DE13171C - Neuerungen an Apparaten zur Karbonisation der in Wollgeweben, Wolle etc. enthaltenen vegetabilischen Stoffe - Google Patents
Neuerungen an Apparaten zur Karbonisation der in Wollgeweben, Wolle etc. enthaltenen vegetabilischen StoffeInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01C—CHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
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Description
1880.
Klasse 29.
TELESPHORE GANDERTH in BARR (Elsass).
vegetabilischen Stoffe. ·>
Zusatz - Patent zu No. 2655 vom 10. März 1878.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. Juli 1880 ab. Längste Dauer: 9. März 1893.
Das durch einen Ventilator angesaugte Gas gelangt durch die Röhre B in den Apparat A,
Fig. i. Letzterer kann aus Holz oder Mauerwerk bestehen und ist innen mit einer Bekleidung
von Blei, Thon, Steingut, Glas oder Porcellan versehen. Die Röhre B besitzt längliche
Einschnitte b b, um das Gas auf die ganze Länge des Apparates gleichmäfsig einströmen
zu lassen.
An den Stellen D und D\.~wo das Gewebe
in den Apparat ein- und austritt, sind Kautschukstreifen angebracht, welche sich dicht an die
Flächen des zu carbonisirenden Gewebes anlegen, so dafs das Gas aus dem Apparat nicht
entweichen kann.
C1 und C sind über einander angeordnete Walzen, um welche das Gewebe χ geführt wird.
Die Walzen C1 werden durch die Bewegung des Gewebes in Umdrehung versetzt und ihre
Zapfen sind in Lagern G aus Steingut, Glas oder Porcellan gelagert. Dagegen werden die
Walzen C vermittelst konischer Getriebe F in Umdrehung gesetzt. Dieselben sind mit ihrem
einen Zapfen in-Lagern (S1 aus Steingut, Glas
oder Porcellan und mit ihrem anderen durch die Wand des Apparates hindurchgehenden
Zapfen in Stopfbüchsen DB gelagert, welche
grofs genug sind, um das Einsetzen und Herausnehmen der Walzen behufs Reparirens derselben
zu gestatten. Auf einer verticalen Welle sitzen ebenso viele konische Getriebe, als Walzen
C vorhanden sind, welche Getriebe mit denen auf den letzteren sitzenden in Eingriff
stehen. Das Gewebe wird in den oberen Theil des Apparates A eingeführt, geht in der dargestellten
Weise, Fig. 2, über die Walzen C C1 und tritt bei D1 aus dem Apparat.
Die durch die Bewegung des Gewebes in Umdrehung versetzte Walze G hat den Zweck,
das auf der Bank E? liegende Gewebe allmälig zu heben, und indem sie es über die runden
Oberflächen zweier gegen einander versetzter fester Holzstäbe FF1 zieht, zu glätten.
Beim Austritt des Gewebes aus dem Apparat, Fig. ι und 2, gelangt es in den unteren. Theil
des durch die Fig. 3 und 4 dargestellten Apparates, in welchem es von unten nach oben hindurchgeführt
wird.
Am Boden der Kammer A, Fig. 3 und 4, befindet sich eine Schlangenröhre B, durch
welche Dampf zum Erwärmen der Kammer eintritt.
Im Obertheil der Kammerwand, Fig. 4, befinden sich drei Oeffnungen D, welche mit
Röhren in Verbindung stehen, die sich in eine einzige, nach dem Ventilator E führende Röhre
vereinigen. In dem Mafse, als das im Gewebe befindliche Gas von der aufsteigenden Wärme
mitgerissen wird, saugt der Ventilator dasselbe an und das Gewebe tritt vollständig entgast aus
dem Apparat.
An der Austrittsstelle wird das Gewebe durch eine Walze /, welche mit Kratzenbeschlag versehen
ist, um das Gleiten desselben -zu verhindern, abgezogen.
Eine zweite Walze J mit Flügeln hebt bei ihrer Drehung das Gewebe von der Walze /
ab und legt dasselbe auf die Bank H. Oberhalb der Schlangenröhre B, Fig. 4, ist eine
durchlochte Scheidewand K angeordnet, welche den Zweck hat, das Ende des Gewebestückes,
sobald dasselbe die Dichtungsstreifen D verlassen hat, nicht mit der heifsen Schlangenröhre
B in Berührung kommen zu lassen.
Der durch die Fig. 5, 6 und 7 dargestellte Apparat dient zum Carbonisiren von Wolle,
Hadern und Abfällen.
Das Gas wird vermittelst des Ventilators durch die Röhre D zugeführt und an vier
Stellen vermittelst der Röhrenstutzen D1, D2,
Dz und Di, Fig. 6, in die Kammer A geleitet.
Letztere besteht aus Holz oder Backsteinen und
ist innen mit Blei, Steingut, Glas, Thon oder Porcellan bekleidet.
Die Kammer A, Fig. 6, enthält sieben über einander angeordnete Hürdenlagen, wovon jede
Lage aus fünf Holzhürden, Fig. 8, besteht. Letztere werden vorher mit einem schützenden
Firnifs bestrichen oder die Hürdenstäbe, sowie die Einfassung mit grobem Pferdehaargewebe
überzogen. Auf diese Hürden ./, welche auf Leisten der Gestellwand ruhen, wird das zu
behandelnde Material ausgebreitet.
Die Hürden No. i, 2, 3 und 4 (s. Fig. 7) werden von innen, diejenigen No. 5 von aufsen
durch die Oeffnung B eingebracht.
Nachdem der Stoff während der erforderlichen Zeit der Wirkung des trockenen, kalten Gases
ausgesetzt ist, schliefst man den Hahn in der Züführungsröhre D und öffnet die Schieber G
zwischen den Röhren F und H, Fig. 6, so dafs Wärme vermittelst eines Ventilators, der dieselbe
aus einer Wärmekammer ansaugt, in den Apparat eingetrieben wird. Gleichzeitig öffnet
man den Schieber B im oberen Theil des Apparates. Die allmälig durch die Schichten des
Stoffes von unten nach oben hindurchdringende Wärme nimmt das vom Stoff aufgenommene
Gas auf ihrem Wege mit und entweicht mit letzterem durch die Oeffnung B in den Abzugskanal
C, Fig. 6. Wird am Ende dieser Behandlung ein schwacher Strom von trockenem Ammoniakgas
durch die Kammer, von welcher aus die Wärme in den Apparat getrieben wird, geleitet, so erhält man einen vollständig vom
Gas befreiten Stoff. Stellt man ein mit einer Ammoniakflüssigkeit gefülltes Gefäfs in die Abzugsröhre
C, so neutralisiren sich auch die austretenden Gase vollständig.
Nachdem der Stoff carbonisirt und von Gas vollständig befreit ist, wird der Schieber G
geschlossen, um die Wärmezuführung abzusperren, und es werden die Hürden J aus der
Kammer A herausgenommen.
Claims (2)
- Patent-AnSprüche:ι . Der durch die Fig. 1 und 2 dargestellte Apparat zum Carbonisiren von Geweben in Stücken, bei welchem Apparate das entwässerte Gas vermittelst eines Ventilators durch eine mit Schlitzen versehene Röhre B gleichmäfsig vertheilt in den unteren Theil des Apparates eingetrieben und das Gewebe durch Dichtungsstreifen aus reinem Kautschuk oben eintritt, in ,der gezeichneten Richtung durch den Apparat hindurchläuft und unten austritt, um in den durch die Fig. 3 und 4 dargestellten Apparat einzutreten, in welchem das Gewebe von seinem beim Carbonisiren aufgenommenen Gas befreit wird.und oben austritt.
- 2. Der durch die Fig. 5, 6 und 7 dargestellte Apparat zum Carbonisiren von Wolle, Hadern und anderen Abfällen, welcher Apparat so eingerichtet ist, dafs das durch einen Ventilator zugeführte Gas an vier verschiedenen Stellen unter die Hürden J einströmt, bei geschlossener Austrittsöffnung B die Wolle etc. carbonisirt und bei geöffneter Oeffnung B unter Zuführung von trockener Wärme in den unteren Theil des Apparates die Wolle etc. in der beschriebenen Weise entgast wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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