C DE920912 C DE 920912C DE F4327 A DEF4327 A DE F4327A DE F0004327 A DEF0004327 A DE F0004327A DE 920912 C DE920912 C DE 920912C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
call
tube
line
pulses
arrangement according
Prior art date
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Expired
Application number
DEF4327A
Other languages
English (en)
Inventor
David Hiram Ransom
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
International Standard Electric Corp
Original Assignee
International Standard Electric Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by International Standard Electric Corp filed Critical International Standard Electric Corp
Application granted granted Critical
Publication of DE920912C publication Critical patent/DE920912C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q3/00Selecting arrangements
    • H04Q3/42Circuit arrangements for indirect selecting controlled by common circuits, e.g. register controller, marker
    • H04Q3/52Circuit arrangements for indirect selecting controlled by common circuits, e.g. register controller, marker using static devices in switching stages, e.g. electronic switching arrangements
    • H04Q3/526Optical switching systems
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q11/00Selecting arrangements for multiplex systems
    • H04Q11/04Selecting arrangements for multiplex systems for time-division multiplexing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Devices For Supply Of Signal Current (AREA)
  • Telephone Set Structure (AREA)
  • Telephonic Communication Services (AREA)

Description

Im Patent 916 299 ist ein System zur Übertragung von Signalen beschrieben, das die wahlweise Verbindung zweier Kanäle ausschließlich unter Anwendung elektronischer Schaltmittel gestattet und sich besonders als automatisches Fernsprechvermittlungssystem verwenden läßt. Dieses System besteht darin, daß die miteinander zu verbindenden Kanäle in einem vorbestimmten Zyklus impulsweise abgetastet werden und daß die bei dem Abtastvorgang ausgelösten, mit den zu übertragenden Nachrichten oder Signalen modulierten Impulse einer zeitlichen Verschiebung unterworfen werden, die der Zeitdifferenz zwischen den Abtastzeitpunkten für den ankommenden und den gewünschten weiterführenden Kanal entspricht. Die elektronischen Mittel für den Aufbau eines solchen Systems bestehen dabei im wesentlichen aus einem die vorhandenen Leitungen zyklisch abtastenden Verteiler, einem Leitungssucher (Anrufsucher), einem Rufnummernspeicher und einem Leitungswähler, wobei letzterer im Gegensatz zu der bisher üblichen Vermittlungstechnik nicht die Leitungen selbst auswählt, sondern zur Festlegung der Verschiebungszeit dient, die für die Verbindung zweier zu verschiedenen Zeitpunkten abgetasteten Leitungen erforderlich ist, und einem vom Leitungssucher und vom Leitungswähler aus gesteuerten Signalübertragungskreis. Diese Verschiebungszeit ist wiederum durch die Einstellung des Rufnummernspeichers gekennzeichnet, dem die Wahlimpulse über eine besondere Impulsbildungs- und Kontrolleinrichtung zugeführt werden.
Bei der Verwendung eines solchen Systems als Fernsprechvermittlungsanlage muß dafür gesorgt
werden, daß der anrufende Teilnehmer nach Herstellung der Verbindung ein Zeichen dafür erhält, daß eine Verbindung mit ihm gewünscht wird. Es ist hierfür üblich, über die angerufene Leitung· von der Vermittlung aus ein Rufsignal zu übertragen, das selbsttätig abgeschaltet wird, sobald der Teilnehmer sich meldet.
Der Erfindung Hegt die Aufgabe zugrunde, eine solche Rufschaltung zu schaffen, die sich in mögliehst einfacher Weise in ein Vermittlungssystem gemäß dem Hauptpatent einfügen läßt und ebenfalls ausschließlich elektronische Schaltmittel aufweist. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß jedem aus Leitungssucher, Leitungswähler und Signalübertragungsstromkreis gebildeten Verbindungssatz für alle Leitungen gemeinsam eine Rufeinrichtung zugeordnet ist, deren Einschaltung in Abhängigkeit von dem vollendeten Empfang der Rufnummer erfolgt, worauf der Rufstrom auf die vom Leitungswähler gesteuerte Ausgangsschaltröhre des Signalübertragungskreises gegeben und durch diese im Zeitpunkt der Abtastung der gerufenen Leitung über den Sendeverteiler auf diese Leitung übertragen wird.
Die Rufeinrichtung besteht dabei aus einem Rufgenerator, einer diesen an- und abschaltenden Schaltröhre, die von einer Steuereinrichtung in Gestalt einer Röhrenkippschaltung mit zwei stabilen Schaltlagen betätigt sind. Diese wird sowohl von einer den Wahlimpulsempfang überwachenden Einrichtung als auch von einer vom Melden des Teilnehmers abhängigen Steuereinrichtung gesteuert.
Die Anordnung und Wirkungsweise einer solchen Rufeinrichtung sowie die Art und Weise ihrer Einfügung in ein Fernsprechvermittlungssystem nach dem Hauptpatent soll im folgenden an Hand eines Ausführungsbeispieles beschrieben werden, das in den Fig. 1 bis 4 eine gesamte elektronische Vermittlungseinrichtung der genannten Art zeigt. Die Erfindung ist jedoch nicht auf die gezeigte Schaltungsanordnung für die Rufeinrichtung selbst beschränkt, ebensowenig ist ihre Anwendung auf das in den Figuren dargestellte System beschränkt, das nur eine der im Hauptpatent beschriebenen oder sonst erwähnten Ausführungsmöglichkeiten für ein solches System bildet.
In der Zeichnung zeigt
Fig. ι die gemeinsame Abtast- und Steuereinrichtung eines elektronischen Vermittlungssystems, bei dem in Abweichung von den im Hauptpatent gezeigten Anordnungen getrennte Empfangs- und Sendeverteiler vorgesehen sind;
Fig. 2 gibt die Schaltungsanordnung für den Leitungssucher (oberhalb der gestrichelten Linie) und den Signalübertragungskreis (unterhalb der gestrichelten Linie) wieder;
Fig. 3 enthält die Einrichtung zur Bildung der Wahlimpulse, zur Überwachung des Wahlimpulsempfangs sowie die Rufeinrichtung gemäß der Erfindung, und
Fig. 4 schließlich zeigt den Wahlimpulsspeicher und die Zählkette, die zusammen den Leitungswähler bilden.
Die gezeigten Anordnungen stimmen weitgehend sowohl hinsichtlich Schaltung als auch Wirkungsweise mit im Hauptpatent dargestellten und beschriebenen Anordnungen überein. Die folgende Beschreibung soll daher die Art und Weise einer Verbindungsherstellung nur kurz wiedergeben, und nur die Teile der Anordnung sollen näher beschrieben werden, die sich auf die Rufeinrichtung und die mit ihr in engerem Zusammenhang stehenden Stromkreise beziehen.
Wie bereits erwähnt, wird die Verbindung von anrufenden und gerufenen Leitungen hier mit Hilfe zweier 'Kathodenstrahlröhren bewirkt, von denen die eine, 5, als Empfangsverteiler, die andere, 6, als Sendeverteiler verwendet wird. Die Teilnehmerleitungen endigen an den Dynoden bildenden Elektroden der Kathodenstrahlröhren. Der Elektronenstrahl wird mit Hilfe bekannter Ablenkmittel so abgelenkt, daß er die einzelnen Leitungselektroden zyklisch abtastet. Die Steuerung des Elektronenstrahls erfolgt mit einer Umlauffrequenz von 10 kHz, die von dem Hauptoszillator 7 von 200 kHz über den Frequenzteiler 8 und ein Phasenglied 9 Ablenkplatten zugeführt wird. Wenn ein Teilnehmer z. B. der Sprechstelle 1 einen Anruf einleitet, wird an der Anode 12 der Verteilerröhre im Augenblick der Abtastung der dem rufenden Teilnehmer zugeordneten Elektrode ein negativer Impuls ausgelöst, der auf das Gitter der Umsteuerröhre 14 gegeben wird. Dieser Impuls wiederholt sich bei jedem Umlauf des Elektronenstrahls und ist mit den übertragenen Signalen bzw. Nachrichten moduliert.·
Die Röhre 14 bildet den Eingang einer gemeinsamen Steuereinrichtung, in der eine Aufteilung der Impulse in der Weise erfolgt, daß die Modulationsanteile von den Grundimpulsen getrennt werden, wobei die Grundimpulse von der Kathode eines Kathodenverstärkers 19 über die Ader 20 auf den Eingangsschalter 21 des Leitungssuchers gegeben werden, während die modulierten Anteile der Impulse vom Kathodenverstärker 53 über die Ader 55 den Eingangsschaltröhren 44 und 45 des Signalübertragungskreises zugeführt werden.
Die Eingangsschaltröhre 21 des Leitungssuchers ist normalerweise so weit negativ vorgespannt, daß sie die über die Ader 20 ankommenden Impulse 18 nicht weiterleitet. Dies ist erst möglich, wenn gleichzeitig an ihrer Kathode ein negativer Impuls 33 auftritt. Dieser Impuls wird von einem örtlichen Oszillator 23 geliefert, dessen Frequenz etwas niedriger ist, als die des Hauptoszillators 7. Dieser örtliche Oszillator 23 synchronisiert einen auf etwa 10 kHz abgestimmten Multivibrator 26, dessen Ausgangsimpulse differenziert und über eine Begrenzerschal tröhre 30 und einen Kathodenverstärker 32 als Impulse 33 der genannten Eingangsschaltröhre 21 zugeführt werden. Infolge der Frequenzdifferenz zwischen den über die Ader 20 ankommenden und den über die andere Ader zugeführten Impulsen 33 verschieben sich diese gegeneinander so lange, bis sie einmal zusammenfallen. Dann wird über die Röhre 21 ein Impuls übertragen, durch den
der örtliche Oszillator auf die Abtastfrequenz synchronisiert wird, so daß alle weiteren vom Multivibrator 26 gelieferten Impulse die gleiche Zeitlage (gleichen Abstand vom Beginn des Zyklus) besitzen, wie die vom Empfangsverteiler auf die Eingangsschaltröhre 21 gegebenen Impulse. Damit ist der Leitungssucher auf die anrufende Leitung eingestellt und kann auf andere anrufende Leitungen nicht ansprechen. Die Sperrung der übrigen Leitungssucher gegen eine Belegung der anrufenden Leitung erfolgt in der gleichen Weise wie im Hauptpatent beschrieben und braucht hier nicht mehr erläutert zu werden. Die Ausgangsimpulse 34 der Leitungssucherschaltröhre2i werden auch über die Ader 42 an das Gitter einer Steuerröhre 43 für die Eingangsschalter des Signalübertragungskreises geleitet. Die Impulse 34 bewirken eine Sperrung der Röhre 43, wodurch sich die Vorspannung an dem Bremsgitter der Röhre 44 erhöht, so daß diese die an ihr Steuergitter gegebenen modulierten Impulse auf den Anodenkreis weitergibt.
Die von dem anrufenden Teilnehmer mit der Nummernscheibe 2 erzeugten Wahlimpulse werden auf diese Weise über den Eingangsschalter 44 übertragen und gelangen über die Ader 56 und einen Impulsdehner und ein Integrationsnetzwerk 57 in der Gestalt von positiven Impulsen 59 auf eine Röhre58. Diese Niederfrequenzwahlimpulse werden in der genannten Röhre verstärkt und in einer Begrenzerröhre 60 in negative Rechteckimpulse 61 umgewandelt, welche nach vorhergehender Integration an das Steuergitter der Wahlschaltröhre 64 gelangen. In dieser Röhre wird jeweils nur die Hinterkante des Impulses ausgewertet und als negativer Steuerimpuls 65 auf die Speicherstromkreise weitergegeben.
Die erwähnten Impulse 59 werden außerdem über einen Impulsdehner mit nachfolgender Integration 112 geführt, wobei die Impulsstirn des ersten Impulses eine Wahlimpulssteuereinrichtung in Gestalt einer Röhrenkippschaltung 67, 68 derart steuert, daß der leitende Zustand von der Röhre 67 auf die Röhre 68 übertragen wird. Die Stromkreiskonstanten dieser Kippschaltung sind so gewählt, daß der soeben genannte Schaltzustand sich bis zum Ende der Wahlimpulsreihe hält, zu welchem Zeitpunkt die Röhre 67 wieder leitend wird und einen negativen Impuls einerseits auf ein Steuerglied 69, 70 überträgt, welches eine Sperrung der Wahlschaltröhre 64 bewirkt und damit den Speicher gegen eine Beeinflussung durch nachfolgende Störimpulse od. dgl. schützt, andererseits gelangt dieser negative Impuls auf eine Kippschaltung, bestehend aus den Röhren 102, 103, welche als Steuereinrichtung für den Rufgenerator dient und deren Wirkungsweise später beschrieben werden soll.
Die Speicherstromkreise stellen eine Kettenschaltung aus an sich bekannten Röhrenkippschaltern dar, deren Einstellung durch die Wahlimpulse im Hauptpatent ausführlich beschrieben wurde. Es sei hier nur darauf hingewiesen, daß am Ende der Aufnahme einer Wahlimpulsreihe lediglich eine der rechten Röhren der Speicherstromkreise sich in leitfähigem Zustande befindet. Von dieser Röhre wird dabei eine Spannung an das Bremsgitter der ihr zugeordneten Zeitkanalschaltröhre 78, 79, 80 usw. gelegt, welches die Übertragung eines an deren Steuergitter angelegten Signals vorbereitet. Der Leitungswählerstromkreis beginnt nun, die in dem Speicher aufgenommenen Wahlimpulse abzuzählen, wobei der Zählvorgang von dem 10-kHz-Frequenzteiler 8 gesteuert wird. Die von diesem gelieferten Synchronisierimpulse schalten die Zählkette schrittweise weiter in Abständen von 5 ,us, entsprechend der angenommenen Abtastfrequenz von 10 kHz für zwanzig Teilnehmerleitungen. Jedes der Zahl glieder gibt bei seiner Umschaltung einen Impuls an das Steuergitter der zugeordneten Zeitkanalschaltröhre. Es kann jedoch nur diejenige Zeitkanalschaltröhre ansprechen, die durch das vom Speicher angelegte Potential vorbereitet ist. Beim Ansprechen einer solchen Zeitkanalschaltröhre wird in ihrem Anodenkreis ein negativer Signalimpuls 96 erzeugt. Dieser Impuls 96 wird über die Ader 97 an das Steuergitter der Röhre 50 geführt, welche als S teuer röhre für die Ausgangsschaltröhre 47 des Signalübertragungskreises dient und diese Ausgangsschal tröhre in den dem Abtastzeitpunkt für die gewünschte Leitung entsprechenden Zeitpunkten entsperrt, so daß die über den Eingangsschalter 44 auf die Speichereinrichtung 117 übertragenen Nachrichten im richtigen Zeitpunkt über einen Verstärker 107 und einen weiteren Ausgangsschalter 108 auf Gitter in des Sendeverteilers weiterübertragen werden und damit den Elektronenstrahl dieses Verteilers mit den zu übertragenden Signalen modulieren.
Der negative Impuls 96 wird außerdem über die Adern 97 und 40 einer Besetztschaltröhre 101 zugeführt, in deren Ausgangskreis Impulse erzeugt ioo werden, welche die beim Abtasten der angerufenen Leitung durch den Elektronenstrahl des Verteilers 5 ausgelösten Impulse 18 kompensieren und damit das Ansprechen eines weiteren Leitungssuchers auf diese Impulse verhindern.
Mit der Einstellung des Leitungswählers usd der dadurch bedingten öffnung des Ausgangsschalters im Signalübertragungsstromkreis ist die Verbindung zu der gerufenen Leitung hergestellt. Im folgenden sei nun die Art und Weise des Anrufes der betreffenden Leitung näher beschrieben.
Wie bereits erwähnt, wurde am Ende der Wahlimpulsreihe ein negativer Impuls von der Steuereinrichtung 67, 68 auf das Steuerglied 102, 103 übertragen. Dieser Impuls bewirkt die Umschaltung dieser als Kippschalter ausgebildeten Einrichtung derart, daß der leitende Zustand von der Röhre 102 auf die Röhre 103 umgelegt wird. Hierdurch wird eine Ruf schal tröhre 104, die normalerweise gesperrt ist, geöffnet, so daß sie ein Rufsignal über den Leiter 105 an das Steuergitter der Ausgangsschaltröhre 47 im Signalübertragungskreis übertragen kann.
Dieses Rufsignal wird dadurch erzeugt, daß ein Rufoszillator 106, der mit dem Bremsgitter der Schaltröhre 104 verbunden ist, beim öffnen dieser
Röhre deren Anodenstrom moduliert. Der Rufstrom am Steuergitter der Röhre 47 wird jedoch nur dann wirksam, wenn diese Röhre, wie bereits beschrieben, durch die vom Leitungswähler gelieferten Impulse 96 entsperrt wird, was jedesmal dann eintritt, wenn der Elektronenstrahl des Sendeverteilers 6 diejenige Dynode überläuft, an welche die gewünschte Leitung angeschlossen ist. Der Rufstrom nimmt dann folgenden Weg: Vom Rufoszillator 106 an das Bremsgitter der Rufschaltröhre 104, welche durch das an ihr Steuergitter vom Rufsteuerstromkreis angelegte Potential betriebsfähig gemacht wurde, weiter von der Anode der Röhre 104 über den Leiter 105, die Röhre 47, den Verstärker 107, das Steuergitter einer Pentode 108, dessen Bremsgitter von der Wahlimpulssteuereinrichtung 6g, 70 über eine Ader 109 gesteuert wird, weiter über die Anode der Röhre 108 und den Leiter 110 auf das Steuergitter 111 des Sendeverteilers 6. Das Gitter in steuert auf diese Weise den Elektronenstrahl im Augenblick der Abtastung der gerufenen Leitung und bewirkt die Betätigung eines Rufempfängers in der gerufenen Sprechstelle.
Wenn der Elektronenstrahl der Röhre 5, nachdem der gerufene Teilnehmer sich gemeldet hat, das erstemal die diesem Teilnehmer zugeordnete Elektrode überläuft, wird in gleicher Weise wie bei einer anrufenden Leitung ein negativer Impuls 13 erzeugt, der an der Kathode des Verstärkers 19 als positiver Impuls 18 in Erscheinung tritt und über einen Leiter 113 an das Steuergitter einer Rufabschalteröhre 114 gelangt. Diese normalerweise gesperrte Röhre ist zu diesem Zeitpunkt geöffnet, da gleichzeitig ihrem Bremsgitter ein positiver Impuls von der Steuerröhre 115 zugeführt wird, die ihrerseits in diesem Augenblick durch einen vom Leitungswähler über die Leitung 97 kommenden Impuls 96 leitfähig gemacht wurde.
Hierdurch wird im Anodenkreis der Röhre 114 ein negativer Impuls 116 erzeugt, welcher bewirkt, daß der Rufsteuerkreis wieder in seine Ruhelage zurückgeschaltet wird, in der die Röhre 103 gesperrt und die Röhre 102 leitfähig ist. Dadurch wird das Entsperrpotential vom Steuergitter der Röhre 104 entfernt und damit die Rufstromübertragung unterbrochen.
Die gesamte Schaltungsanordnung ist nun für die Übertragung von Sprechsignalen bereit. Diese Sprechsignale werden von der rufenden Leitung im Augenblick ihrer Abtastung durch den Empfangsverteiler 5 auf die Eingangsschaltröhre 44 gegeben. Vom Anodenkreis dieser Röhre gehen die Signale über ein Tiefpaßfilter 117, in dem sie aus einer Reihe von modulierten Impulsen in die ursprüngliehen Sprachfrequenzsignale umgeformt werden, auf das Steuergitter der Ausgangsschaltröhre 47, von deren Anodenkreis sie auf dem bereits für die Rufstromübertragung beschriebenen Weg auf das Steuergitter des Sendeverteilers 6 gelangen. Der Weg der Sprechsignale von der gerufenen Leitung zur anrufenden Leitung ist genau der gleiche, er wird jedoch jeweils dann geschlossen, wenn der Empfangsverteiler die Dynode der gerufenen Leitung überstreicht und der Verteiler 6 die Dynode der anrufenden Leitung abtastet. In diesem Fall beeinflussen die über den Leiter 55 auf den Signalübertragungskreis gelangenden Impulse nicht den Eingangsschalter 44, sondern den Eingangsschalter 45, von dessen Anodenstromkreis sie über ein anderes Tiefpaßfilter an das Steuergitter der Ausgangsschaltröhre 46 gelangen, dessen Anodenkreis mit dem der Röhre 47 parallel geschaltet ist.
Die Auslösung der Vermittlungseinrichtung bei Beendigung der Verbindung erfolgt in der gleichen Weise, wie im Hauptpatent beschrieben, und bedarf daher hier keiner näheren Erläuterung.

Claims (10)

  1. Patentansprüche:
    i. Rufanordnung für elektronische Fernsprechvermittlungsanlagen nach Patent 916 299, bei denen die miteinander zu verbindenden Leitungen in einem vorbestimmten Zyklus impulsweise abgetastet werden und die Nachrichtenimpulse über einen sowohl vom Leitungssucher als auch vom Leitungswähler aus gesteuerten Signalübertragungskreis mit der erforderlichen zeitlichen Verschiebung weitergegeben werden, dadurch gekennzeichnet, daß jedem aus Leitungssucher, Leitungswähler und Signalübertragungskreis gebildeten Verbindungssatz für alle Leitungen gemeinsam eine Rufeinrichtung zugeordnet ist, deren Einschaltung in Abhängigkeit von dem vollendeten Empfang der Rufnummer erfolgt, worauf der Rufstrom auf die vom Leitungswähler gesteuerte Ausgangsschal tröhre des Signalübertragungskreises gegeben und durch diese im Zeitpunkt der Abtastung der gerufenen Leitung über den Sendeverteiler auf diese Leitung übertragen wird.
  2. 2. Rufanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem Rufgenerator (106), einer Schaltröhre (104) zur Verbindung des Generators mit dem Signalübertragungskreis und einer Steuereinrichtung für die Schaltröhre in Gestalt einer Röhrenkippschaltung mit zwei stabilen Schaltlagen (102, 103) besteht und daß letztere sowohl von einer den no Wahlimpulsempfang überwachenden Einrichtung (67, 68) als auch von einer vom Melden des gerufenen Teilnehmers abhängigen Steuereinrichtung (114, 115), gesteuert wird.
  3. 3. Rufanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltröhre (104) im Ruhezustand gesperrt ist und daß der Rufgenerator an das Bremsgitter dieser Röhre, der Ausgang der Kippschaltung an ihr Steuergitter angeschaltet ist derart, daß beim Um- schalten der Kippschaltung in die Arbeitslage (Röhre 103 stromführend) die Schaltröhre entsperrt und mit dem Rufstrom moduliert wird.
  4. 4. Rufanordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kippschaltung durch einen von der Überwachungseinrichtung
    für den Wahlimpulsempfang am Ende einer Impulsreihe ausgelösten negativen Impuls in die Arbeitslage umgeschaltet wird.
  5. 5. Rufanordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Rufstrom an das Bremsgitter der Ausgangsschaltröhre (47) des Signalübertragungsstromkreises gelegt wird, die durch die an ihr Steuergitter vom Leitungswähler gegebenen Entsperrimpulse in den der gerufenen Leitung zugeordneten Abtastzeitpunkten leitfähig gemacht wird.
  6. 6. Rufanordnung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der auf das Melden des gerufenen Teilnehmers hin im Augenblick der Abtastung seiner Leitung durch einen Empfangsverteiler an diesem ausgelöste Impuls zur Einwirkung auf die Steuereinrichtung (114, 115) gebracht wird, die ihrerseits die Kippschaltung in ihre Ruhelage zurückschaltet und damit die Schaltröhre im Ausgang des Rufgenerators wieder sperrt.
  7. 7. Rufanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der die Rufabschaltung bewirkende Antwortimpuls an einer Stelle der gemeinsamen Steuereinrichtung (Kathode der Röhre 19) abgegriffen wird, an der die zur Verhinderung der Einstellung eines Leitungssuchers auf die antwortende Leitung vorgesehene Kompensation dieser Antwortimpulse nicht wirksam ist.
  8. 8. Rufanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung für die Rufabschaltung aus einer normalerweise gesperrten Schaltröhre (114) und einer Steuerröhre (115) besteht, die von dem Leitungswähler beeinflußt wird und dabei die Sperrvorspannung der Schaltröhre in den durch die Leitungswählereinstellung bestimmten Zeitlagen vermindert.
  9. 9. Rufanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltröhre (114) außerdem von den Antwortimpulsen des Empfangsverteilers beeinflußt wird und daß eine Entsperrung dieser Röhre und damit die Auslösung des Schaltvorganges zur Rufabschaltung nur dann eintritt, wenn die Leitungswählerimpulse und die Antwortimpulse zusammenfallen.
  10. 10. Rufanordnung nach Anspruch 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Entsperrimpulse an verschiedene Gitter der Schaltröhre angelegt werden.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
    I 9570 11.54
DEF4327A 1946-02-19 1950-10-01 Rufanordnung fuer elektronische Fernsprechvermittlungsanlagen Expired DE920912C (de)

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