DE1301797B - Rueckspuelbares Filter mit bewegbarem Filterbeutel - Google Patents
Rueckspuelbares Filter mit bewegbarem FilterbeutelInfo
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Classifications
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- B01D29/09—Filters with filtering elements stationary during filtration, e.g. pressure or suction filters, not covered by groups B01D24/00 - B01D27/00; Filtering elements therefor with filtering bands, e.g. movable between filtering operations
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Description
- Die Erfindung betrifft ein rückspülbares Filter mit bewegbarem Filterbeutel, dessen Filterfläche von außen her beidseitig beaufschlagt, innen abgestützt und am Ende mit einem Filtratableitrohr versehen ist.
- Von neuzeitlichen Filtern werden große Leistungen bei kleinen Abmessungen verlangt. Diese Filteranlagen sollen mit geringem Bedienungsaufwand vollautomatisch arbeiten und auch selbsttätig zu reinigen sein. Bei der Beurteilung eines Filters spielen aber auch der Aufwand für die Anschaffung und die laufenden Betriebskosten eine Rolle.
- Es sind Filter mit bewegbaren Filterflächen bekannt, bei denen einseitig beaufschlagte Filterbänder oder auch beidseitig beaufschlagte innen abgestützte oder endlose Filterschläuche Verwendung finden.
- Auch sind Reinigungsvorrichtungen bekannt, die an den Filterflächen hin- und herbewegt werden.
- Bei Filterbändern ist das Problem der seitlichen Abdichtung ungelöst, so daß nur mit geringen Druckunterschieden gearbeitet werden kann, wobei bei Flüssigkeiten mit voluminösen Schlämmen die Entwässerung nicht gelingt. Die Anlagen bauen sehr groß und sind in der Anschaffung und im Betrieb aufwendig.
- Auch bei endlosen Filterschläuchen ist das Problem der Abdichtung beim Ein- und Austritt am Druckraum nicht gelöst. Dazu kommt noch die Problematik, ein klares Filtrat zu gewinnen.
- Bei den bekannten beidseitig beaufschlagten innen abgestützten Filterbeuteln muß zum Reinigen die Filtration unterbrochen werden. Der Aufwand an Zeit hierfür ist erheblich. Die Vielzahl der Filterbeutel, deren bewegbare Abdichtung und Führung sowie die dazu erforderlichen Führungsweichen können Anlaß zu Störungen sein.
- Bewegbare Reinigungsvorrichtungen für Filterflächen sind für gasförmige Medien bekannt. Ihre Funktion setzt mindestens zusätzlich komprimiertes Reingas voraus.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine vollautomatische Filtereinrichtung zu schaffen, die bei geringem Platzbedarf und geringem Aufwand in der Anschaffung große Leistung und vielseitige Verwendungsmöglichkeit bietet und dabei auf kostspielige Hilfsaggregate zur Erzeugung von Vakuum und Preßluft verzichtet, wobei die Reinigung ohne Unterbrechung der Filtration möglich ist, und die Verwendung von zusätzlichem Spülwasser aus Gründen der Abwasserbeseitigung unterbleibt.
- Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst. daß die Filterfläche als bandförmiger Beutel einerseits von einer ersten das Filtratableitrohr bildenden Haspel und andererseits von einer zweiten Haspel während der Filtrationsperiode hin- und zurückbewegbar angeordnet ist und zwischen beiden Haspeln eine Reinigungsvorrichtung vorgesehen ist, wobei vorzugsweise der ganze Filterbeutel unter dem Niveau der Trübe liegt.
- Als Reinigungsvorrichtung nach der Erfindung dient ein die Filterbeutelbreite auf beiden Seiten überspannendes, als Magnet wirkendes Schlammmundstück mit zwei auf der Innenseite der Filterflächen des Beutels angeordneten ferromagnetischen Platten, von denen jede einen Schlitz besitzt, und daß die Magnetpole des Schlammundstücks auf jeder Seite unter dichter Anlage am Filterkuchen auf die gegenüberstehende Platte einwirken und jeder Schlitz der Platte einem Schlitz des Schlammundstücks gegenübersteht.
- Die Erfindung ist an Hand von Ausführungsbeispielen in den Zeichnungen im folgenden erläutert.
- Es zeigt F i g. 1 eine schematische Darstellung des Filters nach der Erfindung im Grundriß.
- Fig.2 einen Aufriß der Ausführung nach F i g. 1 teilweise im Schnitt und F i g. 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel im Grundriß.
- In Fig. 1 und 2 stellt 1 den Filterkessel und 11 den Trübezulauf dar. Ein bandförmiger beidseitig beaufschlagter Filterbeutel 2 umschließt eine Stütz-und Ableitmatte 3 sowie zwei drehbar gelagerte Filtratableitrohre 4, 10, die über eine Gleitdichtung 12 aus dem Trüberaum herausgeführt werden. In den Filtratableitrohren 4, 10 befinden sich je ein Schlitz in dem die Stützableitmatte endet und der die Filtratableitung nach draußen ermöglicht. Der Filterbeutel 2 wird an den Filtratableitrohren 4, 10 mittels Abdichtkragen 13 abgedichtet. Weiterhin besitzt der Filterbeutel 2 an einem Ende eine schlitzartige Öffnung zum Einführen der Stützableitmatte 3 während der Montage, die mittels eines klammerartigen Verschlusses 14 geschlossen wird.
- Die als Haspeln dienenden Filtratableitrohre 4, 10 werden außerhalb des Filterkessels angetrieben, und bewegen dabei den Filterbeutel 2 durch die Reinigungsvorrichtung 6 bis 8. in welcher der Rückspülvorgang für beide Filterflächen stattfindet. Eine DistanzeinlageS sichert die bessere Beaufschlagung des aufgewickelten Teiles des Filterbeutels 2 und wird beim Umspulen an der Reinigungsvorrichtung vorbeigeleitet. Die Reinigungsvorrichtung besteht aus zwei als Magnete ausgebildeten Schlammundstükken 6, die je einen Schlitz 16 aufweisen und auf beiden Seiten den Filterbeutel 2 überspannen. Im Inneren des Filterbeutels 2 liegen durch die Stützableitmatte 3 getrennt je eine ferromagnetische Platte 7 mit einem Schlitz 8, die durch die magnetischen Anziehungskräfte des Schlammundstücks 6 von innen einen Anpreßdruck erzeugen, so daß die Abdichtung zwischen Filterbeutel bzw. Filterkuchen und Schlammundstück 6 gewährleistet ist. Damit der Filterkuchen beim Eintritt in den Bereich des Schlammundstücks nicht abgestreift wird, erhalten die Einlaufkanten entsprechende Abschrägungen.
- In F i g. 3 wird ein Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem auf eine Distanzeinlage verzichtet wird. Die Filtratableitrohre 4 sind nicht bewegbar und die Relativbewegung des Filterbeutels 2 zur Reinigungsvorrichtung erfolgt mittels der Antriebs- und Führungsrollen 15. Damit der Filterbeutel 2 eine für die Beaufschlagung günstige Lage erhält, werden außerhalb des Bereichs der Führungsrollen 15 noch Führungsstangen 24 verwendet. Der Verschluß 22 schließt den Schlitz 16 unmittelbar ab und verhindert schädliche Toträume.
- Das Filter funktioniert folgendermaßen: Bei Filtrationsbeginn wird über den Zulauf 11 die Trübe eingespeist, dabei steht der Filterbeutel 2 still. Nach Ablauf einer einstellbaren Zeitspanne oder nach einem bestimmten Druckanstieg im Trüberaum wird die Bewegung des Filterbeutels 2 zur Reinigung eingeschaltet und gleichzeitig der Schlamm ablauf 9 geöffnet. Da der Schlammablauf unter atmosphärischem Druck steht, im Filterbeutel aber ein Überdruck herrscht, geschieht der Druckausgleich über die Schlitze 8 im Filterbeutel 2 und den Filterkuchen im Bereich der Schlitze 16 in den Schlammablauf 9.
- Auf diesem Weg wird der Filterkuchen mit Filtrat rückgespült, wobei die Geschwindigkeit des Filterbeutels der Überdruck des Filtrats im Filterbeutel und die Breite der Schlitze 8 den Feuchtigkeitsgehalt des austretenden Schlammes bestimmen.
- Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß die Filtration zum Zweck der Reinigung nicht unterbrochen werden muß. Die Aufwendungen für Anschaffung und Betrieb sind relativ gering. Das Filter paßt sich automatisch bei unterschiedlichem Schlammanfall den jeweiligen Belastungen an.
- Das Filter kann sowohl automatisch wie auch manuell betrieben werden. Der Aufbau des Filters gestattet den Bau kleiner und größter Einheiten mit gutem Wirkungsgrad.
Claims (8)
- Patentansprüche: 1. Rückspülbares Filter mit bewegbarem Filterbeutel, dessen Filterfläche von außen her beidseitig beaufschlagt, innen abgestützt und am Ende mit einem Filtratableitrohr versehen ist, d a -durch gekennzeichnet, daß die Filterfläche als bandförmiger Beutel (2) einerseits von einer ersten das Filtratableitrohr (4, 10) bildenden Haspel und andererseits von einer zweiten Haspel während der Filtratsperiode hin- und zurückbewegbar angeordnet ist und zwischen beiden Haspeln eine Reinigungsvorrichtung (6 bis 8) vorgesehen ist, wobei vorzugsweise der ganze Filterbeutel (2) unter dem Niveau der Trübe liegt.
- 2. Filter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Reinigungsvorrichtung ein die Filterbeutelbreite auf beiden Seiten überspannendes, als Magnet wirkendes Schlammundstück (6) mit zwei auf der Innenseite der Filterflächen des Beutels angeordneten ferromagnetischen Platten (7) dient, von denen jede einen Schlitz (8) besitzt, und daß die Magnetpole des Schlammmundstücks (6) auf jeder Seite unter dichter Anlage am Filterkuchen auf die gegenüberstehende Platte einwirken und jeder Schlitz (8) der Platte (7) einem Schlitz (16) des Schlammundstücks (6) gegenübersteht.
- 3. Filter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die drehbar gelagerten Filtratableitrohre (4, 10) über Gleitdichtungen (12) aus dem Trüberaum herausgeführt werden, und der Antrieb außerhalb des Filtergehäuses angebracht ist.
- 4. Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung zum Reinigen der Filterflächen in an sich bekannter Weise von einem Zeitschaltwerk oder in Abhängigkeit vom Druckanstieg im Trüberaum geschaltet wird.
- 5. Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Relativbewegung zwischen Filterbeutel (2) und Reinigungsvorrichtung (6 bis 8) durch eine bewegbare Reinigungsvorrichtung erfolgen kann.
- 6. Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die für die Rückspülung erforderliche Filtratmenge durch die Breite des Schlitzes (8) in der Platte (7) regelbar ist.
- 7. Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Filterbeutel (2) auf dem Weg zum Mundstück (6) durch Führungen (15, 24) geleitet wird.
- 8. Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine zusätzliche Distanzeinlage (5) den Bereich der Reinigungsvorrichtung (6 bis 8) umgeht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK59013A DE1301797B (de) | 1966-04-15 | 1966-04-15 | Rueckspuelbares Filter mit bewegbarem Filterbeutel |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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|---|---|
| DE1301797B true DE1301797B (de) | 1969-08-28 |
Family
ID=7228950
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEK59013A Pending DE1301797B (de) | 1966-04-15 | 1966-04-15 | Rueckspuelbares Filter mit bewegbarem Filterbeutel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1301797B (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP0534085A3 (en) * | 1991-09-27 | 1993-07-28 | Jack R. Bratten | Filter belt arrangement for pressurized chamber filter |
| EP0626192A1 (de) * | 1993-04-06 | 1994-11-30 | Steinbeis Gessner GmbH | Regenerierbare Separationselemente, deren Verwendung und dafür geeignete Gehäuse |
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- 1966-04-15 DE DEK59013A patent/DE1301797B/de active Pending
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